Angel vs. Spike

Angel vs. Spike

[Achtung, Achtung! Seichtes Frauenposting! Im Falle eines Vorhandenseins von Eiern: bitte weitergehen, hier gibt's für Sie nichts zu sehen!]

Ich muss ja gestehen, dass ich ein großer Fan tragischer Liebesgeschichten bin. Wenn zwei sich lieben, aus irgendwelchen Gründen jedoch nicht zusammen sein dürfen oder können. Wenn zwei Liebende auseinandergerissen werden. Ein bisschen Drama, viel Gefühl und Spannung, garniert mit einem Übermaß an Herzschmerz. Ich sehe nicht viele Liebesfilme und lese noch seltener (=so gut wie nie) Romantasy oder Ähnliches, aber wenn sich genannte Zutaten in einer interessanten Geschichte zusammenfinden, bin ich ein wenig verloren.

Daher gefallen mir die Liebesgeschichten in “Buffy” sehr gut. Inmitten der gelungenen Serie findet man Beziehungen, die nicht funktionieren können: primär natürlich die von Buffy zu Angel und später zu Spike.

Auf der einen Seite haben wir Angel: einen großen Kerl mit leichtem Hang zum Neandertalismus im Gesicht, der sich um Buffy kümmert und sie liebt. Dummerweise ist er ein Vampir und damit noch nicht genug – im Moment reinen Glücks wird ihm seine Seele genommen werden, sodass das erste körperliche Beisammensein mit Buffy allerlei Unangenehmes nach sich zieht. Wie tragisch! Wie traurig! Wie großartig! Also, für mich. Als Zuschauer. Ich bin da ein wenig egoistisch. Dann auf der anderen Seite Spike: im Gegensatz zum Schwiegermutterliebling Angel geht von ihm mehr Gefahr aus, besetzt er doch zunächst eine kleine Feindesrolle im Buffyland. Die Beziehung ist anfangs sexueller geprägt, weniger Romantik ist vorhanden. Und natürlich auch hier das Vampirproblem. Ich mag Badboys.

Logisch, dass die beiden Charaktere und Buffyinterests viel Raum für Zickenkriege gibt. “Angel ist viieel süßer!” – “Neihein, Spike ist voll am süßesten so!” Erst neulich bot ich mir mit Darya eine heftige Schlammschlacht mitten in der Kölner Innenstadt. Kleiderfetzen flogen, wir bespritzten uns in Unterwäsche gegenseitig mit Schlamm und Bier* und am Ende war klar: wir haben einen konträren Männergeschmack. Die Frage steht natürlich auch weiterhin im Raum: wer ist eigentlich süßer geiler: Spike oder Angel? Eine der wichtigsten Fragen dieses Universums wird genau hier und jetzt geklärt!

Optik:


Natürlich kommt die Optik in Wahrheit an letzter Stelle. Sie ist hier nur völlig zufällig an die erste gerutscht.  Eine unfassbar ausdefinierte Wangenpartie trifft hier also auf eine Stirn, die fast die Augen verdeckt. Wasserstoffperoxid vs. gemütlich-braune Natürlichkeit. Ein provokanter Blick gegen treudoofe Hundeaugen. Wer gewinnt? Natürlich Spike. Damit sind alle weiteren Argumente hinfällig, denn.. ach, Optik ist ja nicht so wichtig, ich vergaß.

Der Rest


Für mich wird Angel immer als “Der Emo” in Erinnerung bleiben. Diese fragenden, devoten Augen samt der strahlenden Liebe im Herzen für Buffy und Tränchen ob seines Wesens – das ist einfach zu viel.  Das ist mir zu viel Liebe, wirklich. Mit Spike verhält es sich da wesentlich differenzierter. Sex, Emotionen die über “Ich liebe dich ja so sehr, aber ich bin so ein Monster!” hinausgehen und auch Hass und Abscheu beinhalten. Außerdem wird immer diese Rede Spikes im Raume stehen. Die übertrifft einfach alles, was Angel je zu sagen hatte und zu sagen haben wird. Außerdem kann er besser singen als Angel. Fragen? Keine? Weitermachen.

Natürlich gewinnt Spike. Keine Widerrede.

*eventuell übertreibe ich hier ein bisschen. Ganz dezent. Aber auch nur vielleicht!

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