1. 18. August 2012 | Veröffentlicht unter Artikel, Gaming.

    Gamescom 2012

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    Morgens halb Zehn in Deutschland, in Köln um genau zu sein. Es ist Mittwoch, das Wetter ist gut, aber nicht gut genug mich davon abzuhalten die nächsten 8 Stunden in hoffentlich gut klimatisierten Messehallen zu verbringen. Im folgenden werde ich über die Spiele in kurzen Blöcken berichten. So könnt ihr euch besser die Spiele raussuchen, die euch interessieren und den Rest gepflegt überspringen.

    Guild Wars 2

    Los geht’s in Halle 8. Der Stand von Guild Wars 2 taucht als erstes vor mir auf. Guild Wars gilt als ein unterschätztes MMORPG, das seine größten Stärken im PvP hat. Das Bezahlmodell ist zudem vorbildlich. Das Spiel und die Addons muss man natürlich kaufen, für den Onlineservice aber nicht bezahlen. So kann man sich aussuchen, ob und welche Addons gekauft werden, zocken kann man auch nur mit dem Hauptspiel. Wer natürlich intensiv PvP betreiben will, muss sich alle Erweiterungen holen. Guild Wars hat nun schon 7 Jahre auf dem Buckel, dementsprechend groß ist die Vorfreude der Fans auf den neuen Teil. Aushalten müssen sie es nur noch bis zum 28.08.2012.

    World of Warplanes 

    Als nächstes folgt der Stand von Wargaming.net mit World of Tanks und World of Warplanes. Ich konnte es testen und hatte das erste Mal seit Ewigkeiten wieder einen Joystick in der Hand. Wing Commander, anyone? Mann, ich vermisse Spiele mit Joystick. Unvergessen die zahllosen Flugstunden im Universum mit Privateer. Mit Wing Commander oder gar Privateer hat World of Warplanes allerdings nichts zu tun. Es ist ein MMO-Shooter mit Flugzeugmodellen aus den Dreißiger bis Fünfziger Jahren, der mit einer sehr arcadigen Spielweise spannende Dogfights ermöglicht. Also Hand an den Joystick und los geht’s.

    Da ist auch schon der Feind, kurz einen Looping fliegen und ran an sein Heck. 5 Minuten lang verfolge ich meinen Gegner, der mich versucht zwischen ca. 20 anderen Spielern und deren Kampfjets abzuschütteln. Das schafft er zwar nicht, aber dafür ist er durch die schnellen Manöver schwer zu treffen. Als er schließlich von ein paar Glückstreffern doch in dunklem Rauch eingehüllt ist, holt er sein letztes Ass aus dem Ärmel: Er fliegt wieder ein paar halsbrecherische Kurven, um anschließend direkt in den Ozean zu rasen. Bevor ich die Orientierung wieder habe, ist es schon zu spät. Der Versuch die Nase des Flugzeugs kurz über der Wasseroberfläche wieder nach oben zu ziehen misslingt und ich stürzte direkt nach ihm ins Meer. Wahnsinn! Da muss ich doch gleich mal schauen, was ein Flightstick heutzutage so kostet.

    Ghost Recon Online

    Nun habe ich selber lange Zeit Ghost Recon in einem Clan gespielt und bin deshalb wahrscheinlich nicht gerade objektiv, aber das ist wohl der ganze Artikel nicht, also fuck it. ICH HABE MICH IN GHOST RECON ONLINE VERLIEBT. Aber bevor ich zu den Gründen komme, wieso das so ist, will ich kurz auf die Serie eingehen. Ghost Recon ist ein 3rd-Person Taktikshooter mit einem realistischen Ansatz. Das heißt, ein Treffer bedeutet meistens den virtuellen Tod. Ohne Teamwork hat man so schnell das zeitliche gesegnet, dass man nicht mal „Yes, Sir!“ sagen kann. Es folgten mit der Advanced Warfighter Reihe ein paar Nachfolger, die für mich aber nie an das Original ran kamen. Erst mit Ghost Recon Future Soldier hatte ich wieder richtig Spaß. So, aber was ist mit Ghost Recon Online? Das ist ähnlich wie Future Soldier ist die unspektakuläre Antwort. Aber Free to Play.

    Als erstes gilt es sich eine Klasse auszusuchen. Zur Verfügung stehen der klassische Soldat, der typische Scharfschütze und ein Ingenieur mit, Überraschung, einer RPG. Dann geht es auch schon los. Es gilt Punkte einzunehmen und zu halten, ganz in klassischer Battlefield-Manier. Sofort stellt sich durch die Aufteilung in Squads Teamplay ein. Deckung geben, vorrücken, Position halten. Wie bei anderen Shootern auch gibt es ein Deckungssystem, welches auch sehr gut funktioniert. Ein Klick und man ist in sicherer Deckung, aus der man sich heraus lehnen und feuern kann. Ein weiterer Klick und man springt über das Hindernis, was das ganze sehr dynamisch macht. Ein weiteres Feature im Spiel sind die Spezialfähigkeiten, von denen jede Klasse eine besitzt. Der Soldat z.B. hat einen großen Schild dabei. Bei Aktivierung hält man den Schild schützend vor sich und bekommt einen temporären Geschwindigkeitsboost. Das hilft lange von Scharfschützen überwachte Gänge zu passieren. Je schneller man die Spezialfertigkeit wieder deaktiviert, desto früher kann man sie wieder einsetzen. Neu ist das alles vielleicht nicht, aber es hat sich sofort richtig angefühlt. Und es ist kostenlos. Kostenlos ist toll.

    Wii U

    Endlich habe ich die neue Konsole von Nintendo in die Finger bekommen. Nintendo war zwar nicht selber vor Ort, offiziell heißt es man konzentriere sich auf die Tokio Game Show, es war aber möglich auf den Ständen der Spielepublisher die Titel auf der Wii U anzuspielen. ZombieU und Batman Arkham City – Armored Edition konnte ich so ausprobieren. Aber erst mal zum nicht unumstrittenen Controller. Er ist leichter als er aussieht. Er ist schon fast zu leicht und wirkt dadurch irgendwie, naja, billig. Der eingebaute Touchscreen zeigt ein schönes Bild und scheint nicht zu spiegeln, zumindest ist es mir trotz der Scheinwerfer nicht aufgefallen. Dass die beiden Analogsticks so weit auseinander liegen ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig. Generell hat man das Gefühl ein mittelgroßes Frühstücksbrettchen in der Hand zu halten.

    Nun aber zu den Spielen. ZombieU soll zeigen, dass Nintendo auch anders kann als casual und kindgerecht, nämlich auch blutige Zombie-Überlebensaction. Nach einer kurzen Einführung von einer sehr freundlichen, aber im Prinzip völlig ahnungslosen Hostess mittleren Alters, ging es los. Mit einer Art Cricketschläger bewaffnet taste ich mich vorwärts. In einer Kiste im nächsten Raum finde ich, dank des Hinweises von meiner persönlichen Betreuerin, eine Pistole mit 2 Schuss Munition. 2 Schuss? Na Wahnsinn. Im nächsten Raum plündere ich eine blutige Leiche und bekomme weitere 2 Schuss Munition, die ich mit komplizierten Touchbewegungen auf dem Controller in das Inventar räume. Da ist dann auch schon das erste Problem. In einem Zombiespiel möchte man eigentlich zu keiner Zeit den Blick vom Bildschirm nehmen. Ein mir verdächtig erscheinender Schrank führt, zur Überraschung meines Pflegepersonals, zu einem versteckten Ort. Ich muss mich ducken und in einen dunklen Lüftungsschacht klettern…in einem Zombiespiel…Scheissidee, das weiß ich jetzt schon. Na gut, egal. Doch kaum habe ich mich in den Schacht gezwängt, springt mich aus der Dunkelheit ein Zombie an. Die Hostess, die diesen Bereich des Spiels nicht gezeigt bekommen hat, stößt einen Schrei voller Horror aus und hält sich an meinem Arm fest. Ich bin erleichtert, denn so ist mein panisches Gesicht nicht aufgefallen. Allerdings haben wir gerade die Blicke aller im Raum versammelten Menschen auf uns gezogen und als meine Leidenskameradin das bemerkt, lässt sie dann doch schnell meinen Arm los. Oh, während all dessen bin ich übrigens gestorben, denn sobald ein Zombie an einen ran kommt hat man keine Chance und stirbt einen qualvollen Tod. Mit Gesicht Abnagen und allem. Das ist etwas anstrengend, da man mit den paar Schuss Munition selbst mit Kopfschüssen nicht besonders weit kommt und mit seinem Cricketschläger, oh Wunder, in den Nahkampf muss. So bin ich diverse Male gestorben. Wenn man stirbt passiert etwas Merkwürdiges, man trifft auf sein eigenes Zombie-Ich an der Stelle, an der man gestorben ist. Ich weiß, es ist nicht besonders hilfreich bei einem Zombiespiel über Logikmängel zu klagen, aber das war unfreiwillig komisch. Wenn man seinen Zombiezwilling tötet bekommt man die Gegenstände wieder, die man bis dahin aufgesammelt hat.

    Fazit: Grafik=meh, Gameplay=meh, Atmosphäre=gut, Schwierigkeitsgrad=hart

    Weiter zu Batman Arkham City – Armored Edition. Das Spiel kam ja schon letztes Jahr im Oktober raus, kommt für die Wii U-Version aber mit sämtlichen zusätzlich erhältlichen Download-Inhalten daher und die spielbaren Charaktere haben eine verbesserte Rüstung. Armored Edition eben. Außerdem ist die Steuerung natürlich komplett auf den WiiU Controller umgestellt worden. Während man einfach rumläuft zeigt der Touchscreen im Controller eine Karte an, aber wenn man sein Gadget auswählen will, muss man das auch über das Ding tun und das ist nervig. Mich stört es einfach zwischen zwei Bildschirmen hin und her zu wechseln und zwar nicht nur mit den Augen, sondern mit dem ganzen Kopf, da man das Teil eben hält wie einen Controller. Es wirkt doch etwas gezwungen, denn man hätte schließlich auch einfach per Knopfdruck ein Auswahlmenü haben können. Auch die Steuerung des Batarangs ist sehr haarig und vor allem leicht zeitverzögert. Sinnig und spaßig ist der Einsatz des zweiten Bildschirms nur, um einen Tatort nach Hinweisen abzusuchen. Der Rest ist wie gehabt, motivierende Kämpfe und das ein oder andere Rätsel. Was auch hier wieder auffällt ist die schwache Grafik. Während das Batman-Charaktermodell so gut wie auf der Xbox 360 aussieht, sind die Gegner von einer matschigen Textur überzogen. Wenn das die grafische Höchstleistung des Geräts ist, ist das sehr enttäuschend.

    Alles in allem bin ich sehr skeptisch was die Wii U angeht. Microsoft und Sony stehen auch mit Ihren neuen Konsolen in den Startlöchern und werden vermutlich bei den Core-Gamern wieder die Nase vorn haben.

    World of Warcraft – Mists of Pandaria

    WoW du blöder Arsch, da hat man sich endlich von dir gelöst und kommt trotzdem irgendwie immer wieder zurück. Auf dem Stand von Blizzard konnte man die Startzone der Pandaren antesten. Um gleich mal das zu sagen, was eh schon überall geschrieben wird: Ja, es sieht aus wie KungFu Panda. Ist bestimmt nicht für jedermann. Grafisch wiederum hat es Blizzard schon wieder geschafft eine Schippe drauf zu legen, die Programmierer müssen die Engine mittlerweile in und auswendig kennen. Es ist wirklich hübsch in Pandaria – oder wie auch immer das Gebiet heißt. Es stellt sich auch sofort wieder das typische WoW Gefühl ein. Die Handgriffe sitzen und ruck zuck hat man die ersten Quests hinter sich gebracht und ist ein paar Level aufgestiegen. Die Quests sind nicht wirklich innovativ, aber nett in die Geschichte eingefügt. So holt man sich als angehender Mönch seine erste Waffe ab, um anschließend gegen andere Schüler Trainingskämpfe zu absolvieren. Dann will eine Pandarin beim Meditieren beschützt werden und danach muss man gegen einen anderen Mönch kämpfen. Warum das alles? Ich weiß es nicht. Ich habe schon immer die Questtexte weggeklickt, denn seien wir mal ehrlich, so richtig spektakulär ist die Geschichte von WoW nun auch nicht. Die neue Klasse des Mönchs hat, wie der Schurke, Energie zur Verfügung und durch Attacken baut man Combopunkte auf, mit denen man besonders starke Attacken ausführen kann. Zumindest glaub‘ ich das, denn ich bin irgendwie dem Lehrer nicht über den Weg gelaufen und hatte bis Level 5 nur zwei Fertigkeiten. Ich hätte wohl doch mal die Texte lesen sollen.

    Hier das Cinematic zur neuen Erweiterung, die im September erscheint:

    Auf der anderen Seite des Blizzard-Stands gab es das neue Addon Heart of the Swarm für Starcraft 2 zu sehen. Nach 10 Jahren Warten auf Starcraft 2 und weiteren 2 Jahren auf das erste von zwei Addons konnte man also die Kampagne der Zerg anspielen. Wie es ist? Ich habe keinen blassen Schimmer. Für Starcraft war ich schon immer zu schlecht und unmotiviert. Nebenan auf einer Sonderfläche haben ein paar Koreaner aus dem e-Sport Bereich gegeneinander gespielt, ich habe keine Ahnung wie man seine Finger so schnell und gezielt bewegen kann.

    Dishonored

    Am Stand von Bethesda konnte man Dishonored und die Doom BFG Edition anspielen. Dishonored war das Spiel auf das ich mich am meisten gefreut habe es zu sehen. Ich meine: Bethesda! Der wohl beste Spieleentwickler/Publisher der letzten Jahre. Besonders nachdem Bioware EA zum Opfer gefallen ist.

    Dishonored ist ein Splinter Cell im Steampunk-Setting, mit Bioshock Feeling, Parallelen zu Deus Ex und Magie gibt es obendrauf. Alles klar? Schleichen und Feinde lautlos beiseite schaffen, oder die Gegner mit diversen Gadgets und magischen Fähigkeiten aus dem Weg räumen, das bleibt dem Spieler überlassen. Die weiträumigen Level bieten diverse Routen für verschiedene Spielweisen. Die Demoversion bestand aus einem Level, in dem man sich durch ein Gebäude nach oben zu seinem Ziel hocharbeiten musste. Das stellte sich als gar nicht so einfach heraus, besonders wenn man erst mal die Aufmerksamkeit der Gegner auf sich gezogen hat. Als Hilfsmittel stehen Dinge wie eine Armbrust, wahlweise mit Giftpfeilen oder Explosivgeschossen, ein Teleportzauber, oder auch die Fähigkeit Ratten zu beschwören zur Verfügung. Letztere greifen Gegner in der Nähe an und lenken sie ab. Dann kann man sich heranteleportieren und sie von hinten meucheln. Das Spiel soll uncut in Deutschland erscheinen und ist ein absoluter 18er Titel, was bei den harten Todesszenen auch nicht erstaunlich ist. Dass die Ratten getötete Feinde fein säuberlich abnagen ist sicherlich nicht für jeden Magen geeignet, aber irgendwas müssen Ratten ja fressen. So läuft das in der Natur. Wenn man Ratten aus dem nichts beschwört, muss man damit leben, dass sie auch mal Leichen anfressen. Alles in allem war Dishonored nicht die Offenbarung, die ich erhofft habe. Ich werde dem Spiel aber in jedem Fall noch eine Chance geben.

    Doom BFG Edition

    Gleich die wichtigste Neuerung vorweg; anscheinend haben die Marines Panzertape für sich entdeckt, denn man muss nicht mehr die Taschenlampe wegpacken um mit der Waffe zielen zu können. Das ist auch gut so und war mein größter Kritikpunkt am Original Doom 3. Ja es hat zur Atmosphäre beigetragen, aber es hat eben auch schnell nur noch genervt. Daneben gibt es natürlich eine leicht verbesserte Grafik und auch 3D. Zu 3D gibt es nur zwei Meinungen. Die einen finden es großartig, die anderen eben nicht. Ich gehöre zu den Letzteren, zumindest bei Videospielen. Auch bei Doom BFG zeigt sich das Manko. Es sind Grafikfehler, wie z.B. der Laserpointer der Waffe, der in Wände hinein zu gehen scheint. Ansonsten ist es eben Doom. Dunkelheit und Schreckmomente durch plötzlich erscheinende Monster. Und natürlich die Big-Fucking-Gun.

    Nun noch ein paar Spiele in Kürze:

    Call of Duty: Black Ops 2: Was soll man sagen? Es ist ein typisches CoD mit viel Kinobombast und schöner Grafik. Neu ist ein Multiplayermodus mit bis zu sieben kleinen Teams und das Zukunftsszenario, in dem die Geschichte spielt. Bleibt abzuwarten, ob das genug ist um sich von Modern Warfare 3 abzuheben.

    Fifa 13: Wirkt nochmal besser als das eh schon hochgelobte Fifa 12, welches aber hier und da kleine technische Mängel hatte. Das Defensivspiel in Fifa 12 war kompliziert und anfällig bei den kleinsten Fehlern. Nun hilft die KI besser aus, wenn man mal unachtsam ist. Alles in allem wieder ein Schritt näher zur perfekten Fußballsimulation. Es sieht nicht aus, als ob PES in der nahen Zukunft Fifa wieder vom Thron stoßen kann.

    Borderlands 2: Ich wollte es unbedingt anzocken, aber als der Stand endlich geöffnet wurde, war mir die Schlange immer zu lang. In die Bildergalerie habe ich ein paar Schnappschüsse vom Stand und dem Trailer gepackt.

    Medal of Honor: Warfighter: Nachdem EA den letzten Teil gehörig in den Sand gesetzt hat und das Spiel sich nur aufgrund der Tatsache verkauft hat, dass ein Code für die Battlefield 3 Beta beilag, scheinen sie mit Medal of Honor: Warfighter wieder die Kurve zu kriegen. Besonders hervorzuheben ist der neue Firefighter Modus, in dem Mann zwar wie gehabt mit zwei Teams gegeneinander spielt, aber mit jemandem aus seinem Team ein Duo bildet. Das dynamische Duo teilt sich Punkte und man spawnt bei seiner besseren Hälfte nachdem man gestorben ist. Sollte der Partner es schaffen den Gegner der einen getötet hat schnell auszuschalten wird man sofort an Ort und Stelle wiederbelebt. Das klingt doch ganz gut. Sollte das dennoch nicht reichen liegt zur Sicherheit ein Code für die Battlefield 4 Beta bei.

    Command & Conquer Generals 2: Wird Free2Play, na mal abwarten wie das ausgeht. Der erste Teil hat mir sehr gut gefallen, auch wenn man in der deutschen Version gegen Roboter kämpfen musste, die aus irgendeinem Grund den Dschihad geplant haben. Ich hoffe ich habe mit dem Wort Dschihad nicht den BND auf den Blog gelockt.

    DayZ: Ich hatte die Möglichkeit mit dem Production Assistant Matt Lightfoot ein paar Worte zu wechseln und er hat ein bisschen was zum nächsten Patch erzählt. Neu ist z.B. ein Hund, der den Spieler vor blutenden Feinden warnt,() oder auf nahes Wild hinweist. Selber angreifen kann er nicht, allerdings kann er getötet werden. Es wird auch wilde Hunde zu finden geben, aber die sollen selten sein. Diverse Glitches in der Grafik, die das Spiel momentan noch hat, werden wohl erst mit der Standalone Version Ende des Jahres gefixt.

    Und was war noch?

    Nicht dass ich unbedingt der absolute Fachbesucher bin, aber all die Minderjährigen, die auf der Messe am Mittwoch rumgelaufen sind, lassen mich befürchten, dass Deutschland die Kinderarbeit wieder eingeführt hat. Ist aber auch nicht so wild, da man um FSK 18 Spiele sehen zu können sowieso in einen separaten Bereich auf den Ständen musste, der meistens von einem großen Kerl bewacht war und der niemanden ohne Ausweis oder entsprechendes Band reingelassen hat. Apropos Standpersonal. Ja Messebabes, Messebabes überall. Mit den mehr oder weniger bekleideten Damen kamen auch die Hormone bei so manchem Messebesucher auf Touren. Aber auch für die Frauen war was dabei. Seien es Soldaten in voller Kampfmontur oder der Hitman persönlich. Für ganz spezielle Geschmäcker liefen sogar ein paar Herren in Frauenkleidern über die Messe. Mehr zu den vielen Verkleidungen in der Bildergalerie.

    Für die Nerds unter uns, die nicht gegen Sonnenlicht allergisch sind hat die Gamescom draußen ein buntes Rahmenprogramm angeboten. Es gab eine Strandbar mit DJ, Surfen auf Teppich (), einen Motorradparkour und einen Klettergarten. Natürlich waren auch diverse Fress- und Bierbuden vorhanden. In den Hallen gab es noch Lasertec, allerdings wurde es von der Messe anscheinend verboten, dass die Spieler gegeneinander spielen. So musste man einfach zwei Ziele markieren, eine “Bombe” aktivieren und das war’s. Sehr scheinheilig das ganze, wenn man bedenkt, dass in der nächsten Halle als Soldaten verkleidete Hostessen die Besucher mit vorgehaltener Waffe vom neuesten Shooter überzeugen wollten. Aber Fangen für Erwachsene in Form von Lasertec? Ne, lieber nicht.

    Es gab auch nicht so Erfreuliches. Zum einen die Lautstärke. Die war völlig überzogen auf vielen Ständen. Ich war mir nicht sicher, ob sie mir ihr Spiel zeigen oder mein Trommelfell platzen lassen wollten. Es war teilweise so übersteuert, dass man nicht mehr verstanden hat was überhaupt gesagt wurde. Außerdem gab es nichts zum einsacken. Alles, was ich bekommen habe, war eine leere Tüte, die ich irgendwann habe stehen lassen, weil sie so groß und unhandlich war, und das war‘s. All das gute Zeug hat man nur bekommen, wenn man sich vorher zum Affen gemacht hat und das tue ich doch lieber schreibenderweise, anstatt möglichst laut den Titel eines Spiels zu schreien und die Arme in die Luft zu werfen. Erst kurz bevor ich die Messe verlassen habe steckte mir ein netter Marketingtyp DAS Goodie überhaupt zu: Ein Spiel. Nicht irgendein Spiel, oh nein. Das Spiel der Spiele:

    Das könnt ihr gewinnen

    Und jetzt kommt das Beste. Das behalte ich nicht einfach für mich. Ihr könnt es gewinnen, indem ihr mich auf Facebook befreundet, denn ich habe keine Freunde, nicht mal auf Facebook…..Wer von euch dieses Meisterstück dann in den Händen halten darf werde ich ganz unfair spontan entscheiden, wie das auch immer aussieht.

    Das soll es gewesen sein von meinem kleinen Gamescom-Bericht. Ich habe mit Sicherheit einiges vergessen und vielleicht stimmt auch die ein oder andere Behauptung zu den Spielen nicht zu 100%, aber man rast von Stand zu Stand und hat immer nur ein paar Minuten Zeit alles auszuprobieren. Seid also bitte gnädig, wenn ihr eine Unstimmigkeit findet. Ein Tag ist einfach zu kurz um alles auf der Messe zu sehen.

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  2. 15 Kommentare

    1. Darya sagt:

      Habe ganz vergessen, dass du hier auch noch schreibst und mich die ersten zwei Minuten gewundert, zwischen welchen Bieren die Guddy es geschafft hat, so viele Spiele anzusehen :D

      Respekt für den ausführlichen Bericht!

    2. Sara Jennifer Pham via Facebook sagt:

      Wie Recht du hast… es war verflucht laut und es gab nur alte oder langweilige Spiele geschenkt. Über dieses Landwirtschaftsspiel hab ich mich noch total lustig gemacht als ich den Stand sah! :D Wer spielt denn sowas?!

    3. Raine sagt:

      Hallo! Ich war auch zuerst verwundert und hab erst am Ende bemerkt, dass der Beitrag gar nicht von Guddy ist. xD
      War aber mal interessant zu lesen. Schade, dass ich keine Ahnung hab, wer du genau bist. Sonst hätten wir uns bei ZombiU sicherlich gesehen. Ich hätte auch versucht weniger zu kreischen, als die Hostess. ;-)

    4. George sagt:

      Das Kung-Fu-Panda Video finde ich irgendwie cool. Mal so als Nicht-Wow’ler in den Ring geschmissen.

      • Zeitzeuge TypeO sagt:

        Find ich generell auch nicht so schlecht. Zumal WoW nie auf Realismus gesetzt hat und außerdem sind die Kung Fu Panda Filme großartig. :)

    5. Kann mich Raine nur anschließen, hab auch erst hier unten in den Kommentaren gemerkt, dass du nicht Guddy bist und wunderte mich darüber, dass sie zwei GamesCom Artikel schrieb.. Dein Geschmack scheint ziemlich breitgefächert zu sein, oder? So viele Spiele wie du erwähnst! :D Praktisch! Ich habe einige Spiele (wie z.B. Fifa oder so) zwar auch gesehen, mich aber noch lange nicht da angestellt oder sie ausprobiert – ganz im Gegensatz zu dir hat mich zB Dishonoured ziemlich positiv überrascht, hätte nicht erwartet dass es mich so sehr an Bioshock erinnert.
      PS. Und wieso verlost du den Landwirtschaftssimulator? T_T Ich bin ganz stolz auf mich einen gefangen zu haben (Brüste sei dank) und könnte dieses Prachgoldstück NIIIEE verschenken. Gott bewahre! ;P

      • Zeitzeugin Guddy sagt:

        Hey, dabei gab es einen Extrabeitrag, der Nick steht direkt unter dem Titel UND die Autorenbox unter dem Artikel. Jawohl! *g*
        Aber ich gönne euch mal eine Eingewöhnungszeit http://zeitzeugin.net/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/batman-smilie.gifhttp://zeitzeugin.net/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/icon_wink.gif

      • Zeitzeuge TypeO sagt:

        Ja, mein Spielegeschmack ist wirklich sehr breit gefächert. Wenn ich ein Genre nennen müsste, welches ich am wenigsten Spiele wäre das wohl Echtzeit-Strategie.
        Ich hoffe sehr, dass Dishonoured mich einfach nur noch nicht gepackt hat und das noch kommt. Ich hatte vielleicht einfach eine falsche Erwartungshaltung.

        Es wollte eh keiner den Simulator haben, von daher werde ich ihn mal selber reinschmeissen und mich als Landwirt verdingen. http://zeitzeugin.net/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/icon_mrgreen.gif

        • Waaaaas, nicht zu fassen, niemand wollte den Landwirtschaftssimulator Gold Edition haben? Blasphemie. Hätte ich ihn nicht schon, würd ich mich ja melden xD naja. Jetzt kannst du alleine Grubbern. Ist doch auch ne feine Sache.

          @Guddy
          Ja, Eingewöhnungszeit klingt gut http://zeitzeugin.net/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/bto2feww92i041r1m.png

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