[Offtopic] Rape Culture

Ausgehend von diesem Artikel der Süddeutschen Zeitung, der die gestiegene Anzahl sexueller Übergriffe auf dem Oktoberfest thematisiert und der damit verbundenen Diskussion, die ich auf Facebook gestartet hatte, muss ich das Thema nun einfach auch hier anschlagen. Konkreter Auslöser war folgendes Zitat aus der SZ:

„Meist sind es Touristinnen, die dem Hilfsteam in die Arme laufen oder vom BRK und von der Security gebracht werden. Frauen, die das Bier unter- und die eigene Standhaftigkeit überschätzen. „Die sitzen dann mit hochgerutschtem Dirndl auf der Wiese und schlafen. Klar, dass das manche Männer als Einladung sehen“, sagt Rudolf-Jilg.“

Sicher meint die Frau das nicht so. Was bleibt, ist jedoch das allgemeine gesellschaftliche Bild. Eine Formulierung, die so unglücklich, wie bezeichnend ist. Abstrahiert: Klar, dass das manche Männer als Einladung verstehen. So ist das halt. Ist ja auch einleuchtend: betrunkene Frau + hochgerutschter Rock = konkrete Sexeinladung. Lernt man schon in der Schule, diese Gleichung.

Himmel, Arsch und Zwirn! Nein!

slutwalk1Knappe/sexy Kleidung ist keine Einladung zu einem tätlichen Übergriff! Sicher kann man damit argumentieren, dass die Frau/der Mann nicht hätte trinken und seine Grenzen besser hätte kennen sollen. Doch ein Fehler, eine Unachtsamkeit, darf niemandem die Legitimation geben, ein Verbrechen zu begehen! Statt auf dem Täter, wird auf dem Opfer (dem O p f e r!) herumgehackt. Hätte sie denn keinen Rollkragenpullover oder Schneeanzug tragen können? Warum hat sie überhaupt Alkohol getrunken? Hätte, könnte, wäre. Kein Zweifel: Man soll sich nicht zur Besinnungslosigkeit betrinken. Aber: Warum wird der Täter außen vor gelassen? Warum wird dieser größtenteils ignoriert, seine Grausamkeit totgeschwiegen? Weil die Frau sich einen längeren Rock hätte aussuchen können? Ich bitte euch!

Statistisch gesehen ist es nicht der kurze Rock, der Vergewaltigungen forciert. Opfer kann jeder werden: Mann, Frau, jung, alt, Rollkragenpulloverträger oder Dirndlliebhaberin. Der Täter: Er kann aus dem Verwandten- oder Bekanntenkreis stammen, aus dem nächsten Busch oder dem Hauseingang. Er kann auf Miniröcke stehen oder auf das unschuldige Mädchen vom Land mit Jeans und Shirt. Er kann aus Berechnung handeln oder aus Spontaneität.

Man spricht von Prävention: Selbstverteidigungskurse sollen besucht werden. Gerne. Dort wird nicht nur gelernt, Nein zu sagen, sondern auch, die Scheu vor einem Schlag ins Gesicht oder dem Tritt in die Hoden zu verlieren. Was jedoch viele dabei vergessen, ist Folgendes: Theorie ≠ Praxis. Selbst gut ausgebildet, kann man in Schock verfallen. Todesangst lähmt, eventuell hat man Schmerzen, der Moment schockiert. Da an Regeln und Gelerntes zu denken liegt nicht jedem. Daheim auf dem Sofa oder am Schreibtisch mögt ihr denken: „Doch. Ich kann.“ Wirklich?

Das, worauf ich hinauswill ist, dass es nicht sein darf, dass das Opfer mehr Schuld bekommt als der Täter. Es ist nicht normal, dass man jemanden bespringt, nur weil er gerade nicht reagieren kann, sei es aufgrund des Alkohols oder irgendetwas anderem. Es ist nicht normal, dass man jemanden aufgrund aufreizender Kleidung vergewaltigt. Es ist nicht normal, dass man sich so sehr vergisst. Vergesst die Täter nicht, schiebt nicht alles auf die Opfer!

Ich bin geschockt von dem, was ich bei der Facebookdiskussion teilweise gelesen habe. Wirklich geschockt.

Interessante Links

Zu Slut Walks| Project Unbreakable | Feminists don’t think all men are rapists... | Ich habe nicht angezeigt, weil... | Mythen und Tatsachen


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28 Kommentare

  1. Auf den Artikel habe ich nach der Facebook-Diskussion schon gewartet ^^ Ich glaube nicht dass jemand die Schuld der Täter unter den Tisch kehren will, natürlich sind das die einzig Schuldigen. Aber, wenn man weiß, dass gerade auf den Wiesen so etwas schneller passiert (was natürlich schlimm ist dass man überhaupt darüber nachdenken muss), kann man trotzdem gewisse Vorsichtsmaßnahmen treffen. Dafür reicht m.e. nach schon nicht alleine unterwegs zu sein. Es geht ja nicht darum, dass man mit kurzen Röcken provoziert oder nicht, aber wenn man weiß, dass es leider viele Kranke Menschen gibt, kann man doch trotzdem versuchen ein bisschen auf sich aufpassen oder? Wenn man sich völlig abschießt und alleine hinter dem Zelt liegt, gibt es nun mal Leute die so etwas ausnutzen. Es ist schlimm, aber das weiß man doch inzwischen. Das soll aber keine Rechtfertigung für die Täter sein, ich finde es genau so schlimm dass man immer mit so etwas rechnen muss. Wenn jemand sagt, dass es hätte vermieden wegen können, gibt er denke ich auch nicht direkt dem Opfer die Schuld, sondern stellt fest. Wäre man nur in der Gruppe unterwegs gewesen, hätte es wahrscheinlich vermeiden werden können, das ist denke ich Fakt. Eine Rechtfertigung gibt es den Tätern natürlich nicht, aber es macht es ihnen bedeutend einfacher, besonders wenn man alleine unterwegs ist und dass auch unabhängig vom Oktoberfest. Natürlich ist es der Vergewaltiger Schuld und nicht man selber, aber es gibt halt Situationen die man vermeiden kann, wenn man weiß, dass es in diesen schneller passieren kann. Deswegen bin ich nachts nicht alleine unterwegs und würde auf solchen Festen nicht mal alleine aufs Klo gehen. Unabhängig davon was ich anhabe oder wie betrunken ich bin. Einfach aus Vorsicht um so wenig Angriffsfläche wie möglich zu bieten.

    1. Wer sagt denn, dass die Betroffenen nicht aufgepasst hätten? Gerade bei Massenveranstaltungen wird man bspw. auch mal von der Gruppe getrennt etc.
      Das ist es zB. auch: es wird davon ausgegangen, dass die Betroffenen fahrlässig gehandelt haben.

      1. Ich meine ja nicht dass man zwangsweise fahrlässig gehandelt hat, nur dass man versuchen soll es weitestgehend zu vermeiden und sich bewusst sein soll, dass die Welt voller Gestörter ist. Warum auch immer man in die Situation gekommen ist, sollte man keine Vorwürfe zu hören Kriegen und dem Täter die Eier abgeschnitten werden. Ich wollte nur sagen, dass man es sich (leider) immer vor Augen halten muss, ob man es letzten Endes trotz Vorsicht schafft die Situation zu vermeiden ist leider wieder etwas ganz anders.

  2. Wenn ich so sachen wie das Zitat oben lese muss ich weinen, weil ich fassungslos darüber bin, dass es wirklich leute gibt die so denken. Ich weiß auch echt nich was ich dazu sagen soll. Ich kann gottverdammt nochmal nackt und besoffen auf dem oOktoberfest rumrennen und trotzdem gibt das keinem das Recht mich zu vergewaltigen!! Und ich komm mir soo doof vor das in Worte fassen zu müssen, weil es doch so selbstverständlich sein sollte… ihr W*ch*er!

  3. Ich find das ist ein schwieriges Thema. Und eigentlich möchte ich mir über die Schuldzuweisungen bei einen solchen Thema auch nicht stellen, die sollte eigentlich eindeutig sein. Dazu hoffe ich das mein Bekannten und Freundeskreis von sowas verschont bleibt.

  4. daumen hoch für den artikel, hab die diskussion ja schon in facebook verfolgt und bei manchen kommentaren möge man brechen.
    dein rock war zu kurz, du warst angetrunken – du bist selber schuld. was für eine verkappte logik . ein zu kurzer rock ist nie eine einladung. ein kurzer rock sagt nicht aus, dass man leicht zu haben ist. ein kurzer rock macht ein Nein nicht zu einem Ja.

  5. und ganz nebenbei finde ich sprüche wie „damit muss man heutzutage rechnen“ unter aller sau, in was für einer welt leben wir eigentlich, dass man mit „sowas “ rechnen muss.

  6. Ich finde das was du sagst absolut richtig und man sollte die Frage nach der „Schuld“ in so einem Fall gar nicht stellen. Und gerade die Kernaussage die auch auf dem Bild steht, macht deutlich was in unserer Gesellschaft in dieser Hinsicht einfach falsch läuft.

    Auf der anderen Seite, auch wenn es ein komplett anderes und wesentlich weniger drastisch ist – wenn man sich voll laufen lässt und am nächsten Tag ohne Brille, ohne Portemonnaie und Handy irgendwo in einem Park aufwacht… dann ist ja man ja schon auch irgendwie „selbst schuld“ dass es so weit kam, oder?
    Ohne Frage ist der Dieb (jetzt mal Gesetz dem Fall dass es einer war) natürlich der Verbrecher. Aber als jemand der dem Alkohol weitaus weniger negative als positive Seiten abgewinnen kann, muss ich dieses „Beispiel“ einfach loswerden.

    Ich möchte aber bitte nicht dass jetzt jemand denkt ich will Vergewaltigungen verharmlosen oder gar mit einem simplen Diebstahl gleichsetzen! Das ist absolut nicht so!
    Natürlich wäre es schön, ideal und wünschenswert, wenn wir in einer Welt leben würden in der man sich auch als Frau im kurzen Dirndl besaufen kann, ohne fürchten zu müssen vergewaltigt zu werden. Und es ist auch erstrebenswert und gerade deswegen muss immer wieder betont werden dass kein noch so kurzer Rock eine Einladung sein kann! Und deswegen sind solche Aussagen wie „Sie ist ja selbst schuld, weil…“ einfach immer schwierig… aber gerade wenn Alkohol im Spiel ist ist es mMn eben eine zweischneidiges Schwert….

  7. <3 <3 <3 Danke für den Artikel liebelein! Ich hab nix von der Diskussion mitbekommen und werde sie mir jetzt auch nicht mehr reinziehen. Fakt ist, solange nicht 100% klar ist, das Sex oder jegliche Intimität ausdrücklich gewollt sind, diese UNGEWOLLT ist! (komplizierter Satz i know, aber anders kann ich ihne nicht ausdrücken).

    Kleidund kann aufreizend sein und gerade auf dem Oktoberfest hat jeder zweite ein Dirndl an. Männer können gucken, aber nicht anfassen! Klar muss Frau auch daraf achten das sie nicht zuviel trinkt und irgendwo rumliegt (dafür hab ich auch nie Verständnis) aber fuck ist das ein Grund jemanden zu Vergewaltigen?!

    Diese armen Würstchen immer, die sich an solchen Frauen vergehen die besoffen sind und somit meist wehrlos. Von Kindern fang ich gar nicht erst an, sonst schmeiß ich meine Tastatur nachher noch! So ein Knecht müsste mir mal über den Weg laufen…der muss laufen können sag ich euch!

    Das die Süddeutsche diese eine Pappnase daauch noch zitiert ist da der Oberhammer!

    So ich hör auf zu schreiben, sonst reg ich mich wieder nur den ganzen Abend auf!!! Guddy, ich herze dich für den Artikel und hoffentlich passiert nichts mehr doeses Jahr auf den Wiesn und vielleicht passen die Mädels mehr auf sich auf. Leider ist die Welt kein Ponyhof!

  8. Vielleicht sollte Frau RUDOLF-JILG selbst mal eine solche Erfahrung machen. Bei solchen Aussagen wird mir einfach nur schlecht!

  9. Schlag mich, aber ich finde, du interpretierst da zu viel, wo nichts zu interpretieren ist. Es geht doch jetzt in erster Linie um das Zitat, oder? Und das sagt doch im Kern nichts anderes aus, als dass aufreizend gekleidete, alkoholisierte Frauen für Männer (vermutlich auch stark alkoholisiert) ein einladendes Ziel sind (wenn auch etwas blöd salopp formuliert). Das ist eine Feststellung, an der wahrscheinlich was Wahres dran ist. Von einer Schuldzuweisung ist da doch überhaupt nicht die Rede.

    Wenn du nun sagst, hier wird den Frauen der schwarze Peter zugeschoben, finde ich das nicht. Was will man denn machen? Die Vergewaltiger kannst du am Aussehen nicht erkennen und auf dem Oktoberfest spielen sicher auch einige verrückt, die sonst nie auffällig geworden wären. Du kannst aber nicht zur Prävention sagen „bitte bitte, alle Vergewaltiger sollen zu Hause bleiben“, das bringt ja nichts. Aber die Frauen darauf hinweisen, dass sie selbst vorsichtig sein sollen, das geht. Und das hat, ich wiederhole es noch mal, nichts mit einer Schuldzuweisung zu tun.

    Insofern passt auch da Artikelbild nicht wirklich zum Text, das würde ich nämlich in einem anderen Kontext sehen. Und da hättest du mit deiner Aussage natürlich völlig Recht.

    1. Nein, es geht um das allumfassende Gesellschaftsbild. Natürlich meint die Frau nicht, dass die Opfer selber Schuld sind – was hinter der Aussage steckt, ist jedoch zweifelsfrei ein verkapptes Bild.
      Bezug nehme ich, wie auch im Text angeschlagen, auch auf die Facebookdiskussion, mein Text ist eine allgemein gefasste Reaktion.

  10. Solche Aussagen machen mich furchtbar wütend!
    Was soll denn der Mist, dass die Frauen selbst schuld sind? Selbst, wenn sie nicht betrunken sind; im Sommer tragen viele kurze Röcke und dann wird wieder das Argument raus geholt, dass die Frauen das ja selbst provozieren würden.
    Entschuldigung?
    Seit wann ist ein Kleidungsstück eine Einladung Sex, egal mit wem?

    Es gab mal vor einigen Jahren den Fall, dass ein kleines Mädchen vergewaltigt wurde (und soweit ich weiß, danach getötet).
    Der Täter sagte vor Gericht aus, dass das Mädchen ihn verführt hätte.
    Die Mutter hatte ihn dann erschossen.
    Und bei allem Respekt, ich bin kein Vertreter der Selbstjustiz, aber ich kann die Mutter verstehen.

  11. Ich ignoriere jetzt vollkommen den Artikel (der echt gut ist), weil die Kommentare hier, die ja eigentlich schon mit Bewusstsein er Rape-Culture geschrieben wurden, diese trotzdem nochmal extrem darstellen bzw darstellen, wie sehr die Sachen in den Köpfen verankert sind. Das Thema war ja eindeutig: Das Opfer zu beschuldigen ist blöde Scheiße.
    Trotzdem werden schon im zweiten Kommentar wieder Tipps gegeben, wie man sich schützen kann. Statt z.B zu überlegen, wie die Sicherheitsmaßnahmen auf der Wiesn verbessert werden könnten. Also wieder, wenn auch nicht sehr drastisches, Victim blaming, welches Guddy ja auch kommentiert hat. Das finde ich ziemlich traurig. Ich vertehe Caros Reflex. Sie will vermutlich einfach dazu beitragen, dass sowas nicht wieder passiert. Aber durch unsere Gesellschaft fängt sie da halt wieder mit den Opfern an und nicht den Tätern. Bis hier ekin Problem, aber dummerweise machen das die ermittelnden Beamten genauso. Sie suchen erstmal beim Opfer nach Gründen, Fehlern etc. Ein einfaches Opfer zu sein würde in so ziemlich allen anderen Stafbeständen die Schuld des Täters verschlimmern. Nicht so bei Vergewaltigung, denn die Opfer können ihre Kleidung ja selbst wählen und Muskeln aufbauen, sich nicht aufbrezeln… Sogar dass ist schon falsch, denn auch wenn das theoretisch Möglich ist, wird Frauenj und Mädchen überall gezeigt, wie schlank und sexy sie sein sollen. Das ist ein enormer Druck. Natürlich spielen die Themeraturen auch eine Rolle, was so manchem Chauvinisten keinen Abbruch tut, zu behaupten, Frauen trügen Miniröcke nur für Männer, weil die Dinger ja sonst so unbequem und unpraktisch wären. Ach ja, und ab 14 müsste man dann mit dem Arschgrabscher in der S-Bahn rechnen. Denn man sendet ja Signale aus, auch wenn man sich denne gar nicht bewusst ist…
    Jetzt hab ich mich erstmal in Rage geschrieben., Nicht das erste mal bei diesem Thema.
    Was den Alkohol angeht, ist er wirklich unpraktisch, denn außer im Straßenverkehr schein er jede Straftat zu vermindern bzw. das Opfer unglaubwürdig zu machen. Drei Stockbesoffene, die einen Freund von mir blutig geprügelt haben, wurden nicht mal festgenommen und wurden einfach weiter zur nächsten Kneipe geschickt. Er ist ihnen später fast nochmal über den Weg gelaufen, ein Glück waren sie so blau, dass sie sich an nichts erinnern konnten. Am ende gab es witzlose Geldstrafen für sie. Bei Sexualdelikten ist es noch schlimmer, da man davon ausgeht, dass betrunkene immer spitz sind und eh nicht wissen was sie wollen bzw. nicht mehr Herr ihrer Triebe sind.
    Und rein statistisch ist egal, was du trägst. Das kann ein Mini ohne Unterwäsche sein oder eine Skihose. Macht nach Statistik keinen Unterschied. Warscheinlicher ist, dass sich auf dem Oktoberfest ein Bekannter abschleppt und deine Situation ausnutzt. So gesehen ist nackt auf der Wiese pennen sogar sicherer. Zumindest rein mathematisch den 2/3 der Vergewaltigungen finden im Bekanntenreis statt. So, dass reicht jetzt. Bin sauer und müde und wünsch euch noch nen schönen Tag.

    1. Die Sicherheitsbeamten versuchen sich meist in der Prävention aus Sicht der Opfer, weil diese am wirkungsvollsten ist. Wer keine Gelegenheit zum Angriff gibt, gibt meist kein ziel ab.

      Im Vollrausch, das halbvolle Glas unbeaufsichtigt auf dem Tisch stehen lassen, alleine unterwegs und noch ein Bündel Hunderterscheine hinten aus der Tasche rausblitzen lassen und schon steigt die Wahrscheinlichkeit Opfer einer Straftat zu werden.

      Außerdem gehts ja nicht nur im Vergewaltigungen, sondern um sexuelle Übergriffe im Allgemeinen. Da reicht schon das ständige Betatschen, wenn man sich durch die Masse bewegt. Und dagegen kann man als Opfer präventiv allerdings rein gar nix machen. Auch mit „Skianzug“ nicht. Da hilft nur vollständige Videoüberwachung und -aufzeichnung aller Bereiche, das Ummauern und Abschotten schwer sichtbarer Bereiche und zwecks Zeugenaussagen mindestens eine Person dabei zu haben, die nüchtern ist.

      Mit anderen Worten: Wiesn im Hochsichherheitsgefängnis

  12. Traurig. Sehr traurig, dass so etwas immer noch zum Thema gemacht werden muss, weil einige es offensichtlich nicht kapieren wollen. Vergewaltigung ist nicht zu rechtfertigen. Weder durch Alkohol noch durch kurze Kleidung.

  13. Sehr sehr guter und wichtiger Artikel. Finde es auch schrecklich, wie dieses Thema diskutiert wird… vor allem, was andere Frauen dazu sagen.

    Egal, was jemand anhat, wo er sich befindet, wie er sich verhält… Ja heißt ja und nein heißt nein. So einfach sollte es eigentlich sein…

  14. Nichts rechtfertigt Übergriffe. Nichts kann bei klarem Verstand als Einladung im Sinne einer Rechtfertigung oder auch nur im Sinne einer Schuldminderung verstanden werden.

    Wenn ich als Mann auf dem Oktoberfest betrunken in den Seilen hänge, ist dass dann auch eine Einladung, mir die Geldbörse zu klauen?

    In der Zeit meines Referendariats wurde der Übergriff auf ein wehrloses Opfer noch straferhöhend berücksichtigt, anscheinend wird das heute anders gesehen, zumindest auf Seiten mancher „Freunde und Helfer“.

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