Star Trek – Fan oder Nichtfan, das ist hier die Frage

Star Trek – Fan oder Nichtfan, das ist hier die Frage

Hurra, das erste Poster zum 2013 erscheinenden Star Trek Film wurde heute veröffentlicht!

Ein paar Kommentare unter dieser Neuigkeit auf unserer Facebook-Page fand ich doch sehr interessant:

“Das [s der Film deine Freude an Star Trek zerstört hat] tut mir sehr leid für dich. ;)Meine[Freude an Star Trek] hat er [der 11. Star Trek - Film, 2009] angeheizt”

“Du bist ja auch kein Star Trek Fan der ersten Stunde gewesen. Und nach dem Statement warst du wohl auch nie Fan.”

Bedeutet das, dass man sich disqualifiziert, sobald man den genannten Film genossen hat und sich daraufhin unter Umständen im Fansein angestachelt fühlt? Hat man die Anfänge von Star Trek in den 60ern live miterleben müssen, um Mitspracherecht zu haben? Ich denke doch nicht. (ja, das “wohl” habe ich durchaus gelesen, das Zitat dient mir dennoch als Aufhänger)

Seit meiner frühen Grundschulzeit bin ich ein Star Trek Fan, bald feiere ich also sozusagen mein 20-jähriges Jubiläum. Begonnen hatte ich damals mit TOS. Einige Episoden kann ich mitsprechen, ich besitze einen Haufen DVDs von und über Star Trek, noch mehr Bücher und noch etwas viel wichtigeres: Interesse und Herzblut. Ja, ich bin ein Fan. Trotzdem mag ich den 2009 erschienenen Star Trek Film. Natürlich ist er anders und schlägt in eine andere Kerbe, als man es gewohnt ist. Man darf auch gerne darüber streiten, warum der Film gut oder schlecht ist. Ich habe kein Problem damit, wenn jemand anderer Meinung ist als ich, aber einem das Fansein deswegen abzustreiten: ich bitte euch!Scheinbar bin ich da dezent toleranter. Es gibt nicht “den Fan”. Manche mögen die Klingonen der Classicserie und manche jene der nachfolgenden Serien lieber.  Der eine liebt TNG, der nächste TOS. Und der eine liebt den neusten Film, der andere belächelt ihn. Nichts davon kann alleine als Indikator der Fanqualität dienen.

Die Essenz einer Serie oder eines Filmes, der Geist, das, was das Werk ausmacht, definiert jeder für sich selber anders. Jeder achtet auf andere Dinge, besitzt einen anderen Geschmack. Bei der Kunst – und Star Trek ist nicht nur Wissenschaft, sondern eben genau das: aus kreativen Köpfen entsprungene und auf Leinwand und Bildschirm gebannte Kunst – gibt es kein Richtig oder Falsch.

Wie seht ihr das? Nicht unbedingt auf Star Trek, sondern gerne auch auf andere Fandoms bezogen. Ich nehme obigen Kommentar übrigens nicht persönlich, ich interessiere mich tatsächlich schlichtweg für eure Meinung. Möglicherweise vertrete ich ja wirklich eine etwas ominöse Ansicht. Gleichzeitig möchte ich hiermit natürlich für etwas mehr Toleranz plädieren. Wir sind Fans. Das sollte vereinen und nicht zu Klassendenken verleiten.

Übrigens: meine Mutter ist in der Tat Fan der ersten Stunde, soweit ich weiß. Und sie mochte den neuen Film auch. Was sagt das nun über meine Mutter aus? Dass sie keine Ahnung hat? Wenn jemand Ahnung von der Materie hat, dann sie.

Update: Um den Verfasser des Zitates selber zu Wort kommen zu lassen: “UND ES GING AUCH NIEMALS UM DIE LÄNGE DES EIGENEN FANDASEINS SONDERN UM DIE FRAGE DES NACHVOLLZIEHENS DES HASSES EINES EHEMALIGEN ST-FANS!”

Nun, wenn er/sie das so meint, habe ich es wirklich falsch verstanden und so tut es mir leid, ihn oder sie missinterpretiert zu haben. Und ja: Ich kann es durchaus nachvollziehen, wenn einem etwas “vermiest” wird. Das war bei mir bspw. bei “Sliders”, genauer gesagt bei der Einführung der Kromaggs der Fall. Für mich “existieren” daher praktisch nur die ersten beiden Staffeln dieser Serie, da ich mit der dritten absolut nichts mehr anfangen konnte. Für mich wurde “Sliders” dort zerstört. Das ändert jedoch an meiner Zuneigung für die ersten beiden Staffeln zugegebenermaßen nichts. Sollte dies bei anderen Menschen der Fall sein, tut mir das für sie, wie auch schon bei Facebook gesagt, leid, was nichteinmal sarkastisch gemeint ist.

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