1. 27. Juni 2014 | Veröffentlicht unter Gaming, rund um Gaming.

    The Real Life – Eine Rezension

    Von

    The Real Life“ ist eines der wenigen Spiele, dessen Genre man nicht genau definieren kann. Es zeigt sowohl Anleihen von Adventure und Action, als auch von Simulation und Strategie. Offiziell released wurde es noch nicht, wahrscheinlich befindet es sich noch in der Open Beta. Ob es jemals ein Release Datum erfahren wird, bleibt leider im Unklaren, da sich das Entwicklerstudio bis heute nicht dazu geäußert hat.

    Um dieses Entwicklerstudio rankt sich ein besonderes Mysterium, da es sich völlig anonym präsentiert und auch keinerlei Statement zu diesem Grafikgiganten abgeben möchte. Diese Anonymität veranlasst zu mannigfaltigen Theorien über den Ursprung des Studios. Ist es nur eines oder sind gar mehrere an der Schöpfung beteiligt? Manche glauben sogar, den Namen herausgefunden zu haben: So stehen etwa „Gott“ und „Spaghettimonster“zur aktuellen Debatte. Doch so wenig bewiesen diese Theorien sind, so konnten doch einige andere bereits widerlegt werden: Zeus etwa wurde dementiert.

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    Sound&Grafik

    Das Spiel an sich hat eine fantastische, von anderen Spielen unerreichte Grafik. Es brilliert durch lebensechte Farben, Doppel-HD und jede nur mögliche Dimension. Nur selten zeigen sich kleine Grafik- oder Soundfehler, die in Fachkreisen auch „Tinnitus“ genannt werden.

    Die Grafik beschreibt eine Welt, deren Ausmaß unfassbar ist. Kein Open World Spiel hat jemals diese Dimension erreichen können, derart viel Liebe zum Detail gezeigt. Jedes Level ist anders designet, jeder Pixel scheint individuell gestaltet zu sein. Doch so bewundernswert dies auch erscheinen mag: Bei einer Entwicklungszeit von mehreren Milliarden Jahren sollte dies auch zu erwarten sein. Diese Entwicklungszeit rettet das Studio allerdings auch immer wieder vor Plagiatsvorwürfen. Entwickler diverser Simulationen, insbesondere Maxis mit ihren Sims, werfen The Real Life vor, erheblich bei ihnen zu klauen. Bislang konnte jedoch jede Klage erfolgreich abgewiesen werden.

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    Charaktere & Skills

    Ebenso wie die Welt weisen auch die Charaktere eine erstaunlich hohe Diversität auf. Kaum einer gleicht dem anderen und das Spiel ermöglicht es, selbst Randgruppen zu spielen: Man kann Schwarze, Frauen oder Schwule spielen und sogar schwarze Lesben. Leider jedoch versäumt es „The Real Life“, den Charaktereditor frei zugänglich zu machen. Jedem Spieler wird fest ein Charakter zugewiesen, den er dann bis zum Spielende behalten muss. Anpassungen an diesen Avatar sind nur geringfügig möglich und sind meist mit erheblichen, manchmal permanenten Einschränkungen verbunden. Auch die Wahl des Startgebiets und der Fraktion unterliegen nicht dem Willen des Spielers, sondern sind zufallsgeneriert. Darauf muss man sich einlassen, um ein positives Spielerlebnis haben zu können.

    Trotz dessen, dass die Wahl des Charakters nicht unbedingt in den eigenen Händen liegt, kann man zumindest an der Charakterentwicklung selber Hand anlegen. Die rollenspielerischen Elemente sind faszinierend, kann man doch im Dialog aus einer nahezu unerschöpflichen Menge an Antwortmöglichkeiten schöpfen, wobei es natürlich vom Skill abhängt, welche man letztlich benutzen kann. Dieses Skillsystem ist denkbar einfach: Trainiert man eine Fähigkeit, so steigt sie, während vernachlässigte Fähigkeiten in ihrem Level auch sinken können. Das Balancing allerdings ist offensichtlich noch in der Betaphase. Nicht jeder lernt gelich schnell oder viel. Falls einem die Fähigkeiten des Avatars zu mangelhaft sind, kann man mit Buffs nachhelfen, die je nach Einsatzgebiet und Buffart verschiedene positive, wie auch negative Effekte haben: Alkohol etwa erhöht sowohl den Tanzskill, als auch den Aggressionslevel.

    Bemerkenswert ist auch der hohe Detailgrad der NPCs. Fast scheint es, als habe jeder eine eigens kreierte Hintergrundgeschichte. 08/15 Skins sucht man fast vergebens. Mit jedem NPC kann man interagieren, selbst lange Gespräche führen, wobei jeder anders reagiert – ein Meilenstein des Rollenspiels!

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    Gameplay

    Das Gameplay gestaltet sich als relativ schwierig und langwierig zu erlernen. Selten erlebt man ein Spiel, dessen Einführungslevel derart viel Zeit in Anspruch nimmt. Allein für das laufen benötigt man mehrere Monate Spielzeit. Selbst der geduldigste WoW- Spieler verliert hierbei schonmal die Geduld. Hat man aber ersteinmal den Dreh raus, so erwartet einen ein Gameplay, das wie selbstverständlich wirkt. Derart selbstverständlich, dass man seine eigenen Fähigkeiten gerne mal überschätzt und übersteuern kann.

    Ganz im Sinne klassischer Adventures kann man Dinge benutzen und miteinander kombinieren. Profane Dinge wie Essen oder Basteln funktionieren nach eben diesem Prinzip.

    Um all die Feinheiten des Spiels zu erleben, lohnt es sich, es nicht allein im Singleplayer zu spielen. Man sollte die Möglichkeit, es als MMO oder zumindest als Multiplayer zu spielen, auch nutzen, da in diesen Modi besondere Quests freigeschaltet werden. Der Schwierigkeitsgrad von The Real Life hängt zunächst von dem generierten Charakter ab, wobei auch Zufallsbegegnungen und Katastrophen, sowie Glücksfälle ihn erleichtern oder erschweren können. Diese Zufallsfaktoren machen sicher auch mit den Reiz des Spiels aus. Als Manko dürften viele die nicht möglichen Speicherstände empfinden. Ob die Möglichkeit eines Speicherns noch implementiert wird, bleibet abzuwarten.

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    Fazit

    Der schiere Umfang des Spiels lässt mich leider kein allumfassendes Fazit ziehen, da ich es erst bis ins 28. Level geschafft habe, wobei das Maimallevel bei 122 liegt – das bisher jedoch nur von einer einzigen Spielerin erreicht werden konnte. Zugegebenermaßen schrecken die ersten Level auch ab, da man dort in seiner Handlungs- und Denkfreiheit sehr eingeschränkt ist und die ersten Spieljahre mit Liegen und mit Krabbeln verbringt. [+++SPOILER SPOILER SPOILER+++]Gewinnen kann man das Spiel übrigens nicht. Am Ende stirbt jeder.[+++SPOILER SPOILER SPOILER +++]

    Als Fazit sei gesagt, dass mir das Spiel bislang sehr gefallen hat. Es gibt nur sehr wenige Bots und noch weniger Hacker, die das Spielerlebnis für mich hätten beeinträchtigen können. Ein Add-On soll auch geplant sein, doch konnten bisherige Betatests des Spieles „Mann auf dem Mond“ bislang keine wirklich positiven Ergebnisse erzielen.

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  2. 17 Kommentare

    1. Das ist so ziemlich das Genialste, was ich seit Langem an Satire gelesen habe. Ich ziehe meinen imaginären Hut, liebe Guddy!

    2. Cirdan sagt:

      Ey, das spiel ich auch!! Aber ganz so dolle, wie du es beschreibst ist es nicht. Ich hab da schon den einen oder anderen Bug entdeckt. Außerdem stürzt meine Version regelmässig ab, vor allem am Wochenende. Und warum muss eigentlich in letzter Zeit wirklich alles immer in 3D sein??? Wenn die Story stimmt, brauche ich das nicht unbedingt.

      • Zeitzeugin Guddy sagt:

        Aber das Spiel stürzt doch dann nicht ab! Da hast du einfach nur gegen den Mob „Alkohol“ verloren, der vermehrt am Wochenende auftritt. Profitipp: Einfach ein paar Heilpillen einwerfen, dann geht das schon wieder mit dem Lebensbalken :)

        (Warum nur fällt mir gerade bei dem Wort „Lebensbalken“ nur Schweinkram ein? Pfui, Guddy, aus!)

      • Nerd Wiki sagt:

        Jo, lass ma morgen alle in diesem neuen Chat-Raum „Voyager“ treffen und schauen, ob und was uns da für Errors passieren. Ich bringe auch mein Plugin mit. Das hat mich schon häufiger vor Abstürzen bewahrt. Allerdings ist das so eine polnische Shareware, die manchmal auch selber abstürzt. Naja…

    3. Nerd Wiki sagt:

      rofl .. seit langem das Beste was Du fabriziert hast. ^^

      Highlight: Jedem Spieler wird fest ein Charakter zugewiesen, den er dann bis zum Spielende behalten muss. Yep, das ist echt Abfuck! ;) Ich würde so gerne mal twinken…

      Aber dass Du diese Simulation insgesamt so gelungen findest, wird den anonymen Schöpfer sicher freuen. Ich habe sogar die Erfahrung gemacht, dass diese positive Einstellung zu dem doch manchmal recht unerbittlichen Spiel die Variable „Glücksfälle“ steigern kann. Weiß nicht, ob das ein Glitch ist oder ich mir diese Auswirkung in der Masse der Funktionen dieses unglaublich komplexen Algorithmus nur einbilde, aber mein Charakter profitiert davon. ;)

    4. Orakel sagt:

      Du lässt dich zu leicht vom figurativen Aspekt blenden, meine Liebe: Gerade die Grafik dieses Spiels ist mitunter das mieseste, was ich in den letzten Jahren gesehen habe. ;)

      • Zeitzeugin Guddy sagt:

        Kommt drauf an, welches level du dir ansiehst :) Das Level „Spiegel“ ist mitunter das grafisch schlechtste. Merke ich auch immer wieder. Zum Glück ist man immer schnell durch diese Level durch!

    5. Mina sagt:

      Wie stehst du diesem Gutmensch und Schlechtmensch Punktesystem gegenüber?
      Mein Chara bekommt eine Menge Glückspunkte bei den Schlechtmenschquests, aber bei den Gutmenschquest ernte ich jede Menge Adrenalin.

      Außerdem hätte ich gerne eine Teleportvariante für Orte die ich schon besucht habe.
      Die mir zur Verfügung stehenden Reiseobjekte gehen mächtig ins Geld.

      Sowieso ist mein Gameplay total routiniert geworden. Aufstehen, Arbeitsquest, Essen, Schlafen.

      Freue mich auf das baldige Treffen mit dir :D

    6. +1 für diese tolle Rezension.
      Werd gleich mal bei Amazon gucken, was der Spaß kostet!!!1!11elf

    7. Ria sagt:

      Wo ist hier der Like-Button?
      Nein, ehrlich: ziemlich genial geschrieben!

      Edit: Haha, hab doch tatsächlich einen Like-Button gefunden und ihn gleich mal betätigt ;)

    8. Phinphin sagt:

      Hehe.

      Kann mir jemand Gold für mein Mount (Audi R8) leihen.

    9. 8bit-ninja sagt:

      Verdammt, die Levelcap rückt unaufhaltsam näher und ich habe mich wohl total verskillt. Vielleicht wechsel ich zur Charakterklasse Hindu – habe gehört, dass die prestigen beziehungsweise ein „New Game+“ starten kann.

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