1. 5. April 2015 | Veröffentlicht unter Bücher, Buchvorstellungen.

    Die Geister des Landes III – Aus der Tiefe

    Von


    Sparte: Phantastik
    Verlag: Ammianus-Verlag
    Autorin:
    Judith C. Vogt
    Seiten:
    392
    Originalsprache:
    Deutsch
    Website der Autorin
    Amazonlink

    Inhalt

    Nach „Das Erwachen“ und „Gesichtslos“ geht es nun endlich in die dritte und letzte Runde. Wieder heißt es für die vier Freunde Gregor, Edi, Fiona und Dora, sich durch die Mythen und Legenden der Eifel zu wühlen, unauffälligen Anzugträgern zu entwischen, Juffernjobs zu erledigen und sich gegen Naziwerwölfe zu behaupten. Wenn man nicht gerade selber droht, dem Werwolffluch zu erliegen. Es gilt nun, der Bedrohung durch und für die Mythenwesen endgültig Herr zu werden!

    Kritik

    Es ist das Finale, das ich mir nach dem dahin plätscherndem zweiten Band gewünscht hatte. Die Erzählung knüpft nahtlos an „Gesichtslos“ an und führt folgerichtig die dort aufgetretenen Erzählstränge weiter fort. Kaum dem Kampf alter Götter entronnen, fühlt sich das Wiederaufeinandertreffen mit dem alten Leben seltsam dröge und falsch an. Die Konfrontation mit den Eltern und der Schule ist dabei jedoch das geringste Problem.

    Das Innenleben der Charaktere wird gerade in den ersten Zügen des Romans wunderbar beschrieben. Gregors Angst, zu einem Werwolf zu mutieren – was sofort mit einem Firefly-Marathon therapiert wird – war für mich da ein besonders prägnanter und schlüssiger Part, den ich gerne gelesen habe. Vielleicht liegt es auch an der Tatsache, dass ich mit Gregor und Dora generell am meisten sympathisiere. Fiona war mir schon von Band 1 an eher unsympathisch, wobei sich dieser Eindruck nur noch vertieft hat und auch Edi war mir zu… unauffällig. Doch es sind vier Protagonisten und man kann nicht erwarten, dass man jeden mag. Die wahre Kunst aus Autorensicht ist es, die Passagen so zu gestalten, dass der Leser sie, auch wenn er den jeweiligen Perspektivträger nicht ausstehen kann, trotzdem gerne liest.

    Und das trifft hier zu. Die Geschichte ist innovativ genug, dass sie mich jederzeit zu fesseln vermag und wartet auch mit genügend Neuerungen und Überraschungen auf. Endlich findet man heraus, worum es wirklich geht, was der Knackpunkt hinter all dem Mythengeschnetzel ist. Es gibt ein Wiedersehen mit Pest, ein Kennenlernen mit neuen Wesen wie dem Schlangenmädchen und Wendungen, die man so nicht unbedingt erwartet hätte.

    Die Charakterentwicklung ist vollkommen in Ordnung und die Probleme von Jugendlichen wie Schule und Beziehungskisten zum Glück nicht zu sehr ausgeschlachtet. Das, was für mich hier zählt, ist der fantastische Anteil. Dieser Mix aus Mythen, Geschichte und moderner Realität ist im dritten Band meines Erachtens nach fast am besten geglückt. Dieses besondere „Eifelgefühl“ wurde definitiv aufgegriffen. Im Rahmen meines Studiums war ich im letzten Jahr selber in der Eifel unterwegs, um mir die Matronenheiligtümer genauer anzusehen. In meinem Referat wurde mir von Word übrigens auch häufiger Matronen zu Matrosen „korrigiert“. Und das ist auch ein Mal in den Geistern des Landes passiert. Was nichts schlimmes ist, hey, ich kenne das Problem und musste schmunzeln, fand es ganz ehrlich charmant!

    Das einzige, was mich wirklich noch manchmal stört, ist die Ausdrucksweise. Da es aus Sicht von Jugendlichen erzählt wird, ist es natürlich „in character“. Dafür jedoch merkt man, dass es „von einem Geek für Geeks“ geschrieben wurde – und das ist leider selbst bei Geeklexika nicht automatisch gegeben. Es wirkt hier echt und authentisch.

    Wie stets ist auch hier wieder ein Mythenführer plus Karte angehängt, der die für den Band wichtigsten Mythen der Eifel erläutert. Hier muss ich nun doch die Zeichnungen erwähnen, die dem beigefügt sind. Es sind nette Zeichnungen, doch ich finde, dass man mehr hätte investieren können, da sie auf mich nicht professionell wirken und den guten Eindruck des Buches für mich ein wenig schmälern. Ja, ich bin ein oberflächlicher Augenmensch! Vielleicht bin ich da auch zu anspruchsvoll geworden ;) Es ist sicher kein für den Roman an sich relevanter Punkt, doch es bleibt ein Bestandteil des Buches, jawohl!

    Fazit

    Es ist auf jeden Fall ein würdiger Abschluss der Reihe mit einem Ende, das ich überdies auch noch sehr mag, da es nochmal irgendwie den Bogen zum ersten Band schlägt. Für Leute, die die ersten beiden Teile gelesen haben, ist der dritte definitiv ein Muss.

    Und für den Rest? Fangt natürlich sofort mit Band 1 an. Oder schnappt euch direkt die komplette Trilogie, die ab Mitte April im Angebot ist.

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  2. 2 Kommentare

    1. Hey cool, das freut mich, dass dir Band III gefiel! Ich verlinke es fleißig überall. :D DAS MIT DEN MATROSEN HABE ICH GAR NICHT GESEHEEEEN! O_o Peinlich, peinlich … ;)

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