Zombiestory mit Ponys

Meine erste Zombiestory

Ich habe die erste Zombiestory meines Lebens wiedergefunden!  Eingebettet ist sie in eine Zeitung die ich damals für mein Mein kleines Pony-Völkchen kreiert hatte. Die wahnwitzige Auflage betrug etwa fünf Stück und war im Format 4x2cm für  zwei Ponymark käuflich zu erwerben. Die Zombiestory war im Ponyland keine Geschichte, sondern bittere Wahrheit, der Zeitungsartikel kündigte das drohende Unheil an.

Damals in der Grundschule (zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Minizeitschrift war ich 8, maximal 9 Jahre alt) wollte ich bereits Journalistin werden. Ich habe einiges erstellt, von Kurzgeschichten bis zu ganzen Zeitungen in „Originalgröße“. Die habe ich sogar verkauft ! Auf der Straße an ahnungslose Passant*innen, die mir für damals 10-50 Pfennig einfach was Gutes tun wollten. Leider war die Dorfstraße auf dem Weg zum Ölberg nicht hoch frequentiert, sonst wäre ich nun vermutlich Multimillionärin. Ganz sicher.

Mein kleines Pony Magazin

Doch zurück zur prähistorischen Zombiestory. Laut Zeitungsbericht beginnt die ganze Chose mit unkontrollierter Blutabgabe und scheint sich zunächst um eine ordinäre Seuche zu handeln. Zumindest bis die Ponys eines schönen Tages nicht nur Blut speien, sondern auch noch nach Gehirn und Gedärm dürsten. Selbige Ponys habe ich dann auch noch schön mit rotem Nagellack markiert und ihnen die Haare abgeschnitten. Unschön, wenn sie in der nächsten Kampagne wieder mit schönem Haar glänzen sollten.

Übrigens herrschte zu diesem Zeitpunkt obendrein auch noch Krieg in meinem Ponyland. Meine Ponys hatten es nicht leicht. Noch heute höre ich manchmal ein Stöhnen aus den Kartons im Keller, in dem meine Ponys über vergangene Zeiten jammern.

Der Verlauf der pony’schen Zombiekalypse

Zombiekalypse mit Ponys

Der Bürgermeister wird gefressen.

Ein Sondereinsatzkommando (bestehend aus drei Kindern. Logisch.) verschanzt die restlichen Bewohner in der Schule.

Die Zombieponies kriechen umher und fressen Kohlköpfe, da sie keine Gehirne finden können

Zombiepony „Scarlett“ raubt die kleine Schwester von Lars, meinem Lieblingspony und Mitglied des Sondereinsatzkommandos.

Lars und seine zwei Freunde stürmen die Zombieponyhauptzentrale.

Alles fliegt in die Luft. Logisch. Dargestellt durch ein mit roter Wasserfarbe eingefärbtes Mehl-Wasser-Gemisch, mit dem ich ganz zur Freude meiner Mutter Teile meines Kinderzimmers in ein postapokalyptisches Setting verwandelt hatte.

Die Zombieponys werden von der Ponyprinzessin wieder zurückverwandelt.

Alle haben überlebt – nur der Bürgermeister nicht, der bleibt tot.

Die drei Sondereinsatzkommando-Kids werden gefeiert und es gibt eine große Party.

Kleine Notiz am Rande: ich hatte tatsächlich eine sehr schöne Kindheit, die Ideen für die ganzen Zombieexzesse habe ich mir von heimlichen Fernsehsessions geholt. Ich bin trotzdem ein ganz normaler Mensch geworden! Fast.


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