1. 30. Januar 2017 | Veröffentlicht unter Allgemein.

    Weiter auf: www.fried-phoenix.de

    Von

    Hi nochmal. :)

    ich melde mich ein letztes Mal noch als zeitzeugin, um kurz und knapp, ohne Drumherum, die neue Website anzupreisen:

    www.fried-phoenix.de

    Um dort auf dem Laufenden zu bleiben steckt ihn in den Feedreader, folgt mir auf Twitter und/oder liked die Facebookseite.

    Danke für die letzten Jahre auf zeitzeugin.net! :)


  2. 1. Januar 2017 | Veröffentlicht unter Allgemein.

    Neue Website und Verlosung

    Von

    Finally! Unser neuer Blog ist online!

    Unter dem heißen, fettigen Namen „Fried Phoenix“ werden wir weiterhin über alles Geekige schreiben; mal mehr, mal weniger ernst, immer jedoch mit der benötigten Leidenschaft. Ich hoffe sehr, dass ich einige von euch auch auf der neuen Seite sehen/lesen werde! Sonst wäre es dort drüben auch arg einsam… ;)

    Die Verlosung

    Als Willkommensgeschenk haben wir uns ein Gewinnspiel ausgedacht, bei dem man zwei Comicpakete gewinnen kann. Wie? Überlegt, welches der beiden Comicpakete ihr gewinnen möchtet, liked den Fried Phoenix und kommentiert unter dem dortigen Beitrag zum Gewinnspiel euren Wunschgewinn.
    Das Teilen und Weiterempfehlen ist optional Schluss ist kommenden Sonntag!

    Ansonsten wünsche ich euch noch einen wunderbaren Start ins neue Jahr! Keep rockin‘.

    Link zum Blog

     


  3. 25. November 2016 | Veröffentlicht unter Gaming, rund um Gaming.

    Design-Umfrage für einen Fußballmanager

    Von

    Fußballmanager gibt es derer einige, doch explizite Frauenfußballmanager …? Not so much. Das soll sich unter der Führung des dänischen Entwicklerstudios Trophy Games bald ändern. Da dies noch unbekannte Gewässer sind wird nun um kleine Mithilfe in Form einer Umfrage gebeten. Fragen rund um das Design eines Frauenfußballmanagers werden gestellt,  die gerne beantworte werden dürfen. „Die Repräsentation und das Visuelle“ , so Entwicklerin Cornelia Gumbrich, „soll von fußballbegeisterten Frauen beeinflusst werden und nicht so, wie es sich meine vornehmlich männlichen Kollegen vielleicht vorstellen.

    Hier ist der Link zur Umfrage

    Ich persönlich würde einen Frauenfußballmanager mit offenen Armen empfangen – dann, wenn er nicht auf der althergebrachten Girlyschiene daherkommt. Rosa und Pink: nein nein. Er darf gerne wie sein männliches Pendant aussehen. Noch besser: In einem solchen wie selbstverständlich integriert sein. Da braucht es eigentlich keine künstliche Abgrenzung. Nichtsdestotrotz unterstütze ich Frauenfußball in all seinen fiktiven und reellen Facetten und somit auch die Umfrage sehr gerne.

    Die Features und Mechaniken des Spiels seien zum größten Teil bereits fertig und es soll ein Spiel werden, das Frauen und Männer gleichermaßen interessiert.


  4. 21. November 2016 | Veröffentlicht unter Blogging.

    Neujahr: Neuer Name, neue Website, neues Design

    Von

    Guckt euch den Blog so, wie er jetzt ist, noch ein wenig an. Es wird ihn nicht mehr lange geben.

    #1

    Mancheiner von euch wird es in vergangenen Postings bereits herausgelesen haben, dass ich seit einigen Monaten oder gar Jahren mit dem Namen „Zeitzeugin“ nicht mehr ganz zufrieden bin. „Zeitzeugin“ – der Name ist für mich als Bloggerin ganz okay. Er sagt irgendwie etwas aus. „Hey, ich bin die Zeitzeugin meines eigenen Geekdaseins!“ Oder so.

    Jedoch ist dies nicht nur ein Blog über „mich“. Ich mag zwar eine Minirampensau sein, doch so ganz und gar im Rampenlicht stehen möchte ich nicht. „Zeitzeugin“ scheint mir längst als zu egozentrisch, schließlich geht es hier nicht nur um mich. Kurzum: Ein neuer Blogname soll her.

    #2

    Viel habe ich mit diesem Blog herum experimentiert. Einige Dinge haben ganz gut geklappt, andere nicht. Logisch. Es kann nicht immer alles sofort awesome sein. (Außer Jensen Ackles natürlich.) In den letzten Jahren habe ich viel dazugelernt. Zumeist so etwas wie: „Schreib worauf du Bock hast und sei mit Leidenschaft dabei!“ Etwas, das ich übrigens jedem empfehlen kann. Seid keine tristen Männer oder Frauen in grauen Anzügen, die nicht dem Herzen und dem „Ich“, sondern nur und einzig der Tradition und dem „so macht man es eben“ folgen. Anyway.

    „Zeitzeugin“ fühlt sich für mich wie meine eigene kleine Krabbelgruppe an. (In der nur ich bin, weil mich die anderen Kinder für zu verrückt halten) Ich will irgendwie … mehr. Ich will nicht etwa erwachsener werden. Das wäre Quatsch. Das werde ich ohnehin niemals hinkriegen und will es auch nicht. Nö, ich will die Blogkrabbelgruppe einfach nur hinter mich lassen und ein neues Kapitel beginnen.

    #3

    Ich habe jemanden gefunden, der nicht nur meine Interessen, meinen Humor und meine Nerdblogleidenschaft teilt – sondern auch meinen Wahnsinn. Impericus habt ihr mittlerweile kennengelernt. Und wir sind ein Team. Ein verdammt gutes und kreatives Team.

    Darauf aufbauend ist mir Zeitzeugin zu klein. Zu sehr auf mich beschränkt. Wachsen kann man immer. Auch später noch.

    #=

    „Zeitzeugin“ wird zum Ende des Jahres hin eingestampft.

    Ich freue mich sehr darauf, denn lange Zeit hatte ich mich einfach nicht getraut. Wieder etwas, für das ich einfach zu bequem war. „Du hast zwar keinen Bock mehr auf den Namen und die Beschränktheit, aber hey, die Seite und alles steht ja schon ….“ Seit einigen Wochen feilen wir bereits am neuen Blog. Wie soll er aussehen? Wie heißen? Welche Themen möchten wir besprechen und wo möchten wir mit dem ganzen hin?

    Die Fakten dazu in Kürze:

    • Infantiler Humor, Zweideutigkeiten, Ironie und Sarkasmus? Das bleibt! Aber sowas von!
    • Die neue URL wird lauten wie folgt: www.nochgeheim.comwatwill
    • Der neue Name wird heiß. Sowas von heiß! (Wetten hierzu werden gerne angenommen)
    • Am Layout wird bereits gefeilt. Wir haben eine grandiose Künstlerin engagiert, die unser Logo und den Header zeichnet und die bisherigen Entwürfe sehen bereits super aus!
    • Thematisch bleibt alles im Geekbereich. Allerdings haben wir uns ein paar wiederkehrende Elemente und Reihen ausgedacht, die ziemlich spannend werden. Außerdem verfeinern wir hier und dort ein paar Dinge.

    Hilfe?

    HTML: Was das Layout angeht können wir über die Runden kommen. Allerdings suchen wir aktuell noch nach jemandem, der es noch besser kann als wir. Gerne bezahlen wir für diese Dienste auch. Falls also jemand jemanden kennt, der Websites mit responsivem Design erstellt, immer her damit! Die Vorstellungen sind an diesen Blog hier angelehnt, allerdings natürlich mit ein paar Features versehen.

    Wünsche: Falls ihr Wünsche habt was Themen, Design oder Sonstiges angeht: Keine Scheu! Gerade jetzt rennt ihr bei mir offene Türen ein!

     

    Zu guter Letzt:

    Natürlich bin ich mir darüber im Klaren, dass diese Änderung nicht bei jedem supidupi toll ankommen wird. Für mich fühlt sie sich jedoch richtig, gut und spannend an! Und das ist, denke ich, die Hauptsache!

    Ich freue mich jedenfalls sehr auf sowohl die letzten kreativen Züge von Zeitzeugin, als auch den Start des neuen Projektes! Ihr dürft da natürlich auch gespannt sein und ich hoffe sehr, dass ihr mir trotzdem treu bleibt. Hey, ihr dürft auch andere Blogs neben mir haben, da bin ich liberal! ;)


  5. 20. November 2016 | Veröffentlicht unter Filme, Trailer.

    Fan-Trailer: Supernatural vs Turtles

    Von

    Mashups, die ich gerne sehen würde #1

    Die Turtles dürfen gerne mit jedem in Kontakt treten. Sei es wie jüngst mit Batman, mit den Entenhausenern oder, wie in meinen kühnsten Träumchen, mit den Winchesters. Gerade letztere bieten sich an, schließlich sind die Turtles nicht gerade die niedlichsten Gesellen und dürften seitens allzu eifriger, besorgter Bürger gerne mal auf diversen Abschusslisten stehen.

    Natürlich sind hier nicht die neusten Turtles gemeint. Nein, jene Schildkröten-Nasenchimären sind nicht ganz mein Fachgebiet. Vielmehr rede ich von den Brüdern aus den 90ern, die damals so wunderbar – und für mein Dafürhalten bislang am passendsten – in die Filmlandschaft transferiert worden sind. Da es solch ein Mashup von offizieller Seite leider noch nicht gibt, habe ich mal selber das ein oder andere Filmchen beschnitten, um eine Art Trailer zu kreieren.

    So ähnlich hätte ich es dann gerne. Danke!


  6. 16. November 2016 | Veröffentlicht unter Gaming, rund um Gaming.

    [Website-Tipp] Queerly Represent Me

    Von

    Mittlerweile gibt es – und hier untertreibe ich nur ganz dezent – Dutzende Videospiele. Also mindestens 100. In diesem Wust Inhalte zu finden, die einen besonders tangieren, kann da unter Umständen schwierig werden – besonders dann, wenn diese Inhalte ohnehin seltener anzutreffen sind als der ordinäre braunhaarige, kernige Videospielheld „Nathan Joel Redfield“. Sei es, dass man nach Videospielen sucht, die die eigene Neigung zu repräsentieren wissen oder man schlichtweg etwas mehr Farbe im Spiel sucht: Die Website „Queerly represent me“ bietet eine mittlerweile über 650 Titel umfassende Database mit Spielen an, die entweder LGBT-Themen oder -Figuren beinhalten.

    Die Gründerin der Seite, Alayna Cole, hat die Seite Anfang dieses Jahres aus guten Gründen erstellt. Sie sagt:

    There are two key reasons why Queerly Represent Me is an important and valuable resource. Firstly, the database allows members of the queer community to familiarise themselves with and access more texts that represent them. This can act as a supportive gesture to those who are comfortable with their identities, or can assist in the formation of self-identity for those who are questioning their sexuality or gender. Secondly, the site allows those who do not identify as queer to broaden the pool of games that they play or to form new understandings of games that they have already accessed, while developing empathy for the queer community and the issues we face. Additionally, the database is an important resource for those researching queer representation in games academically, journalistically, or for their personal growth.

    In der Tat finde ich das eine gute Sache. Sie listet nicht nur AAA-Titel, sondern auch Nischengames auf, die diverse Genres umfassen. Stundenlanges stöbern im Spreadsheet, das die nötigen Fakten knapp zusammenfasst, ist also durchaus drin.

    Und da hier gerade wahrscheinlich ophnehin jene landen, die dieses Thema interessiert, möchte ich euch einfach nochmal mein Video ans Herz legen, das ich einst, als ich noch jung war, kreiert habe und einen Rundumschlag über Homosexualität in Videospielen erteilt.


  7. 11. November 2016 | Veröffentlicht unter Filme, Trailer.

    Valerian and the City of a Thousand Planets – Trailer

    Von

    Französische Science Fiction kommt nächstes Jahr unter der Führung von „5th Element“ Luc Besson in die Kinos. Das passt gerade gut in unsere Zeit, in der jedes Jahr ein Star Wars-Film das Weihnachtsgeschäft beherrschen wird. Warum genau? Weil die Comics Valérian et Laureline“ (dt.: „Valerian und Veronique“), auf denen der Film basiert, gemeinhin als Inspirationsquelle für George Lucas gelten.
     .
    Die Comicvorlage wurde 1967 von Autor Pierre Christin und dem Zeichner Jean-Claude Mézières ersonnen und ist bei uns zunächst in den Siebzigern beim „Zack“-Magazin erschienen. Mittlerweile gibt es einige Gesamtausgaben vom Carlsen Verlag, die Abschlussausgabe erschien 2010 unter dem Titel Der Zeitöffner (L’OuvreTemps).
    Die Titelhelden Valerian und Veronique (weshalb ihr Name für die deutsche Version umgeändert wurde, ist schleierhaft) sind Agenten des Raum-Zeit-Service, der seinen Hauptsitz in der interplanetaren Stadt Galaxity hat und von dort aus seine Unternehmungen startet. Gespickt mit allerlei rüsselbehafteten Aliens, fantasievollen Welten und fidelen Zeitsprüngen sind die Comics auch für die heutige Leserschaft zu empfehlen, auch wenn die Macher damalige, tagesaktuelle Problematiken in ihre Werke haben einfließen lassen.
    .
    Die Verfilmung indes wirkt, dem Trailer nach zu urteilen, wie eine laute Mischung aus 5th Element und Jupiter Ascending, in der unter anderem Dane DeHaan, das Supermodel Cara Delevingne, Clive Owen und Ethan Hawke mehr oder minder tragende Rollen spielen. Bleibt zu hoffen, dass es weniger wie das lauwarme Jupiter Ascenbding daherkommt. Ich bleibe definitiv gespannt!
    .
    Bloggerkollege Thilo hat sich dem Trailer ü+brigens bereits gestern angenommen, seine Meinung dazu findet ihr hier.


  8. 7. November 2016 | Veröffentlicht unter Diverser Geekkram, Dreckiger Rest.

    Pimp your Room: Displate

    Von

    [Nicht, dass das einen Unterschied machen würde, doch sind manche ja sehr hinterher: Nein, diese Produkte wurden uns nicht kostenlos gegen eine besonders positive Bewertung zur Verfügung gestellt, die haben wir gegen das Schicksal „Nudeln mit Ketchup“ getauscht. Andernfalls stünde „Sponsored“ im Titel. Danke für Ihre Aufmerksamkeit.]

    Endlich, nach all den Wochen und Monaten des „hochfidelen“ Nomadenlebens saßen wir Frischeingezogenen zufrieden im Wohnzimmer. Die Bücher waren eingeräumt, der Kühlschrank mit besten Wässerchen gefüllt und die Möbel von der Katze fachgerecht angekratzt. Alles war fertig! Alles? Nein! Eine von unbeugsamem Nichts bevölkerte Wand hörte nicht auf, dem schönen Wohnen Widerstand zu leisten! Leer. Die Wand war einfach leer. Unerhört! Dem musste Abhilfe geschaffen werden und fündig wurden wir, Dank des Tipps eines Freundes, bei Displate.

    Displate ist ein britisches Unternehmen, das aus den Bildern von über 1.000 Künstlern Metal Poster herstellt, die sich sehen lassen können. Schnell einigten wir uns auf drei Motive, schickten die Bestellung ab und verbrachten die nächsten sieben Tage däumchendrehend.

    displayte-1Inklusive Dankschreiben für den Künstlersupport und Unterschrift des Produktionsleiters kam heute die schmale Lieferung an. Die drei jeweils 0,5mm dicken und 900g leichten und 45 x 32 messenden Bilder hielten gleich den Magneten bereit, mit dessen Hilfe man die guten Stücke aufhängen kann. Die selbstklebenden Magnete haften natürlich am besten auf glatten Untergründen, doch unsere urdeutsche Raufasertapete hat sich auch noch nicht über ihre neuen Anhängsel beschwert.

    Mit der Qualität bin ich sehr zufrieden: Nichts ist eingedellt, die Bildqualität sehr gut und die matte Oberfläche gefällt mir. Außerdem wird für jedes Displate ein Baum gepflanzt. Das ist ja schöner als Krombacher zu trinken!

    The Making of a Displate from Displate on Vimeo.

    Neben den von uns gewählten märchenhaften Motiven sind auch zusammen passende Kollektionen verschiedener Künstler zu finden. Seien es populäre Videospiel- und Filmgestalten in Splatteroptik, hübsch gezeichnete Videospielhelden, minimalisierte Filmposter oder Autolegenden – da sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Zu unserem kleinen Rudel wird sich wahrscheinlich noch dieser Link (und hier der Link zum Link. Hach. Diesen supidupitollen Witz habe ich schon lange nicht mehr gemacht. Hihi. Hi.) gesellen.

    Falls du übrigens selber ein Künstler bist und selber Displate mitgestalten möchtest, kannst du dich hier anmelden und Näheres erfahren. Und nun? Nun zeicge ich euch noch ein paar Bilder von den Teilchen.displate5displatesdisplate8displate2


  9. 5. November 2016 | Veröffentlicht unter Comics, rund um Comics.

    Einmal auf einem Comiccover zu sehen sein…!

    Von

    Die Träumchen eines handelsüblichen Comicliebhabers:

    ♠ Besitzer eines Comicbuchladens zu sein
    ♣ Dort bei einem gemütlichen Käffchen und in bestem Ambiente Comics genießen
    ♥ In regem Austausch mit Gleichgesinnten zu stehen
    ♦ Dominant auf dem Cover einer geliebten Comicserie zu sehen sein

    Nachdem wirf nun gemeinschaftlich in jene so phantastischen wie imaginären Gefilde gedriftet sind, lasst mich euch Ariell Johnson vorstellen: Sie ist die stolze Besitzerin eines Comicbuchladens in Philadelphia mit dem schmuckvollen Namen Amalgam Comics & Coffeehouse,Inc., der gleichzeitig als Coffeehouse sein Dasein fristet. Sie steht gleichwohl in kreativem Kontakt mit Comicfans, als auch mit Schaffenden des Geektums und – sie ist in wenigen Tagen auf einem Variantcover von Invincible Iron Man #1 zu sehen.

    Als sie, 32jährig, im Dezember letzten Jahres als erste Schwarze an der Ostküste ihren Comicladen eröffnete, hätte sie sich letzteres vermutlich nicht vorgestellt. Sie, die ohne die Comicreihe „Magik“ mit Storm Dank fehlender Diversität fast das Interesse an Comics verloren hätte, ist jahrelang dennoch ihrer Passion gefolgt. Ihre Liebe zu Comics und Geektum in all seinen Facetten führte sie letztendlich auf das Cover neben Riri Williams aka Ironheart aka „neue Ironman“ und versinnbildlicht damit nicht nur, dass Leidenschaft gerne auch mal zu persönlichem Erfolg führt, sondern auch, dass die Balance der Repräsentation auch in Comics Einzug hält.

    Realisiert wurde das Variant Cover für ihren Shop von der Künstlerin Elizabeth Torque.

    via GIPHY


  10. 4. November 2016 | Veröffentlicht unter Comics, Comicvorstellungen.

    Batmans meets Turtles meet Ra’s al Ghul = Comicempfehlung!

    Von

    Genre: Action, Superhelden
    Autor: James Tynion IV
    Ursprungsidee:
    Peter Laird, Kevin Eastman
    Illustratoren:
    Freddie E. Williams II
    Erscheinungsform: 
    140 Seiten, Hard/Softcover, enthält Issues 1-6 (abgeschlossen)
    Verlag: DC Comics / IDW Publishing / Panini
    LinksBestellen | Leseprobe


    Dank eines perfiden Plans des possierlichen Krang landen nicht nur die Turtles, sondern ausgerechnet auch Shredder samt Foot Clan in einer anderen Dimension – und landen punktgenau in Gotham City. Dort mischen sie ein Labor auf und entwenden aus sicher sehr heroischen Gründen einen wichtigen Generator, der in den falschen Händen Grausames anrichten kann. Prompt werden sie vom überlebenden Laborpersonal als Monster und Kumpanen der Foot identifiziert. Logisch, dass sofort Batman gerufen wird, um der Schildkrötenplage Herr zu werden. Dass sich das erste Aufeinandertreffen der Ritter des Rechts ein ganz klein wenig schwierig gestaltet, steht da außer Frage.

     

    Screen_Shot_2015-12-09_at_11.34.24_AM.0Was klingt wie ein wahr gewordener Traum der Kinder der 80er und 90er ist auch tatsächlich und erstaunlich unterhaltsam. Wir finden hier eine stark unterhaltende Mixtur der bekannten Helden vor, die sich auch und vor allem in den dunklen Momenten nicht zu verstecken braucht. Dabei harmonieren Batman mit seinen Kumpanen wie auch Schurken und die Turtles ausgesprochen gut miteinander, die beiden Welten werden gekonnt zu einer verknüpft, was nicht unpassend oder erzwungen wirkt. Unterstützt wird dieser Eindruck von den hübschen Zeichnungen, die sowohl den Charakter der finster dreinblickenden Fledermaus, als auch die Atmosphäre der Turtles-Comics einzufangen vermögen.

    Während sich die ersten Kapitel mit der Spannung zwischen den Turtles und der freundlichen Fledermaus von nebenan beschäftigen, werden die Schurken erst in den darauffolgenden richtig in Szene gesetzt. Dann, wenn die Helden endlich zusammenarbeiten, entfaltet sich das zerstörerische Potential des Feindes. Zusammen mit dem Pinguin, Ra’s al Ghul und allerlei anderem Gezücht Gothams bereitet sich Shredder auf eine kleine Mutagen-Apokalypse vor, die Gotham verschlingen soll…

    batman-teenage-mutant-ninja-turtles-t-rexSowohl zwischen den Zeilen, als auch im direkten Dialog zünden die Gags, die einerseits auf der Metaebene stattfinden und andererseits in den Charakteren begründet liegen, die ebenso gut getroffen sind wie die Optik derer. Wenn Donatello einen leicht philosophisch angehauchten Monolog über seine Heimatstadt hält, horcht das Fanherz auf, wenn Michelangelo sein Videospiel in Trümmern sieht, weint es ein bisschen mit und selbst Alfred und das – zugegebenermaßen sehr gewöhnungsbedürftig anmutende – Batmobil bekommen ihre Momente. Natürlich besonders spaßig wird es, wenn die Recken mit den Gegebenheiten des jeweils anderen konfrontiert werden; Batman etwa genüsslich an einer Pizza knabbert oder Michelangelo durch die Batcave surft.

    Das Crossover an sich wird durch zwei Kämpfe schön verdeutlicht: Während sich Batman gegen die Foots behaupten muss und dabei einen ersten, ehrfurchtsgebietenden Blick auf Shredder werfen kann, mühen sich andernorts die Turtles mit dem Killer Croc ab. Die Kämpfe an sich sind nett anzusehen, gehen jedoch nicht zu sehr ins Detail. Letzteres erfährt im finalen Kampf leider seinen negativen Höhepunkt: Hier wird der Endkampf derart schnell und vergleichsweise lieblos abgehandelt, dass die Masse der eigentlich hochgradig vielversprechenden Bösewichte doch arg verschwendet wird.

    batman-turtlesWir reden hier nicht von den aktuellen Versionen der jeweiligen Helden, aktuelle Ereignisse stehen hier also außen vor. Der Comic funktioniert als zeitloser Einzeltitel und das ist wohl auch gut so. Ich habe die 6 Issues umfassende Geschichte mit Genuss gelesen und hoffe sehr, dass es nicht das letzte gemeinsame Abenteuer dieser edlen Recken bleibt! Batman, wie wär’s mal mit einem kleinen Ausflug nach New York?

    Autor: James Tynion IV | Illustrationen: Freddie E. Williams II | Verlag: DC Comics / IDW Publishing / Panini | Format: 140 Seiten, Hard/Softcover | Bestellen

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  11. 1. November 2016 | Veröffentlicht unter Filme, Filmvorstellungen.

    It’s Strange. Doctor Strange.

    Von

    Regie: Scott Derrickson | Darsteller: Benedict Cumberbatch, Chiwetel Ejiofor, Rachel McAdams | Studio: Disney | | Laufzeit: 130 Minuten | Vorbestellen

    Doctor Strange ist einer meiner Lieblingssuperhelden. Grund genug, pünktlich zur Premiere füßescharrend vor dem Kino aufzutauchen und jaulend an der Tür zu kratzen. Das hat mir leider ein paar Tage im Arkham Asylum eingebracht, weshalb ich erst jetzt ein paar Worte über den Film verlieren kann. Vielleicht war ich aber auch nur zu glückstrunken um zusammenhängende Sätze herauszubringen  – denn der Film hat meine Erwartungen erfüllt und mich ein kleines bisschen glücklich gemacht.

    Worum geht’s eigentlich?

    Doch, wie stets, der Reihe nach. Zu Beginn begleiten wir den Neurochirurgen Dr. Stephen Strange in den letzten Zügen seines normalen, egogeschwängerten Lebens als Arzt. Arrogant und egozentrisch wie der erfolgreiche und zugegebenermaßen  hochbegabte Dr. Strange auch ist, weint man dem Drama, das sich um seine Existenz spinnt, kaum nach: Bei einem Unfall (der selbstverständlich durch zu schnelles Fahren seiner motorisierten Penisprothese geschieht) werden Stranges Hände derart verletzt, dass er seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Verzweifelt stürzt er sich in ein Meer aus Alkohol und Verbitterung, bis er – mittlerweile verarmt und schweißgetränkt – gen Himalaya reist, um dort den sagenumwobenen Ancient One aufzusuchen, der zerstörte Gliedmaßen wieder zu heilen vermag. Es kommt, wie es bei Marvel kommen muss: Strange wird in die Geheimnisse einer für ihn bis dato fremden Macht, ja ein ungesehenes Universum eingeführt. Und das ist verdammt gut so, denn die ersten Schurken stehen bereits Schlange, um den neuen Magier gebührend zu empfangen…

    Und wie ist der Film so?

    Der Name „Doctor Strange“ steht nicht unbedingt für die albernsten Plots innerhalb des Marveluniversums und doch habe ich gut gelacht. Mein Sitznachbar Thilo ist bei einer bestimmten Szene sogar schier vom Sessel geplumpst – und ich daraufhin fast hinterher. Man muss ja Solidarität für seine Bloggerkollegen beweisen. Neben dem Humor ist es sicher auch die fantasievolle, bunt schillernde Visualisierung, die sowohl Film, als auch die Comicvorlagen ausmachen. Nicht umsonst war Doctor Strange einst in gewissen, dampfschwebenden Kreisen äußerst beliebt. Optisch unglaublich eindrucksvoll, lustig – und dennoch tiefgründig.

    Wer sind wir? Was ist die Welt – und welche Rolle nehmen wir in dieser ein? Die Fragen des Seins werden hier gerne zwischen den Zeilen besprochen oder zumindest angerissen, wobei die immerwährende Magie Teil des Kosmos‘ ist, der sich dem Zuschauer entfaltet; beinahe eine weitere Figur im Cast darstellt. Lange habe ich keinen Film mehr gesehen, der mich derart gut und über die vollen zwei Stunden hinweg unterhalten konnte. Da sehe ich auch gerne über die kleinen Unzulänglichkeiten wie etwa den mangelhaften Bösewicht und das viel zu zügig verlaufende Training Stranges hinweg. Hier bin ich Konsument, hier kaufe ich ein. Oder so.strange

    Aber hey! Wurde der comic’sche Strange denn verhunzt?!

    Doctor Strange ist und bleibt Doctor Strange. Nicht nur gab es ein paar Anspielungen auf die Comics, auch ganze Handlungsstränge wurden gekonnt übernommen. Cumberbatch mimt den Doctor in seiner liebevoll arroganten Art, die sich zu sehen lohnt, die Ancient One ist zwar ungewohnt und politisch für manche unzumutbar inkorrekt, dafür jedoch im Kern dargestellt wie in den schriftlichen Ausgaben und – ach. Hier könnte nun eine bis ins letzte Detail ausgefeilte Rezension- einer Doktorarbeit würdig – stehen, doch was ist wichtiger als mein Fazit zu diesem Film? Ich mag ihn. Sogar so sehr, dass er instant zu einem meiner liebsten Superheldenfilme aufgestiegen ist. Ihn im Kino zu sehen kann ich also wärmstens empfehlen. Er hat alles, was ein guter Film der Popkultur braucht.

    Und was sagen die anderen?

    Natürlich musste ich auch mal zu anderen Bloggern herüber blinzeln. Nicht jeder war so angetan wie ich, aber hey, man kann es nicht jedem recht machen. Eine kleine Auswahl an Kommentaren habe ich euch hier zusammengestellt. Man ist ja nicht der Nabel der Welt. Fussel sind eh nicht so mein Fall.


    „Inhaltlich fällt der Film dahinter leider deutlich zurück. Zu viele Witze und One-Liner stören den Spannungsaufbau. Antagonist Kaecilius (Mads Mikkelsen) bleibt zu blass, bekommt zu wenig Tiefe. Seine Hintergrundgeschichte wird nur angedeutet, was seine Motivation zu sehr ausdünnt. Zwischen ihm und Doctor Strange gibt es im ganzen Film nur einen längeren Dialog, der leider sehr platt bleibt. Es scheint immer mehr zum Problem von Marvel zu werden, einen überzeugenden, gut geschriebenen bösen Gegenspieler abzuliefern.“ (Lara von polygamia.de unter dem Titel „Spektakel der magischen Art. Doctor Strange“)

     

    „Die Handlung des Films ist eine Origin Story, die im Fall von Dr. Strange jedoch auch dringend nötig ist, um in den Charakter und die Welt einzuführen. Häufig empfinde ich Origin Stories als langatmig und teilweise fast überflüssig, da sie mich unnötig auf die Folter spannen. Doch durch die guten schauspielerischen Leistungen, nicht nur von Cumberbatch, ist der Film nie langweilig und erreicht eine angebrachte, dramatische Tiefe.“ (Thilo von nerd-wiki.de unter dem Titel „Dr. Strange ist eine Dimension für sich„)

     

     

    Regie: Scott Derrickson | Darsteller: Benedict Cumberbatch, Chiwetel Ejiofor, Rachel McAdams | Studio: Disney | | Laufzeit: 130 Minuten | Vorbestellen

    Kaecilius: How long have you been at Kamar-Taj, Mister…
    Dr. Stephen Strange: Doctor.
    Kaecilius: Mister Doctor.
    Dr. Stephen Strange: It’s Strange.
    Kaecilius: Maybe. Who am I to judge?


  12. 27. Oktober 2016 | Veröffentlicht unter Bücher, rund um Bücher.

    „Welches Buch hat dich in letzter Zeit beeindruckt?“

    Von

    Ein paar nette Besucher der Buchmesse haben wir gefragt: „Nennen Sie ein Buch, das Sie in letzter Zeit besonders beeindruckt hat“.

    Herausgekommen ist eine hübsche Auswahl aktueller, aber auch etwas älterer Bücher, die in diversen Genres zu Hause sind und sicherlich ihre Daseinsberechtigung haben. Nachgeprüft habe ich das noch nicht, doch werde ich das zumindest bei ein paar der Teilchen machen. Vielleicht ist ja auch was für euch dabei – oder, noch wichtiger: Erzählt doch mal, welches Buch euch in letzter Zeit beeindruckt hat. Das muss kein aktuelles Buch sein, nicht einmal eines, das zu euren Lieblingsbüchern zählt. Hauptsache, ihr habt beim Lesen gedacht: „Wow!“

    Per Mouseover könnt ihr natürlich auch die Gründe nachlesen.

     


  13. 16. Oktober 2016 | Veröffentlicht unter Diverser Geekkram, Dreckiger Rest.

    Cosplay verpflichtet?

    Von

    Wisst ihr, ich verstehe nicht sonderlich viel von Cosplay. Sicher, einst war ich als Leonardo von den Teenage Mutant Ninja Turtles unterwegs, habe mich zu einem Comic von Garth Ennis „aufgehübscht“ und bepinsle derzeit meinen Baseballschläger liebevoll, damit er bald zu einer allseits beliebten und doch so verkannten DC-Figur passen möge. Doch davon, tatsächlich ein ernst zu nehmender Cosplayer zu sein, bin ich meilenweit entfernt. Vielleicht ist das auch gut so. Denn scheinbar betritt man als Cosplayer die Welt der erzwungenen Kindesbespaßung, die bei Nichtteilnahme die absolute Ächtung seitens der Gesellschaft nach sich zieht. Unter uns gefragt: Soll das so?

    Gestern sah ich auf einer Fanpage zu Doctor Who folgendes Statement, das mich ein wenig empört, aber doch zumindest ratlos zurückgelassen hat:

    grgrgr

    Kurzum: Wenn du als Cosplay ausgerechnet eine Disneyprinzesin auserkürst, so hast du dich in eben jenem Kostüm Kindern gegenüber gefälligst „in character“ zu verhalten und überfreundlich zu sein! Denn, so spricht es Waka, das Gesetz, denkt jedes Kind automatisch, dass bspw. Elsa höchstselbst vor ihm stünde. Wie furchtbar wäre es, wenn Elsa plötzlich charakteruntypisch agieren würde! Eine Welt würde unter dem armen Kind zusammenbrechen, das fortan zeitlebens traumatisiert sein Dasein fristen müsste!

    Natürlich: Man sollte sich, ganz egal, ob man nun in einem Prinzessinnenkleid oder einem Kartoffelsack unterwegs ist, klar darüber sein, welche Wirkung man auf andere erzielt. Auch Goths werden wissen, dass sie entsprechend wahrgenommen werden und es Leute geben wird, die einen auf die Aufmachung ansprechen. Aber: Unterschreibt man als Cosplayer einen Pakt? Muss man sich so oder so verhalten? Wir erinnern uns: Wir reden noch immer über ein persönliches Hobby und nicht über den nicht näher spezifizierten Beruf des Kinderbespaßers.

    Tauchen wir vielleicht noch in die Kommentarsektion des Bildes ein:

     

    „She is not a cosplayer. Anyone who actually goes to an event knows if you don’t want people to come up and talk to you. DON’T DRESS UP. It is a unspoken rule that if you do people can come up and talk to you about said costume.“

    oder

    „If you go in public in the costume of a well known childrens character, then you must be willing to interact with people. (…)  A child doesnt understand that you are a person playing dress up, all a child will wonder is why their hero, their friend in some ways, doesnt want to talk to them. It is upsetting for them. When you dress in public that way you are accepting that role, if youre not prepared for that then dress as something else.“

    oder

    „No, you are not obligated to stay in character and spare a few moments of kindness to an impressionable young child, nor are you obligated to show the people you encounter some basic decency and courtesy. But please don’t fool yourself… admit then that you are an asshole; you are a shitty human being, a piece of garbage, that you have zero compunction against crushing a child’s dreams and innocence because you are an anti-social narcissistic dolt who can’t take 2 seconds in your busy life to give a little bit of joy into an otherwise cruel world. And don’t be surprised when people treat you like a shitty piece of garbage because you get back what you give out to the world. This has nothing to do with whether or not you like kids, or that it’s not your job to entertain someone else’s kids… this is just basic empathy. Don’t like it? Dress up at home and don’t venture outside.“

    Um es mal mit meinen eigenen, profanen und infantilen Worten zu sagen: „Hömma, geht’s noch?!“ Man ist also „Müll“ und ein „Arschloch“, wenn man sich nicht kinder- oder elternkonform verhält? Geht es hier noch um Cosplay oder reden wir schon über Menschen, die gegen Geld auf Kindergeburtstage und auf Events gehen um sich mit den Kindern zu unterhalten?

    Ich finde es wunderbar, dass es Menschen gibt, die Freude am Verkleiden haben und sich so auch anderen zeigen. Das gibt anderen jedoch nicht das Recht, bestimmen zu dürfen, inwieweit man sich sonstwo involvieren muss. Gerade in Zeiten wie diesen, wo sich zu Recht um die eigene Freiheit und Selbstbestimmung auch und selbst von Cosplayern bemüht wird. „Fotografiert mich – wenn ich nichts dagegen habe.“ „Fasst mich nicht an – ich bin kein Ausstellungsstück.“

    Selbstredend ist es toll, sympathisch und vielleicht auch ein Stück bewundernswert, wenn man in der jeweiligen Rolle aufgehen und frei mit der Umwelt interagieren kann. Es ist jedoch nicht jeder eine Rampensau oder schauspielerisch begabt, auch möchte nicht jeder zum Alleinunterhalter mutieren. Jeder darf ein Cosplayer sein: Dicke, Dünne, Große, Kleine – warum dann nicht auch Introvertierte, Nichtgernebespaßer? Ferner kann und darf man das Hobby Cosplay aus vielerlei Gründen heraus betreiben: Etwa, weil man Kostüme oder die Figur liebt, gerne bastelt, sich gerne unter seinesgleichen gesellt – und selbstverständlich auch, wenn man andere Leute und auch Kinder unterhalten möchte und/oder damit keinerlei Problem hat.

    Aber man sollte doch bitte endlich mal damit aufhören, zu denken, dass die eigene Vorstellung von „Cosplay“ die einzig wahre ist. Lasst die Leute ihr Geekhobby doch so ausleben, wie sie wollen. Sie sind nicht dafür da, euch das Leben so großartig wie möglich zu machen. Das ist „nur“ ein toller Nebeneffekt.


  14. 7. Oktober 2016 | Veröffentlicht unter Gamesvorstellungen, Gaming.

    Divinity: Original Sin II Preview

    Von

    Die Divinitywelt ist düster geworden. Statt als Quelljäger die vermeintlich bösen Buben zu jagen, findet man sich hier plötzlich als einer jener magischer Gestalten wieder: Als Quellenmagier. Deren Magie ist nach wie vor verboten, sie selbst mit magieunterdrückenden Halsbändern ausgestattet und in Forts gesteckt; schließlich möchte man nicht, dass die zerstörerische Quellenmagie noch mehr Schaden verbreitet. Die eigene Spielfigur kann, je nach Hintergrundstory, durch das Essen von schmackhaften Leichenteilen Energie gewinnen, hört sinistre Stimmen und/oder wird zu gar finsteren Taten verleitet. Hier und dort spritzt Blut, die Bevölkerung ist einem nicht gerade freundlich gesinnt und die sich fidel teleportierenden Krokodile waren auch schon netter zu einem. Manchmal.

    Divinity: Original Sin von den belgischen Larian Studios hat vor zwei Jahren mit der charakterlichen, sowie spielerischen Vielfalt Eindruck in der gamer’schen Rollenspielszene hinterlassen. Kein Wunder, dass der für kommendes Jahr angekündigte Nachfolger auf große Erwartungen stößt. Seit gut zwei Wochen ist die Early Access-Version auf Steam erhältlich und die Entwickler offenen Ohres bezüglich etwaiger Kritikpunkte. Und da ich selber den ersten Teil sehr unterhaltsam fand, habe ich mich natürlich auch in das virtuelle Vergnügen gestürzt.

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    Der Einstieg

    Anders als beim Vorgänger spielt man nicht zwangsläufig einen Menschen, sondern kann sich zwischen vier – und in der finalen Version auch fünf – Spezies entscheiden: Mensch, Zwerg, Echsenwesen oder Elf. Darüberhinaus darf man zwischen einer der komplexen Hintergrundgeschichten wählen oder selbst ein paar Eckpunkte diesbezüglich kreieren: Ich entscheide mich für den Menschen Iban ben-Mezd. Logisch. Er hat einen südländisch klingenden Namen, was mir als alte Novadispielerin mehr als zusagt. Iban gehörte einst einer Bande von Gesetzlosen an, die, kaum dass er sie verließ, seine Familie abschlachteten. Vielversprechende Backgroundstory zwischen Rache, Sühne und Schuld!

    Noch ist die Charaktergenerierung nicht einwandfrei ins Spiel gehoben worden, daher werfe ich Iban einfach mitten ins Geschehen – und erlebe ein Déjà-vu: Wieder einmal hat man Schiffsbruch erlitten und strandet einsam und verlassen am Ufer. „Hurra! Man spielt einen Quellenmagier und müsste also eigentlich im Gefangenenlager stecken, aber hier ist man dem wohl entgangen und frei!“ Äh – nope. Dummerweise landet man nämlich just zu Füßen des Zielortes des Schiffes, namentlich Fort Joy. Welch famosen Namen man sich dort ausgesucht hat, dort, wo seine Magiegenossen in Lumpen gekleidet hausen und sich über kleinen Feuerchen Ratten braten. Immerhin darf das entscheidungsunwillige Rollenspielerherz aufatmen, denn in diesen Straßen findet man eben jene Figuren, die man bei der Charakterauswahl verschmäht hatte. Diese, wie etwa die stimmenhörende Lohse oder die rote Echse namens Red Prince, können sogar Teil der illustren Abenteurergruppe werden und einen somit mit ihrer Hintergrundgeschichte vertraut machen.

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    Erste Eindrücke

    Die Grafik: Sehr nett. Das Wasser glitzert medienwirksam in der Sonne, die Gesichter erscheinen keck und wären die zum Teil noch flimmernden Grafiken nicht, könnte man das Spiel fast für „fertig“ erachten. Insgesamt lässt sich aber jetzt bereits eine Verbesserung zum ersten Teil beobachten.
    Die Kämpfe: Hier hat man sich glücklicherweise stark am ersten Original Sin orientiert. Man kann sich taktisch austoben, wobei man nun zusätzlich diverse Ebenen und Rüstungsarten im Blick haben sollte. Leicht reduziert wurden die zur Verfügung stehenden AP, wobei die Fähigkeiten bislang dafür im Schnitt weniger kosten. Warum sich handelsübliche Krokodile allerdings teleportieren können entzieht sich meiner Biologiekenntnis, gehört aber wohl zum eigenen Humor des Studios.
    Die Steuerung: OMFGICHWILLALLESUMÄNDERN! Nein, ich komme damit nicht klar. Möglich, dass es daran liegt, dass ich den ersten Teil auf der PS4 gespielt habe und ich mit der PC-Steuerung in diesem speziellen Fall noch nicht ganz vertraut bin. Doch mich nervt sie. Unheimlich. Werde das sofort als Feedback und kleinteiliger versenden. Bitteschön!
    Die Dialoge: In der dritten Person. „Er sagt, dass (…)“ Ich würde eine direkte Rede deutlich präferieren, so bin ich näher am Geschehen und an der Figur, die Immersion wäre stärker. Nichtsdestotrotz wirken die Gespräche im ersten Akt, den man im Early Access bespielen kann, ausgetüftelt und nachvollziehbar. Je nach Charakter der gerade redeführenden Figur ändert sich der komplette Dialog, sind andere Optionen verfügbar und wandelt sich die Reaktionen seitens der Gesprächspartner, sodass eine lebendige Welt um die eigene Party entsteht.

    Es entfaltet sich eine auf den ersten Blick bereits komplexe, nahezu dschungelartige Welt, in der ich zunächst dezent hilflos umher irre. Wo muss ich hin? Was soll ich tun? Und wer verdammt nochmal bin ich überhaupt? Somit reiht sich der zweite Teil nahtlos an den ersten an. Das kann man mögen, muss es aber nicht. Die Welt ist frei, die Gegner in ihrer Schwierigkeit noch nicht ganz einschätzbar und die Möglichkeiten derart mannigfaltig, dass einem schwindlig werden könnte. Riesig, verwirrend – aber genau das macht für mich den Reiz aus. Man muss Zeit mitbringen, die Welt zu verstehen, zu erkunden und zu erobern, ihre Geheimnisse aufzudecken und sich in ihrer Tiefe zu verlieren.

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    Fazit

    Die Early Access Version scheint bereits ziemlich ausgereift, zumindest jedoch deutlich spielbar und sehr unterhaltsam – wenn man den Reichtum an Dialogen zu schätzen weiß und sich an einer ausufernden Story erfreuen kann. Wenn ich nach meinem Umzug wieder ein bisschen mehr Zeit zur Verfügung stehen habe, werde ich mich auf viele Stunden in Original Sin ll freuen!

    Impericus‘ zwei Cent:

    Man sollte den ersten Teil mögen. Denn Zeit steckt man durchaus ins Spiel, vor allem damit, neu zu laden, da man die Schwierigkeit etwaiger Kämpfe mit spontan auftauchenden Gegnern (Leichenfressende Wahnsinnige am Strand oder teleportierende Seekrokodilen eingeschlossen) nicht genau einschätzen kann. Oder auch gar nicht. So wurde ich bei meinem kurzen Höllentrip 3 Mal so übel zugerichtet, dass selbst der Autosave mich etwa 30 Minuten zurückversetzte (und ich war nur am Strand Muscheln sammeln). Aber ich räume ein, dass es reizvoll ist. Und während ich schreiend um mein Leben renne, blicke ich träumerisch auf die schillernd wogende See und lasse mich von den immersiven Hintergrundgeräuschen direkt an den verlorenen Strand treiben, um dort von den Krokodilen zerquetscht zu werden. Außer Lohse, die eine so volatile Bindung zur Gruppe hat, dass sie beim Fliehen direkt in die Stadt entkommt, während ich und mein Roter Prinz (nein, nicht mein Penis) noch im Kampfgetümmel stecken. Spaß hat’s trotzdem gemacht.

    Eckdaten

    Plattform: Windows | Early Access | Entwickler: Larian Studios | Genre: Rollenspiel | Multiplayer: bis zu 4 Spieler Koop/Kompetitiv


  15. 21. September 2016 | Veröffentlicht unter Diverser Geekkram, Dreckiger Rest.

    10 Geekfantasien – und ihre ungeilen Realitäten

    Von

    Das ewige „On a Break-Team“ Ross und Rachel haben es vorgemacht: Geekige Sexfantasien halten nicht immer das, was sie versprechen. Doch nicht nur können sie in der Realität einfach nur unpassend und/oder verquer sein, nein, manche wäre für sich genommen auch noch ziemlich tödlich. Impericus (die holde Weiblichkeit von Slave Leia bis Sylvanas) und ich (die Mannsbilder von Spike bis zum Terminator) haben uns jeweils fünf jener populärer Fantasien und/oder Objekte der Versuchung angenommen und sie ein wenig ob ihrer realen Tauglichkeit hin geprüft.

    Enjoy. Oder eher: Run. RUN FOR YOUR LIFE!

    spike

    Spike – Sex in Zartbitter

    Die Fantasie: Kühl schmiegt sich seine Haut gegen die deine. Ein Schauer der Erwartung rieselt über deinen Körper, als du in seine lüsternen Augen blickst, das Aufblitzen des Mondlichtes auf seinen spitzen Zähnen siehst. Gleich, gleich wird er dich hart gegen die Wand pressen und dich zu der Einen machen, die ihn des Guten bekehren konnte. Ihn, das eigentliche Monster, gefährlich bis zur letzten blondierten Haarspitze. Gleich werdet ihr eins sein. Für immer!

    Die Risiken: Vegane Vampire sind, auch wenn es der Anfangsbuchstabe zu versprechen scheint, eher non-existent und selbst auf Tierblut Umgestiegene dürften rar gesät sein. Dass Spike ausgerechnet mit Dir Normalsterblichen eine Ausnahme macht ist daher dezent unwahrscheinlich. Ja, er könnte dir seine Zähne in die Haut rammen, doch dass sich dies auf einen zarten Liebesbiss beschränken würde dürfte ein Wunschtraum sein. Und selbst wenn er dich nicht als wandelnde Blutbar benutzt so gilt auch Folgendes zu beachten: Nekrophilie ist, mit Recht, eine Straftat. So ergibt sich derer drei Möglichkeiten: a) Ihr reitet frohlockend in den Sonnenaufgang (wobei statt deiner leider Spike endgültig das Zeitliche segnet). b) Er knuspert dich zu Tode. c) Du landest unter Umständen im Knast. Großartig.

    Realisierungsfaktor: ★★☆☆☆  2/5 – Ja, der Anfang könnte noch echt sexy sein. Bis er beißt. Und du heulst.

    Tödlichkeitsfaktor: ♥♥♥♥♡ 4/5 – Es sei denn, du heißt Buffy. Aber das dürfte unwahrscheinlich sein. Wenn doch: OMG, BUFFY, IT’S YOU! Please write me a message!

    stormiesStormtrooper – Weißeste Versuchung

    Die Fantasie: Du. Alleine in einer kargen Zelle tief, tief im Weltall. Er. Ein durch viele Schlachten gestählter Sturmtruppler. Seine Mission: Dich zum Imperator führen. Da gibt es nur ein Problem: Ihr findet euch vom ersten Blick an unglaublich scharf. Als er dich am Arm packt ist es keine Angst, die dich erschauern lässt, sondern erregte Erwartung. Und schon presst du deinen zitternden Leib gegen das blanke Weiß seiner Rüstung. Wer unter der Maske steckt ist dir egal solange er dir das geben kann, was du verdienst.

    Die Risiken: Naja: Du bist in einer Zelle gefangen und stehst Auge in Auge mit dem Feind. Das alleine ist schon ein dezent großer Risikofaktor. Zudem wird es wahrscheinlich mit einer Überwachungskamera aufgenommen und dein nackter Leib bald auf jedem intergalaktischen Phone von Alderaan bis Zeos ll zu sehen sein. Immerhin: Akut tödlich würde diese kurze Liaison vermutlich nicht verlaufen. Weiterer Bonuspunkt: Egal, wo er hinzielt – er wird stets statt dir die Wand treffen. Saubere Sache.

    Realisierungsfaktor: ★☆☆☆☆  1/5 – Ich bin mir ziemlich sicher, dass man in einer solchen Situation keine Lust auf ein erotisches Stelldichein hat.

    Tödlichkeitsfaktor: ♥♡♡♡♡ 1/5 – Ginge es um Red Shirts, wäre zumindest seine Tödlichkeit anzunehmen. So jedoch stirbt wohl keiner von euch beiden.

    daryl-dixonDaryl – Schießt verdammt scharf!

    Die Fantasie: Im Finster der Nacht sitzt du vor einer einsam vor sich hin brennenden Kerze, vor deren Flämmchen Staubkörner wie Feenstaub glitzern. Während draußen aus der Nacht lebensfernes Röcheln erklingt, ewiges Schlurfen und das leise Knacken von Zweigen, dort draußen Tod und Verderben lauert, bist du hier sicher. Mit dem Kopf auf Daryls Brust gebettet lauschst du seinem Herzschlag, spürst seine beruhigende Wärme. Eure Lippen finden sich, in Daryls starken Armen sinkst du hinein in zärtliche Wärme. Ihr seid zwei Lebende im Reich der Toten, die das Leben gebührend zu feiern wissen: Mit unbändiger Lust.

    Die Risiken: Wenn ihr euch vorher nicht gerade mit Sagrotan abgeduscht habt, dürfte es eine delikate Angelegenheit werden. An eurer Haut haftet der Duft des Todes, Daryl hat sich vermutlich seit Monaten keiner Intimwäsche mehr unterzogen und da Walker keine Läuse fressen, (obwohl… warum eigentlich nicht? Möglich!) werden sich die seinen vielleicht bald deinen Körper als neue Mietwohnung aussuchen. Allzu laut darf man seine Triebe in solch einer Welt auch nicht ausleben und ich bin mir nicht ganz sicher, ob Carol eine ernsthafte Rivalin neben sich erdulden wird.

    Realisierungsfaktor: ★★★★☆  4/5 – 6 Staffeln lang keinen Sex – vielleicht wirst du mit entsprechenden Avancen sogar Erfolg haben, wenn du nicht gerade verwest.

    Tödlichkeitsfaktor: ♥♥♡♡♡ 2/5 – Hier kann jeder sterben – doch Daryl macht es zumindest ein bisschen sicherer. (5/5, wenn du auf die Blumen guckst.)

    batmanBatman – Der sexy Ritter

    Die Fantasie: Irgendeine hochtrabende Champagner-Gala in Gotham City. Der Saal ist gefüllt von den wichtigsten Persönlichkeiten der Stadt. Doch all jene verstummen, als du deinen perfekt pedikürten und in einem stilechten Stiletto gehüllten Fuß auf die oberste Stufe der güldenen Treppe setzt, um den Saal mit deiner funkelnden Anwesenheit zu beehren. Alle sehen nur zu dir auf, du Juwel des Abends – und sehen dich von einem Schurken entführt. – Cut. – Kaum gerettet vor dem ätzenden Säurebad sinkst du, Juwel/Damsel in des Batmans Arme. Du hauchst ihm ein Danke ins Ohr, während dir sein männlich herber Duft in die Nase weht. Und hach, seine stahlharten Muskeln, wer braucht da schon Superman? Eben. Ihr versinkt in eure Arme und werdet erst gen Morgen wieder aus dem Taumel der Ekstase erwachen.

    Die Risiken: Wenn ihr nicht gerade von einer seiner zahlreichen Love Interests zerstückelt, angefahren, enthauptet oder bis zur Unkenntlichkeit zerkratzt werdet, ist es vielleicht auch einer der finst’ren Gesellen, die nicht nur ihn töten wollen, sondern im Affekt vielleicht auch dich. Noch wahrscheinlicher jedoch ist, dass hier das Taschentuch gezückt werden muss – allerdings nur aufgrund eines vorzeitigen Tränenergusses. Wer weiß, wann er wieder einmal an seine Eltern und sein hartes Schicksal denken muss? Noch viel mehr als deinen bebenden Busen braucht er wohl eine starke Schulter.

    Realisierungsfaktor: ★★★★☆  4/5 – Er kriegt sie alle, wenn er will. 5 Sterne, wenn du heiß aussiehst.

    Tödlichkeitsfaktor: ♥♥♡♡♡ 2/5 – Hüte dich vor seinen Gespielinnen!

    terminatorTerminator- Der harte Stahl

    Die Fantasie: Du hast es schon immer hart gewollt und was bietet sich da eher an als ein Mann aus Metall? Mit roher Gewalt packt er dich und doch bist du es, die in ihm den weichen Kern erweckt und in ihm einen Funken Menschlichkeit erweckst. Hach, Porno gemischt mit zartester Romantik – wie geil!

    Die Risiken: Wenn er durch die plötzliche Nässe nicht gerade einen Kurzschluss erleidet oder aufgrund von Überhitzung spontan explodiert und euch beide in Stücke reisst, scheint der Koitus mit ihm fast sicher. Fast – denn wer sagt, dass er dich nicht aus Versehen zerquetscht?

    Realisierungsfaktor: ☆☆☆☆☆  0/5 – Null. Es sei denn, du bist ein Toaster. Vielleicht findet er dich dann sexy.

    Tödlichkeitsfaktor: ♥♥♥♥♡ 4/5 – Aufgespießt. Gevierteilt. Zerschossen. Erhöht sich auf 5, wenn du Sarah heißt.

    leiaLeia – Die Sci-Fi Prinzessin

    Die Fantasie: Heißer Wüstensand peitscht gegen das Zelt. Die Sonne brennt während du es dir auf dem Diwan bequem gemacht hast. Prinzessin Leia wird von 2 Sturmtruppen hineingebracht. Natürlich trägt sie den bekannten, goldenen Bikini und das rote Tuch, das wie ein Hauch von Nichts ihre nackten Beine verhüllt. Gerade genug, um eurer Fantasie nur wenig Raum zur Interpretation zu lassen. Willig gibt sie sich euch hin…und zum Glück schaut auch Jabba nicht zu. Ihr seid allein mit eurer Sklavenprinzessin und die wilde Nacht beginnt. Die Nacht, in der sie endlich zur Frau wird.

    Die Risiken: Die werte Leia Organa ist liiert mit Han Solo und dessen Blaster ist ähnlich schnell wie sein loses Mundwerk. Auch Chewbacca möchte man völlig entblößt nur ungern Schamhaar an Körperhaar gegenüber stehen und Lukes Lichtschwert wird dem eurigen einen neuen Spitznamen geben: „Verbrannter Wurm“! Außerdem weiß Leia nicht nur mit den Waffen der Frau zu kämpfen, sondern hat schon Jabba mit eben jenen Ketten erwürgt, die zu ihrer Gefangenschaft dienlich sein sollten. Ihr werdet also entweder erwürgt, erschossen, zersäbelt oder…in Stücke gerissen.

    Realisierungsfaktor: ★☆☆☆☆ 1/5 – Leia wird ihr Skalvenoutfit nur ungern wieder anziehen und Han Solo und Co. Sind recht fix, wenn es darum geht Freunde und Geliebte zu retten. Einziger Pluspunkt: Han Solo und Leia sind Streithähne und so könnt ihr euch vielleicht dazwischen drängen. Aber eben nur sehr, sehr kurz.

    Tödlichkeitsfaktor: ♥♥♡♡♡  2/5 – Vielleicht werdet ihr auch nur in Karbonit eingefroren.

    poison-ivyPoison Ivy – Die Comicbraut

    Die Fantasie: Die Tropen; Schweiß rinnt euch von der Stirn. Ach was sage ich Stirn, Schweiß rinnt euch in Bächen vom Körper. Nicht nur wegen der extrem hohen Luftfeuchtigkeit und diesen merkwürdigen, leuchtenden, süß-betörend duftenden Knospen und Sporen, welche unheilvoll die Luft schwängern. Sondern auch, weil ihr euch voller Vorfreude in den exstatischen Wahnsinn treibt. Poison Ivy erscheint, ihr langes, wallendes Haar leuchtet in einem Rot, das jeden Rotlichtbezirk vor Neid verblassen lässt. Ihre üppigen Hüften schwingen, als sie betont feminin, wie die Verführerin, die sie ist, auf euch zuschreitet und sich langsam, peu á peu entblättert und ihre natürliche Schönheit euch übermannt. Der brennende erste Kuss ihres Schmollmunds benebelt euch die Sinne und ihr schwebt auf einer Woge des Glücks dahin, hinfort, während Ranken vielleicht noch Fesselspiele möglich machen.

    Die Risiken: Poison Ivy hat zunächst einmal eine manische Liebe für Pflanzen. Dann lange nichts, dann vielleicht Batman und physisch perfekte Männer (und Harleys) und dann einen Hass auf den Rest der Menschheit. Ich ordne euch jetzt einfach mal als „Rest der Menschheit“ ein. So wird es sich begeben, dass ihr entweder von kontrollierten Bäumen zertrampelt und zerquetscht werdet, von eben jenen Fesselranken in Stücke gerissen oder von ihrem Kuss um den letzten Verstand gebracht werdet. Poison Ivy ist zudem eine fähige Nahkampfspezialistin und hat selbst Batman schonmal in der animierten Serie besiegt. Eure Chancen, die Behausung dieser grünen Witwe lebendig zu verlassen könnt ihr euch somit an einer fingerlosen Hand abzählen.

    Realisierungsfaktor: ★★★★☆ 4/5 – Sie ist zuweilen schon ein wenig nymphomanisch und wenn ihr ein durchtrainierter Adonis seid kann ich euch nur grünes Licht geben. Wenn nicht sieht es ganz anders aus und eure Fortpflanzung darf bezweifelt werden.

    Tödlichkeitsfaktor: ♥♥♥♡♡  3/5 – Vielleicht rettet euch Batman, oder peinlicher… eventuell sogar Robin.

    friendship-is-magicMy Little Pony – Animalisches „Vergnügen“

    Die Fantasie: Hier muss ich leider ein wenig passen. Solche Aktivitäten mit kleinen Ponies haben mich bisher noch nicht einmal in meiner Fantasie besucht. Viele andere scheinen darüber aber doch den ein oder anderen Gedanken zu verlieren und die werten Bronies sind damit nicht alleine. Ein Chinesischer Hersteller hat auch eine aufblasbare Pony-Dame hergestellt, die für alles verfügbar ist. Sie sieht dabei auch klar wie Rainbow Dash aus. Aber vielleicht wollt ihr ja lieber Twilight Sparkle, Fluttershy oder ein wenig Cup Cake (wer sagt schon nein zu Cup Cakes, am I right?). Doch lieber Derpy? Die bringt auch direkt eine braune Tüte mit, falls notwendig. Vielleicht ist das ja so eine Zentauren Fantasie, allerdings dachte ich bislang, dass dies eher für Frauen interessant wäre. Ein Ausritt am Strand ist schließlich etwas sehr romantisches.

    Die Risiken: Ich denke ihr landet in der Anstalt. Wer junge Ponies so missbraucht gehört vermutlich eingetütet. Mein begrenztes Wissen zeigt mir zudem, dass diese magischen Wesen über extreme Kräfte verfügen. Twilight Sparkle kann sowohl teleportieren als auch in der Zeit reisen. Sie wird euch als Säugling dann einfach über den Haufen rennen oder auf Abolom 15 absetzen, direkt neben interstellaren Schwerverbrechern. Mit Rainbow Dash mögt ihr zunächst im siebten Himmel sein, aber der Fall ist tief und dank Supergeschwindigkeit wird sie euch in Stücke reiten. Höllenritt.

    Realisierungsfaktor: ☆☆☆☆☆ 0/5 – NULL. In Zahlen 0! Nada! Erotische Fantasien mit Comicpferdchen? Lieben, kleinen, niedlichen Pferdchen? Ich glaub es hackt. Wo ist diese Schandglocke von Game of Thrones, wenn ich sie dringend brauche? „Shame! Shame!“

    Tödlichkeitsfaktor: ♥♥♥♡♡  3/5 – Die sind einfach alle so treu-doof und nett, die lassen euch sicherlich am leben. Leider.

    red-sonja-13Red Sonja – Sword & Sorcery Barbarin

    Die Fantasie: Im blutigen Staub der Arena und nach hartem Kampf gegen die Gladiatoren des bösen Schergens winkt als Belohnung ein Stündchen mit der Kriegerprinzessin (schon wieder eine Prinzessin in einem Metalbikini) Lustvoll und hart wird es werden, tiefste ursprüngliche Instinkte auslebend. Lautes Stöhnen hallt vom archaischen Mauerwerk wider und der staubige Boden hüllt euch in einen Nebel der Lust.

    Die Risiken: Sonja hat für Männer wenig übrig. Scheint bei vielen rothaarigen Damen so zu sein. Sollte sie eine Belohnung sein könnt ihr davon ausgehen, dass sie alles, was greifbar ist zu einer tödlichen Waffe werden lässt und euch zur Not auch mit dem Staub oder eurem eigenen Geschlechtsteil töten könnte. Und das wird sie auch tun. Das Blut der Gladiatoren wird nicht das Einzige sein, aber eures sicherlich das Letzte auf diesem Liebesschlachtfeld. Dank unfassbarer Stärke und einem Leben aus Training und Kampf habt ihr Red Sonja auch rein gar nichts entgegenzusetzen. Außer einem letzten Wimmern und Schluchzen. So wird man sich an euch erinnern. Für wenige Sekunden.

    Realisierungsfaktor: ★☆☆☆☆ 1/5 – Vielleicht seid ihr ja ein Zauberer und könnt sie mit einem Liebestrank oder ähnlichem gefügig machen. Ansonsten sehe ich schwarz…oder blutrot.

    Tödlichkeitsfaktor: ♥♥♥♥♥  5/5 – Wenn ihr eure Hand nicht bei euch behaltet ist sie ab und andere Dinge auch.

     

    sylvanasSylvanas Windrunner – Die Spielherrin

    Die Fantasie: Eine alte verwitterte Ruine, überwuchert von Efeu und wilden Rosen. Der volle Mond tränkt die Nacht in ein silbernes Licht. Das Klirren von Rüstung durchdringt die Stille, als ihr Sylvanas von dem schweren Metall befreit. Ihr langes, weißes Haar bei Seite streichend entblößt ihr ihren Hals und ihre makellose kühle Haut, als das Feuer in euch die Kälte der Nacht entflammt. Ihre Augen lodern auf; Zorn, Leidenschaft, Wut, Verlangen. Alles wird eins als ihr über die Gräber taumelt und euch verliert bis ihr Sylvanas den Ruf der Todesfee entlockt.

    Die Risiken: Sylvanas gelüstet es nach Rache und mit Männern hatte sie bisher nicht viel Glück. Sie kontrolliert Armeen der Toten und schreckt nicht davor zurück, diese nach Belieben für ihre Zwecke zu nutzen. Diese Ruinen werden euer Grab werden. Zudem ist sie mit dem Bogen geradezu vortrefflich und geschickt, das selbst Legolas bleich werden würde. Ihr werdet es den beiden gleich tun und euer Leben lassen, entweder von den Horden zermalmt oder von Pfeilen gespickt. Aber mit etwas Glück werdet ihr als Zombie wieder wach. Morgen früh. Wenn Sylvanas will.

    Realisierungsfaktor: ★★★★★ 5/5 – … dass ihr als Zombie heil aus der Misere rauskommt.

    Tödlichkeitsfaktor: ♥♥♥♥♡  4/5 – Als Zombie geht man ja nie so ganz, ein kleines Stück von deinem Hirn bleibt hier.


  16. 18. September 2016 | Veröffentlicht unter Rollenspiel, rund um Rollenspiele.

    RPG-Blog-O-Quest #012 – Geld

    Von

    Greifenklaue fragt: Wie sieht’s eigentlich mit den Ausgaben für euer Rollenspielhobby aus? Und da ich natürlich antworten muss, wenn mich jemand etwas fragt (Dammit! Irgendjemand hatte mich vor ein paar Wochen getaggt, wer von euch war das nochmal?!) , ist es mir auch hier eine Freude, dies zu tun.

    Wie groß ist Dein durchschnittliches monatliches Rollenspielbudget?

    0€. Wirklich rein gar nichts. Es sei denn, man zählt die Kosten für Bleistifte anteilig dazu. Dann belaufen sich meine monatlichen Ausgaben auf ebenso geschätzte wie unglaubliche 0,003€. Ja, das Hobby ist un-glaub-lich teuer für mich. Mir bedeuten Rollenspielsysteme nichts (mehr). Alles, was ich diesbezüglich besitze, habe ich entweder geschenkt bekommen oder mir im zarten Unterstufenalter gekauft. Hintergrundbücher, andere Systeme – brauche ich alles nicht. Letztlich würden mir auch Stift, Papier, drei Werte, ein selbst ausgedachtes System und meine Fantasie vollkommen ausreichen. Kreatives Erzählrollenspiel > Sklavisches Würfelwertesystem.

    Wieviel gibst Du typischerweise für eine Sitzung aus und wo ist Deine Schmerzgrenze (z.B. für Essen, Knabbereien, Trinken, Anfahrt, Material)?

    Da ich mit meinem Semesterticket in ganz NRW kostenlos herumfahren kann, belaufen sich meine Fahrtkosten auf 0€. Das Essen, was ich während einer Session vertilge, würde ich so oder so essen, eventuell kämen dann noch ~5€ für zusätzlichen Knabberkram (meist Nüsse) und Getränke hinzu. Aber sonst… ? Da fällt mir nichts ein.

    Für welche Art von RPG-Gimmicks würdest Du Geld ausgeben (z.B. im Rahmen eines Kickstarts, vielleicht magst Du aber auch die DSA-Notizbücher oder Cthulhu-Plüschies)?

    Momentan für keines – vielleicht noch für die uralte DSA-Meistermaske, damit ich eines der nächsten (Fate-)Abenteuer stilecht hinter meinem Meisterschirm leiten kann. Cthulhu-Plüschies fallen für mich auch eher unter Buch-Merchandise. Das, was ich besitzen möchte, besitze ich längst: Eine große Aventurienkarte, eine Vielzahl an Würfeln und … ja. That’s it. Ich bin eine schlechte Rollenspielerin. :/

    Bei DSA oder Earthdawn gab es zuletzt drei unterschiedliche Ausgaben: die saugünstigen Sparausgaben mit wenig Illus, die Normalausgabe und die teurere Sammlerausgabe, z.B. in {Pseudo}-Schlangenleder für Earthdawn. Welche Art Ausgabe bevorzugst Du für Dein Lieblingssystem, welche für ein System, welches Du mal eben ausprobieren möchtest? Und wo wir gerade dabei sind: Numenera hat es vorgemacht … Box oder Hardcover? Oder ganz anders?

    Mal sehen, ob ich die Antwort derart gestreckt kriege, dass ich sie länger als die Frage gestalten kann! Illustrationen finde ich immer nett, aber „Schlangenleder“ muss es für mich wirklich nicht sein. Mir reicht ein schlicht, aber schön gestaltetes Büchlein. Egal, ob es sich um mein Lieblingssystem, oder irgendein XY-System handelt. Zum „eben ausprobieren“ würde ich mir etwas ausleihen oder besser: Es direkt auf einer Con spielen. Dafür sind die ja auch da. Irgendwie. Boxen finde ich praktisch und hübsch, Hardcover mag ich grundsätzlich nicht, weder bei Rollenspielbänden, noch bei normalen Romanen. Softcover kann man einfach besser knicken und sind meiner Erfahrung nach langlebiger und robuster.

    Spendenaktionen im Rollenspiel, egal ob die Ulisses-Charity auf der Ratcon {viaNandurion}, das Bundle of Holding oder Spendenbundle bei DriveThru / RPG Now – wie stehst Du dazu?

    Öhm… ich stehe dem grundsätzlich positiv gegenüber, warum auch nicht? Allerdings spende ich dort aktiv nicht mit. Ich spende bereits andernorts und da ich ohnehin nichts mehr für das Hobby ausgebe, habe ich dafür persönlich keine „Verwendung“.


    Ihr seht also: Mein persönliches Hobby:Rollenspiel ist wirklich überaus günstig. Jawohl! Und ich betreibe es trotzdem noch!

    Würde mir die Aktualität „meines“ Systems wichtig sein, würde ich also auf den Kauf neuer Regelbücher etc. angewiesen sein, sähe das sicher anders aus. So allerdings habe ich einfach schon alles, was ich brauche.


  17. 12. September 2016 | Veröffentlicht unter Comics, Comicvorstellungen.

    Feenkitsch-Gemetzel: I Hate Fairyland #1

    Von

    Autor, Illustrationen: Skottie Young | Verlag: Image Comics | Format: Softcover, 128 Seiten | Bestellen

    Die kleine Gertrude ist ein fröhliches, liebes Mädchen – zumindest bis sie in das klebrig süße Feenland plumpst und sich bei der Gelegenheit alle Knochen bricht. Derart zugerichtet und mehr tot als lebendig fällt es ihr verständlicherweise dezent schwer, dem zauberhaften Land viel Liebe entgegenzubringen. Sie will nur eines: Schnell zurück nach Hause. Leider schafft sie es auch nach 27 Jahren noch nicht, die nötigen Aufgaben zu meistern und zu dem Masterschlüssel zu gelangen. 27 Jahre, die sie optisch nicht altern, dafür jedoch mental immer misanthropischer werden lassen. Sie flucht, rotzt, metzelt sich durch das Feenland, dass es eine wahre Freude ist dabei zuzusehen. Kein süßes Kaninchen ist vor ihr sicher, keine Methode zu blutig und kein Spruch zu tief. Kein Wunder also, dass die Königin des Reiches Gertrude unbedingt und so schnell wie möglich loswerden will. Wäre da nur nicht der heilige Vertrag, der es ihr verbietet, der „Auserwählten“ eigenhändig Schaden zuzufügen. Doch wofür gibt es Söldner? Das fröhliche Schnetzeln kann beginnen!

    pilze-essenGertrudes Augen triefen von dem titelgebenden Hass, der in Form blutigen Gedärms eskaliert. Dabei bildet der putzige Zeichenstil einen schönen Kontrast zu den vollbrachten Taten und dem überbordendem Gewaltgrad, der an eine Symbiose aus „Itchy und Scratchy“, „Happy Tree Friends“ und „Wonderland“ erinnert.

    Die Geschichte rund um das wie ein Fremdkörper im Happy Hippo Land wirkende Mädchen ist sehr kurzweilig erzählt und bietet Raum für einige Schmunzler gerade dann, wenn zwischen Bild, Wort und Geschichte eine Diskrepanz herrscht, die ihresgleichen sucht. Auch darüber hinaus sind einige Ideen einfach irre komisch und einfallsreich. Wem das genügt, der darf hier gerne zugreifen: Es lohnt sich. Wer allerdings mehr Tiefgang wünscht, wird sich hier eher fehl am Platze fühlen. Die Geschichte ist recht seicht, bietet zwar gute Ansatzpunkte, die jedoch nicht erforscht werden. Wie wurde Gertrude so, wie sie ist? Welche unerzählten Erlebnisse hat sie hinter sich, Irrungen, Wirrungen? Gerade die ersten Wochen böten verdammt viel Potential für abstruse Erzählungen.

    Für den lustig-leichten Splatter-Comicgenuss zwischendurch ist „I Hate Fairyland“ aber auf jeden Fall lesenswert. Pro-Tipp: In der Bahn lesen, während junge Mütter neben einem sitzen. Sie werden euch lieben.

    Autor, Illustrationen: Skottie Young | Verlag: Image Comics | Format: Softcover, 128 Seiten | Bestellen

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  18. 8. September 2016 | Veröffentlicht unter myself and I, Offtopic.

    Before I die…

    Von

    … will ich leben.

    Bis ich sterbe werden noch Jahrzehnte vergehen. Jahre, in denen ich leben will und werde – zu lange habe ich mich „der Gesellschaft“ unterworfen, mich zu lange mit Gewichten und Ketten auferlegt, die nicht hatten sein müssen – nur weil ich dachte dass „man“ es eben so macht. Die letzten Monate und Wochen waren eine Zeit des Umbruches bei mir und sind es noch. Grund genug, darüber zu sinnieren, was das Leben mir bieten kann und wie ich es gestalten möchte. Was das mit „Geeksein“ zu tun hat? Nun: Ein Geek zu sein bedeutet, Leidenschaft für etwas in sich zu tragen. Für was könnte man mehr Leidenschaft entwickeln als für sein eigenes Selbst?

    Bevor ich sterbe…

    ♠ … werde ich die Welt bereisen
    ♠ … werde ich allumfassend geliebt sein und Liebe schenken
    ♠ … werde ich noch einigen Menschen mehr geholfen haben
    ♠ … werde ich das Leben in all seinen Facetten genossen und ausgekostet haben
    ♠ … werde ich mich durch meine kreativen Arbeiten unsterblich gemacht haben

    Wir haben nur dieses eine Leben. Zu oft wird das Jetzt hinter die Zukunft und Vergangenheit gestellt. Karriere, Geld, Besitz – das ist alles nicht das, was ich im Leben groß anstrebe. Lebe ich, um zu arbeiten? Oder arbeite ich, um zu leben? Wer nicht wagt, wird nie gewinnen. Wer nicht fühlt, wird nicht gelebt haben.

    Gleiches gilt auch für den Blog. Zu lange habe ich gedacht: „Hey. Du musst jetzt einen Blogbeitrag schreiben, sonst war zu lange Pause!“ oder „Oh noes! Schon vier Wochen lang kein neues Video produziert!“ Over. Verschwendete Lebenszeit, der man den Stress auch angemerkt hat.

    Bevor ich sterbe, will ich gelebt und das Sein ausgekostet haben. Hart. Und davon wird auch mein kreatives Schaffen profitieren.

    *PS: Außerdem will ich die Liebe meines Lebens heiraten und zur San Diego Comic Con fliegen. Tadaa!

  19. 30. August 2016 | Veröffentlicht unter Gamesvorstellungen, Gaming.

    Meine ersten Schritte als Demon Hunter

    Von

    [Harte Fakten in kurz: Trailer | Amazonlink | Entwickler: Blizzard Entertainment ]

    Hallo. Ich heiße Adsiniliya und bin eine nachtelfische Dämonenjägerin.

    LegionEigentlich wollte ich ja ein Mensch sein, aber hey, Sonderwünsche gibt’s hier im dämonischen Land nicht, habe ich gehört. Außerdem nehme ich die spitzen Ohren gerne in Kauf, die hinter den Hörnern ohnehin verschwinden – denn ich habe Flügel bekommen und das ganz ohne Energydrinks! Dabei hätte ich die gerade unbedingt nötig, denn wir haben verdammte 7:00! Morgens. Nachts. Es ist also viel zu früh, meine zarten Äuglein brennen und mein Kopf schreit mich an. So innerlich. Darauf versteht er sich ganz gut. Immerhin etwas, das er kann.

    Während draußen im Real Life die Sonne aufgeht und mit ihren warmen Strahlen lockt, lenke ich meinen dezent glühenden Dämonenjägerinnenkörper auf wackligen Bambi-Beinen durch die gar düsterliche Welt. Grüne Suppe tröpfelt auf meine gepanzerten Schuhe und ich frage mich nicht nur, warum ich stattdessen nicht im fröhlichen Börhaus sitze, sondern auch: „Wozu sind nochmal die ganzen Tasten da?!“ Denn wisset, Sterbliche, WoW habe ich seit Jahren nicht mehr angerührt. Damals musste man sich seine Instanzengruppen noch selber zusammensuchen, das Leveln bis Stufe 10 alleine hat drölfzig Tage gedauert und das meiste wurde einem nicht, wie heute, hinterher getragen. Damals war alles noch Arbeit! Damals mussten wir uns unsere Ausrüstung aus dem Schmutz unserer Fingernägel und dem Blut gefallener Feinde herstellen! Wir Vanilla-Gamer waren die Trümmerfrauen der Spieleszene!

    WoWScrnShot_083016_095957Selbstverständlich war ich damals auch eine Spezialistin. Meine Kriegerin Adsini ist eine wandelnde Legende auf der Ewigen Wacht. Zumindest bilde ich mir das gerne ein. Nun jedoch… nun muss sich mein ergreistes Hirn mit Neuerungen herumschlagen. So verbringe ich die erste halbe Stunde damit, mich dilettantisch durch die Horden an Dämonen zu schnetzeln. Das Gurgeln sterbender Kreaturen mengt sich mit dem Klirren von Stahl, wird zu einer lockenden Sinfonie des Schmerzes, die – dammit! Eventuell gehe ich zu sehr in meiner Jägerin auf. Ich mache lieber eine kurze Pause und fahre in die Stadt. („Kccchhh! Sonnenlicht!“)

    Als ich zurück in die pixeligen Lande kehre und mich inbrünstig gegen die brennende Legion werfe, fällt mir auf: Damn! Die Quests sind verdammt gut! Zumindest im Vergleich zu vielen anderen älterer Semester. Dunkel erinnere ich mich an „Sammle zwanzig Stierhoden, verbinde sie mit drei ergaunerten Elefantenrüsseln und kreiere einen Phallusballon“-Aufgaben. Oder so etwas in der Art. Hier jedoch in diesem illustren Startgebiet dämonischer Ekstase fühlt sich der Questreigen fast wie ein normales Spiel an. Sicher, es ist ein Startgebiet eines neuen Add-Ons und als solches natürlich mit besonderer Hingabe gestaltet, doch fühle ich mich von all den Cutscenes, munterem NPC-Gebashe und den storylastigen Aufgaben ausgezeichnet unterhalten.

    adsiniÄhnlich ergeht es mir mit meinem hübschen Avatar. Sehr großartig fand ich meine menschliche Kriegerin in ihrer Fury-Skillung. Kein Wunder, dass mich auch die Dämonenjägerin befriedigen kann, die mit ihren beiden mit ihr um die Wette glühenden Kriegsgleven ebenso fix durch die Horden huscht wie ein Dual Wield-Krieger. Mehr noch: Die Dämonenjägerin kann gleiten. Und Blitze aus ihren Augen schießen. Und sie wächst im wahrsten Sinne des Wortes über sich hinaus! Die Kämpfe mit ihr sind schnell, für einen Damagedealer recht variantenreich, kurz: Es macht Spaß.

    Bevor ich richtig in der Welt versinken kann, bin ich aber auch schon in Sturmwind. Die Quest Illidans ist vorbei und ich blinzle in die pralle Sonne. Dass es so etwas noch gibt in World of Warcraft, fast hatte ich es vergessen! Im Kontrast zum dämonischen Startgebiet fühlt sich Sturmwind wie ein Kindergeburtstag an – da kann auch die blumenreiche Trauerfeier nichts retten, die dort gerade stattfindet. Nächstes Mal spiele ich den Part nachts, dann kann ich zumindest so tun, als sei man düsterer Stimmung!

    World of Warcraft: Legion also. Long time no see, WoW, war mir eine Freude. Bis ich die neuen Gebiete erkunden werde, wird – „aus Gründen“ – noch ein bisschen Zeit vergehen, Tage vielleicht oder Wochen. Aber bis dahin blicke ich auf einen sehr schönen Start zurück und freue mich auf den Krieg gegen die Burning Legion. Und über eine neue Lieblingsklasse. Zumindest bis auf weiteres. Demonhunter, du bist zwar verdammt Klischee, aber auch verdammt unterhaltsam!

    Warcraft Legion3


  20. 24. August 2016 | Veröffentlicht unter GamesCom, GC '16, Messen&Conventions.

    [insert reißerischen Titel über die gamescom]

    Von

    Da war sie wieder. Die gamescom. Kam auf einmal hinter der sommerlichen Ecke hervor und zerrte mich in ihre heiligen Hallen. Wie jedes Jahr. Und wie immer, wie jedes verdammte Jahr, frage ich mich: Was mache ich eigentlich hier? Wer sind diese ganzen Leute? Und warum stehen sie drölfzig Stunden für einen Trailer an, den man ein paar Tage später auch bequem vom heimischen Sofa aus begutachten kann? Hach, diese Gamer… verrücktes Völkchen. Ich selber bin natürlich kein Gamer. Ich habe auf der gamescom nur geputzt.

    image_05

    Nein, an sich habe ich natürlich schon Spaß an dieser Messe, sonst wäre ich dort ja nicht aufgelaufen! Pünktlich nur zwei Tage zu spät kam ich am Freitag an und lief herrenlos im Pressebereich herum, um mir auf den letzten Drücker den ein oder anderen Termin zu ergaunern. Hat funktioniert! Ich durfte zum Beispiel Injustice 2 anzocken und trug ein gar fürchterlich grausames Duell mit einem Franzosen aus! Wir bekämpften uns als Harley, Deadshot und Batman, belaserten uns gegenseitig als Superman und hatten definitiv unseren Spaß mit diesem famosen Stück Spiel. Kurzweilig, optisch unglaublich ansprechend und zackig – so mag ich Prügelspiele. Fürderhin labte ich mich an The Surge, dessen futureske Exoskelette ebenfalls hübsch anzusehen sind und das darüber hinaus über ein interessantes Kampfsystem verfügt. Horizon: Zero Dawn ist für mich ohnehin ein Highlight und Star Trek kann mit VR auch kaum was falsch machen. Und das war’s auch schon. Das waren meine „großen“ Spiele auf der gamescom, die ich an gesonderter Stelle auch sicher nochmal ausführlicher beleuchten werde.

    gamescomAn sich aber war ich wegen der Stimmung und Besucher dort. So traf ich nicht nur den für den Header verantwortlichen Retroluzzer, sondern natürlich auch meinen Lieblings-Moep0r, DaveProNoob2K und einige andere Youtuber, den ein oder anderen Blogger und auch ein paar Leser. Leser anderer Blogs natürlich, diesen Mist hier liest, wie man weiß, doch ohnehin niemand. Um es kurz zusammenzufassen: Das war spaßig. Auch und vor allem an den Abenden. Brauhäuser, Fressgelage mit Freunden und die Party der Indie-Arena, die ich Dank Sebastian auch besuchen durfte. Gute Stimmung, leckere Würstchen und natürlich bestes Kölsch in der illustren Gesellschaft Indieentwicklern aus der ganzen Welt! Yay! Dort spielte ich des Nächtens dann auch Giant Cop an(und habe mich in der kleinen Schlange Dank großartigstem Schnick Schnack Schnuck-Spiel an vorderste Stelle torpediert! Jubelt mir zu! Glück im Spiel und Glück in der Liebe! Bam! – Ja, ich bin ekelhaft. I know.), in dem man mittels VR-Brille und als riesiglicher Polizist betrunkene und pöbelnde Passanten in ein Tor schmeisst. Macht durchaus Spaß. Klar. Endlich darf sich Klein-Guddy auch mal groß fühlen. Außerdem mit als Spiele dabei: Ein wackliger Tetristurm und Frittenweitwurf. Letzterer fand allerdings im Real Life statt, wie ich zugeben muss.

    Die gamescom also. Ich war dort. Und habe sie überlebt. Wie jedes Mal habe ich mich mit freundlichen Menschen – wie etwa Herren der Bundeswehr – unterhalten, durfte einige Spiele kennenlernen und antesten, hatte viel Spaß und bin, ebenfalls wie jedes Mal, auch heute nach Tagen noch un-glaub-lich müde! Alte Frauen brauchen ihren Schlaf!

    Highlights: Die Indie-Party. Wegen der Menschen. Das Päffgen. Ebenfalls wegen der Menschen. Außerdem rocke ich als Harley Quinn.
    Lowlights: Finde den Personenhype unnötig und nervig.

    unbenannnnt