1. 5. April 2015 | Veröffentlicht unter Bücher, Buchvorstellungen.

    Die Geister des Landes III – Aus der Tiefe

    Von


    Sparte: Phantastik
    Verlag: Ammianus-Verlag
    Autorin:
    Judith C. Vogt
    Seiten:
    392
    Originalsprache:
    Deutsch
    Website der Autorin
    Amazonlink

    Inhalt

    Nach „Das Erwachen“ und „Gesichtslos“ geht es nun endlich in die dritte und letzte Runde. Wieder heißt es für die vier Freunde Gregor, Edi, Fiona und Dora, sich durch die Mythen und Legenden der Eifel zu wühlen, unauffälligen Anzugträgern zu entwischen, Juffernjobs zu erledigen und sich gegen Naziwerwölfe zu behaupten. Wenn man nicht gerade selber droht, dem Werwolffluch zu erliegen. Es gilt nun, der Bedrohung durch und für die Mythenwesen endgültig Herr zu werden!

    Kritik

    Es ist das Finale, das ich mir nach dem dahin plätscherndem zweiten Band gewünscht hatte. Die Erzählung knüpft nahtlos an „Gesichtslos“ an und führt folgerichtig die dort aufgetretenen Erzählstränge weiter fort. Kaum dem Kampf alter Götter entronnen, fühlt sich das Wiederaufeinandertreffen mit dem alten Leben seltsam dröge und falsch an. Die Konfrontation mit den Eltern und der Schule ist dabei jedoch das geringste Problem.

    Das Innenleben der Charaktere wird gerade in den ersten Zügen des Romans wunderbar beschrieben. Gregors Angst, zu einem Werwolf zu mutieren – was sofort mit einem Firefly-Marathon therapiert wird – war für mich da ein besonders prägnanter und schlüssiger Part, den ich gerne gelesen habe. Vielleicht liegt es auch an der Tatsache, dass ich mit Gregor und Dora generell am meisten sympathisiere. Fiona war mir schon von Band 1 an eher unsympathisch, wobei sich dieser Eindruck nur noch vertieft hat und auch Edi war mir zu… unauffällig. Doch es sind vier Protagonisten und man kann nicht erwarten, dass man jeden mag. Die wahre Kunst aus Autorensicht ist es, die Passagen so zu gestalten, dass der Leser sie, auch wenn er den jeweiligen Perspektivträger nicht ausstehen kann, trotzdem gerne liest.

    Und das trifft hier zu. Die Geschichte ist innovativ genug, dass sie mich jederzeit zu fesseln vermag und wartet auch mit genügend Neuerungen und Überraschungen auf. Endlich findet man heraus, worum es wirklich geht, was der Knackpunkt hinter all dem Mythengeschnetzel ist. Es gibt ein Wiedersehen mit Pest, ein Kennenlernen mit neuen Wesen wie dem Schlangenmädchen und Wendungen, die man so nicht unbedingt erwartet hätte.

    Die Charakterentwicklung ist vollkommen in Ordnung und die Probleme von Jugendlichen wie Schule und Beziehungskisten zum Glück nicht zu sehr ausgeschlachtet. Das, was für mich hier zählt, ist der fantastische Anteil. Dieser Mix aus Mythen, Geschichte und moderner Realität ist im dritten Band meines Erachtens nach fast am besten geglückt. Dieses besondere „Eifelgefühl“ wurde definitiv aufgegriffen. Im Rahmen meines Studiums war ich im letzten Jahr selber in der Eifel unterwegs, um mir die Matronenheiligtümer genauer anzusehen. In meinem Referat wurde mir von Word übrigens auch häufiger Matronen zu Matrosen „korrigiert“. Und das ist auch ein Mal in den Geistern des Landes passiert. Was nichts schlimmes ist, hey, ich kenne das Problem und musste schmunzeln, fand es ganz ehrlich charmant!

    Das einzige, was mich wirklich noch manchmal stört, ist die Ausdrucksweise. Da es aus Sicht von Jugendlichen erzählt wird, ist es natürlich „in character“. Dafür jedoch merkt man, dass es „von einem Geek für Geeks“ geschrieben wurde – und das ist leider selbst bei Geeklexika nicht automatisch gegeben. Es wirkt hier echt und authentisch.

    Wie stets ist auch hier wieder ein Mythenführer plus Karte angehängt, der die für den Band wichtigsten Mythen der Eifel erläutert. Hier muss ich nun doch die Zeichnungen erwähnen, die dem beigefügt sind. Es sind nette Zeichnungen, doch ich finde, dass man mehr hätte investieren können, da sie auf mich nicht professionell wirken und den guten Eindruck des Buches für mich ein wenig schmälern. Ja, ich bin ein oberflächlicher Augenmensch! Vielleicht bin ich da auch zu anspruchsvoll geworden ;) Es ist sicher kein für den Roman an sich relevanter Punkt, doch es bleibt ein Bestandteil des Buches, jawohl!

    Fazit

    Es ist auf jeden Fall ein würdiger Abschluss der Reihe mit einem Ende, das ich überdies auch noch sehr mag, da es nochmal irgendwie den Bogen zum ersten Band schlägt. Für Leute, die die ersten beiden Teile gelesen haben, ist der dritte definitiv ein Muss.

    Und für den Rest? Fangt natürlich sofort mit Band 1 an. Oder schnappt euch direkt die komplette Trilogie, die ab Mitte April im Angebot ist.


  2. 15. Januar 2015 | Veröffentlicht unter Bücher, Buchvorstellungen.

    Teenage Mutant Ninja Turtles: The Ultimate Visual History

    Von

    Sparte: Cowabunga-Buch
    Verlag: Welcome Books
    Autoren:
     Andrew Farago
    Seiten:
    192
    Originalsprache: 
    English
    Hier bestellen

     .


    Inhalt

    Vom ersten Kennenlernen der beiden Turtles-Schöpfer über die diversen Comicreihen, Filme und Serien bis hin zur neusten Realverfilmung von Michael Bay: Ja, es ist eine (fast) ultimative Geschichte rund um die vier Ninja-Schildkröten, die insgesamt neunzehn Kapitel und noch mehr Bilder umfasst. Das Buch ist bespickt mit zahlreichen herausnehmbaren Extras, wie Drucke der ersten Visitenkarten, die erste Pressemitteilung, ein Poster und ein Nachdruck des allerersten TMNT-Comics von 1984. Damals, als man die Turtles noch anhand der Waffen, und nicht anhand der Farben auseinander halten musste – und auch konnte.

    Kritik

    Turtles2Eine große Fülle an Informationen: Das erwartet und bekommt man auch. Nach dem recht persönlichen Vorwort von Mitschöpfer Peter Laird erhält man einen besonders intensiven Einblick in den Entstehungsprozess, sowie die ersten Wochen und Monate, in denen den beiden Zeichnern nicht im Traum eingefallen wäre, dass die Turtles in nicht allzu ferner Zukunft sehr erfolgreich werden würden. Es begann doch nur mit einem Witz, einer hingekritzelten Zeichnung einer behäbigen Schildkröte, der man Nunchakus an die Ärmchen gebunden hat. Wie aus einer Kritzelei aus dem Jahre 1983 wenige Monate später ein Comicphänomen wurde – erst in winziger Auflage und schließlich Dank Conventions und Mund zu Mund Propaganda ein nationales und internationales Ereignis – erklärt dieses Buch umfassend. Mit Hilfe von Dialogschnipseln und Anekdoten aus der Zeit zeichnet Andrew Farago gerade in den ersten Kapiteln ein eindringliches Bild.

    Besonderes Augenmerk wurde auf die Comics der ersten Jahre, späterem Merchandise und speziell die erste Verfilmung gelegt. Gerade letztgenanntes Kapitel hat mich selber zurück in die 90er versetzt, schließlich war auch ich damals im Kino und habe mir ein Autogramm von jedem der Turtles gesichert. Ja, bezahlte Menschen in Turtleskostümen, die während der Kinopremiere blinde Autogramme zeichnen, halte ich für sehr legitim! Eben jener Hype, der seine Hochzeit Anfang der 90er erfuhr, wird sehr anschaulich beschrieben und mit dem Merchandise bebildert. Und das,  wie auch in den anderen Kapiteln, von einem Schreibstil getragen, der weder zu salopp, noch zu aufgesetzt wirkt. Man erhält Insiderinfos, die extra für diesen Band nachrecherchiert wurden, einen Blick hinter die Kulissen, der in dieser Form bislang einzigartig war. Und verdammt! Ich finde es großartig, wie die Informationen vermittelt werden! Dass man immer mal wieder kleine Extras wie einen Flyer in den Händen halten kann, was dem ganzen eine weitere Form des Erlebens – oder Zurückerinnerns – verleiht.

    TMNTSehr interessant ist die optische und auch inhaltliche Veränderung, die die Turtles im Laufe der Jahre erfahren haben und die hier schön dargestellt und vor allem auch visualisiert wird. Verschiedene Zeichner, aber primär auch diverse Marketingstrategien ließen die Turtles von brutalen, rau gezeichneten Mutanten zu knubbelnasigen Frohnaturen werden – und wieder zurück. Finstere Episoden wechseln sich bis heute mit quietschbunten ab. Dabei bleibt Farago größtenteils neutral, wertet keine Interpretation per se ab. Durch einen eingefügten Kommentar von Peter Laird erhält allerdings zumindest die dritte Verfilmung, jene von den Fans größtenteils verhasste, eine Liebeserklärung.

    Was mir ein wenig gefehlt hat, war ein Schlenker in den Videospielbereich, sowie eine Vorstellung der Nebenrollen. Zwar wurden Bebop und Rocksteady angerissen, doch die weniger bekannten Figuren wie Pizza Face oder natürlich mein persönlicher Favorit Mondo Gecko erhielten keine Plattform. Die verschiedenen, mutierten Kreaturen, wie auch Widersacher, hätten ruhig näher erläutert werden können. Nichtsdestotrotz ist The Ultimate Visual History ein umfangreiches Werk, das selbst für eingefleischte Fans noch die ein oder andere Neuigkeit bereit hält, als Nachschlagewerk dienen kann und schlichtweg zu unterhalten weiß. Für mich ist es ein absolutes Muss im Bücherregal!

    Turtles


  3. 20. Oktober 2014 | Veröffentlicht unter Bücher, Buchvorstellungen.

    Nerdikon – Das Buch, dem die Nerds vertrauen?

    Von


    Sparte: Sachbuch, Humor
    Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf
    Autoren:
     Stefanie Mühlsteph
    Seiten:
    224
    Originalsprache: 
    Deutsch
    Amazonlink

     .

    Inhalt

    Wer ist das eigentlich, dieser „Nerd“, wo kommt er her, was macht er und wo will er hin – und was unterscheidet ihn vom gemeinen Geek? Dieser und mehr Fragen möchte Mühlsteph auf humorvoller Weise begegnen und ein möglichst umfassendes Bild dieses Sonderlings zeichnen. Nach der Einführung, die Begriffserklärung, Herkunft und allgemeine Definition umfasst, beginnt der ausführlichste Part des Buches: Das Nerdlexikon, in dem einige Begriffe des Geektums aufgeführt und erklärt werden, wobei besonderes Augenmerk auf Popkulturelles wie Filme und Serien gelegt wird. Es folgt ein kurzes Schlussplädoyer und ein Nerdquiz. Es wird bewusst tief in die Klischeekiste gegriffen und spricht somit auch eingefleischte Nerds an, die über sich selbst schmunzeln können.

    Kritik

    Welch grandiose Grundvoraussetzungen! Ein humorvolles, selbstironisches Sachbuch über Nerds und Geeks, geschrieben von einem echten, weiblichen Nerd! Voller Vorfreude schlug ich es auf – und wurde herb enttäuscht. Sicher, unter dem Deckmantel des Humors kann und darf man viel verzeihen. Dass es kein fundiertes Standardwerk ist, sollte jedem bewusst sein und erwartet habe ich dies auch nicht. Doch bin ich nach der Lektüre dieses Buch wirklich unsicher, ob es nicht lieber ein Blog hätte sein sollen, aufgesplittert in mehrere, kurzweilige Blogartikel. Der Schreibstil ist meines Erachtens nach zu großen Teilen zu umgangssprachlich, der Humor nicht fein genug. Es mangelt an treffsicherer Ironie, ist zu wenig beissende Parodie gerade in Hinblick darauf, dass es schon einige persiflierende Texte zum Thema gibt und man entsprechend schon mehr bieten muss als die üblichen Floskeln. Besonders fällt dies im direkten Vergleich zum „Nerdmädchen„-Text David Grashoffs auf, der mit der Erlaubnis des Poetry-Slammers in das Nerdicon eingegliedert wurde. Grashoffs Liebeserklärung sprüht vor wortgewaltigem, kreativem Witz. So, wie ich es mir wünschen würde.

    Schwerer wiegen für mich jedoch inhaltliche Faktoren. Ich möchte dies kurz an einem prägnanten Zitat von ihr innerhalb des Buches erläutern. Sie schreibt im Lexikon unter dem Begriff „Wikipedia“:

    „(…) In Wirklichkeit jedoch hat Wikipedia nicht nur Lehrern zu ihrem Abschluss verholfen, sondern auch so manch anderem Studenten dank Wisenschafts-Limbo die Hausarbeit gerettet.“

    Genau diese Einstellung merkt man den Texten an. Nicht nur in den Momenten, in denen sie Wikipedia zitiert, sondern leider auch, wenn sie dies nicht direkt kennzeichnet. Sie verlässt sich gerade bei der Geek-Nerd-Differenzierung zu sehr auf das Wiki, sodass sie Fehlinformationen mit einfügt. Und das, obwohl sie einen der ersten Googletreffer bei der Recherche noch mit zu Rate gezogen hat: t3n. Dort wird die Frage aufgeworfen, was man sei; ein Nerd oder ein Geek, hübsch erklärt durch eine zusätzliche Grafik. Es werden kleinere Teile zitiert, ohne dass dies ersichtlich wäre. Mangelnde Quellenangaben sind übrigens ein Punkt, der mich persönlich mit gemischten Gefühlen zurück lässt.

    Innerhalb des Nerdlexikons werden drei Toplisten vorgestellt: Die „Top Five der fantastischsten Urlaubsorte“, die „Top Eight der begehrenswertesten Dinge“ und die „Top Eight der nerdigsten Seriennerds“. Erstere Liste stellt den Wellnesstempel Mittelerdes vor („Ganz vorne dabei ist jedoch auch das 5-Ringe-Etablissement von Elrond und seinem Team aus hoch-und langqualifizierten Fachkräften. Hier kann sich der Urlauber im Ambiente zwitschernder Vögel und in der Ferne plätschernder Wasserfälle an Lembas laben„). Weitere Orte: Hogwarts Castle, das Wunderland („Überlebt man den Sturz ins Kaninchenloch, erlebt man einen abgefahrenen Trip(..) Einfach bei einer Teeparty mit dem durchgeknallten Märzhasen (…) entspannen.“ und Charlys Schokoladenfabrik („Kulinarische Reise durch Candy Mountain“).

    Nun. Es gibt einen Nerdblog, den ich seit Jahren lese und dessen Betreiber ich auch mittlerweile persönlich kenne und mag. Ich kenne die Toplisten vom Nerd-Wiki. Das ist seine Version der 10 Urlaubsorte. Ähnliches gilt für seine Version der begehrenswertesten Dinge, sowie für moviepilots Seriennerds. Moviepilots Website-Link fand im Nerdikon andernorts Erwähnung. Thilos Nerd-Wiki nicht. Hier wäre eine Quellenangabe das mindeste gewesen.

    Wo zieht man die Grenze? Wann ist es noch Inspiration und wann eine simple Vorlage? Leider wirkt das Nerdikon an einigen Stellen, als habe man den Blick zu sehr auf andere Quellen, denn den Fokus auf ihre eigene Kreativität gelegt.

    Wo wir gerade von anderen Blogs sprechen. Im Nerdlexikon werden „Blogger“ beschrieben. Näher wird definiert:„(…) Was hat das mit Nerds zu tun? Erstmal überhaupt nichts, so scheint es, aber schaut man in die andere Ecke, entdeckt man eine Bloggercommunity, die es in dieser Form noch nicht lange gibt: die Bücherblogger.“ Was folgt, ist ein kurzer Abriss über Bücherblogger.

    Ihr lest dies hier auf einem Geekblog.

    Das Nerdikon hat Nerdblogs sogar zitiert. Umso mehr verwundert es, dass Geekblogs im Lexikon keine Erwähnung finden. Es gibt mehr als nur Bücherblogs. Es gibt Blogs über Gaming und über Technik. Es gibt Blogger, die Cthulhus häkeln und Blogger, die seitenweise über Rollenspiele schreiben. Doch, nun gut, es ist ein augenzwinkerndes Lexikon. Dennoch hat mich diese Stelle doch sehr verwundert.

    Es gibt noch einige Punkte, die ich nicht so schön finde: „Games Con“ und „Battle Star Galactica“ beispielsweise. Dass behauptet wird, dass Pandaren nur zur Horde gehören würden oder dass Peter Jackson nur einen Cameoauftritt innerhalb der Herr der Ringe-Trilogie hatte. Oder dass eigens oder von anderen Rezensionen  empfundene Negativpunkte an Serien allgemeingültig seien. Doch sind dies nur Kleinigkeiten, auf die ich nicht näher eingehen möchte. Man sollte einfach Ahnung  von dem haben, worüber man schreibt oder zumindest Leute zu Rate ziehen, die einem bei bestimmten Unterpunkten helfen können. Die Recherche sollte sich eben nicht nur auf den schnellen Blick auf Wikipedia beschränken.

    Fazit

    Das Nerdikon möchte kein fachlich fundiertes Werk sein, sondern Humor bieten und sich selber nicht so ernst nehmen. Leider ist der Humor bei mir nicht angekommen –  obwohl ich Parodien, Ironie etc. liebe und auch über mich als Geek wunderbar lachen kann. Ich hatte geschwankt, ob ich ihm einen oder zwei Pilze geben soll und bin letztlich bei zweien verblieben, da ich die Prämisse sehr gut finde, es sicher kurzweilig ist und ich ihr keine bösen Absichten in Bezug auf ihre Inspirationen unterstellen möchte.

    Für wen ist das Nerdikon also geeignet?Für Frauen und Männer, die einen lockeren (unvollständigen und nicht ganz korrekten) Einblick in die Hintergründe erhalten möchten. Für Bahnfahrende und Im-Wartezimmer-Wartende. Mies ist es nicht. Es ist nur geschickt komplett an meinem Sinn für Humor vorbei geschlittert. Letztlich sind Geeks natürlich voll im Trend, weshalb das Buch sicher Anklang findet und weshalb dies genau der richtige Zeitpunkt ist, um es zu veröffentlichen.


  4. 9. September 2014 | Veröffentlicht unter Bücher, Buchvorstellungen.

    [Gewinnspiel] „Wild Cards 1: Das Spiel der Spiele“ von u.a. George R.R. Martin

    Von

    Sparte: Superhelden, Fantasy
    Verlag: Penhaligon Verlag
    Autoren:
    Daniel Abraham, George R.R. Martin, Carrie Vaughn u.a.
    Seiten:
    539
    Originalsprache: 
    Englisch
    Direkt beim Verlag bestellen
    Leseprobe

     .

    Inhalt

    Eine alternative Realität: Nach dem zweiten Weltkrieg überrollt ein außerirdischer Virus die Menschheit. Neben dem Tod der meisten Infizierten hat er auch Mutationen zur Folge. Ein geringer Prozentsatz wird zu so genannten Jokern, Menschen, die körperliche Veränderungen erlangen und wieder andere haben „ein Ass gezogen“. Asse haben Superkräfte.

    Seit dem zweiten Weltkrieg ist viel passiert. Während nun im Westen  eine Reality Show a’la „Big Brother meets American Idol“ aufgezogen wird, in der unter den Assen der „American Hero“ gesucht wird, werden im Osten Mordanschläge auf den Kalifen verübt, was Jokerterroristen n die Schuhe geschoben wird.

    Kritik

    Auch wenn sein Name prominenter auf dem Cover erscheint als der Titel – nein, weder ist George R.R. Martin alleiniger Autor, noch handelt es sich hier um seine Biographie. Autoren und Schöpfer sind einige an dieser Serie beteiligt, wobei sich scheinbar jeder für zwei oder drei der Asse und Joker verantwortlich zeigt. Denn genau dort liegen auch die Parallelen zum allseits beliebten Song of Ice and Fire: Es gibt unglaublich viele Personen, einige Perspektivträger und -wechsel. Die machen es zu Beginn recht schwer, in die Handlung einzusteigen, da auch die Handlungsorte gerne wechseln.

    georgemartinHat man sich jedoch erst an die Welt und die verschiedenen Schreibstile gewöhnt, präsentiert sich eine spannende Geschichte, die man nur ungerne weglegen möchte. Man merkt, dass verschiedene, kreative Köpfe ihre Finger im Spiel haben und sich über die Verknüpfungen austauschen, wobei, wie nicht aufgeschnappt habe, tatsächlich Martin die Hauptfäden zieht.

    Vermutlich ist „American Hero“ die einzige Castingshow, die ich mit Spannung verfolgt habe und noch weiter werde. Die Verknüpfungen zwischen den verschiedenen Assen, der Zwist, die Intrigen und natürlich ihre Fähigkeiten machen bis hierher erstaunlich viel Spaß. Es hat Anleihen von den X-men, nur dass mir vielleicht ein wolverinscher Charakter fehlt. Auch wenn das „menschliche Schlagzeug“ teilweise an ihn herankommen könnte. Generell fehlt mir mancherorts der Biss. Das Arschige, Harte, das ein Kinder- von einem Erwachsenenbuch unterscheiden würde.

    Besonders gefällt mir die Idee an sich. Eine Superhelden-Reality Show, ein Konflikt in Ägypten, Asse und Joker… es ist sehr fantasievoll und interessant. Leider hinkt es meiner Ansicht nach bei der Ausführung. Die Beschreibungen bleiben vage, die Charaktere werden nicht ausreichend skizziert, wobei insbesondere die Autorin Carrie Vaughn, die für den Ann-Erzählstrang verantwortlich ist, positiv heraus sticht. Unter ihrer Federführung erhalten die Charaktere mehr Profil, die Schauplätze sind plastischer. Wenn nur der Charakter Ann nicht so nervig-dümmlich daherkommen würde.

    Insgesamt bin ich unglaublich gespannt, wie es weitergehen wird und wie die unterschiedlichen Autoren auch in Zukunft ihre losen Erzählsträhnen zu einem einzigen Zopf zusammenflechten werden. Mancher Schreibstil ist für mich zu platt, doch gleicht die Storyline an sich es wieder aus.

    Das Gewinnspiel

    wildcards2Einer von euch hat nun die Möglichkeit, einen Band der Wild Cards zu gewinnen. Dafür müsst ihr nur hier, auf Facebook, G+ oder Twitter als Antwort auf diesen Blogbeitrag schreiben, welche Superheldenfähigkeit ihr gerne hättet und ob ihr dann auch bei einem Reality Format wie „American Hero“ mitmachen würdet. Zeit habt ihr bis Donnerstag, 23:59, damit ich das Buch noch vor meinem Urlaub rausschicken kann.

     

    Sonstiges

    Die beiden Bücher wurden mir kostenlos zur Verfügung gestellt, die Bewertung des Buches erfolgte jedoch ganz klar nur nach meiner eigenen Meinung.

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  5. 13. Juni 2014 | Veröffentlicht unter Bücher, Buchvorstellungen.

    Klassisches Märchen – mal andersrum

    Von

    Vor wenigen Tagen erst habe ich mich gefragt, ob es eigentlich auch homosexuelle Pärchen in Märchen und märchenhaften Geschichten gibt. Immerhin haben wir schon eine dunkelhäutige Disneyprinzessin.

    Tatsächlich wurde ich fündig und entdeckte das vor wenigen Wochen veröffentlichte, englische Kinderbuch „The Princes and The Treasure“ des Wirtschaftswissenschaftsprofessoren Jeffrey Miles, das zunächst eine handelsübliche Geschichte zu erzählen scheint. Eine schöne Prinzessin wird von einer garstigen, alten Frau entführt und zwei Prinzen ziehen aus, um sie zu retten, damit einer von ihnen möglicherweise am Ende den „größten Schatz des Landes“ heiraten kann. Dazu kommt es dann auch. Nur anders, als man es gewohnt ist.

    Die Idee zu diesem Kinderbuch fand der seit fünf Jahren mit einem Mann verheiratete Miles beim Besuch eines Freizeitparks. Vor einem Schloss sah er eine Show, in der glückliche Märchenpaare miteinander tanzten und sangen. Nach strenger Mann-Frau-Paarung, versteht sich.  „Warum sind dort keine schwulen Prinzen oder lesbische Prinzessinnen? Warum kann der hübsche Prinz keinen anderen hübschen Prinzen heiraten? Warum kann die Maid in Not nicht von einer schönen Prinzessin gerettet werden?“¹ Fragen, die ihn schon seit der Kindheit beschäftigten und die letztlich dazu führten, dass er selber den Stift in die Hand nahm, um eine entsprechende Geschichte zu erschaffen. Ein Nachfolgebilderbuch ist zumindest bereits geschrieben: „The Princes and The Dragon„, in dem die beiden Prinzen eine Regenbogenfamilie gründen und Zwillinge – ein Mädchen und einen Jungen – großziehen.

    Ich begrüße es sehr, dass es solche Geschichten gibt, die man einfach unaufgeregt zwischen die anderen Bilderbücher legen kann; die etwas Selbstverständliches haben, ohne gleich trocken aufklärende Ratgeber zu sein.

    Beziehen kann man es bislang nur auf englisch beispielsweise über Amazon, wobei man zwischen einer Kindle Edition und der gebundenen Ausgabe wählen kann. In eine ähnliche Kerbe schlägt auch das Buch „König & König“ von Linda de Haan und Stern Nijland, in dem ein König verheiratet werden soll und dafür scharenweise hübsche Prinzessinnen angekarrt werden. Das Glück findet er, wer hätte es gedacht, natürlich nicht in einer von ihnen, sondern in einer anderen Person.

    ¹ Das komplette (englische) Interview kann man hier bei Advocate.com nachlesen.


  6. 17. Februar 2014 | Veröffentlicht unter Bücher, Buchvorstellungen.

    Die Geister des Landes ll: Gesichtslos

    Von

    Sparte: Phantastik
    Verlag: Ammianus-Verlag
    Autorin:
    Judith C. Vogt
    Seiten:
    320
    Originalsprache:
    Deutsch

    Website der Autorin
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    Inhalt

    Nahtlos fügt sich dieser zweite Teil an den ersten an: Die soeben erst entdeckten Gesichtslosen gilt es, in ihren finsteren Plänen zu stoppen, die allerlei Mythengestalten beinhalten. Von der Eiffel im Gesamten geht es nun vor allen Dingen nach Aachen im Speziellen und die vier Freunde müssen sich gegen Nazi-Werwölfe, dubiose Operationen und die tänzelnde Pest behaupten.


  7. 1. November 2013 | Veröffentlicht unter Bücher, Buchvorstellungen.

    Pahuyuth – Die Geschichte der thailändischen Kampfkunst

    Von

    Sparte: Sachbuch
    Verlag: Paperwitch Verlag
    Autor: Plai Tamin und Smingplai
    Seiten:
    480
    Originalsprache:
    Deutsch
    Preis: 48,- EUR

    Bestellung über den Verlag

     

    Inhalt

    Die wenigsten kennen diese traditionelle thailändische Kampfkunst, die tief in der Kultur der Thai verwurzelt ist und einen Teil ihres Philosophie aus dem Saiyasart, dem Wissen über das Nichts und das Heilwissen zieht. Die beiden Autoren – ihres Zeichens traditionelle Lehrer dieser Kampfkunst – führen in diesem Werk ausführlich  in die Hintergründe des Pahuyuth ein, dessen Geschichte und Traditionen und Philosophien, sowie geben auch detailliertere Auskunft über Methodik und vieles mehr, sodass ein umfassender Einblick entsteht.


  8. 3. Oktober 2013 | Veröffentlicht unter Bücher, Buchvorstellungen.

    [Buch] Midnight Movie

    Von

    Sparte: Horror
    Verlag: Bastei Lübbe | Broadway Books
    Autor:
    Tobe Hooper
    Seiten: 384 | 320
    Originalsprache: Englisch

    Der Autor bei imdb
    Amazonlink (deutsch)| Amazonlink (englisch)

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    Inhalt

    Tobe Hooper, der Regisseur diverser Horrorfilme wie etwa Texas Chainsaw Massacre – und einiger wesentlich weniger bekannter Streifen – wird eingeladen, einem Screening des Filmes „Destiny Express“, seinem bislang noch nie gezeigten Werk aus Jugendtagen, beizuwohnen. Einem Zombiefilm, der aufgrund des minimalen Budgets, des noch nicht vorhandenen Erfahrungsschatzes und quasi nonexistenter Special Effects schlecht sein muss – und dennoch von der kleinen Zuschauermenge gefeirt wird. Exzessiv gefeiert wird. Zu exzessiv. Es wird ein Virus freigesetzt, der die Menschen zu sexhungrigen, gewalttätigen oder dahinmodernden Kreaturen werden lässt, die bald halb Amerika in Angst und Schrecken versetzen.


  9. 26. September 2013 | Veröffentlicht unter Bücher, Buchvorstellungen, Rollenspiel.

    Der Ring des Namenlosen

    Von

    Sparte: Phantastik, DSA
    Verlag: Ulisses Spiele
    Autor:
    Henning Mützlitz
    Seiten: 352
    Originalsprache: Deutsch

    Website des Autoren
    Amazonlink

    .

    Inhalt

    Auf der beschaulichen Insel Hylailos, ihres Zeichens populärster Teil der Zyklopeninseln, geschieht ein grauenhafter Mord – und das ausgerechnet am Hofe eines der angesehensten und einflussreichsten Männer der Insel. Natürlich werden daraufhin zwei fähige Gestalten vom Festland geschickt, um diesen Mordfall zu untersuchen – und werden selber zur Zielscheibe.

    Zeitgleich sind die Draconiterin  Sela und  Adlerritter  Darian zusammen mit ihrem maraskanischen, vorlauten Freund auf der Fährte eines eichsverräters, der sich dem Namenlosen angeschlossen zu haben scheint. Es kommt, wie es kommen muss: all jene Ereignisse fügen sich zu einem einzigen Ganzen zusammen, die Fäden sind miteinander verknüpft und bündeln in einem Komplott, der im Namen des Namenlosen geschmiedet wird – sich stützend auf jahrhundertealter Vorkommnisse.


  10. 31. Juli 2013 | Veröffentlicht unter Bücher, Buchvorstellungen.

    Die Geister des Landes – „Das Erwachen“

    Von

    Sparte: Phantastik
    Verlag: Ammianus-Verlag
    Autorin:
    Judith C. Vogt
    Seiten:
    325
    Originalsprache:
    Deutsch

    Website der Autorin
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    Für Fans von: Phantastik meets Realität,  geekigen Charakteren, deutsche Sagengestalten

    Inhalt

    Die Geister des Landes erwachen – was ausgerechnet von Fiona, ihres Zeichens Quotenstufenschönheit, in prophetischen Träumen als erstes bemerkt wird. Träume von weißen Ochsen mit güldenen Schlüsseln am Horn, Träume, die sowohl einen Brand in einer Scheune voraussagen als auch schlammige Hövelsmänner – und noch mehr. In ihrer Unruhe wendet sich Fiona an die Freaks der Stufe, allen voran Dora, die nicht nur solch dubiose Rollenspiele wie DSA spielt, sondern auch als Wicca ihr Dasein fristet und gemeinsam mit ihren beiden besten Freunden Edi und Gregor die klare Außenseiterrolle innerhalb der Stufe einnimmt.

    Was sie jedoch nach und nach entdecken, ist weitreichender und gefährlicher als zunächst gedacht. Es sind nicht nur lose Zufälle, die an manchen Orten die Fabelwesen, alten Mythen und Geister in die moderne Welt treten lassen. Es entpuppt sich vielmehr als ein Symptom eines von merkwürdigen, gesichtslosen Anzugträgern initiierten Planes, dessen Vereitelung nicht nur von unerwarteter Wichtigkeit ist, sondern auch unmöglicher erscheint als gedacht.


  11. 4. Januar 2013 | Veröffentlicht unter Bücher, Buchvorstellungen.

    Endlich unsterblich – Zwischen Körperkult und Cyberworld

    Von

    CIMG1803Sparte: Sachbuch
    Verlag: Butzon & Bercker GmbH
    Autor:
    Klaus Müller
    Seiten:
    200 (Angaben des Verlags), 190 (tatsächlich), 162 (reiner Text ohne Quellenteil und Anmerkungen, wobei der Text eigentlich auch erst ab Seite 11 beginnt)
    Originalsprache:
    Deutsch

    Bestellung über den Verlag

     

    Inhalt

    Der vielfach geschätzte, menschliche Körper wird umsorgt, gestylt und hingebungsvoll für etwa Fotos drapiert – doch er ist primär auch gerade eines: endlich. Ungünstig also, dass Körper und Geist untrennbar miteinander verbunden sind und das eine mit dem anderen zugrunde geht. Die Suche oder der Wunsch nach Unsterblichkeit ist seit jeher prägnanter Bestandteil menschlicher Kulturen und findet in der heutigen Zeit ihren vorläufigen Höhepunkt in der Ausfaserung des Geistes auf die virtuelle Ebene, die den Geist vom Körper loszulösen scheint und gar eine neue Religion erfahren lässt. Auf weiträumiger Basis des Jüdisch-Christlichen versucht Müller in diesem Buch, Religion, Endlichkeit, sowie Cyberspace und Körperkult miteinander zu verknüpfen und die Zusammenhänge untereinander zu beleuchten.


  12. 24. April 2012 | Veröffentlicht unter Bücher, Buchvorstellungen.

    Das Star Wars Kochbuch

    Von

    Verlag: Panini Books
    Sprache: Deutsch (Original: Englisch)
    Seiten: 117
    Genre: Kochbuch
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    .

    Bei Merchandising zählt oft primär die optische Aufmachung und diese ist recht gelungen und erscheint hochwertig. Die Seiten fallen nicht auseinander, das Cover ist nett gestaltet und die silbernen und/oder glänzenden Elemente wecken die innere Elster. Man merkt natürlich recht deutlich (nicht nur am Mangel an alkoholischen Getränken – buhu), dass es eher an die junge Fanschaft gerichtet ist. Immerhin ist auch fast jedes Rezept mit einem niedlichen Bild versehen, in dem eine (oder auch mehrere ) Star Wars Actionfiguren in irgendwelchen Gerichten herummatschen.


  13. 20. April 2012 | Veröffentlicht unter Bücher, Buchvorstellungen.

    Wolfsaga

    Von

    Verlag: DTV
    Sprache: Deutsch (Original: Englisch)
    Seiten: 512
    Genre: Jugendbuch
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    Inhalt: Das Wolfsrudel unter der Leitung von Palo Kan und Ahkuna lebt friedlich im Tal der flüsternden Winde. Es herrscht „Waka, das Gesetz“, eine Art Gottheit oder Philosophie, die ein respektvolles Miteinander mit anderen Tierarten, seien sie nun „Nahrungsquelle“ oder schlichte Mittiere, lehrt. Das allein bietet keinen guten Stoff für eine gute Lektüre und so hört man bald vom „Rudel Zahllos“. Ein Wolfsrudel unvorstellbarer Größenordnung, das Wolf und Tier unterjocht. Angeführt von einem Herrscher, der Waka, das Gesetz, nicht ehrt. Schnell findet sich das Rudel vom Tal der flüsternden Winde auf einer Flucht vor diesem symbolträchtigen Rudel Zahllos wieder, hinter dessen Pfoten das Gras schier verdorrt und das Leben endet.


  14. 29. Dezember 2011 | Veröffentlicht unter Bücher, Buchvorstellungen.

    Saeculum

    Von

    Inhalt: Der Medizinstudent Basti lässt sich von seiner neuen Bekanntschaft nicht nur auf seinen ersten Mittelaltermarkt entführen, sondern wenig später auch auf eine private Convention, genauer: ein Live Rollenspiel, mitten im Herzen eines unberührten Waldes in Österreich fernab der Zivilisation. Die kleine Gruppe, die sich Saeculum nennt, hat sich des „Reenactment“ verschrieben und betreibt mittelalterkonformes Rollenspiel: keine Handys, keine Brillen, nichteinmal Pflaster erlauben sie sich, keinerlei Abweichung wird geduldet und die entsprechenden Utensilien landen in einem Zelt weit außerhalb des Geschehens. Der Ort des Geschehens ist nicht ohne Bedeutung: eine alte Legende besagt, dass dort Grausiges geschehen sein soll, ein tödlicher Zwist zweier Brüder: der eine anerkannte Sohn eines Burgherren, der andere lediglich ein Bastard. Ein Fluch liege auf dem Ort, so munkelt man, und alsbald scheint es auch, als ob dieser Fluch auch eine tatsächliche Bedrohung wäre, als ob die Vergangenheit wirklich Einzug halten würde in dieses eigentlich harmlose Rollenspiel. Kettenreaktionen, Aberglaube und menschliche Abgründe, aus Panik geboren, erledigen den Rest.


  15. 19. Dezember 2011 | Veröffentlicht unter Bücher, Buchvorstellungen.

    Talking Dirty

    Von

    Inhalt

    Was treibt einen eigentlich zu einer Sex-Hotline und wie kommt man tatsächlich dazu? Was trifft man dort für Männer in der Leitung? Wie sieht es hinter den Kulissen aus? Der autobiographische Roman beantwortet diese und mehr Fragen. Wer sich ein Stück hocherotische Literatur erhofft wird übrigens genauso enttäuscht wie jemand, der ob des pinkfarbenen Covers lediglich einen lustigen Frauenroman erwartet. Die Wahrheit befindet sich irgendwo dazwischen, genau wie auch eine moralische Ansicht das Thema betreffend.

    Kritik

    Die ersten Seiten hätten mich fast vorzeitig die Lektüre abbrechen lassen: sehr seichter Schreibstil, was sich primär in der Tatsache äußert, dass es sich liest wie ein Artikel in einer „frechen“ Frauenzeitschrift. Hinzu kommt, dass es ein paar Seiten dauert, bis man zum Wesentlichen kommt. Glücklicherweise fängt sich der Schreibstil nach einigen Minuten wieder und zeigt sich als durchaus angenehm: präzise, verbildlichend ohne zu ausschweifend zu werden. Im Gegenteil, ihre Wortwahl ist recht reduziert und dennoch erlangt man eine bildliche Vorstellung von dem, was erzählt wird.


  16. 23. November 2011 | Veröffentlicht unter Bücher, Buchvorstellungen.

    Das Labyrinth der träumenden Bücher

    Von

    Dieser Artikel fällt mir fast schwer. Einerseits muss ich es loswerden, andererseits ist Moers einer meiner erklärten Lieblingsautoren. Und ihm pinkel ich nun virtuell gehörig ans Bein.

    Als erstes fiel mir Folgendes auf: Auf dem Buchumschlag wurde nicht etwa das Buch an sich angepriesen, sondern der Vorgänger, „Die Stadt der träumenden Bücher“. Was für ein großartiger Roman das doch sei, wie fantasievoll, wie großartig. Das stimmt. „Die Stadt…“ war ein traumhafter, spannender Roman. Nicht so „das Labyrinth…“, der neu erschienene, 400seitige Band. Dabei fängt es vielversprechend an: der aus dem ersten Teil bekannte Hildegunst von Mythenmetz, aufgrund des Erfolges seiner Werke, insbesondere des „Stadt der träumenden Bücher“, zu einem arroganten, selbstverherrlichenden Dickwanst geworden, erhält einen Leserbrief. Nicht irgendeinen, sondern einen, der ihn aufrüttelt. „Hier fängt die Geschichte an„, heißt es dort. Sofort packt er seine Sachen, um zurück zur Stadt der träumenden Bücher zu reisen, auf der Suche nach dem verloren gegangenen Orm (~ Muse, Inspiration), dem geheimnisvollen Autor des Briefes, sowie auch auf der Suche nach sich selbst.


  17. 14. September 2011 | Veröffentlicht unter Bücher, Buchvorstellungen.

    Kurzkritik: John Winchester’s Journal

    Von

    • Autor: Alex Irvine
    • Originalsprache: Englisch
    • Erscheinungsjahr: 2009
    • Seiten: 224
    • Verlag: ITBooks

    Inhalt: Hier soll das aus Supernatural bekannte Journal vom Winchester-Daddy John dargestellt werden. Eine Art Wissens-Tagebuch, das John ein paar Tage nach dem Tod seiner Frau Mary beginnt und in dem er allerlei Wissenswertes über ihm begegnende Dämonen niederschreibt; wie man diese töten kann, wer oder was sie sind, Beschwörungsformeln. Persönliche Einträge finden sich zwischendurch reichlich und man erfährt so ein wenig mehr über die Hintergründe aus der Kindheit der Winchester-Brüder.


  18. 15. August 2011 | Veröffentlicht unter Bücher, Buchvorstellungen.

    The Graveyard Book

    Von

    „Time to work and time to play | Time to dance the Macabray“

    • Autor: Neil Gaiman
    • Originalsprache: Englisch
    • Erscheinungsjahr: 2008
    • Seiten: 320
    • Verlag: HarperCollins
    • Website des Autors
    Inhalt: Eine Familie wird im Schlaf ermordet. Nur das Baby entwischt, findet unbedarft Zuflucht auf einem Friedhof, wo es von einem dort wohnenden Geisterehepaar adoptiert wird. Nur auf dem Friedhof ist der Junge sicher, genießt den „Freedom of the Graveyard“, der ihn vor dem Mann Jack, dem Mörder seiner Familie schützt. Dieser nämlich sieht seine Mission noch nicht als gescheitert an und sucht den Jungen weiterhin.
    Dieser wird Nobody, kurz: Bod, getauft und wächst fortan inmitten Grabsteinen und Toten auf, während es ihm die Vorsicht verbietet, sich den Lebenden allzu sehr ins Gedächtnis zu prägen. Im Laufe der Jahre wächst nicht nur sein durch vielfältigste Lehrmeister geschultes Wissen, sondern auch die Neugierde auf die Welt der Lebenden sowie auch die Gefahr, letztlich von Jack doch noch entdeckt zu werden.