Archiv der Kategorie: Dreckiger Rest

Pimp your Room: Displate

[Nicht, dass das einen Unterschied machen würde, doch sind manche ja sehr hinterher: Nein, diese Produkte wurden uns nicht kostenlos gegen eine besonders positive Bewertung zur Verfügung gestellt, die haben wir gegen das Schicksal „Nudeln mit Ketchup“ getauscht. Andernfalls stünde „Sponsored“ im Titel. Danke für Ihre Aufmerksamkeit.]

Endlich, nach all den Wochen und Monaten des „hochfidelen“ Nomadenlebens saßen wir Frischeingezogenen zufrieden im Wohnzimmer. Die Bücher waren eingeräumt, der Kühlschrank mit besten Wässerchen gefüllt und die Möbel von der Katze fachgerecht angekratzt. Alles war fertig! Alles? Nein! Eine von unbeugsamem Nichts bevölkerte Wand hörte nicht auf, dem schönen Wohnen Widerstand zu leisten! Leer. Die Wand war einfach leer. Unerhört! Dem musste Abhilfe geschaffen werden und fündig wurden wir, Dank des Tipps eines Freundes, bei Displate.

Displate ist ein britisches Unternehmen, das aus den Bildern von über 1.000 Künstlern Metal Poster herstellt, die sich sehen lassen können. Schnell einigten wir uns auf drei Motive, schickten die Bestellung ab und verbrachten die nächsten sieben Tage däumchendrehend.

displayte-1Inklusive Dankschreiben für den Künstlersupport und Unterschrift des Produktionsleiters kam heute die schmale Lieferung an. Die drei jeweils 0,5mm dicken und 900g leichten und 45 x 32 messenden Bilder hielten gleich den Magneten bereit, mit dessen Hilfe man die guten Stücke aufhängen kann. Die selbstklebenden Magnete haften natürlich am besten auf glatten Untergründen, doch unsere urdeutsche Raufasertapete hat sich auch noch nicht über ihre neuen Anhängsel beschwert.

Mit der Qualität bin ich sehr zufrieden: Nichts ist eingedellt, die Bildqualität sehr gut und die matte Oberfläche gefällt mir. Außerdem wird für jedes Displate ein Baum gepflanzt. Das ist ja schöner als Krombacher zu trinken!

The Making of a Displate from Displate on Vimeo.

Neben den von uns gewählten märchenhaften Motiven sind auch zusammen passende Kollektionen verschiedener Künstler zu finden. Seien es populäre Videospiel- und Filmgestalten in Splatteroptik, hübsch gezeichnete Videospielhelden, minimalisierte Filmposter oder Autolegenden – da sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Zu unserem kleinen Rudel wird sich wahrscheinlich noch dieser Link (und hier der Link zum Link. Hach. Diesen supidupitollen Witz habe ich schon lange nicht mehr gemacht. Hihi. Hi.) gesellen.

Falls du übrigens selber ein Künstler bist und selber Displate mitgestalten möchtest, kannst du dich hier anmelden und Näheres erfahren. Und nun? Nun zeicge ich euch noch ein paar Bilder von den Teilchen.displate5displatesdisplate8displate2

Cosplay verpflichtet?

Wisst ihr, ich verstehe nicht sonderlich viel von Cosplay. Sicher, einst war ich als Leonardo von den Teenage Mutant Ninja Turtles unterwegs, habe mich zu einem Comic von Garth Ennis „aufgehübscht“ und bepinsle derzeit meinen Baseballschläger liebevoll, damit er bald zu einer allseits beliebten und doch so verkannten DC-Figur passen möge. Doch davon, tatsächlich ein ernst zu nehmender Cosplayer zu sein, bin ich meilenweit entfernt. Vielleicht ist das auch gut so. Denn scheinbar betritt man als Cosplayer die Welt der erzwungenen Kindesbespaßung, die bei Nichtteilnahme die absolute Ächtung seitens der Gesellschaft nach sich zieht. Unter uns gefragt: Soll das so?

Gestern sah ich auf einer Fanpage zu Doctor Who folgendes Statement, das mich ein wenig empört, aber doch zumindest ratlos zurückgelassen hat:

grgrgr

Kurzum: Wenn du als Cosplay ausgerechnet eine Disneyprinzesin auserkürst, so hast du dich in eben jenem Kostüm Kindern gegenüber gefälligst „in character“ zu verhalten und überfreundlich zu sein! Denn, so spricht es Waka, das Gesetz, denkt jedes Kind automatisch, dass bspw. Elsa höchstselbst vor ihm stünde. Wie furchtbar wäre es, wenn Elsa plötzlich charakteruntypisch agieren würde! Eine Welt würde unter dem armen Kind zusammenbrechen, das fortan zeitlebens traumatisiert sein Dasein fristen müsste!

Natürlich: Man sollte sich, ganz egal, ob man nun in einem Prinzessinnenkleid oder einem Kartoffelsack unterwegs ist, klar darüber sein, welche Wirkung man auf andere erzielt. Auch Goths werden wissen, dass sie entsprechend wahrgenommen werden und es Leute geben wird, die einen auf die Aufmachung ansprechen. Aber: Unterschreibt man als Cosplayer einen Pakt? Muss man sich so oder so verhalten? Wir erinnern uns: Wir reden noch immer über ein persönliches Hobby und nicht über den nicht näher spezifizierten Beruf des Kinderbespaßers.

Tauchen wir vielleicht noch in die Kommentarsektion des Bildes ein:

 

„She is not a cosplayer. Anyone who actually goes to an event knows if you don’t want people to come up and talk to you. DON’T DRESS UP. It is a unspoken rule that if you do people can come up and talk to you about said costume.“

oder

„If you go in public in the costume of a well known childrens character, then you must be willing to interact with people. (…)  A child doesnt understand that you are a person playing dress up, all a child will wonder is why their hero, their friend in some ways, doesnt want to talk to them. It is upsetting for them. When you dress in public that way you are accepting that role, if youre not prepared for that then dress as something else.“

oder

„No, you are not obligated to stay in character and spare a few moments of kindness to an impressionable young child, nor are you obligated to show the people you encounter some basic decency and courtesy. But please don’t fool yourself… admit then that you are an asshole; you are a shitty human being, a piece of garbage, that you have zero compunction against crushing a child’s dreams and innocence because you are an anti-social narcissistic dolt who can’t take 2 seconds in your busy life to give a little bit of joy into an otherwise cruel world. And don’t be surprised when people treat you like a shitty piece of garbage because you get back what you give out to the world. This has nothing to do with whether or not you like kids, or that it’s not your job to entertain someone else’s kids… this is just basic empathy. Don’t like it? Dress up at home and don’t venture outside.“

Um es mal mit meinen eigenen, profanen und infantilen Worten zu sagen: „Hömma, geht’s noch?!“ Man ist also „Müll“ und ein „Arschloch“, wenn man sich nicht kinder- oder elternkonform verhält? Geht es hier noch um Cosplay oder reden wir schon über Menschen, die gegen Geld auf Kindergeburtstage und auf Events gehen um sich mit den Kindern zu unterhalten?

Ich finde es wunderbar, dass es Menschen gibt, die Freude am Verkleiden haben und sich so auch anderen zeigen. Das gibt anderen jedoch nicht das Recht, bestimmen zu dürfen, inwieweit man sich sonstwo involvieren muss. Gerade in Zeiten wie diesen, wo sich zu Recht um die eigene Freiheit und Selbstbestimmung auch und selbst von Cosplayern bemüht wird. „Fotografiert mich – wenn ich nichts dagegen habe.“ „Fasst mich nicht an – ich bin kein Ausstellungsstück.“

Selbstredend ist es toll, sympathisch und vielleicht auch ein Stück bewundernswert, wenn man in der jeweiligen Rolle aufgehen und frei mit der Umwelt interagieren kann. Es ist jedoch nicht jeder eine Rampensau oder schauspielerisch begabt, auch möchte nicht jeder zum Alleinunterhalter mutieren. Jeder darf ein Cosplayer sein: Dicke, Dünne, Große, Kleine – warum dann nicht auch Introvertierte, Nichtgernebespaßer? Ferner kann und darf man das Hobby Cosplay aus vielerlei Gründen heraus betreiben: Etwa, weil man Kostüme oder die Figur liebt, gerne bastelt, sich gerne unter seinesgleichen gesellt – und selbstverständlich auch, wenn man andere Leute und auch Kinder unterhalten möchte und/oder damit keinerlei Problem hat.

Aber man sollte doch bitte endlich mal damit aufhören, zu denken, dass die eigene Vorstellung von „Cosplay“ die einzig wahre ist. Lasst die Leute ihr Geekhobby doch so ausleben, wie sie wollen. Sie sind nicht dafür da, euch das Leben so großartig wie möglich zu machen. Das ist „nur“ ein toller Nebeneffekt.

10 Geekfantasien – und ihre ungeilen Realitäten

Das ewige „On a Break-Team“ Ross und Rachel haben es vorgemacht: Geekige Sexfantasien halten nicht immer das, was sie versprechen. Doch nicht nur können sie in der Realität einfach nur unpassend und/oder verquer sein, nein, manche wäre für sich genommen auch noch ziemlich tödlich. Impericus (die holde Weiblichkeit von Slave Leia bis Sylvanas) und ich (die Mannsbilder von Spike bis zum Terminator) haben uns jeweils fünf jener populärer Fantasien und/oder Objekte der Versuchung angenommen und sie ein wenig ob ihrer realen Tauglichkeit hin geprüft.

Enjoy. Oder eher: Run. RUN FOR YOUR LIFE!

spike

Spike – Sex in Zartbitter

Die Fantasie: Kühl schmiegt sich seine Haut gegen die deine. Ein Schauer der Erwartung rieselt über deinen Körper, als du in seine lüsternen Augen blickst, das Aufblitzen des Mondlichtes auf seinen spitzen Zähnen siehst. Gleich, gleich wird er dich hart gegen die Wand pressen und dich zu der Einen machen, die ihn des Guten bekehren konnte. Ihn, das eigentliche Monster, gefährlich bis zur letzten blondierten Haarspitze. Gleich werdet ihr eins sein. Für immer!

Die Risiken: Vegane Vampire sind, auch wenn es der Anfangsbuchstabe zu versprechen scheint, eher non-existent und selbst auf Tierblut Umgestiegene dürften rar gesät sein. Dass Spike ausgerechnet mit Dir Normalsterblichen eine Ausnahme macht ist daher dezent unwahrscheinlich. Ja, er könnte dir seine Zähne in die Haut rammen, doch dass sich dies auf einen zarten Liebesbiss beschränken würde dürfte ein Wunschtraum sein. Und selbst wenn er dich nicht als wandelnde Blutbar benutzt so gilt auch Folgendes zu beachten: Nekrophilie ist, mit Recht, eine Straftat. So ergibt sich derer drei Möglichkeiten: a) Ihr reitet frohlockend in den Sonnenaufgang (wobei statt deiner leider Spike endgültig das Zeitliche segnet). b) Er knuspert dich zu Tode. c) Du landest unter Umständen im Knast. Großartig.

Realisierungsfaktor: ★★☆☆☆  2/5 – Ja, der Anfang könnte noch echt sexy sein. Bis er beißt. Und du heulst.

Tödlichkeitsfaktor: ♥♥♥♥♡ 4/5 – Es sei denn, du heißt Buffy. Aber das dürfte unwahrscheinlich sein. Wenn doch: OMG, BUFFY, IT’S YOU! Please write me a message!

stormiesStormtrooper – Weißeste Versuchung

Die Fantasie: Du. Alleine in einer kargen Zelle tief, tief im Weltall. Er. Ein durch viele Schlachten gestählter Sturmtruppler. Seine Mission: Dich zum Imperator führen. Da gibt es nur ein Problem: Ihr findet euch vom ersten Blick an unglaublich scharf. Als er dich am Arm packt ist es keine Angst, die dich erschauern lässt, sondern erregte Erwartung. Und schon presst du deinen zitternden Leib gegen das blanke Weiß seiner Rüstung. Wer unter der Maske steckt ist dir egal solange er dir das geben kann, was du verdienst.

Die Risiken: Naja: Du bist in einer Zelle gefangen und stehst Auge in Auge mit dem Feind. Das alleine ist schon ein dezent großer Risikofaktor. Zudem wird es wahrscheinlich mit einer Überwachungskamera aufgenommen und dein nackter Leib bald auf jedem intergalaktischen Phone von Alderaan bis Zeos ll zu sehen sein. Immerhin: Akut tödlich würde diese kurze Liaison vermutlich nicht verlaufen. Weiterer Bonuspunkt: Egal, wo er hinzielt – er wird stets statt dir die Wand treffen. Saubere Sache.

Realisierungsfaktor: ★☆☆☆☆  1/5 – Ich bin mir ziemlich sicher, dass man in einer solchen Situation keine Lust auf ein erotisches Stelldichein hat.

Tödlichkeitsfaktor: ♥♡♡♡♡ 1/5 – Ginge es um Red Shirts, wäre zumindest seine Tödlichkeit anzunehmen. So jedoch stirbt wohl keiner von euch beiden.

daryl-dixonDaryl – Schießt verdammt scharf!

Die Fantasie: Im Finster der Nacht sitzt du vor einer einsam vor sich hin brennenden Kerze, vor deren Flämmchen Staubkörner wie Feenstaub glitzern. Während draußen aus der Nacht lebensfernes Röcheln erklingt, ewiges Schlurfen und das leise Knacken von Zweigen, dort draußen Tod und Verderben lauert, bist du hier sicher. Mit dem Kopf auf Daryls Brust gebettet lauschst du seinem Herzschlag, spürst seine beruhigende Wärme. Eure Lippen finden sich, in Daryls starken Armen sinkst du hinein in zärtliche Wärme. Ihr seid zwei Lebende im Reich der Toten, die das Leben gebührend zu feiern wissen: Mit unbändiger Lust.

Die Risiken: Wenn ihr euch vorher nicht gerade mit Sagrotan abgeduscht habt, dürfte es eine delikate Angelegenheit werden. An eurer Haut haftet der Duft des Todes, Daryl hat sich vermutlich seit Monaten keiner Intimwäsche mehr unterzogen und da Walker keine Läuse fressen, (obwohl… warum eigentlich nicht? Möglich!) werden sich die seinen vielleicht bald deinen Körper als neue Mietwohnung aussuchen. Allzu laut darf man seine Triebe in solch einer Welt auch nicht ausleben und ich bin mir nicht ganz sicher, ob Carol eine ernsthafte Rivalin neben sich erdulden wird.

Realisierungsfaktor: ★★★★☆  4/5 – 6 Staffeln lang keinen Sex – vielleicht wirst du mit entsprechenden Avancen sogar Erfolg haben, wenn du nicht gerade verwest.

Tödlichkeitsfaktor: ♥♥♡♡♡ 2/5 – Hier kann jeder sterben – doch Daryl macht es zumindest ein bisschen sicherer. (5/5, wenn du auf die Blumen guckst.)

batmanBatman – Der sexy Ritter

Die Fantasie: Irgendeine hochtrabende Champagner-Gala in Gotham City. Der Saal ist gefüllt von den wichtigsten Persönlichkeiten der Stadt. Doch all jene verstummen, als du deinen perfekt pedikürten und in einem stilechten Stiletto gehüllten Fuß auf die oberste Stufe der güldenen Treppe setzt, um den Saal mit deiner funkelnden Anwesenheit zu beehren. Alle sehen nur zu dir auf, du Juwel des Abends – und sehen dich von einem Schurken entführt. – Cut. – Kaum gerettet vor dem ätzenden Säurebad sinkst du, Juwel/Damsel in des Batmans Arme. Du hauchst ihm ein Danke ins Ohr, während dir sein männlich herber Duft in die Nase weht. Und hach, seine stahlharten Muskeln, wer braucht da schon Superman? Eben. Ihr versinkt in eure Arme und werdet erst gen Morgen wieder aus dem Taumel der Ekstase erwachen.

Die Risiken: Wenn ihr nicht gerade von einer seiner zahlreichen Love Interests zerstückelt, angefahren, enthauptet oder bis zur Unkenntlichkeit zerkratzt werdet, ist es vielleicht auch einer der finst’ren Gesellen, die nicht nur ihn töten wollen, sondern im Affekt vielleicht auch dich. Noch wahrscheinlicher jedoch ist, dass hier das Taschentuch gezückt werden muss – allerdings nur aufgrund eines vorzeitigen Tränenergusses. Wer weiß, wann er wieder einmal an seine Eltern und sein hartes Schicksal denken muss? Noch viel mehr als deinen bebenden Busen braucht er wohl eine starke Schulter.

Realisierungsfaktor: ★★★★☆  4/5 – Er kriegt sie alle, wenn er will. 5 Sterne, wenn du heiß aussiehst.

Tödlichkeitsfaktor: ♥♥♡♡♡ 2/5 – Hüte dich vor seinen Gespielinnen!

terminatorTerminator- Der harte Stahl

Die Fantasie: Du hast es schon immer hart gewollt und was bietet sich da eher an als ein Mann aus Metall? Mit roher Gewalt packt er dich und doch bist du es, die in ihm den weichen Kern erweckt und in ihm einen Funken Menschlichkeit erweckst. Hach, Porno gemischt mit zartester Romantik – wie geil!

Die Risiken: Wenn er durch die plötzliche Nässe nicht gerade einen Kurzschluss erleidet oder aufgrund von Überhitzung spontan explodiert und euch beide in Stücke reisst, scheint der Koitus mit ihm fast sicher. Fast – denn wer sagt, dass er dich nicht aus Versehen zerquetscht?

Realisierungsfaktor: ☆☆☆☆☆  0/5 – Null. Es sei denn, du bist ein Toaster. Vielleicht findet er dich dann sexy.

Tödlichkeitsfaktor: ♥♥♥♥♡ 4/5 – Aufgespießt. Gevierteilt. Zerschossen. Erhöht sich auf 5, wenn du Sarah heißt.

leiaLeia – Die Sci-Fi Prinzessin

Die Fantasie: Heißer Wüstensand peitscht gegen das Zelt. Die Sonne brennt während du es dir auf dem Diwan bequem gemacht hast. Prinzessin Leia wird von 2 Sturmtruppen hineingebracht. Natürlich trägt sie den bekannten, goldenen Bikini und das rote Tuch, das wie ein Hauch von Nichts ihre nackten Beine verhüllt. Gerade genug, um eurer Fantasie nur wenig Raum zur Interpretation zu lassen. Willig gibt sie sich euch hin…und zum Glück schaut auch Jabba nicht zu. Ihr seid allein mit eurer Sklavenprinzessin und die wilde Nacht beginnt. Die Nacht, in der sie endlich zur Frau wird.

Die Risiken: Die werte Leia Organa ist liiert mit Han Solo und dessen Blaster ist ähnlich schnell wie sein loses Mundwerk. Auch Chewbacca möchte man völlig entblößt nur ungern Schamhaar an Körperhaar gegenüber stehen und Lukes Lichtschwert wird dem eurigen einen neuen Spitznamen geben: „Verbrannter Wurm“! Außerdem weiß Leia nicht nur mit den Waffen der Frau zu kämpfen, sondern hat schon Jabba mit eben jenen Ketten erwürgt, die zu ihrer Gefangenschaft dienlich sein sollten. Ihr werdet also entweder erwürgt, erschossen, zersäbelt oder…in Stücke gerissen.

Realisierungsfaktor: ★☆☆☆☆ 1/5 – Leia wird ihr Skalvenoutfit nur ungern wieder anziehen und Han Solo und Co. Sind recht fix, wenn es darum geht Freunde und Geliebte zu retten. Einziger Pluspunkt: Han Solo und Leia sind Streithähne und so könnt ihr euch vielleicht dazwischen drängen. Aber eben nur sehr, sehr kurz.

Tödlichkeitsfaktor: ♥♥♡♡♡  2/5 – Vielleicht werdet ihr auch nur in Karbonit eingefroren.

poison-ivyPoison Ivy – Die Comicbraut

Die Fantasie: Die Tropen; Schweiß rinnt euch von der Stirn. Ach was sage ich Stirn, Schweiß rinnt euch in Bächen vom Körper. Nicht nur wegen der extrem hohen Luftfeuchtigkeit und diesen merkwürdigen, leuchtenden, süß-betörend duftenden Knospen und Sporen, welche unheilvoll die Luft schwängern. Sondern auch, weil ihr euch voller Vorfreude in den exstatischen Wahnsinn treibt. Poison Ivy erscheint, ihr langes, wallendes Haar leuchtet in einem Rot, das jeden Rotlichtbezirk vor Neid verblassen lässt. Ihre üppigen Hüften schwingen, als sie betont feminin, wie die Verführerin, die sie ist, auf euch zuschreitet und sich langsam, peu á peu entblättert und ihre natürliche Schönheit euch übermannt. Der brennende erste Kuss ihres Schmollmunds benebelt euch die Sinne und ihr schwebt auf einer Woge des Glücks dahin, hinfort, während Ranken vielleicht noch Fesselspiele möglich machen.

Die Risiken: Poison Ivy hat zunächst einmal eine manische Liebe für Pflanzen. Dann lange nichts, dann vielleicht Batman und physisch perfekte Männer (und Harleys) und dann einen Hass auf den Rest der Menschheit. Ich ordne euch jetzt einfach mal als „Rest der Menschheit“ ein. So wird es sich begeben, dass ihr entweder von kontrollierten Bäumen zertrampelt und zerquetscht werdet, von eben jenen Fesselranken in Stücke gerissen oder von ihrem Kuss um den letzten Verstand gebracht werdet. Poison Ivy ist zudem eine fähige Nahkampfspezialistin und hat selbst Batman schonmal in der animierten Serie besiegt. Eure Chancen, die Behausung dieser grünen Witwe lebendig zu verlassen könnt ihr euch somit an einer fingerlosen Hand abzählen.

Realisierungsfaktor: ★★★★☆ 4/5 – Sie ist zuweilen schon ein wenig nymphomanisch und wenn ihr ein durchtrainierter Adonis seid kann ich euch nur grünes Licht geben. Wenn nicht sieht es ganz anders aus und eure Fortpflanzung darf bezweifelt werden.

Tödlichkeitsfaktor: ♥♥♥♡♡  3/5 – Vielleicht rettet euch Batman, oder peinlicher… eventuell sogar Robin.

friendship-is-magicMy Little Pony – Animalisches „Vergnügen“

Die Fantasie: Hier muss ich leider ein wenig passen. Solche Aktivitäten mit kleinen Ponies haben mich bisher noch nicht einmal in meiner Fantasie besucht. Viele andere scheinen darüber aber doch den ein oder anderen Gedanken zu verlieren und die werten Bronies sind damit nicht alleine. Ein Chinesischer Hersteller hat auch eine aufblasbare Pony-Dame hergestellt, die für alles verfügbar ist. Sie sieht dabei auch klar wie Rainbow Dash aus. Aber vielleicht wollt ihr ja lieber Twilight Sparkle, Fluttershy oder ein wenig Cup Cake (wer sagt schon nein zu Cup Cakes, am I right?). Doch lieber Derpy? Die bringt auch direkt eine braune Tüte mit, falls notwendig. Vielleicht ist das ja so eine Zentauren Fantasie, allerdings dachte ich bislang, dass dies eher für Frauen interessant wäre. Ein Ausritt am Strand ist schließlich etwas sehr romantisches.

Die Risiken: Ich denke ihr landet in der Anstalt. Wer junge Ponies so missbraucht gehört vermutlich eingetütet. Mein begrenztes Wissen zeigt mir zudem, dass diese magischen Wesen über extreme Kräfte verfügen. Twilight Sparkle kann sowohl teleportieren als auch in der Zeit reisen. Sie wird euch als Säugling dann einfach über den Haufen rennen oder auf Abolom 15 absetzen, direkt neben interstellaren Schwerverbrechern. Mit Rainbow Dash mögt ihr zunächst im siebten Himmel sein, aber der Fall ist tief und dank Supergeschwindigkeit wird sie euch in Stücke reiten. Höllenritt.

Realisierungsfaktor: ☆☆☆☆☆ 0/5 – NULL. In Zahlen 0! Nada! Erotische Fantasien mit Comicpferdchen? Lieben, kleinen, niedlichen Pferdchen? Ich glaub es hackt. Wo ist diese Schandglocke von Game of Thrones, wenn ich sie dringend brauche? „Shame! Shame!“

Tödlichkeitsfaktor: ♥♥♥♡♡  3/5 – Die sind einfach alle so treu-doof und nett, die lassen euch sicherlich am leben. Leider.

red-sonja-13Red Sonja – Sword & Sorcery Barbarin

Die Fantasie: Im blutigen Staub der Arena und nach hartem Kampf gegen die Gladiatoren des bösen Schergens winkt als Belohnung ein Stündchen mit der Kriegerprinzessin (schon wieder eine Prinzessin in einem Metalbikini) Lustvoll und hart wird es werden, tiefste ursprüngliche Instinkte auslebend. Lautes Stöhnen hallt vom archaischen Mauerwerk wider und der staubige Boden hüllt euch in einen Nebel der Lust.

Die Risiken: Sonja hat für Männer wenig übrig. Scheint bei vielen rothaarigen Damen so zu sein. Sollte sie eine Belohnung sein könnt ihr davon ausgehen, dass sie alles, was greifbar ist zu einer tödlichen Waffe werden lässt und euch zur Not auch mit dem Staub oder eurem eigenen Geschlechtsteil töten könnte. Und das wird sie auch tun. Das Blut der Gladiatoren wird nicht das Einzige sein, aber eures sicherlich das Letzte auf diesem Liebesschlachtfeld. Dank unfassbarer Stärke und einem Leben aus Training und Kampf habt ihr Red Sonja auch rein gar nichts entgegenzusetzen. Außer einem letzten Wimmern und Schluchzen. So wird man sich an euch erinnern. Für wenige Sekunden.

Realisierungsfaktor: ★☆☆☆☆ 1/5 – Vielleicht seid ihr ja ein Zauberer und könnt sie mit einem Liebestrank oder ähnlichem gefügig machen. Ansonsten sehe ich schwarz…oder blutrot.

Tödlichkeitsfaktor: ♥♥♥♥♥  5/5 – Wenn ihr eure Hand nicht bei euch behaltet ist sie ab und andere Dinge auch.

 

sylvanasSylvanas Windrunner – Die Spielherrin

Die Fantasie: Eine alte verwitterte Ruine, überwuchert von Efeu und wilden Rosen. Der volle Mond tränkt die Nacht in ein silbernes Licht. Das Klirren von Rüstung durchdringt die Stille, als ihr Sylvanas von dem schweren Metall befreit. Ihr langes, weißes Haar bei Seite streichend entblößt ihr ihren Hals und ihre makellose kühle Haut, als das Feuer in euch die Kälte der Nacht entflammt. Ihre Augen lodern auf; Zorn, Leidenschaft, Wut, Verlangen. Alles wird eins als ihr über die Gräber taumelt und euch verliert bis ihr Sylvanas den Ruf der Todesfee entlockt.

Die Risiken: Sylvanas gelüstet es nach Rache und mit Männern hatte sie bisher nicht viel Glück. Sie kontrolliert Armeen der Toten und schreckt nicht davor zurück, diese nach Belieben für ihre Zwecke zu nutzen. Diese Ruinen werden euer Grab werden. Zudem ist sie mit dem Bogen geradezu vortrefflich und geschickt, das selbst Legolas bleich werden würde. Ihr werdet es den beiden gleich tun und euer Leben lassen, entweder von den Horden zermalmt oder von Pfeilen gespickt. Aber mit etwas Glück werdet ihr als Zombie wieder wach. Morgen früh. Wenn Sylvanas will.

Realisierungsfaktor: ★★★★★ 5/5 – … dass ihr als Zombie heil aus der Misere rauskommt.

Tödlichkeitsfaktor: ♥♥♥♥♡  4/5 – Als Zombie geht man ja nie so ganz, ein kleines Stück von deinem Hirn bleibt hier.

Unterwegs: Mario Kart – Turnier

Düsseldorf. Manchmal muss man eben Opfer bringen, schließlich geht es um ein Mario Kart – Turnier! Dieses wurde im Cube stilecht auf dem N64 bestritten. Selbstverständlich war ich vor Ort und da ich eine seriöse, gut vorbereitete Bloggerin bin, weiß ich auch noch genau, wie viele Teilnehmer wir waren. Zwischen 8 und 15 nämlich. Glaube ich.

Die Kneipe in der Altstadt, in der auch der ein oder andere kleine Liveact und Poetry Slam stattfindet, ist von außen derart unscheinbar, dass ich bislang stets fröhlich daran vorbei gelaufen bin. Schade eigentlich, denn sie entpuppt sich als sehr angenehm-abgeranzte Location, die, wie sicher jeder Gast zugeben muss, eigentlich eher nach Köln passen würde denn nach Düsseldorf. Die spielbereite Runde ist überschaubar – eine Art Wohnzimmeratmosphäre entsteht, in der bereits nach einer kurzen Weile lautstark Peniswitze gerissen werden. Logisch. Ich war ja da. Die lockere Runde bildet die perfekte Voraussetzung für ein Turnier dieser Art!

MarioKart

Unter Umständen vielleicht könnte es eventuell sein, dass ich gar nicht wirklich über den Verlauf des Turnieres erzählen möchte. Ich bin eine Mario Kart Veteranin! Königin der heißen Reifen! Meisterin der Karts! Zumindest war ich das bis gestern. Höchstwahrscheinlich war das Cider schlecht oder ich vertrage einfach Altbier nicht so gut, aber ich bin selten so mies gefahren. Könnte auch an Peach liegen, die mir zugelost wurde. Dabei bin ich doch eine Yoshi-Spielerin! Unverschämtheit! Zugegebenermaßen war ich einfach nicht gut. Ich weine. Innerlich.

13256298_1044078512340505_7011360173003325272_n

Verdient gewonnen hat dann in einem harten Battle-Stechen ein alter Abendschulkollege von mir, Dennis, der die 3l Astraflasche als Trophäe mit nach Hause nehmen durfte. Es waren spannende Kartkämpfe epischen Ausmaßes! Die Erde hat während des Spiels vor Großartigkeit gebebt und irgendwo in China ist deswegen ein Sack Reis umgefallen! Wirklich! Glaubt der Frau aus dem Internet.

Der kleine Abstecher in die Altstadt hat sich definitiv gelohnt; es war ein lustiger Abend mit netten Leuten. Hatte viel zu lange kein Mario Kart gespielt! Falls ihr also in Düsseldorf wohnt und beim nächsten Event dieser Art noch nichts vorhabt, schadet es sicher nicht, dort auch mal vorbeizusehen.

BierController2Mario Kart 2Mario Kart 3

 

Der Science Slam in Köln

Nach der Düsseldorfer Nerd Nite zog es mich vergangene Woche mal wieder nach Köln. Dorthin, wo der sympathische – wenn auch nicht besonders großartige – Fußball wohnt und die Kneipen noch gute Stimmung verbreiten! Kurz: In meine erklärte Lieblingsstadt. Geblendet werden möchte ich davon jedoch nicht, schließlich hatte ich anderes vor. Wissensanhäufung in Kombination mit unterhaltsamen Slam, oder, wie es die Veranstalter ausdrücken: „Es wird bei uns wieder geslammt! Und zwar nicht Poetry sondern Science!

Frohen Mutes schlenderten wir also gen Kölner Stadtbibliothek und waren kurz darauf schier schockiert über die unerhörte Pünktlichkeit der Kölner: Wir waren eine Dreiviertelstunde zu früh und doch waren bereits alle Sitzplätze belegt! Mysteriös.Ob das wirklich alles Kölner waren? Schade, dass das nicht in einem der Slams untersucht wurde.

Kaum doch noch mit illustren Sitzplätzen ausgestattet, zeigte Moderator Andreas Maier sehr anschaulich, dass der Science Slam kaum etwas mit der Nerd Nite zu tun hat. Gleich zu Beginn entstand eine gewisse Lebhaftigkeit, die nicht allein durch die Moderation, sondern auch durch das Einbinden der Gäste erreicht wurde. Sei es, dass zwei, drei Zuschauer als Los-Feen oder Zeitstopper ernannt wurden oder die Allgemeinheit der Zuschauer später diskutierenderweise in kleinen Grüppchen Punkte an die Slammer verteilen sollten – die Stimmung lockerte sich von Minute zu Minute.

Das Herzstück des Slams sind und waren natürlich die Slammer selbst, die möglichst informativ und kurzweilig, ihre jeweiligen Forschungsschwerpunkte innerhalb von maximal zehn Minuten vorstellten. Sechs Slammer an der Zahl, sechs unterschiedliche Themen zwischen Germanistik und Medizin.

Der erste Slam über den Energieverbrauch von Häusern und deren Dämmung von Mehmet Aksözen vom Institut für Denkmalpflege und Bauforschung der ETH Zürich war da ein denkbar ungünstiger Start für mich, denn dieses Thema ist keines, das mich sofort vom Hocker haut. Da reissen auch die Pudelmützen, die er den Gebäuden innerhalb der Folien auf den klötzernen Kopf gesetzt hat, nicht viel. Von Slam zu Slam wurden die Themen jedoch ansprechender, interessanter oder schlichtweg informativer. Sehr gefreut habe ich mich über den Slam Ayaz Khans vom Forschungszentrum Jülich, der mich zurück an mein eigenes Dating mit der Radio-Carbon-Methode erinnert hat. Hach. Schöne Vorlesungszeit.

Über die einzelnen Slams berichten möchte ich an dieser Stelle allerdings nicht. Warum? Ganz einfach: Die Stadtbibliothek Köln hat auf ihrem Channel bewegtes Bildmaterial bereitgestellt. Das sagt mehr als mein schnödes Getippe.

Die „Playlist“:

  1. Mehmet Aksözen über Dämmung von Gebäuden
  2. Elina Khachatryan über experimentelle Ökonomie
  3. Jasmin Barman über Erythropoetische Protoporphyrie (EPP)
  4. Lorenz Adlung über die Berechnung von Tumorzellen
  5. Verena Romoth über Komposita

Der Beitrag über das Radio-Carbon-Dating fehlt leider.

Am Ende gewonnen mit 93 von 100 möglichen Punkten hat übrigens Slam Nummer 3 über Erythropoetische Protoporphyrie (EPP). Verdient, würde ich sagen, auch wenn ich Lorenz Adlung ganz knapp vorne gesehen hatte.

Insgesamt war es ein sehr netter und kurzweiliger Abend, den ich gerne weiterempfehlen kann. Einige Slams waren wirklich informativ, die meisten sehr witzig und alle sehr sympathisch vorgetragen. Der nächste Kölner Science Slam findet im Juni statt. Karten sollten dabei vorbestellt werden, da die Karten beim letzten mal bereits vor dem Start ausverkauft waren. Um auf dem Laufenden zu bleiben abonniert am besten den Blog „geeks@cologne“, in dem die Termine angekündigt werden. Mehr Fotos und Kurzvorstellungen der einzelnen Slams dieses Abends gibt es in diesem Beitrag.

 

*klick* Über Legolitis, verkleidete Frauen und Atmosphäre in Videospielreviews

Planänderung: Linktipps werde ich nun nicht jeden Sonntag, sondern jeden zweiten Sonntag posten. Sonst bestünde mein Blog ja bald nur noch aus Linktipps! Nein, diese Invasion kann ich nicht zulassen! Am heutigen tage jedoch versetzen euch die Links mehrfach in die Vergangenheit, zeigen euch die Tragbarkeit diverser Cosplays und verraten, ob ihr auch an der gefürchteten Krankheit „Legolitis“ leidet:

[Kommentar] Eine Review zur Atmosphäre?

phinphinsPhinphin bricht eine kleine Lanze für die Atmosphäre in Spielen. Genauer: Für die Betrachtung eben jener in Spielereviews. Seiner Meinung nach kommt die Atmosphäre deutlich zu kurz, der Fokus liegt ihm zu sehr auf den technischen Details, dem Gameplay und der Graphik. Dabei könnte man die Atmosphäre doch dezent in die Review einfließen lassen, den Lesern ein Gefühl dafür geben, ob und wenn ja inwieweit der jeweilige Titel vor atmosphärischer Tiefe ist. Ein Thema, das man diskutieren kann, selbst wenn man seine meinung nicht teilt. Wo? Am besten gleich unter seinem Artikel.

Link


 

Kingdom Come: Deliverance: Neue Trailer und Gameplay-Videos

kingdom come deliveranceAuf kaum ein Spiel freue ich mich derzeit mehr als auf Kingdom Come: Deliverance. Damals auf der Gamescom war es Liebe auf den ersten Blick, es folgten Monate des Harrens und Wartens auf neue Videoschnipsel und die Liebe wurde nicht geringer. Warum? Es wird ein Spiel, das mit seinem recht historischen Setting an meine Archäologenseele appelliert und mit dem weniger auf fantastischen Style, denn auf realistische Taktiken setzenden Kampfsystem auch mal ungewohnte Pfade bestreitet, die ich sehr spannend finde. Da bIlder jedoch mehr sagen als tausend schnöde Worte, empfehle ich euch einfach die Links zu den Videos:

Beta Access Trailer | 30 Minuten Gameplay


 

10 Anzeichen, dass ihr Legolitis habt

impericus-und-lego-xwingImpericus, der kleine Imp vom Nerd-Wiki, hat Legolitis. Diese bislang kaum erforschte Krankheit galt in prähistorischer Zeit als Kinderseuche, die sich mit dem Alter langsam auswächst, doch jüngste Forschungen bestätigen, was mancher lange befürchtete: Sie betrifft auch Erwachsene. Impericus erzählt euch, wie man diese furchtbare Krankheit diagnostiziert, an der auch mein Freund und ich leiden. Leider. Falls ihr glaubt, dass auch ihr betroffen sein könntet, schaut am besten bei ihm vorbei. Zwar gibt es noch immer keine Heilung. Doch es ist nie verkehrt, zu wissen, wovon man betroffen ist. [Nicht für Hypochonder geeignet]

Link


 

The practicality of video game outfits, reviewed by Cosplayers

cosplayFort von schlimmen Legolitis-Anfällen hin zu den amüsanteren Themen, die das Geekversum (Ok. Vergessen wir dieses Wort schnell wieder.) zu bieten hat: Luftigen Cosplays. Spandex, das sich eng an Körper schmiegt, wirkt auf den ersten Blick vielleicht unbequem, doch ist „sexy“ nicht gleich „untragbar“! Dieses Ranking zeigt die Praktikabilität von diversen Videospielcharakter-Kostümchen auf und rankt sie von Best zu Worst. Nun überlege ich ernsthaft, zur Gamescom als Cammy zu gehen,andererseits liebäugel ich auch sehr mit einem Alice-Cosplay aus der ersten Resident Evil-Verfilmung! Ich wette, dass das auch sehr praktikabel ist!

Link


 

[Recherche] Sie sind Legion? Frauen als Soldaten in der Navy

RechercheMeine höchstgeschätzte Autorenkollegin Meara Finnegan hat es nicht leicht, denn ihr jüngster Plot verlangt nach einer als Mann verkleideten Frau. In einem historischen Setting. Hallo, Klischee! Um der Klischeefalle zu entgehen, hat sie zum Glück das getan, was leider die wenigsten tun: Sie hat recherchiert. Gründlich. Ein paar ihrer Ergebnisse präsentiert sie uns in ihrem Artikel, der einige Beispiele verkleideter Frauen in der Navy aufzeigt und gleichzeitig darlegt, dass es keine allzu große Seltenheit war, dass sich Frauen „unerkannt“ in Männerrollen bewegten.

Link


 

Daisy Ridley gives message of kindness after „real women“ comment

daisy ridley„Richtige Frauen haben Kurven“ oder „Nur Hunde spielen mit Knochen“ sind Aussagen, die ich persönlich nicht. Mehr. Lesen. Will.(nicht umsonst habe ich vor Jahren auch mal darüber gesprochen.) Was definiert, was eine „richtige“ Frau ist? Definitiv nicht die Masse an Muskeln oder Fett. Auch Daisy Ridley wurde als sehr schlanke Frau kürzlich mit der Thematik konfrontiert, als ihr ein Internetmensch vorwarf, ob ihrer Figur ein schlechtes Vorbild zu sein und ohnehin keine echte Frau sei. Sie fand eine passende Antwort.

Link

ASMR – für Geeks

Vor ein paar Tagen bin ich zum ersten Mal bewusst über ASMR gestolpert, als ich Sounds/atmosphärische Stücke zum Schreiben gesucht habe. Auf vielfache Weise war ich sofort fasziniert, denn irgendwie tat sich mir da eine ganze neue Welt auf. Doch der Reihe nach: Was ist ASMR überhaupt? In seiner vollen Länge nennt es sich Autonomous Sensory Meridian Response und ist ein recht junges Phänomen, das primär im Internet auftaucht. Durch bestimmte, triggernde Geräusche wie das sanfte Klacken von Fingerspitzen über Gegenstände, beruhigendes Flüstern oder Bürstenstriche, durch „persönliche Aufmerksamkeit“ des Youtubers für den Zuschauer und durch zärtliches Rollenspiel via Youtube soll sich der Zuschauer entspannen, sich eventuell in eine behagliche Kindheit zurückversetzen, einen „Hör-Orgasmus“ erfahren. Dieser äußert sich meist mit totaler Entspannung und Kopfkribbeln. Sagt man. Hier ein Beispiel eines asmr-Videos. Und hier noch eines, inklusive typischem Arztrollenspiel. Wichtig dabei ist das Aufsetzen von Kopfhörern, da die Lautsprecher die Nähe zerstören und das Erleben nicht wiedergeben können wie gewollt.

Um es kurz zu sagen: Oben Genanntes wirkt bei mir nicht wirklich. Es ist einfach nicht mein Ding. Allerdings kann ich durchaus verstehen, dass es viele Leute gerne hören/sehen. Warum auch nicht? Was ich dagegen allerdings hochgradig entspannend und vor allen Dingen inspirierend finde, sind klare, qualitativ hochwertige, „reine“ Geräusche ohne dass dabei ein Mensch eine Rolle spielt. Dieser Channel bietet einige dieser Sounds an. Das hilft mir wirklich häufig, vor dem Schreiben abzuschalten und mich zu konzentrieren.

Und da ich nunmal ich bin – Verzeihen Sie bitte – habe ich das selber auch einmal ausprobiert. Natürlich in der geekigen Version. Logisch.  Bitteschön!

[Das Rauschen im Hintergrund ist künstlerische Freiheit und mein Flüstern so leise, damit ihr euch du dich rollenspielgerecht so fühlst, als wärst du beim Ohrenarzt! Oder so. Außerdem ist der Vlog hochgradig ernst gemeint, as usual.]

Bodypaint par ex­cel­lence: Kay Pike

Als optisch veranlagter Mensch erkenne ich Schönheit, wenn ich sie sehe! Wenn sich diese dann noch mit Cosplay, Comics und/oder Kunst verbindet bin ich hin und weg. So auch bei Model, Entertainerin und Künstlerin Kay Pike. Sie stellt sich derart kunstvoll in Szene, dass es kein Wunder ist, dass sie bereits eine Anhängerschar um sich gesammelt hat, zu der ich mich nun unauffällig hinzugesellt habe.

Ob Dark Phoenix, Lady Deadpool oder Captain Planet, kaum ein Superheld – oder Superschurke – scheint vor ihr sicher zu sein. Ihre neuste Kreation: Poison Ivy. Den Schaffensprozess zeigt sie in dem nun folgenden Timelapse-Video, Fotos und Erläuterungen gibt es hier.

Falls ihr Bodypainting ebenso sehr schätzt wie ich, kann ein Blick auf eine ihrer Seiten definitiv nicht schaden!

Lady Deapool BodypaintI Painted a Lady Deadpool on http://www.twitch.tv/kaypikefashion yesterday!Very excited to see the new movie. This video has our favourite 4rth wall humour #deadpool is famous for.Ever since @lustredust https://www.facebook.com/LMMakeupArtist painted me as Lady Deadpool for Edmonton Expo I’ve been itching to get back into character!I’m really very happy with this one! I used three lighting sources, one ambient white, one spotlight blue and and one pin-light yellow.I was doing a #speedrun paint so I could see how fast I can go after two months of practice, it only took 5 hours! I’m cereal! I had help in my #twitchtv stream, the chat was dictated to me so I could socialize with everyone without having to read and it took this level of paint (normally I would stream for 14 hours) down to a reasonable level! I had time to make balloon things for people and just play and hangout and feel good before a photo-shoot. My moderators were really helping too <3 <3 <3 I HAVE PROOF I can paint end entertain in a reasonable amount of time!SO EVERYONE tell your favorite convention!#ladydeadpool #deadpoolmovie Ryan Renolds Rob Liefeld #robliefeld Fabian Nicieza Rhett Reese Paul Wernick Brianna Hildebrand Ed Skrein T.J. Miller Morena Baccarin Gina Carano Stefan Kapicic Deadpool Movie Calgary Comic and Entertainment Expo Cineplex Kryolan Professional Make-up Kryolan USA Mehron NY SEPHORA SEPHORA Ben Nye Makeup Company Marvel #makeup #bodypaint #yyc #calgary #mua #makeupartist #comic #comicbooks #illusion #costume #cosplay #cospaint #bodyart Twitch #twitchcreative #twitch #marvel #fanart #marveluniverse

Posted by Kay Pike (Designer/ Model) on Mittwoch, 10. Februar 2016

Dark Phoenix BodypaintDark Phoenix is who I painted last time on http://www.twitch.tv/kaypikefashion This insanely powerful very complex character was a joy to create in paint. I used a viscous amount of ambient orange lights and back-lighting of red. Light was affecting every paint choice :D It was a Challenge as always to to the extreme contrasts with the style. I last did it with Robin.The animation was fun too, We turned up the gel lamp and tied it into the blowing animation. Fire and Drama :DIm practising up as one day I want to paint @lustredust as the green version *lifegoals*The Wig is a Matilda in Crimson from Arda Wigs Canada https://www.facebook.com/ArdaWigs/#darkphoenix #jeangray #marvel #xmen #comics #StanLee Haley Ramm Sophie Turner Hugh Jackman @bryanjaysinger Patrick Stewart Greg Paki @ryan stegman Stan Lee #JackKirby #redhair #yyc #calgary #bodyart Twitch Kryolan Professional Make-up Mehron NY SEPHORA @Calgary Calgary Comic and Entertainment Expo Ben Nye Makeup #mehronmakeup #kryolanofficial #mehron Wolfe Brothers Face Art & FX #makeup #mua #makeupartist #comic #comicbooks #cosplay #cospaint #twitchcreative #twitch #fanart #beauty #Dark #Phoenix #bodypaint #paint

Posted by Kay Pike (Designer/ Model) on Donnerstag, 25. Februar 2016


 

Unterstützen kann man die Dame via Patreon oder Twitch. Auf letzterem veranstaltet sie regelmäßig Livestreams, in denen sie sich bepinselt, über ihre Arbeit quatscht oder beides miteinander kombiniert. Auch zu finden ist sie bspw. bei Instagram.

Neidlos muss ich anerkennen, dass ihr Körper wie geschaffen für dieserart Kunst ist. Ich würde es genau so machen. Gibt es eigentlich auch eine männliche Version davon?

*klick* Die Links der Woche

 

Traditionellerweise hat das Internet Links und Artikel zu bieten. Dankt mir später für diese Erkenntnis. Um diesen Artikeln, Neuerscheinungen und interessanten Gedankengängen fremder Menschen Raum zu bieten, möchte ich fortan jeden Sonntag Links teilen, die ich für sehr klickbar erachte.

Heute gibt es Gaimansches auf die Ohren, Wissenswertes über Meerjungfrauen- und Warcraftsex und skurrile Gamingfakten.

Neil Gaimans „Neverwhere“ als Hörspiel

NeverwhereNeil Gaiman ist definitiv einer meiner Lieblingsautoren. Kein Wunder also, dass ich dezent entzückt bin, dass eines seiner Urban Fantasy Bücher – Neverwhere – von der BBC nun als Hörspiel produziert wurde. Mit bekannten Namen wie James McAvoy, Benedict Cumberbatch, Natalie Dormer, Sophie Okonedo und, ganz besonders toll, auch noch Christopher Lee. Die Story: Unter den Straßen Londons existiert noch ein anderes London mit verlassenen U-Bahnhöfen, Katakomben und Kanälen. Es ist eine krude, bizarre Nebenwelt, in der auch kuriose Gestalten hausen. Dort hinein platzt der Geschäftsmann Richard Mayhew, der doch eigentlich nur einem Mädchen helfen will… Das Hörspiel kann man sich noch fast einen Monat lang kostenlos auf der Website anhören.

Link


Skurriles Gaming-Wissen

skurriles_gaming_wissenÜber 190 Seiten geballte „unnützes Wissen“ aus der Gamingwelt versammelt Jonas Weiser in diesem 190 Seiten umfassenden Buch. Der begeisterte Gamer und Gründer des  Online-Magazins NMag hat in elf Kapiteln rund 600 Fakten zusammengestellt, die von MMOs über Jump’n’Runs bishin zu Shootern jedes Genre abdecken und Skurrilitäten ebenso besprechen wie Pannen und ominöse Rekorde. Was haben fröhliche Einhörner mit Diablo lll zu tun? Gab es zum Launch von Resident Evil 6 Menschenfleisch zu kaufen? Und hat Conker eine gespaltene Persönlichkeit? Ja, das Büchlein ist kurzweilig und eignet sich hervorragend für Bahnfahrten. Guddy-approved. Außerdem sei noch die Website ans Herz gelegt, die einige Fakten nochmal hübsch aufbereitet.

Website | Amazonlink


„Ein Ding zuviel – oder: Nichts ändert sich“

eindingzuviel_cover (1)Gloria hat seit Ewigkeiten kein World of Warcraft mehr gespielt und es jetzt wieder herausgekramt, auf der hoffnungsvollen Suche nach ein bisschen Rollenspiel. Ja, das gab es dort damals. Gerüchteweise. Gloria nimmt uns hier mit auf eine Reise voller abstruser Begebenheiten und Spielern, deren Vorlieben irgendwo zwischen Cybersexy und.. naja.. Cybersex schwanken. IC-Tavernen. Immer wieder amüsant.

Link


„What Shipping Richonne Taught Me About Racism“

gif-9[Spoiler The Walking Dead Season 6] Rick und Michonne haben es getan. Im Fernsehen. Einfach so. Gut, natürlich wurde weggeblendet und das für Artikelautorin Sharon eigentlich Interessante ist, dass sich hier eine Schwarze und ein Weißer zusammengetan haben. Sie, als Schwarze, erzählt hier, warum sie dieser Umstand glücklich gemacht hat, was es für sie bedeutet und was sie als jaherelange „Shipperin“ dieses Paares in der Zeit über Rassismus gelernt hat.

Link


Mermaid-Sex

tumblr_nfn0x5MIfW1tzzz5eo1_r1_500Ein Meeresbiologe wurde gefragt: Wie könnten Meermenschen eigentlich Sex haben? Ja, wenn sich Wissenschaft und Phantastik vereinen, können schonmal skurrile Artikel entstehen, die auf eine etwas verstörende art und Weise sehr interessant sind. Immerhin lernt man nebenbei nicht nur etwas über fiktives Paarungsverhalten, sondern irgendwie auch etwas über ganz reale Begebenheiten gratis dazu. Auch wenn Fische nicht unbedingt meine Lieblingstiere sind.

Link

Gesucht: Freiwillige aus der Geekbranche für neue Artikelreihe

Es interessiert mich brennend: Wie sieht das Arbeitsleben eines Menschen aus der Geekbranche aus? [Klischees inc.] Woher nimmt etwa ein Fantasyautor seine Inspirationen? Zu welcher Tageszeit schreibt er am besten? Recherchiert er in antiken Büchern? Und wie steht es mit anderen Berufsständen innerhalb des Geektums? Sind Comiczeichner wirklich nur nachtaktiv? Wie sieht es mit dem Kaffeekonsum von Spieleredakteuren aus? Und was ist mit Spieleübersetzern? Rollenspielautoren? Die Liste ist beliebig weit fortführbar!

Mir ist durchaus bewusst, dass es nicht den Fantasyautoren gibt. Der eine schreibt tagsüber, der nächste nachts. Dennoch: um einen Überblick zu erhalten, ist ein Einblick in das Leben eines (bspw.) Fantasyautoren absolut nicht uninteressant. Daher suche ich genau solche Leute. Menschen, die in solchen Berufen (verknüpft mit Gaming, Rollenspielen, Comics, Fantasy etc.) tätig sind und etwas zu erzählen haben. Die einen Einblick in ihre Welt gewähren. Die Lust darauf haben, ihr Tätigkeitsfeld in einen persönlicheren Rahmen zu betten und vorzustellen. Die Klischees widerlegen oder gar noch bestätigen wollen!

Dazu werde ich nur ein paar Stichpunkte bzw. Fragen liefern, einen groben Rahmen, innerhalb dessen sich der Vorstellende kreativ bewegen kann. Ob ihr den Text selber schreibt oder ihr mir nur die Fakten nennt und ich ihn dann selber verfasse, bleibt euch überlassen. Auch ein Interview wäre vorstellbar, via Skype oder, wenn ihr im Raum Düsseldorf/Köln wohnt, auch live in einem Café. Ich bin da ganz offen und richte mich nach euren Wünschen. Der Titel der Reihe sagt sicher schon aus, in welche Richtung es gehen soll: „Ein Tag im Leben eines…“ Zwei Personen (u.a. einen Spieleübersetzer) habe ich bereits an der Hand, natürlich freue ich mich auf mehr Freiwillige!

Wer also kennt eine solche Person und kann sie nett auf diesen Aufruf hinweisen? Bist du vielleicht selber in der Branche tätig und willig, einen Text bereitszustellen? Vergüten kann ich leider nicht, werde jedoch jeden einzelnen der Artikel selbstverständlich mit Links zu eurer Website oder anderen, gewünschten Internetpräsenzen schmücken, sowie euren Namen oder, wenn gewünscht, Pseudonym nennen. Es geht um Unterhaltung, und die sollte bestenfalls auf beiden Seiten bestehen. Ob kleines Licht, 400,- Jobber oder jemand im Format eines Joss Whedon  ist mir dabei egal. Wichtig ist, dass die ausgeübte Tätigkeit Stoff für einen Artikel gibt.

Zeitlich ist kein fester Rahmen gesetzt, eine gewisse Regelmäßigkeit von „alle zwei Wochen ein Artikel“ strebe ich jedoch an, sobald die Reihe gestartet ist, je nachdem, wie viele Freiwillige sich überhaupt zur Verfügung stellen.

Es winken Ruhm und Ehre!*

►►► Meldung bitte an diese Mail

Ich freue mich auf eine Zusammenfreizeit!

*zumindest im unmittelbaren Umkreis von drei Pixeln. Und ja, „Ruhm und Ehre!“ ist dezent ironisch gemeint. ;)

Ein kleiner Nachtrag: Ich bin eine Bloggerin und kenne selber die abstrusen Phrasen, die Unternehmen teilweise verwenden, wenn sie Kooperationen mit Bloggern starten möchten. Die nur nehmen, statt geben wollen. Das sehe ich hier nicht. Für mich ist es ein erweiterter Gastbeitrag und ich selber sehe auch keinen müden Cent. Da ich selber auch Wert darauf lege, gewisse Eigenleistungen zu erbringen, schreibe ich an dem Beitrag natürlich mit: Vorwort, Kommentare, Nachwort und ggf. eben auch den gesamten Text. Ich würde eure Texte in meine Kommentare einbetten oder sie damit würzen. Es ist nicht „nur“ ein Gastbeitrag, sondern wäre im Mindestfall ein moderierter Gastartikel. Wer damit nicht einverstanden ist muss sich natürlich nicht melden! :) Nur lasse ich mir „faules für mich arbeiten lassen“ nicht gefallen. Ich bereite vor, ich bereite nach und schreibe mit.

Bastel deinen eigenen Snitch!

Ihr kennt das: Ihr sitzt auf euren fliegenden Besen, wollt Quidditch spielen, doch ihr habt absolut keine Ahnung mehr wo ihr den Goldnen Snitch abgelegt habt? Zum Glück schafft Odin nun Abhilfe, denn mit seiner Hilfe könnt ihr den Snitch nachbauen. (Eventuell wird er nicht so funktionstüchtig sein wie gewünscht. Aber ach, Details…)

Veröffentlicht wurde das Video auf dem Kanal Awe me, den ich vor allen Dingen für seine Man at Arms-Serie sehr schätze. Nun bin ich selber kein allzu großer Fan Harry Potters, doch hatte es mir der flinke Snitch immer angetan und diese hier vorgestellte Anleitung werde ich vielleicht beizeiten selber ausprobieren! Wenn ich doch nur nicht zwei linke Hände hätte… Aber vielleicht seid ihr da ja geschickter!

Nerd Nite – Bier und Batman in Bilk

 

Treffen sich ein Psychologe, ein Windturbinenspezialist, ein Feedbackjunkie und ein Batman-Geek… Was beginnt wie ein etwas zu lang geratener Flachwitz entpuppt sich als kleines Event im Herzen von Düsseldorf vermutlich von und definitiv für Nerds und Geeks.

Einsam und alleine kam ich also am gestrigen Abend in Bilk an. Was ich wusste: Vier Nerds werden dort jeweils einen hoffentlich leidenschaftlichen Vortrag über ihr liebstes Thema halten. Um die wahrhaftige Identität Batmans sollte es gehen, um mein ehemaliges Studienfach Archäologie und um druckbare Windkraftanlagen für jedermann. Alles klar, dachte ich mir, folge ich also den – natürlich und ausschließlich, schließlich leben wir hier im Land der Klischees! – nerdbebrillten Fußgängern, die mir hoffentlich den Weg durch die mir feindlich gesinnte Stadt zeigen würden. Kaum im Boui Boui Bilk angekommen, bot sich mir ein freudiges Bild: Es gab Bier. Gut, eher: „Bier“, denn Kölsch fand der geneigte Biergenießer hier natürlich nicht. Die kleine Halle, frisch bestuhlt und von offenbar freudig erregten Menschen beseelt, gab den Blick auf die niedliche Bühne frei, auf der sich die vier Helden der Redekunst bald einfinden würden. Bühne frei für Rainer Stoff, der als Moderator durch den Abend führte und später den ein oder anderen spitzen Kommentar losließ. Noch jedoch zeigte er sich handzahm und präsentierte charmant den ersten Redner: Holger Prang.

Dieser bricht das ohnehin bereits sehr dünne Eis mit unterhaltsamen Anekdoten seiner Jugend: Damals, als er in der Schule noch ein äußerst instabiles Windkraftanlägchen erstellt hatte, das man nicht nur ohne Unterlass festhalten musste, sondern sich auch im Kern als sehr widerspenstig herausstellte. Der mutige Herr Holger jedoch ließ sich nicht beirren und kann heute auf ein sehr spannendes, nützliches Projekt aufmerksam machen, nämlich auf den Airfling. Eine nahezu handliche Windturbine, die in der Herstellung erstaunlich wenig kostet und genau das auch als Ziel anbringt, schließlich soll es nicht nur strom erzeugen, sondern auch für Jedermann erschwinglich sein. Es gilt, Strom zu fernen Ländern zu bringen, dorthin, wo man ihn dringend benötigt. Darüberhinaus ist es mit dem 3D-Drucker ausdruckbar, der Download steht jederzeit kostenlos zur Verfügung. Spezialisten unter euch, die dem Prozess beiwohnen und ein wenig helfen wollen? 

Kaum hatte ich mich an das Technische gewöhnt, wurde die erste Pause eingeläutet. Zwischen den einzelnen Vorträgen wird man dazu angeleitet, doch mit dem Moderator zu kickern, noch ein bisschen am Bierchen zu nippen oder sich auszutauschen. Sehr gerne, denn alleine macht das alles ja weniger Spaß! Ein Gesprächspartner wurde schnell gefunden, doch zu diesem später mehr.

Nerd Nite Benjamin

Benjamin Pieck, seines Zeichens Psychologe, plauderte über Selbst- und Fremdwahrnehmung, über illusionen und die Macht des Kaugummikauens und das derart unterhaltsam, dass ich fast aufgesprungen wäre, um mich für Psychologie einzuschreiben. Nach seinem Vortrag hätte er eigentlich mit dem Archäologen abklatschen müssen, leider wurde dieser jedoch relativ spontan durch Dirk Löffelbein ersetzt. Aber warum auch nicht, schließlich ist Kritik und Feedback, dessen er sich verschrieben hat, auch ein interessantes Gebiet. Zwar ist es keines, das ich unbedingt als „Nerd- oder Geekthema“ beschreiben würde, aber immerhin ist es eines, mit dem jeder in Berührung kommt.

Auf das letzte Thema „Batman ist die wirkliche Identität und Bruce Wayne das Alter Ego“ freute ich mich persönlich sehr und war auch gar entzückt vom ersten Auftritt Yasemin Dingils, die mit ihrer Jokerjacke ein wirklich sehr schönes Bild abgab. Doch leider verzettelte sie sich im Laufe ihres Vortrages, der sich letztlich um ihre Fanliebe zu Batman drehte und eher wenig Tiefgang und dafür ein paar Fehlerchen bot. Dass Rainer in der Rolle des Moderators leider auch eher ihre deutlich spürbare Aufregung schürte und noch einen drauf setzte, indem er sie – meinem Empfinden nach – teilweise sogar bloßstellte, war da auch nicht gerade förderlich. Die Unruhe im Publikum war Feedback genug.Nerd Nite Yasemin

Anhand des letzten Auftrittes merkte man sehr gut, dass hier nicht nur Profis auf der Bühne stehen. Gerade diesen Umstand finde ich sehr interessant und sympathisch, schließlich geht es um Leidenschaften, um Themen, die einen bewegen, um das vor Liebe schier berstende Nerdherz. Alle vier Vorträge fand ich auf ihre Art und Weise spannend und unterhaltsam, sodass ich mich sehr auf das nächste Mal freue: Voraussichtlich am 10. MärzNicht jedes Thema mag zunächst interessant erschienen, doch ist es die Vielfalt und der Blick auf von einem selber stiefmütterlich behandelte Themen, die den Horizont erweitern. Für die kommende Veranstaltung stehen die Themen noch nicht fest. Vielleicht traue ich mich ja selber, mich mit einem Thema zu bewerben. Derer gibt es schließlich genug!

An dieser Stelle ein kurzer Exkurs zu dem netten Kerl, der mich aus meiner Einsamkeit erlöste und insbesondere auf das Projekt, das er nebenbei unterstützt: Viva con Agua. Diese gemeinnützige Organisation, die sich für den weltweiten Zugang zu sauberem Trinkwasser einsetzt, dafür Spenden sammelt und selber aktiv wird. Das werde ich mir definitiv auch nochmal näher ansehen.

Die Nerd Nite war ein sehr lustiger Abend, den ich gerne wiederholen werde. Solltet ihr also bei einem der nächsten Termine zufällig im Lande sein, trifft man sich eventuell dort!

 

Facebook | Website | Preis: 6€AK, 5€VK | Einlass: 19 Uhr | Beginn: 20 Uhr

Ant-Man meets Stephen Hawking: “Anyone Can Quantum”

Ein zeitreisender Keanu Reeves führt per voice-over durch das Geschehen, das man so mit Sicherheit nicht erwartet hat: Paul Rudd spielt Quantum-Schach gegen, ausgerechnet, Stephen Hawking und das auf eine verdammt unterhaltsame und interessante Weise die einige Insiderwitze bereit hält. Unterstützt durch die Kraft der Ameise und gezwitscherter Hilfestellung gilt es, die Zukunft der Menschheit zu sichern! “Anyone Can Quantum”. Selbst Paul Rudd.

Gestern erschien das Video auf Caltechs “One Entangled Evening-Event, das vom „Institute for Quantum Information and Matter“ gehostet wurde. Und ja, ich fhle mich ein bisschen in die Quantenmechanik eingeführt. Oder so.

Gebaut: Lego Star Wars – Figuren

Obacht, dieses Artikelchen ist reich bebildert. Doch kann ich nichts dafür, Schuld sind diese gar putzigen Figuren aus dem Hause Lego, die sich derart formvollendet in ihre Posen schmiegen, dass ich kaum zu knipsen aufhören konnte! Streng genommen sind diese Figuren natürlich für Kinder ab 8, machen sich nichtsdestotrotz aber ganz hervorragend als Raumdekoration! Die, nebenbei bemerkt, beim Zusammenbauen wirklich Spaß macht. Logisch. Vader bekamen wir bereits zu Weihnachten geschenkt und da er uns auf dem Comicregal so einsam vorgekommen ist, haben wir die Dunkle Macht diese Woche um zwei weitere Persönlichkeiten verstärkt.

Während die kleine Phasma und der kleine Kylo mit 82 bzw. 86 Legoteilen auskommen, schafft es Darth Vader auf beachtliche 160 und dauert entsprechend länger beim Zusammenbau: Rund 45 Minuten im Vergleich zu den jeweils ~15 Minuten der anderen beiden. Mit 26cm sind immerhin alle gleich groß und brauchen in diesem Bereich keinen Vergleich scheuen. Der Zusammenbau selbst hat sich als nicht übermäßig kompliziert herausgestellt, wobei gerade Darth Vader ein wenig mehr fordert.

Phasma bringt ihren Blaster mit, der Dank der Federvorrichtung putzige Munition abfeuern kann, Kylo Ren und Vader präsentieren ihre Lichtschwerter und alle drei tragen ihre Umhänge, die zu Recht nicht zum Trend geworden sind. Die Figuren sind beweglich und in ein paar Positionen werfbar. Und: Sie sind preislich wirklich sehr erschwinglich. Mit ihnen spielen würde ich trotzdem nicht. Die gehören nicht in Kinderzimmer! Das wäre eine bodenlose Frechheit!

Bestellen oder sich die schnöden Details in Zahlen ansehen kann man sich hier:
Lego Star Wars 75118 – Captain Phasma
LEGO 75111 – Star Wars Darth Vader
Lego Star Wars 75117 – Kylo Ren


LegoBauen3
KyloPhasma2Threesome

Captain PhasmaMillenium Falcon 2

GruppeBuddies

Lego Ghostbusters Firehouse Headquarters

Dass es das Feuerwehr-Hauptquartier als Lego-Set geben würde, wurde im letzten Jahr bekannt und in diesem steht es endlich in den Legostores dieser Welt. 4634 Legoteile und sicher ein paar Kilogramm schwer, ausgestattet mit 9 menschlichen und drei geisterhaften Figuren, sowie etlichem Zubehör wie einem Arcadeautomaten, Gläsern voller Schleim und Pizza, stilecht im Kühlschrank deponiert. Es ist 36cm hoch, 38cm tief und im ausgeklappten Zustand 46cm breit. Der Ecto-1, den wir selber in unserem Wohnzimmer stehen haben, passt übrigens genau in die Garage. So muss das sein.

Nun besitze ich das Hauptquartier selber nicht, da es mit derzeit 349,99€ für mich dezent zu teuer ist, doch habe ich das Prachtstück in Andys Timeline gesehen und musste sofort um einen kleinen Bericht bitten. Denn ja: Ich bin neidisch! Ich will es haben! Und wenn ich es schon nicht haben kann, dann höre ich mir zumindest gerne an, was er darüber zu sagen hat und staube ein paar Bilder vom Aufbau ab!

Für den Aufbau hat er 12 Stunden, verteilt auf zwei Tage, gebraucht und wenn man sich die Fülle an Details ansieht, weiß man auch, wo die Zeit geblieben ist. Hinzu kamen noch etwa 20 Minuten für den Einbau der Lichtelemente hinzu, die er dem Haus gegönnt hat. Teilweise hat sich der Aufbau frickelig gestaltet, doch kommt der Schwierigkeitsgrad wohl kaum an Lego Technik heran. Das Hauptquartier selber besitzt viel Liebe zum Detail, mutet fast wie ein Puppenhaus an und Dank der vielen Figuren (Hier gibt es auch eine Dana und nicht nur Zuul.) könnte man es vermutlich auch als solches verwenden. Genug Wohnaccessoires, Möbel und Nahrungsmittel wären vorhanden.

Andy selbst hat es im Kölner Legostore erstanden, bestellen kann man es sich aber natürlich auch über den Onlineshop. Und während Andy begeistert mit seinem Legohaus spielt, brumme ich mal lustlos mit meinem kleinen Ecto-1 herum.

12459863_959621330779209_1666968242_n12498523_959621350779207_6195000_n12498810_959621364112539_1382832858_n12498717_959621454112530_1831480663_n12498657_959621460779196_477108051_n12463586_959621544112521_343375013_n12498768_959621950779147_688234172_n12483433_959621557445853_1998214987_n

 

 

 

 

 


 

 

 

 

Andy

Andy ist ein erklärter Filmenthusiast, dessen Herz insbesondere – und völlig verständlicherweise – für die Ghostbusters schlägt. Auf seinem Youtubekanal Andys Kino Block bespricht er Filme, Serien und alles, was dazugehört.

Youtubekanal | Facebook-Seite

.

Zudem hat Andy es natürlich auch auf Video festgehalten. Mitinbegriffen ist eine Erläuterung, ein Speed-Aufbau und eine kleine Rundfahrt durch das Hauptquartier.

Meine Highlights 2015

Wie immer, wenn ein neues Bloglayout in den Startlöchern steht, fühlt sich das Bloggen für mich irgendwie falsch an. Es wäre schließlich viel großartiger, das Posting im neuen Layout lesen zu können! Trotzdem muss dieses noch sein, schließlich will ich das neue Jahr nicht damit starten, über alte 2015er Kamelle zu reden. Hier nun mein kleiner Rückblick über mein nun vergehendes Nerdjahr.

Fötös

Zunächst ein knapper Rückblick auf mein eigenes Bloggerjahr. Wie im Jahr zuvor habe ich, bedingt durch das Bloggen, Dinge erlebt, die mir ohne diesen Blog nicht möglich gewesen wären. Ich habe verdammt viele, sehr großartige Menschen kennengelernt, bereits bestehende Kontakte vertieft und bin guter Dinge, dass ich das im kommenden Jahr noch toppen werde. Die Grundsteine sind gelegt, das Fundament aufgegossen.

In diesem Jahr am meisten Spaß gemacht haben mir die Artikel/Videos über Minderheiten in Videospielen sowie die kritischeren Diskussionen und Kooperationen mit anderen Bloggern oder Lesern. Das möchte ich 2016 definitiv weiter ausbauen und festigen. Ich bin unglaublich dankbar für die Unterstützung, die ihr mir gebt, für jeden Kommentar, Like und für jedes Teilen eines Beitrages. Ich weise nie darauf hin, dass man teilen soll, umso mehr freut es mich, wenn man es dennoch tut. Balsam für die Bloggerseele ;) Ohne die Interaktion mit euch würde das Bloggen nur einen Bruchteil des Spaßes bringen, den ich jetzt habe.

Die letzten Monate habe ich mich ein wenig rar gemacht, was an gesundheitlichen Problemen lag, doch puste ich gerade ein wenig Staub von dem Blog und wenn alles gut geht, kann ich pünktlich am 1.1. mit dem neuen Layout aufwarten und dann wieder regelmäßiger schreiben. 2016 kann nur besser werden.

videospiele

Gespielt habe ich dieses Jahr leider nicht wirklich viel. Mir hat schlichtweg die Zeit gefehlt, mich an viele neue Videospiele zu setzen. Einige wurden es dann dennoch: Ori and the Blind Forest etwa, The Order 1886 auf meiner zu dem Zeitpunkt neuen PS4 (Ein geiles Teilchen, btw.!) oder auch In Between und kleine Runden Evolve, kombiniert mit meinen ewigen Dauerbrennern Skyrim und Zelda: Links Awakening.

Festgebissen habe ich mich dabei an wenige Titel, die ich teilweise bis zum Erbrechen gespielt habe und die alleine mich bereits ziemlich glücklich gemacht hatten.

Meine Top3 Videospiele:

  • The Witcher 3: Diese endlose Landschaften, die interessanten Figuren und vor allen Dingen die erzählerisch dichten und recht innovativen Quests… ja, es ist definitiv mein Spiel 2015. Es ist keine Überraschung, doch warum sollte ich zwanghaft ein Indiespiel auf den imaginären Thron setzen, wenn mich solch ein populäres Spiel wie der Witcher einfach begeistert? Vorstellung gefällig? hier.
  • King’s Quest Chapter 1: A Knight to Remember: Während ich es gespielt hatte, sind mir einige Dinge aufgefallen, die mir weniger gefallen haben wie bspw. die zu simplen Rätsel oder die Vorhersehbarkeit. Rückblickend allerdings finde ich es dubioserweise ziemlich klasse. Vielleicht bin ich mit dem Alter auch einfach milder geworden. Hust. Hier entlang zur Vorstellung.
  • Apotheon: Das Gameplay dieses Action RPGs ist einfach wie simpel und mutet, unterstützt durch die Grafik, an die guten alten Jump’n’Runs an. Es ist kein Meilenstein. Himmel, es ist nichteinmal ein supidupi tiefgründiges Kleinod, sondern einfach ein sehr netter Zeitvertreib. Durch die Nähe zur Antike finde ich es allein schon studiumsbedingt sehr nett. „Bei dir braucht es also nur ein schnödes ’nett‘, um in die Top3 zu gelangen?“ An sich nicht. Es entzückt mich einfach im Gesamten.

Zusammen mit Messen wie der gamescom oder kleineren Events, bei denen ich als Bloggerin teilnehmen durfte, war es ein für mich trotz der relativen Flaute an tatsächlich durchgespielten Titeln ein sehr spannendes Gamingjahr, in dem viele Diskussionen geführt wurden, die ich auch über den Jahreswechsel hinaus interessant finde. Man merkt, wie lebendig diese „Szene“ ist und dass viele verschiedene Menschen dort ihre Kreativität ausleben.

 

Serien

2015 war mein persönliches Serienjahr. Ich glaube nicht, dass ich in irgendeinem Jahr mehr Serien gesehen habe als in diesem, was zum größten Teil Netflix zu verdanken ist. Endlich habe ich Kleinode wie Lost und The 100 nachgeholt, auch wenn letzteres natürlich noch immer aktuell ist und zum Glück bald in die dritte Staffel geht. Auch hier habe ich mich an älteren Titel sattgesehen: So habe ich mir nochmal Friends und Malcolm in the Middle angetan und auch wieder Star Trek gesehen. Vor allen Dingen jedoch habe ich mich durch neue Serien gewühlt. Verdammt, gibt es viele geile Projekte dort draußen! Sci-Fi, Fantasy, Horror, gab es jemals so eine satte Genredichte? Dabei habe ich nichtmal alle gesehen: Daredevil fehlt mir ebenso wie Jessica Jones, die neue Orphan Black-Staffel habe ich leider ausgelassen und es gibt noch einige weitere Serien, die ich mir zeitbedingt für das kommende Jahr aufheben muss. Hier aber erstmal meine

Top 3 Serien

  • The Walking Dead: Für viele ist TWD tot, für mich nicht. Gerade die langsame Erzählweise reizt mich, der Fokus auf die verschiedenen Charaktere. Dass es in der aktuellen Staffel für mich dennoch ein wenig zu ausgefranst erscheint, mir die Charaktere also zu wenig „Gruppenzeit“ haben, verleidet mir die Lust am Zusehen dennoch nicht. Carol ist ein fucking Badass, ich bin hochgespannt, wie es mit den Wolves weitergeht, Carl wird mir immer sympathischer und damn, die Walker sehen einfach possierlich aus!
  • Lost: Nein, es ist keine aktuelle Serie, doch habe ich sie in diesem Jahr zum ersten Mal gesehen und hat deshalb einen Platz verdient. Gerade die ersten zwei bis drei Staffeln habe ich schier verschlungen, konnte kaum das Sofa verlassen, so gespannt war ich zu sehen, wie es bloß weitergeht. Enttäuscht war ich von den letzten beiden Staffeln und ebenso wie bei Sliders wird diese Serie für mich wohl auch nur zwei oder drei Staffeln haben. Screw you, nicht oder nur mies beantwortete Fragen!
  • The 100: Ehm ja. Hust. Eine Teenieserie. Aber wie putzig doch alle sind! Und wie schön fies es nach der ersten Staffel wird! Die Serie macht mir einfach Spaß. Außerdem: Für den weiblichen Zuschauer konzipierte Sexobjekte. Gefällt mir.

comicscoll
Comics kann man nie genug haben. Das ist ein unumstößlicher Fakt. Aus irgendeinem Grund habe ich in diesem Jahr verhältnismäßig viele Comics mit zentralen weiblichen Figuren gelesen, obwohl ich es nicht darauf angelegt hatte. Aber hey: Es waren einfach gute Titel dabei! Dabei fehlen mir noch einige: Die Reihe um Leia beispielsweise. Dafür gab es endlich, endlich neuen Lesestoff von meiner ersten Comicliebe Elfquest.

Top 3 Comics

  • Elfquest: The final Quest: Ich sprach es bereits an und sicher spielt hier Nostalgie mit. Tatsächlich geht mir einiges gegen den Strichwie etwa die Glorifizierung der Hauptfigur Cutter. Glücklicherweise ist er nicht die einzige Figur in dem spitzohrigen Treiben. Ich freue mich einfach sehr, dass es endlich neue Ausgaben von den Elfen gibt! Vorstellung des Comics: Hier.
  • Ms Marvel: Eine sehr sympathische Teenagerin wird zu einer Superheldin. Nicht immer formvollendet und ganz sicher nicht perfekt durchchoreographiert, dafür jedoch mit dem nötigen Unterhaltungswert und Charme. Man beißt sich durch, auch und speziell als Nachwuchsheldin, die nicht nur mit finsteren Schurken, sondern auch mit dem Alltag zu kämpfen hat. Hier geht’s zur Vorstellung.
  • Crossed +100: Endlich war wieder jemand am Werk, der sein Handwerk versteht und Crossed nicht zur stumpfen Gewaltorgie verkommen lässt. Alan Moore weiß, wie man das Entsetzen immer weiter steigert und verleiht den Crossed wieder zur alten Stärke. Hier habe ich den Auftakt bereits vorgestellt.

filme

Einige Videoabende liegen hinter mir, etliche Filme habe ich im Alleingang gesehen und wieder andere im Kino. Kaum etwas lässt sich so einfach und schnell konsumieren wie ein Film, sodass ich von hervorragenden bis sehr schlechten Filmen (Ja. Ich rede von euch, Human Centipede 3 und The ABCs of Death!) auch im Jahr 2015 alles mitgenommen habe.

Top 3 Filme

  • Star Wars: The Force Awakens: Nein, es liegt nicht nur an meiner nostalgischen Brille. Und ja, ich finde ihn auch nach dem zweiten Mal besser als Episode IV. Deal with it. Es ist ein in meinen Augen nahezu perfekter Film, wie es ihn im Unterhaltungssektor nur selten gibt. Ich hoffe nur, dass er durch die kommenden Episoden nicht doch noch versaut wird. Hier geht’s zu meiner Kinobesprechung.
  • Kung Fury: Ein einziger Nerdgasm. Nach wie vor kann man sich den kompletten, halbstündigen Film auf Youtube ansehen.
  • Seeking a Friend for the End of the World: Bereits 2012 erschienen, kam ich erst jetzt dazu, ihn mir anzutunund es hat sich gelohnt. Ein rührender Film, der trotz des drohenden Endes sehr schön und ruhig ist. Ein starker Kontrast zu meiner üblichen Endzeitkost, weshalb er wohl eine so starke Wirkung auf mich hatte.

 

Und eure Highlights? Nur her damit!

Celtic Woman: Destiny

.

Genre: Folk
Website
VÖ:
Oktober 2015
Gesamtlänge: 
 73:53
Anzahl Disks/Tonträger: 1
Label: Panorama (Universal Music) | Für 16,99 bestellen


Wer mich auch nur ein wenig kennt, wird sich wundern, dass ich hier das irische Schmusekleeblatt Celtic Woman vorstelle, ist „meine“ Musik doch deutlich härter. Meine inneren, archaischen Schlachten müssen schließlich von dem passenden Kitsch- … pardon: Heroic Metal begleitet werden! Nichtsdestotrotz ruht irgendwo tief in mir offenbar auch ein zartes Elfchen, das sich von Violinen und glockenhellen Stimmchen einlullen lässt.

Seit 2004 existiert die Gruppe, die mit wechselnder Besetzung seitdem einige Erfolge und nette Chartplatzierungen zu verzeichnen hat. Doch wie Lord Helmchen einst zu sagen pflegte, sind wir jetzt im Jetzt, somit möchte ich mich hier und jetzt auf deren neuestes Album Destiny beschränken. Das Quartett, bestehend aus Máiréad Nesbitt, Susan McFadden, Máiread Carlin und Éabha McMahon präsentiert ein Album irisch angehauchter musikalischer Stücke, die sanft zwischen Pop und Folk schwanken. So finden sich neben ihrer Interpretation des Traditions-Protestliedes  Óró Sé do Bheatha ‚Bhaile auch ein Cover von Ed Sheerans I see Fire und dem Skyrim Maintheme. All dies eingehüllt in melodisch-träge Melodien, die nur selten in fidele Gefilde abdriften, etwa wenn Waterboys The Whole of the Moon angestimmt wird. Hier erhaltet ihr einen Einblick in die Titel des Albums.

Die Stimmen der Damen harmonieren gut und gerade in den mehrstimmigen Passagen vermögen sie es, zu einem einzigen, wohltuenden Klang zu verschmelzen. Hierbei dominieren die Stimmen deutlich über die Instrumente, die im Hintergrund unterstreichen, statt sich allzu sehr in den Vordergrund zu drängen.

Dass bei diesem Album verstärkt auf den deutschen Markt geachtet wurde, zeigt sich nicht nur in der Aussage Mairéd Carlins „Viele Songs auf „Destiny“ wurden im Interesse unserer deutschen Fans ausgewählt und wir freuen uns besonders, mit unserer Musik und unserem einzigartigen Sound ein noch breiteres Publikum erreichen zu können“ (Quelle) sondern auch in der Zusammenarbeit mit der deutschen Sängerin Senta-Sofia Delliponti alias Oonagh. In dem gemeinsamen Lied Tír na nÓg wird zwar leider kein das für Oonagh recht typische Quenya gesungen, dafür jedoch scheint es deutlich mehr an das deutsche Radioohr angepasst, zeigt sich poppiger und dynamischer als der Rest.

Wäre „Celtic Woman“ ein Wein, wäre es ein lieblicher Weißwein mit feiner Beerennote: Leicht und zart.

[Edit: Das Gewinnspiel ist beendet. Gewinner sind Thilo N., Florian W. Stephan N. und Nils W. Hier nochmal herzlichen Glückwunsch!]Wo ich gerade hier sitze und fröhlich über die charmanten Damen schreibe, kann ich auch gleich vier Alben an euch verlosen. Wer also mal in das ganze Album hineinlauschen möchte, der kommentiere mir bis Mittwoch, 23:59 hier unter diesem oder den entsprechenden Beiträgen auf den sozialen Netzwerken. Den Inhalt des Kommentars dürft ihr euch selber aussuchen – wenn ihr beachtet, irgendwo den Namen einer irische Biersorte mit in den Kommentar einzuflechten. Dann landet ihr automatisch im Lostopf.

Wer mehr über die Band an sich erfahren möchte, schaut gerne auf ihrer offiziellen Website vorbei, auf ihrer Facebook-Präsenz oder auf Twitter.

Das ultimative Nerd-Geek-Blogstöckchen

Der NaNo hat mich fest in seinen garstigen Klauen. Es gibt kein Entrinnen! Sitze ich in der Bahn, plotte ich. Sitze ich am PC, sind FeedReader und Blogs vergessen und ich tippe an meinem Manuskript. (Dass ich gelegentlich einfach nur stundenlang auf selbiges starre, ohne ein Wort zu schreiben, lasse ich mal ungesehen unter den Tisch fallen. Und weg.)  Nein, für das Bloggen bleibt so kaum noch Zeit. Als Beweis, dass ich noch lebe, habe ich das Stöckchen vom NerdWiki aufgefangen und beantworte folgende 10 Fragen!

Und ja, ab Dezember werde ich auch hier wieder zu hoffentlich geistiger Höchstform auflaufen! Übrigens: Über 40k Wörter habe ich bereits geschrieben. Knie nieder, Pöbel! ;)


 

  • Ein gelangweilter Krösus steckt Dir einen 500€ Schein zu mit den Worten „Kauf Dir was Schönes, Nerd.“ Was kaufst Du Dir?

Ich sage es gleich: Die Antwort wird euch nicht gefallen. Denn ich werde nicht etwa loslaufen und mir geile Hardware, fancy Sammlerobjekte oder eine zweite PS4 kaufen, sondern… Klamotten. Ja verdammt, ich bin ein fucking Mädchen! Ich würde auf einem weißen Einhorn in die Innenstadt galoppieren und in einen Kaufrausch verfallen: Stiefel, Miniröcke, ausgefallen geschnittene Oberteile.. yay! Und vielleicht, wenn ich noch Bock habe, kaufe ich dann noch ein After Eight-Eis und ein gebrauchtes Gameboy-Spiel. Tadaa. So bröselt der Nerdkeks nunmal.

  • Der Film __________ ist für die meisten vermutlich eine üble Gurke, doch ich liebe ihn trotzdem, weil…

You know it: Super Mario Brothers. Weil darum.

  • Du hast im Suff eine Wette verloren und MUSST Dir ein mindestens faustgroßes Superheldenzeichen tätowieren. Welches wählst Du und wo kommt es hin?

Die Faust Hellboys. Auf meine Faust.

  • Nenne 3 nerdige Dnge, die jetzt gerade auf Deinem Schreibtisch (oder in der Nähe) stehen/liegen/hängen/schweben.

Das Schwert des Damokles hängt über meinem Kopf. Okok. Das war gelogen. Es liegt in der Kammer. Auf meinem Schreibtisch liegen bspw. ein USB-Stick in Form des possierlichen Darth Vaders, stehen zwei leere Dosen Energy Drinks und die selbstgezeichnete Weltenkarte meines Romanprojektes.

  • Mit welchem noch lebenden Star (Schauspieler, Musiker, Cosplayer, Schriftsteller, you name it) würdest Du gerne mal einen ganzen Tag verbringen? Und was würdet ihr an diesem Tag zusammen tun?

Jensen Ackles! Was wir tun würden? Briefmarken sammeln. Es sei denn, hier lesen Kinder mit. In dem Fall würde ich mich gerne mit Felicia Day zusammensetzen und mit ihr bei einem Bierchen über Geekkram im Allgemeinen, Supernatural im Besonderen und ihre Arbeit mit Joss Whedon sprechen. Dann würden wir zurück zu Punkt 1 gehen und gemeinsam shoppen. Letzteres sage ich selbstverständlich nur, um euch ungläubig den Kopf schütteln zu lassen.

  • In welcher fiktionalen Welt (Roman, Film oder Game) würdest Du gerne leben? Warum?

Puh. Ha! Derzeit in der meines NaNo-Projektes. Dann muss ich nicht mehr selber plotten und Weltenbau betreiben, sondern kann mir einfach alle schön erklären lassen und mich zurücklehnen, während mein Aufnahmegerät läuft!

  • Was würdest Du bei einem Ausflug in die Natur lieber finden, ein magisches Schwert oder eine Alienwaffe? Warum?

Kommt drauf an. Wenn die Magie des Schwertes darin besteht, lebendig zu sein und mich den lieben langen Tag vollzuquatschen, würde ich die Alienwaffe bevorzugen. Bevor sie in falsche Hände fällt, würde ich aber vermutlich doch zum Schwert tendieren. Das sieht auch an der Wand zwar majestätisch, aber trotzdem simpel genug aus. Und ich kann auf besagtem Einhorn schwertschwingend in den Sonnenuntergang reiten.

  • Welches Buch, Computerspiel oder Comic würdest Du gerne ENDLICH mal verfilmt sehen und von welchem Regisseur?

Ich… weiß… es nicht. Keines. Lieber hätte ich ein ganz neues, fantastisches Franchise, als dass mir irgendein Depp das, was ich mir in der Fantasie aufgebaut habe, zunichte macht. Es sei denn, ich hätte Mitspracherecht.

  • Was lässt Dich zum Hulk mutieren? Welches Thema kann eine „Nerd Rage“ in Dir auslösen?

„Nerd Rages“ an sich kenne ich nicht an mir. Wenn jemand die neuen Star Trek Filme partout scheiße findet, darf er das gerne. Wenn jemand eine bestimmte Figur nicht kennt oder Zelda mit Link und Link mit Ganondorf verwechselt, ist das eben so. Es wird kurz aufgeklärt und gut ist. Ich bekomme keinen Nerdgasm, weil ich etwas besser weiß und keinen Nerd Rage, nur weil jemand keine Ahnung oder eine andere Meinung hat. Es sei denn, es geht um Schwanzvergleiche. Die nerven mich sehr. Egal, ob es um die Größe der Sammlung, die Followerzahlen oder das Wissen geht. Kauft euch endlich ein Batmobil!

Vom Spielen, dem Universum und dem ganzen Rest

Gastbeitrag von Stefan Servos (a.k.a. Cirdan a.k.a. Horrorcirdan)

Tiere tun es, Kinder tun es und manche Erwachsene tun es auch – Was ist eigentlich der Sinn des Spielens und welche Bedeutung hat es für uns, für mich, für dich? Und wann ist man eigentlich zum alt zum Spielen? Zugegeben, ebenso gut hätte ich mir überlegen können, etwas über das Leben im Allgemeinen schreibe. Puh, am besten beginne ich mit einer kleinen Anekdote, die veranschaulicht, welches Gefühl ich persönlich mit #Spielen verbinde. Ach ja, und vorab noch eine kleine Warnung, der folgende Text ist stark subjektiv eingefärbt und enthält pathetische Anklänge, aber mir war gerade danach.

Der Jungesellinnenabschied

Als kürzlich die Hochzeit einer sehr guten Freundin anstand, überlegten wir im Freundeskreis fieberhaft, wie man angemessen ihren Junggesellinnen-Abschied begehen könnte. Chippendales oder blöde Saufspiele in der Fußgängerzone kamen grundsätzlich nicht in Frage, und so etwas ist auch nicht ihr Ding. Vielmehr wünschte sie sich den Abend in der Gesellschaft ihrer besten Freunde zu verbringen. Besagte Freundin kenne ich schon seit Schulzeiten und sie war lange Zeit Teil unserer AD&D-Gruppe, bis sich die Wege irgendwann trennten. Studium und Liebe zogen sie in die fernen Niederlande. Zwar sieht man sich noch zwei, drei Mal im Jahr, aber für einen regelmäßigen Rollenspieltermin ist die Entfernung dann doch etwas zu groß. Als nun ihr Jungesellinnenabschied anstand, war im Freundeskreis bald die Idee geboren, die alten Rollenspielzeiten noch einmal gemeinsam aufleben zu lassen. Das sollte selbstverständlich eine Überraschung werden. Wir mieteten also still und heimlich ein einsames Häuschen (eine ehemalige Mühle) mitten in den Wäldern des Sauerlandes und ich erdachte mir ein ganz besonderes Call-of-Cthulhu-Setting: Das Sauerland im Jahre 1920 und ein Jungesellinnenabschied, bei dem die Beteiligten durch eine Autobus-Panne (Achsbruch) im Wald statt bei der ersehnten Wandertour in einer alten Mühle landen, in der sie die Nacht verbringen müssen. Es muss an dieser Stelle sicherlich nicht betont werden, dass selbstverständlich ein schrecklicher Fluch über dem alten Gemäuer lag. Und um die Verbindung zu unserer Gruppe perfekt zu machen, sollte jeder Mitspieler in der Geschichte sein 1920er-Alter-Ego gleichen Namens übernehmen.

Und dann war es soweit: An besagtem Tag holten wir alle gemeinsam unsere Freundin bei ihren Eltern ab und entführten sie ins Sauerland. Vor Ort sollte sie dann noch kurz auf ihrem Zimmer warten und als wir sie in die gemütliche Wohnstube der Mühle riefen – im Kamin knisterte bereits ein Feuer – saßen wir dort um einen Tisch, auf dem Kerzen brannten, Würfelbecher und Stifte bereitstanden, und als kleines Schmankerl hatten wir uns noch alle in 20er-Jahre-Klamotten geworfen. Und in dem Moment, als wir das Glänzen in ihren Augen sahen, waren alle Zweifel hinfort geblasen, dass sie unsere Idee für doof halten würde und sie sich ihren Jungesellinnenabschied irgendwie anders vorgestellt hatte. Und so begann eines der besten Call-of-Cthulhu-Abenteuer aller Zeiten, denn die Atmosphäre war perfekt, als draußen vor den Fenstern ein dicker Nebel aufzog und sich langsam die Nacht über die Mühle legte. Und trotz all der Schrecken in dem Abenteuer war es ein Abend (bzw. eine Nacht), der das Gefühl wohligen Glücks hinterließ.

11222354_996088423757552_1959175463846312008_n

Werd endlich erwachsen!

Ich spiele seit ich denken kann. Ich liebe Brett- und Rollenspiele, zocke leidenschaftlich gerne an der PS4, schlüpfe auf LARPs in andere Rollen und laufe mit einem Schaumstoffschwert durch den Wald. Spielen ist mein Leben. Ja wohl, ich bin ein Spielkind und ich gebe es zu! „Spielkind“ – mit dieser Bezeichnung fängt‘s ja schon an. Ich gehe knackig auf die 40 zu und spiele gerne, aber die Gesellschaft brandmarkt das Spielen immer noch als infantile Tätigkeit, die sich offenbar nicht mehr schickt, wenn man der Pubertät entwachsen ist. Spielen ist den Kindern vorbehalten, damit sie auf den Ernst des Lebens und Konflikte im Alltag vorbereitet werden. Aber wenn man dann das entsprechende Alter erreicht hat, in dem man dem elterlichen Haus entschlüpft und plötzlich Verantwortung für sich und andere übernehmen muss, ist man zu alt zum Spielen. Aber warum eigentlich? Warum können wir nicht heute noch beim Nachbarn klingeln und fragen: „Kann der Sascha zum Spielen rauskommen?“. Okay, Sascha ist 37 und kann das mittlerweile sicherlich selbst entscheiden. Aber ansonsten wäre das doch keine schlechte Idee, oder? „Du bist so ein Spielkind“, ermahnt manche Freundin ihren Lebensgefährten, mit verschämten Seitenblick auf die Freundinnen-Clique.

Mittlerweile scheint es sich durchzusetzen, dass viele Männer in der Midlifecrisis nicht mehr auf die üblichen Statussymbole setzen, sondern auf ein eigenes Spielzimmer im gepflegten Eigenheim. Dominiert wird der Raum durch einen Kicker, in den Regalen stapeln sich LEGO-Star-Wars-Modelle und gleich daneben stehen He-Man-Action-Figuren (erst kürzlich teuer über Sammlerbörsen gekauft) in Reih und Glied. Und aus Boxen tönt irgendeine alte Hörspielfolge von den Drei Fragezeichen. Der neue Retro-Hype ist der verzweifelte Versuch, dieses Gefühl aus der Kindheit krampfhaft wieder aus den Tiefen einer weitentfernten Erinnerung hervorzulocken. Dieses wohlige Gefühl, das man damals hatte, als die Wochenenden noch unendlich dauerten und man völlig in einer Welt aus LEGO-Figuren und Bauklötzen versinken konnte. An dieses Gefühl erinnern sich manche nur noch ganz schwach … es war reines, unverdorbenes, vollkommenes GLÜCK. Aber nicht die Imitation der eigenen Kindheit ist der Trick, dieses Gefühl wieder zu erwecken, sondern die selbstbewusste Entscheidung zu spielen.

Da muss man mit Ende 30 auch nicht unbedingt zu den Action-Figuren greifen, sondern kann guten Gewissens auf an den eigenen Verstand angepasste Spiele setzen. Das können komplexe Tabletop-Strategie-Spiele sein oder ein Pen-&-Paper-Rollenspiel, bei dem man die Rolle eines römischen Senators übernimmt. Das Schöne am Alter – und ich spreche da aus eigener Erfahrung – ist ja, dass sich mit zunehmender Weisheit und Selbstreflexion auch ganz neue Möglichkeiten des Spielens ergeben. Beim Pen-&-Paper dringe ich mittlerweile in psychische Gefilde vor, die mir damals mit 16 nicht nur verschlossen, sondern nicht einmal vorstellbar waren. Und dadurch entsteht ein ganz neuer Reiz und auch eine neue Herausforderung. Entwickler von Spielen, seien es nun Brett- oder Computerspiele, haben das übrigens auch erkannt und entwickeln ganz gezielt Spiele, die sich an eine ältere Generation von Spielern richten.

1488102_689854481047616_2046605922_n

Das Kind im Mann

Übrigens scheint es die gesellschaftliche Konvention – zumindest meiner Wahrnehmung nach – noch ansatzweise zu tolerieren, wenn ein männlicher Mitdreißiger verspielte Züge zeigt, Frauen hingegen können sich sowas nicht erlauben. Sie holt der Ernst des Lebens spätestens ein, wenn sie das Abi hinter sich haben. Denn dann heißt es Studieren, Arbeiten, Kinder kriegen, ernst sein … Da ist für Spiel kein Platz! Denn Spiel ist nicht ernst, Spiel ist albern, hat keinen Sinn, verfolgt keinen Zweck. Zugegeben, diese Darstellung der aktuellen Situation ist leicht polemisiert, und tatsächlich findet mittlerweile ein Wandel statt. Es spielen auch immer mehr Frauen. Außerdem ist zu beobachten, dass immer mehr Erwachsene voller Stolz und Freude bis ins hohe Alter spielen. Nicht ohne Grund gilt Deutschland als der weltweit größte Produzent von Brettspielen und bietet mit der SPIEL in Essen die weltweit größte Publikumsmesse für Gesellschaftsspiele (auf der ist übrigens in den letzten Jahren ein steigender Anteil weiblicher Besucher zu bemerken).

Aber dennoch hat der Großteil der nicht mehr spielenden Bevölkerung von dem neuen Trend anscheinend noch nichts mitbekommen. Besonders schlimm, wenn dann selbst passionierte Spieler eines Tages glauben, sie müssten das Spielen drangeben, weil sie jetzt zu alt dafür seien. Erst kürzlich las ich erschrocken in einem Blogeintrag bei den Teilzeithelden  von einem Pärchen, die Mitte 30 beschlossen, dass sie zu alt für Rollenspiel seien. „sowas macht man in unserem Alter nicht mehr“, sollen sie gesagt haben.

Homo Ludens

Und auch ich selbst erwische mich immer wieder dabei, dass ich beginne, mich ob meines Alters fürs Spielen zu rechtfertigen, wenn beispielsweise Kollegen sich erkundigen, was ich am Wochenende so mache. „Wir gehen ins Stadion und schauen uns das Spiel an“ wäre völlig akzeptabel. Warum also sollte ich mich schämen, wenn ich stattdessen erkläre: „Ich ziehe meine Lederrüstung an und renne mit anderen durch den Wald.“? Das ist dann gleich in den Augen vieler kindisch, albern, dämlich und irgendwie Zeitverschwendung. Dabei sind wir Menschen doch so fürs Spielen gemacht. Denn ganz anders als von vielen vermutet, verfolgt Spielen sehr wohl einen Zweck! Die scheinbar unvernünftige Tätigkeit ohne konkreten Zweck ist nämlich laut Wissenschaft die Grundlage für jegliche Kultur. „Homo ludens“ nannte der niederländische Historiker und Spieleforscher Johan Huizinga (1872-1945), den „spielenden Mensch“, dem das Spielen im Blut liegt.

Das Spiel ist wichtig für uns, denn es dient der Erstellung von Regeln und Ordnung. Weiter dient es der Selbstbehauptung, denn bei den meisten Spielen handelt es sich um geregelte Wettbewerbe, in denen eigene Grenzen und Rechte ausgelotet werden. Und solche Wettbewerbe kennt man schon aus der Antike oder von Urvölkern, Sportwettkämpfe sind ein anschauliches Beispiel dafür, aber auch Schach. Ja genau, denn ob man nun Figuren auf einem Brett bewegt oder versucht das Runde in das Eckige zu bekommen, es geht um das Ausbrechen aus dem Alltag, verbunden mit einem Gefühl der Spannung und der Freude, oft verbunden mit schnellen Erfolgserlebnissen und der damit einhergehenden Ausschüttung von Glückshormonen. Für die einen ist das ein FussballSPIEL und für mich eben Live-RollenSPIEL. Spielen ist am Ende nämlich nichts anderes ein Weg zum Glück! Spielen macht glücklich! Und was bitte soll an Glück unvernünftig sein?

11025742_931790670187328_3042535937850716313_n

Grundlage menschlicher Aktivität

Ob durchgezockte Nächte vor dem Bildschirm, Adrenalinausstoß beim nächtlichen Live-Rollenspiel im Gewölbekeller einer Burg oder „nur“ ein Brettspielabend mit Freunden, solche Erlebnisse bereiten mir große Freude. Und es schaudert mich jedes Mal, wenn jemand von „vergeudeter Lebenszeit“ spricht, die beispielsweise Skyrim gekostet haben soll. Was bitte soll daran vergeudet sein, wenn man einfach mal ganz, ganz viele Stunden glücklich war? Wie mit allen Dingen gilt natürlich auch fürs Spielen, die Dosis macht das Gift. Selbstverständlich sollte das Spiel nicht das komplette restliche Leben überlagern und in eine Sucht ausarten. Denn dann gewinnt der Zwang die Überhand übers Glück, und das ist ja auch nicht Sinn der Sache. Trotzdem sollte ungezwungenes Spielen Teil unseres Alltags sein, denn… „Spielen ist für uns eine grundlegende menschliche Aktivität, die Kreativität erfordert und fördert sowie für einen vergleichenden Wettkampf gesteigerte Energie und Kraft freisetzt“, sagt der Spielexperte Prof. Dr. Jens Junge, Professor für Betriebswirtschaftslehre und Marketing an der design akademie berlin. „Das Spiel ist eine grundlegende Substanz und formative Kraft der Kultur“ und ein „fundamentales, universell geltendes Element des menschlichen Lebens […] , das sich wohltuend vom reinen logischen Denken und zielgerichteten, nützlichen Handeln abhebt und damit einen Freiraum für Kultur und Lebensfreude schafft.

Warum also in Dreiseitigen-Würfels-Namen, hat das Spielen bei uns einen so schlechten Ruf und wird in vielen Fällen nur milde belächelt? Eine Antwort darauf habe ich bisher nicht gefunden und vermutlich ist diese Frage gar nicht so einfach zu beantworten. Ich persönlich wünsche mir aber, dass sich etwas ändert und dem Spiel endlich wieder die Bedeutung zu Teil wird, die es verdient hat. Als Grundlage unseres Lebens und Weg zum Glück. Aber ich glaube, wir sind auf dem richtigen Weg dahin, denn eine Veränderung ist spürbar.


Stefan ServosStefan Servos, geboren 1975, entdeckte schon in Kindertagen seine Leidenschaft für das fantastische Genre. Er ist aktives Mitglied der Deutschen Tolkien Gesellschaft, spielt in seiner Freizeit „Dungeons & Dragons“ und geht regelmäßig auf Liverollenspiele. Neben seiner hauptberuflichen Arbeit als Fernsehredakteur (WDR, SWR, KABEL 1, RTL) schreibt der Diplom-Journalist regelmäßig für diverse Online- und Printmedien, unter anderem für das Magazin Geek!. Zudem hat er bereits Hintergrundbücher zu Filmen wie „Der Herr der Ringe“, „Troja“, „Alexander“ oder „Der Hobbit“ veröffentlicht. Persönlich trifft man den Betreiber diverser Fan-Websites, u.a. www.herr-der-ringe-film.de, vor allem als Vortragenden auf Conventions wie der RingCon oder der HobbitCon.

Dieser Gastartikel erscheint im Rahmen der „Wir spielen“-Essaysammlung. Weitere Artikel zu diesem Thema können hier aufgerufen werden. Photocredits: Header und Portrait: Jens Handler; andere verwendete Bilder: Stefan Servos

Real Life First Person Shooter – in Chatroulette

Chatroulette-Videos sind nicht mein Fall – zu viele unschön drapierte Penisse, künstlich aufgedrehte Leute und irgendwie viel zu wenig Lametta. Das dachten sich wohl auch die Jungs und Mädels hinter diesem Projekt: Einem Real Life Horror/Fantasy-Shooter, bei dem zufällige Chatrouletter die Rolle des Spielers übernehmen und die Figur mit der batmanesken Stimme durch den Friedhof und an Zombiehorden vorbei steuern. Natürlich gilt es, Waffen aufzusammeln, Quicktimeevents zu überleben und einen furchterregenden Boss zu besiegen.

Es ist richtig, richtig geil geworden! Ein behind the scenes-Video, in dem die ganze Arbeit, die dahinter steckt,würdigen kann, gibt’s hier.