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Die Avatarschmiede: Wie aus einer Beschreibung acht Bilder werden

Vorstellen möchte ich euch heute die Avatarschmiede, bei der man sich, wer hätte das bei dem Namen bloß erwartet, Avatare und Charakterbilder erstellen lassen kann. Dabei sind es keine generischen Bausatzavatare, sondern maßgeschneiderte, individuell kreierte Bilder. Die meisten Künstler der Schmiede arbeiten mit 3D-Rendering Programmen wie DAZ 3D. Traditionelle 2D-Künstler sind dort jedoch auch anzutreffen und schwingen, ebenfalls im Rahmen der Schmiede,  kostenlos die Zeichenstifte.

Da es hier um Bilder geht, möchte ich diese nicht mit schnöden Worten beschreiben, sondern das Procedere auch zeigen! Von Melyanna, ihres Zeichens Mitbegründerin der Schmiede, habe ich mir einen Charakter anfertigen lassen. Und nicht nur das! Nein, auch sieben andere Künstlerinnen nahmen sich meinem Charakter an. (Sidenote: Natürlich ist es nicht Standard, dass man in der Schmiede gleich acht Bilder bekommt. Eigentlich bekommt man nur eines von einem Künstler. Logisch.) .Die Entstehung Ashinaris durch Melyanna werde ich, anders als die durch die der anderen Schmiedinnen, hier kleinteiliger darlegen, um die Arbeit der Schmiede exemplarisch zu zeigen. Doch, wie immer, der Reihe nach:

Mein Char heißt Ashinari, taucht in dem Roman auf, den ich gerade schreibe und hatte zum damaligen Zeitpunkt noch kein Gesicht. Nebulös waberte sie durch die Geschichte – da kam Melyanna gerade recht! Zur Charakterbeschreibung nutzte ich den Fragebogen, der auch standardmäßig in den Anfragen der Avatarschmiede genutzt werde soll.

Die Charakterbeschreibung

„Größe des Avatars: Eure Standardgröße
3D (Computergrafik) oder 2D (gemalt, gezeichnet)?: 3D natürlich!
Soll der Avatar animiert sein/sich bewegen?
Wo wird der Avatar in Zukunft genutzt? In einem Blogposting und bei mir zu Hause als Inspiration für mich beim Schreiben
Accountname oder Direktlink zum Char: Gibt’s nicht
Geschlecht: weiblich
ungefähres Alter: Anfang 20
Haarfarbe:Rotblond
Haarlänge: ~schulterblattlang
Haare Sonstiges: Leichte Wellen
Hautfarbe: Sehr hell mit Sommersprossen
Augenfarbe: Blaugrün
Kopfform: eher rund
besondere Kennzeichen: eine Brandnarbe an der Schulter/am Halsansatz, etwa handtellergroß, strahlende Augen
Statur: weiblich.. stell dir eine Klischeebauchtänzerinnenfigur vor (Keine der dünnen), mit ausladenden Hüften, ein wenig Bauchansatz, vollen Brüsten… Sanduhr könnte es auch treffen
Oberbekleidung & Schmuck:  Gerne etwas Verspieltes mit ein paar Rüschen oder Verschnörkelungen, wenn du so etwas findest. Generell eine Carmenbluse, also mit weitem Ausschnitt, bei dem man Ansätze der Schultern noch sieht oder auch komplett freilässt. Farbe passend zu den Augen. Da sie Goldschmiedin ist, wäre auch entsprechender Schmuck super. Irgendetwas nicht allzu protziges, eher leicht und verspielt… Ist es schlimm, dass ich es mir gerade noch nicht so vorstellen kann? Sonst gehe ich nochmal in mich ;)
Infos zur Persönlichkeit: Sie hat ein insgesamt sehr herzliches, warmes Wesen und wirkt auf die meisten auf den ersten Blick sympathisch. Sie lacht gerne, ist sehr selbstbewusst und hilfsbereit. Das Herzliche, Lebensbejahende ihrer Persönlichkeit sollte auf jeden Fall betont werden
Hintergrundwunsch? Strand oder Meer“

guddysAufgrund dieser perfekten, großartigen, wundervollen Beschreibung hat mir die gute Mely dann dieses Bild zu unserer Linken erstellt. Das Wundervolle an solchen Charaktererschaffungsgeschichten ist: Sie passen meist erstaunlich gut selbst auf noch nicht vorhandene Vorstellungen des Chars! Sofort war ich hin und weg von dem Bild, hatte plötzlich etliche Szenen mit ihr im Kopf. Lediglich die Arme waren mir zu dünn, die Pose zu „verklemmt“und den Verlobungsring hatte ich vergessen, zu erwähnen. Dabei ist gerade der essentieller Bestandteil der Story! Also folgten die nächsten Zwischenschritte.

guddy2Zack, sah die Pose gleich viel forscher aus. Es fehlten nur noch Details, Schmuck sollte ausgesucht werden und die Brandnarbe an ihrer Hand hatte ich nach reiflicher Überlegung umgesetzt, da diese am Arm mehr Sinn ergibt. Auch fehlte mir ein Lächeln, wobei sich das bei 3D eher als schwierig gestaltet, da es schnell künstlich und falsch aussieht. Trotzdem renderte sie mir das Lächeln hinzu. In der Zwischenzeit entstanden diese Zwischenschritte:

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lachenlachen2schmuckGuddyFinal

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Am Ende war ich mehr als zufrieden mit dem Ergebnis. Geändert hat sich im Laufe derErstellung nur der Ehering und die Position der Narbe, was auf meinen Mist gewachsen war. Ich hatte sie mir absolut nicht so vorgestellt – weil ich sie mir überhaupt nicht habe vorstellen können. Das passiert mir normalerweise nicht, da ich sehr schnell ein sehr klares Bild meiner Charaktere vor Augen habe und ich ohne eine imaginäre Visualisierung nicht schreiben kann. Ich muss mir die Sznenen erst vorstellen, damit ich sie auf’s virtuelle Papier bringen kann. Daher hat mir Melyanna einen verdammt guten Dienst erwiesen! Und nicht nur sie.

Die anderen Interpretationen Ashinaris

Im Gegensatz zu Melyanna haben die anderen Künstlerinnen bewusst keine Rücksprache mit mir gehalten, damit man sehen kann, wie unterschiedlich ein und dieselbe Beschreibung interpretiert werden kann:

X-Avas1

Dieses Bild stammt von Sawen. Sie rendert seit 2008 und gehört seit 2009 zum Künstlerrepertoire der Schmiede. Auf DeviantArt kann man mehr ihrer Werke bewundern.

Zur Entstehung des Bildes sagt sie: 

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„Hm, wie kam es zu meiner Interpretation. Ich hatte bei der Beschreibung sehr schnell ein Bild im Kopf, das ich leider so nicht umsetzen konnte und weswegen mein Bild sehr sehr spät dann wirklich noch fertig wurde. Viele Entscheidung für die Bildgestaltung kamen intuitiv und kann ich daher auch nicht so einfach beschreiben.

Für mich war von Anfang an klar, dass in meiner Interpretation der ganze Körper keinen Platz hat, sondern ich vor allem den Kopf- bis Schulterbereich darstellen möchte – auch aus der Größe des Bildes geschuldet, um mehr von ihrem Gesicht zu sehen und mehr mit Haaren und Gesicht spielen zu können. Die Haare sollten wehen – schließlich ist sie am Strand bzw. Meer. Außerdem sollten die Bewegung und die Dynamik in den Haaren auch die Lebensfreude mit symbolisieren. Auch durften sie gerne ein wenig in ihre Stirn fallen und ähnlich wie ihre Kleidung verspielt wirken. Lebensfreude und Verspieltheit sollten hier nicht gebändigt sein.

Ihr Lächeln sollte in meinen Augen offen und selbstbewusst sein – allerdings sollte es auch eine gewisse Ruhe ausstrahlen. Das heißt, ich wollte versuchen, sie so darzustellen, dass sie in ihrer Mitte ruht, aber auch spitzbübische Gedanken ihr nicht ganz fremd sind. Daher ist es auch bei mir eher ein Schmunzeln geworden. Mir geht es hier ein bisschen wie Kes: Lebensfreude und Selbstbewusstsein heißen nicht automatisch Extrovertiertheit – auch wenns bei mir nicht so sehr schüchtern und zart wirkt.

Das Rotblond der Haare ist bei mir eher kupferfarben geworden, nachdem ich hinsichtlich der Haarfarbe lange hin und herprobiert hatte. Bei der Bluse muss ich gestehen, dass ich immer wieder an das farblich passende gedacht hatte, aber erst als der Avatar fertig war festgestellt hatte, dass ich vergessen habe, sie einzufärben ;).

Ich kann nur feststellen, es hat mir sehr viel Freude gemacht, über diesen Charakter nachzudenken – danke Zeitzeugin für die Inspiration. Und wie ich vorher schon geschrieben hatte – es ist immer wieder faszinierend wie die unterschiedlichen Bilder dann ausfallen. Ich finds wirklich klasse!“

 

X-Avas2Dieses Bild gehört zu Varnayrah. Sie erstellt schon seit 2006 Bilder per 3D-Programm, zeichnet jedoch auch auf klassische Weise, wobei sie am liebsten zu Aquarellfarben greift.

Auch sie erzählt etwas zum Bild: 

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„Gut, ich kann auch mal versuchen, ein paar Worte zu meinem Bild zu verlieren. Bei der Beschreibung hatte ich eine bestimmte Haut-Textur aus meiner Runtime direkt im Kopf, der mir als sehr passend schien: Ein hübsches, fröhliches und vor Allem natürlich wirkendes Gesicht ohne viel Make-up, hell aber nicht ungesund-bleich, sondern gern mit vom Seewind leicht geröteten Wangen, auf keinen Fall von klassisch-eleganter Schönheit, sondern bodenständiger in der Ausstrahlung. Dazu passte für mich auch die Beschreibung der Figur gut, eben keine elegante Figur, sondern eine, die ich als natürlicher empfinde – nicht perfekt, ein bisschen füllig, aber trotzdem angenehm anzuschauen.
Die Kleidung wurde zum einen gewählt, weil das tatsächlich die einzige Carmenbluse ist, die für die Figur bei mir rumschwirrt, aber auch, weil sie meiner Meinung nach die weiblichen Kurven noch schön betont, aber auch das Wesen der Goldschmiedin (hat sie einen Namen?) unterstreicht: hübsch, ein bisschen verspielt, natürlich wirkend, aber nicht elegant. Dementsprechend habe ich auch Schmuck mit eiem floralen Motiv gewählt. Der Blumenkranz war zwar nicht erwähnt, passt für mich aber zu der natürlichen Ausstrahlung und damit zu dem Bild, was ich mir von dem Charakter gemacht hatte. Dazu auch die Haare: offen, ein bisschen unordentlich und windzerzaust.
Die Pose soll Selbstbewusstsein ausdrücken, und beim Gesichtausdruck habe ich mich bemüht, herzliche Fröhlichkeit zum Ausdruck zu bringen. Insgesamt also eine Figur mit warmer, natürlicher Ausstrahlung, die eben dadurch besticht und nicht durch elegante, makellose Schönheit. Äh, so in etwa^^“

 

X-Avas7Die Künstlerin dieser Grazie nennt sich Minaya. Sie ist  freiberufliche Grafikerin bzw. digital Artist und rendert nicht nur, sondern zählt auch das Zeichnen und Fotografieren zu ihren Hobbys. Neben DeviantArt ist sie noch auf anderen Websites vertreten, die man in ihrem Profil aufrufen kann.

Sie sagt zum Bild: 

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„Als ich die Beschreibung gelesen habe, hatte ich recht schnell ein Bild vor Augen, es sollte eine junge Frau mit wehenden Haaren sein die zwar „leichte“ Kleidung tragen sollte, aber es musste auch zu ihr als Schmiedin passen. Ich hatte ursprünglich das gleiche Oberteil vor Augen wie bei den meisten meiner Kolleginnen, aber es passte mir persönlich noch nicht gut genug zu ihrem Beruf. In meiner „Bibliothek“ fand ich dann ein ähnliches Oberteil das aber etwas mehr an „Rüstung“ erinnerte und dennoch etwas verspieltes hatte dank der Schnörkel. Durch die Vorgaben musste ich die Kleidung farblich anpassen, was aber so keinerlei Probleme darstellte.

Es war Schmuck gewünscht so ging ich auf die Suche nach dezentem, weiblich anmutenden Schmuck, ich habe mich wegen dem Ausschnitt auf Ohrringe und Halskette beschränkt. Der Blick in die Ferne/Sonne in Kombination mit ihrem Lächeln sollte dem Wunsch der strahlenden Augen und dem freundlichen Wesen entsprechen. Das Bild hat in Poser selber ca. 3 Stunden (mit „Renderzeit“ sprich der Endberechnung des Bildes) und in Photoshop noch mal 3 Stunden in Anspruch genommen.“

 

X-Avas3Gerendert wurde es von der zweiten Gründerin der Avatarschmiede, Michelle. Das Herstellen von Modellen für Renderprogramme ist seit 2004 ihr Beruf. „Nebenbei“ ist sie auch als Indie-Autorin tätig.

Selbstverständlich hat auch sie über das Bild gequatscht.

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„Ich hatte eine etwas andere Ausgangssituation, weil wir die Bilder im Adminbereich gesammelt haben und ich die meisten kannte, als ich meins gemacht habe. Entsprechend habe ich versucht, mein Bild ein bisschen anders anzulegen als die, die schon da waren, um nicht ungewollt „abzugucken“.

Gefühlsmäßig hatte ich das gleiche Haar im Sinn wie Sanni, habe mich dann aber aus dem genannten Grund dagegen entschieden. Stattdessen habe ich eine hochgenommene Variante genommen, die im hinteren Bereich wellig fällt und schön „wehen“ kann, damit etwas Dynamik ins Bild kommt. Ich wusste, dass man von der Figur nicht viel sehen würde, also habe ich diesen Aspekt vernachlässigt und nur eine Gesichtsform mit runderen Wangen gewählt.

Statt des offenen Lächelns habe ich ihr also auch nur ein leichtes Schmunzeln gegeben. Dafür das Selbstbewusstsein durch die Pose betont – allerdings ist dabei das Herzliche vielleicht ein wenig auf der Strecke geblieben. Gleich geblieben ist die Bluse, deren Farbe ich aus ihrer Augenfarbe generiert habe, wie es in der Beschreibung gewünscht war. Und bei dem Wort „Goldschmiedin“ hatte ich diese Ohrringe im Sinn, die ein bisschen künstlerischer wirken.

Dadurch, dass ich die anderen Bilder kannte, waren es bei mir häufig keine Gefühls-, sondern Kopfentscheidungen. Das hat es dann sicherlich von den anderen Bildern unterschieden, in die stärker das Gefühl geflossen ist, das die Beschreibung ausgelöst hat.“

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X-Avas4Das einzige 2D-Bild stammt von Kes. Die Knubbelnasigkeit und Fröhlichkeit ihrer Zeichnungen sind ihre Markenzeichenen.

Und da auch sie schreiben kann… ihr wisst, was nun kommt: 

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„Ich habe mit den Outlines angefangen nach einer super Referenz. Und mich dann, entgegen meinen meisten Bildern, doch für Farbstifte als Coloration entschieden. Und ich habe mich auf Haut eingelassen.
Die letzten Monate habe ich mich viel mit Farbtönen beschäftigt, Massen an Tutorials durchgearbeitet um zu verstehen warum z.B. meine Hauttöne nie „echt“ wirkten. Auch wenn es mir widerstrebte hautuntypische Farbtöne zu verwenden, der Herausforderung, wollte ich mich stellen.
Und ich hätte es nie gedacht, es klappt tatsächlich. Blau-, Gelb-, Lila und Brauntöne machen Haut erst zur Haut. *stolz bin* :shy:
Und auch beim rotblonden Haar musste ich mich darauf einlassen andere Töne einzubinden. Das ist mir zwar nicht so gut gelungen wie bei der Haut, aber aller Anfang ist schwer.
Die Carmenbluse war schwierig zu zeichnen, speziell die Oberweite. Ich denke da hab ich falsch angesetzt, aber da muss ich jetzt durch :grins:

Im Vergleich zu den anderen Bildern wirkt meine Schmuckschmiedin eher klein, zart und schüchtern. Mein Hintergedanke war ja das jemand der selbstbewusst ist, nicht automatisch extrovertiert sein muss. Und das es viele Menschen gibt die zurückhaltendere Menschen als viel sympatischer einstufen, als jemand offensives. Und das herausstechendste Merkmal war meines Erachtens nach das sympatische, freundliche Wesen.

So, dann danke das ich mitmachen durfte und viel Spaß mit den vielen wirklich toll gewordenen Bildern.“

 

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X-Avas6Sanni ist seit 2008 bei der Avatarschmiede und seit 2011 auch als Künstlerin tätig. Ihre erklärte Liebe gilt der Fantasy und Piraten.

Surprise: Auch sie hat etwas geschrieben: 

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„Zuerst einmal will ich erzählen, wieso ich mich für diese Körperhaltung entschieden habe. Sie sollte nicht so steif da stehen. Ich fand es für sie passender, wenn ein bisschen Bewegung drin ist. Etwas Lebensfrohes eben. Daher auch das offene Lächeln. Durch die Bildgröße war mir auch klar, dass es genau dieser Bildausschnitt sein soll. Nur der Kopf und ein Teil des Oberkörpers sollten zu sehen sein, damit der Rest auch noch erkennbar bleibt.

Bei den Haaren war ich mir sehr schnell einig. Sie fallen frech und wellig über die Schultern und da sie sich an einem Strand aufhalten sollte, fand ich auch das Haarband passend dazu. Hier habe ich mich gezielt für die grüne Variante mit Goldelementen entschieden. Grün bildet einen schönen Kontrast zur Haarfarbe und greift gleichzeitig die Augenfarbe wieder auf. Ebenso die Bluse, die ich für sie am Passendsten fand. Sie sollte die Schultern zeigen und diese Carmenbluse wirkt leicht und luftig. In meinen Augen perfekt für einen Aufenthalt am Strand, wo man ja doch davon ausgeht, dass es sommerlich warm ist.

Beim Schmuck habe ich mich hier lediglich auf eine goldene Halskette beschränkt. Eigentlich hatte ich ihr auch ein Paar Ohrringe verpassen wollen aber egal, welche ich ihr auch anprobiert habe, keine wollten so richtig zur Geltung kommen. Ich denke, dazu ist die Frisur an sich zu unruhig.

Alles in Allem habe ich mir den Charakter genau so vorgestellt und ich finde es immer wieder interessant zu sehen, wie unterschiedlich verschiedene Menschen ein und die selbe Beschreibung interpretieren.

Danke für diese tolle Aufgabe.“

 

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X-Avas8Iduna ist vergleichsweise Frischfleisch: Seit 2013 rendert sie, ursprünglich um sich einen Avatar zu erschaffen, der keinem Copyright unterliegt. Von ihr habe ich leider kein Statement zum Bild. Vermutlich liegt sie mit einem Cocktail an irgendeinem Strand und klaut Sanni die Piraten.

 

 

Ich finde es immer wieder faszinierend, wie unterschiedlich man eine Beschreibung umsetzen kann. Jede einzelne Realisierung macht auch für sich Sinn, obwohl alle unterschiedlich aussehen. Für mich war das ganze natürlich nochmal eine Ecke geiler: Wer hat schon das Glück, aus so vielen Charakterbildern wählen zu können? Ich glaube, ich mache die restlichen sieben zu Ashinaris Schwestern. ;)

Welches der Bilder kommt eurer Vorstellung nach der Beschreibung Ashinaris am nächsten?

Wenn ihr euch auch einen Avatar erstellen lassen wollt, scheut euch nicht, auch mal bei der Avatarschmiede vorbeizusehen. Niemand dort beißt! Glaube ich. Mehr über die Schmiede gibt’s auf deren Facebookseite, natürlich im Forum und das Wesentliche zusammengefasst in diesem Unterboard.

PS:

Nach dem Rendern ist übrigens vor der Nachbearbeitung, wie man bei den beiden folgenden Bildern gut sehen kann:

X-Avatare_2015_Vorher_Nachher2AshinarsBild

Let me draw you something!

Seit einiger Zeit überlege ich, mir mit dem Zeichnen ernsthaft den ein oder anderen Cent dazu zu verdienen. Ursprünglich wollte ich zu dem Zweck aus meinen bisherigen Zeichnungen ein Portfolio zusammenstellen, doch… Nä. Mittlerweile bin ich besser als das. Ich brauche also neue, aktuelle Zeichnungen, bestenfalls Auftragszeichnungen. Und hier kommt ihr ins Spiel: Wenn ihr eine Charakterzeichnung, sehr gerne auch inklusive Hintergrund, braucht, dann schreibt mir gerne eine E-Mail mit euren Vorstellungen mit dem Betreff „Charakterportrait“.

Möglichst knapp. Zumindest im ersten Schritt der Vorauswahl. Ich kann natürlich nicht abschätzen, ob und wenn ja wie viele sich melden werden und ich möchte nicht bis 2019 damit ausgebucht sein- oder mein Portfolio nur mit blonden Elfen zugekleistert sehen. Ihr wisst was ich meine ;) Feste Kosten berechne ich nicht dafür, doch ich möchte, dass ihr mir – sobald die Zeichnung fertig ist – dafür etwas von meiner klitzekleinen Wunschliste (rechts in der Sidebar) kauft – ja, ich kriege einfach verdammt gerne Post!. Die Preise variieren sehr stark und starten bei 5€. Je nachdem, wie viel wert euch die Zeichnung etc. am Ende ist. Das ist eure letzte Chance, ein günstiges Bild von mir zu bekommen! :D

Wichtig: Ich zeichne Charaktere, am liebsten Fantasy. Mit einem Comicstil kann bzw.möchte ich nicht dienen.

Also – wem kann ich etwas zeichnen? :)

Best of: San Diego Comic Con ’15

Gestern ging sie nach vier Tagen zu Ende: Die San Diego Comic Con. Dort gezeigt wurden wie stets Trailer, Filmausschnitte, Behind the Scenes-Schnipsel; die Darsteller, Filmemacher und Autoren zeigten sich zumeist von ihrer glänzendsten Seite und von den Cosplayern möchte ich gar nicht erst anfangen. Da ich euch nicht zumuten möchte, euch durch den Berg an Videos zu wühlen, habe ich das mal für euch getan* und kann euch hier meine kleine Auswahl sehenswerter Dinge zukommen lassen!

*Natürlich habe ich es nicht für euch, sondern für mich getan. Logisch.

Star Wars: The Force Awakens


Zwar bleibt bis zum neuen Trailer noch Zeit bis zum Herbst, doch wurde, was ich ohnehin viel spannender finde, ein behind the scenes-Video gezeigt. Dort zu sehen sind echte Sets, direkt am Drehort erzeugte Spezialeffekte und Alienpuppen. Man scheint wirklich erpicht darauf zu zeigen, dass man, wie von den Fans gewünscht, back to the roots geht. Definitiv sieht es vielversprechend aus! Ob es die Versprechen halten kann, wird sich im Dezember zeigen.

Natürlich gab es auch ein StarWars Panel, zu dem einige Schauspieler und bspw. auch Abrams angetreten waren und nicht nur über den Film an sich, sondern auch über die persönlichen Erfahrungen plauderten. Allein das Trio Hamill, Ford und Fisher gemeinsam in Aktion zu sehen, lohnt sich.

Supernatural

Ja, die alte Guddy mal wieder. Ich bin, was Supernatural angeht, trotz all ihrer Fehler und Negativaspekte, ein Fangirl und ich finde die Dynamik innerhalb des Casts großartig. Obwohl dort keine News oder neuen Trailer verkündet werden, war dieses Panel daher wieder ein Highlight für mich. Sehr unterhaltsames Ding! Außerdem: Jensen Ackles erzählt, dass Sam und Dean wieder „united“ sind und ein gemeinsames Ziel verfolgen. Endlich! Noch eine Staffel mit „Ich rede nicht mehr mit dir!“ – „Und ich nicht mit dir!!!“ – „Du bist voll doof!“ – „Und du noch viel dööfer!“ hätte ich auch nicht mehr ertragen!

(♥)

(Fear) The Walking Dead


Warum? Warum sind es noch ganze drei Monate bis zum Start der sechsten Staffel? Unverschämtheit! Die erste Episode wird ganze 654 Zombies beinhalten und läutet eine Staffel ein, die laut Trailer mehr Action beinhalten könnte als die letzten, dafür jedoch weniger Flashbacks. Zudem sollen den Wölfen, die in den Comics eine größere Rolle spielen, endlich eine größere Bedeutung beigemessen werden – wenn auch anders als man denken würde . Im Panel wird weiterhin nicht nur klassischerweise Ricks Bart diskutiert, sondern auch der Werdegang des Charakters Morgan, der mit dieser Staffel zu einem der Hauptcharaktere erhoben wurde. Auf jeden Fall hätte ich den Trailer nicht sehen dürfen, jetzt dürstet es mir dezent nach etwas Zombiehirn!

Ebenfalls auf der SDCC vertreten war der Cast von Fear the Walking Dead. Das Panel verlief meines Erachtens nach jedoch recht schleppend – vor Release ist das Interesse an Schauspielern und Charakteren auch eher gering. Das Spin-Off startet am 23. August, nun gibt es dazu auch einen längeren – wie ich finde sehr geilen – Trailer.

Batman v Superman: Dawn of Justice


Den Film hatte ich bislang noch gar nicht auf meiner imaginären Liste. Wurde nun ergänzt. In diesem Trailer zu sehen sind eine wundervolle Wonder Woman, ein ben affleckscher, gealterter Batman, die obligatorischen Fledermäuse, Explosionen… und, ach ja, Superman, der genauso gut einen Heiligenschein tragen könnte.

Deadpool

Innerhalb des Panels, in dem die Darsteller Ryan Reynolds, Morena Baccarin, TJ Miller, Brianna Hildebrand, Ed Skrein und Gina Carano, sowie der Director Tim Miller saßen, wurde nicht nur geflucht, sondern auch der Trailer gezeigt. Leider ist es aus Copyrightgründen momentan schwierig, diesen zu sehen, aber wenn man mal einen günstigen Moment auf Youtube erwischt, lohnt es sich! Er ist gespickt mit deadpoolschen Sprüchen (die wie gewohnt zwischen nervig-kindisch und genial schwanken), der richtigen Überprise Gewalt, Sex und „Motherfuckers“. In die Kinos kommt der Film im Februar 2016.

Bildersprache

My favorite moment of the weekend. This little girl made my day. Thank you. And thank you Comic Con for yet another kick-ass year! Amazing! #SDCC

Posted by Jensen Ackles on Sonntag, 12. Juli 2015

https://twitter.com/digitalspyfilm/status/619442370585710592/photo/1

https://twitter.com/TSDFArmy/status/619203291940036608/photo/1

https://twitter.com/warcraftmovie/status/619903038262620160/photo/1

Und sonst?

William Shatner liest aus seiner im September erscheinenden Biographie vor, der erste Trailer zum World of Warcraft-Film soll erst im November gezeigt werden, Hugh Jackman deutet an, dass Wolverine 3 Mark Millars Old Man Logan-Story folgen wird, ein Teenage Mutant Ninja Turtles-Boardgame wurde angekündigt (yay!), von Game of Thrones gibt’s ein Audition Reel zu sehen,der Hunger Games-Cast versucht sich im zugehörigen Panel am Mockingjay-Gepfeife, Joss Whedon arbeitet an einem neuen Projekt, dem Comic „Twist„, in dem ein viktorianischer, weiblicher Batman die Hauptrolle spielt, dann seien hier noch 5 Momente des Orphan Black-Panels und der Trailer zu Con Man zu nennen, den ich bereits auf meiner Facebookseite gepostet hatte, und der hier natürlich auch nicht fehlen darf!

Bezahlen im Netz: Beispiel „Paysafecard“

Bei bestimmten Dingen bin ich ein ziemlicher Schisser. Etwa, wenn es um die Gesundheit meiner Katze geht oder eine möglicherweise ausbrechende Crossed-Apokalypse. Oder – um doch wieder den Bogen zu realistischeren Dingen zu schlagen – um die Bezahlung im Internet. Nachher klaut man mir meine Kontodaten, bestellt auf meinen Namen irgendwelche Justin Bieber-CDs oder hebt gleich mein ganzes Geld ab! Nö, Bezahlungen über das Netz sind für mich fast ausnahmslos tabu! Wobei… kann man Computermäusen eigentlich einen Alufolienhut aufsetzen? Ich werde es beizeiten mal austesten.

Alternative: Paysafecard

Da ich mit diesem Thema auf Kriegsfuß stehe, war mir bislang auch die Paysafecard kein Begriff. Dieses Prepaid-Zahlungsmittel sichert die finanzielle Privatsphäre, indem man zum Beispiel an der Tankstelle seines Vertrauens oder eine der anderen weltweiten 450.000 Verkaufstellen eine Guthabenkarte kauft, deren 16-stelligen Code man letztlich in einem der teilnehmenden Onlineshops eingeben und somit das Produkt der Wahl bezahlen kann. Zwischen 5 und 100€ kostet solch eine Karte bzw. der Code, wobei man das entsprechende Guthaben bei einem Kauf nicht vollständig aufbrauchen muss. Das Restguthaben kann nach Eingabe des selben Codes vielmehr beim nächsten Einkauf verbraucht werden und ist auch auf der Website von Paysafecard einsehbar. Der Code funktioniert ähnlich wie bares Geld: Man kann ihn verschenken – und verlieren.  Da man keinerlei Daten hinterlegen muss, ist dies ein denkbar anonymes, sicheres System. Ganz ohne Eingabe von Kontodaten oder Besitz einer Kreditkarte. Oder Alufolienmützen.

In Kombi mit Gamingcontent

Aha. Bezahlen im Internet. Sehr spannend. Wann schreibst du endlich wieder über Aliententakel, Guddy?“ Hey, Moment: Eine große Anzahl der Shops, die die Paysafecard als Zahlungsmittel akzeptieren, stammen aus dem Bereich Gaming mit dem Schwerpunkt Online-Spiele wie zB.:

  • Einkauf oder Aufladen des Guthabens bei Steam
  • diverse Shops wie MMOGA oder Gameladen
  • Kauf von Rüstungsgegenständen, Items oder Ingame-Gold bei Spielen wie LoL

lolEin besonders prominentes Beispiel ist hier sicher League of Legends, für das man besondere Items kaufen kann, um seinen Champion zu stärken. Und genau auf dieses Spiel möchte ich in der nun startenden, kleinen Reihe in Kooperation mit Paysafecard eingehen. Und ja, in einem der Artikel wird man dann auch einen Tentakel durch den Text peitschen sehen.

Wobei – vielleicht auch nicht, schließlich ist diese nun nicht mehr ganz so ominöse Paysafecard auch für Minderjährige interessant. Da man keine Daten hinterlegen muss, ist sie natürlich auch übertragbar, es wird keine Bonitätsprüfung verlangt und sie unterliegt keiner Altersbeschränkung. Die liegt bestenfalls bei – in diesem konkreten Fall – League of Legends selbst. USK 12. Liegt vermutlich an den feministisch fragwürdigen Inhalten wie den nackten Schultern. Pfui!

Und weiter?

In den kommenden Artikeln werde ich der dubiosen Faszination, die das Spiel auf viele auszuüben scheint, näher auf den Grund gehen, die Aspekte des „kostenlosen“ Spielens näher beleuchten und das ganze auch in einen rollenspielerischen Kontext setzen. Und vielleicht schwenke ich auch kurz in Richtung Cosplay ab. An dem kommt man gar nicht vorbei! Also wenn ihr jemanden kennt, der jemanden kennt, dessen Halbbruder zufällig LoL-Cosplayer ist: ich nehme die E-Mail Adresse zwecks Austausch dankend an!

Habt ihr dieses Bezahlsystem eigentlich bereits genutzt? Seid ihr ebenso vorsichtig wie ich oder gebt ihr todesmutig überall eure Daten ein?

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Dies ist ein „Sponsored Post“ und im Auftrag von Paysafecard entstanden. Meinungen, Inhalte, Formulierungen sind jedoch ganz alleine die meinen.
Artikelbild: Vernon Chan

He lived long and prosper

Normalerweise lässt mich der Tod einer bekannten Persönlichkeit relativ kalt. Schließlich kannte ich denjenigen nicht und würde ich um jeden Verstorbenen trauern, würde ich meines Lebens wohl nicht mehr froh werden. Ich lese die Nachricht über den Tod, denke mir „schade“ und ziehe vorbei. Dieses Mal war es ein wenig anders.

Gestern ist im Alter von 83 Jahren Leonard Nimoy verstorben. Viel wurde und wird in diesen Tagen über ihn geschrieben, sein Lebenslauf wird seziert und seine Karriere beleuchtet. Bilder und Zitate von Spock überschwemmen das Internet wie eine Tribbleinvasion . Denn natürlich: Nimoy war Spock – und war es doch nicht. Seine Beziehung zu dieser Figur war, wie ich es aufgrund seiner (teilweise dezent ironisch angehauchten) Autobiographien und Interviews mit ihm beurteilen würde, eine gespaltene. So stark  mit einer Figur, ja mit einer ganzen Ideologie identifiziert zu werden, ist sicher Segen und Fluch zugleich. Nimoy kokettierte mitunter gerne mit dem Bild des Vulkaniers. Mit Spock und dessen Vulkaniergruß prägte er das Bild von Star Trek wie kein anderer.

VulanFür mich war er nicht nur Spock – aber doch hauptsächlich. Sehr wenige Schauspieler haben mich mein ganzes Leben lang begleitet. Die, die es taten, spielten in meiner ersten großen Serienliebe Star Trek mit. Spock war nie mein Lieblingscharakter, doch die Darstellung hat mich immer tief beeindruckt und mir neue Sichtweisen aufgezeigt. Star Trek insgesamt war, obwohl nur eine Serie, prägend für mich. Sie steht mitunter für Toleranz anderen Kulturen gegenüber und der Halb-Vulkanier Spock war für mich als junges Mädchen das Aushängeschild für diesen Wert. Hätte ein anderer als Nimoy Spock derart verkörpern können?

Mich hat die Nachricht seines Todes wirklich getroffen. Er war in keinem Alter, in dem man sagen würde: „Och. Das ist aber viel zu früh…“ und dennoch ist es für mich genau das: Zu früh. Ich bin mit „ihm“ aufgewachsen, habe gerne Neuigkeiten über ihn und seine eigenwillige Kunst erfahren und mich über jedes neue Interview mit ihm gefreut. Die Art, wie er gerade mit alten Star Trek-Kollegen umging, hat mir gefallen und mir jedes Mal ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert. Hier ist übrigens ein Interview mit William Shatner, das zwei Tage vor Nimoys Tod geführt worden ist.

10256171_919986198044107_2375870188113511951_nDa ich sehr jung begonnen habe, Star Trek zu schauen, ist es für mich etwas unwirklich. Die Darsteller waren „immer schon da“ und obwohl es selbstverständlich nicht so ist, dass mit ihnen auch Star Trek an sich sterben würde, fühlt es sich für mich ein wenig so an. Ja, ich bin ein wenig betrübt. Obwohl er keine Person war, die ich persönlich gekannt habe.

Er war nicht Spock. Aber dass ihn so viele mit dieser fiktiven Figur verbinden, ist nichts Schlechtes. Im Gegenteil. Ich denke, dass es ehrt, in gewisser Weise macht es ihn unsterblich. Ich freue mich darüber, dass er einen großen Teil dazu beigetragen hat, Star Trek mit Herz und Seele zu füllen.

Das Nerdtum folgt dem Gamer ins Grab! Long live the Nerdtum!

Sie sterben wie Fliegen mit roten Shirts: Erst der Gamer, nun der Nerd und bald mit Sicherheit auch der ordinäre Blogger. Sie werden vom Mainstream überrannt, eingenommen und durch die pure Liebe der Masse erdrückt. Gestern noch ein Außenseiter und heute schon ein zu Tode gegarter Otto Normalverbraucher. Nerdtum – Ruhe in Frieden, wir liebten dich sehr.

Diese grau melierten, vorzeitigen Todesanzeigen lese ich immer häufiger – und ich kann die Befürchtung einfach nicht teilen. Meist geht es freilich weniger um das Sterben des Nerdtums an sich, als um das Sterben der eigenen Exklusivität. Als Nerd war man vor einigen Jahren noch ein Sonderling, mit den Interessen hob man sich gerne vom gemeinen Pöbel ab. Nun sind Superhelden, Videospiele, einschlägige Serien längst im Mainstream angelangt. Man hat keine Sonderstellung mehr, ist einer unter vielen, statt Teil einer kleinen, exklusiven Gruppe.

Wortvogel hat nun einen interessanten Artikel verfasst, auf den ich mich kurz direkt beziehen möchte. So schreibt er u.a.:

Ich wollte einfach ein Genre-Fan sein – und damit ein bisschen was besonderes. (…) Für sie war der Begriff Beleidigung, für uns Orden. Man hat uns den Orden genommen, in Plastik millionenfach nachgepresst und an jeder Straßenecke verschenkt

Die Exklusivität ist das eine, die schnöde Definitionssache natürlich das andere. Wohl findet Wortvogel es auch dezent schade, dass er sich nicht mehr klar identifizieren kann. Ähnlich wie der Gamer ist auch der Nerd ein Begriff, der sich über die letzten Jahre stark ausgedehnt hat und nun nicht mehr nur die „Profis“ umfasst, sondern auch den, der ab und zu mal Doktor Who guckt und sich Nerdshirts anzieht. Ob es wohl bald in „Pro-Nerd“ und „Casual Nerd“ unterteilt wird? Man darf gespannt sein.

Ebenso werden die von uns Nerds geheiligten Fandoms vom Mainstream infiltriert, in  gewisser Weise umgewandelt und verändert. Früher: Das waren mutmaßlich mit Liebe pixelweise kreierte Videospielchen, Trashfilme, die noch Trash sein durften und Superheldenfilme, von denen bestenfalls noch Schmalz, aber mit Sicherheit keine Hollywoodgoldfäden tropften. Heute steckt wesentlich mehr Geld in den Produktionen, mit deren kommerziellen Erfolg gerechnet wird.

Und das finde ich… großartig! Für mich ist es ein großer Vorteil, dass ich nicht mehr Jahre warten muss, bis der nächste Genrestreifen im Kino gezeigt wird. Nicht mehr in die hinterste Ecke eines Buchladens gehen muss, um „mal eben“ in ein paar Comics reinzuschnuppern. Buuh, Mainstream, buuh! Denn natürlich ist auch das, was es bis in die Buchläden schafft, nicht „richtig nerdig“. Richtig nerdig: Das wären die Comics, die man erst noch suchen muss. Die von unbekannten Künstlern gezeichnet werden und die nicht jeder kennt. Ist Mark Millar eigentlich noch „true“? Vermutlich nicht. Ich lese ihn dennoch gerne. Übrigens gucke ich mir auch gerne die Verfilmungen seiner Werke an. Trotz dessen, dass es die Rezensionen dazu auch auf die Startseite von Spiegel Online schaffen. Die pure Masse an Material macht es nur schwieriger, da noch Fuß zu fassen und das zu finden, das es für einen selbst zu gucken lohnt.

A propos „Fuß fassen“: Natürlich ist man nicht mehr alleine, über die Serien und Filme muss man nicht mehr in eingeschworenen Kellerkreisen debattieren, sondern kann es vermutlich auch auf einer ganz normalen Party. Ich persönlich sehe es allerdings auch mit den „Fake Nerds“ sehr entspannt. Meiner Meinung nach darf man auch Tetriskrawatten tragen, wenn man außer Tetris noch nie mit dem Nerdtum in Kontakt getreten ist. Man darf sich über Star Trek unterhalten und andere korrigieren, wenn man es nur sporadisch irgendwann einmal geguckt hat. Himmel, ich werde durch Laien doch nicht in meiner Existenz als Nerd bedroht! Im Gegenteil, ich lerne unter Umständen neue Sichtweisen und vor allem auch Menschen kennen. Ich finde es großartig, dass Geekiges längst im Mainstream angekommen ist und somit mehr Leute erreicht.

Das Nerdtum stirbt nicht aus, es wird einfach nur facettenreicher und richtet sich nicht nur an die Pros. Es verändert sich, aber Veränderungen sind nicht immer schlecht.

Wenn ihr nach eurer Vorstellung wieder cool werden wollt, werdet doch zu Briefmarkensammlern. Die waren nie wirklich angesagt, sind es aktuell nicht und werden es vermutlich nie sein. Es sei denn… ja es sei denn, ihr werdet nun alle zu sammelnden Nerds, die sich in Hinterhöfen treffen, um sich gegenseitig die fancy Sammlungen zu zeigen. Dort, die Tre Skilling Banco mit Fehldruck von 1855! Oder hier, die British Guiana 1c magenta aus dem sagenumwobenen Jahre 1856! Solange es keine „mainstreamige“ Star Trek-Briefmarke ist, kann ja nichts passieren. Und wenn nun doch der Rest der Welt ebenfalls zu Stampern wird, bleibt immer noch der Weg zurück zum Nerd. Und vielleicht kann man sich dann auch endlich an der Briefmarke mit Spockportrait erfreuen.

Ach: Natürlich ist auch das hier nur meine Meinung, mit deren Benennenung ich die Anderer und insbesondere die des Wortvogels in keinster Weise schmälern oder angreifen möchte! Natürlich respektiere ich seine Meinung, finde sie auch durchaus nachvollziehbar, teile sie jedoch schlichtweg nicht.

Lego: Ghostbusters ECTO-1

508 Legosteine, die nach ein bis zwei Stunden Bauzeit irgendwann einen Ecto-1 ergeben. Das Auto also, in dem die vier Ghostbusters unter dem unermüdlichen Geheule der Sirene auf Geisterjagd gehen. (Ob es bald auch den Captain Obvious als Bausatz geben wird?)

GhostbustersEs ist eines der wenigen bislang realisierten Designs aus der Ideenschmiede von Lego Ideas, bei dem man seine kreierten Bausätze einsenden kann. Sobald genügend User des Portals ihre Stimme abgegeben haben und auch Lego selbst den Daumen hebt, wird es zur Realität. Wie eben jenes schicke Auto.

Und es ist so hübsch und gut gemacht! Man erkennt es! Was man nicht unbedingt von jedem berühmten Legoauto sagen kann…

Die Steinchen sind zum Glück unsortiert – hey, wenn man Lego für kleine Kinder will, kauft man sich vier Duplosteinghostbusters3e und baut daraus einen Turm! Das Ghostbusters-Set besteht aus den vier Ghostbustern, deren Protonenrucksäcken, diversen Bauteilchen und natürlich der Geisterfalle. Und es ist ein schönes, detailfreudiges Set geworden, bei dem jeder Scheinwerfer sitzt! Für Leute, die nicht gut frimeln können (wie ich) sind die Symbole wie etwa das Logo freundlicherweise direkt auf die Steine gedruckt.

GhostsAm Ende ist das Dach abnehmbar, sodass die Figuren mehr oder minder bequem zumindest zu dritt darin Platz nehmen können. Auch Legofiguren wollen sich mal ausruhen! A propos Figuren: Sie besitzen Janusgesichter, jeweils ein fröhliches und ein erschrockenes, kampfbereites und auf ihren Anzügen prangt ihr jeweiliger Name. Selbst das beiliegende Heftchen präsentiert mehr als lediglich das Notwendige – die Bauanleitung – und würdigt die Geisterjäger mit kleinen Zitaten.

Bei uns hat er nun einen schönen Platz in der Vitrine gleich unter dem Lego-Millenium Falken eingenommen! Damit man ihn nicht aus unserem Wohnzimmer klauen muss, kann man ihn natürlich auch bestellen. Zum Beispiel hier. Oder hier.

Habt ihr denn auch bereits ein Lego-Sammlerstück zusammengebastelt und aufgestellt?

Ghostbusters9

Ghostbusters6

Der ultimative Geek

 

(…) und was macht deiner Meinung nach den ultimativen Geek aus?“

Manchmal bekommt man Leserbriefe, die einen wirklich nachdenken lassen. Wie dieser hier von Martin. Der ultimative Übergeek also. Der ist leicht zu beschreiben, dieses bewundernswerte Wesen. Leset und neidet ihn.

Der ultimative Geek…

  • trägt Geekshirts. Immer. Er hat mindestens 365 Stück davon im Schrank, wovon eines natürlich lustiger und kreativer ist als das andere. Je einzigartiger, desto besser. Beliebte Themen schwanken je nach Saison, die beliebten Seiten wie Qwertee jedoch bleiben. Der ultimativste Geek trägt hierbei zwei Shirts übereinander. Kann man bei Rüstungshemden übrigens auch machen, wenn der Spielleiter nicht aufpasst. RS!
  • hat jedes Spiel, das es gibt und geben wird durchgespielt. Drei Mal. Er kennt jeden Lösungsweg, jeden Dialogstrang und weiß alles besser als die Spieleentwickler selbst. Wenn man Fragen zum Spiel hat, fragt man als erstes ihn.
  • hat keine Wohnung. Er hat einen Geektempel. Der Toaster toastet kleine Darth Cylons in die Brote, die Zimmer werden von Lichtschwertern beleuchtet und er schläft in Gandalf-Bettwäsche. Ikea ist ihm zu normal, er kauft nur ausgewählte Fanobjekte ein.
  • ist offensichtlich reich.
  • ist ein wandelndes Lexikon. Wer hat bei der dritten Episode der fünften Staffel von The Walking Dead Regie geführt? Was ist das Lieblingsgericht des fünften Doktors? Und was heißt nochmal „Ich werde dein Blut aus deiner Hirnschale trinken!“ auf Klingonisch? Er kennt die Antwort.
  • hat kein einziges, rotes Oberteil im Kleiderschrank.

Ich denke, dass es offensichtlich geworden ist, dass ich nicht an den ultimativen Geek glaube. Zumindest nicht an den, der von außen als solcher zu erkennen ist. Ist man mehr Geek als der andere, weil die Kleiderwahl erscheinen lässt, als hätte man den Webshop ThinkGeeks ausgeraubt? Ein Zelda-Kettenanhänger macht niemanden „mehr geek“ als den anderen, ebensowenig wie es die Kenntnis über die Namen jedes Nebencharakters von Torchwood macht.

Meine Antwort auf die Eingangsfrage ist eigentlich ziemlich simpel gestrickt und riecht ziemlich nach Cheese: Der ultimative Geek ist mit Leidenschaft dabei.

Er fiebert mit den Charakteren seiner favorisierten Serie mit, sammelt vielleicht jeden Schnipsel auf, was er über die Serie finden kann. Er bekommt eine Gänsehaut, wenn er die Titelmelodie seines Franchises hört. Den ersten Ton eines Star Wars Filmes etwa oder auch den diffusen Ton der Enterprisetüren. Wahrscheinlich sammelt er, kennt sich mit mindestens einem Genre aus, war schon auf einer Convention. Die Themen beschäftigen ihn, er redet darüber, will mehr wissen. Und weiß vermutlich noch, wann er zum ersten Mal einen Ent gesehen hat.

Er muss nicht alles kennen, kein Universalgeek sein. Nicht jede Serie gucken oder jedes Spiel gespielt habe. Er muss nicht wissen, wer zuerst geschossen hat. Es kommt nicht darauf an, wer den längsten Schwanz hat. Den hat, wie wir alle wissen, ja auch das Marsupilami. Nein, im Grunde genommen gibt es nur erste Plätze auf der Geekrangskala der Unendlichkeit. Hey, ich bin eine verdammte Waage, ich stehe auf das Gleichgewicht, Frieden und Harmonie! Außerdem glauben Waagen nicht an Horoskope.

Also Martin: Man braucht kein volles Regal mit Actionfiguren, Comics und Videospielen zu haben, um ein ultimativer Geek zu sein. Ich selber besitze übrigens auch nicht besonders viel. Nichts Stoffliches, ich kann dementsprechend mit keiner überdimensionalen Collection angeben. Den Geek habe ich im Herzen. [absolut nicht kitschiger Themesong zum Gesagten]

Oder habt ihr andere Definitionen? Ist durchaus möglich! Vielleicht sagt ihr auch, dass man unbedingt XY gesehen haben muss oder mindestens 40 Teefury-Shirts besitzen muss, um „ultimativ“ zu sein. Dann ist das auch ok, ihr könnt meine imaginären Geekmedaillen dann gerne haben :) (Nicht, dass ich welche hätte. Mist.)

 

Filmposter neu interpretiert

 

Ok, eigentlich sind es keine Poster, sondern Postkarten. Und eigentlich ist das auch kein Blogartikel, sondern eine Bilderschau. Das macht aber alles nichts, da ich die Bildchen so possierlich finde, dass sie Verbreitung verdienen! Jaemy Choong spielt mit Filmmotiven. That’s it. Und es brachte mich teilweise sehr zum Schmunzeln!

Mehr Bilder von ihm sind auf seinem Instagram-Account zu finden.

filmpostercaptain

(via)

Teenage Mutant Nintendo Turtles

Ihr kennt mich: Ich bin leidenschaftlicher Fan der 90er-Turtles. Was Merchandise anbelangt, bin ich da ziemlich leicht zu begeistern. Aber das hier! Ha! Das hat mit „leichter Begeisterung“ natürlich rein gar nichts zu tun! Es ist ein Turtles Van mit integriertem NES. Funktionstüchtig! Mit leuchtenden Scheinwerfern und frisch lackierten, customized Controllern, die der Custom NES Guy beigesteuert hat. Sagt bloß nicht, dass ihr nicht schon immer genau davon geträumt hättet!

Zumindest sieht er gut aus. Laut Bastler Ryan aka Platinumfungi steckt ein ganzer Monat Arbeit in diesem NES: Kleben, pinseln, basteln, verkabeln, schneiden… ob sich die Mühe gelohnt hat, wird jeder für sich selbst entscheiden dürfen. Eingestellt hat er den außergewöhnlichen NES auch auf ebay. Die Auktion läuft in zwei Tagen ab und steht jetzt bereits bei über $1.500. 

Ich selber habe die Zutaten für diesen Gamingcocktail übrigens auch zur Hand. Sowohl den Van, als auch den NES. Wenn ich es allerdings nachbauen würde… würde es am Ende aussehen, als wäre der Van geshreddert worden. Also lieber nicht.

Verfolgen könnt ihr Ryans Arbeiten auf seinem Blog oder Facebook, wo er auch Anfragen bezüglich individueller Stücke annimmt

Source: Ryan Fitzpatrick at Platinumfungi

Wenn Kunst echt hässlich ist: Morgans Mutations

Ratet doch bitte mal, wofür obige Skulptur ist. [insert Jeopardy-Musik] … Richtig! Es ist Christbaumschmuck!

Diese und ähnliche wunderhübsche Teilchen stellt der Amerikaner Morgan Loebel her. Aus Polymer Clay bastelt er aderndurchzogenes Fleisch, brüchige, verfärbte Zähne und triefende Augen, die zumeist widerliche Mutationen zeigen. Teils fabriziert er aus diesen Scheußlicheiten picklige Ketten, teils nutzt er sie jedoch auch, um ernstere Themen anzuschlagen: So stellt er in einer Skulptur die „glamorous side of smoking“ dar. Der menschliche Körper nach dem Genuss von übermäßigem Nikotonkonsum mit verfärbten oder fehlenden Zähnen und Oraltumoren. Dezent übertrieben dargestellt, natürlich. Ganz dezent.

Dass er als langjähriger Zahntechniker vom Fach ist, sieht man seinen Arbeiten an. Als (Ex-)Zahnarzthelferin sind mir sofort die von ihm modellierten Zähne aufgefallen! Sehr wirklichkeitsgetreue Fissuren und Verfärbungen! Wirklich, sehr schön. Generell hat es mir das Bunny allerdings am meisten angetan, hier als erstes in der kleinen Galerie. Seht euch nur dieses possierliche Pickelchen am Arsch an!

Findet Morgan Loebel aka Morgans Mutations hier:

DeviantArt | Facebook | Shop: Etsy

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VIRUS Magazin

Das 2004 zum ersten Mal erschienene Magazin wird in der kommenden, im September erscheinenden Ausgabe zehn Jahre alt. Grund genug, es hier an dieser Stelle einmal kurz vorzustellen.

Themenbereiche: HorrorFilme | Art | Bücher | Gaming u. v. m.
Verlag:
Raptor Publishing
Erscheinungsweise
: 6x im Jahr
Preis:
€6,66
Seiten:
114
Internetauftritte: Facebook | Verlagsseite

Ja, es sieht schon hübsch aus, dieses dunkle Heft mit dem Hochglanzüberzug. Dieser optisch hervorragende Eindruck setzt sich auch zwischen den Deckseiten fort. Unter dem Oberthema Horror findet sich hier eine Vielzahl an Unterthemen, die kaum einen Wunsch offen lassen. Hauptaugenmerk liegt dabei definitiv auf Rezensionen von Neuerscheinungen und Fundstücken und genau deshalb kaufe ich mir dieses Magazin gerne: Es bietet einen sehr guten Überblick über Aktuelles im Horrorbereich. Ohne die Virus wäre ich kaum auf Perlen wie „John dies at the End“ oder „Tucker&Dale vs. Evil“ aufmerksam geworden. Filme, die fernab des Mainstreams liefen, von den Kinos weitesgehend verschmäht wurden und eben doch Einzug in eine Virus-Rezension fanden.

Die Themen und das Layout sind definitiv die Dinge, die mir am positivsten auffallen. Es ist kein tristes Design, sondern im Gegenteil sehr inspiriert und passend zum Thema. Zusätzlich zu Rezensionen finden sich Interviews mit bspw. Regisseuren oder Autoren, Vorstellungen von etwa Künstlern oder Conventions und hin und wieder auch interessante Berichte über Hintergründe des Genres. Sehr gut finde ich auch, dass nicht nur auf Neuerscheinungen und News Wert gelegt wird, sondern auch die Nostalgie nicht zu kurz kommt: Ob VHS-Sammler, Groschenromane aus den 70er-Jahren oder alte Monsterfilme – kaum etwas bleibt unbesprochen.

Nun liegt der Teufel bekanntlich im Detail. Ich kenne kein anderes Magazin, das derart viele Rechtschreib-, Grammatik-, und Zeichensetzungsfehler beinhaltet wie die Virus. Man kann kaum eine Seite umblättern, ohne dass einem ein Fehler ins Auge springt. Gut, vielleicht bin ich, was das angeht, auch generell sehr streng. Doch kann man von einem Magazin, das immerhin 6,66€ kostet, nicht ein anständiges Lektorat erwarten? Ich glaube doch. Eigentlich. Mir ist es ein Rätsel, weshalb da nicht näher hingeguckt wird. Auch ist mir der Schreibstil so manchen Autorens nicht „reif“ genug, um für ein Magazin zu schreiben, das zumindest derart professionell wirkt und aller Wahrscheinlichkeit nach auch so wirken will. Und das verdammt nochmal – ja, ich wiederhole mich – 6,66€ kostet!

Trotzdem – und trotz so manchen Spoilers – kann und möchte ich die Virus empfehlen. Wie kein anderes mir bekanntes Magazin schafft sie es, alles zu vereinen, was mich im Horrorbereich interessiert. Ich hoffe, dass die Autoren irgendwann die Kurve kriegen werden, denn die angesprochenen Probleme sind nicht neu.


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Als Disneyprinzessin ungeeignet

Disneyprinzessinnen – mal liebreizend und nett, mal rotzig und mutig, aber immer eines: In irgendeiner Form ein Vorbild.  Doch was wäre, wenn man nicht nur die interessantesten, sondern gleichzeitig auch umstrittensten Frauen als Inspiration nehmen würde? Frauen, die ihre Dienerinnen foltern und umbringen, Frauen, die es mit Stieren treiben oder Frauen, die mit ihrem Panzer namens „Fighting Girlfriend“ deutsche Soldaten des zweiten Weltkriegs vernichten? Ganz sicher ist eines: Es wären definitiv keine Vorbilder im Sinne Disneys.

Jason Porath, der bei Dream Works gearbeitet hat und für zahlreiche Effekte zuständig gewesen ist, nimmt sich bei seinem Tumblr-Projekt genau jener Persönlichkeiten an. Jeden Mittwoch stellt er eine neue „rejected Disneyprinzessin“ vor, die zwar nicht wirklich von Disney abgelehnt wurde, jedoch aller Voraussicht nach nie eine Prinzessin werden wird.  Auch wenn Porath zugegebenermaßen einiges dafür tut, sie in seinen Illustrationen aussehen zu lassen, als wollten sie gleich in Begleitung von Rotkehlchen singen.

tumblr_n7dwg3BfiI1ry5q8mo5_1280Dabei stellt er die teils historischen (Elisabeth Bathory), teils mythischen, (Pasiphae ) weiblichen Gestalten nicht nur bildlich vor, sondern auch in Wort und Schrift. Hierbei bemüht er sich um fachliche Kompetenz, wobei er auch zugibt, dass immer wieder – von ihm gewünschte – Korrekturen eintrudeln, die er glücklicherweise auch in seinen Texten umsetzt. Dabei entstanden ist eine sehr interessante Zusammenstellung aus verschiedensten Frauen, die auf ihre Weise „herausragend“ sind.

Die nicht selten brutalen, blutigen Geschichten gehen hierbei eine wunderschön diskrepante Verbindung mit den disneyesken Bildern ein. Und auch wer, wie ich auch, an einem Roman sitzt, wird hier auch die ein oder andere Inspiration erhalten können!

Hier geht’s zu seinem Blog!


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„Bin ich ein Fantasyfreak?“ Zeitreisen-Guddy antwortet euch!

Einst, als die Wiesen noch grün und Zurück in die Zukunft II wirklich noch unantastbar in der Zukunft spielte, ja, da war auch ich mal jung. Schon damals tanzte ich durch das Internet, tummelte mich in Fantasyforen, spielte Online-Rollenspiele und trieb allerlei Unsinn. Daran hat sich nichts geändert – an meiner Rechtschreibung jedoch schon.

Ich bin gerade auf einen Test gestoßen, den ich 2001, 15jährig, geschrieben hatte. Er ist wenig ernst gemeint, aber vielleicht hilft er euch ja dennoch bei der Frage weiter, ob ihr ein Freak seid. Ich finde es süß, solche prähistorischen Funde zu sehen, die dass/das-Schwäche und die Formulierungen, die damals so legitim geklungen hatten. Aber gut – wer weiß, was ich in 13 Jahren über meinen heutigen Blog sagen werde? Lieber nicht darüber nachdenken! Trotzdem erkenne ich mich natürlich sofort wieder, so sehr hat sich mein Humor leider nicht geändert.

Zum Test geht es hier entlang

Habt ihr denn auch solche Fundstücke von euren Internetanfangszeiten? Und wie habt ihr beim Test abgeschnitten? :D

Donkey-Verlosung anlässlich 25 Jahren Game Boy

Vor 25 Jahren erblickte der Game Boy das Licht der Kinderzimmer und trat in Begleitung von Tetris und Super Mario seinen Siegeszug an. Mittlerweile hat er sein Territorium um ein Vielfaches erweitert, ist sowohl in Kinder- als auch Arbeitszimmern und in den Händen von Jung und Alt anzutreffen, wobei er nicht nur grau wie eh und je, sondern in den meisten Fällen auch noch  ziemlich lädiert sein dürfte. Mein eigener Game Boy hat einige Macken, nicht mehr jedes Spiel läuft, doch solange Links Awakening, Super Mario Land 2 und Bomberman funktionieren, bleibe ich glücklich!

Gemeinsam mit dem Onlineshop Donkey verlose ich nun eine Game Boybrotdose mit darin enthaltenem, imaginär-knusprigem „Lunch“ (ebenfalls im Shop enthalten, aber ich sage mal nicht, was genau. Vielleicht errät es ja jemand :) ). Alles, was ihr tun müsst, ist einen Kommentar unter diesen Artikel zu schreiben und/oder ihn auf Facebook, Twitter oder Facebook zu teilen (jeweils die Ursprungsbeiträge von meinen Profilen, sodass ich es nachvollziehen kann, wie hier der auf FB). Ihr kennt das Ticketsystem ja: Pro „Teilung“ ein Ticket, pro Kommentar ebenfalls eines bei maximal einem pro Person und natürlich mit gültiger E-Mail Adresse.  Ihr könnt alles, müsst aber nichts. Mitmachen könnt ihr bis Sonntag, 12:00.

Wir erzählen mit jedem unserer Produkte eine kleine Geschichte. Und zwar eine dieser Geschichten, die einem ein Lächeln aufs Gesicht zaubert.

Doch wer oder was ist“ Donkey“ überhaupt? Ein Shop, der sich als Designlabel versteht, eine Ideenagentur voller Produktentwickler, die Artikel wie Wikingereierwärmer, Flügelchen für die Schuhe und Schwämme im Stil einer kleinen Piratenparty vertreiben. Für Küche, Bad und Wohnzimmer ist gesorgt, sodass jeder Raum eigene, kreative Accessoires erhalten kann, die man natürlich auch als ausgefallene Geschenke unter den Mann bringen kann. Es ist auf jeden Fall ein netter kleiner Shop, der mir gut gefällt, sonst würde ich ihn an dieser Stelle auch nicht vorstellen.

 

Ach guck mal. Wie süß! Zwei knuffige Tode!

Vereint in einem Bild: der Tod von Supernatural und jene(r) der Sandman-Comics. Letztere sollte ich endlich wieder lesen, ich weiß schon gar nicht mehr, worum es da überhaupt geht!

Der personifizierte Tod ist tatsächlich seit jeher einer meiner Lieblingscharaktere gewesen, erstaunlicherweise unabhängig vom Medium oder dem Franchise, dem er jeweilig angehört. In der Schule freute ich mich über jedes zu interpretierende Gedicht oder Bild, in dem der Tod eine tragende Rolle spielt. Das könnte natürlich mit meiner eigenen Vergangenheit zusammenhängen, oder aber, was ich für weitaus wahrscheinlicher halte, mit der Faszination, die das Thema an sich nicht nur auf mich ausübt. Über genau diese Faszination könnte man fast einen eigenen, hochgradig recherchierten Artikel schreiben, aber.. dafür sitze ich gerade zu faul auf dem sonnengetränkten Balkon herum.

Meistens gilt der Tod in den Veröffentlichungen als düsterer Geselle, denn schließlich verschenkt er zumeist „sich selbst“, statt Freude und Schokoladenhäschen. Seit Jahrhunderten gerne als Skelett dargestellt, darf er in unserer Zeit auch endlich pinke Kleidung und ein Lächeln tragen. Wobei – lächeln Totenschädel nicht eigentlich immer? Meine Lieblingstode sind tatsächlich der ausgemergelte Reiter aus Supernatural, die Dame aus den Sandman-Comics und der  SYMPATHISCHE KERL AUS DER SCHEIBENWELT. Einen Platz auf dem Treppchen ganz knapp verpasst hat der so gar nicht lustige Tod. Was gibt’s schon schöneres als den humoristischen Umgang mit dem Tod? Außer Katzenbabys, natürlich.

Habt ihr einen Lieblingstod?

Das Bild findet ihr natürlich entweder hier auf tumblr oder hier auf DeviantArt auf den Seiten des Künstlers.

 

Prinzessinnen Crossover

Eigentlich bin ich ein positiver Mensch, wenn es um kreative Werke anderer Menschen geht. Solange jemand nur etwas kreiert, finde ich es im Regelfall zumindest nett. Sehr selten bin ich von Bildern genervt – was diese Kunstthematik hier angeht, bin ich es nun jedenfalls definitiv.

Es ist seit Jahren so: Kombiniert man Disney Prinzessinnen mit irgendeinem x-beliebigen anderen Fandom, wird es bei einem Minimum an Talent mit fast an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zum viralen Hit. Prinzessinnen und Star Wars? Check. Prinzessinnen und Sailor Moon? Check. Friendship is Magic? Check. Kombiniert man dann noch, wie jüngst, einen absoluten Serientrend – namentlich Game of Thrones – mit ihnen, hyperventiliert das Fanherz und es hagelt DailyDeviations auf DeviantArt, Shares und Likes.

Ist das noch Punkrock Kreativität? Was es ist: Nett anzusehen, aber eben auch verdammt einfach. Denn meistens wird nicht einmal versucht, eine echte Verbindung und ein sinnvolles Crossover herzustellen. Ganz im Gegenteil wird einfach stumpf  die Prinzessin mit demjenigen „Parallelwelt“Charakter gekreuzt, der ähnlich aussieht. Ob es charakterlich passt? Völlig egal. So wird Rapunzel mal eben zu Sansa. Logisch.

Ich kann es einfach nicht mehr sehen. Warum kommt man nicht auf eigene, kreative Ideen? Nicht, dass ich ein Springbrunnen an Kreativität wäre, schön wär’s. Doch ich wünsche mir von den wahren Künstlern einfach mehr.  Ich wünsche mir Crossover, die Sinn machen. Wie etwa die Ninja Turtles mit Super Mario. Buffy mit Twilight. Meinetwegen auch Mulans Mushu mit Game of Thrones. Halbwegs intelligente Crossover eben. Dann „share“ich es auch gerne!

Das war: Mein kurzer Dislike des Tages. Natürlich darf und soll man zeichnen, was man will. Es geht hier schließlich nur um meinen eigenen Eindruck, der längst nicht dem eines jeden entspricht. Doch macht Platz für Bilder mit Hintergrund, die die Fantasie beflügeln! (ja, ich denke gerade an den Jokerdrachen *g*) Steinigt mich ruhig, ich weiß, dass es hier einige Prinzessinnenfans gibt :) Dürft ihr auch gerne bleiben, solange ich mein Zimmer nicht damit tapezieren muss!

 

Ein Herz für Youtuber

Chaosmacherin hatte den „Ein Herz für Youtuber“-Tag auf den Valentinstag datiert. Ja, das ist heute. Herzen für alle! Oder doch lieber ein Steak? Ich nehme das Steak! Eigentlich wollte ich dafür, wie eigentlich dabei auch vorgesehen, ein Video erstellen, allerdings habe ich aufgrund des Umzuges gerade nur den Laptop ohne Maus zur Verfügung und da kann ich leider keine Videos kreieren. Und… leider auch keine Bilder. Ein Blogbeitrag geht aber ja auch!

Wie auch immer: Ziel der Aktion ist es, das Rampenlicht einmal auf die kleineren, unbekannteren Channel zu richten, die nicht unbedingt Let’s Plays beinhalten. Besondere Channel, die durch Charisma oder ausgefallene Ideen glänzen. Meine Aboliste birgt manchen Schatz, ausgewählt habe ich allerdings nur fünf. Nicht, weil es die anderen nicht wert wären, sondern aus dem Grund, dass ich die Liste nicht unübersichtlich haben wollte. Klickt lieber jeden dieser überschaubaren Liste an, als nur wenige Namen einer riesigen Liste! (außerdem brauche ich hier auf dem Laptop ungelogen fünfmal so lange, um einen Blogbeitrag zu erstellen, vor allem mit all den Links.. so anstrengend…. *theatralischseufz* )  Hier hatte ich übrigens bereits welche vorgestellt. Und da ich Youtube mag, werde ich hin und wieder auch noch andere Lieblingschannel vorstellen :)

Hier also meine 5 geherzten Channel!

Ein Herz für Youtuber weiterlesen

Youtube meets art

Richtig, schon wieder ein Hangout. Doch diesmal wird es nicht um Meinungen gehen, sondern um zwei Künstler, die ich mir eingeladen habe. Wir sprechen über unsere Erfahrungen als Künstler/Zeichner, zeigen Beispielzeichnungen, plaudern aus dem Zeichenkästchen und beantworten Fragen (sei es nach der Zeichentechnik, Motive oder sonstiges Kunstrelevantes), die ihr über G+, Youtube, Twitter oder auch hier in den Kommentaren stellen könnt, während der Stream läuft. Ich selber werde mich eher zurückhalten, die echten Künstler sind hier schließlich andere :)

Um wen genau es sich handelt erfahrt ihr genau jetzt!

zeichnungicon_by_phantagrafie-d73d3t9Melanie, vielen auch als „Phantagrafie“ bekannt, ist Autodidact und begeisterte Rollenspielerin. Sie zeichnet beispielsweise für die Ulisses GmbH aventurische Gestalten und für den Oldib Verlag. Ihren Stil beschreibt sie selber als eine Mischung aus amerikanischen Comics und Mangas. In ihrer Galerie tummeln sich vornehmlich Charaktere phantastischer Welten; der Künstlername ist Programm.

Website | DeviantArt

rxjxrjfjg_by_plastikloeffel-d73xuw0Nummer Zwei im Bunde nennt sich Plastiklöffel, doch dieses Mal ist der Name wohl eher nicht Programm. Zumindest besteht die Galerie des Löffels nicht aus geformtem Plastik, sondern aus Bildern nicht nur einer Stilrichtung, wobei besonders der „realistische Comicstil“ anzutreffen ist. Bunt, manchmal morbide, aber stets fantasievoll.

DeviantArt | Youtube | Twitter

Leider ist es nun alles relativ kurzfristig in der Ankündigung und für mich sehr stressig geworden, da die dritte Künstlerin, die sich gemeldet hatte, trotz Terminzusage leider nicht mehr auf Nachrichten reagiert hat und ich in der Vorbereitung zu stark auf sie gesetzt hatte. Wird sich so auch nicht mehr wiederholen, schließlich lerne selbst ich dazu. Gerne hätte ich drei Gäste gehabt, aber gut.

Ab 20 Uhr (+ – 5 Minuten, bei G+ weiß man schließlich nie!) könnt ihr uns dann Fragen stellen und uns beim Erzählen unseres Lebenslaufes beiwohnen! Wo?

Na unter diesem Link hier

Künstler für Youtube- und Blogprojekt gesucht

Für mindestens einen Blogartikel und einen Google-Hangout über Youtube suche ich KünstlerInnen, die sich in ihren Werken primär mit Science-Fiction oder Fantasy befassen. Ob sie sich auch tatsächlich beruflich in diesem Umfeld bewegen oder es lediglich in ihrer Freizeit tun, ist dabei unerheblich. Damit ihr euch nicht durch eine Textwand kämpfen, sondern innerhalb weniger Blicke entscheiden könnt, ob es für euch (oder Bekannte von euch) in Frage kommt, kürze ich das ganze lieber ab :)

Wen suche ich (neben oben bereits Genanntem):

  • [Blogbeitrag] Künstler, die ein virtuelles Portfolio welcher Art auch immer besitzen, und sei es mittels eines DeviantArt Accounts und Willens sind, mir ein paar Fragen dazu zu beantworten und mir ihre Bilder zwecks Visualisierung des entsprechenden Artikels zur Verfügung stellen
  • [Hangout – max.3 Teilnehmer] Künstler mit funktionierender Webcam und ebenfalls funktionierendem Mikro. Die Bereitschaft, sich und die eigenen Werke + etwaiger „Vorführungen“ der Techniken live in einem Hangout zu zeigen. 1-2 Stunden Zeit an einem dann noch zu bestimmendem Abend. Möglichst digitales Zeichnen, da die Demos leichter funktionieren, ist jedoch kein Muss.

Wofür eigentlich genau?

  • [Blogbeitrag] Ich würde eine Art Portrait über den Künstler schreiben und natürlich seine Seiten verlinken
  • [Hangout] Es wird ein Live-Video werden, bei dem über den eigenen künstlerischen Werdegang geplaudert und nebenher alte, sowie aktuelle Bilder gezeigt werden sollten. Zudem können die Zuschauer und natürlich auch wir selber uns gegenseitig Fragen stellen, etwa, wie man dieses oder jenes zeichnet, um dann Tipps zu geben und es vielleicht auch kurz zu demonstrieren

 

Schreibt mich gerne (per E-Mail )an, wenn ihr euch für eines von beidem bewerben möchtet oder fragt eure zeichnenden Freunde, ob sie nicht dafür in Frage kämen!

 

PS: Natürlich kann ich auch eigenhändig mir bereits bekannte Künstler ansprechen, wie ich es bisher gehandhabt hatte. Doch möchte ich auch mal jenen die Möglichkeit geben, sich hier zu präsentieren, die ich noch nicht kenne. Ich weite meinen Horizont gerne aus!