Archiv der Kategorie: FedCon

Das war die FedCon 25

Wie kann man 50 Jahre Star Trek gebührend feiern? Mit einer zu großen Teilen diesem Franchise gewidmeten Convention beispielsweise! Kein Wunder also, dass es zwei Zeitzeuginnen-Generationen letztes Wochenende auf die FedCon verschlug. Anbei nun mein äußerst subjektiver Erlebnisbericht:

9:00 Ich bin von Congängern umgeben. Nein, ich bin noch nicht im Bonner Maritim Hotel angekommen, sondern habe einen ersten Schritt in die morgendliche Straßenbahn gesetzt. Das, was nun folgt, wird einigen nicht gefallen: Doch ja, es gibt tatsächlich einen Grund für die Erfindung des Deodorants und ich finde es nicht OK, dass manche offenbar wieder und wieder Gefallen daran finden, gewisse Klischees zu unterstützen. Möge der Stinkstorm beginnen. Ich bin gewappnet und stehe zu meinem Anliegen.

9:30 Wenig später bin ich dann endlich auch tatsächlich auf der FedCon und fühle mich plötzlich wie ein heimelig in „Chief’s Special“ eingewickeltes Nerdwesen. Neben Trekkies und Reys nehmen wir den ersten Kaffee zu uns, um uns für die nächsten Stunden zu wappnen – ich freue mich! Die Umstehenden offenbar auch, denn ich sehe in fast ausschließlich begeisterte Gesichter! Bis ich an einem Spiegel vorbeilaufe natürlich. „Die FedCon. Unendliche Weiten.“ – Kaum etwas wäre unzutreffender als solch eine Aussage. Kaum von Düsseldorf nach Bonn umgezogen, fühlt sich die FedCon irgendwie eng an. Kennt ihr die Shirts von der Ärzte-Tour? „Es war eng.“ So eines hätte ich gerne von der FedCon. Dank der Verlosung „Geeeewinnegewinnegewinne!“ mitten im Gang fühle ich mich auch spontan auf die gamescom versetzt. Mein Stresspegel steigt und wir flüchten in die erste Etage zu den wunderbaren Ausstellungen. Raumpatrouille Orion! Kunstwerke! Miniaturausgaben der Enterprise! Hurra!

Merch2

12:00 Schwupps, renne ich in einen Blogleser. „Hey, dein Gesicht kenne ich doch!“ Hurra, jetzt kennst du auch meine unglaubliche Spontaneität bei diesen Dingen! Für das nächste Mal werde ich einen Text auswendig lernen, der mich intelligent erscheinen lässt! „Hey, nett, dich kennenzulernen! Ach, wusstest du eigentlich, dass in der Quantenmechanik der Zustand durch einen Vektor im Hilbertraum wiedergegeben wird? Dabei ist zu berücksichtigen, dass zwei verschiedene Vektoren genau dann denselben physikalischen Zustand bezeichnen, wenn sie sich nur um einen konstanten Zahlenfaktor unterscheiden! Cool, oder? Viel Spaß noch auf der Con!“ [/überhaupt nicht aus der Wikipedia zitiert]

Schlange213:30 Nach Kaffee Nummer 2 machen wir uns zu den Panels auf – und landen am Ende einer erstaunlich langen Schlange. Bauen sie noch immer um? Dürfen wir noch nicht rein? Doch. Also halb. Die ebenfalls zahlenden (fast 50€) Tagesgäste müssen erstmal draußen bleiben, während die Wochenticketbesitzer fröhlich winkend an uns vorbei in den Saal schlendern. „Bei Überfüllung kann es sein, dass Tageskartenbesitzer die Panels nicht besuchen dürfen.“ Gut. Das ist eine Sache für sich, die ich an sich nicht OK finde, aber immerhin so an der Kasse zu lesen ist. Der Punkt ist der: Es war nicht überfüllt. Die Plätze wurden en masse für imaginäre Wochenendler freigehalten. Warum kommt man plötzlich auf die Idee, dass der obere Saalbereich für Wochenticketbesitzer wäre, wo es doch all die Jahre zuvor anders gehandhabt wurde? Unverständnis und offener Unmut auch bei den anderen Wartenden um uns herum. Verständlich, wie ich finde. Letztlich werden einige aus der Schlange dann doch – reichlich verspätet – in den Saal – unten zu den Wochenticketbesitzern – verfrachtet und durften Marina Sirtis bewundern.

14:30 Marina Sirtis, bekannt als Deanna Troi aus TNG, erweist sich als wunderbar selbstironische, unterhaltsame Person, der ich gerne zuhöre! Sie erzählt, dass man sie ob ihrer lauten, direkten Art sicher schon mehrfach umgebracht hätte, wenn sie nicht zufälligerweise auch noch witzig wäre, sie plaudert über das „Je mehr Ausschnitt, desto weniger Hirn“ -Phänomen und plädiert lautstark dafür, dass die Tagesgäste auch endlich reinkommen dürfen. Ich mag die Frau! Mit ihr kann man sich sicher an die Bar setzen und ein Bierchen trinken! Die nach ihr kommende Chase Masterson (Leeta, DS9) ist dagegen nicht ganz mein Fall, weshalb mein herzallerliebster Nerdblogkompagnon Thilo und ich die Zeit nutzen und wichtige Handpuppen entwerfen. George Takei letztlich ist ein gewohnt netter Herr, der über wichtige Dinge wie Diversität in der Filmindustrie, #oscarssowhite und gay rights spricht. Sehr interessantes Panel einer ebenso interessanten und engagierten Person!

16:00 Wir setzen uns zu Stefan in die höchst angenehm ruhige Bar und werden zum epischen Geek-Quartett. Es gibt Kölsch. Für 3€ das Gläschen. Das Speiseangebot ist in Ordnung, trifft jedoch nicht meinen Geschmack und vermisst habe ich ein paar Snacks oder Kuchen. Wir verbringen die nächsten beiden Stunden damit, intelligente Dinge zu tun. [Womit ich nicht vertuschen möchte, dass wir in Wahrheit alberne und infantile Witze machen.]

Terry2

18:00 Wir wandern zu den letzten Panels. Überraschung: Die Schlange ist fort. Einfach so! Wir spazieren wie gewohnt auf die Tagesticketplätze. Die Sicht war schonmal besser. Aber hey, wofür hat man denn den Zoom der Kamera! Eben! Außerdem hätten wir uns auch früher Plätze suchen können, aber stattdessen mussten wir ja herumtrödeln! Karl Urban (HdR, die neue Star Trek-Verfilmung) gibt sich souverän und zurückhaltend-charmant und Terry Farrell (DS9) offen wie kritisch. So berichtet sie beispielsweise in sehr klaren Formulierungen und aus ihrer Sicht über ihre vermeintliche Kündigung bei DS9 und die Rolle der Frau in Hollywood. Wenig später zeigt sich William Shatner, Highlight für viele. Ein Mensch, der die Bühne auskostet und ausfüllt. Ausschweifend („Mr Shatner, wie haben Sie es geschafft, beim Kampf mit dem Gorn ernst zu bleiben?“ – „Tja, damals hatten wir wirklich wenig Geld zur Verfügung, die Episoden kosteten damals nur einen Bruchteil […] Und dann kam Star Trek V, bei dem ich Regie führte [… 15 Minuten später] Um jetzt mal wieder zum Gorn zurückzukommen…“) beantwortet er die Fragen der Fans und thematisiert dabei nicht nur Star Trek V, sondern auch die eigene Sterblichkeit und den Clinch mit George Takei.

20:00 Es wird spät im Geekland. Meine Mutter verabschiedet sich und hinterlässt ein tiefes Loch im Geek-Quartett, das wir aber bald mit Nici auffüllen. Ich bestelle mir einen „Uhura“. Weizen mit Blue Curacao. Der Grund ist simpel: Es ist grünes Bier und sieht erfrischend aus! Betonung auf „sieht“, denn ich habe selten etwas ekligeres getrunken. Doch viele scheinen es zu mögen, daher hat es seine Daseinsberechtigung! Ich steige auf Kölsch um.

~22:00 Obwohl es hier vermutlich aufgrund meiner Deokritik so wirkt, als würde ich Congänger verabscheuen: Das stimmt nicht! Absolut nicht! Ich mag Geeks! Hey, ich bin selber einer und die Macht ist mit dir, Gandalf! Also freue ich mich auch auf die Party nach der Con. Man tanzt. Nicht immer gut, aber ja, es macht Spaß! So lässt man Conventions ausklingen! Ein schöner Abschluss einer insgesamt schönen Con!

Ein cooles Video hat Nici hinterlassen. Ab 10.30 oder so kann man mich am Rande auch tanzen sehen. Haha. „Tanzen“. Nennen wir es lieber „zappeln“.

Bar fedconFedCon1FleetGeorge TakeiKaffeeKarl UrbanLeuteMarinaMerchMOCOrionSaalsaal2SchlangeStar TrekTerryThiloTransformerWilliam Shatner

 

FedCon, anyone?

„Gee, Guddy. What do you want to do next weekend?“ – „The same thing we do every con-weekend, Pinky – try to take over the FedCon!“

Ihr habt wahrscheinlich schon von ihr gehört, dieser „FedCon„, schließlich erzähle ich euch jedes Jahr um diese Zeit von diesem Event. Mein erstes Mal war ich 2012 in ihr, 2013 konnte ich auch nicht auslassen, 2014 hielt ich ihr noch immer die Treue und an die FedCon 2015 kann ich aufgrund des anwesenden BSG-Casts nur mit fangirlymäßig wild klopfendem Herzen zurück denken.

2016 also, an diesem langen Pfingswochenende vom 13. bis zum 16. Mai. Leider, leider diesmal in Bonn, statt Düsseldorf. William Shatner wird dort sein, George Takei, Karl Urban, Walter Koenig und noch ein paar mehr illustre Gäste, die ich nicht alle nennen möchte, da ich meinen einzigen, tippfähigen Finger nicht allzu sehr abnutzen möchte. (Deswegen diktiere ich meiner Katze auch das Roman-Manuskript.) Das vollständige Programm könnt ihr hier einsehen.

Doch zur Masterfrage: Wird jemand von euch dort sein? Ich werde definitiv am Sonntag dort aufschlagen, mich in ein paar Panel setzen und mehr oder weniger medienwirksam an einem Kaffee nuckeln, da ich Samstag Abend Cocktails trinken muss und Koffein brauchen werde. Mein Leben ist hart und grausam, ich weiß. Und wen ich ganz viel Glück habe… werde ich an jenem Sonntag Abend auf der FedCon Party (so denn eine stattfindet) auch tanzen können und nicht von einem garstigen Herrn mit silberner Mähne kackendreist versetzt werden, nur weil seine alten Knochen zu müde waren! (Ich sagte ja: Mein Leben ist schlimm.)

FedCon 24 – Impressionen

Vom 21. bis 24. Mai 2015 konnten sich die Mitarbeiter des Düsseldorfer Flughafens wieder an drollig verkleideten Gestalten erfreuen, denn ganz in deren Nähe fand, vielleicht zum letzten Mal an diesem Ort, die FedCon statt. 4 Tage lang gaben sich Wookies, Dr. Whos und Vulkanier die Klinke in die Hand, stießen Jedi und Sith mit Cardassianischem Ale an und standen renommierte Schauspieler aus diversen Serien auf der Bühne, um den ein oder anderen Schwank von ihren Drehs zu erzählen. Trotz der Last Minute-Absagen war die Reihe der Stargäste noch reichlich besetzt. Von, um nur ein paar zu nennen, Star Trek („Seven of Nine“ Jeri Ryan, Jonathan Del Arco und Manu Intiraymi) über Defiance („Joshua Nolan“ Grant Bowler und „Bio Man“ Rob Archer) bis zu Battlestar Galactica („Papa Adama“ Edward James Olmos, „Six“ Tricia Helfer, „Dr. Gaius Baltar“ James Callis und „Chief Galen Tyrol“ Aaron Douglas) waren einige Serien vertreten.

Für den recht unwahrscheinlichen Fall, dass ich noch Leser habe, die noch nie etwas von der FedCon gehört habe: Folgend die kurze Erläuterung. Der Rest darf diese gerne überspringen. 

More »
Die Fed(eration) Con(vention) findet seit 1992 jährlich statt. Nebst den Vorträgen von Experten zu Science-Fiction Themen wie etwa das Beamen bilden vor allen Dingen Schauspieler aus Film und insbesondere Serien den Mittelpunkt, die in den sogenannten Panels den Gästen Rede und Antwort stehen. In eine umrahmende, kleine Show gebettet, präsentiert sich hier Entertainment, das man längst nicht überall finden kann. Diese besonderen Momente mit den „Stars“ lassen sich zudem noch auf Autogramme und gemeinsame Fotos ausweiten, die für ein paar Sekunden das Fanherz deutlich höher schlagen lassen. Seit Beginn der Con waren unter anderem Leonard Nimoy, Wil Wheaton, William Shatner und Summer Glau zu Gast.

An dieser Stelle möchte ich euch an meiner Zeit auf der diesjährigen FedCon teilhaben lassen.

 

Der erste Eindruck

tribbles

Kaum betrete ich die Eingangshalle des Düsseldorfer Maritim Hotels, rammt mir ein Andorianer den Ellbogen in die Seite. Sein linker Fühler hängt traurig auf Halbmast, geradezu verzweifelt versucht er, diesen Umstand Vergangenheit werden zu lassen. Dass er mich dabei fast die Treppe heruntergeschupst hätte, hat er nicht mitbekommen. Meine erste (und zugegebenermaßen einzige) gute Tat des Tages besteht folgerichtig darin, ihm aus seinem schrecklichen Dilemma zu retten, ehe ich mich mit meinem Ticket bewaffnet in die Menge stürze. Immerhin ist die Macht nun sicher mit mir.

Schrieb ich tatsächlich Menge? Wenn die RPC besuchertechnisch der kleine Bruder der Gamescom ist, so ist die FedCon dessen kleines Schoßtier. Ein edles Schoßtier mit glorreichem Stammbaum, wohlgemerkt, man will ja hier nicht lügen. Mehr als die etwa 6.000 Besucher könnte das Hotel allerdings auch kaum fassen, es ist bereits jetzt an diesem Freitag ein kleines Wunder, dass mir bis auf diesen anfänglichen Unfall niemand auf die Füße tritt. In Ruhe gönne ich mir einen Cappucchino bei dem freundlichen Mitarbeiter von nebenan und unterhalte mich mit einem jungen Mann im Fireflyshirt. Das gülden auf seiner Brust prangende „Shiny“ – kaum etwas könnte bei ihm treffender sein!

Frei nach Markus (Mitte 20): „Ja, ich war gestern schon hier. Nicht alleine, siehst du die Gruppe da? [er deutet auf fünf Männer in Starfleet Uniformen, die eine Tüte Nerds herum reichen. Noch treffender als das Shirt.] Zu der gehöre ich. Wir haben uns vor vier Jahren alle auf der FedCon kennengelernt und sehen uns einmal im Jahr hier. Ein tolles Ritual! Momentan finde ich die Con allerdings etwas träge. Ich weiß noch nicht so genau, woran es liegt, Besucher gibt’s hier ja genug! Vielleicht am Master of Ceremonies? Das wirkt alles nicht so spritzig diesmal.

Wir verstricken uns in ein Gespräch über das Für und Wider von Master of Ceremonies, bei dem wir feststellen, dass wir beide zumindest gerne Garrett Wang zurück und Nessi bitte nicht weit weg als Co-MOC hätten und verabschieden uns congerecht mit einem „Live long and prosper“.

Die nächsten Minuten verbringe ich damit, leer auf die vorbei laufenden Besucher zu starren. Der Anteil Verkleideter erscheint mir deutlich höher als der anderer Conventions. Generell wirkt das Klientel nicht erst in diesem Jahr reifer auf mich. Gesetzter, ruhiger, ernsthafter als auf jugendlichen Messen, bei denen man alle drei Meter mit einem Hörsturz rechnen muss, da definitiv irgendjemand seinen Stimmbruch noch nicht unter Kontrolle hat. Hier geht es schließlich auch nicht darum, schnell x-beliebige Spiele anzuzocken oder herrenlos durch die Gänge zu irren, sondern um wesentlich mehr. Mein erster Programmpunkt beginnt erst in einer halben Stunde und so bin ich froh, dass ich auf moep0r treffe. Ein Blogger, den ich schon seit geraumer Zeit im Visier habe und den ich heute entjungfern darf. Auf Bloggerart, versteht sich: Es ist das erste Mal, dass er auf einen anderen Blogger trifft, doch dafür wirkt er sehr souverän! Wir schaffen es, uns alles andere als anzuwidern und beginnen, gemeinsam die ersten Programmpunkte abzugrasen.

Das Programm

wurchePrinzipiell ist das Programm voll. Voller Panels, Vorträgen, Workshops… das Erwartete. Manchmal hat man mit terminlichen Überschneidungen zu kämpfen und manchmal mangelt es am eigenen Interesse. Logisch: Man kennt nicht jede einzelne Serie oder ist zumindest nicht begeistert von einer jeden und mancher Vortrag geht auch einfach an einem vorbei. Ich persönlich habe dieses Jahr Glück: Mit gleich vier Gästen ist Battlestar Galactica gut vertreten und auch die Vorträge finde ich besonders am Freitag spannend. Doch gerade der Samstag sorgt tagsüber für einige lange Gesichter.

Frei nach Maria (59): „Ich bin schon seit Jahren auf der FedCon, doch ich fand es selten so „leer“. Heute alleine habe ich einige Stunden Leerlauf. Das liegt natürlich an den Autogrammstunden, die so ausgedehnt sind und auch sein müssen, aber daneben interessiert mich einfach nichts. Ich hatte um 10 Uhr einen Vortrag und dann erst um 17 Uhr ein Panel. Um 15 Uhr habe ich mich auch noch in den Vortrag von Bettina Wurche gesetzt. Sehr schade und ich kann mich nicht erinnern, dass es schon einmal so war.“

Das ist nicht die einzige Meinung dieser Art, die ich im Laufe der Tage zu Ohren bekomme. Ich persönlich finde gerade den Samstag auch etwas mau, dafür jedoch geht es für mich ab 17 Uhr erst richtig los und das alles andere als zu knapp! Unglaublich viel Spaß habe ich letztlich in den Panels und auch die Party, bei der ich dieses Jahr zum ersten Mal dabei bin, hat es mir sehr angetan. Ich mag dieses Gefühl, unter Nerds zu sein, die alle ähnliche Interessen haben wie man selbst. Dass das Programm nicht nonstop Interessantes zu bieten hat, gibt dafür Raum, sich mit den anderen Congängern zu unterhalten und sich in Ruhe umzusehen. Über die Vorträge und die BSG-Panels werde ich hier auch noch eigene Beiträge verfassen.

Fanliebe

r2Ich hatte es bereits kurz angeschnitten: Hier geht es um Fans. Viele der Mitarbeiter sind selber Fans, die Besucher sind es sowieso und alles hier schreit „Oh mein Gott, ich liebe es!“ Da ist die Liebe zum Cosplay, die Liebe zu einzelnen Fandoms, die Liebe zu den Stars oder zumindest dem, was man sich unter dem jeweiligen Menschen vorstellt und das Miteinander. Wenn man sich mit langjährigen Congängern unterhält, fällt vor allem das Wort „Familie“.

Frei nach David (35): „Es ist schon ein ganz anderes Gefühl hier als auf anderen Cons. Ich gehe auch regelmäßig zur Gamescom, aber die ist natürlich viel größer und anonym. Hier kennt man sich untereinander. Man hat viele schon gesehen oder getroffen. Ich weiß, wer Dirk [der Veranstalter] ist und was Nessis Geschichte ist. Jedes Jahr kommen neue Insider dazu, die auch nach Jahren noch gelten. Ich finde es toll, es ist immer ein bisschen wie nach Hause kommen, das klingt jetzt cheesy, aber irgendwo ist es eben doch eine Confamilie.

Naja, ich konnte es bislang verstehen, aber für mich nicht nachvollziehen. Leider hatte ich nie richtigen Anschluss, was ich wirklich bedauere. Alleine auf die Party danach zu gehen ist auch irgendwie abschreckend (Und das, obwohl ich alles andere als schüchtern bin), so fehlte mir das Confeeling. Das war dieses Mal ein wenig anders und ich kann es auch jedem empfehlen, sich abends nicht direkt abzusetzen.

exterminateDoch zurück zur Fanliebe: Die wird auf alle Fälle bedient. Das Merchandise lasse ich außen vor. Es ist jedes Jahr das gleiche, es ist nett, man kauft vielleicht was und es ist ok, zumal die Händler auch wirklich kommunikativ und unterhaltsam sind. Viel erwähnenswerter finde ich allerdings bspw. die ArtShow und den Costume Contest. „Exterminaaaaaaate!“ ♥ Verzeiht das Herzchen. Ich bin auch nicht unbedingt die kinderfreundlichste Person auf der Welt. Aber… aber dieser junge Mann in seinem Dalekcosplay, das er zusammen mit seiner Mutter aus Küchengeräten gebastelt hat, ist einfach herzig! Himmel, er braucht noch nicht mal seine Stimme zu verstellen, um richtig zu klingen! Ein „exterminate!“ und das ganze Publikum schmilzt dahin! Leider wurde er von der Moderation zum Ende hin meines Erachtens nach „verheizt“. „Cosplay, dafür werden Kinder gemacht“. Nachdem mir der vorangegangene Satz wohl einige sogenannte Hater beschert hat, komme ich lieber schnell zum nächsten und letzten Punkt:

Der Conblues

winterFür mich endet die FedCon leider bereits Sonntag Morgen um 4:30, da sich die hoffnungsvoll und extra für die Con verdrängte Erkältung mit aller Macht zurück meldet und mich ins Bett schmettert. Doch ich vermisse die Con denoch ein bisschen. Übertroffen werde ich aber wohl definitiv von dem müde, aber sehr glücklich lächelnden Mann mit den Vulkanierohren, dem ich noch in meiner letzten Bahn begegne. Ihm gebührt auch das Schlusswort für diesen Artikel.

:

Frei nach Andreas (23): „Warst du auch auf der FedCon? Wow! Ich meine, ich habe Adama gesehen! Also, den, den… [schnipst mit den Fingern] Olmos, genau! Gerade an der Bar. Also vor drei Stunden oder so. Der hat real eine genau so starke Ausstrahlung wie in der Serie, das hätte ich ja nicht gedacht. Ich war jetzt von Donnerstag an hier und fahre morgen Nachmittag zurück nach Berlin. [Sieht plötzlich sehr, sehr traurig drein und ich bilde mir ein, dass seine Vulkanierohren beginnen, ebenso sentimental herabzuknicken] Weißt du, das ist meine zweite FedCon und ich habe hier so tolle Menschen kennengelernt, die ich wieder monatelang nicht sehen werde. Ich wünschte, FedCon wäre öfter.

 

olmos3 aaron zidz wurche2 tricia trio russ olmos2 ohren jeri guddy duo2 cylon defiance archer duo

 

 

FedCon: Kannst du nicht hin, guck ich für dich

Ab morgen beginnt die FedCon. Gibt es etwas aus dem Programm, seien es Vorträge, Panels oder Workshops, die euch besonders interessieren und in die ich für euch hineinschnuppern oder genauer berichten soll? Gibt es Schauspieler oder Vortragende, denen ihr gerne mal eine Frage stellen würdet oder von denen ihr unbedingt ein frisches Autogramm haben wollt? Das kann ich, wie auch bereits im letzten Jahr, für euch übernehmen, schließlich bin ich mit dem Presseticket flexibel und kann es selbstverständlich auch dafür nutzen, eure Interessensgebiete abzudecken. Solange es nicht mit den Battlestar Galactica-Panels kollidiert, natürlich. Die haben Vorrang, aber das versteht ihr sicher. So say we all!

Das Programm der FedCon: Hier

Ansonsten sei noch gesagt, dass die nächsten Tage auf dem Blog und auf meinem Facebook– und Instagramprofil conlastig sein werden. Ob ihr das als Warnung oder Versprechen verstehen wollt, sei euch überlassen ;)

Lass mich deine Conzeitzeugin sein! *räusper*

Im Gespräch: FedCon Pressesprecherin Brigitte Scherr

Bereits in den 90ern hätte ich die Möglichkeit gehabt, mich am Rockzipfel meiner Mutter in FedCon-Gefilde zu begeben. Ich hatte es jedes Mal abgelehnt – verdammt sei mein damaliges „anti alles“- Teenager-Ich! So hatte ich meine ersten FedCon Erfahrungen auch erst vor drei Jahren sammeln können. Viel zu spät, denn zu erfahren gibt es dort viel. Es ist keine Messe, die sich primär um die Produkte rankt; Dreh- und Angelpunkt sind vielmehr die Darsteller aus den einzelnen Serien, die Insiderinfos geben, Einblicke in ihre Arbeiten und Persönlichkeiten. Man ist über die gesamte Con hinweg insgesamt gefühlt näher am Fandom als bei anderen Events.

Ab Donnerstag nächster Woche wird man wieder die Gelegenheit haben, die FedCon in Düsseldorf zu besuchen und nicht nur so manchen Darsteller von bspw. BSG oder Star Trek zu erleben, sondern auch Workshops beizuwohnen und den Worten des ESA-Astronauten Reinhold Ewald zu lauschen. Um euch einen kleinen Einblick hinter die Kulissen zu gewähren, steht mir FedCon-Pressebetreuerin Brigitte  Scherr Rede und Antwort.

Brigitte Scherr arbeitet seit rund zehn Jahren für die FedCon GmbH, was nicht nur die FedCon, sondern auch HobbitCon und RingCon einschließt. Neben der Pressebetreuung ist sie auch als Chefredakteurin des Clubmagazins FedCon Insider tätig und betreut Website und Forum. In diesem Interview erzählt sie, was ihr persönliches Stargast-Highlight der letzten Jahre war, wie man sich selber als Vortragender bewerben kann und wie sie ihre ersten Schritte in der FedConwelt erlebte.


Wie kamen Sie zu diesem Job und seit wie vielen Jahren sind Sie bereits Teil der FedCon? Wie viel Leidenschaft für Science-Fiction und spezielle Serien spielt bei dieser Arbeit bei Ihnen mit?

Ich mache den Job als Pressebetreuerin seit ca. 10 Jahren, zuerst als ehrenamtliche Helferin, seit 2009 bin ich bei der FedCon GmbH angestellt. Nach meiner Festanstellung kamen natürlich noch weitere Aufgaben dazu, wie beispielsweise die Pflege der Websites, eine sehr umfangreiche Arbeit, denn dazu gehören u.a. auch alle Stargastankündigungen. Die Chefredaktion des FedCon Insider kam vor ca. 1 ½ Jahren dazu.

Zu diesem Job gekommen bin ich als Fan, meine ersten FedCons (2001 bis einschließlich 2004) habe ich noch als normaler Gast und Fan besucht. Dann wollte ich selbst aktiv dabei sein und bekam schon zur RingCon 2004 den Helferposten in der Pressebetreuung. Bevor jetzt vielleicht der Gedanke kommt, dass das einfach so ging – das war natürlich nicht der Fall. Ich habe mich schon in meinen Zeiten als Besucherin aktiv eingebracht.

Bei mir spielt sehr viel Leidenschaft für Science Fiction und Fantasy mit. Ich bin der Meinung, dass man einen Job nur wirklich gut machen kann, wenn man voll dahintersteht, eine Liebe zur Materie hat und sich damit identifizieren kann. Alles andere wäre vergeudete Lebenszeit und die Qualität der Arbeit würde durch Lustlosigkeit leiden.

Wie der Name bereits andeutet, lag der klare Schwerpunkt einstmals auf Star Trek. Mittlerweile sind sehr viele andere Fandoms anzutreffen: Im letzten Jahr war Stargate bspw. ein Schwerpunkt und in diesem Jahr  werden wir das Vergnügen haben[mit „Dr. Gaius Baltar“ James Callis, „Cylon Six“ Tricia Helfer, „Papa Adama“ Edward J. Olmos und „Chief Galen Tyrol “ Aaron Douglas], gleich vier BSG-Darsteller auf der Bühne sehen zu können. Wie schwer fiel diese Entscheidung, das Thema der Convon Star Trek verstärkt auf das gesamte Genre auszudehnen und wie zufrieden sind Sie mit dieser Entscheidung?

Die Ausdehnung auf andere Genres fing bereits im Jahr 1997 an, als mit Mira Furlan der erste Stargast aus Babylon 5 auf die FedCon geholt wurde. Wir richten uns natürlich immer weitgehendst nach den Wünschen der Fans und es ist schon seit Jahren so, dass man nur mit Stargästen aus Star Trek keine Convention mehr erfolgreich durchführen kann. Beispiele für Con-Pleiten dazu gibt es genug. Die Entscheidung fiel auch nicht schwer, da wir alle selbst auch Fans der anderen Genres sind. Serien wie Stargate, BSG, Doctor Who usw. sind einfach zu gut, um sie außen vor zu lassen. Und natürlich gibt uns der Erfolg der vergangenen Jahre recht, man muss nur an die ausverkauften FedCons mit Richard Dean Anderson als Stargast denken.

 

Im Forum haben die Mitglieder zum Beispiel die Möglichkeit, ihre Gästewünsche anzugeben und für diese zu „voten“. Wie sehr richten Sie sich danach, welche anderen Aspekte spielen bei der Entscheidung mit und wie viele Wünsche können im Schnitt umgesetzt werden?

Diese Gästewünsche werden genau ausgewertet und entsprechende Anfragen an die Agenten der jeweiligen Schauspieler gestellt. Diese Anfragen sind natürlich nicht immer von Erfolg gekrönt, aber ohne diese Wunschlisten hätten wir keinen vernünftigen Ansatz und nur nach eigenem Gutdünken die Gästeliste zu füllen, bringt natürlich gar nichts. Die Wünsche der Fans haben absoluten Vorrang vor unseren eigenen Wünschen.

Gibt es Stars, auf die Sie sich persönlich besonders freuen, oder überwiegt das professionelle Convention-Interesse bei Ihnen?

Ich bin ja auch Fan, also habe ich immer meine Highlights bei den Stargästen. In diesem Jahr ist das als Star Trek Fan der ersten Stunde natürlich Jeri Ryan. Auf sie bin ich besonders gespannt. In den vergangenen Jahren waren das u.a. William Shatner (schließlich war ich ja als Teenager in Captain Kirk verliebt), Richard Dean Anderson (hier lässt der MacGyver-Fan in mir grüßen) und natürlich Leonard Nimoy im Jahr 2005.

Die FedCon gibt es seit mittlerweile 23 Jahren. Walter Koenig war der erste und bei der ersten FedCon einzige Stargast. Was hat sich abgesehen vom reinen Umfang und vom Bekanntheitsgrad seitdem verändert? Haben Sie einen Wandel innerhalb der Congemeinschaft feststellen können? Ist der „gemeine Congänger“ heute anders, hat bspw. andere Anforderungen?

Natürlich gab es einen Wandel. 1992 in Augsburg gab es nur wenig Programm, Panels und Autogrammstunden. Irgendwann sind die Fotosessions dazugekommen, die mehr und mehr die Autogramme ablösen. Ein persönliches Foto mit dem Lieblingsstar ist für viele Congänger das Highlight schlechthin geworden.

Was ist bei der Planung einer Convention die größte Herausforderung?

Die größte Herausforderung ist das Gesamtpaket, eine Convention erfolgreich zu veranstalten und darin stecken jedes Mal rund 1 ½ Jahre Arbeit, also wesentlich mehr und umfangreicher, als man sich vorstellen kann. Mitglieder des FedCon Geeks Club können im aktuellen FedCon Insider No 15 dazu einen ausführlichen Artikel lesen.

Der Erfolg einer Convention steht und fällt natürlich mit den Stargästen. Aus diesem Grund ist uns die Wunschliste der Fans im Forum so wichtig. Diese Gäste dann nach Deutschland zu holen ist eine der ganz großen Herausforderungen. Hier stehen langwierige Verhandlungen an, die oft über Jahre gehen. Der Termin muss passen und man kann nicht jede Gagenforderung akzeptieren.

Was war Ihr spannendstes oder lustigstes Erlebnis auf einer FedCon?  Im Gegenzug dazu: Was war das böseste Erlebnis? Gab es besondere Pannen?

Die Pressekonferenz der FedCon 2005. Das war meine erste PK und ich konnte die ganze Nacht zuvor kein Auge zumachen. Zum einen, weil das meine Premiere vor der Presse und mein erster öffentlicher Auftritt war und zum anderen natürlich, weil ein Held meiner Jugend, Leonard Nimoy, an dieser Pressekonferenz teilnahm.

Ein richtig böses Erlebnis oder eine besondere Panne gab es für mich bisher nicht. Ich hoffe natürlich, dass das so bleibt. Gerade in meinem Job plane ich alles akribisch im Voraus und schließe weitgehend alle Eventualitäten mit ein. Kleinere Pannen wie ein totes Mikrofon bei einer PK sind nicht der Rede wert, weil unsere Technik hier blitzschnell reagiert.

An welchen Stargast haben Sie besonders positive Erinnerungen?

Peter Jurasik aus Babylon 5. Als großer Fan der Serie war ich in seinem Panel auf der FedCon 2008 und hier habe ich zum ersten Mal gesehen, wie schnell ein wirklich guter Schauspieler „einen Schalter umlegen kann“ und zu dem Charakter wird, den er gespielt hat. Peter Jurasik war in Babylon 5 Londo Mollari, ein arroganter und nicht gerade der sympathischste Zeitgenosse. Auf der Bühne ist er kurz in diese Rolle geschlüpft und bereits am Gesichtsausdruck und ohne auch nur ein Wort zu sagen, sah ich plötzlich Londo Mollari und keine Spur mehr von Peter Jurasik. Das hat mich unheimlich beeindruckt.

Nach diesem Panel bin ich ihm noch kurz auf der Treppe begegnet, er hat mich in den Arm genommen und mir für meine Arbeit gedankt. So etwas bleibt besonders in Erinnerung. Auf späteren Cons haben noch weitere Stargäste meine Arbeit gelobt, sich für die PK bedankt usw., aber Peter Jurasik blieb mir einfach ganz besonders in Erinnerung.

Nun, da Sie bereits einige bekannte Schauspieler/Personen kennenlernen durften: Hat sich Ihr Verhältnis zu sogenannten „Stars“ verändert („Sie kochen auch nur mit Wasser“ vs. „Oh mein Gott es ist XY, fächert mirLuft zu!“)

Man wird gelassener, die Aufregung lässt – bis auf wenige Ausnahmen – nach. Für mich sind das ganz normale Menschen, der eine nett, der andere weniger.

Abseits von den Stars sind auch viele Fachleute verschiedenster Richtungen vertreten, die Workshops anbieten und Vorträge halten. WählenSie diejenigen grundsätzlich gerne selber aus oder könnenInteressenten/Leute, die „etwas zu sagen haben“ sich einfach bei Ihnen melden und ihren Vortrag oder Workshop anbieten? Welche Voraussetzungen sollten dafür erfüllt werden, wonach suchen Sie?

Die Leute bewerben sich bei uns mit Beschreibungen der angedachten Vorträge. Workshops gibt es auf der FedCon nicht, das sind jedoch wichtige Programmpunkte der RingCon und HobbitCon.

Diese Bewerbungen werden gesichtet und dann eine entsprechende Auswahl getroffen. Die Vielfalt ist hier wichtig, denn es macht keinen Sinn z.B. 3 Vorträge zum selben Thema anzubieten. Bewerben kann sich natürlich jeder, der eine Idee zu einem interessanten und vom Thema her zur Convention passenden Vortrag hat.

Welche Tipps würden Sie Conneulingen mit auf den Weg geben?

Auf der Con als erstes den Con Guide lesen. Darin sind wichtige Informationen über die Abläufe enthalten, sodass nahezu alle Fragen beantwortet werden.

Ansonsten einfach ins Getümmel stürzen und Spaß haben.

Und stellt euch darauf ein: Der Con-Blues wird ganz schlimm werden .

 

Die FedCon findet vom 21. bis 24 Mai im Düsseldorfer Maritim Hotel statt. Website | Facebook | Forum

FedCon 23

Vom 29.Mai bis zum 1. Juni fand sie wieder statt: Die FedCon. Ja, ich bin Wiederholungstäterin und doch kann ich mich von einer gewissen Faszination und jugendlichem Staunen nicht ganz freisprechen. Es geht mir nicht nur um die Cosplays und das feilgebotene Merchandise, denn das sind Dinge, die man auch auf ordinären Conventions finden kann. Nein, es ist schon das ganz besondere FedCon-Feeling, das in Kombination mit den vielen Gaststars eine wunderbare Mischung ergibt.

Der mehr oder minder treu ergebene Blogleser wird bereits wissen, um was es sich bei der FedCon handelt, für die Neulinge sei sie kurz erklärt:

More »
Die Fed(eration) Con(vention) findet seit 1992 jährlich statt, wobei sich der Austragungsort in den letzten Jahren auf Düsseldorf eingependelt hat. Nebst Vorträge von Experten zu Science-Fiction Themen wie etwa das Beamen bilden vor allen Dingen Schauspieler aus Film und insbesondere Serien den Mittelpunkt, die in den sogenannten Panels den Gästen Rede und Antwort stehen. In eine umrahmende, kleine Show gebettet, präsentiert sich hier Entertainment, das man längst nicht überall finden kann. Diese besonderen Momente mit den „Stars“ lassen sich zudem noch auf Autogramme und gemeinsame Fotos ausweiten, die für ein paar Sekunden das Fanherz deutlich höher schlagen lassen. Seit Beginn der Con waren unter anderem Leonard Nimoy, Wil Wheaton, William Shatner und Summer Glau zu Gast.

000Auch in diesem Jahr war die Schar an Stargästen und die damit verbundenen Fandoms breit gefächert: Alexander Siddig und Nana Visitor etwa aus DS9, Richard Dean Anderson und Amanda Tapping aus Stargate, Holly Marie Combs und Shannen Doherty aus Charmed und Nichelle Nichols aus TOS, um nur einen kleinen Teil zu nennen. Besonders Nichelle Nichols, die das Publikum zu Standing Ovations hinriss und Richard Dean Anderson, dessen Autogramm fast 100€ kostete waren gern gesehene Gäste. Auf ihre Panels werde ich auch noch eingehen, allerdings in einem gesonderten Blogartikel, bevor das hier noch Ausmaße einer Masterarbeit annimmt!

Da ich an zweien der vier Tage alleine unterwegs war, habe ich mich ein wenig unter das lustige Völkchen gemischt und mich mit den Gästen unterhalten. Besonders gefreut hat es mich natürlich, nicht nur Raine kurz beim Burgeressen beobachten zu können, sondern auch zwei Youtubeabonnenten von mir getroffen zu haben. Falls ihr das hier lest: (natürlich tut ihr das! ;) ) Das Bier war eine gute Wahl! Beide waren Con-Newbies, wobei sie besonders die Aussicht auf die Stargate-Gäste nach Düsseldorf gelockt hat. Über 150€ hat jeder von ihnen allein für Fotos mit ihren Stars ausgegeben. Was für andere vollkommen unverständlich ist, erklärt einer von ihnen mit leuchtenden Augen:

FedCon 23 weiterlesen

FedCon 2013 – Impressionen

Diese Woche hat sich die FedCon zum 22. Mal gejährt und natürlich waren meine Mutter und ich (Jawohl!) wieder genau wie beim letzten Jahr mit von der Partie. Leider nur an dem Freitag – schließlich ist die Convention nicht ganz günstig -, doch gelohnt hat es sich natürlich dennoch sehr! Und das, obwohl bei den Gaststars niemand dabei war, den ich unbedingt hatte sehen wollen, zumal Alexander Siddig und Roxann Dawson (DS9+VOY) auch noch (teilweise extrem kurzfristig, was im Falle von Roxann Dawson zu einigem Frust bei den Fans geführt hat. Ja, in Zeiten der digitalen Kommunikation kann man eine kleine Nachricht bei Twitter und Co bezüglich einer Termincancellung eines Gaststars durchaus erwarten) abgesagt hatten.

FedCon 2013 – Impressionen weiterlesen

FedCon #3 Stargäste

Das Wort „Star“ in Verbindung mit berühmten Persönlichkeiten ist mir irgendwie unangenehm. Ich verbinde damit kreischende Teenies, die ihre Justin Bieber- Poster mit funkelnden Herzchen in den Augen hochhalten, ältere Damen, die ihren Florian Silbereisen häkelnd anhimmeln und Soaps, deren Stars im besten Fall später im Dschungelcamp landen. Ich selber neige nicht zum Personenkult. Ich finde immer mal wieder männliche Persönlichkeiten interessant, damals natürlich „süß“ und ich gucke mir bestimmte Schauspieler einfach gerne an. Poster habe ich mir jedoch noch nie von speziellen Menschen aufgehangen, soweit ich mich erinnern kann. Ich habe noch nie nach einem Autogramm gegiert und bin irgendwelchen Popstars nie hinterhergereist oder habe Fanbriefe geschrieben.

In diesem Fall hier geht es jedoch um fucking Star Trek und damn Science Fiction Serien im Allgemeinen! Um Menschen, die ich schon als Kind vor dem Fernseher sitzend angeschmachtet habe! Ich flog mit Captain Kirk durch unendliche Weiten des Weltraumes, pochte mit Chekov auf die verdammte russische Herkunft eines jeden Produktes und litt mit Kim mit, als er irgendwann verschollen ging. Wie gerne würde ich auch die Darsteller jüngerer Serien live erleben, die mich begeistern: den Supernaturalcast! Game of Thrones! Doch nun, nun sind wir bei Star Trek und Felicia Day, die sich am letzten Tag der FedCon die Ehre gegeben und sich dem Publikum gestellt haben.

FedCon #3 Stargäste weiterlesen

FedCon #2 Kreative Fans

Die FedCon ist „von Fans für Fans“ und genau das zeigte sich wunderbar in dem Räumchen, der für Fankunst jeglicher Art Platz fand. Von selbstgebasteltenDrWho-Telefonhäusern über Dutzenden nachempfundenen Visitenkarten diverser Genrehelden bishin zu ordinären Malereien war alles vorhanden. Gerade wenn man selber ab und an den Pinsel schwingt, sind solche Ausstellungen immer interessant und man merkt den Werken ihre Liebe zum jeweiligen Fandom an. Vielleicht steuere ich ja auch mal ein Bild dazu bei. Immerhin kann man auch etwas gewinnen! Die Besucher konnten vor Ort ihre Stimme abgeben, die dann zur Closing Ceremony ausgewertet wurden, um die Gewinner der beiden Kategorien per Leinwand und Stimmchen von Garret Wang schließlich dort auszurufen.

FedCon #2 Kreative Fans weiterlesen

FedCon #1 Impressionen

Es war mal wieder ein Mutter-Tochter-Tag angesagt und wo verbringt man den bitte besser als auf einer ScienceFiction-Convention? Richtig! Unser Weg führte uns nun also am letzten Tag der Con, nämlich am Sonntag, zur 21. FedCon, die nun zum zweiten Mal in Folge in Düsseldorf stattfand.

Was ist überhaupt die Fettcon? Die Fed(eration)Con(vention) ist Europas größte Science Fiction Convention . Zunächst mit Star Trek als einzigem Thema begonnen, haben sich schon bald viele weitere Fandoms angeschlossen, sei es Star Wars, Firefly oder Starship Troopers. Nebst den obligatorischen Verkaufsständen findet sich hier allerlei mehr: Workshops, Fanaktionen, Ausstellungen und, als Herzstück, das Erleben der Stars. Es ist das eine, sich auf einer Convention mit Gleichgesinnten zu unterhalten, die vielen lustigen bis skurrilen Merchandisingartikel und Kunst jeglicher Form zu bestaunen – doch das andere, „seine“ Stars live zu sehen.

FedCon #1 Impressionen weiterlesen