1. 25. November 2016 | Veröffentlicht unter Gaming, rund um Gaming.

    Design-Umfrage für einen Fußballmanager

    Von

    Fußballmanager gibt es derer einige, doch explizite Frauenfußballmanager …? Not so much. Das soll sich unter der Führung des dänischen Entwicklerstudios Trophy Games bald ändern. Da dies noch unbekannte Gewässer sind wird nun um kleine Mithilfe in Form einer Umfrage gebeten. Fragen rund um das Design eines Frauenfußballmanagers werden gestellt,  die gerne beantworte werden dürfen. „Die Repräsentation und das Visuelle“ , so Entwicklerin Cornelia Gumbrich, „soll von fußballbegeisterten Frauen beeinflusst werden und nicht so, wie es sich meine vornehmlich männlichen Kollegen vielleicht vorstellen.

    Hier ist der Link zur Umfrage

    Ich persönlich würde einen Frauenfußballmanager mit offenen Armen empfangen – dann, wenn er nicht auf der althergebrachten Girlyschiene daherkommt. Rosa und Pink: nein nein. Er darf gerne wie sein männliches Pendant aussehen. Noch besser: In einem solchen wie selbstverständlich integriert sein. Da braucht es eigentlich keine künstliche Abgrenzung. Nichtsdestotrotz unterstütze ich Frauenfußball in all seinen fiktiven und reellen Facetten und somit auch die Umfrage sehr gerne.

    Die Features und Mechaniken des Spiels seien zum größten Teil bereits fertig und es soll ein Spiel werden, das Frauen und Männer gleichermaßen interessiert.


  2. 16. November 2016 | Veröffentlicht unter Gaming, rund um Gaming.

    [Website-Tipp] Queerly Represent Me

    Von

    Mittlerweile gibt es – und hier untertreibe ich nur ganz dezent – Dutzende Videospiele. Also mindestens 100. In diesem Wust Inhalte zu finden, die einen besonders tangieren, kann da unter Umständen schwierig werden – besonders dann, wenn diese Inhalte ohnehin seltener anzutreffen sind als der ordinäre braunhaarige, kernige Videospielheld „Nathan Joel Redfield“. Sei es, dass man nach Videospielen sucht, die die eigene Neigung zu repräsentieren wissen oder man schlichtweg etwas mehr Farbe im Spiel sucht: Die Website „Queerly represent me“ bietet eine mittlerweile über 650 Titel umfassende Database mit Spielen an, die entweder LGBT-Themen oder -Figuren beinhalten.

    Die Gründerin der Seite, Alayna Cole, hat die Seite Anfang dieses Jahres aus guten Gründen erstellt. Sie sagt:

    There are two key reasons why Queerly Represent Me is an important and valuable resource. Firstly, the database allows members of the queer community to familiarise themselves with and access more texts that represent them. This can act as a supportive gesture to those who are comfortable with their identities, or can assist in the formation of self-identity for those who are questioning their sexuality or gender. Secondly, the site allows those who do not identify as queer to broaden the pool of games that they play or to form new understandings of games that they have already accessed, while developing empathy for the queer community and the issues we face. Additionally, the database is an important resource for those researching queer representation in games academically, journalistically, or for their personal growth.

    In der Tat finde ich das eine gute Sache. Sie listet nicht nur AAA-Titel, sondern auch Nischengames auf, die diverse Genres umfassen. Stundenlanges stöbern im Spreadsheet, das die nötigen Fakten knapp zusammenfasst, ist also durchaus drin.

    Und da hier gerade wahrscheinlich ophnehin jene landen, die dieses Thema interessiert, möchte ich euch einfach nochmal mein Video ans Herz legen, das ich einst, als ich noch jung war, kreiert habe und einen Rundumschlag über Homosexualität in Videospielen erteilt.


  3. 15. November 2016 | Veröffentlicht unter Gaming, rund um Gaming.

    Guardians of the Telltale Galaxy

    Von

    Telltale Games könnte uns nächstes Jahr mit einem Guardians of the Galaxy Game „überraschen“.

    Es war schon länger bekannt, dass das Studio an einer Marvel Lizenz arbeitet und da Guardians of the Galaxy nun filmtechnisch eine Fortsetzung am Start hat, könnte man den Release eines solchen Spieles dementsprechend zeitlich anpassen.

    Woher könnten wir nun bereits erahnen, dass ein solches Spiel in den Startlöchern steht?

    Der „Leak“ stammt heutzutage noch immer aus den Mündern von Personen, die mit dem Projekt vertraut sind und viel plappern. Aber ganz anders als früher sind diese nicht in eine Bar gegangen und ließen den Whiskey in sich sprechen. Sie posaunten auch nicht zu viel heraus oder waren bei ein paar Bierchen mit den Kumpeln zu vorlaut á la: „Ja ich arbeite ja auch an was ganz Krassem!“ Nein. Heutzutage reicht es leider bereits aus, wenn ein Streik im Gange ist. Viel plappern ist aber noch immer wichtig, weil es hier um den Beruf des Voice Actings geht. Ich spreche hierbei von dem Streik etlicher Voice Actors bzw. deren Union SAG-AFTRA. Die hatten als Taktik zur besseren Gehaltsverhandlung eine Liste von möglichen Gametiteln veröffentlicht, die noch immer alte Gehälter bzw. keine neuen Abkommen ausgehandelt hatten.

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    Darunter finden wir dann auch O’Farrel Enterprises, LLC die nicht nur für The Walking Dead Season 3 stehen sondern eben auch für Guardians of the Galaxy – The Video Game aka Blue Harvest. So oder so, der sprechende Waschbär ist aus dem Sack und wir alle sind Groot!

    Ich habe nichts gegen Telltale Games. Nichts, das irgendwie wirkt. Ich selbst spielte The Walking Dead und Wolf Among Us und war auch recht gut unterhalten. Allerdings muss ich einwenden, dass die Entscheidungsfreiheit mir meist vorgekaukelt erscheint und ich nicht wirklich Einfluss auf das Spielgeschehen habe. Oder wenn, wirkt sich das für mich zu wenig aus. Es bleibt mir bei allen Teilen ein guter Storybook Mode, den ich mit der richtigen Atmosphäre (aka. Bier) zu genießen vermochte.

    Mein erster Gedanke zu Guardians of the Galaxy war heute morgen, ohne mich wieder in die Materie eingelesen zu haben, folgender: „Hmm, also wenn schon ein Marvel Franchise, dann doch bitte Batman!“ Und ja, ich weiß, das ist DC. Dann sah ich, dass es Telltale Batman natürlich schon gibt, womit der Glaube an die Menschheit auch wieder hergestellt wäre. Der ist dieses Jahr schon erfolgreich durch 3 Seasonale Abenteuer geflattert und wartet nun auf Season 4 in seiner Batcave. Wie das Neue Telltale Game für Marvel wird kann hier noch kein Superheldenflüsterer wissen. Game of Thrones habe ich nach zahlreichen mäßigen bis schlechten Kritiken ob der Belanglosigkeit der Entscheidungen und fragwürdiger Nebencharaktere übersprungen.

    Es gibt nur einen Weg, mehr herauszufinden: It’s simple, we play the Batman!

    Was hattet ihr für Erfahrungen mit Telltale Games? Wünsche, Anregungen, Anekdoten?


  4. 2. November 2016 | Veröffentlicht unter Gaming, rund um Gaming.

    Halloween mit Resident Evil VI

    Von

    von Impericus

    Klar, ich bin ein bißchen spät. Aber ich habe auch erst kurz vor knapp mitbekommen, dass STEAM wieder einen abnormal, schaurig schönen Halloween Verkauf anbietet. Diese miesen Kürbisgesichter. Nachdem ich dann durch die Angebote streunerte wie ein verlorener Jack mit einer einsamen Laterne und fast kopflos das nächstbeste Spiel gekauft hätte, besann ich mich auf das, was wirklich wichtig zu Halloween ist. Nämlich Zombies abknallen in großem Stil.

    Ich gab mir selbst ein maximales Budget von 10 Euro und kaufte… Resident Evil 6 für schlappe 7.

    Da ich etliche Teile der Reihe zuvor gezockt hatte, machte ich mich mit einem Kürbisbier bereit auf Horror vom Feinsten und natürlich viel Action. Hier mein Résumé einer nebelhaften Nacht des Grauens.

    Das Spiel – Geradewegs aufs Schafott

    Link zum Trailer

    Natürlich ist, wie viele wissen, Resident Evil 6 der 8. Teil der Serie. Nichts anderes würde hier Sinn machen. Erschienen ist es vor 4 Jahren am 2. Oktober 2012 und somit für 7 Euro ein Schnäppchen unter den Third-Person-Shootern aus dem Hause Capcom. High Five!

    Nach einem kurzen Einführungsdebakel, welches so geradlinig ist wie der Strich eines Meisterpinsels und keiner noch so kleinen Entscheidungsfreiheit, erfreut sich mein, in der finstren Nacht trübe gewordener Blick, an 4 verschiedenen Handlungssträngen mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Geil.

    Ich wähle direkt meinen Alten Saufkumpanen und Kürbiskernweitspuck-Weltmeister Leon S. Kennedy aus. Ach Leon, ich und du, wir sind schon durch dick, dünn und ekelige Monsterscharen gegangen und sind doch beide nicht gealtert. *räusper* Schwerpunkt hier ist selbstredend Horror, dem ich mich tapfer stelle. In der Dunkelheit. Alleine. Was soll ich sagen. Resident Evil hat es auch nach all den Jahren noch immer drauf mich zu schocken. Allerdings dieses Mal mit einem so linearen Spielverlauf, dass sich Akt 1 auch komplett in einem U-Bahnschacht abspielen könnte. (Oh wait) Geradeaus Kameraden.

    Wenn ihr, wie ich, clever sein wollt und herumliegende, vermeitliche Zombies im Vorfeld abknallen oder mit einem Messerstich beseitigen möchtet: NEIN NEIN NEIN. Das lässt das Spiel nicht zu und eben jene Zombies, durch die eure Kugeln wirkungslos durchgeflogen und Messerstiche verpufft sind, greifen euch später auf dem Rückweg natürlich an. Das Gleiche gilt für: Direkt den richtigen Weg gehen, alle Zombies in einem riesigen Raum geschickt durch Fenster abknallen und ähnliches. Das Spiel wird euch dennoch nicht damit davon kommen lassen. Es ist alles vorprogrammiert. So sehr, dass ich einmal in einem Gang wirklich alle Zombies beseitigt hatte, während mir die Tür für die Flucht geöffnet werden sollte. Gerade beim Aufsammeln der fallengelassenen 8 Kostbarkeiten geht die Tür endlich auf und eine Zwischensequenz lässt unser Heldenduo schreiend durch die offene Tür stürmen während es zwei (von mir ja längst erschossene Zombies) noch fast mit durchschaffen und ich sie per Kopfschuss beseitigen muss. Erneut! Natürlich sind so auch die fallen gelassenen Sachen futsch, meine Kugeln völlig verschwendet und das Frustlevel gestiegen. Dergleichen passiert leider oft und ist für mich sehr ungewohnt, weil so begrenzt, dass es keinen Spaß macht. Apropos Spaß.

    Ungewollte Slapstick

    Davon gibt es sehr viel. Es soll ja ein Horrorszenario sein, das ich hier mit Leon erlebe aber mal erlich, er und seine Kumpanin Helena sind… *lacht irre*

    Beispiele der endlosen Eleganz der beiden:

    • Leon stolpert wirkllich über jede Leiche. Zunächst mag das passend für das bedrückende Ambiente sein, aber spätestens nach der drölfzigsten Leiche und seinem Stolpern und Hrnng Spruch reicht es dann auch.
    • Leon schaut gerne anderen beim Sterben zu. Direkt zu Beginn sieht er auf einer Überwachungskamera seelenruhig zu, wie zwei Flüchtlinge Einlass in den Campus wünschen. Sie haben ein Schild mit Help Me dabei, schreien, kreischen und winken bemüht in die Kamera. Sie geben wirklich alles. Leon schaut sich das etwa 20 Sekunden an, dann sieht man, wie vom Ende der Straße langsam Zombies auf die beiden zu robben! Leon? Aktion? Nein? Ok. Er wartet noch ein bißchen und als die Zombies endlich die beiden anderen erreicht und angegriffen haben will er zur Rettungsaktion eilen. Doch Helena (die nebenbei auch die ganze Zeit zuschaut) sagt dann: „Es ist zu spät“. Ding Ding Ding. Rischtisch. Jetzt ja. Da hatte ich bereits Tränen der Glückseeligkeit in den Augen.
    • Leon läßt andere gerne die Drecksarbeit machen, sei es Helena, Typen in Anzügen, etc. Gerne geht er hinter allen die dunklen Pfade entlang, auch wenn ich selbst vor rennen will. Das Script ist halt manchmal nicht so geschrieben und lässt es nicht zu.
    • Aber, so ich mal vorne den Helden markiere, gehen alle Jump Scares daneben. Im Hintergrund erschreckt sich dann Helena, wenn zu schauerlicher Musik eine Leiche vom Himmel fällt oder von der U-Bahn kippt. Schade, ich drehe mich dann nur verwundert um und rufe: „ Wat isn at widda? Wigge jetzt hier!“
    • Dank endlosen überlebten ähnlichen Szenarien hatte ich gehofft, Leon wäre clever, aber weit gefehlt. Manchmal öffnet er so dämlich die Türen, nur damit man wieder automatisch von einem Zombie angegriffen werden kann und diese Mini-Tasten-Spielchen zum Tragen kommen. Ebenfalls schade und unnötig. Ich als Spieler weiß immer schon wann was kommt und wie dämlich Leon wieder sein wird.
    • Ihr könnt verbal mit eurem Computergesteuerten Freund kommunizieren, aber oft reagiert Helena auf Befehle mit: Nicht jetzt! Oder so verspätet, dass es zuweilen nutzlos ist und wieder für Lacher sorgt.

    Fazit

    Irgendwann reichte es mir dann leider. Ich glaube insgesammt habe ich so 2 Stunden gespielt. Die anderen Modi habe ich noch nicht getestet. Es kam bisher so wenig Horror auf, wie wenn ich an einen gefüllten Kühlschrank gehe und meine Freundin, nachdem ich bereits ein kaltes Bier in der Hand halte und die anderen 10 im Schrank gesehen habe, sagt:“ Es ist kein Bier mehr da Marcus.“ Doch, ist es und Resident Evil VI ist doof! „Das stimmt.“

    Setzen 6?


    impericus

    Über Impericus 

    Grüße, ich bin der Marcus und vogelfreier Autor überall und nirgends. Weiterhin bin ich Hobby-Philantroph, Gamer, Geek, Leseratte und gehe religiös ins Gym. Immer zu Weihnachten! Zudem liebe ich unser Universum. Ich finde, es ist eines der Besten.
    Weiterführende Links: Nerd-Wiki

  5. 31. Oktober 2016 | Veröffentlicht unter Gaming, rund um Gaming.

    Nintendo Switch – Hybrid Konsole mit Zellteilung

    Von

    Nintendo lüftet das Geheimnis, spendiert seiner neuen Gaming Konsole einen richtigen Namen und mir ein ganz klein bisschen Gänsehaut und Sentimentalität dank Gedenken an längst verschollene Tage.

    Früher flimmerte bei mir oft die Sendung Switch auf Sat 1 über den Bildschirm und ich habe herzlich gelacht. Nun, nach so vielen Jahren gibt es endlich ein neues Switch. Das Nintendo Switch. Ich gestehe ich bin ein wenig „von den Socken“ nachdem ich sowohl das Veröffentlichungsvideo, als auch den Legend of Zelda: Breath of the Wild Trailer gesehen habe. Ja, ich bin spät dran.

    Ach Link, du siehst ja gar nicht mehr so pixelig aus und funkelnd, lebhaft, glitzernd schimmert das Licht der untergehenden Sonne auf dem silbernen, klaren Wasser des Sees, während du dein Floß mit einem Fächer bestehend aus einem riesigen Blatt antreibst… Moment, was? Egal. Es sieht wirklich gut aus. Ich möchte es eigentlich sofort spielen. Vor allem, weil ich, wie es des Teufels Zufall so will, just gestern erst das alte Zelda auf dem Nintendo 64 ausgepackt habe.

    Die Specs

    Die Nintendo Switch ist eine Handheld Konsole mit vermutlich 4GB Ram. Das haut erstmal niemanden vom Hocker. Außer vielleicht Menschen mit Arithmophobie. Die Playstation 4 bedient sich derer 8. Auch nicht die etwa 1 TFLOPS Leistung des verbauten Nvidea Chips. Erneut wartet die PS 4 mit etwa 1,8 auf und die neue PS 4 Pro gar mit 4,2 TFLOPS.

    Floppt deswegen die Switch? Aber nein. Das sind eben auch keine Hybrid-Konsolen. Die Nintendo Switch verbaue ich einfach zunächst in der Docking Station und spiele direkt, wie gewohnt, auf dem Bildschirm meines Vertrauens, dann muss ich aber leider zur Konferenz für den Weltfrieden *Hust Hust*. Kurz wird mein Controller auseinander geschoben, die Konsole eingeklemmt und *Rubbel Die Katz* nehme ich meine Konsole einfach mit und spiele Zelda halt in der Bahn. Oder im Auto. Keine Sorge, mein Chauffeur fährt den Wagen! Außerdem könnt ihr die Konsole auch aufstellen und dann mit dem Controller steuern, fern des flimmernden Bildes, so ihr wollt.

    Für die harten Fakten vertröstet uns Nintendo zudem, denn bis zur Veröffentlichung im März 2017, also quasi morgen, verspricht man uns noch aufgewertete Chips und noch mehr Leistung.

    Die Erscheinung

    Sieht die Nintendo Switch schön aus? Ich möchte hier kein Richter sein und ohne Henker gibt es denn ja meist auch nicht. Der Controller selbst erinnert mich, nachdem ich ihn lange angestarrt habe und verzweifelt nach einem Vergleich suche an…Toast. Grauen Toast, leicht angebrannt mit zwei kleinen Griffen zum Wegwerfen. Die schiere Größe allein macht ihn zudem zu einem ausgezeichneten Werkzeug der Gerechtigkeit. Sollte ich also von einem Mitspieler (ja, der Controller kann in zwei separate Controller gespalten werden) bezwungen werden, kann ich ihm oder ihr das riesige Ding direkt an die Schläfen schlagen und der Tag ist mein.

    Ach ja, ihr könnt sogar zwei Nintendo Switchis verbinden, wenn ihr euch trefft. Einfach nebeneinander stellen, die Controller teilen und schon spielt ihr Games zu viert. Ich persönlich warte noch auf die WOW Variante, bei der die Switch in etwa 8.000 kleine Handhelds geteilt werden kann, um den Server zu populieren.

    Fazit:

    Ich bleibe dabei, dass ich mir wohl nach langer Zeit nochmal eine Nintendo Konsole zulegen könnte. Vielleicht sind die technischen Details nicht so ausgearbeitet und überzeugend. Vielleicht ist es nicht die schönste Konsole der Welt. Aber alleine Zelda scheint so viel Herzblut zu beinhalten, dass ich einfach direkt träumerisch einsteigen möchte um mich in das Land von Hyrule entführen zu lassen. Außerdem ist es in meinem Bett einfach arschbequem. Wer will da schon wo anders spielen? Zelda… ich komme.

    PS: Spiele, die ich auf der neuen Konsole will:

    Zelda, Super Mario Kart, Castelvania und Street Fighter – Die ersten Beiden sind ja bereits da! Und das reicht mir erstmal. Erstmal! Wie steht’s bei euch?


    impericus

    Über Impericus 

    Grüße, ich bin der Marcus und vogelfreier Autor überall und nirgends. Weiterhin bin ich Hobby-Philantroph, Gamer, Geek, Leseratte und gehe religiös ins Gym. Immer zu Weihnachten! Zudem liebe ich unser Universum. Ich finde, es ist eines der Besten.
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  6. 7. Oktober 2016 | Veröffentlicht unter Gamesvorstellungen, Gaming.

    Divinity: Original Sin II Preview

    Von

    Die Divinitywelt ist düster geworden. Statt als Quelljäger die vermeintlich bösen Buben zu jagen, findet man sich hier plötzlich als einer jener magischer Gestalten wieder: Als Quellenmagier. Deren Magie ist nach wie vor verboten, sie selbst mit magieunterdrückenden Halsbändern ausgestattet und in Forts gesteckt; schließlich möchte man nicht, dass die zerstörerische Quellenmagie noch mehr Schaden verbreitet. Die eigene Spielfigur kann, je nach Hintergrundstory, durch das Essen von schmackhaften Leichenteilen Energie gewinnen, hört sinistre Stimmen und/oder wird zu gar finsteren Taten verleitet. Hier und dort spritzt Blut, die Bevölkerung ist einem nicht gerade freundlich gesinnt und die sich fidel teleportierenden Krokodile waren auch schon netter zu einem. Manchmal.

    Divinity: Original Sin von den belgischen Larian Studios hat vor zwei Jahren mit der charakterlichen, sowie spielerischen Vielfalt Eindruck in der gamer’schen Rollenspielszene hinterlassen. Kein Wunder, dass der für kommendes Jahr angekündigte Nachfolger auf große Erwartungen stößt. Seit gut zwei Wochen ist die Early Access-Version auf Steam erhältlich und die Entwickler offenen Ohres bezüglich etwaiger Kritikpunkte. Und da ich selber den ersten Teil sehr unterhaltsam fand, habe ich mich natürlich auch in das virtuelle Vergnügen gestürzt.

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    Der Einstieg

    Anders als beim Vorgänger spielt man nicht zwangsläufig einen Menschen, sondern kann sich zwischen vier – und in der finalen Version auch fünf – Spezies entscheiden: Mensch, Zwerg, Echsenwesen oder Elf. Darüberhinaus darf man zwischen einer der komplexen Hintergrundgeschichten wählen oder selbst ein paar Eckpunkte diesbezüglich kreieren: Ich entscheide mich für den Menschen Iban ben-Mezd. Logisch. Er hat einen südländisch klingenden Namen, was mir als alte Novadispielerin mehr als zusagt. Iban gehörte einst einer Bande von Gesetzlosen an, die, kaum dass er sie verließ, seine Familie abschlachteten. Vielversprechende Backgroundstory zwischen Rache, Sühne und Schuld!

    Noch ist die Charaktergenerierung nicht einwandfrei ins Spiel gehoben worden, daher werfe ich Iban einfach mitten ins Geschehen – und erlebe ein Déjà-vu: Wieder einmal hat man Schiffsbruch erlitten und strandet einsam und verlassen am Ufer. „Hurra! Man spielt einen Quellenmagier und müsste also eigentlich im Gefangenenlager stecken, aber hier ist man dem wohl entgangen und frei!“ Äh – nope. Dummerweise landet man nämlich just zu Füßen des Zielortes des Schiffes, namentlich Fort Joy. Welch famosen Namen man sich dort ausgesucht hat, dort, wo seine Magiegenossen in Lumpen gekleidet hausen und sich über kleinen Feuerchen Ratten braten. Immerhin darf das entscheidungsunwillige Rollenspielerherz aufatmen, denn in diesen Straßen findet man eben jene Figuren, die man bei der Charakterauswahl verschmäht hatte. Diese, wie etwa die stimmenhörende Lohse oder die rote Echse namens Red Prince, können sogar Teil der illustren Abenteurergruppe werden und einen somit mit ihrer Hintergrundgeschichte vertraut machen.

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    Erste Eindrücke

    Die Grafik: Sehr nett. Das Wasser glitzert medienwirksam in der Sonne, die Gesichter erscheinen keck und wären die zum Teil noch flimmernden Grafiken nicht, könnte man das Spiel fast für „fertig“ erachten. Insgesamt lässt sich aber jetzt bereits eine Verbesserung zum ersten Teil beobachten.
    Die Kämpfe: Hier hat man sich glücklicherweise stark am ersten Original Sin orientiert. Man kann sich taktisch austoben, wobei man nun zusätzlich diverse Ebenen und Rüstungsarten im Blick haben sollte. Leicht reduziert wurden die zur Verfügung stehenden AP, wobei die Fähigkeiten bislang dafür im Schnitt weniger kosten. Warum sich handelsübliche Krokodile allerdings teleportieren können entzieht sich meiner Biologiekenntnis, gehört aber wohl zum eigenen Humor des Studios.
    Die Steuerung: OMFGICHWILLALLESUMÄNDERN! Nein, ich komme damit nicht klar. Möglich, dass es daran liegt, dass ich den ersten Teil auf der PS4 gespielt habe und ich mit der PC-Steuerung in diesem speziellen Fall noch nicht ganz vertraut bin. Doch mich nervt sie. Unheimlich. Werde das sofort als Feedback und kleinteiliger versenden. Bitteschön!
    Die Dialoge: In der dritten Person. „Er sagt, dass (…)“ Ich würde eine direkte Rede deutlich präferieren, so bin ich näher am Geschehen und an der Figur, die Immersion wäre stärker. Nichtsdestotrotz wirken die Gespräche im ersten Akt, den man im Early Access bespielen kann, ausgetüftelt und nachvollziehbar. Je nach Charakter der gerade redeführenden Figur ändert sich der komplette Dialog, sind andere Optionen verfügbar und wandelt sich die Reaktionen seitens der Gesprächspartner, sodass eine lebendige Welt um die eigene Party entsteht.

    Es entfaltet sich eine auf den ersten Blick bereits komplexe, nahezu dschungelartige Welt, in der ich zunächst dezent hilflos umher irre. Wo muss ich hin? Was soll ich tun? Und wer verdammt nochmal bin ich überhaupt? Somit reiht sich der zweite Teil nahtlos an den ersten an. Das kann man mögen, muss es aber nicht. Die Welt ist frei, die Gegner in ihrer Schwierigkeit noch nicht ganz einschätzbar und die Möglichkeiten derart mannigfaltig, dass einem schwindlig werden könnte. Riesig, verwirrend – aber genau das macht für mich den Reiz aus. Man muss Zeit mitbringen, die Welt zu verstehen, zu erkunden und zu erobern, ihre Geheimnisse aufzudecken und sich in ihrer Tiefe zu verlieren.

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    Fazit

    Die Early Access Version scheint bereits ziemlich ausgereift, zumindest jedoch deutlich spielbar und sehr unterhaltsam – wenn man den Reichtum an Dialogen zu schätzen weiß und sich an einer ausufernden Story erfreuen kann. Wenn ich nach meinem Umzug wieder ein bisschen mehr Zeit zur Verfügung stehen habe, werde ich mich auf viele Stunden in Original Sin ll freuen!

    Impericus‘ zwei Cent:

    Man sollte den ersten Teil mögen. Denn Zeit steckt man durchaus ins Spiel, vor allem damit, neu zu laden, da man die Schwierigkeit etwaiger Kämpfe mit spontan auftauchenden Gegnern (Leichenfressende Wahnsinnige am Strand oder teleportierende Seekrokodilen eingeschlossen) nicht genau einschätzen kann. Oder auch gar nicht. So wurde ich bei meinem kurzen Höllentrip 3 Mal so übel zugerichtet, dass selbst der Autosave mich etwa 30 Minuten zurückversetzte (und ich war nur am Strand Muscheln sammeln). Aber ich räume ein, dass es reizvoll ist. Und während ich schreiend um mein Leben renne, blicke ich träumerisch auf die schillernd wogende See und lasse mich von den immersiven Hintergrundgeräuschen direkt an den verlorenen Strand treiben, um dort von den Krokodilen zerquetscht zu werden. Außer Lohse, die eine so volatile Bindung zur Gruppe hat, dass sie beim Fliehen direkt in die Stadt entkommt, während ich und mein Roter Prinz (nein, nicht mein Penis) noch im Kampfgetümmel stecken. Spaß hat’s trotzdem gemacht.

    Eckdaten

    Plattform: Windows | Early Access | Entwickler: Larian Studios | Genre: Rollenspiel | Multiplayer: bis zu 4 Spieler Koop/Kompetitiv


  7. 30. August 2016 | Veröffentlicht unter Gamesvorstellungen, Gaming.

    Meine ersten Schritte als Demon Hunter

    Von

    [Harte Fakten in kurz: Trailer | Amazonlink | Entwickler: Blizzard Entertainment ]

    Hallo. Ich heiße Adsiniliya und bin eine nachtelfische Dämonenjägerin.

    LegionEigentlich wollte ich ja ein Mensch sein, aber hey, Sonderwünsche gibt’s hier im dämonischen Land nicht, habe ich gehört. Außerdem nehme ich die spitzen Ohren gerne in Kauf, die hinter den Hörnern ohnehin verschwinden – denn ich habe Flügel bekommen und das ganz ohne Energydrinks! Dabei hätte ich die gerade unbedingt nötig, denn wir haben verdammte 7:00! Morgens. Nachts. Es ist also viel zu früh, meine zarten Äuglein brennen und mein Kopf schreit mich an. So innerlich. Darauf versteht er sich ganz gut. Immerhin etwas, das er kann.

    Während draußen im Real Life die Sonne aufgeht und mit ihren warmen Strahlen lockt, lenke ich meinen dezent glühenden Dämonenjägerinnenkörper auf wackligen Bambi-Beinen durch die gar düsterliche Welt. Grüne Suppe tröpfelt auf meine gepanzerten Schuhe und ich frage mich nicht nur, warum ich stattdessen nicht im fröhlichen Börhaus sitze, sondern auch: „Wozu sind nochmal die ganzen Tasten da?!“ Denn wisset, Sterbliche, WoW habe ich seit Jahren nicht mehr angerührt. Damals musste man sich seine Instanzengruppen noch selber zusammensuchen, das Leveln bis Stufe 10 alleine hat drölfzig Tage gedauert und das meiste wurde einem nicht, wie heute, hinterher getragen. Damals war alles noch Arbeit! Damals mussten wir uns unsere Ausrüstung aus dem Schmutz unserer Fingernägel und dem Blut gefallener Feinde herstellen! Wir Vanilla-Gamer waren die Trümmerfrauen der Spieleszene!

    WoWScrnShot_083016_095957Selbstverständlich war ich damals auch eine Spezialistin. Meine Kriegerin Adsini ist eine wandelnde Legende auf der Ewigen Wacht. Zumindest bilde ich mir das gerne ein. Nun jedoch… nun muss sich mein ergreistes Hirn mit Neuerungen herumschlagen. So verbringe ich die erste halbe Stunde damit, mich dilettantisch durch die Horden an Dämonen zu schnetzeln. Das Gurgeln sterbender Kreaturen mengt sich mit dem Klirren von Stahl, wird zu einer lockenden Sinfonie des Schmerzes, die – dammit! Eventuell gehe ich zu sehr in meiner Jägerin auf. Ich mache lieber eine kurze Pause und fahre in die Stadt. („Kccchhh! Sonnenlicht!“)

    Als ich zurück in die pixeligen Lande kehre und mich inbrünstig gegen die brennende Legion werfe, fällt mir auf: Damn! Die Quests sind verdammt gut! Zumindest im Vergleich zu vielen anderen älterer Semester. Dunkel erinnere ich mich an „Sammle zwanzig Stierhoden, verbinde sie mit drei ergaunerten Elefantenrüsseln und kreiere einen Phallusballon“-Aufgaben. Oder so etwas in der Art. Hier jedoch in diesem illustren Startgebiet dämonischer Ekstase fühlt sich der Questreigen fast wie ein normales Spiel an. Sicher, es ist ein Startgebiet eines neuen Add-Ons und als solches natürlich mit besonderer Hingabe gestaltet, doch fühle ich mich von all den Cutscenes, munterem NPC-Gebashe und den storylastigen Aufgaben ausgezeichnet unterhalten.

    adsiniÄhnlich ergeht es mir mit meinem hübschen Avatar. Sehr großartig fand ich meine menschliche Kriegerin in ihrer Fury-Skillung. Kein Wunder, dass mich auch die Dämonenjägerin befriedigen kann, die mit ihren beiden mit ihr um die Wette glühenden Kriegsgleven ebenso fix durch die Horden huscht wie ein Dual Wield-Krieger. Mehr noch: Die Dämonenjägerin kann gleiten. Und Blitze aus ihren Augen schießen. Und sie wächst im wahrsten Sinne des Wortes über sich hinaus! Die Kämpfe mit ihr sind schnell, für einen Damagedealer recht variantenreich, kurz: Es macht Spaß.

    Bevor ich richtig in der Welt versinken kann, bin ich aber auch schon in Sturmwind. Die Quest Illidans ist vorbei und ich blinzle in die pralle Sonne. Dass es so etwas noch gibt in World of Warcraft, fast hatte ich es vergessen! Im Kontrast zum dämonischen Startgebiet fühlt sich Sturmwind wie ein Kindergeburtstag an – da kann auch die blumenreiche Trauerfeier nichts retten, die dort gerade stattfindet. Nächstes Mal spiele ich den Part nachts, dann kann ich zumindest so tun, als sei man düsterer Stimmung!

    World of Warcraft: Legion also. Long time no see, WoW, war mir eine Freude. Bis ich die neuen Gebiete erkunden werde, wird – „aus Gründen“ – noch ein bisschen Zeit vergehen, Tage vielleicht oder Wochen. Aber bis dahin blicke ich auf einen sehr schönen Start zurück und freue mich auf den Krieg gegen die Burning Legion. Und über eine neue Lieblingsklasse. Zumindest bis auf weiteres. Demonhunter, du bist zwar verdammt Klischee, aber auch verdammt unterhaltsam!

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  8. 18. Juli 2016 | Veröffentlicht unter Gaming, rund um Gaming.

    Das schönste Cosplay aus 2016 so far…

    Von

    „I am one of the most unusual cosplayers. I can be sexy, I can be ugly, and I do it well! All my Cosplay I do by myself.“

    Elena Samko ist eine stolze Cosplayerin – und kann sich dies auch leisten. Ihre Kostümchen sind nicht nur sehr hübsch angefertigt, sondern auch wunderbar gephotoshopt und in Szene gesetzt. Jede Pose ist perfekt, jedes Bild ein Kunstwerk für sich. Nun hat sie sich nach diversen Monstern auch der Noonwraith (Mittagserscheinung in der deutschen Version, meine ich.) aus der Witcher-Serie angenommen. Welch wunderhübsches Gesichtchen man doch auf den Bildern erkennen kann! Perfekte Bewerbungsphotos für einen Modeljob.

    Als Fotografin zeigt sich Kseniya Rogutenok verantwortlich, Elenas eigene Facebookseite und ihr DeviantArt-Profil kann man hier erspähen. Es lohnt sich. Muss man auch mal neidlos anerkennen!

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  9. 30. Juni 2016 | Veröffentlicht unter Gaming, Rollenspiel, rund um Gaming.

    Was macht eine gute Rollenspiel-Figur aus?

    Von

    Gestern habe ich noch über die eher flachen Archetypen gesprochen, heute soll es in einen anderen Bereich gehen – den der „guten“ Figuren. Doch was heißt „gut“ in diesem Zusammenhang? Spontan käme mir Folgendes in den Sinn: Die Figur sollte „echt“ wirken, tiefgründig sowie vielschichtig und in sich schlüssig sein. Man sollte ihre Beweggründe und ihr Handeln nachvollziehen können. Ihr sollte Leben eingehaucht worden sein. Oder anders: Wann wird eine Figur zu einer Person?

    Creative Director Mike Laidlaw und Lead Writer Patrick Weekes von BioWare sind der Frage in einem Video nachgegangen und ziehen Solas aus Dragon Age: Inquisition und Mordin aus Mass Effect als Beispiele heran. (A.k.a.: Spoilers inside!)

    Die wichtigsten Aussagen fasse ich mal kurz zusammen: 

    • Die Figur sollte lebendig wirken. Mit Träumen, einer Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, Ängsten, vielleicht einer Familie. Sie sollte wirken, als würde sie auch außerhalb des Kontextes des jeweiligen Spiels tatsächlich existieren können. Mit all diesen Informationen im Hinterkopf beginnt man als Spieler, sich um diese Person zu kümmern – und ein etwaiger Verlust derselben lässt einen emotionaler zurück. „Captain. Redshirt Nr. 54 ist tot.“ vs. „Karl-Heinz ist tot! Er wollte doch eine Schmetterlingsfarm gründen und ach, wie hat er immer so gefühlvoll über seine Frau gesprochen! Was die wohl dazu sagen wird …?“
    • Kontraste sollten vorhanden sein; Antagonisten, Trauer im Kontrast zur Freude, Rückschläge, die einen Triumph intensiver erleben lassen. Eine Figur, die einem egal ist, die einen bar jeglicher Emotionen zurücklässt, bleibt grau. Auch wenn es bedeuten kann, dass die Figur gehasst oder verachtet wird. Das ist völlig ok. Wesentlich besser so, als gar keinen Bezug zu finden. in dem Fall hätten die Autoren versagt.
    • Auch oder gerade bei moralisch fragwürdigen Ansichten ist es doch sehr von Vorteil, diese in sich schlüssig darzustellen und mit der Person und deren Charakter zu verknüpfen. Stichwort Plausibilität.

    Dem kann ich mich anschließen. Romane erfordern natürlich andere Techniken und Vorgehensweisen als ein Videospiel – alleine schon, weil die interaktive Komponente fehlt – doch diese Punkte sind mir bei meinen Protagonisten und Nebenfiguren gleichermaßen essentiell. Ich finde es immer spannend, wenn andere Schaffende über solche Themen sprechen, daher möchte ich euch das kurze Video einfach empfehlen.


  10. 23. Juni 2016 | Veröffentlicht unter Gaming, rund um Gaming.

    Der N64 darf in den USA bald Bier trinken!

    Von

    Heute vor 20 Jahren erblickte der N64 das Licht der Welt. Zumindest der japanischen Welt, denn in den USA wurde er drei Monate später veröffentlicht und in Europa sogar erst fast ein Jahr später, nämlich am 1. März 1997. So oder so – da der N64 großartig ist, muss dieser Tag gebührend beblogartikelt werden! Und womit? Mit Recht!

    Geschenkt bekommen haben mein Bruder und ich ihn, ich glaube Weihnachten 1997. Keine Ahnung, wer das gefilmt hat, aber ganz im Ernst, das sind wir:

    Zumindest könnten das Original wir sein! Hey, sogar die Haarfarben und Frisuren stimmen! Fortan jedenfalls übten wir uns in lauernder Bereitschaft. Der N64 stand wohlbehütet im Schlafzimmer unserer Mutter, wohlwissend, dass wir sonst gar nicht mehr draußen mit Steinen nacheinander werfen spielen würden. Ein täglich immer neu aufflammender Kampf um unser einziges Spiel „Ocarina of Time“ entbrannte und die ersten Siege durch K.O. errangen wir nicht etwa im Spiel, sondern auf dem Teppichboden vor der Konsole! Gut. Vielleicht übertreibe ich auch hier ein wenig. In meiner Erinnerung jedoch waren wir plötzlich erklärte Feinde, die um den einzigen Controller gekämpft haben!

    Meine 5 Lieblingsspiele auf dem N64

    • Mario Kart. Nuff said. Außer Peach, die blöde Kuh.
    • Ocarina of Time. Selbsterklärend.
    • Bomberman – nachdem ich es anno 2014 endlich verstanden habe.
    • Majoras Mask. Weil Geschwimme als Zora und düstere Atmosphäre.
    • Snowboard Kids. Haben meine beste Freundin und ich damals bis zum Erbrechen gezockt.

    Obwohl die Konsole schon so unglaublich alt ist kann man sie noch immer hervorragend benutzen! Ständig! Immer! Nach Mario Kart 64 gab es kein besseres Rennspiel mehr! Und davor auch nicht! Und ich bin wahnsinnig stolz auf den Zelda-Controllersticker aus der Screenfun, der auch nach etlichen Jahren noch hält. Wie der N64 eben. Brave 90er-Qualität.

    Zur Feier des Tages habe ich mal nach Fun Facts zum N64 gesucht. Fun Fact 1: Diese Fakten sind alle langweilig. Eigentlich sollte er „Ultra 64“ heißen. Ui, toll. Klingt wie ein Transformer. Es hatten sich erfolgreich Leute beschwert, dass sie Wundblasen vom exzessiven Controllerbenutzen erlitten hätten: Prompt wurden $80 Millionen in Handschützer investiert. Aufregend. Viele weitere Fakten könnt ihr ja googlen, aber erwartet keine Offenbarungen. Protipp: Spielt stattdessen lieber auf dem N64. Ich werde es jedenfalls gleich tun! Das Mario Kart Turnier wartet auf mich!

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  11. 15. Juni 2016 | Veröffentlicht unter Gametrailer, Gaming, Gamingnews.

    Meine E3 – Highlights

    Von

    Ursprünglich  wollte ich alle Streams live sehen. Dann kamen jedoch Fußball und schlafloses Wochenende dazwischen. Mein Leben ist hart. Nun jedoch habe ich alles nachgeholt und kann euch hier die – für mich – wichtigsten Ankündigungen präsentieren. Dafür bin ich schließlich da. Oder so.

    The Legend of Zelda: Breath of the Wild

    Seit einer gefühlten Ewigkeit angekündigt, nun endlich auch gezeigt: Breath of the Wild, das 2017 für die kommende Konsole und für die Wii U erscheinen soll. Eine weitläufige, sattgrüne Welt erstreckt sich vor den Augen des Spielers, man scheint freier als in allen Teilen zuvor: Sprünge, Interaktion mit der Umwelt, Kochen, Jagen, Segeln – die Möglichkeiten scheinen unbegrenzt. Allzu modern ist das Design zwar nicht, dafür jedoch umso liebevoller. Doch obwohl die ersten Sekunden, vielleicht auch die gesamte erste Minute des Trailers mir den Atem geraubt haben, hielt sich dieser Eindruck bei mir nicht lange. Es fühlt sich nicht richtig an. Was genau? Ich kann nicht mit dem Finger drauf zeigen. Vielleicht wirkt es bislang noch zu beliebig auf mich während mich die neugewonnene Modernität kalt lässt. neu ist auch, dass hier wohl statt eines Artefaktes oder Link die Welt selbst der eigentliche Protagonist oder Star sein soll, weshalb dieser Teil auch diesen Titel trägt. Dennoch bleibe ich hochgespannt!

    Days Gone

    Postapokalyptische Settings finde ich nach wie vor unglaublich faszinierend. In dem Spiel des Bend Studios für die PS4 schlüpft man in die Rolle des Bikers und Kopfgeldjägers Deacon St. John, der sich nicht nur mit allerlei garstigen und agilen Zombies, sondern auch mit seinen Mitmenschen konfrontiert sieht. Es ist eine Geschichte über das nackte Überleben, Hass, Verrat, Freundschaft, Wahnsinn, Verlust – und Hoffnung, in die man hier eintauchen soll. Die offene Spielwelt sieht grandios aus und macht mir Lust auf viel mehr. Ein Erscheinungstermin ist leider noch nicht bekannt.

    Death Stranding

    Nicht viel erfährt man über die Hintergründe dieses nebulösen Szenarios, in dem man in „Death Stranding“ in der virtuellen Haut Norman Reedus‘ erwacht – und das ist auch gut so, schürt es doch die dezent surreale Atmosphäre des Trailers, der vielleicht auch Dank Hideo Kojimas (Metal Gear) Wirkendie ein oder andere Aussicht bereithält. Schwarze Handabdrücke, ein Baby, das sich plötzlich in Luft auflöst, tote Fische, nackte Haut, fünf mysteriöse schwebende Gestalten – zurück bleibt ein großes, aber hochgradig interessiert dreinblickendes Fragezeichen. Mehr. Mehr!

    Prey

    2032 wacht der arme Morgan Yu in einer Raumstation auf und sieht sich mit unfreundlichen Aliens und einem mysteriösen Experiment konfrontiert. Das von Bethesda vorgestellte Reboot soll primär auf eben jener Station spielen und den Spieler vor moralische Fragen stellen, deren Beantwortungen nicht allzu leicht werden sollen. Auf den ersten Blick wirkt es vielversprechend; mehr Infos dazu soll es auf der QuakeCon in Dallas geben.

    Skyrim: Special Edition


    Mit am meisten gefreut habe ich mich tatsächlich über die Ankündigung, dass an der Remastered-Version Skyrims gearbeitet wird. Erscheinen soll es im Oktober dieses Jahres für die PS4, Xbox One und für den PC. Somit können sich nicht nur alteingefleischte PC-Spieler einer aufgehübschten Grafik erfreuen – und ja, diese gäbe es auch mit Mods – sondern endlich auch Konsolenspieler in den Genuss Skyrims kommen. Sicherlich hätte mich auch eine Ankündigung über einen komplett neuen Teil der Elder Scrolls-Reihe erfreut, doch hey: Ich liebe Skyrim. Und ich freue mich, dass es nun ein noch größeres Publikum erfahren wird und auch Mod-Laien ihr bereits vorhandenes Spiel kostenlos upgraden können.

    Honorable Mentions

    In dem Trailer des Soft Reboots zu God of War sieht man Kratos und Sohn blutig gegen Reihen an schlachtwütigen Gegnern vorgehen, ein neues Quake wird gezeigt, Lego und Star Wars vereinen sich in diesem Force Awakens-Trailer, die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft schwingt sich durch die PS4 und für Horizon Zero Dawn werden 8 Minuten sehr hübsches Gameplay gezeigt. Und natürlich sieht Andromeda phantastisch aus!


  12. 21. April 2016 | Veröffentlicht unter Gaming, rund um Gaming.

    Game of Hyrule (Fan-Film)

    Von

    Ich weiß nicht, wie es euch geht – aber ich kam in den letzten Tagen gerade mal dazu, mit letzter Kraft meine Mails abzurufen (und wie ein bereits getrunkener Schluck Wasser in Foren abzuhängen.) Gewisse Dinge gingen daher total an mir vorbei! Ist Doom eigentlich schon draußen?

    Mein Feedreader umfasst heute exakt 999+ neue Artikel. Viel zu viele. Drei exemplarische habe ich mir vor dem Löschen eben jenes Feeds mal vorgenommen: Ein Katzenbild, ein Artikel über eine zweifelhafte Studie über den mehr oder minder Sexismus fördernden Faktor von GTA und den Fan-Film „Game of Hyrule“. Der existiert bereits seit geschlagenen drei Tagen im Netz – und ich habe mich trotz seines hohen Alters sofort in ihn verliebt!

    „Take him to the Water Dungeon.“
    „No! No please! NOOOOooooo“

    Entstanden ist dieser Film in monatelanger Arbeit und erzählt die Geschichte des Königreiches Hyrule, dem nach Jahren des Krieges mit den Gerudo nun der Atem auszugehen droht. Gemixt mit game of throne’schen Intrigen und Wirrungen, zeldainternen Eigenheiten und zerstampften Feen ist so ein fast 6 Minuten währendes Mashup entstanden, das ich fast verpasst hätte. Und damit es euch nicht fast ebenso ergeht: Tadaa!


  13. 15. April 2016 | Veröffentlicht unter Gaming, rund um Gaming.

    [Cosplay] Tracer

    Von

    Ich weiß nicht, was es ist… Der fidele Eindruck, den sie macht? Die völlig übertriebene Debatte um ihre Siegespose? Oder doch der Hintern an sich? Ok. Letzteres kann ich definitiv ausschließen. So oder so: Ich finde Tracer aus Overwatch unglaublich schön designed und in Szene gesetzt. Dass da eine Cosplayerin heranreichen würde, hätte ich nicht gedacht – ist aber passiert.

    Der ein oder andere wird die Bilder der Cosplayerin Tasha sicher bereits kennen, allerdings hält mich das nun nicht davon ab, sie hier zu zeigen. Man könnte Tasha genau so ins Regal stellen und es würde keinem Figurensammler auffallen! Vermutlich müsste man sie vorher schrumpfen, aber hey, wer kümmert sich schon um Details…?

    Die junge Koreanerin führt neben ihrer Facebook-Page auch noch ein Twitch-Profil und eine Website.


  14. 29. März 2016 | Veröffentlicht unter Gaming, Gamingdiskussionen.

    Blizzard beugt sich der Kritik: Tracers Hinterngepose wird entfernt.

    Von

    Gamer haben es nicht leicht. Ständig kommen neue Spiele auf den Markt, die sie auf Herz und Nieren und auf mögliche Schrecklichkeiten testen müssen. Dieses Mal im Fokus: Der Hintern von Tracer, Heldin aus dem MOBA Overwatch, das sich gerade in der Closed Beta befindet und am 24.Mai released wird. In einer neu eingeführten Siegespose – oben im Header zu sehen –  positioniert sich die Dame mit dem Rücken zum jubelnden Publikum. In einer hautengen Hose. Mit dem Hintern auf Augenhöhe. Skan-dal-ös.

    Durchaus kann es als löblich betrachtet werden, auf die Darstellung eines Charakters zu achten: Ist er plausibel dargestellt? Wird er – und wenn ja, warum – auf etwas reduziert? Bedient er (zu) viele Klischees und wenn ja, was ist die Intention dahinter? Und, natürlich: Erfährt er aufgrund seiner Religion, seiner Ethnie oder seines Geschlechts eine Abwertung – und könnten sich Spieler dadurch erniedrigt fühlen?Die Frage, die man sich dann noch stellen könnte, wäre folgende: Ist ein Detail, das einem persönlich vielleicht sauer aufstößt, wirklich so wichtig, dass man es auf die Gesamtheit des Charakters überträgt? Anders ausgedrückt: Wird Tracer reduziert, nur weil sie sich in einem Moment sexy gibt? Und: Ist „Sexyness“ etwas derart Herabwürdigendes, dass man nicht auch mal zwischendurch sexy sein darf?

    Battlenetforenuser Fipps fragt empört: „What about this pose has anything to do with the character you’re building in Tracer?“ Und weiter, dass diese Pose absolut nichts mit ihr als Elitekillerin zu tun habe, sie zum Sexsymbol degradieren würde und daher ein schlechtes Vorbild sei.

    Wenn ich, aktuell fast täglich, in den Genuss komme, den Charakteren zuzusehen, sehe ich keine Sexasses, sondern Badasses. Und auch Tracer handelt wie einer. Sie ist tough. Sie ist ein bisschen verrückt. Sie ist schnell. Sie ist aber auch bereits ohne diese Pose kein Vorbild. Ich zumindest fände es nicht so großartig, wenn meine imaginäre Tochter auch plötzlich mit Bomben werfen würde. Bomben allerdings sind für Fipps scheinbar ok – nur der Hintern nicht?

    Ich finde die Pose nicht einmal besonders oversexed. Genau genommen fügt sie dem Fundus an Siegesposen nur eine weitere, kleine Facette hinzu, die ich Tracer ohnehin zugetraut habe: Eine gewisse Frivolität, hübsch gepaart mit mit einem Statement a’la „Hier, mein Arsch, der sieht fast so aus wie du, Loser!“ Dass Tracer außerdem einen Hintern hat, hat man auf mehr oder weniger dezente Weise auch schon vorher gesehen.

    Was wir aus dieser Diskussion lernen:

    • eine einzige Pose unter vielen kann das ganze Bild, das man von einem Charakter hat, zerstören. Instant.
    • Tracer hat einen Arsch.
    • Das Vorhandensein eines Hinterns allein reicht aus, um degradiert zu werden.
    • Manche Spieler/Leute kennen die Charaktere besser als die Autoren und Designer selbst.

    In kurz: Das ist für mich keine allumfassende, empörende Sexualisierung (Himmelherrgot, diese Pose „aufreizend“ zu nennen sagt meiner Meinung nach fast mehr über den Zustand des Kritikers, als über den Gamedesigner aus!), sondern eine kleine Facette. Die Pose ist eventuell sexualisiert, aber dadurch nicht die Person, die sie zur Schau stellt.

    Trotzdem wird die Pose nun entfernt. Ist ok für mich. Es ist oder war nur eine Pose unter vielen.


  15. 14. März 2016 | Veröffentlicht unter Gaming, Spielevorstellungen.

    Spiel doch mal einen Anuspenis!

    Von

    Ok. Es ist nicht nur hart an der Grenze, es ist weit über die Albernheit hinausgeschossen, so weit, dass es schon fast wieder gut ist. Ich meine: Wie kommt man auf so etwas?! Und wie.. also warum.. also wieso…? Entstanden ist es eher per Zufall während des letztjährigen Berliner Game Jam. Kurz: Ein prall mit Phalli gefülltes Spiel, in dem man einen Penis spielt, der die gegnerischen Penisse penetrieren soll. In deren Penishintern. Seid ihr schon ausgestiegen? Ich kann es verstehen. Für den Rest etwas mehr Infos:

    Diese spritzige Orgie soll eine tiefgehende Spielekstase entfachen, indem man seine Spielfiguren miteinander vereint, denn: Beide Parteien bekommen Punkte. Das macht auch Sinn, schließlich soll Penetration beiden Spaß machen. Zudem sind die Anuspenisse dezent schwierig zu manövrieren, sodass beide einen Punkt verdient haben! Oder alle drei. Vier. Fünf. Bis zu acht Spieler können dem Spaß beitreten.

    Nebenbei unterlegen die Soundeffekte auf sehr eindringliche Weise das Spielgeschehen und die Animationen sind höchst possierlich und unterhaltsam. Das würde ich wirklich gerne mal an einem Automaten spielen. In einer Kneipe. Das aufgeregte Geschrei und die Wortwahl während des Spiels kann ich mir lebhaft vorstellen!

    Erscheinen soll das Spiel im April dieses Jahres. Vielleicht ja am ersten.

    Website


  16. 20. Februar 2016 | Veröffentlicht unter Gaming, rund um Gaming.

    Genderlock? Ist doch völlig ok.

    Von

    Genderlock: Das bedeutet, dass innerhalb eines Videospiels eine oder mehrere Klassen nur von Charakteren eines Geschlechts bespielt werden können. So kann man beim kommenden Sandbox-MMO Black Desert Online Jägerinnen, jedoch keine männlichen Jäger, Krieger, jedoch keine Kriegerinnen spielen. Und das sind nur zwei von vielen Beispielen, denn das Spiel setzt sowohl auf Gender-, als auch auf Racelock. Gamestars Jürgen Stöffel findet diesen Umstand „albern“ und fühlt sich in seiner spielerischen Freiheit stark beschnitten, wie er in seinem Artikel darlegt. Auf das Spiel selber und dessen besonderen Details dieses Thema betreffend möchte ich nicht näher eingehen, sondern vielmehr das Thema als solches besprechen. Aufhänger ist dieses Zitat aus dem Gamestar-Artikel.

    Nun, vielleicht will ICH ja genau sowas spielen? Vielleicht hängen mir saublöde Klischees zum Hals raus und ich will in einem Fantasy(!)-Spiel auch meiner Fantasie freien Lauf lassen, und eben auch mal ein drei Meter große Riesenweib spielen! Und mir ist auch egal, ob der Genderlock durch irgendwelche Hintergrundgeschichten im Spiel erklärt wird. Das mag in einem Fantasy-Roman gut zur Stimmung passen, aber als Rollenspieler will ich die maximale Freiheit. (Jürgen Stöffel)

    Ist die spielerische Freiheit wichtiger als die Spielwelt? Für die meisten vielleicht, für mich jedoch nicht. Ganz im Gegenteil finde ich es reizvoll, wenn nicht alles frei ist, nicht alles möglich und einem stattdessen Grenzen auferlegt werden. Gerade wenn es zur Spiel- und Hintergrundwelt passt, finde ich Details wie Genderlocks sehr interessant, denn im besten Fall trägt es zur Immersion bei. Im Mittelalter angesiedelte Spiele, in denen man auf weibliche Ritter en masse trifft? Ein MMO über die nordische Mythologie – oder auch besagtes Black Desert- , in denen man männliche Walküren spielen kann? Nein, das muss nicht sein.

    Und auch, wenn unter dem Deckmantel der Fantasy nahezu alles erlaubt ist rechtfertigt das für mich keine willkürliche bestimmte Welt, die in sich nicht schlüssig ist. Gut. Hier spricht die Weltenbauerin aus mir und da bin ich sicherlich viel strenger als ich sein müsste. Letztlich ist die Hintergrundwelt nur das Setting, in dem die eigentliche Handlung stattfindet und ist weniger wichtig als innerhalb eines Romans, in dem auch der „fantastische Realismus“ wesentlich strenger zu betrachten ist als in einem Videospiel. Schließlich zähle ich in World of Warcraft auch nicht die Ackerfelder Westfalls durch, nur um mich später darüber zu mokieren, dass die Einwohner der östlichen Königreiche gar nicht genug Brot zum leben hätten. Fantasyrollenspiele müssen nicht 100%ig realistisch sein und das zu fordern hätte schon etwas sehr putziges.

    Schnell wird bei diesen Genderlocks auch Seximus gewittert: „Was, man darf keine Kriegerinnen spielen? Wie unverschämt, sind Frauen etwa schwächer als Männer, werden sie gar zurück an den Herd gewünscht und überhaupt, sind wir wieder im Mittelalter?!“ Auch hier verweise ich gerne auf die Spielwelt an sich, in der die Verhältnisse vielleicht nicht ganz so sind wie gewünscht. Das wiederum erinnert mich an den Witcher, dem zuweilen der Mangel schwarzer Charaktere angekreidet wurde. Zu Unrecht, wie ich noch immer finde, denn warum Diversität erzwingen, wenn es die Spielwelt nicht zulässt? Und auch, wenn in Black Desert keine Kriegerinnen möglich sind, so doch immerhin eine weibliche Entsprechung dieser Klasse, namentlich die Walküre.

    Der Wunsch nach spielerischer Freiheit ist gerade bei Rollenspielen sehr groß und auch verständlich, schließlich ist es eines der Vorteile dieses Genres, bei der Charaktererschaffung seiner Fantasie möglichst freien Raum zu lassen. Doch ist es nicht auch lobenswert, dass es Spiele gibt, die alte Pfade verlassen und eigene Merkmale besitzen? Ist es nicht auch ganz interessant, selber eigens ausgestampfte Pfade zu verlassen und sich auf etwas neues einzulassen? Wird auch gemeckert, wenn seine Lieblingsklasse in einem Spiel nicht vorhanden ist? Muss jedes Spiel alles bieten, beinhalten, ermöglichen? Ich sage: nein.

    Ich habe nichts gegen eine gewisse Exklusivität, sehe weder Sexismus, noch Diskriminierung und finde es begrüßenswert, wenn man als Spieler auch mal gegen die ein oder andere Schranke prallt und sich so unter Umständen neu herausgefordert fühlt. Einer der vielen Fehler, die World of Warcraft meines Erachtens übrigens gemacht hat, ist die Aufhebung der Exklusivität fraktionsgebundener Klassen. „Einfach und beliebig“ ist für mich wirklich nicht immer besser.


  17. 10. Februar 2016 | Veröffentlicht unter Gaming, rund um Gaming.

    The Walking Dead: Von Spielen, Teasern und Vorahnungen

    Von

    Ob ihr es wollt oder nicht: Ich bin ja ein kleiner Fan. Von Star Trek. Ok, und natürlich auch von The Walking Dead, schließlich steht dieser Name hier auch im Beitragstitel. In den USA wird pünktlich zum herzallerliebsten Valentinstag die zweite Hälfte der sechsten Staffel anlaufen und mir hoffentlich wieder wohlige Stunden auf dem heimischen Sofa bescheren. Was kann schon schöner sein, als im heimeligen Wohnzimmer zu sitzen, während vor dir im Fernseher die Zombies vor sich hin verwesen? Richtig. Star Trek. Doch ich schweife wieder ab.

    Eine erste Meldung rankt sich um Michonne. IhreTelltale-Miniserie wird am 23.Februar veröffentlicht und erzählt in drei Episoden, was die klingenschwingende Michonne zwischen Issues und #126 und #139 getrieben hat. Verfolgt von den Geistern ihrer Vergangenheit war sie dort von Rick und seiner Gruppe getrennt, tänzelnd zwischen Reue und Verlust. Ab dem 14. Februar wird man sich eine Extended Preview auf dem offiziellen Youtubechannel ansehen können. Und wer den Reveal Trailer vom Dezember verpasst hat, wird hier fündig werden.

    Einen kleinen Quietscher der Vorfreude auf die zweite Staffelhälfte entrang sich mir dann, als ich dieses Promobild des russischen FOX-Ablegers sah. Darauf zu sehen(Ich setze es mal in Spoiler, nicht dass sich eine zarte Seele noch auf den Schlips getreten fühlt, weil auf dem Bild zu sehen ist, dass die kommende Staffel nicht nur aus Blümchenpflücken besteht): Der possierliche Carl, der den neusten Modetrend des zombiekalyptischen Herbstes trägt, nämlich eine Bandage quer über dem juvenilen Gesicht. Nun jubeliert das Comicleserherz, denn kann es sein? Kann es sein, dass der gute Carl endlich sein Auge verliert? Man verzeihe mir diesen garstigen Gedanken, doch ich mag es sehr, wenn sich die Serie mit den Comics überschneidet. Es sei denn, es sind Negan, Glenn und ein Baseballschläger involviert. Ein Bildchen also, das einem die kommenden Episoden ein wenig näher bringt und die Freude zu schüren weiß! Ebenso natürlich wie der allseits bekannte Teaser. Doch der ist natürlich schon uralt.

    Nach 8 Episoden wird die sechste Staffel auch leider wieder vorbei sein.Zum Glück(?) gibt es noch den von mir recht ungeliebten Ableger Fear the Walking Dead, dessen zweite Staffel am 10. April starten wird. Viel zeigt der neue Teaser nicht, doch endet er zumindest mit dem subtilen Anzeichen horroresker Zombieaction, mit der auch die erste Episode der ersten Staffel noch punkten konnte.


  18. 5. Februar 2016 | Veröffentlicht unter Gaming, rund um Gaming.

    TV Tipp: ZDFinfos Videospieldokus

    Von

    Die nächsten Abende noch nichts vor und speziell morgen, den 6.2., Lust auf einen Fernsehabend? Diesen hat ZDFinfo für Filme rund um Videospiele reserviert. Insgesamt 5 Dokumentationen werden dann zu sehen sein, wobei ich eine davon besonders hervorheben möchte. Doch dazu gleich mehr. Um 21:00 wird noch harmlos über die „Väter der Pixel-Monster“ berichtet, wobei sich dies in zwei Parts aufsplitten lässt: Die „Microsoft-Story“ und die „Google-Story“ geben sich hier die virtuelle Klinke in die Hand. Ab 22:30 wird mit „World of Warcraft – Geschichte eines Kult-Spiels“ der Abend weitergeführt, das sowohl der Überschrift gerecht wird, als auch die kulturellen Aspekte WoWs beleuchtet und dessen Status in der Welt der Videospiele andeutet. Diese 45-minütige Dokumentation kann auch heute bereits in der Mediathek aufgerufen werden.

    Der eigentliche Grund für diesen Blogartikel nennt sich „Killerspiele“, startet um 23:10 und ist der erste Part einer dreiteiligen Dokumentationsreihe rund um die im Laufe der letzten Jahre kontrovers diskutierten „Killerspiele“, deren liebevoller Spitzname bei einigen für Augenzucken sorgt. Es ist der erste Film Christian Schiffers, seines Zeichens WASD-Herausgeber und Redakteur und Radiomoderator beim Bayerischen Rundfunk, für ZDFinfo.

    „Killerspiele“, die hier im ersten Teil den klangvollen Beinamen „Der Streit beginnt“ trägt, befasst sich mit den Anfängen der Debatte, die weiter zurückreicht, als so mancher glaubt: Bis ins Jahr 1976, in dem Death Race erschienDort musste man Gremlins überfahren, die Dank der dezenten Pixelgraphik stark an Menschen erinnerten. Zu stark, denn bald forcierte es die ersten kritischen Stimmen. Es sei „Krank, krank, krank!“, beteuerte etwa die Organisation National Safety Council. Laut Schiffer ward die Killerspieldebatte geboren.

    Diese Dokumentation liefert insgesamt einen interessanten Einblick und ist ein netter Start aus einer doch erfrischend neutralen Sicht. Sie kann online bereits heute ab 20 Uhr gesehen werden.

    Zuletzt untersucht „Videospiele- Revolution einer Generation“ ab 23:55 die Auswirkungen des „Trends“, beleuchtet sowohl negative, als auch positive Faktoren und lässt Psychologen wie Neurologen zu Wort kommen.

    Ein paar Blicke wert ist das Programm definitiv, ob live oder abseits des Programms in der Mediathek.

    Zwischen 0:40 und 3:30 kann man sich übrigens noch Dokumentationen über Science Fiction ansehen. Doch das nur nebenbei.

  19. 4. Februar 2016 | Veröffentlicht unter Gametrailer, Gaming.

    DOOM passend zum Freitag den 13.

    Von

    DOOM war mit der erste Shooter, den ich mir damals, Mitte der 90er, in zarter Jugend gegönnt hatte. Doch nicht nur, dass es aufgrund dessen einen Stein bei mir im Brett hat, es war auch einfach ein verdammt gutes Spiel mit netten Nachfolgern. Gerade auf den kommenden freue ich mich sehr, versprechen die bewegten Bilder doch viel!

    Nun gab Bethesda das Release-Datum bekannt: Der 13. Mai wird es sein, wobei das Reboot für die Xbox One, PlayStation 4 und den PC auf den Markt kommt. Schnöde Fakten sind nicht genug, ich will Blut Gedärm Bilder sehen.

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    Oben zu sehen ist die Collector’s Edition, die mit dem freundlichen, knapp 30cm hohen Revenant daherkommt. Beleuchtet. Logisch. Das Grauen will schließlich auch gesehen werden. Dieser Sammlerspaß wird, inklusive Metallbox und dem eigentlichen Spiel, 129,99 kosten. Ob dies gerechtfertigt ist oder nicht, muss jeder selber entscheiden. Ich werde mir den Revenant dann vielleicht aus Lego nachbauen.

    Vorbesteller, sei es der Standard- oder der Collector’s Version, erhalten das „Demon Multiplayer Pack mit exklusiven Boni: Ein Dämonen-Rüstungsset mit drei Skin-Varianten, sechs Metallicfarben, drei id-Logomuster für eure Waffen und Rüstung sowie sechs Hack-Module“. Bestellen kann man sich die Standardversion hier.

    Verdammt, jetzt habe ich noch immer kein Blut gesehen! Zum Glück wird gleich ein neuer Trailer mitgeliefert, gewürzt mit Selbstironie, dezenter Überdrehtheit und viel Unterhaltung. Ich will es. Jetzt.

    [Ich klinge vermutlich wie ein alkoholgeschwängerter, eifriger Werbetexter. Leider gefällt es mir einfach wirklich sehr gut und ich kann nichts dagegen tun!]


  20. 22. Januar 2016 | Veröffentlicht unter Gaming, rund um Gaming.

    Top 5: Hintern in Videospielen

    Von

    Als Frau Sarkeesian mit kritisch hochgezogener Braue ihr Video über das strategische Verdecken von Hinterteilen in Videospielen veröffentlichte und noch während sich das Internet einem spontanen Monsun gleich über eben jenes Filmchen das Mäulchen zerriss, war ich schon fort, weit fort. Dieses „weit fort“ nennt sich gemeinhin auch „Tagtraum“ und beinhaltete in diesem Fall alle möglichen Videospiele. Irgendwo müssen sie doch sein, diese sexy Herren in knappem Spandex, die sich mit blankem Hintern auf Nüsse setzen um diese zu knacken. Denn sonst, muss ich ehrlich gestehen, achte ich eher nicht auf die Kehrseite eines Mannes. In meiner kleinen Welt ist ein – pardon, doch ich muss auch mal ein anderes Wort verwenden, das gebietet meine Wiederholungsangst – Arsch nämlich primär für Männer ein sexy Objekt. Immerhin.. ihr wisst schon. Ihr habt alle schon mal Bienchen und Blümchen gesehen.

    Wie dem auch sei: Ich persönlich sehe nicht, dass weibliche und männliche Hintern, egal, ob es sich um reale, fiktive oder gar verpixelte handelt, wirklich vergleichbar wären. Nicht, wenn man sich die Zielgruppen ansieht. Einen Bizeps finde ich bspw. wesentlich anziehender als einen musculus gluteus maximus, auch wenn letzterer hübsch nach einem römischen Kaiser mit moderner Glutenunverträglichkeit klingt.

    Und da ich momentan in dezent trashiger Laune bin, lasse ich euch hier meine schlecht abgemischte Top 5 der hübschesten Allerwertesten da. Und alle so: Yay!