1. 11. April 2014 | Veröffentlicht unter Artikel, Gaming.

    Warum Mario Kart Wii mein persönliches “Killerspiel” ist

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    killerspielBraucht es dazu überhaupt eine Studie? Wissenschaftler der Universitäten von Oxford und Rochester haben herausgefunden, dass nicht der Inhalt der Videospiele Gewalt und Aggression forciert, sondern das eigene Versagen beim Spielen. Surprise.

    Genauer gesagt: Der Unterschied in den Emotionen und dem Aggressionspotential der Studienteilnehmer beim Zocken eines Spiels mit und eines Spiels ohne Gewaltinhalten wurde festgestellt, wobei man teilweise die Schwierigkeit auch künstlich erhöht hat. Die eigenen Unzulänglichkeiten, gepaart mit “unfairen” Spielmechaniken, führt zu Zorn. Nicht umsonst sind Rage Quits nicht nur bei Shootern anzutreffen. Näheres könnt ihr nach Klicken obigen Links erfahren.

    Meine persönliches Killerspiel ist Mario Kart. Warum? Moment, ich muss mir mal eben die Ärmel hochkrempeln.


  2. 18. März 2014 | Veröffentlicht unter Gaming.

    “Die meisten Spieler beenden Videospiele nicht”

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    gamescomDas zumindest deckten jüngst Tom Abernathy, Narrative Lead von Riot Games und Richard Rouse III, Design Lead der Microsoft Game Studios, die gemeinsam einen Vortrag zum Thema “Tod der Drei-Akte-Struktur” auf der gestern gestarteten GDC, der Game Developers Conference hielten, auf.

    Ähnliches wird für diesen Artikel gelten, da die meisten Leser nach diesem Schachtelsatz wohl abgesprungen sind. Die Statistik zum Eingangsthema stützt sich auf die steam’schen Achievements: So wird Skyrim nur von etwa einem Drittel durchgespielt, Portal zocken rund die Hälfte der Spieler zu Ende und bei The Walking Dead: Season 1, Episode 1 zieht es immerhin gut zwei Drittel bis zum bitteren Ende. Ebenfalls von – verhältnismäßig – vielen durchgespielt wurden Mass Effect2 und Bioshock Infinite (beide etwa 55%). Um viele andere Spiele steht es da schlechter. (siehe Originalbeitrag).

    Gerade bei Skyrim dürfte der Grund klar auf der Hand liegen: Die Hauptstory lag nie wirklich im Fokus. Die Welt ist riesig, der Weg für viele das einzig wirkliche Ziel. Ich selber habe Skyrim trotz intensiven Spielens noch längst nicht durchgespielt. Wobei ich, was diese Statistiken angeht, ohnehin ein Paradebeispiel bin: Ich spiele nur wenige Spiele wirklich durch. Sei es, dass ich auf halbem Wege die Lust verliere (Portal 2), ich das Spiel einfach schlecht finde (Fable 3) oder nie wirklich dazu komme, weiterzuspielen (So Blonde).

    Seid wenigstens ihr etwas spielefreundlicher? Spielt ihr die meisten Spiele durch oder tragt ihr etwa – wie ich – eine Mitschuld an der Statistik?

    (Quelle: IGN)


  3. 12. März 2014 | Veröffentlicht unter Artikel, Gaming.

    Ist die heutige Gamergeneration entdeckerfaul?

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    71sVerzeihung, doch ich werde nun für ein paar Sätze in eine alte-Leute-Sprache verfallen. Und go! Hach, wisst ihr noch, wie’s früher war? Als man ein neues Spiel in den Händen hielt und sich daraufhin stundenlang im Zimmer verbarrikadierte, um das Spiel in all seiner prachtvollen Fülle erleben zu können? Man hat die sich auftuende Welt genossen und entdeckt, man war ein neugieriger Forscher inmitten der pixeligen Weiten. Jedem gefundenen Easter Egg folgte ein kleiner Jubelschrei. Es gab verborgene Orte, versteckte Quests und kauzige Einsiedler, die es zu finden galt. Komplettlösungen kosteten Geld und die Spielezeitschriften zeigten Lösungen meist nicht direkt bei Release. Nicht nur die Story innerhalb des Games war ein Abenteuer, sondern auch das “Erlebnis: Spiel”.

    Und heute? Heute steht vieles schon vor Release im Netz. Taktiken für diverse Bossgegner werden in epischer Breite analysiert und es gibt nichts, was man nicht nachschlagen könnte. Geheime Orte wie etwa in Skyrim oder versteckte Quests: Nichts bleibt den findigen Internetzusern verborgen. So auch bei Titanfall. Offizieller Release ist morgen, doch schon heute wurde begonnen, die Easter Eggs aufzulisten wie etwa hier auf gameranx.com. Je schneller etwas gepostet wird, umso besser! Ist das noch Punk Rock Entdeckergeist?

    Der Grund, weshalb ich vor einigen Jahren trotz großartiger Gilde mit WoW aufgehört hatte, war unter anderem, dass jede Taktik bei den Bosskämpfen schon sitzen musste, bevor man den (Raid)Boss überhaupt zu Gesicht bekam. Alles wird einem vorgekaut, selber denken und entdecken ist leider nicht angesagt. Bei MMOs kann ich es sogar nachvollziehen: Man ist nicht nur für den eigenen Spaß verantwortlich, sondern auch für den seiner bis zu 39 Mitspieler.

    Zurück zu ordinären Videospielen. Zurück zu Easter Eggs, Geheimnissen und Co. Sind heutige Spieler tatsächlich so heiß auf Spoiler? Will man Überraschungen nicht selber erleben? Ich persönlich finde es geil, Tricks und Specials selber herauszufinden. Lieber krepiere ich zehn Mal am selbenBoss, als dass ich mir eine Lösung und Taktik dazu um die Ohren haue. Um beim “geil” zu bleiben: Die Befriedigung ist so ungleich höher. Nach dem Durchspielen gucke ich natürlich, ob und wenn ja, was ich verpasst habe. Zur Not beame ich mich dann auf einen alten Speicherstand zurück, um das Easter Egg nochmal mit eigenen Augen zu sehen.

    Wie sieht es bei euch aus? Lieber entdecken oder solche Dinge andernorts lesen?


  4. 11. März 2014 | Veröffentlicht unter Gaming.

    Titanfall

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    titanDieser SciFi-Shooter ist eines der wenigen Spiele, die mich wirklich schon vor Spielstart scharf machen. Das Gameplay, das ich in einigen Videos bisher sehen konnte(wie etwa hier bei Sirius), macht mich richtig, richtig an, der Style ist ohnehin grandios und das wäre ein definitiv Multiplayer, der mich lange fesseln könnte. Ich überlege sogar ernsthaft, Spenden für mich zu sammeln, damit ich das Spiel auch spielen kann *g*

    Dabei wird es vielleicht irgendwann mehr als “nur” ein Spiel geben, wie auf der offiziellen Website zu lesen ist. Der jüngst erschienene Trailer wird ja wohl nicht alles gewesen sein!

    “Titanfall is set in a rich near future universe with visceral, epic battles with Pilots and their Titan companions” noted Dusty Welch of Respawn. “We wanted to partner with Playfight, who has a history of delivering movies that meld gameplay, live action and stellar CG into truly entertaining media, for Titanfall. What this collaboration brings is yet to unfold…”

    Bestellen kann man es zB. hier. Und jetzt: der Live Action Trailer :)


  5. 30. Oktober 2013 | Veröffentlicht unter Artikel, Gaming, Rollenspiel.

    Studie: Computerrollenspieler kennen keinen Schmerz

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    rollenspiele.jpgPsychologen der Universität Witten/Herdecke beschäftigten sich jüngst mit der Frage, inwieweit virtuelle Rollenspiele das Empfinden der Spieler in der realen Welt verändern. Die nun veröffentlichte Studie stellt nach den Spielern von Shootern die Rollenspieler in ein schlechtes Licht. Kurz: sie seien weniger empathisch, weniger schmerzempfindlich (ein um 18% verringertes Schmerzempfinden wurde angeführt) und würden das roboterhafte Verhalten ihres Avatars in die reale Welt übertragen.

    oH0LRXFhDabei wurde sich nicht nur auf die primär negativen Auswirkungen beschränkt: auch die Interpretation des sozialen Verhaltens des Avatars in die Realität wurde genannt. Agiere man in Person des Avatars sozial, so übertrage sich dies auch auf das eigene Verhalten außerhalb des Spieles – wobei auch hier deutlich gemacht wird, dass es sich lediglich um robotereskes, geistloses Tun handelt. Die Immersion und Identifikation mit dem Avatar bei einem virtuellen Rollenspiel glückt scheinbar derart, dass es auch über das Spiel hinaus den Charakter und das Empfinden des Spielers prägt.

    Interessant wären hierbei sicherlich auch die Versuchsabläufe, die Art der Probanden (bei einem Experiment waren es wohl lediglich 39 “Versuchsobjekte”), die Zeiträume und vieles mehr. Ich persönlich sehe einen Zusammenhang zwischen exorbitant hoher Spielzeit und einer gewissen Realitätsflucht oder -ferne, da der direkte Bezug bei Extremspielern (ich spreche hier wirklich von Extremen, die in der Presse auch regelmäßig ausgeschlachtet werden und somit leider für viele synonym für die gesamte Spielerschaft stehen) zur Realität verloren geht. Doch geschieht dies meiner Meinung nach nicht aufgrund des Spieles. Liest man exzessiv Romane, sieht man den lieben langen Tag Serien oder Filme, würde es wohl ähnlich aussehen. Virtuelle Rollenspiele an sich dürften kaum der Quell der Entmenschlichung sein. Trotzdem gilt es natürlich, Vorsicht walten zu lassen! Auch ich werde jetzt täglich nachprüfen müssen, ob ich nicht irgendwann in R2D2-Gepiepse verfallen und mich mechanisch bewegen werde. Man weiß ja nie!

    Was haltet ihr von der Studie?