1. 28. Januar 2016 | Veröffentlicht unter Gesellschaftsspiel, Spielevorstellungen.

    Die 5 besten Gesellschaftsspiel-Quickies

    Von

    Für den kleinen Spielehunger zwischendurch oder zum Aufwärmen vor komplizierten Games mit langer Spielzeit: Kurze Karten- oder Würfelspiele sind großartig. Wenn sie gut gemacht sind. Logisch. In unserer Zeit als unprofessionelle Gesellschaftsspielzocker haben wir im Freundeskreis etliche dieser Minigames gespielt, haben dabei viel gelacht, uns häufig geärgert und vielleicht ist auch das ein oder andere Mal eine Träne geflossen. Vermutlich war es dann einer meiner Tränen des Zorns!™ Wie dem auch sei: Meine fünf liebsten und auf Karte und Würfel geprüften Spielchen mit einer Spieldauer unter 20 Minuten stelle ich euch hier nun vor!


    Bang Header

    Bang!

    Bang

    Per Zufall schlüpft man entweder in die Rolle des Sheriffs, des Hilfssheriffs, eines Banditen oder eines Gesetzlosen, doch nur die Karte des Sheriffs wird offen ausgelegt. Zusätzlich verleihen die offen gespielten  Charakterkarten (u.a. Calamity Janet und Willy the Kid) die nötige individuelle Note und bestimmte Fähigkeiten. Da wir uns selbstverständlich in einer Westernstadt befinden, ist das Leben des Sheriffs in Gefahr, denn die Banditen – und später auch der Gesetzlose – setzen alles daran, den armen Kerl mehr oder minder hinterrücks niederzuknallen. Nun gilt es, durch geschicktes Taktieren (aka „wildes um sich Schießen„) herauszufinden, wer auf wessen Seite steht. Dieser Mix aus Koop, Ungewissem und Würfelglück ist sehr kurzweilig und Dank der diversen Kombinationen aus Charakter und „Berufung“ spielt sich jede Partie wieder ein bisschen anders.

    Verlag: Abacusspiele | Spieler: 3-8 | Glück: ♣♣ | Taktik: ♠♠♠♠ | Anspruch: ♦♦ | Amazonlink


    CoupHeader

    Coup

    CoupVom Western zur Science Fiction light: In einer korrupten Gesellschaft regt sich Widerstand. Die Machthaber wollen gestürzt werden, damit man selber an Macht und Reichtum gelangt. Zu Beginn erhält man zwei Persönlichkeiten auf die Hand, die mit eigenen Fähigkeiten ausgestattet sind, jedoch nicht einzigartig sind. Der Reihe nach spielt man die Karten oder die Fähigkeiten aus, doch Obacht: Man zeigt die Karte nur im Zweifelsfall. Man blufft sich mitunter durch das Spiel, dessen Ziel es ist, Macht und Credits zu mehren und am Ende mindestens eine Karte übrig zu haben. Allianzen werden geschmiedet und in der nächsten Runde wieder gebrochen, Zwietracht wird gesät und am Ende kichert garantiert nur einer. Es hat mehr taktische Elemente zu bieten als bspw. Bang!, spielt sich allerdings im Gesamten auch etwas zäher, obwohl es im Schnitt von kürzerer Dauer ist.

    Verlag: Heidelberger Spieleverlag | Spieler: 2-6 | Glück: ♣♣ | Taktik: ♠♠♠♠ | Anspruch: ♦♦♦♦ | Amazonlink


    Kakerlakensalat HeaderKakerlakensalat

    KakerlakensalatFort von Koop und Taktik; hier ist schnelles Schalten im Kopf gefragt. Wir befinden uns in einer Küche und müssen einen möglichst schmackhaften Salat zubereiten. Dumm nur, dass die Küche schier infiltriert von Kakerlaken ist, die mit Vorliebe in Salaten baden und diese somit zerstören. Jeder bekommt die gleiche Anzahl Karten auf die Hand, die man nacheinander in schneller Abfolge auf den Stapel wirft. Dabei muss man benennen, was man abwirft: Salat, Tomate, Blumenkohl oder Paprika. Es sei denn, es liegt bereits das gleiche Gemüse oben auf den Stapel, dann muss man eines der anderen Gemüse nennen – und wenn dann noch eine Kakerlake hinzu kommt und somit der zweite Stapel, ist das Chaos perfekt. Es klingt einfach, ist durch die schiere Schnelligkeit des Spieles jedoch schwieriger als man denken möchte. Es ist ein sehr zügiges Spiel mit dezentem Frustpotential, denn nennt man das falsche Gemüse, verstottert sich oder zögert zu lange, bekommt man den gesamten Stapel zurück auf die Hand. Dabei gewinnt nur der, der als erster gar keine Karten mehr besitzt…

    Verlag: Drei Magier | Spieler: 2-6 | Glück: ♣ | Schnelles Denken: ♠♠♠♠♠ | Anspruch: ♦ | Amazonlink


    Sushi Go HeaderSushi go!

    Sushi GoEssen ist nie verkehrt und hier geht es, wie der Name eventuell bereits verrät, um Sushi und die zugehörigen Komponenten. Die Spieler erhalten eine bestimmte Anzahl an Karten/Sushileckereien und suchen sich eine davon aus, bevor sie sie an den nächsten Spieler weiterreichen. Jede Karte bringt dabei bestimmte Punkte: Die meisten, indem man sie mit gleichartigen Karten kombiniert. Dabei kann es schwierig werden, sich für eine zu entscheiden, zumal manche Karte ausschließlich in Kombination mit einer oder zwei weiteren der selben Art zählt – und ob man die im Laufe des Rundganges noch bekommen wird, ist mitunter fraglich. Mit Wasabi kann ein Nigiri aufgewertet werden, während der Pudding nur am Ende über das beste und schlechteste Sushibuffet entscheiden kann. Drei schnelle Runden werden insgesamt gespielt, bevor es zur endgültigen Auswertung kommt. Schnell, simpel und mit sehr süßen Zeichnungen ausgestattet. (Und ja, sie wirken teilweise leicht pornös.)

    Verlag: Zoch | Spieler: 3-5 | Glück: ♣♣ | Taktik: ♠♠♠ | Anspruch: ♦♦ | Amazonlink


    Zombie Dice HeaderZombie Dice

    Zombie DiceThematisch befinden wir uns auch hier beim Essen: Man spielt Zombies, die sich durch menschliche Gehirne futtern möchten und sich dafür auch den Gefahren garstiger Pistolenkugeln aussetzen. Zu Beginn der eigenen Runde schüttelt man den dekorativen Becher mit den drin befindlichen Würfeln gut durch, zieht blind drei heraus und würfelt diese: Pro Gehirn gibt es einen Punkt, Füße zeigen an, dass der Würfel neu gewürfelt werden darf und ein Schuss wird bis zum Ende der eigenen Runde behalten. Man darf so lange auf drei Würfel ziehen und neu würfeln, bis man sich nicht mehr traut – oder durch drei Schusssymbole die Runde vorzeitig beenden muss. Doch es gibt tatsächlich einen kleinen Clou: Grüne Würfel sind hirnreicher, rote dagegen Dank der inflationär dort anzutreffenden Schussymbole gefährlicher. Wer am Ende die meisten Gehirne gefrühstückt hat, gewinnt. Nein, Kooperation oder auch nur Interaktion ist hier nicht anzutreffen, dafür jedoch spielt es sich schnell und kurzweilig, ist sehr einfach erklärt und kann auch gut als Trinkspiel umfunktioniert werden.

    Verlag: Pegasus Spiele | Spieler: 2+ | Glück: ♣♣♣♣♣ | Taktik: ♠ | Anspruch: ♦ | Amazonlink


     

    Welche Gesellschaftsspiel-Quickies könnt ihr denn empfehlen? Eine Spielesammlung kann schließlich nie groß genug sein!


  2. 23. September 2015 | Veröffentlicht unter Gesellschaftsspiel, über Gesellschaftsspiele.

    Wenn aus Ernst Spiel wird

    Von

    Seit ich denken kann, spiele ich. Brettspiele mit der Familie, eine Art kindisches LARP über die 5 Freunde im Park („Und du bist Dick!“ – „*empört* Ich bin nicht dick!“), Schatzsuchen und natürlich die obligatorischen Actionfiguren-Fights a’la „Turtles vs. My little Pony“. Eine besondere Bedeutung bekam das Spielen für mich jedoch erst später.

    Damals

    Als ich sieben oder acht Jahre alt war, starb mein Vater. Während mir der Abend seines Todes noch zu gut im Gedächtnis geblieben ist, sind die Monate danach wie ausradiert. Schule, Freunde, das alles  brach wohl nicht mehr zu mir durch, war unwichtig geworden. Doch an die Spiele erinnere ich mich gut. Mein Halbbruder – er musste damals um die 30 gewesen sein – besuchte unsere schmerzlich kleiner gewordene Familie seitdem etwas häufiger und ergänzte Spiele unserer Sammlung mit mitgebrachten Exemplaren. Hotel, Atlantis, Poch; kaum etwas, das nicht von uns in Angriff genommen wurde. In diesen Stunden vergaßen wir Kinder die Dunkelheit und konnten lachen. Es gibt aus dieser Zeit ein Foto von meinem „kleinen“ Bruder und mir, wie wir ausgelassen in die Kamera grinsen, während unser großer Bruder uns Hasenohren macht. Wir spielten über die Trauer hinweg.

    Wir hätten ohne Spiele herumalbern können. Theoretisch. Doch Spiele fokussieren die Gedanken auf den Moment. Man zieht Figuren, beobachtet die Handlungen der Mitspieler, tüftelt und taktiert – man ist sowohl psychisch, als auch physisch im Spiel, für graue Gedanken blieb uns daneben damals kein Raum. Es ebnete den Weg für die geselligen Gespräche. Und wir hatten Spaß.

    Spiele enden. Die Spielfiguren werden zurück in die Verpackung geräumt, letzte Anekdoten aus der Partie nacherzählt und sich gegenseitig gefoppt. Zurück bleibt ein leerer Tisch. Doch der Spaß, den wir hatten, der blieb vielleicht nicht in Gänze, hinterließ jedoch einen Eindruck, der sich von Spielabend zu Spielabend verfestigte, greifbarer wurde. Speziell eines dieser Spiele ist für mich – auch da wir es damals unglaublich oft hervor gekramt hatten – ein Sinnbild dieser Zeit: Atlantis. Die Insel mag untergehen, Plättchen für Plättchen wird unerbitterlich entfernt, doch ist es kein Trauerspiel, es geht für die Überlebenden danach woanders, auf einem idyllischen Südseetraum, weiter. Atlantis steht jetzt, zwanzig Jahre später, in meinem Regal, angerührt habe ich es nur noch sehr selten. Es wurde längst durch neue, innovativere und kompliziertere Spiele verdrängt.

    Für mich kann „Spielen“ mehr als nur geselliger Zeitvertreib sein. Auch dadurch hatte ich damals gelernt, dass das Leben weiter geht, dass man trotz Trauer und dem Verlust eines Menschen noch Spaß haben darf. Natürlich waren die Spieleabende nicht alleine dafür zuständig. Doch sie sind mir in Bezug darauf besonders im Gedächtnis geblieben.

     Jetzt

    In sehr viel kleinerem Maße passiert genau dieses Phänomen natürlich noch heute. Beim Spielen mit Freunden lässt man den Alltag hinter sich. Fröhliches Verräterraten („Du bist ein Cylon, ich weiß es ganz genau!“ – „Pf, du bist doch selber ein Zyklop, ey!“) und das Kämpfen gegen allerlei fiese Völker („Fliegende Wassermänner ftw.!„) macht auch – ich weiß, da überrasche ich euch nun alle – einfach mehr Spaß.

    Und das Beste ist: Diese Art der Realitätsflucht ist noch nicht mal verpönt wie es pöse Videospiele und Fantasyrollenspiele in bestimmten Glaubenskreisen sind. Und jetzt entschuldigt mich. Ich muss Cylonen killen. Bang!

    (c) Photo: Pierre-Jean Parra

  3. 29. Mai 2015 | Veröffentlicht unter Gesellschaftsspiel, rund um Spiele.

    Spielt ihr Gesellschaftsspiele?

    Von

    In den Kommentaren dieses Blogartikels, aber auch in manch anderem Gespräch, wird bedauert, dass es mit der Spielkultur der „deutschen Jugend“ schlecht bestellt sei. Der Gesellschaftsspielkultur, wohlgemerkt, denn der gemeine Bürger fürchtet die Faszination der Videospiele. Auf letztere möchte ich nun nicht eingehen – meine Einstellung dazu dürfte jedem klar sein – sondern mich der Frage um Ersteres widmen. Angemerkt werden soll noch, dass ich hier nach euren Meinungen fahnde und es eine Art Bestandsaufnahme sein soll. Der Umsatz der Brettspielbranche ist derzeit ziemlich gut, doch muss das nicht unbedingt mit der Jugend oder dem Verhalten meiner (virtuellen) Umgebung korrelieren.

    [Edit, weil ich mittlerweile auch schon zwei ziemlich „freundliche“ PMs bekommen habe… Leute, seriously…? : Da ich mich offenbar äußerst missverständlich ausgedrückt habe: Ich persönlich höre und lese recht häufig, dass der klassische Brettspielabend passé sei. Da ich selber andere Erfahrungen gemacht habe und auch der Umsatz eine andere Sprache spricht, wollte ich schlichtweg eure Erfahrungen hören, ob ihr Brettspiele spielt und welchen Eindruck ihr gewinnen konntet.
    Ob nun im Gesamten viele Brettspiele verkauft werden oder nicht, empfinde ich dabei als irrelevant, denn hier geht es nicht um Statistik, sondern mein (virtuelles) Umfeld und das subjektive Meinungsfeld. Dass Brettspiele aussterben, ist eine These, die nicht von mir, sondern von anderen stammt und die ich als Aufhänger benutzt habe, da ich diese Aussage irritierend und entsprechend bemerkenswert fand und finde.
    Dass der Beitrag so missverständlich geworden ist, tut mir natürlich leid, aber angehen muss mich dennoch niemand, finde ich.]

    Mensch ärger dich nicht, Malefiz und Co sind längst nicht mehr die einzigen Spiele. Längst haben sich kreative Werke in die Wohnzimmer geschummelt. Für Jung und Alt, anspruchsvolle oder lapidare Spieler, für Science Fiction- Fans und Videospielenthusiasten. Ob im kooperativen Modus wie Battlestar Galactica oder Jeder gegen Jeden, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und auf Messen wie der Spiel! in Essen (jedes Jahr im Oktober) kann man sich von der derzeitigen Vielfalt überzeugen, vom Aussterben kann dort keine Rede sein.

    Ich selber spiele Gesellschaftsspiele, wir nehmen sie auch mit nach Spanien, wenn wir dort traditionsbewusst mit zwei bis vier Freunden in „unserer“ Finca absteigen. Unser Freundeskreis pflegt auch eine regelmäßige Spielerunde und mit einem weiteren Freundeskreis spielen wir auch recht regelmäßig. Also nein, bei uns sind Brett- oder Kartenspiele definitiv nicht aus der Mode! Warum auch? Es sind längst keine drögen Glücksspiele mehr, seit einigen Jahren übertrumpfen sich die Spielemacher schier mit kreativen, innovativen Ideen! Ich liebe Galaxy Trucker, bei dem man erst ein Raumschiff bauen und später durchs All fliegen muss, ich sterbe für Battlestar Galactica, das auch in Brettspielgestalt grandios ist und das Star Craft Boardgame ist… wow. Lang, sehr komplizert, vielschichtig, aber verdammt gut. Brettspiele mögen vielleicht noch ein verstaubtes Image haben, doch es ist absolut nicht verdient. Brettspiele – entdecke die Möglichkeiten!

    Und das meine ich ernst. Es ist nicht „uncool“ sondern macht Spaß und gerade bei uns im Geekgenre wird man mit einer Fülle an verschiedenen Produkten überhäuft. Auch Wil Wheaton zeigt mit seiner Reihe „Tabletop„, dass Schach nicht das höchste der Gefühle ist.  Nun soll der Beitrag natürlich nicht zur reinen Werbung verkommen. Vielmehr möchte ich euch fragen, wie es bei euch aussieht. Könnt ihr die Befürchtungen, dass Brettspiele out seien, teilen? Oder spielt ihr noch? Und wenn ja: Welche sind eure Lieblingsspiele?

    In unserem Regal türmen sich die Brettspiele aus unseren Genres (Fantasy und Sci-Fi), gerne kann ich ein paar von ihnen ausführlicher vorstellen. Besteht da Bedarf?

     


  4. 19. November 2012 | Veröffentlicht unter Gesellschaftsspiel.

    King of Tokyo

    Von

     

    deutscher Verlag: Heidelberger Spieleverlag
    Autor:Richard Garfield
    Spieler: 2-6
    Dauer: 30-45 Minuten
    Preis: ~25€
    Erscheinungsjahr: 2011
    Amazonlink

     

    Der Name ist Programm: es geht um den König von Tokyo, bzw. das Monster, das die Stadt durch seine Grausamkeit beherrscht und in Angst und Schrecken versetzt. Und dieses Monster bist du. Dumm nur, dass das bislang noch niemand außer dir weiß. Niemand kennt und fürchtet dich und zu allem Überdruss hast du auch noch nicht minder schröckliche Nebenbuhler, die ebenfalls nach dem Titel gieren. Was tun? Richtig: Fame muss gesammelt werden und den bekommt man durch Würfeln oder, natürlich die deutlich bessere Variante, durch das Herumwüsten in der Stadt. Als Cthulhu-, King Kong- oder Godzillaverschnitt liegt es nun an dir, die Bewohner der Stadt davon zu überzeugen, dass du das fieseste Monster bist.


  5. 21. Oktober 2012 | Veröffentlicht unter Gesellschaftsspiel.

    [Gesellschaftsspiel] Zombie Würfel

    Von

     

    deutscher Verlag: Pegasus Spiele
    Autor: Steve Jackson
    Spieler: 2-x
    Dauer: ~5 Minuten
    Preis: ~11€
    Amazon-Link

     

    Man ist als Zombie unterwegs. Als sehr hungriger Zombie, um genau zu sein, denn Ziel des Spiels ist es, 13 Gehirne in Form von Erwürfelungen zu verspeisen. Dass man und die Mitspieler dabei zu mittelmäßigen Zombielaiendarstellern verkommen, ist sicherlich ein gewünschter Nebeneffekt und die Schussgeräusche, die nebenbei von den Spielern produziert werden, machen Spiele in der Öffentlichkeit zu einem kindlichen Vergnügen!


  6. 3. Juni 2012 | Veröffentlicht unter Gesellschaftsspiel, über Gesellschaftsspiele.

    [Internetserien-Tip] TableTop

    Von

    Wil Wheaton spielt mit 3 mehr oder minder im Genre bekannten Freunden/Bekannten Brettspiele, wobei die Spielregeln anschaulich und kurzweilig erklärt werden. That’s it. Das ist jedoch derart amüsant und optisch nett fabriziert, dass man sich die einzelnen Episoden sehr gut ansehen und sich in Sachen Brettspiele inspirieren lassen kann. Bespielt wurden in den bislang 5 Episoden Spiele wie „Munchkin“, „Tsuro“ oder „Small World“, Gaststars waren unter anderem Felicia Day, Rod Roddenberry und Anne Wheaton. Die einzelnen Episoden dauern ~30 Minuten und erscheinen freitags.

    Episode 4 (Ticket to Ride) | Episode 3 (Zombie Dice, Tsuro, Get bit!) | Episode 2 (Siedler von Catan) | Episode 1 (Small World)


  7. 9. April 2012 | Veröffentlicht unter Gesellschaftsspiel, Spielevorstellungen.

    Kurz präsentiert: Star Trek Catan

    Von

     

    deutscher Verlag: Kosmos
    Herkunft: Deutschland
    Spieler: 3-4
    Dauer: ~75Minuten
    Amazonlink

     

    Über „Die Siedler von Catan“ braucht man vermutlich recht wenig Worte zu verlieren. Als Spiel des Jahres 1995 hat es nicht nur einige Jahre auf dem Buckel, sondern erfreut sich auch immenser Beliebtheit, sodass es die meisten kennen dürften. Im klassischen Catan bauen die Spieler Straßen und Städte, um sich möglichst viele Ressourcen unter den Nagel reissen zu können und letztlich mithilfe von 10 Siegpunkten das Spiel zu gewinnen. Etliche Erweiterungen später, haben es die Siedler von Catan nun auch auf die Brücke der U.S.S. Enterprise geschafft.
    Die diversen Landschaftsfelder wurden kurzerhand durch Planeten mit bestimmtem Ressourcenaufkommen (Dilithium, Sauerstoff..)  ersetzt, die Straßen werden nun durch Raumschiffe dargestellt und die Städte durch Raumstationen. Hier macht einem nicht ein Räuber das Leben schwer, sondern ein garstiges Schiff voller Klingonen. Zum Glück steht einem ein altbekannter Berater, wie etwa Kirk, Spock oder Scotty, zur Seite, mit deren Hilfe bspw. Raumschiffe schneller gebaut werden oder man die Klingonen wieder vertreiben kann.
    Die Spielfiguren sind niedlich designed und mit so einer Optik macht selbst mir (ich bin nicht unbedingt als Freundin des Spiels bekannt ;) ) „Catan“ wieder Spaß.
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  8. 24. November 2011 | Veröffentlicht unter Gesellschaftsspiel, Spielevorstellungen.

    DSA – Das Brettspiel

    Von

    Die überdeutlich an HeroQuest angelehnte, dreiteilige Brettspielreihe von Schmidt Spiele hat, bis auf den Namen, eigentlich kaum etwas mit DSA an sich zu tun. Der hier vornehmlich bildlich vorgestellte 1. Teil, „die Burg des Schreckens“ kann mit den folgenden beiden Teilen kombiniert werden, während ein viertes Brettspiel, das den klangvollen Namen“Die Schlacht der Dinosaurier“ (wir erinnern uns: es geht hier noch immer um Das Schwarze Auge und nicht um Jurassic Park) trägt, ein eigenständiges Spiel ist. Letzteres ist übrigens wirklich witzig, es müsste auch noch im Keller meiner Mutter herumfliegen.

    Größtenteils hat „Die Burg des Schreckens“ natürlich primär nostalgischen und „fanatischen“ Wert. Es macht sich gut im Regal, und dort sollte es eigentlich auch bleiben, denn wirklich spannend ist es nicht. Immerhin: es ist im Ansatz sogar ein kooperatives Spiel, bis zu vier Helden treten gemeinsam gegen den Erzschurken Nemesis und dessen Schergen an. Nemesis wird ebenfalls von einem Spieler verkörpert und fungiert nebenbei noch als eine Art Meisterperson.

    Schade ist, dass außer einem aufgeklebten „schwarzen Auge“ hier und dort kein Bezug zu DSA aufgebaut wird. So kann man bspw. als Heldentypen einen Barbaren wählen, doch hat dieser nicht viel mit dem Rollenspiel gemein. Immerhin hat das Spiel einen kleinen optischen Wert. Und diesen könnt ihr nach einem kleinen Klick auch auf Fotos sehen.


  9. 15. August 2011 | Veröffentlicht unter Gesellschaftsspiel, Spielevorstellungen.

    Galaxy Trucker

    Von

    Es gibt Spiele, die spielt man ganz gerne. Sind ein netter Zeitvertreib, machen Spaß. Aber man muss sie nicht spielen. Nicht jedes Mal. Sie sind nicht so nachhaltig.
    So sieht meine Gesellschaftsspielewelt aus. Und in diese kleine Welt sind die „Galaxy Trucker“ hineingeflogen oder eher: johlend hineingeprescht. Ich liebe dieses Spiel, könnte es täglich spielen und meinetwegen auch gegen mich selber!
    Um euch an diesem Glück teilhaben zu lassen, folgt nun also dieser Beitrag !