Archiv der Kategorie: Internetfundstücke

I dare you!

Die Herausforderung ist simpel: Schaffst du es, das gesamte Video anzugucken? Kein Multitasking, kein gelangweiltes Klicken durch andere Tabs oder Aufrufen einer Twitternachricht. Nein, einfach dieses Video gucken. Keine Sorge: Am Ende wartet kein Schreckmoment auf euch.

Natürlich ist der Gedankengang, der hier präsentiert wird, nicht neu. Dass man viel Zeit im Netz verschwendet, möglicherweise mit Dingen, die man nach drei Sekunden wieder vergisst; dass man die zeit mit etlichen nebeneinander laufenden Dingen beschleunigt und am Ende den halben Tag mit Surfen vergeudet hat… wir alle kennen das. Ich selber ertappe mich immer wieder mal dabei, wie ich durch den Feedreader „lese“, nebenbei ein Youtubevideo höre, twittere und per Skype chatte. Es ist wieder an der Zeit, dass ich mein Internetleben ein bisschen entschleunige.

Das oben genannte Video ist tatsächlich nett, ich mag es generell sehr, wenn in Büchern oder Videos die „vierte Wand“ durchbrochen wird.

Und? Habt ihr’s geschafft?

Realsatire im Fall Pofalla

Politik, die Deutsche Bahn, Tagesgeschehen – passt das hier in diesen Geekblog? Vermutlich nicht. Und dennoch ist das, was die letzten Stunden im Internet geschehen ist, zumindest in Sachen Internetkultur so herrlich, dass ich es auch hier verbreiten muss.

Der Postillon ist, wie mittlerweile bei den meisten angekommen sein dürfte, ein satirisches Nachrichtenmagazin. Es geht um arme Menschen, die auf Verkehrsinseln gestrandet sind und sich von Gänseblümchen ernähren müssen, und um den Kölner Dom, der von Unbekannten des Nacht um 360° gedreht worden ist. Gestern heute irgendwann in den letzten Stunden gab der Postillon bekannt, der frühere Kanzleramtsminister Ronald Pofalla habe in den Vorstand der Deutschen Bahn gewechselt. Dutzende seriöse Nachrichtenportale wie der Spiegel, die Tagesschau und n-tv nahmen diese satirische Meldung scheinbar für bare Münze. Die Netzgemeinde kichert sich noch immer ins Fäustchen. Sie sind so klug, die Kommentatoren, sie klopfen sich gegenseitig auf die Schultern, dass sie es waren, die diese Satire erkannt haben –

– und bilden damit die eigentliche Satire.

Hier endlich kommt unser Lieblingsgenre ins Spiel. Plötzlich geht es doch um Zeitreisen. Oder um einen Griff in die Geschichte? Eine schlichte Umdatierung des Artikels? Die Grenzen zwischen Wahrheit und Satire sind für viele nicht mehr klar auszumachen. Das ganze Internetz wird an der Nase herumgeführt.

Das ist ein von vielen Händen geschaffenes Meisterstück, ich ziehe meinen imaginären Hut. Danke an die eifrigen Leser des Postillon! Vor allem Danke an den Facebookuser Sebastian, der zumindest die Idee der Zurückdatierung lapidar eingeworfen und daher für noch mehr Verwirrung gesorgt hatte. Der Postillon sollte ihm eine persönliche Falschmeldung widmen.

(Wer mehr wissen will, fange doch einfach dort an. Oder schaue in den Kommentaren des Original-Postillonartikels und im Feedreader nach, in dem das Datum steht. Sezieren werde ich hier nichts. Das ist einfach etwas, das man am besten am lebenden Objekt genießt.)

Blogempfehlung: Hiltibold

In den letzten Wochen/Monaten hatte ich kaum Zeit für andere Blogs, weshalb sich schnell meine Top 10 herauskristallisiert hat – welche Blogs klicke ich im Reader gezielt an, um zu erfahren, ob es Neues gibt? Hiltibolds Blog ist einer von ihnen. Gefunden habe ich ihn vor ein paar Monaten auf meinem ersten und einzigen Streifzug durch den Blog-Zug – ein Hort der Fashion- und Personalblogs, also nicht wirklich mein Terrain. Umso erstaunlicher, dass Richard aka Hiltibold auch dort vertreten war.

Sein Blog befasst sich zugegebenermaßen auch ab und zu mit Fashion und Beauty – allerdings ist nahezu alles, was er vorstellt, völlig „out“, denn es ist Mode aus früheren Jahrhunderten. Seine großen Hobbies sind das Mittelalter und römische Antike samt Vorgängern und Nachfolgern und er stellt interessante Schnippsel, Wissenswertes, sowie Kurioses aus eben diesen Epochen vor. Dabei ist das Themenspektrum breit gemischt: über Konstruktionsmöglichkeiten frühmittelalterlicher Schildbuckel über römische Kneipen bishin zum Umgang von Flatulenzen zu Claudius‘ Zeiten – ich finde nahezu jedes Thema lesenswert und die Themenvielfalt sehr, sehr angenehm!

Ich kann diesen Blog nur jedem ans Herz legen, da er Dinge aus den Weiten des Internets fischt, die für Rollenspieler, Geschichtenschreiber und Geschichtsinteressierte gleichermaßen sehr informativ sind und die man selber wahrscheinlich gar nicht gefunden hätte. Außerdem hat er viel zu wenige Leser – dem muss Abhilfe geschaffen werden! Kann doch nicht sein, dass ein Blog über das Mittagessen und den x-ten „Haul des Tages“ mehr Klicks bekommt als so was!

Link zu Hiltibolds Blog | Twitter

Surftipps: Foren

Foren sind die Vorläufer des Web 2.0 und mittlerweile wurden sie von den Social Networks vertrieben und verdrängt. Sagt man.

Foren bieten mehr, als nur die Vernetzung innerhalb einer bestehenden Gruppe. Sie verbinden völlig Fremde miteinander, die ein Thema, ein Gedanke oder auch nur eine bestimmte Art des virtuellen Miteinanders eint. Die einzelnen Threads werden bequem in Unterforen geordnet, sodass man auch nach Wochen und Monaten recht schnell die Themen der Wahl finden kann, zumal die Suchfunktion zwar oft vergessen wird, jedoch nicht weit entfernt ist. Man kann in den Foren herumstöbern, sich über fremde Sichtweisen aufregen oder fröhlich mitdiskutieren und seinen eigenen Horizont schneller durch Fremdmeinungen und -Ansichten erweitern, als man es in freier Wildbahn oft täte. Die Communities, auf die man in Foren trifft, zeichnen sich eben auch durch ihre Diversität aus.

Ich persönlich nutze Foren schon seit Anbeginn meiner eigenen Internetzeit, bin in vielen registriert, wenngleich ich auch nicht überall aktiv und nicht selten nur ein stiller Mitleser bin. Einen Forumsneuzugang in meiner Linkliste stelle ich euch nun genauso vor wie meine paar Lieblingsforen. Und welche besucht ihr?

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[Künstler] Darren Carnall

Darren Carnall hatte irgendwann die Nase voll: Actionfiguren und Miniskulpturen diverser Stars und fiktiver Figuren waren schön und gut – doch sehen leider die wenigsten so aus, wie sie aussehen sollen. Mal ist die Nase zu dick, die Augen zu dilettantisch bepinselt oder Spock sieht gar aus wie Chewbacca…. das muss ein Ende haben. So setzte sich der Brite eines schönen Sommertages (Anm.d.Red.: vielleicht war es auch ein graukalter Wintertag. Klingt nur nicht ganz so schön.) an seinen Schreibtisch und modellierte mit Hammer- und Meisselchen, sowie viel Geduld, Skulpturmasse und ein paar Kleckser Farbe, die Figuren um. Heraus kommen Figuren, die deutlich hochwertiger und schmucker aussehen als die jeweiligen Originale, wie etwa Superman, Legolas oder, besonders auffallend verändert, Ellen Ripley. Mittlerweile verdient er mit solchen Auftragsarbeiten ganz gutes Geld.

Besonders beeindruckend jedoch finde ich das, was er nun neu für sich entdeckt hat: die komplett eigene Herstellung von Miniskupturen bzw. Miniköpfen. Zwei hat er bereits realisiert: McCoy und Spock, die restliche Classic-Crew soll folgen. Zwar kommt das alles ohne gekotzte Regenbögen, Dr.Who-Crossover und Minimalisierung aus. Doch ich bin fasziniertund will außerdem auch die Köpfe der Classic-Crew im Blumentopf aufgespießt haben.

Website | Facebook | DeviantArt

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Rainbow Town – Blood all over!

Ein kleines Mädchen, Nora, erzählt eine Geschichte. Diese Geschichte wird optisch sehr kreativ verfilmt. Und diese Geschichte ist großartig! So fantasievoll, mit bunten Farben, Halbpiratinnen, Vampiren, blutigen Schwimmbecken und einer Prinzessin, die eines Tages einfach mal stirbt. Bezaubernd, einfach bezaubernd. Ungefähr so sieht es übrigens auch in meinem Gehirn aus.

Die Reaktion des Mädchens auf das kreierte Video kann man sich übrigens hier ansehen, das Making Of dort.

 via; das Video gibt’s nach dem Klick.

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Eine Pocket Princess wird böse oder: Blogger sind selbstbeweihräuchernde Egoprinzen

(Urheberin des Bildes)

I’ve noticed people taking PPs [Pocket Princesses, Anm.d.Red.] and reposting them on their own feeds, either as lone cartoons or as big photosets. One such photoset has clocked up over 37k notes with NO linking credit back to my tumblr feed here. PLEASE, reblog rather than repost. Don’t repost Tumblr art to boost your own signal, that’s not cool.

And if you ever DO post something from somewhere else, please make sure you include a link to the creator, so people can find their work. That’s the courteous thing to do.“

!

Es ist oft unfassbar, wie die Linkmoral in der Blogosphäre ist. Es darf nicht sein, dass zwar ganz brav derjenige verlinkt wird, der es auf seinem Blog gepostet hat, aber nicht der, der das Bild/whatever eigentlich kreiert hatte. Oft muss man zig Links folgen, sich von via zu via hangeln, bis man den Urheber endlich gefunden hat! Was soll das? Wir, die Blogger, sind in der Regel nur die Weitertratschenden. Ein „Seht mal, was ich hier Cooles habe!“ macht mich nicht zur grandiosen Heldin. Das schafft dann auch kein Via zu demjenigen, der das Objekt der Begierde auch nur irgendwo anders gefunden hat. Nennt ihr, wenn ihr ein Bild von DaVinci zeigt, auch zuerst eure Mutter, die euch den Künstler näher gebracht hat? Viel wichtiger ist doch, wer das Bild überhaupt gemalt hat. Trotzdem scheint es den meisten Bloggern wichtiger zu sein, ihre Bloggerkollegen zu verlinken. Ganze böse Reden werden geschwungen, wenn jemand ein via vergessen hat. Von Diebstahl ist dann gerne die Rede und die Blogger sind beleidigt. WTF?! Ich würde das Arroganz nennen.

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Ponyhoof

My little Pony für Facebook – was albern klingt, ist bei näherer Betrachtung…. nunja… nicht weniger albern. Dank „Ponyhoof“ kann man sein Facebook passend zu den diversen Farbschemata der einzelnen Ponies in neuem Glanz erstrahlen lassen. Kleinere Bildchen werden eingefügt und andere ersetzt, „like“ passend durch „brohoof“ ersetzt und insgesamt kommt man bei Nutzung der Anwendung einer Augenkrankheit wohl frappierend näher. Ich habe mir die pinkie pie’sche Optik zugelegt. Und was wählt ihr? (Ignoranz ist keine Option! ;) )

(Danke Lisa)

Lieblingsblogs #2: Regenmonster

Raines Blog war einer der ersten überhaupt, die ich gelesen bzw. verfolgt habe. Leider weiß ich nicht mehr, wie ich auf den Blog gestoßen bin, doch die Hauptsache ist ohnehin, dass ich bis jetzt dort geblieben bin. Bei der Autorin Raine handelt es sich um eine Künstlerin: sie schreibt, sie fotografiert und sie zeichnet und all das, finde ich, ziemlich gut. Im Bereich Comic kann ich mir einige Scheiben von ihr abschneiden. Zum Glück ist sie auch noch ursympathisch, sonst wäre ich neidisch ;)
Ihr Blog ist eine Mischung aus all diesem. Gesehene Filme und gelesene Bücher findet man in Form von Reviews ebenso auf ihrer Seite wie Gedanken zum Leben, Blicke auf tierversuchsfreie Haarfärbemittel und kritische Blicke auf unser aller Essverhalten.
Im folgenden Interview erfahrt ihr unter anderem, was es eigentlich mit ihrem Monstermaskottchen auf sich hat, wie sie zum Bloggen kam und seht das rührendste Monsterbild ever!
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Blog | Sketchbook

Underwater Love

Elena Kalis lebt auf den Bahamas – ein Ort, der sich gerade für Shootings in und am Wasser perfekt eignet. Dass sie diese Meinung teilt, zeigt ihr schier unerschöpflicher Fundus an Unterwasserphotos, die sie mit ihrer Canon entweder direkt am Meer, oder in ihrem Pool schießt. Hierbei nutzt sie das ein oder andere Utensil, um den Fotos jeweils eine eigene Atmosphäre zu verleihen. Ob verspielt mit Luftballons, verträumt im Alice im Wunderland-Stil oder leicht morbide angehaucht – ihre Bilder haben etwas, das mich sehr fasziniert. Wobei ich natürlich sagen muss, dass ich Unterwasserphotographien fast grundsätzlich schon toll finde. Und nun kennt ihr auch meine Lieblings-GNTM-Shoots. Das Mädchen, das sehr oft auf ihren Bildern auftaucht, ist übrigens ihre Tochter, die allerdings auch das ein oder andere Mal hätte lächeln können.

Elena Kalis ist auf Facebook und Google+ zu finden, besitzt zudem natürlich eine eigene Homepage und ein flickr-Profil, um nur die Wichtigsten ihrer Seiten zu nennen.

Hier stellt sie diverse Projekte anderer Künstler zum Thema „Unterwasser“ vor. Nach dem Klick: meine Lieblingsbilder von ihr

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