1. 18. August 2016 | Veröffentlicht unter Offtopic, Real Life.

    [Gastartikel] Und dann kam Guddy – Wenn Blogger aufeinander treffen…

    Von

    … dann geschieht meist nichts Gutes und Unheil macht sich breit.
    [Es folgt: Ein Gastartikel über meinen Urlaub in Irland. Tadaa! Das Gegenstück von mir befindet sich auf dem des Nerd-Wikis. Nämlich exakt hier. Muss ja. Logen.]
    Doch bevor es dazu überhaupt kommen konnte, entsprang aus der Mitte eines Gedankenflußes eine Idee. Und wie das mit Ideen manchmal so ist, wurde sie schnell unaufhaltsam. Nach Absegnung eines gemeinsamen Freundes und Master Brain hinter Nerd-Wiki namens Thilo und einigen Chats und Witzeleien, stand der Entschluss fest, dass die Zeitzeugin Zeugnis ablegen sollte über die Wunder Irlands. Und natürlich über mich, Impericus.
    Oft beginnen Geschichten wenig ungewöhnlich. Zwar sagt man, dass eine gute Nacht nicht mit einem Salat beginnt, aber sicherlich auch nicht damit, dass jemand einfach so nach Irland zu einem Unbekannten fliegt. Meist sind es aber genau solche Geschichten, aus denen Abenteuer, das Leben, Imagination und Freude gewebt sind…oder der Untergang. Gemeinsam verbrachten wir jedenfalls zwei Wochen und mit diesem Artikel gewähre ich euch zumindest einen kleinen Einblick in unsere Taten und Entdeckungen.

    Die Ankunft

    Irish BeerAlles war vorbereitet. Ich hatte meinen schönsten Hobozwirn angezogen, der Bart war verlottert und ich ungewaschen. „Es gibt keine zweite Chance für einen guten Eindruck“. Da Guddy auch nie eines meiner Videos gesehen und wir nicht telefoniert, geskyped, gewhatever hatten, kannte sie auch meine Stimme nicht. Folglich musste ich sie mit einer Piepsstimme Marke Zwangskastrat empfangen. Ihr versteht sicherlich. Auch hatte ich geplant, sie zunächst nicht zu mir, sondern in eine düstere, marode Hütte im Wald zu lotsen. Ein wenig Angstschweiß direkt zu Beginn ist doch das Schönste, nicht wahr?
    Bedauerlicher Weise waren meine Planungen unzulänglich und bei ihrem Anblick war es auch mit der Piepsstimme vorbei, ein magischer Wind sorgte für eine Bartrasur und in voller Kraft riefen meine Stimmbänder freudig: „Hallo Guddy!“ Shit.
    Ich erspare euch Details der Ankunft in meinem bescheidenen Domizil, aber es ist anzumerken, dass es eurer Zeitzeugin natürlich an nichts mangelte. Ich hatte selbst für einen „Magic Fridge“ gesorgt, den 20 verschiedene Irische Biere und Cider säumten. Gaumenfreuden wurden zelebiert! *hicks*

    Die Magie des Blarney Stone

    BlarneyAuch als Stein der Sprachgewandheit bekannt und natürlich für Blogger, Videoenthusiasten und Möchtegernfaseler ein Muss. Die magischen Fähigkeiten des Permabrabbelns sind zu erlangen per Kuss. Die Legenden sagen, dass jene, die den Stein küssen, die Gabe des freien Sprechens erlangen sollen. Damit geht auch das Wort „Blarney“ einher, denn im englischen Raum steht dies für die Anwendung hohler Floskeln oder gar völlig sinnlosem Geschwafel. Ich küsse diesen Stein leider täglich. Wenigstens wird dieser desinfiziert und somit ist ein Lippenbazillus fast ausgeschlossen. Königin Elisabeth die Erste soll nebenbei genau diese Redewendung erfunden haben und da Guddy weitaus königlicher ist, konnte ich sie auch nicht davon abbringen….einen großen Abstand um die Kluft zu dem Stein zu halten. Sie hüpfte dann von dannen und ließ mich allein mit der Aufgabe zurück den Stein zu befriedigen.
    Blarney Castle, die Behausung des Steins, ist zudem von einem riesigen, von Menschenhand, angelegten Garten umgeben, es ist gespickt mit finsteren Höhlen, die es zu erkunden gilt und dank neuster Technik war die Dunkelheit auch leicht zu meistern. Zudem versprach uns ein Schild einen Pferdefriedhof und einen Seeweg. Leider fanden wir weder Pferde, noch deren tote Verwandte und der Seeweg war, wie schon etliche Seerouten zuvor mehr beschwerlich als ansehlich!
    Dennoch konnten wir den Gefahren des überfüllten Parks trotzen, entkamen Hexenhütten, Druidenzirkeln und Menschengewirr und konnten dank dem sonnigen Wetter auch alles genießen.

    Inchydoney Beach

    Strand CorkSand. Sand kommt überall hin. Ich finde ihn noch heute in meiner Wohnung. Ich beschuldige Guddy, weil sie das Werk eines jungen Kindes zerstörte, als sie mit Freude und einem Jauchzer der Glückseligkeit in eben dessen Sandburg sprang. Ich bau dir ein Schloss aus Sand…und zerstöre es.
    Nach dem Zerplatzen von Seifenblasen bahnten sich unsere, in der Sonne blitzenden, eingeölten Körper, unter den Seufzern des Erstaunens der anderen Strandbesucher, in das Wasser. Wie ein junger Gott tauchte ich ein…in das verfickt eiskalte Wasser von 14 Grad…vielleicht 15. Irische Sommertemperaturen halt.
    Unsere Astralkörper waren auch so ziemlich die Einzigen, die sich ohne Neoprenanzug in das kalte Nass wagten, um dann auch noch beinahe gegen die Klippen geschmettert zu werden. Ok, ich übertreibe. Eigentlich schwammen wir ganz gemächlich einer kleinen Klippe entgegen, als ein wild gestikulierender und pfeifender Bademeistergnom den Strand auf und ab hüpfte und uns zurückwinkte. Boah ey!
    Noch kurz wurden die restlichen Sonnenstrahlen an der wilden Küste genossen, dann Nektar und Ambrosia in Form Irischer Küche zu sich genommen und der Tag am Meer endete mit der Fahrt in den Sonnenuntergang. Lachend. Weil wir Sandburgen zerstört hatten. Und Kinderträume. Und Sand. Viel Sand.

    Der Untergang des Hauses Buttevant

    ruineMit Haus meine ich eine alte Abtei. So alt und in Ruinen, dass sie zugleich der Traum eines jeden Rollenspielers werden könnte und dabei so verlassen und abseits der Zivilisation, dass auch das Spielen jeglicher Rollen dort sofort möglich wäre. Allein, fern, so fern von städtischen Promenaden.
    Wir waren den ganzen Tag auf den die Irrungen und Wirrungen abgelegener Waldwege gewandert, um unser Ziel zu erreichen. Selbst mein Navigationssystem hatte den Ort einfach auf der Karte verschoben, obwohl ich die Koordinaten bei meinem vorherigen Besuch exakt gespeichert hatte. Ich vermute eine Verschwörung a la Event Horizon. Leider hatte bei uns allerdings die Raumfaltung zu keiner Verkürzung des Reisewegs geführt. Science sucks!
    Da die Abtei verlassen war, fanden wir uns auch in Einsamkeit wieder, ohne eine Spur von Roderich Usher. Dafür aber mit vielen alten Grabsteinen, bröckelndem Mauerwerk, Säulen auf denen wir uns säumten und Klettermöglichkeiten, eventuelle Absperrungen mit jugendlichem Leichtsinn und infantilem Charmé mißachtend.
    Die umliegenden Wälder und Fluß malten die Szenerie zudem noch mit einem so lieblichen Pinsel der Romantik, dass ich mich inmitten der wilden Gärten des Oberon auch erleichterte. Welch Gefühl der Freiheit mich umgab. Unbeschreiblich.

    Die Pubs – aka Suffe Junge!

    pubDie Iren beschreiben den Weg zum Arzt, zur nächsten Tankstelle, zur Polizei… kurz zu allem immer anhand von Pubs. Geh zu dem Pub, dann links, dann ist da jener Pub, da rechts und dann weiter an folgenden Pubs vorbei, bis du da bist. Oder betrunken. Wie ihr euch denken könnt, gibt es somit Myriaden von Pubs. Zur Weihnachtszeit feiern das die Iren auch mit Pubrunden. Mindestens 12 natürlich! Zwar ist die Zeit mit Guddy wie Weihnachten und Ostern zusammen, aber jeden Abend 12 Pubs zu durchsaufen wäre dann doch etwas viel gewesen.
    Wir haben uns aber etlichen Pubs mutig gestellt und unsere gestählten Bloggerbäuche mit güldenem, schwarzen, blauen und roten Hopfen gefüllt. Besonders erwähnenswerte Biere waren unter anderem: Blue Moon, Chieftain IPA, Galway Hooker, das traditionelle Guinness, Kilkenny Irish Red, Franciscan Well Rebel Red (ein Muss in der roten Rebellenstadt Cork) und Rogue Shakespeare Stout! Die Liste an Cider, der unseren nimmersatten Mäulern zum Opfer fiel ist mindestens genauso lang und um die Illusion aufrechtzuerhalten, dass wir beide total vernünftige Menschen sind, hüllen wir den Mantel des Schweigens darüber.
    Natürlich gab es wie immer in Irland fast überall Live Musik, von traditionellen Irischen Songs über die Schönheit des Galway Girls, Small Towns und dem Wild Rover zu Rock, Pop und Sachgeschichten. Da ist es schwer, nicht das Tanzbein zu schwingen. Aber wie anständige Deutsche, haben wir es oft nur bei eloquentem Tischtrommeln und Schunkeln belassen. Bier trinkt sich eben doch besser im Sitzen. Oder war es Stehen? Besser im Stehen einen Sitzen haben als umgekehrt! Sláinte

    Cliffs of Moher

    Cliffs of Moher“Wind. I think I’ll come to sin with all the heaty windy skin.” Leider hatten wir keine Bananenfischknochen dabei, dafür aber Wind im Gepäck. Wind war hier wirklich allgegenwärtig und so stark, dass es den ein oder anderen einfach so umgeworfen hat. Zwar war ich zunächst der festen Überzeugung, dass die Menschheit um mich lediglich durch meine Anwesenheit ins Taumeln geraten war, aber Guddy konnte mir den Größenwahn gewohnt schnell ausreden. Danke.
    Also, Wind! Die Küstenwinde sind gefährlich und dank ihnen Hüte oft entbehrlich. Stürmische Leidenschaften lassen sich hier oben allerdings leicht ausleben und selbst Kleidung wird hier schneller ausgezogen, als es dem ein oder anderen lieb ist. Zwar machen wir beide so oder so immer eine gute Figur, aber ab und an war es praktisch, sich an solides Mauerwerk zu pressen, um ein paar Fotos schießen zu können. Das Küstengebilde ist wahrlich malerisch, aber dank den strömenden Massen ein wenig überladen. Wie schon Dr. Manhatten bemerkte, lassen sich weder die natürliche, unberührte Schönheit des Mars, noch die der Irischen Klippen wirklich durch einen Supermarkt oder eine Snackbude verbessern. Auch nicht durch hunderte von Menschen. Sorry humans, sometimes you suck.

    Der Abschied

    CorkNehmt Abschied, Blogger, ungewiß ist alle Wiederkehr. So schien es uns an einem unheilsträchtigen Mittwoch, nachdem 2 Wochen viel zu schnell ins Land gestrichen waren. Nie kam mir eine Fahrt zum Flughafen so düster, melancholisch, tragisch  vor. Eines Shakespeare würdig. Liebend gerne hätte ich sie direkt hier behalten, aber da auch mein Weg mich zurück nach Bonn führt, ist die Wartezeit nicht lang und das Auryn ist wieder vereint.
    Denn auch wenn das alles hier in seiner Gänze unfaßbar scheint, so hat Guddy doch mein Herz im Sturm der Klippen erobert . Das stand für mich schon nach sehr kurzer Zeit fest. What a difference a day makes. 24 little hours, um genau zu sein. Die ersten 24. Und so ist es auch heute noch.
    Wißt ihr, ich liebe diese Frau, von der Traufe Deutschlands bis zum Regen Irlands. Und dieses Gefühl trage ich in mir… bereits seit 1996!

    Das Fazit

    kussEin Gentleman genießt und schweigt. Ich werde Guddy noch oft sehen, soviel steht fest. Und obwohl Irland ein gar mystischer Ort ist, Feen auf Tautropfen tanzen, Wasserfälle sich in glasklaren Kaskaden in ewiglich, frische Seen ergießen, man in immergrünen Wäldern des Pans Flöte spielen hört und Magie hier allgegenwärtig ist, konnte ich dem Zauber der Zeitzeugin nicht entkommen. Im Gegenteil. Sie ist zu meiner Unendlichen Geschichte geworden.
    Love, Peace – Namárië

    impericus

    Über Impericus 

    Grüße, ich bin der Marcus und vogelfreier Autor überall und nirgends. Weiterhin bin ich Hobby-Philantroph, Gamer, Geek, Leseratte und gehe religiös ins Gym. Immer zu Weihnachten! Zudem liebe ich unser Universum. Ich finde, es ist eines der Besten.
    Weiterführende Links: Nerd-Wiki

     

     


  2. 14. Juni 2016 | Veröffentlicht unter Offtopic, Real Life.

    [Offtopic] Im Schieferpark

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    Die letzten Tage kam ich dezent zu gar nichts. Mitschuld war der Tintenzirkel, seines Zeichens Forum für Fantasyautoren. 22 unerschrockene Mitglieder verbrachten ein Wochenende im Schieferpark inmitten des Thüringer Waldes.

    Zwischen dem 13. Jahrhundert und 1999 wurde dort im Staatsbruch Schiefer abgebaut; den zugehörigen Tagebau kann man heute noch erahnen und liegt teils als Ruinen im Walde, teils unter dem später angelegten Schiefersee verborgen. Heute ist der Staatsbruch ausgewiesenes Naturschutzgebiet und beherbergt einige Arten der Roten Liste wie beispielsweise den Uhu. Es ist ein wunderschön idyllischer, sehr interessanter Ort, an dem auch Führungen unternommen werden können, um sich näher mit der Schiefergewinnung auseinanderzusetzen.

    Wir hatten natürlich unheimlich viel Spaß, wurden großartig inspiriert und haben Unmengen an Fotos geschossen. Ein paar von denen möchte ich euch einfach mal zeigen – vielleicht bekommt der ein oder andere ja auch mal Lust, im Schieferpark herumzustreunen? :) Teilweise wurden sie von mir geschossen, teilweise von Franzi aka Jadeblüte, deren Beautyblog definitiv auch einen Blick wert ist!


  3. 27. Mai 2016 | Veröffentlicht unter Dreckiger Rest, Real Life.

    Unterwegs: Mario Kart – Turnier

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    Düsseldorf. Manchmal muss man eben Opfer bringen, schließlich geht es um ein Mario Kart – Turnier! Dieses wurde im Cube stilecht auf dem N64 bestritten. Selbstverständlich war ich vor Ort und da ich eine seriöse, gut vorbereitete Bloggerin bin, weiß ich auch noch genau, wie viele Teilnehmer wir waren. Zwischen 8 und 15 nämlich. Glaube ich.

    Die Kneipe in der Altstadt, in der auch der ein oder andere kleine Liveact und Poetry Slam stattfindet, ist von außen derart unscheinbar, dass ich bislang stets fröhlich daran vorbei gelaufen bin. Schade eigentlich, denn sie entpuppt sich als sehr angenehm-abgeranzte Location, die, wie sicher jeder Gast zugeben muss, eigentlich eher nach Köln passen würde denn nach Düsseldorf. Die spielbereite Runde ist überschaubar – eine Art Wohnzimmeratmosphäre entsteht, in der bereits nach einer kurzen Weile lautstark Peniswitze gerissen werden. Logisch. Ich war ja da. Die lockere Runde bildet die perfekte Voraussetzung für ein Turnier dieser Art!

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    Unter Umständen vielleicht könnte es eventuell sein, dass ich gar nicht wirklich über den Verlauf des Turnieres erzählen möchte. Ich bin eine Mario Kart Veteranin! Königin der heißen Reifen! Meisterin der Karts! Zumindest war ich das bis gestern. Höchstwahrscheinlich war das Cider schlecht oder ich vertrage einfach Altbier nicht so gut, aber ich bin selten so mies gefahren. Könnte auch an Peach liegen, die mir zugelost wurde. Dabei bin ich doch eine Yoshi-Spielerin! Unverschämtheit! Zugegebenermaßen war ich einfach nicht gut. Ich weine. Innerlich.

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    Verdient gewonnen hat dann in einem harten Battle-Stechen ein alter Abendschulkollege von mir, Dennis, der die 3l Astraflasche als Trophäe mit nach Hause nehmen durfte. Es waren spannende Kartkämpfe epischen Ausmaßes! Die Erde hat während des Spiels vor Großartigkeit gebebt und irgendwo in China ist deswegen ein Sack Reis umgefallen! Wirklich! Glaubt der Frau aus dem Internet.

    Der kleine Abstecher in die Altstadt hat sich definitiv gelohnt; es war ein lustiger Abend mit netten Leuten. Hatte viel zu lange kein Mario Kart gespielt! Falls ihr also in Düsseldorf wohnt und beim nächsten Event dieser Art noch nichts vorhabt, schadet es sicher nicht, dort auch mal vorbeizusehen.

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  4. 16. März 2016 | Veröffentlicht unter Dreckiger Rest, Real Life.

    Der Science Slam in Köln

    Von

    Nach der Düsseldorfer Nerd Nite zog es mich vergangene Woche mal wieder nach Köln. Dorthin, wo der sympathische – wenn auch nicht besonders großartige – Fußball wohnt und die Kneipen noch gute Stimmung verbreiten! Kurz: In meine erklärte Lieblingsstadt. Geblendet werden möchte ich davon jedoch nicht, schließlich hatte ich anderes vor. Wissensanhäufung in Kombination mit unterhaltsamen Slam, oder, wie es die Veranstalter ausdrücken: „Es wird bei uns wieder geslammt! Und zwar nicht Poetry sondern Science!

    Frohen Mutes schlenderten wir also gen Kölner Stadtbibliothek und waren kurz darauf schier schockiert über die unerhörte Pünktlichkeit der Kölner: Wir waren eine Dreiviertelstunde zu früh und doch waren bereits alle Sitzplätze belegt! Mysteriös.Ob das wirklich alles Kölner waren? Schade, dass das nicht in einem der Slams untersucht wurde.

    Kaum doch noch mit illustren Sitzplätzen ausgestattet, zeigte Moderator Andreas Maier sehr anschaulich, dass der Science Slam kaum etwas mit der Nerd Nite zu tun hat. Gleich zu Beginn entstand eine gewisse Lebhaftigkeit, die nicht allein durch die Moderation, sondern auch durch das Einbinden der Gäste erreicht wurde. Sei es, dass zwei, drei Zuschauer als Los-Feen oder Zeitstopper ernannt wurden oder die Allgemeinheit der Zuschauer später diskutierenderweise in kleinen Grüppchen Punkte an die Slammer verteilen sollten – die Stimmung lockerte sich von Minute zu Minute.

    Das Herzstück des Slams sind und waren natürlich die Slammer selbst, die möglichst informativ und kurzweilig, ihre jeweiligen Forschungsschwerpunkte innerhalb von maximal zehn Minuten vorstellten. Sechs Slammer an der Zahl, sechs unterschiedliche Themen zwischen Germanistik und Medizin.

    Der erste Slam über den Energieverbrauch von Häusern und deren Dämmung von Mehmet Aksözen vom Institut für Denkmalpflege und Bauforschung der ETH Zürich war da ein denkbar ungünstiger Start für mich, denn dieses Thema ist keines, das mich sofort vom Hocker haut. Da reissen auch die Pudelmützen, die er den Gebäuden innerhalb der Folien auf den klötzernen Kopf gesetzt hat, nicht viel. Von Slam zu Slam wurden die Themen jedoch ansprechender, interessanter oder schlichtweg informativer. Sehr gefreut habe ich mich über den Slam Ayaz Khans vom Forschungszentrum Jülich, der mich zurück an mein eigenes Dating mit der Radio-Carbon-Methode erinnert hat. Hach. Schöne Vorlesungszeit.

    Über die einzelnen Slams berichten möchte ich an dieser Stelle allerdings nicht. Warum? Ganz einfach: Die Stadtbibliothek Köln hat auf ihrem Channel bewegtes Bildmaterial bereitgestellt. Das sagt mehr als mein schnödes Getippe.

    Die „Playlist“:

    1. Mehmet Aksözen über Dämmung von Gebäuden
    2. Elina Khachatryan über experimentelle Ökonomie
    3. Jasmin Barman über Erythropoetische Protoporphyrie (EPP)
    4. Lorenz Adlung über die Berechnung von Tumorzellen
    5. Verena Romoth über Komposita

    Der Beitrag über das Radio-Carbon-Dating fehlt leider.

    Am Ende gewonnen mit 93 von 100 möglichen Punkten hat übrigens Slam Nummer 3 über Erythropoetische Protoporphyrie (EPP). Verdient, würde ich sagen, auch wenn ich Lorenz Adlung ganz knapp vorne gesehen hatte.

    Insgesamt war es ein sehr netter und kurzweiliger Abend, den ich gerne weiterempfehlen kann. Einige Slams waren wirklich informativ, die meisten sehr witzig und alle sehr sympathisch vorgetragen. Der nächste Kölner Science Slam findet im Juni statt. Karten sollten dabei vorbestellt werden, da die Karten beim letzten mal bereits vor dem Start ausverkauft waren. Um auf dem Laufenden zu bleiben abonniert am besten den Blog „geeks@cologne“, in dem die Termine angekündigt werden. Mehr Fotos und Kurzvorstellungen der einzelnen Slams dieses Abends gibt es in diesem Beitrag.

     


  5. 15. März 2016 | Veröffentlicht unter myself and I, Real Life.

    Meine Top 10 Obsessionen während der 90er

    Von

    Ich gestehe: 90er Jahre Partys sind meine nicht ganz so heimliche Passion. Die Musik war einfach so dermaßen schlecht und gleichzeitig so unverschämt tanzbar, dass es mich regelmäßig dorthin zieht. Außerdem waren die 90er an sich einfach großartig für mich. Hey, immerhin war ich da noch ein Kind! Schöne Zeit, denn den größten Teil meiner Freizeit verbrachte ich mit Freunden eingebuddelt in Actionfiguren, in Ponyhausen oder im Wald, um dort zu larpen. Gut, fügen wir da besser noch Anführungsstriche hinzu: „larpen“.

    So ist es nicht weiter verwunderlich, dass ich Thilos Ruf nun Folge leiste, der da hieß: „Und das allerbeste ist: Diesmal können viel mehr Leute bei der Blogparade [Meine Top 10 Obsessionen während der 90er] mitmachen! Ich zähle da z.B. auf Guddy, die da endlich auch auf der Welt war (ich hatte schon auf die Uhr geguckt!).“ Er selber hat natürlich ebenfalls seine zehn Obsessionen niedergeschrieben. Es wundert mich kaum, dass Baywatch auf seiner Liste steht, der alte Lustmolch! (Nicht, dass die Serie nicht auch versteckt auf meiner stehen würde, nein nein! Aber aus denkbar jugendfreieren Gründen!) Hier nun also without further ado meine zehn größten Obsessionen während der 90er!


    Teenage Mutant Ninja Turtles!

    Turtles

    Zu sagen, dass ich ein Fan der Turtles gewesen bin, wäre wohl stark untertrieben, denn mein Bruder und ich hatten alles: Die Actionfiguren, die Stickeralben, den Van, das Shreddermobil, die Videos, Kleidung, Karnevalskostüme, die Autogramme der Turtles… alles. Zu Karneval war ich mal als Leonardo unterwegs, mit meinem Bruder habe ich häufig mit den Figuren gespielt und die TV-Serie war ohnehin fest in unser Wochenende eingebaut. Man kann es mir aber auch gar nicht verübeln, denn die Turtles sind nun mal klasse! Und man konnte hervorragende Schlachten nachspielen, epische Duelle zwischen Shredder und Leonardo, rasante Fahrten auf Mondo Geckos Skateboard in der Badewanne…

    Hier kann man wirklich von Obsession sprechen, wobei sich die immerhin gehalten hat. In Teilen zumindest. Die Gründe sind natürlich simpel: Ninja und Schildkröten. Schildkröten und Ninjas. ‚Nuff said.

    Nintendo!

    CollageMein Bruder hat in seiner Kindheit drei Mal den Gameboy gewonnen. Drei Mal. Gut für mich, denn zwei davon habe ich bekommen! Einen als ich 5 oder 6 war und den anderen, nachdem mein erster auf mysteriöse Weise kaputt gegangen ist. (Hatte ich schon erwähnt, dass ich eine jähzornige Spielerin bin? War ich schon immer. Dumm nur, wenn man den Gameboy in Rage im wahrsten Sinne des Wortes an die Wand klatscht.) Zusätzlich hatten wir später noch einen NES. Und wir haben es geliebt! Dazu muss gesagt werden, dass das für uns auch eine Gemeinschaftsaktion war: Ob wir nun beim Nachbarsjungen am SNES zockten, uns über Taktiken austauschten oder gemeinsam Shredder (Selbstverfreiständlich besaßen wir auch sämtliche Videospiele der Turtles. Logisch.) vermöbelten – wir saßen nicht alleine im Keller! Nur manchmal.

    Mein Bruder war im Club Nintendo, ich durfte es damals glaube ich nicht, aber das müsste ich nochmal nachrecherchieren! Auf jeden Fall habe ich munter alles gezockt, was die Konsolen und die Spielesammlungen meiner Freunde so hergaben!

    Mein kleines Pony!

    90s0142Bevor es jemand vergisst: Ja, ich war auch schon damals ein Mädchen. Und ich hatte Ponys. Unendlich. Viele. Ponys. 231, um genau zu sein, wobei die allermeisten auf dem Flohmarkt erstanden wurden. Denn auch, wenn es hier gerade so scheint: Nö, Krösus waren wir nie, wir konnten nur gut haushalten! Also meine Mutter. Nicht ich. Ich habe jeden Pfennig für Ponys oder Turtles ausgegeben.

    Die Ponys also: Mein erstes Pony habe ich in Belgien gekauft, die ersten Episoden/Filme auch auf flämisch gesehen. Sie waren bunt, hatten Spaß und trotzdem gab es gar fürchterliche Gefahren im Ponyland! Das boshafte Smoze beispielsweise aus dem ganz fantastischen, ersten Film! Hach, toll. Mein Bruder hat übrigens auch damit gespielt. Sein „Avatar“ war ein rosa Kind-Flugpony, Stromer, während meiner ein dickes Kindpony war, Lars. Hach ja. All die Abenteuer.. und so…  Außerdem bekamen meine Ponys nach und nach Punkfrisuren. Schade, dass die Haare von Spielfiguren so selten nachwachsen…

    Star Wars und Star Trek!

    resizeÄh, ja. Ich tue es wirklich. Ich fasse beide Franchises zusammen. Ich Ketzerin! Angefangen hatte ich damals mit 7 oder 8 jedenfalls mit Star Trek, was ich heimlich über drei Ecken auf der Treppenstufe in einem Bild spiegelnd gesehen habe. Klingt kompliziert, war auf jeden Fall unpraktisch – gut, dass meine Mutter es bald herausgefunden hat und ich es fortan offiziell mitgucken durfte. Von Star Trek war und bin ich definitiv ein großer Fan und mit Sicherheit hat mich die Serie damals einige Dinge gelehrt: Über Rassismus, moralische und ethische Fragen, all das, was bei den Turtles und Ponys eher zu kurz gekommen ist. Sehr bald las ich auch ein paar der Bücher, ließ mir zu Weihnachten Figuren und eine Miniaturausgabe der Brücke schenken und war sehr zufrieden mit meiner Serienwahl! Damals fand ich Kirk übrigens noch furchtbar, mein Favourit war immer Mr. „Alles kommt aus Russland“ Chekov.

    Mit Star Wars kam ich etwas später in Berührung doch es fand sehr bald Einzug in meinen Freundeskreis! Mit Stöcken… Verzeihung: Lichtschwertern bewaffnet liefen wir johlend durch den Wald, in dem Fall meistens Endor, und erschufen unsere eigenen Geschichten. So, wie es sein muss! Denn ja, ich war oft draußen. Aber wenn man im Siebengebirge wohnt, wäre alles andere auch ein Verbrechen!

    Serien!

    serien

    Auch hier gilt: Es war eine Gruppenaktivität! Den Disneyclub – natürlich kennt ihr den auch noch! – habe ich immer mit meinem Bruder gesehen, die späteren Serien wie Mummys Alive, Baywatch oder Sea Quest gerne auch mit meiner Mutter oder einer Freundin. Und, natürlich, hatte ich von Mummys Alive auch ein oder zwei Actionfiguren… Leider war meine Spielphase zu dem Zeitpunkt aber schon vorbei, sodass sie im Regal verstaubt sind. Ruhet in Frieden.

    Am liebsten hatte ich Phantastikserien oder Disneyproduktionen, ganz egal, ob Real oder Zeichentrick. Viele dieser Serien wie Sliders oder Gargoyles mag ich noch heute, die meisten sind hervorragend gealtert. Jedenfalls: Einmal Serienjunky, immer Serienjunky.

    Als die Tiere den Wald verließen!

    als-die-tiere-den-wald-verliessenStreng genommen ist das natürlich auch eine Serie, doch diese war besonders: Ich hatte ein Abo der Zeitschrift, ich habe Fan Fictions geschrieben und die Bücher gelesen, auf denen die Serie basiert. Alles davon besitze ich auch heute noch.

    Die Charaktere, die Storyline… es war perfekt für mich. Die Vertreibung aus der Heimat und die Flucht in ein hoffentlich besseres leben, das sich als doch nicht hundertprozentig rosig herausstellt und in dem Fremdenfeindlichkeit herrscht, ist davon abgesehen auch heute und in der Realität aktuell.

    Auf jeden Fall habe ich viele kreative Stunden mit den Tieren aus dem Talerwald verbracht, habe über die Zeitschriften viel über die Umwelt, Tiere und den Schutz jener gelernt und würde diese Serie nur jedem Kind empfehlen!

    Jurassic Park!

    JurassicDinos sind großartig! Kennt ihr noch die Spielzeugfiguren von Jurassic Park? Dem Triceratops konnte man ein Fleischstück aus der Flanke reissen, bestenfalls natürlich mit Hilfe des mit riesigen Zähnen bestückten T-Rex! Hach, Jurassic Park war wunderbar, ebenso das Dinosauriermagazin, das auch in der Zeit erschienen ist. Dinomania eben, auf der mein Bruder und ich fröhlich mitritten. Doch auch das war lehrreich, noch immer kenne ich die meisten Namen der Dinosaurier! Bert, Horst, Helga..

    Jurassic Park 2 habe ich im Kino gesehen und mich fast zu Tode gefürchtet! Es hat aber auch genau die Dinge kombiniert, die ich liebte: Wälder und Dinosaurier. Und einen Darsteller, der aussah wie Wolfgang Hohlbein. Das waren tolle Zeiten, wo einen noch solche Filme aus der Ruhe bringen konnten…

    DSA!

    char-014-750x391Mitte der 90er hielt es auch endlich in mein Kinderzimmer Einzug: Das Rollenspiel. begonnen hatte ich mit Star Wars, doch war ich nur äußerst kurz in dieser Runde, die schließlich meinem Bruder und seinen Freunden gehörte, für die ich viel zu jung und weiblich war. Schnell ging ich also zu DSA über. Eine Gruppe war schnell gefunden und fortan verbrachten wir unendlich viele Nachmittage nach der Schule in Aventurien. Wir dachten uns ewige Hintergrundgeschichten aus, schlugen wildeste Schlachten und erlebten abstruseste Abenteuer!

    Hach, was waren wir jung und unbedarft! Plausibilität? Authentizität? Logik? Pah, brauchten wir alles nicht! Wir schlachteten uns durch die Horden, verkauften meinen Krieger an die Sklaverei, aus der er sich locker wieder heraus kämpfte (Alles für die Dukaten!) und erfreuten uns an den regnenden Abenteuerpunkten!

    Elfquest!

    elfquest-029-750x383Nach dem Lustigen taschenbuch, Asterix und Lucky Luke die erste „richtige“ Comicreihe, die ich voller Enthusiasmus gesammelt habe und es noch immer mache. Das Cover der ersten, deutschen Ausgabe der „Neuen Abenteuer aus der Elfenwelt“ sprang mit im Kiosk direkt ins Auge und wenig später in die Einkaufstüte! Es folgten Monate der Comicliebe, die sich auch in Seattle fortsetzte, wo meine Familie einen ganzen Sommer lang Urlaub machte. Ich fand Atemberaubendes heraus: Es gab noch viel mehr davon! Elfquest hat eine lange Historie! Dort, im Comicladen, brach ich vor stiller Freude fast zusammen. Meine Mutter übrigens auch, deren Konto ein wenig leichter wurde. Immerhin, so meine strategisch quengelnde Begründung: Ich könne damit Englisch lernen! Naja. Zumindest ein ganz kleines bisschen hat das funktioniert.

    Und sonst so!

    An dieser Stelle kann ich mich nicht für den 10. Punkt entscheiden. Bücher? Wolfgang Hohlbein, der meine ersten Fantasyjahre prägten wie kein anderer? Batman, dessen Nippel mir noch lange im Gedächtnis geblieben sind? Die drei ???, die mir zum Einschlafen verholfen haben und es noch immer täten, würde ich zu viel Geld übrig haben um mir die CDs zu kaufen? Zelda im Allgemeinen, schließlich habe ich es ohne Ende gesuchtet? Videospiele, aber die habe ich ja schon so halb mit Nintendo abgedeckt? Ach, ich weiß es nicht. Ich war ein Kind, das sich für einiges hat begeistern können.

    Und eigentlich hat sich daran nichts geändert.


  6. 29. Januar 2016 | Veröffentlicht unter Dreckiger Rest, Real Life.

    Nerd Nite – Bier und Batman in Bilk

    Von

     

    Treffen sich ein Psychologe, ein Windturbinenspezialist, ein Feedbackjunkie und ein Batman-Geek… Was beginnt wie ein etwas zu lang geratener Flachwitz entpuppt sich als kleines Event im Herzen von Düsseldorf vermutlich von und definitiv für Nerds und Geeks.

    Einsam und alleine kam ich also am gestrigen Abend in Bilk an. Was ich wusste: Vier Nerds werden dort jeweils einen hoffentlich leidenschaftlichen Vortrag über ihr liebstes Thema halten. Um die wahrhaftige Identität Batmans sollte es gehen, um mein ehemaliges Studienfach Archäologie und um druckbare Windkraftanlagen für jedermann. Alles klar, dachte ich mir, folge ich also den – natürlich und ausschließlich, schließlich leben wir hier im Land der Klischees! – nerdbebrillten Fußgängern, die mir hoffentlich den Weg durch die mir feindlich gesinnte Stadt zeigen würden. Kaum im Boui Boui Bilk angekommen, bot sich mir ein freudiges Bild: Es gab Bier. Gut, eher: „Bier“, denn Kölsch fand der geneigte Biergenießer hier natürlich nicht. Die kleine Halle, frisch bestuhlt und von offenbar freudig erregten Menschen beseelt, gab den Blick auf die niedliche Bühne frei, auf der sich die vier Helden der Redekunst bald einfinden würden. Bühne frei für Rainer Stoff, der als Moderator durch den Abend führte und später den ein oder anderen spitzen Kommentar losließ. Noch jedoch zeigte er sich handzahm und präsentierte charmant den ersten Redner: Holger Prang.

    Dieser bricht das ohnehin bereits sehr dünne Eis mit unterhaltsamen Anekdoten seiner Jugend: Damals, als er in der Schule noch ein äußerst instabiles Windkraftanlägchen erstellt hatte, das man nicht nur ohne Unterlass festhalten musste, sondern sich auch im Kern als sehr widerspenstig herausstellte. Der mutige Herr Holger jedoch ließ sich nicht beirren und kann heute auf ein sehr spannendes, nützliches Projekt aufmerksam machen, nämlich auf den Airfling. Eine nahezu handliche Windturbine, die in der Herstellung erstaunlich wenig kostet und genau das auch als Ziel anbringt, schließlich soll es nicht nur strom erzeugen, sondern auch für Jedermann erschwinglich sein. Es gilt, Strom zu fernen Ländern zu bringen, dorthin, wo man ihn dringend benötigt. Darüberhinaus ist es mit dem 3D-Drucker ausdruckbar, der Download steht jederzeit kostenlos zur Verfügung. Spezialisten unter euch, die dem Prozess beiwohnen und ein wenig helfen wollen? 

    Kaum hatte ich mich an das Technische gewöhnt, wurde die erste Pause eingeläutet. Zwischen den einzelnen Vorträgen wird man dazu angeleitet, doch mit dem Moderator zu kickern, noch ein bisschen am Bierchen zu nippen oder sich auszutauschen. Sehr gerne, denn alleine macht das alles ja weniger Spaß! Ein Gesprächspartner wurde schnell gefunden, doch zu diesem später mehr.

    Nerd Nite Benjamin

    Benjamin Pieck, seines Zeichens Psychologe, plauderte über Selbst- und Fremdwahrnehmung, über illusionen und die Macht des Kaugummikauens und das derart unterhaltsam, dass ich fast aufgesprungen wäre, um mich für Psychologie einzuschreiben. Nach seinem Vortrag hätte er eigentlich mit dem Archäologen abklatschen müssen, leider wurde dieser jedoch relativ spontan durch Dirk Löffelbein ersetzt. Aber warum auch nicht, schließlich ist Kritik und Feedback, dessen er sich verschrieben hat, auch ein interessantes Gebiet. Zwar ist es keines, das ich unbedingt als „Nerd- oder Geekthema“ beschreiben würde, aber immerhin ist es eines, mit dem jeder in Berührung kommt.

    Auf das letzte Thema „Batman ist die wirkliche Identität und Bruce Wayne das Alter Ego“ freute ich mich persönlich sehr und war auch gar entzückt vom ersten Auftritt Yasemin Dingils, die mit ihrer Jokerjacke ein wirklich sehr schönes Bild abgab. Doch leider verzettelte sie sich im Laufe ihres Vortrages, der sich letztlich um ihre Fanliebe zu Batman drehte und eher wenig Tiefgang und dafür ein paar Fehlerchen bot. Dass Rainer in der Rolle des Moderators leider auch eher ihre deutlich spürbare Aufregung schürte und noch einen drauf setzte, indem er sie – meinem Empfinden nach – teilweise sogar bloßstellte, war da auch nicht gerade förderlich. Die Unruhe im Publikum war Feedback genug.Nerd Nite Yasemin

    Anhand des letzten Auftrittes merkte man sehr gut, dass hier nicht nur Profis auf der Bühne stehen. Gerade diesen Umstand finde ich sehr interessant und sympathisch, schließlich geht es um Leidenschaften, um Themen, die einen bewegen, um das vor Liebe schier berstende Nerdherz. Alle vier Vorträge fand ich auf ihre Art und Weise spannend und unterhaltsam, sodass ich mich sehr auf das nächste Mal freue: Voraussichtlich am 10. MärzNicht jedes Thema mag zunächst interessant erschienen, doch ist es die Vielfalt und der Blick auf von einem selber stiefmütterlich behandelte Themen, die den Horizont erweitern. Für die kommende Veranstaltung stehen die Themen noch nicht fest. Vielleicht traue ich mich ja selber, mich mit einem Thema zu bewerben. Derer gibt es schließlich genug!

    An dieser Stelle ein kurzer Exkurs zu dem netten Kerl, der mich aus meiner Einsamkeit erlöste und insbesondere auf das Projekt, das er nebenbei unterstützt: Viva con Agua. Diese gemeinnützige Organisation, die sich für den weltweiten Zugang zu sauberem Trinkwasser einsetzt, dafür Spenden sammelt und selber aktiv wird. Das werde ich mir definitiv auch nochmal näher ansehen.

    Die Nerd Nite war ein sehr lustiger Abend, den ich gerne wiederholen werde. Solltet ihr also bei einem der nächsten Termine zufällig im Lande sein, trifft man sich eventuell dort!

     

    Facebook | Website | Preis: 6€AK, 5€VK | Einlass: 19 Uhr | Beginn: 20 Uhr


  7. 2. September 2015 | Veröffentlicht unter Offtopic, Real Life.

    Picture my Day

    Von

    Aus Traditionsgründen mache ich wieder beim PMD, dem Picture my Day mit – und das, obwohl das geekigste, das am gestrigen Tage bei mir zugegen war, mein Hakuna Matata-Shirt war. Und das zählt wohl nur unter kleinen Mädchen als „geekig“. Nichtsdestotrotz wage ich hier einen Ausflug ins Offtopic und habe einen Tag lang ein wenig gefilmt.

    Yay, voll krass Urlaub so!

    Ein wenig schade finde ich es wirklich, dass meine Freunde keinen Deut internetaffin sind und/oder keinesfalls im Netz auftauchen wollen. So gesichtslos wirkt das alles sehr kühl, finde ich. Ist es aber nicht! Wir haben hier großartig entspannte und lustige Tage! ;D

    Achso: Ich hätte natürlich noch fancy Gutelaune-Mukke hinzufügen können, aber ehrlich gesagt wäre mir das gerade a) zu viel Aufwand und b) fände ich das kacke und verfälschend, also unpassend für den pmd.


  8. 29. August 2015 | Veröffentlicht unter Offtopic, Real Life.

    Tschüss.

    Von

    Ich bin so dermaßen urlaubsreif, das glaubt ihr gar nicht! Daher melde ich mich nun auch ab und fliege mit einer Handvoll Freunden nach Spanien. Dort wartet ergeben unsere traditionelle Finca auf uns, die so einsam in den Bergen liegt, dass wir von einer Zombiekalypse erst viel zu spät etwas merken würden. Nämlich dann, wenn der erste Zombie bluttrunken in unseren Pool platscht. Immerhin wird er dort Dank Chlor gut desinfiziert werden.

    In dieser Zeit werde ich euch dreisterweise einfach vergessen und vermutlich weder auf Facebook, noch Twitter oder hier auf dem Blog abhängen.Es sei denn, ich poste neidisch machende Urlaubsfotos. Logisch! Ein paar Artikelchen habe ich vorgeschrieben, damit der Blog nicht so ungepflegt aussieht, aber es ist sehr wahrscheinlich, dass ich statt auf Kommentare zu reagieren gerade mit den Füße im Wasser an einem kühlen San Miguel nuckel oder mich mit meinen Freunden in der Disziplin „Wer kann am faulsten in der Sonne liegen“ messe.

    Dass ihr mir hier ja keine Blogabrissparty veranstaltet! Adieu, man liest sich!

    PS: Wir haben für unsere Katze einen Katzensitter engagiert, der in unserer Wohnung haust und diese auch vor etwaigen Einbrechern schützt. Referenzen: Wacken seit 2001, Siege bei Diskussionsduellen mit dem Schwiegervater: 95%, Dark Souls durchgespielt: 3x und Sieger des Mortal Kombats seit des 15. Lebensjahres. Und das waren nur die Referenzen unserer Katze. Ihr wollt die des Katzensitters nicht sehen!


  9. 24. März 2015 | Veröffentlicht unter Offtopic, Real Life.

    Help Danny get back

    Von

    Dein Haus brennt ab, die Flammen nehmen alles mit, was nicht gerade am Leib getragen wird. DVDs, Kleidung, den kompletten Hausrat, aber was fast noch schlimmer ist: Persönliche Gegenstände, Dinge, an denen Erinnerungen hängen. Deine halbe Existenz. Ein beschissenes Szenario.

    Und genau das ist Danny aka Eyjay passiert, der am Samstagmorgen aus dem Bett gerissen wurde und Stunden später vor den Trümmern seiner Existenz steht.

    Eyjay ist mir als Youtuber und Twittermensch bekannt, aber auch so „müssen Gamer zusammenhalten“. Und genau das passiert gerade. Unter dem Hashtag  ist die Anteilnahme glücklicherweise groß. Von Freunden wurde eine Website eingerichtet, die über alles Nähere informiert und auch einige Spendenmöglichkeiten nennt. Eyjay selber meldet sich ebenfalls in einem Video zu Wort:

    Gebraucht wird momentan: Alles. Hausrat, Kleinkram, Socken, Essen. Unterstützt werden kann Eyjay durch Sachspenden, das Teilen der Links und somit Aufmerksamkeit, natürlich durch Geld und auch moralische Unterstützung ist sicher nicht verkehrt!

    Ich ärgere mich gerade maßlos, dass wir die meisten Dinge, die wir aufgrund unseres bevorstehenden Umzugs aussortiert haben, bereits entsorgt haben. Maßlos! Aber ich werde auf jeden Fall ein paar Dinge spenden. Denn in so eine Situation kann jeder von uns kommen und jeder wäre dann über Hilfe dankbar.

    Update: Ich verwalte die Liste der Sachspenden. Wenn ihr also was entbehren könnt, meldet euch bei mir, ich trage es in die Liste ein. Die Liste findet ihr hier.

    #supportourbro!


  10. 30. September 2014 | Veröffentlicht unter Offtopic, Real Life.

    Impressionen Spanien

    Von

    Ehrlich, es ist unerwartet hart, nach einem zweiwöchigen Urlaub zurück in der Realität anzukommen inklusive Bloggen, Youtuben, Schreiben und was man nicht sonst so alles für kreative Hobbys hat.

    Wir kamen zu sechst in der Finca der Eltern eines von uns unter, mitten in einem kaum besiedelten Gebirge, durch das der Ziegenhirte samt Ziegenschar streift und ab und zu auf Füchse oder Kojoten schießt. Das gemeinsame Frühstück fand stets irgendwann zwischen 8 und 11 statt, das Abendessen gegen 21 Uhr und ging lange. Sehr lange. Und es war immer verdammt geil. Wir haben Wale gesehen, gefaulenzt, im Pool gebadet, sind durch Städte gestreunt und wenn ich mal etwas geschrieben habe, dann für den Roman, an dem ich arbeite.

    News gingen komplett an mir vorbei und gezockt habe ich nur einmal kurz Solitair (Kein Spaß. Auf dem Hinflug.). Nein, ich bin keine Reisereporterin und für einen guten Reisebericht müsste ich jetzt zu viel recherchieren. Doch wenn ihr in Spanien seid, dann lasst die Touristikgegenden einfach mal links liegen. Geht nur für ein paar Ausflüge zu bestimmten Zielen: Den Lobo Park, zum Wale Watching mit der Stiftung firmm oder zur alten römischen Stadt Baelo Claudia etwa.

    Für den Rest lasse ich einfach ein paar Fotos hier. Und beisse mich jetzt weiter durch The Walking Dead! Zumindest hat mich das Internet jetzt wieder ;)


    Palme3
    möweorangenfischpalmen palmsonntag poolterasse schiffe sonne sonnenuntergang strand strasse straße strasse1Trauben übersicht waawn wal walemeer wasser Wein ziegenwale
    Aussicht Blätter Blume dach dächer essen Gasse gasse2 Gläser graffiti Gruppe haus häuserhorizontHimmel häuser2 häuser3 himel


  11. 23. September 2014 | Veröffentlicht unter Offtopic, Real Life.

    Fernweh und die Nörgelei von uns Deutschen

    Von

    (Artikelbild von Felix Starck) Gerade bin ich zugegebenermaßen wesentlich mehr in Urlaubs-, denn Geekstimmung. Ich sitze hier mit selbstgemachter Tapas mitten im kaum besiedelten, spanischen Gebirge mit Blick aufs Mittelmeer und schlürfe an einem spanischen Bier, während mir die Sonne ins Gesicht scheint. Daher verzeiht mir dieses themenfremde Geplauder.

    Nun fiel mir ein Artikel auf Spiegel Online ins Auge. Im Interview: Felix Starck, 24, der innerhalb von 356 Tagen rund 18.000 Kilometer zurück gelegt und 22 Länder bereist hat. Auf dem Fahrrad. Er ist untrainiert gestartet, zunächst mit einem Bekannten als Reisebegleitung, der jedoch nach ein paar Wochen das Handtuch schmiss. Starck litt zwischendurch an einer Lungenentzündung und wurde in Kambodscha von Polizisten ausgeraubt, doch hat im Rückblick primär Positives zu berichten. Von Menschen, die trotz dessen, dass sie nichts haben, mehr Lebensfreude auszustrahlen scheinen als ein Mitteleuropäer, der bereits darüber jammert, dass seine Komposit-Zahnfüllung 30, statt 20€ kostet. Von faszinierenden Landschaften, die sich fremd vor den eigenen Blicken ausbreiten und sich ins Gedächtnis graben. Von dem, was bleibt: Wertschätzung für Kleinigkeiten, Bekannte, das Leben.

    Loszuziehen mit wenig Hab und Gut, mit nichts außer Erwartungen, Hoffnungen und kleinen Ängsten in der Zukunft und zweifelnden Freunden und Familienmitgliedern, erfordert Mut. Hinaus ins Abenteuer zu fahren, das inmitten unserer minutiös geplanten, durchgestylten Ordnung so abstrakt wirkt.

    Doch zurück zu den zweifelnden Menschen.

    Das war ja eher eine Flugreise um die Welt, mit ein paar Kilometern radfahren. Aber unter „Weltreise mit Fahrrad“ verstehe ich eigentlich etwas anderes (guckst du hier: http://www.heinzstucke.com/.) Werde demnächst mal um die Welt fliegen, dreimal umsteigen und jeweils vorm Flughafen Tretroller fahren….Schreibt Spiegel online dann auch einen Bericht über mich: Weltreise mit dem Tretroller? (via Facebook, Wolf Hi)

    Ähnliche Kommentare findet man unter solchen Unternehmungen natürlich en masse. Da wird mit Menschen verglichen, die sportlich, intellektuell oder moralisch Besseres geleistet haben. Auf Details werden hingewiesen, die jedoch innerhalb Starcks Ausführungen keine Bedeutung hatten. Dem einen ist Starck zu schwach, da er immerhin den Luxus eines Kapitals hatte. Dem anderen ist Starck zu heuchlerisch, da er die Weltmeere nicht mit dem Fahrrad durchfahren hat. Manch anderem ist der Umstand suspekt, dass Starck in Sachen Kamera und Filmen derart professionell an die Sache heran gegangen ist und daraus Profit schlagen möchte. Fakt ist: Alles wird zerredet, schlecht geredet, zu Tode genörgelt. Man selber hätte es in der eigenen Fantasie natürlich auch sowieso besser gemacht!

    Dabei wird vergessen, dass das Leben kein Wettbewerb ist. Starck hatte wohl nie die Intention, der beste Radfahrer oder härteste Weltenumsegler der Welt zu werden. Er hat nur seinen Traum gelebt. Das, was er geleistet hat, verdient meinen Respekt. Traue ich mich das? Nein. Ich würde gerne, doch ist meine Ausrede stets, dass ich als Frau eher nicht alleine um die Welt reisen sollte. Was zum Teil wohl auch stimmt. Gleichzeitig sehe ich natürlich die langen Gesichter von Freunden und Familie, die mir sagen, dass das Stuss sei. Sie würden mich belächeln. Ob ich nicht an die Entbehrungen gedacht hätte, die Anstrengungen, dass ich mir denn nicht bewusst sei, dass es dort kein Internetz gäbe? Außerdem: Viel zu gefährlich, viel zu blauäugig, viel zu… ja, was überhaupt? Nicht modern, nicht spießig genug? Nicht gleichgeschaltet genug? Gibt es keinen Platz mehr für Träumer, Reisende, Blauäugige? Muss jeder das gleiche, behütete, kluge Leben führen? Ich war nie normal und werde es nie sein. Wann wird es zu spät sein, Abenteuer zu erleben? Die Welt ist an vielen Stellen bereits erschlossen, durchgeplant, strukturiert. Und ich? Ich werde im nächsten Jahr 30. Und ich weiß genau, dass ich für ein normales Leben nicht geschaffen bin und es nie war. Mein Lebenslauf ist jetzt schon fragmentiert wie die archäologischen Fundstücke bei World of Warcraft.

    Vielleicht werde ich Ähnliches irgendwann doch noch wagen. Nach meinem Studium, wenn ich bereits Erfahrungen mit mehr als nur außertouristischen, fernen Ländern gesammelt habe? Immerhin sind die Ausgrabungen selten mitten im Touristikstrand anzusiedeln.

    Definitiv merke ich immer mehr, dass es für mich irgendwann wirklich Zeit wird, auszubrechen. Artikel wie obiger und natürlich auch Reiseberichte von Cook und ähnlichen, großartigen Menschen inspirieren. Deutschland darf weiter nörgeln, solange die Nischen nicht aggressiv „sauber gefegt“ werden und man noch Träume leben darf, so abstrus, sinnlos oder dumm sie auch erscheinen mögen.

    Hier geht’s zu Felix Starcks Website | hier zu der Facebook-Fanpage


  12. 13. September 2014 | Veröffentlicht unter Offtopic, Real Life.

    Hasta la vista

    Von

    Hinaus ins Land der Tapas und obskuren Horrorfilme! Letztes Mal waren wir zu viert (ja, wir haben da so eine personal finca ;) Traditionsurlaub mit Freunden, hier Fotos des letzten), dieses Mal haben wir ein Gruppen-Add On bekommen und fliegen in einer Sechsergruppe in die Wildnis Spaniens. Am Montag geht’s los, ab morgen Abend rotten wir uns bereits schon in Düsseldorf zusammen. Ich freue mich auf Sonne, Entspannung, eine archäologische Reise und viel spanisches Bier!

    Bis dahin werde ich nur mit dem Handy sporadisch online sein, um neidisch machende Fotos auf Instagram oder Facebook zu posten. Blogbeiträge habe ich ein paar vorgeschrieben und wenn alles klappt, werden sie auch online gehen. Sobald ich meine Kamera wieder zum Laufen bekomme (ich hoffe auf morgen) kommt auch noch der Beitrag zum Fantastic Store. Nur Kommentare schreiben, auf Mails antworten oder in den Social Medias aktiv sein werde ich nicht. Nur für den Fall, dass man mir dann Ignoranz unterstellen sollte. Ok, ignorant bin ich zugegebenermaßen auch. Aber ich habe immerhin einen guten Grund!

    Macht’s gut, schickt mir Links zu spannenden, wichtigen Themen, damit ich in der Geekwelt nichts verpasse und später nachholen kann ;D


  13. 16. Mai 2014 | Veröffentlicht unter Offtopic, Real Life.

    „Helden für Herzen“

    Von

    Manchmal sind es die kleinen Gesten, die es schaffen, Freude und Hoffnung zu verbreiten. Ein Spidermandouble beim Dreh zu The Amazing Spider-Man 2 etwa, das sich ein paar Minuten Zeit für einen Fan nimmt oder Fensterputzer, die in Gestalt von Comichelden die Fenster eines Kinderkrankenhauses reinigen. Oder gleich eine ganze Stadt, die sich für das „Batkid“ stark macht.

    Für Kevin Specht Inspiration genug, um selber etwas ganz ähnliches auf die Beine zu stellen. Gemeinsam mit seiner rechten Hand Florian Saamen möchte er sich nun für schwer kranke und körperlich, sowie geistig benachteiligte Kinder stark machen. Eltern und Institutionen soll die Möglichkeit gegeben werden, nach Helden (=ehrenamtlich arbeitenden Cosplayern) zu rufen, die die Kinder besuchen und ihnen ein Lächeln auf das Gesicht zaubern. Seine Organisation „Helden für Herzen“ steckt zwar selbst noch in den Kinderschuhen, doch bin ich mir sicher, dass mit etwas mehr Reichweite und Unterstützung aus Kinderschuhen echte Hulktreter werden könnten.

    Momentan werden vor allen Dingen Cosplayer gesucht, die auf ehernamtlicher Basis bereit sind, nicht Geld, sondern Zeit und Herzblut zu spenden, indem sie die Kinder besuchen. Wenn ihr Cosplayer seid (oder welche kennt) und euch vorstellen könnt, dort mitzuwirken oder euch einfach nur informieren möchtet, könnt ihr in der entsprechenden FB-Gruppe vorbeischauen. Gleichzeitig wird es demnächst auch die Möglichkeit geben, zu spenden, wobei diese Spenden ausschließlich für Fahrtkosten der Helden verwendet oder bei etwaigem Überschuss an Kinderhilfsorganisationen weitergespendet werden.

    Spread the word!

    Facebook | Website | Twitter


  14. 6. Mai 2014 | Veröffentlicht unter Offtopic, Real Life.

    Mein erstes Mal: Gast bei einem Poetry Slam

    Von

    Mit Bühnenprogrammen habe ich es eigentlich nicht so; kein Wunder also, dass ich bis vor wenigen Wochen Stand Up Comedy nicht von Kabarett oder Poetry Slam unterscheiden konnte. Ich war ja schon froh, zu wissen, dass das vom klassischen Theater abzugrenzen ist. Nun hatte mich jedoch der werte Herr Grashoff eingeladen, beim Nerd Slam in Wuppertal dabei zu sein und da ich von Natur aus ein devotes (und sich selbst zumeist in ironischer Form beschreibendes)Wesen bin, folgte ich dieser Einladung natürlich prompt.

    Vor einigen Wochen stand ich also – nach einer gar schröcklichen Odyssee durch das sich labyrinthartig erstreckende Wuppertal –  einsam und allein inmitten slamhungriger Nerdleiber, die sich im Eingangsbereich Der Börse zusammengefunden hatten, um sich die Wartezeit mit dem dargebotenen Bier zu verkürzen. Von dem Mann vor mir in der zügig abgearbeiteten Schlange erfuhr ich, dass Jan-Philipp Zymny eine kaum zu toppende Slamsau sei, heute aber leider nicht beiwohnen könne. Das sei allerdings andererseits gut für die anderen Slammer, da sie so auch Chancen auf den Preis hätten. Moment, Preis?

    Anders als in vielen anderen Bereichen stehen die „Poeten“ in einem lockeren Wettstreit miteinander, wobei das Publikum als Jury fungiert und somit eine wesentlich aktivere Rolle einnimmt als bei den klassischen Bühnenprogrammen, bei denen man lediglich als Konsument auftritt. Auch lautstarke Ermutigungen, Zwischen- und Schmährufe seien durchaus erwünscht. Ich hoffte nicht, dass ich letztere beim Slam erleben würde.


  15. 16. November 2013 | Veröffentlicht unter Offtopic, Real Life.

    Krebskrankes Kind rettet San Francisco – als Batkid

    Von

    Ja, es ist bereits jetzt in aller Munde, aber das kann ich einfach auch hier nicht unerwähnt lassen! Der 5-jährige Miles Scott leidet in Remission an Leukämie. Sein größter Wunsch: einmal Batman sein. Die Make-A-Wish-Stiftung nahm sich dieses Wunsches an und schaffte es Dank des viralen Internets, die halbe Stadt San Francisco in ihre Pläne einzubinden, um Miles‘ Wunsch in epischer Breite zu erfüllen.


  16. 8. November 2013 | Veröffentlicht unter Real Life.

    Ein Fantasyspiele-Pub in Bonn könnte Wirklichkeit werden

    Von

    Astrid und Kay haben eine Vision, die durch Crowdfunding unterstützt werden will: ein Fantasy-Pub mitten im Herzen von Bonn.“Bonn? Aber das ist mir viel zu weit weg!“ Lies trotzdem weiter, bevor du es nachher noch bereuen wirst!

    Es soll eine Kneipe werden , in der man nicht nur diverse besondere und genretypische Alkoholika wie Rauchbier und Gewürzweine trinken und entsprechende Feste feiern, sondern auch in geselliger, feuchtfröhlicher Runde ein Rollen-, Gesellschafts-, oder Tabletopspiel zocken kann. Ein Ort, an dem man als „alter Hase“ nicht nur unter Seinesgleichen sein darf, sondern auch als „frische Neugierige“ nicht ausgeschlossen wird.

    kkukKurz: es geht um gutes Bier und eine ungezwungene Geekatmosphäre in urigem Ambiente, die ich verdammt nochmal sehen und erleben will! Dabei haben die beiden tief im Genre verwurzelten Initiatoren weit mehr als nur eine fixe „We should buy a bar!“ – Idee. Der Businessplan steht in epischer Breite parat, es wurden bereits einige Kontakte zu diversen Verlagen und Fantasyinstitutionen geknüpft und Elan und Eifer sind spürbar, wenn man sich mit den beiden sympathischen Gestalten unterhält.


  17. 18. Juli 2012 | Veröffentlicht unter Offtopic, Real Life.

    A girl walks into a comic book shop and … nothing happens.

    Von

    Videos wie dieses und allerlei herumgesprochene Klischees legen den Verdacht nahe, dass man es als Frau im Geekdom nicht leicht hat:  ständig wird man von männlichen Geeks angestarrt und auf die sexuelle Komponente reduziert. Manches Mädchen traut sich kaum mehr in örtliche Comicläden, mindestens jedoch regt sie sich über die Aufmerksamkeit auf, wie aus den Kommentardiskussionen dieses Artikels deutlich wird. Männer sind doch eh alle gleich und weibliche Nerds eine total seltene und anstarrenswürdige Angelegenheit.

    … Entweder, ich bin ziemlich hässlich, sehe aus wie ein Mann oder beides zusammen, aber solche Zustände waren mir noch nie aufgefallen.  Natürlich: wenn man einen Raum betritt, wird man nicht selten kurz angesehen und/oder angelächelt. Man will schließlich wissen, wer eintritt und obendrein auch noch höflich sein – was das speziell mit Comicbuchläden zu tun haben soll, erschloss sich mir nicht so ganz.

    Also beschloss ich bei meinem letzten Stadtbesuch, einmal aufmerksamer zu sein! Vielleicht übersehe ich die panischen Blicke meiner Mitkunden ja auch einfach nur. Oder meine Ohren sind zu schlecht, als dass ich hören würde, dass hinter mir jemand „Ein Mädchen.. ein Mädchen… ein Mädchen…“ vor sich her brabbelt. Ich enterte also mit Minirock, Stiefeln und langen, blonden Haaren ausgestattet (ok, seriously… trage ich jemals etwas anderes? Im Schwimmbad vielleicht!) erst einen Comicladen, dann ein Computerfachgeschäft und schlussendlich einen Rollenspielladen und guckte mir an, was passiert…


  18. 11. Juli 2012 | Veröffentlicht unter Offtopic, Real Life.

    Ein Tag mit …. Darya

    Von

    Da die Tage nun wieder länger werden (hey, Mittsommer ist vorbei!) und ich Ferien habe, habe ich eigentlich keine Zeit. Warum? Weil ich mehr Zeit zum Feiern und Herumfahren habe. Klingt paradox? Ach was! Weil ich nun so viel wenig Zeit hatte, habe ich diesen Mangel an zu wenig Zeit am Montag mit Darya verbracht. Wer ist Darya? Darya ist ein halbrussisches Geschöpf, das ich letztes Jahr auf dem Bloggertreffen kennen- und liebengelernt habe. Darya ist nämlich meine persönliche [bitte fügen Sie etwas unglaublich Kreatives ein].

    Jedenfalls waren wir in Köln, meiner Lieblingsstadt, um uns das leckerste Bier der Welt zu gönnen: Alt (nur, um es nochmal zu betonen: Alt ist kein Lieblingsbier!) Kölsch. Wir haben zwei mutmaßliche Fashionbloggerinnen dazu genötigt, für ein Foto zu posieren. Wir haben witzige Kellner getroffen. Flirtwütige Männer. Männer, die sich halbnackt auf Wiesen legen und eine Hand in den Hosenbund schieben. Eigentlich sind wir die ganze Zeit herummarschiert und haben, extra für Sibel, ein bisschen Bier getrunken. Um euch die Wartezeit bis zum nächsten textlastigen Posting zu verkürzen – die nächsten drei sind bereits in der Mache, allerdings muss ich dafür noch etwas mehr recherchieren – , zeige ich euch nun ein paar Kölnbilder. Kölnbilder kann man nie genug haben/sehen/konsumieren! Ich liebe Kölle!


  19. 26. Juni 2012 | Veröffentlicht unter Offtopic, Real Life.

    Hurricane 2012 Impressionen

    Von

    Zuletzt auf einem Festival war ich ~2003, und zwar auf dem einwöchigen Sziget in Budapest. Bislang fehlte mir für einen erneuten Festivalbesuch leider das Geld, weshalb ich umso enthusiastischer war, bei We like that zwei Tickets gewonnen zu haben. Alter Falter! Sofort rekrutierte ich jemanden, die ich zwar nur über’s Netz kannte, mit der ich jedoch immerhin an ein paar „schriftstellerischen Projekten“ arbeite und zack, saß ich ein paar Tage später auch schon in einem Auto gen Scheeßel im Norden Deutschlands.Vielen Dank nochmal an Thomas für die sehr sympathische und kostenlose Reise!


  20. 14. Juni 2012 | Veröffentlicht unter Offtopic, Real Life.

    Alles Fußball, oder was?

    Von

    Es ist ein bisschen ruhig geworden hier auf dem Blog und das hat gute Gründe. Grund Nummer 1: irgendwann befällt selbst mich der Drang, fröhlich-enthusiastisch zu lernen. Grund Nummer 2: ich habe mich an einem Bild festgefressen das unbedingt gut werden soll. Leider werfe ich nach jeweils 5 Stunden alles wieder um, sodass es erst Weihnachten fertig sein wird. Ach und da war noch Grund Nummer 3: die EM.

    Konträr zu diesem Posting  einer geschätzten Bloggerkollegin wird das hier ganz klar ein PRO-Artikel. Pro Fußball, pro Gesichtsbemalung, pro Fankultur und pro Trikottausch! Ich liebe Fußball Welt- und Europameisterschaften, am liebsten würde ich mir jeweils die Wochen freinehmen, um jedes verdammte Spiel gucken zu können! Deutschland, Holland, England, Disneyland, egal! Ich fiebere mit – meistens für die Deutschen, wenn diese gerade nicht mitspielen aber auch für die Mannschaft, die den aktuell besseren, zumindest sympathischeren Fußball des Abends spielt. Ausnahmen: Niederlande, England und, bei der WM, Brasilien. Die dürfen einfach nicht gewinnen, da bin ich prinzipiell dagegen. Spanien ist ein Wackelkandidat. Das kann den Titel gerne an „uns“ weitergeben und Italien war – fußballerisch – nach der WM 2006 temporär ein rotes Tuch für mich.