Kategorie-Archiv: Rollenspiel

Umfrage: Deine Meinung über Rollenspieler

frfrfIn meiner noch immer währenden  Zeit als Rollenspielerin bin ich über diverse Meinungen und Vorurteile bezüglich meines Hobbys gestolpert. Längst nicht alle kamen von Nichtrollenspielern. Nun bin ich langsam neugierig darauf, wie die Netzwelt es so sieht. Grund genug für mich, nun mal eine Umfrage zu Pen&Paper-Rollenspielern zu starten, die zugegebenermaßen etwas Zeit in Anspruch nehmen wird. Herzlich dazu eingeladen sind sowohl Rollenspieler, als auch Nichtrollenspieler! Genau genommen würde ich mich freuen, wenn ein breites Spektrum vertreten wäre! Wer die Umfrage teilt, trägt einen Teil dazu bei, dass sie aussagekräftiger wird. :) Ich kenne eben wirklich überwiegend Geeks, wenn auch immerhin aus verschiedensten Bereichen auch abseits des Rollenspiels.

Nach meinen Klausuren in zwei Wochen werde ich sie dann auswerten und bei genug Teilnehmern bzw. bei entsprechender Resonanz dann auch eine für Gamer entwerfen. Hey, es interessiert mich eben wirklich! ;)

Ich bin mir übrigens dessen bewusst, dass das ein heikles Thema sein könnte, schließlich geht es hier um Vorurteile. Es werden jedoch sowohl eure Antworten anonym bleiben, als auch mit entsprechender Sorgfalt behandelt werden. Das Bild oben ist übrigens bewusst gewählt worden. Es trifft einige der Vorurteile einfach ziemlich gut.

 

Create your free online surveys with SurveyMonkey , the world’s leading questionnaire tool.

Lebendige NPCs

kanevalDer Karneval der Rollenspielblos geht in eine neue Runde und trägt diesmal, organisiert von Engor, das Thema “Lebendige NSCs – wie man (Nichtspieler)Figuren Tiefe verleiht“. Dieses Thema beinhaltet eine Vielzahl an möglichen Herangehensweisen und Unterthemen, sodass es sich eigentlich für mehrere unterschiedliche Karnevalsthemen eignen würde. Wie baut man NPCs inhaltlich auf? Wie stellt man sie dar? Wie viel Raum und Liebe zum Detail darf man ihnen einräumen? Undundund. Da Charaktere, sei es nun im direkten Rollenspielbezug oder unter schriftstellerischen Aspekten, meine persönlichen Steckenpferde sind, mache ich natürlich gerne mit und trage meinen Teil dazu bei. Natürlich wie stets sehr subjektiv geprägt. Es sind und bleiben Tipps, keine festen Regeln, die den Anspruch auf vollkommene Richtigkeit erheben.

Thema heute: Die Darstellung eines NPCs am Spieltisch

Die Spieler haben ihren Char, den sie verkörpern müssen, für den sie eine Hintergrundgeschichte erstellt haben und auf den sie sich in der Darstellung konzentrieren können. Der Spielleiter allerdings muss in der Regel in der Lage sein, mehrere Charaktere an einem Abend darzustellen und das möglichst so, dass keiner stiefmütterlich behandelt wird und blass bleibt. Diesen Facettenreichtum, gepaart mit einer gewissen Multitasking-Funktion sehe ich als einzigen wirklichen Unterschied zwischen SC und NSC an. Für mich sollte jeder NSC die gleiche Gewichtung, die gleiche Liebe zum Detail haben wie ein SC. Er sollte “voll” wirken, nicht wie ein x-beliebiger Statist. Dabei geht es mir nicht darum, dass jeder NPC eine seitenlange Hintergrundgeschichte vorweisen kann, sondern vielmehr um eine Darstellung, die ihn wirken lässt, als sei er eine ausgearbeitete Person. Unabhängig davon, ob es sich um einen unwichtigen Händler oder den storyrelevanten Auftraggeber handelt.

Wenn man die Zeit hat, sollte man natürlich insbesondere für die storyrelevanten NPCs einen Hintergrund erstellen, sich die Eckdaten und wichtige Informationen wie Herkunft, Beruf überlegen. Der Charakter, die Motivation zu erstellen – das ist alles ein ganz anderes Thema und im Grunde eine herkömmliche Charaktergenerierung mit Abstrichen. Ich persönlich brauche für jeden NPC etwa zwei bis fünf Minuten, in denen ich meine Fantasie schweifen lasse und mir überlege, was für einen Typen ich vor mir habe. Die Charaktergenerierung soll nun aber nicht Gegenstand dieses Postings werden.

Weiterlesen

Tabu im Rollenspiel – Das Fazit

BeFunky_ddd.jpgIm April drehte sich im Karneval der Rollenspielblogs alles um das Thema Tabu, das wirklich hübsch mannigfaltig diskutiert worden ist. Ob Die Ärzte zu Rate gezogen wurden, ob kurze oder lange Beiträge, kritisch oder gnädig – alles war vertreten. Nun droht der Juni und es ist höchste Zeit, den Karneval des letzten Monats abzuschließen und die Beiträge zusammenzufassen! Nebenbei fege ich mir mal die faulen Tomaten von der Schulter. Ja, ich bin verdammt spät dran!

Weiterlesen

rpc1

RPC 2014 – Bloggertreffen?

rpc1Ich weiß genau, dass ein paar von euch dort aufschlagen werden! Wo? Na auf der Role-Play-Convention, die nächstes Wochenende wieder in Köln stattfinden wird. Da ich das Treffen im letzten Jahr wirklich nett fand, würde ich das gerne wiederholen. Sich ein Stündchen Zeit abzwacken und bei einem Bierchen (oder einer Cola, soll mir gleich sein, ich bin da tolerant.) über Rollenspiel, Konzertgnome und Bärte zu quatschen hat sicher noch niemandem geschadet.

Zwar gibt es auch in diesem Jahr wieder ein füllendes Programm, doch habe ich mir noch nichts davon vorgemerkt. Wie das bei meinen Freunden aussieht, mit denen ich dort aufschlagen werde, kann ich natürlich nicht sagen, aber da ich noch nicht mit ihnen verwachsen bin, wäre auch das kein Problem. Wer also von euch auch zur RPC kommt und gerne bei einem Bloggertreffen dabei wäre, kann hier gerne eine Uhrzeit vorschlagen, ich bin da ganz offen. Weniger offen bin ich beim Wochentag: Ich bin nur am Samstag anwesend. Ich weiß gar nicht, ob überhaupt Bedarf an einem Bloggertreffen besteht, aber wenn ja, erstelle ich auch gerne wieder eine Umfrage die Uhrzeit betreffend  :)

 

ddd

Mein Tabu im Rollenspiel

dddKein Tabu ist allgemeingültig, jede Gruppe kann und darf es so halten wie sie will. Somit ist dies auch kein Fazit, das ich hier ziehe, sondern einfach eine Meinungsäußerung.

Sex, Gewalt gegen Kinder oder allgemein Gewaltverherrlichung sowie möglicherweise triggernde Vergewaltigungsszenen – das sind Dinge, die in den meisten Spielrunden, denen ich bisher beigewohnt habe, ein Tabu waren. Für mich persönlich ist aber primär eine einzige Sache tabu. Eine Sache, die mich in so vielen Spielrunden bislang genervt hat, dass ich rückwärts aus einer neuen Runde herausgehen würde, würde es sich nur andeuten: Leute, die ihren Char übermächtig gestalten, ihn unerreichbar, “Imba” werden lassen und darüber entweder Regeln, oder Authentizität vermissen.

Das fängt bereits bei Winzigkeiten an: Wenn man “vergisst”, IC und OOC zu trennen. Das Wissen, das man als Spieler hat, auf den Charakter anwendet, sodass dieser nicht in die Falle tappt, sich nicht von dem Charmeur becircen lässt, der einen sonst sicherlich hintergehen würde und sein eigenes Wissen über Wundheilkunde in das Gehirn seines Charakters flößt. Wenn dann noch das handelsübliche Powergaming hinzukommt – namentlich all die wohl nie aussterbenden Mary Sues und Gary Stues – ist es für mich komplett in eine Tabuzone gerutscht. Charaktere, die alles können, Charaktere, die alles wissen, Charaktere, die alles sind: Nein, nein, nein!

Nun kann man sich natürlich fragen, warum solche Charaktere vielen ein Dorn oder gar ein ganzer Dornenbusch im Auge sind. Fühlen sich die anderen Spieler etwa in ihrer Potenz beschnitten? Ist es im Grunde nur ein Aufbegehren gegen das Gefühl, im Kontrast zu dem wundervollen PG-Char ein kleines Würstchen zu sein?

Ja, das kann natürlich sein. Schließlich reissen solche Charaktere nicht selten all die Aufmerksamkeit auf sich und begraben die Mithelden unter ihrem schweren Schatten, wo diese jämmerlich zu ersticken drohen. Ich selber gebe zumindest zu, dass ich es nicht ganz so nett finde, wenn mein hübscher Charakter mit all seinen Fehlerchen und Unzulänglichkeiten, der so liebevoll ausformuliert worden ist, keinerlei Beachtung findet. Hach, mein armer Stolz.

In erster Linie jedoch stört es die (=meine) Immersion. Das Gefüge der Fantasywelt, wenn man so will. Ein omnipotenter Charakter beschwert die Waage auf einer Seite zu sehr, das Gefälle wird so stark, dass es die Glaubwürdigkeit über den Rand der Welt schwappen lässt. Meine persönliche Vorstellung wird nichtig gemacht durch nur eine Person, die sich meiner Logik widersetzt. Frechheit!

Powergamende Charaktere werden immer wieder als Paradebeispiel für schlechtes Rollenspiel genommen. So weit würde ich hier gar nicht gehen, denn innerhalb dieser eigenen Welt, die sich der jeweilige Spieler dieses Charakters ersonnen hat, ist er sicher plausibel und rollenspielerisch gut kann man ihn nichtsdestotrotz darstellen. Es ist einfach nur für mich ein Tabu.

Ich weiß, dass ich da furchtbar pingelig bin, wirklich, wirklich pingelig. Wahrscheinlich bin ich selber aufgrund dessen ein eigenes, kleines Tabu, denn Kleinkariertheit ist nicht umsonst verpönt. Zum Glück darf jeder sein eigenes Tabu in Sachen Rollenspiel hegen und pflegen, wobei die meisten “Tabu” wohl härter definieren als ich. Was die Themen innerhalb eines Rollenspieles angeht, habe ich allerdings ansonsten keine Tabus, solange man es nicht übertreibt. Doch weder Gewalt, noch Sex finde ich als beim Rollenspiel so unpassend wie Powergaming.