1. 8. Juli 2014 | Veröffentlicht unter Rollenspiel, Rollenspieltipps.

    Lebendige NPCs

    Von

    Der Karneval der Rollenspielblos geht in eine neue Runde und trägt diesmal, organisiert von Engor, das Thema „Lebendige NSCs – wie man (Nichtspieler)Figuren Tiefe verleiht„. Dieses Thema beinhaltet eine Vielzahl an möglichen Herangehensweisen und Unterthemen, sodass es sich eigentlich für mehrere unterschiedliche Karnevalsthemen eignen würde. Wie baut man NPCs inhaltlich auf? Wie stellt man sie dar? Wie viel Raum und Liebe zum Detail darf man ihnen einräumen? Undundund. Da Charaktere, sei es nun im direkten Rollenspielbezug oder unter schriftstellerischen Aspekten, meine persönlichen Steckenpferde sind, mache ich natürlich gerne mit und trage meinen Teil dazu bei. Natürlich wie stets sehr subjektiv geprägt. Es sind und bleiben Tipps, keine festen Regeln, die den Anspruch auf vollkommene Richtigkeit erheben.

    Thema heute: Die Darstellung eines NPCs am Spieltisch

    Die Spieler haben ihren Char, den sie verkörpern müssen, für den sie eine Hintergrundgeschichte erstellt haben und auf den sie sich in der Darstellung konzentrieren können. Der Spielleiter allerdings muss in der Regel in der Lage sein, mehrere Charaktere an einem Abend darzustellen und das möglichst so, dass keiner stiefmütterlich behandelt wird und blass bleibt. Diesen Facettenreichtum, gepaart mit einer gewissen Multitasking-Funktion sehe ich als einzigen wirklichen Unterschied zwischen SC und NSC an. Für mich sollte jeder NSC die gleiche Gewichtung, die gleiche Liebe zum Detail haben wie ein SC. Er sollte „voll“ wirken, nicht wie ein x-beliebiger Statist. Dabei geht es mir nicht darum, dass jeder NPC eine seitenlange Hintergrundgeschichte vorweisen kann, sondern vielmehr um eine Darstellung, die ihn wirken lässt, als sei er eine ausgearbeitete Person. Unabhängig davon, ob es sich um einen unwichtigen Händler oder den storyrelevanten Auftraggeber handelt.

    Wenn man die Zeit hat, sollte man natürlich insbesondere für die storyrelevanten NPCs einen Hintergrund erstellen, sich die Eckdaten und wichtige Informationen wie Herkunft, Beruf überlegen. Der Charakter, die Motivation zu erstellen – das ist alles ein ganz anderes Thema und im Grunde eine herkömmliche Charaktergenerierung mit Abstrichen. Ich persönlich brauche für jeden NPC etwa zwei bis fünf Minuten, in denen ich meine Fantasie schweifen lasse und mir überlege, was für einen Typen ich vor mir habe. Die Charaktergenerierung soll nun aber nicht Gegenstand dieses Postings werden.


  2. 10. November 2013 | Veröffentlicht unter Rollenspiel, Rollenspieltipps.

    Rollenspieltipps: die Zusammenfassung

    Von

    Bisherige Abschlussartikel des Karnevals der Rollenspielblogs zielten zumeist eher auf eine Art Nacherzählung ab : wer hat wann welches Thema bearbeitet und wie ausführlich hat er oder sie das getan? Mein eigenes Thema bietet sich dafür nicht ganz so gut an. „XY hat 10 Tipps mit dem Hauptaugenmerk auf Blubb geschrieben, danach hat sich YZ folgenden Tipps mit dem Fokus auf Kladderadatsch gewidmet und dabei 3 Tipps des Vorgängers wiederholt, woraufhin ZA (…)“. Ähm – nein. In verkürzter Form habe ich das ohnehin bereits mit der Verlinkungsliste getan. Stattdessen werde ich die Tipps der insgesamt 37(!) Artikel zusammenfassen, die Quintessenz dessen versuchen herauszukristallisieren und einen Überblick über die Inhalte des Themas geben. Schließlich soll das Thema in irgendeiner Form auch den Lesern helfen und nicht nur eine Promotionplattform für die Autoren darstellen. Im Thread des RSP-Forums kann man sich nochmal alle Beiträge in gleichberechtigter Listenform zu Gemüte führen.

    Dabei darf man natürlich eines nach wie vor nicht vergessen: es sind allesamt zusammengetragene, somit eigentlich in den Konjunktiv gehörende (der Einfachheit halber unterlasse ich dies) subjektive Tipps, die nicht für jeden gelten, aber Unsicheren eine Stütze bieten und Alteingesessene zum Nachdenken anregen können.


  3. 5. August 2013 | Veröffentlicht unter Rollenspiel, Rollenspieltipps.

    [Rollenspiel] Charaktertipps/inspirationen: Bewohner der Wüste

    Von

    Einleitung

    Wer sich einen Wüstencharakter erstellt, steht nicht selten vor einem Problem: Die Wüste (wobei ich hier lediglich von den Sandwüsten sprechen möchte) und ihre Bewohner sind uns fern, die wenigsten von uns hatten mit ihnen Kontakt und wir können nur aus Filmen, Büchern und Erzählungen schöpfen, die nicht selten ein eindimensionales Bild geben. Zumeist wird die Andersartigkeit an genau einem Aspekt festgemacht: der Religion. Selten ein Rollenspiel, das die Wüstenbewohner nicht an einen Allah-ähnlichen Eingott glauben lässt. Es sind zumeist überstilisierte Fanatiker, die ihre Frauen hinter Tüchern und Zeltplanen verstecken, sich göttlichen Geboten unterjochen und auf jeden Fremdling allergisch reagieren. Ganz davon abgesehen, dass diese absolute Darstellung längst nicht der Realität entspricht, finde ich sie als prägnantes Merkmal einer Rollenspielkultur auch zu eindimensional. Nicht selten versteifen sich die Spieler auf jene Aspekte und vergessen, dass es mehr gibt, was das Herz eines aus der Wüste stammenden Charakters beherrschen kann.

    Ich möchte euch hier ein paar kleine Tipps geben, einen solchen Charakter mit Leben zu füllen, möchte verschiedene Aspekte des Lebens in der Wüste beleuchten und vorab nochmal betonen: das ist lediglich meine Sicht und mein bislang gewonnener Eindruck und ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder gar Richtigkeit und längst nicht jeder Char vereint all diese Kleinigkeiten in sich (Stichwort: Individuum!). Jeder darf und soll seinen Charakter so  spielen, wie er es für richtig hält. Da ich nur auf die Wüste an sich eingehe und weniger auf Religionen und Kulturen als solche, ist das auch gut auf diverse Rollenspielsysteme übertragbar.


  4. 15. August 2011 | Veröffentlicht unter Rollenspiel, Rollenspieltipps.

    How to: Charaktererschaffung

    Von

    „Hilfe, ich habe meinen Charakter zu Hause vergessen!“
    – Zeitzeugin an irgendeinem vergangenen Rollenspielabend –

    Ob für ein Rollenspiel oder ein Buch: Charaktere wollen facettenreich sein und plastisch dargestell werden. Doch oft steht nur das Grundgerüst wie „Jäger, dat isser!“ oder „Ja, schöne Elfe halt, nech?“. Allerdings reicht es nicht, sich nur in Stereotypen auszutoben, es bedarf Ecken und Kanten, eines durchdachten Hintergrundes und etwas, das ihn unverwechselbar macht. Erst dann wird daraus ein Charakter.

    Manchmal entsteht ein Charakter im Laufe einer Spielrunde. Er wird von Szene zu Szene weiter ausgebaut und korrigiert. Eigentlich besser ist es, wenn er schon vor Spielbeginn fertig ist. Dafür bedarf es etwas Zeit.
    Aus meiner eigenen, persönlichen Sicht möchte ich hier nun  in groben Zügen erläutern, wie man aus kleinen Schnippseln ein großes Ganzes macht, dass es sich zu spielen oder schreiben lohnt.


  5. 15. August 2011 | Veröffentlicht unter Rollenspiel, Rollenspieltipps.

    Rollenspiel für Anfänger

    Von

    Lebe deine Fantasie

    Wohl fast jeder kennt sie: pickelig sitzen sie, ihre dicken Brillen zurechtrückend, in winzigen Grüppchen zusammengekauert auf dem Schulhof. Vereinzelt dringen Wortfetzen an die Ohren der Mitschüler: von Kämpfen ist die Rede, von Heldentaten und, igitt, Fantasie. Man munkelt, sie treffen sich nachts auf Friedhöfen, um dort ihre Hamster zu opfern. Eines ist sicher und brennt sich oft bis ins hohe Alter ins Hirn: Rollenspieler sind Freaks.

    Beleuchten wir doch einfach mal diesen Ausdruck des „Freakseins“ und wagen uns an das Rollenspiel an sich. Was ist ein Rollenspiel eigentlich, wird man davon schwanger und darf man dabei trotzdem ein Christ bleiben?