1. 27. Oktober 2016 | Veröffentlicht unter Bücher, rund um Bücher.

    „Welches Buch hat dich in letzter Zeit beeindruckt?“

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    Ein paar nette Besucher der Buchmesse haben wir gefragt: „Nennen Sie ein Buch, das Sie in letzter Zeit besonders beeindruckt hat“.

    Herausgekommen ist eine hübsche Auswahl aktueller, aber auch etwas älterer Bücher, die in diversen Genres zu Hause sind und sicherlich ihre Daseinsberechtigung haben. Nachgeprüft habe ich das noch nicht, doch werde ich das zumindest bei ein paar der Teilchen machen. Vielleicht ist ja auch was für euch dabei – oder, noch wichtiger: Erzählt doch mal, welches Buch euch in letzter Zeit beeindruckt hat. Das muss kein aktuelles Buch sein, nicht einmal eines, das zu euren Lieblingsbüchern zählt. Hauptsache, ihr habt beim Lesen gedacht: „Wow!“

    Per Mouseover könnt ihr natürlich auch die Gründe nachlesen.

     


  2. 9. Februar 2016 | Veröffentlicht unter Bücher, rund um Bücher.

    Bücher: Eine Liebe wie gedruckt

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    Der Wert des ordentlich gedruckten Buches sinkt scheinbar dahin wie der arme Artax im Sumpf aus Kindertränen. Schnöde, schwarze Worte auf totem Baum, die Ecken zerknickt und mit hastig geschriebenen Namen des Noch-Besitzers auf der Schmutztitelseite – wer will ein Buch aus zweiter Hand schon käuflich erwerben? Hat man überhaupt noch Platz in der Designerwohnung und kann man es nicht viel einfacher und vor allen Dingen handlicher als E-Book herunterladen? Längst sind dröge, staubverhangene Zeiten für das Buch angebrochen, das lediglich noch als „Bildungsprotzerei“ taugen mag, als schwindende Erinnerung an die glorreichen Tage voller Stolz und Poesie.

    Das zumindest könnte man fast meinen, wenn man Artikel wie diesen liest, in dem sich Michael Allmaier von einigen Büchern trennt, sie feierlich einem Büchermann überreicht und das Geschrieben dabei in graue Farben taucht. In Billyregalen tummelten sich bei ihm Bücher noch und nöcher, nicht alles gelesen, vieles auch inhaltlich kaum noch lesbar, viel zu viel Ballast also, der zwischen einem selber und der Freiheit steht. Buchmessietum könnte man es nennen, denn natürlich kauft man trotz des horrenden SUBs noch ein neues dazu. Und noch eines. Und noch eines. Wer weiß, vielleicht färbt das dort verborgene Wissen ja auch ungelesen ab?

    BücherregalUnd auch ich schaue voller Schuld über meine rechte Schulter. Billyregale. Vier Stück. Doppelreihig mit Büchern beseelt, doch immerhin bleibt noch Luft für Figuren und allerlei Kleinkram, der das Bild auflockert. Auf dem Bild nicht zu sehen: Die kleine Sammlung an „Fachliteratur“ über die Videospielkultur. Diese Kleinode verbringen ihren Lebensabend fachgerecht neben dem Gameboy und dem NES samt Spielen. Dabei misten wir regelmäßig aus – dafür sind Umzüge schließlich da. Warum aber können wir uns trotzdem so schlecht von Büchern trennen? Wollen wir damit angeben? Aber sollten wir die Regale dann nicht lieber in den Flur stellen anstatt sie ins Arbeitszimmer zu verbannen? Glauben wir wirklich, dass das dort so hübsch geballte Wissen sich durch die Luft auf unsere Gehirne überträgt? Ist es die Gewissheit, dass man sich jederzeit eines greifen könnte? Doch warum dann keine virtuelle Bibliothek, ein kleiner, handlicher Reader, der uns überallhin begleiten kann?

    Die Vorteile eines solchen Readers liegen natürlich auf der Hand: Transportabel, leicht, auf Dauer vermutlich günstiger, die Suchfunktion ist sicher nett, ebenso wie die möglichen Notizen und zudem kann man unter anderem Schriftgröße und Hintergrundfarbe ändern. Für mich wird es dennoch das gedruckte Wort bleiben – ganz gleich, wie viel Wert das eigentliche Buch noch hat. Ich möchte die Seiten mit den Fingern umblättern, – Vorsicht, manche müssen beim Lesen nun ganz stark sein – Eselsohren machen, mit dem Kugelschreiber an den Rand schreiben und mich in zehn Jahren bei Sichtung des Kaffeefleckes, der die „Red Wedding“ überflutet hatte, an den waghalsigen Sprung der Katze erinnern, die ihn verursacht hat. Manche reden vom „Duft frisch gedruckter Seiten“, von einem fast erotisch anmutenden Erlebnis beim Lesen. Da kann ich jedoch nicht mitreden. Ich rieche nicht an Büchern.

    Ich liebe es, den Blick über die Regale schweifen zu lassen und in den Erinnerungen zu schwelgen, die die Buchrücken auftauchen lassen. Manchmal greife ich ins Regal, ziehe ein Buch daraus hervor und blättere ein Weilchen darin herum. Einfach so. Oder sitze davor und freue mich, dass die Wand dahinter nicht weiß ist. Bücherregale sind eben irgendwie auch ein schöner Wandschmuck. Wenn wir unsere Bücher aussortieren, verkaufen wir nur die besonders gut aussehenden Exemplare. In 99% aller Fälle sind das selbstverständlich die Bücher meines Freundes. Er ehrt das Buch und würde bei einem Eselsohr oder gar einem Knick im Buchrücken vermutlich einen kleinen Schwächeanfall erleiden. Sehr gerne spähe ich auch in Bücherregale von anderen Menschen, wie ich gestehen muss. Man ist, was man liest. Naja. Nicht ganz. Ich bin weder ein Schaf, ein Auftragskiller noch ein „Tänzer im Frost“, bin weder eine Unterhaltungskünstlerin, noch eine Intellektuelle.Bücher3

     

    Derweil brennt in den Kommentaren des Artikels und in mancher Facebook-Diskussion ein kleiner Krieg zwischen bibliophilen Buchschnüfflern und E-Book-Enthusiasten. Das eine sei besser als das andere, die Gegnerseite ohnehin total angeberisch und doof und Recht hat eh nur der, der die meisten Fremdwörter kennt. Ist das nicht kontraproduktiv? Sollte man sich nicht einfach darauf besinnen, was das Buch ausmacht: Die Worte, die Geschichte, das Herzblut des Autoren? Ist es dem Konsumenten letztlich nicht egal, wie Hans-Huber von nebenan seinen Roman genießt, ob als gedrucktes Buch, als E-Book oder Hörbuch? Solange ich friedlich sammeln darf und das gedruckte Buch die nächsten Jahrzehnte noch überdauert – und sei es nur noch für unsere Generation – bin ich zufrieden.

    Als ich das Regal vorhin fotografiert hatte, fiel mein Blick übrigens auf ein Buch der zweiten Reihe. „Nibelungenlied und Gudrun“ in einer mittlerweile zerfledderten Ausgabe von 1929. Und ich muss mich korrigieren: Ich rieche doch an Büchern, kann zumindest nicht den Duft leugnen, der mir entgegen schwappte als ich das Buch aufklappte: Nach uralter Bibliothek, alten Lustigen Taschenbüchern, nach Kindheit und Sagen. Ein kleiner Zauber wohnt ihnen doch noch inne, diesen Büchern. Und da können für mich (noch) keine digitalen Zeichen mithalten.


  3. 7. Oktober 2014 | Veröffentlicht unter Bücher, rund um Bücher.

    Die erste Apokalypse

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    Es begann an einem Gründonnerstag im April. Ein Hund entdeckte die Katastrophe, besser gesagt, lief in sie hinein.

    Das dürften die Sätze sein, die mich in das Endzeitgenre hineinkatapultiert haben. Das Buch „Grünberg lebt“ von Anneliese Schwarzer aus dem Jahre 1993 ist mittlerweile wohl nur noch bei ausgewählten Flohmarktverkäufern zu erwerben, doch immerhin hat es mich nachhaltig geprägt. Das Thema Atomkraft bzw. eher jegliche damit möglicherweise einher gehende Katastrophe war Ende der 80er/Anfang der 90er aus nachvollziehbaren Gründen natürlich ohnehin sehr im Fokus. Nicht, dass ich mich groß an diese Zeit erinnern könnte. Tatsächlich hatten meine Spielfiguren in der Zeit weniger mit Atompilzen, denn mit finsteren Bösewichtern a’la Shredder zu kämpfen.

    Doch zurück zu meiner ersten Begegnung mit dem Endzeitgenre. Bei Grünberg lebt wird ein ganzes Dorf vorgestellt, das die atomare Katastrophe nur deshalb überlebt, da es auf einem für Strahlungen zu hohen Berg gelegen ist. Gestorben wird dennoch. Die Menschen müssen mit den gegebenen Umständen leben, Konflikte bestreiten und sich plötzlich wieder von selbst gezogenen Kartoffeln ernähren. So morbide sich das auch anhört: Ich war vom Fleck weg fasziniert. Damals war ich vielleicht 9 oder 10, das fiktive Sterben von Menschen kannte ich längst von Winnetou und Star Trek, doch die Tatsache, dass es realer, fassbarer wirkt, machte die Endzeit schon damals für mich wesentlich spannender.

    Grünberg lebt war dabei noch zahm. Schon bald stieß ich, auch im Zuge meines Wolfspleens, auf „Im Schatten des großen Wolfes“. Ein Wolfsrudel überlebt einen Atomkrieg und zieht daraufhin mit zwei Menschen im Schlepptau durch das verstrahlte, kälter werdende Land. Tote Gänse fallen, noch im Flug gestorben, vom Himmel oder Rotkehlchen von Bäumen, das Rudel ernährt sich von erfrorenem Tier oder von Dosen, die die beiden Menschen öffnen. Geborgen aus Autos, in denen noch die Leichen ihrer Besitzer liegen. Der Weg ist hart und steinig, in seiner Grausamkeit sehr konsequent, wenngleich nicht zelebrierend. Das Buch hat mich derart mitgenommen, dass ich noch zwei Tage danach Alpträume hatte. Ich war vielleicht 12. Das Thema „Atomkraft“ war daraufhin für mich gegessen und ist es noch immer.

    An diese beiden Bücher erinnere ich mich gerne und lese sie alle paar Jahre auch nochmal durch. Ich weiß noch, auf welcher Seite ich bei dem Wolfsbuch das Buch zuschlagen musste, weil ich es so grausam fand. Selbstgeißelung, dass ich es überhaupt gelesen habe? Ach! Ich bin einfach sensibel und fühle mich auch heute noch zu sehr in die Geschichten ein. Ich denke, dass durch die beiden Bücher der Weg geebnet wurde, denn ich begann, mich neben Fantasy und Science-Fiction auch für kritischeren Stoff – innerhalb der Belletristik – zu interessieren und später natürlich auch für apokalyptische Themen fern offensichtlicheren Kritik wie das Zombiegenre, das in Sachen Endzeit irgendwie die Atomthematik abgelöst hatte.

    Im Gegensatz zur Fantasy ist Endzeit für mich greifbarer und entsetzlicher, wobei letzteres natürlich stark vom jeweiligen Buch/Film/whatever abhängt. Nicht, dass ich eine Zombiekalypse als unfassbar realistisch ansehen würde, doch irgendwie beeindruckt es mich einfach bis heute. Vielleicht, weil die „Helden“ nicht gegen einen fleischlichen Feind ankämpfen müssen, sondern gegen die Umstände? Überleben, mit einfachsten Mitteln und umgeben von Tod und Grau.

    Wenn ich Kinder hätte, würde ich ihnen trotz oder gerade wegen meiner eigenen Furcht beim Lesen damals diese Bücher ans Herz legen, wenn sie sich denn für so etwas überhaupt interessieren. Ich finde es gut, wenn man nicht zu spät mit solchen Themen konfrontiert wird. Auf jeden Fall empfehle ich euch diese beiden Bücher. Wenn ihr mal die Gelegenheit habt, auf ebay oder Flohmarkt eines zu erhaschen, kann es so schlecht nicht sein!


  4. 23. April 2014 | Veröffentlicht unter Bücher, rund um Bücher.

    Welttag des Buches – Blogger schenken Lesefreude

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    [Die Gewinnerin wurde gezogen: Herzlichen Glückwunsch an Sabrina F.!] Den Tag und die damit verbundene Aktion hatte ich total vergessen, sonst würdet ihr hier jetzt keine kleine Flut an Gewinnspielen vorfinden. Wie dem auch sei: Heute ist Welttag des Buches und wie auch im letzten Jahr steht auch dieses die Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ an, bei der die teilnehmenden Blogger ihrer Meinung nach empfehlenswerte Bücher verlosen können.

    Ich habe mich für Der Kuss des Kjer entschieden. Ja, bewusst für einen Roman, der eigentlich weder in mein Beuteschema, noch auf meinen Blog passt. Romantasy? Und dann auch noch so unblutig! Tatsächlich ist dieses Buch von der Autorin Lynn Raven der einzige Romantasy-Roman, den ich bis zum Ende gelesen – nein, verschlungen – habe und den ich empfehlen kann. Besten Gewissens. Gerade weil es mal nicht „typisch Guddy“ ist.

    Was macht dieses Buch lesenswert? Trotz des Romantikanteiles wirkt es nicht besonders kitschig, die Protagonistin ist zwar das schwache, ab und an recht kratzbürstige Mädchen von nebenan, doch nicht auf die unfassbar nervende Weise, die man sonst gerne untergeschoben bekommt. Sie – Lijanas – vom obersten Heerführer des mutmaßlich tierisch-boshaften Volkes der Kjer – Mordan – entführt, knüpft natürlich im Laufe der Entführungszeit zarte Liebesbande zwischen sich und dem ach so boshaften Kjer. Dieses Stockholm-Syndrom ist glücklicherweise plausibel erzählt und kann als wirkliche Verliebtheit, statt psychologische Problematik entlarvt werden. Wenn man gutmütig ist.

    Nebenbei schaukelt sich die Rivalität zwischen Lijanas Volk der Nivard und dem der Kjer durch die Entführung weiter auf, irgendwo im Hintergrund war bereits vor Jahren eine politische Intrige rund um Mordan gesponnen worden und am Ende ist Lijanas nicht mehr die einzige, die sich auf einmal in Gefahr befindet. Eigentlich möchte ich zum Inhalt nicht zu viel sagen und den Roman als solchen nur umreissen: Es ist definitiv unterhaltsame Romantasy mit langsamer Charakterentwicklung und wesentlich mehr Inhalt als „Ich finde dich doof!“ – „Ich finde dich dööfer!“ – „Naja, eigentlich bist du ja schon ganz süß.“ – „Oh, jetzt wo du’s sagst – du auch! Ficken ?“

    Ach, mitmachen könnt ihr, indem ihr einen Kommentar hinterlasst, entweder hier im Blog oder bei den Einträgen bei Facebook und Twitter.  Auch hier könnt ihr bis zum Sonntag, 12:00 teilnehmen :)

     


  5. 21. Februar 2014 | Veröffentlicht unter Bücher, rund um Bücher.

    Romane: Durch Wolfsaugen

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    Das Buch „Wolfsaga“ von Käthe Recheis war, nach Ronja Räubertochter, mein zweites Lieblingsbuch überhaupt und zählt noch heute zu meinen erklärten Lieblingen.

    Geschichten, aus der Sicht der Tiere erzählt, finde ich äußerst faszinierend. Es ist eine Art „reale Fantasy“ mit Charakteren, die einem zwar vertraut, und dennoch so fern sind. Diese Geschichten bieten eine differenzierte Sichtweise auf Themen, die man vielleicht schon für abgeschlossen hielt, abstrakt erscheinende Denkweisen. Interessant ist, wie die unterschiedlichen Autoren die Sicht der Tiere definieren und/oder an unsere Bedürfnisse anpassen. Natürlich weiß niemand, wie genau Tiere denken, fühlen, wie sie ihre Kommunikation erleben. Womöglich – dies ist natürlich nur meine subjektive Meinung (oder sollte ich eher „Glaube“ sagen?) – befinden sie sich auf einer gedanklichen und kommunikativen Ebene, die wir überhaupt nicht erst erfassen, geschweige denn nachempfinden können. Weil wir es nicht anders kennen. Ohne es in irgendeiner Form wertend zu meinen.

    Besonderes Interesse habe ich hierbei immer den Wolfsgeschichten entgegengebracht. Verkannte, faszinierende Geschöpfe. Hier gibt es qualitativ hochwertige Romane, die ich immer wieder gerne hervorhole. Ein paar möchte ich euch nun, unter dem Aspekt der unterschiedlichen Herangehensweisen der Autoren an das Thema, vorstellen.


  6. 28. August 2013 | Veröffentlicht unter Bücher, rund um Bücher.

    The Last Bookstore – wenn ein Buchladen mehr ist als nur ein Geschäft

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    Ich bin ein Fan kleiner, staubiger Buchläden, in denen man alte Schätze finden und durch bereits abgegriffene Bücher wühlen kann. Sie versprühen meist ihren eigenen Charme, definitiv mehr als die ordinären Buchladenketten, in denen man nur die neusten Bestseller findet, die dann auch noch derart feinsäuberlich aufgereiht sind, dass man sich kaum traut, mal ein Buch aus dem Regal zu nehmen.

    Die Amerikanerin Amy Ratcliffe („Geek with curves„) hat sich vor kurzem in einen der wohl schönsten Buchläden des Landes gewagt: in den „Last Book Store„. Der, obwohl er auf einer großen Fläche erbaut ist, dennoch ob der auf Büchern und deren Einzelheiten basierenden Accessoirs, den angebotenen Büchern selbst und natürlich der Drapage der Bücher selbst unglaublich faszinierend aussieht und heimelig wirkt. In den man am liebsten eingeschlossen werden will, um die ganzen Ecken zu erforschen und den Staub von alten Raritäten zu pusten. Verdammt! ich will auch so einen geilen Laden in der Nähe haben und dort einen Nachmittag verbringen! Oder zwei? Drei?

    Kennt eigentlich jemand von euch den Film „Pagemaster„, in dem ein Junge von Büchern entführt wird und aus der Realität in die Welt der Bücher plumpst? (oder so… ähnlich.) In dem Film jedenfalls wurde auch ein Buchladen integriert, den ich mir ähnlich vorstelle wie den Last Book Store. Nur ohne sprechende Bücher….

    Die folgenden Fotos und noch viel mehr könnt ihr auf Amys Flick-Seite sehen

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  7. 23. April 2013 | Veröffentlicht unter Bücher, rund um Bücher.

    Blogger schenken Lesefreude – Buchverlosung zum Welttag des Buches

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    Heute ist Welttag des Buches – was liegt da also näher, als mit Büchern um sich zu werfen (und darauf zu hoffen, dass man damit niemanden tödlich verwundet)? Das dachten sich wohl auch die beiden Initiatorinnen von „Blogger schenken Lesefreude“, die vor einigen Wochen eine mittlerweile über 1.000 Blogger starke Aktion gestartet hatten. Jeder teilnehmende Blog [die Liste ist hier einzusehen] verlost genau heute ein Buch – ein Lieblingsbuch oder eines, zu dem man eine besondere Geschichte erzählen kann oder eines, das gerade vor der Tür stand und „Verschenk mich!“ gebettelt hat oder eines, das… ich verliere mich.

    Entschieden habe ich mich für „Wolfsaga“ von Käthe Recheis und für den Comic „Hack /Slash“, den ersten Band  der deutschen Version. Wolfsaga ist eine klare Wahl: mein Lieblingsbuch seit Kindertagen. Und mein DSA-Char Adsini kommt auch darin vor. Na, wenn das mal kein Garant für ein großartiges Buch ist! ;) Hier hatte ich ein paar Worte über Wolfsaga geschrieben. Um die Sparte der Comics nicht zu vernachlässigen, habe ich dann noch einen Comic hinterhergeschoben – man gönnt euch ja sonst nichts. Oder so. Hack /Slash ist eine recht blutige Hack’n’Slash – Monster of the Week – Story und ob seiner Kurzweiligkeit ebenfalls sehr zu empfehlen. (Der Comic hat an der oberen rechten Ecke einen kleinen Ditscher – so habe ich den Comic leider zugesendet bekommen, was ich zu spät bemerkt habe. Ansonsten ist er einwandfrei)

    Für welche Bücher sich die anderen entschieden haben, könnt ihr in der Liste sehen. Zusätzlich könnt ihr natürlich noch in der Facebookgruppe oder bei Twitter stöbern.

    Wie ihr die beiden Stücke gewinnen könnt? Schreibt einfach einen Kommentar mit eurem Wunschtitel und, im Falle eines nonexistenten Accounts, einer E-Mailadresse unter dieses Posting. Kommentare unter dem Facebook- oder google+-Artikel oder Retweets werden dann noch zusätzlich in den Lostopf geworfen. Teilnehmen könnt ihr bis zum 30.04. 12 Uhr


  8. 9. Januar 2012 | Veröffentlicht unter Bücher, rund um Bücher.

    Geliebte Bestie – Horror/Fantasy Romance

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    Vampire-Romance, Horror-Romance, Fantasy-Romance – Worte, die derart emotional behaftet sind, dass normale Diskussionen meiner Erfahrung nach kaum mehr möglich sind. Da sind zum einen die Fans, die, herzklopfend, mit der zumeist weiblichen Protagonistin mitfiebern und ihre Leidenschaft bis auf’s Blut verteidigen. Die schmachtend die lang ersehnte Vereinigung zwischen zartem Menschenmädchen und finsterem Monster doppelt und dreifach lesen. Zum anderen treten schnell diejenigen auf den Plan, die das alles lächerlich finden. Die sich stundenlang über den Unsinn der Twilight-Saga auslassen können und sowieso grundsätzlich nichts davon ernst nehmen, mehr noch, die sich voller Enthusiasmus lang und breit darüber lustig machen – kurioserweise in den meisten Fällen, ohne die entsprechenden Bücher überhaupt gelesen zu haben. Kaum ein Genre schafft eine derartige Kluft.

    Ich selber will mich davon nicht ausschließen: wie oft ich darüber gezetert habe, dass diese „stumpfsinnigen, peinlichen Vampirschnulzgeschichten“ meine  geliebten „richtigen“ Fantasyromane aus den Regalen verdrängen (wortwörtlich! Die „normale“ Fantasyecke wird zugunsten der Horror-Romance kleiner und kleiner!), kann ich nicht mehr zählen. Ich habe mich gerne über diese Schnulzen lustig gemacht und Mädels, die soetwas lesen, habe ich schonmal prophylaktisch weniger ernst genommen als ich es ohne das Wissen um ihren Lesegeschmack getan hätte. Das ist natürlich Schwachsinn und unnötig. Lieber sollte man einen Blick über seinen Tellerrand werfen und sich ein wenig mit der Materie befassen: was ist es eigentlich genau, was an dem verhassten Genre so zu faszinieren weiß? Geht es wirklich nur um „Oh ein Vampir! Heiratest du mich? Vorher will ich nämlich keinen Sex!“? Lesen es nur pubertäre Mädchen? Und wie liest sich so ein Buch eigentlich? Explizit gesagt: ich war verdammt mutig und habe mich in die Höhle des Werwolfs getraut!