1. 8. November 2016 | Veröffentlicht unter Filme, rund um Filme.

    Justice League Film mit Steppenwolf!

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    Ich rede hier nicht von der Rockband aus den 70ern, sondern von einem der Erzfeinde der Justice League und dem bösen Schergen, welcher der Truppe den Hintern heiß machen soll im kommenden Justice League Film, welcher am 17. November 2017 in unsere Kinos kommt. (Wer an dem Tag 17 wird bekommt von mir einen Keks, vielleicht.) Aber wer oder was ist denn eigentlich Steppenwolf, hat er ein dickes Fell und heult er den Mond an oder rennt er einfach wie der Coyote durch die Wüste?

    steppenwolfbanner

    Wie alt is‘ er denn? – Get your motor runnin‘

    Ja gut, er wurde uns AUCH in den 70ern vorgestellt, um genau zu sein 1972 und wie schon oben bemerkt, kennt man den Namen eher als Rockige Band anstelle eines Alien Kriegers mit Axt und militarischen Grundverständnis.

    Woher kommt er denn? – Head out on the highway

    Er ist Mitglied der Rasse der „Neuen Götter“ und außerdem der Onkel von Darkseid. Heimat ist ihm der paradisisch klingende Planet Apokolips. Das ist so ähnlich wie Acapulco. Nur wärmer. In DC’s The New 52 sehen wir ihn des Öfteren gegen die Justice League antreten. Somit hat er sich in Augen der werten DC Vertreter offenbar bewährt und darf weiter existieren. Einen kleinen Vorgeschmack können wir bereits in Batman Vs Superman auf ihn erhaschen. Dort zeigt eine Vision seitens Lex Luthors bereits Steppenwolfs Erscheinen. Schaust du hier:

    Was kann er denn? – Looking for adventure

    Er ist unter anderem für seine riesige Elektro-Kriegsaxt bekannt (ich wünschte ich wäre auch für meine Elektro-Kriegsaxt bekannt. Wer noch?) und außerdem hat er ein High-Tech Hoverbike, das selbst Marty McFly vor Neid erblassen lassen würde (Warte, dafür möchte ich bekannt sein) Wie die anderen New God Charaktere ist er unsterblich (Sch****, doch dafür!) und verfügt über etliche Superfähigkeiten. Darunter finden wir: Superstärke, gesteigerte Geschwindigkeit und Ausdauer und Resistenz. Gefährlicher als das Schwert (aka. Hier Axt) ist aber der Verstand. Steppenwolf ist nämlich auch noch ein genialer Taktiker und Kriegsveteran. Hinzu kommen monströse Kriegshunde, auf denen seine Untergebenen teilweise sogar in den Kampf stürmen. (Who let the dogs out?)

    Wen hat er schon besiegt? And what ever comes our way

    Darunter kann ich namhafte Superhelden wie Superman und Wonder Woman nennen. Die hatte der werte Scherge bereits im Kampf um die Erde im „Apopolips War“ bezwungen. Keine Sorge, Batman saves the day. Steppenwolf wird vertrieben, aber kehrt zurück, um sich nach der Unterjochung eines kleinen Landstrichs der gesamten Übernahme der Erde zu widmen. Da bezwingt er dann auch die Armeen der Welt und so weiter und so weiter.

    Auf Erde 2 sind etwa 300 Millionen Dollar Belohnung auf ihn ausgeschrieben. Aber gut, wer soll den schon fangen? Das wäre ja *hint hint* wahrlich bizarr.

    Wer spielt ihn denn? – Born to be wild

    mance

    Was wir von all dem letztlich in dem Film sehen werden lässt sich natürlich noch nicht klar sagen. Schon fest steht, dass er von Ciaran Hinds gespielt wird, welchen wir aus Game of Thrones kennen. Dort trägt er als Mance Rayder lieber Wolfsfell gegen Frostbeulen (ist aber auch arschkalt), jetzt wird er selbst zu einem. Also Wolf, nicht Arsch, wobei?

    Wen würdet ihr denn noch gerne in der Verfilmung der Justice League erblicken? Irgendwelche Favoriten, die bislang in den Filmen zu kurz gekommen sind?

     


  2. 24. Mai 2016 | Veröffentlicht unter Filme, rund um Filme.

    #GiveElsaAGirlfriend

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    Populäre Animationsfilme haben Liebespaare unterschiedlichster Couleur zu bieten: Meerjungfrau/Mensch, Mensch/Biest, Oger/Mensch, Mensch/Biene – da könnte man fast annehmen, dass es auch gleichgeschlechtliche Paare gibt. Das ist jedoch ziemlich selten der Fall. Grund genug für die Teenagerin Alexis Isabel Moncada, den Hashtag #GiveElsaAGirlfriend ins Leben zu rufen, der für mehr Repräsentation in Sachen LGBT steht. Im Fokus: Elsa aus Disneys Frozen, die noch keinen Love Interest zur Seite gestellt bekommen hat und deren Werdegang in der LGBT-Community häufig symbolisch für das Coming-Out verstanden wird.


    Für die kommende Fortsetzung wünscht sich Alexis, dass Elsa statt des obligatorischen Prinzen eine Prinzessin bekommt, damit auch jungen Mädchen und Jungs gezeigt wird, dass es OK ist, sich in jemanden des selben Geschlechts zu verlieben. Mittlerweile unterstützen nicht nur Twitterer, sondern auch beispielsweise Elsas englische Stimme und Musical-Darstellerin Idina Menzel dieses Anliegen.

    Ich persönlich finde, dass das an sich eine gute Sache wäre: Eine Disneyprinzessin, die nicht der heterosexuellen Norm entspricht. Allerdings würde ich es an dieser Stelle tatsächlich begrüßen, wenn Elsa unabhängig bliebe und nicht durch die Liebe definiert werden würde – wie fast alle anderen Disneyprinzessinnen vor ihr. Stattdessen könnte man auch wunderbar eine neue Hauptfigur eines neuen Films erschaffen, die etwas mehr Diversität in die Geschichten bringt.

    Als Antwort auf Alexis‘ Tweet wurde bald der Hashtag #GiveCaptainAmericaABoyfriend eingeführt, der für einen Mann an Captain Americas Seite plädiert. Denn hey: Schwule oder bisexuelle Superhelden haben auch etwas für sich! Gut. Man könnte nun argumentieren, dass Cap ohnehin eifrig um Bucky bemüht ist und in ihm bereits einen Love Interest gefunden hat, doch bleibt das reine Interpretationssache und somit im Reich der Fan Fictions.

    Auch diesen Hashtag finde ich an sich sehr nett, denn Caps Sexualität ist nicht ganz so klar definiert wie die vieler anderer Figuren, die manche Fans – für mich unverständlicherweise -gerne umpolen würden. Bei ihm würde es tatsächlich irgendwie Sinn machen. Allerdings würde ich persönlich einen Hashtag a’la #JustFuckingCreateDiverseCharacters auch super finden. Das Thema an der Wurzel packen und nicht auf bereits Bestehendem abstützen.

    So oder so: Ich bin gespannt, ob und wenn ja wie Disney reagieren wird.

     

    Das Captain America-Bild im Header ist übrigens nicht ganz so eindeutig, wie es scheint. Zum einen liegt Photoshop sehr nahe, zum anderen ist „solid dick“ auch alter Slang für „straight talk“. Und gerade deswegen steht das Bild sinnbildlich für Teile dieser Debatte.

  3. 29. Februar 2016 | Veröffentlicht unter Filme, rund um Filme.

    Oscars ’16: Gesehen, kommentiert, in Tastatur gebissen

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    Die vorlesungsfreie Zeit eignet sich ganz hervorragend dafür, sich die Oscars anzutun. „Anzutun“ trifft es zumindest in Sachen Vorberichterstattung von Pro 7 ungemein gut. Ich leide. Jetzt in diesem Moment. Moderiert wird der „Red Carpet“ dieses Jahr nämlich von Annemarie Carpendale, ihres Zeichens Taff-Sternchen. Ihr Job am heutigen Abend: Abfangen und Interviewen der Stars und Nominierten. Man erhofft sich intelligente Fragen, halbwegs interessante Hintergrundinfos und unterhaltsame Gespräche. Das Hoffen ist vergebens.

    Annemarie prescht mit der intellektuellen Grazie einer jüngst verunfallten Amöbe vor, zwitschert dreist in fremde Interviews hinein und kennt primär ein Thema: Kleider. Sekundär scheint auch von Interesse, was der Interviewpartner von Deutschland hält. Fragen, die mich bewegen. Wie schön, dass Pro7 auch daran gedacht hat, ihr zwei weitere Modeexperten zur Seite zu stellen, die die Kleider der Oscardamenwelt analysieren. Selten waren die Oscars interessanter. Zum Glück wird zwischendurch zu den Kollegen der ABC geschaltet. Dort fällt im Interview mit Cate Blanchett der zu dem Zeitpunkt und in Anbetracht von Pro 7s Kompetenz sehr erfrischende Satz: „You are so much more than your dress!“. Hach, wenn Frau Annemarie doch nur mithören würde…

    Die Rückenschmerzen, die mich gestern Morgen schier ans Bett gefesselt hatten, sind nichts gegen das, was ich gerade in meinem Hirn erleide. Zum Glück verstreicht die Zeit und nach einem sehr schönen und zugegebenermaßen auch und vor allem sehr medienwirksamen Winslet-DiCaprio-Moment (Ja, ich mochte Titanic.) wird nun zu der Veranstaltung an sich geschaltet. Danke. Danke!

    Ich bin entzückt. Vermutlich könnte sich statt Chris Rock auch mein Nachbar auf die Bühne stellen – nach Frau Annemarie kann es nur besser werden. So oder so, es ist gerade eine Wohltat.

    An dieser Stelle muss ich ein Geständnis machen. An sich sind mir die Oscars nicht wichtig, mehr noch, ich finde die Entscheidungen, Nominierungen und vieles mehr sehr fragwürdig. Ich bin nur wegen der Show hier. Aber hey, immerhin bin ich da ehrlich. Außerdem – verdammt, Sam Smith ist für einen Oscar nominiert? Gerade steht er auf der Bühne und singt Spectres Themensong „Writing’s On The Wall“ derart hoch und schief, dass ich mich frage, ob ich vielleicht einfach keine Ahnung von guter Musik habe. Nach kurzer Überlegung stelle ich fest: Ich habe keine Ahnung, denn der Rest der Zuhörer scheint begeistert.

    “We want opportunity. We want the black actors to get the same opportunities. Not just once. Leo gets a great part every year. All you guys get great parts all the time. Jamie Foxx is one of the best actors in the world. Jamie Foxx is so good in Ray that they went to the hospital and unplugged Ray Charles.” (Chris Rock)

    Auf jeden Fall ist es mir recht egal, wer den Oscar mit nach Hause nimmt. Ich finde die Laudatoren durchweg charmant, beispielsweise „Superman“ Henry Cavill und drücke Kate Winslet die Dau- Mist. Gerade nimmt an ihrer statt die Schwedin Alicia Vikander, die eine Nebenrolle in The Danish Girl spielte, den Oscar entgegen. Ich bin innerlich ein wenig empört. Dabei trägt Kate doch das schönere Kleid! Oh, Verzeihung, die Pro 7 Moderation scheint auf mich abgefärbt zu haben.

    Immerhin: Jenny Beavan wird gerade für ihr Kostümdesign in Mad Max ausgezeichnet. Die Laudatio zu dieser Kategorie hätte auch Annemarie Carpendale übernehmen können. Aber egal: Ich bin immer „Pro Genrefilm“ und freue mich! Und zack, noch ein Oscar für Mad Max, genauer gesagt für Colin Gibson und Lisa Thompson in der Kategorie „Production Design“. Gefällt mir. Und während ich mich in dezenter Wonne über die Genreoscars suhle, bekommt Mad Max auch den dritten, dieses Mal für sein Make Up und Hairstyling.

    Kann es insgesamt sein, dass in diesem Jahr weniger Show stattfindet? Es kommt mir flüssiger und weniger gestellt vor. Noch ist weder ein herrenloser Pizzabote auf die Bühne gestolpert, noch haben sich die Stars zu einem Selfie versammelt. Aber was nicht ist, kann noch werden und wenn die Damen und Herren lieber schnell arbeiten wollen, soll es eben so sein. Kategorie Bester Schnitt und ich höre die Star Wars-Melodie! Gewonnen hat jetzt jedoch nicht Star Wars, sondern Margaret Sixel für Mad Max. Kinners, jetzt ist aber gut! Einen hättet ihr ja doch wohl Star Wars abgeben können! Einen!

    So schnell die armen Menschen ihren Oscar bekommen, so schnell werden sie auch schon wieder Dank laut eingespielter Musik von der Bühne gefegt. So kommt man wenigstens schneller zum Sound Editing, in dem wieder Star Wars und Mad Max miteinander konkurrieren. – Wieder Mad Max. DAMMIT! Vor wenigen Minuten noch freute ich mich über den unverhofften Oscarregen für diesen Streifen, nun scheint mir die Macht spontan das Franchise gewechselt zu haben. Sound Mixing: Mad Max vs Star Wars nächster Teil. Wird Star Wars es schaffen? Wird ein unbeteiligter Dritter den Oscar an sich reissen? Nein! Mad Max!  In mir tobt ein kleiner Kylo Ren. Ein Oscarchen für Star Wars, ist das denn zu viel verlangt?

    Aaw, immerhin gibt es nun einen putzigen Sketch mit R2, BB-8 und C-3PO zu sehen. Das entschädigt mich ein wenig.  Nebenbei liefert R2 auch noch das bislang beste Zitat des Abends: „Beep bup babbelbuub blablubbiep„. Sehe ich ganz genau so.

    Mittlerweile ist es 4:16. Meine Frisur sitzt nicht mehr, aber zum Glück muss ich ja nicht auf der Veranstaltung sitzen und mich filmen lassen. So richtig reissen mich die diesjährigen Oscars nicht vom Hocker. Wahrscheinlich deswegen bin ich verdammt müde. Den Oscar für Inside Out als Besten Animationsfilm nehme ich also gelassen hin. Nein, ich mochte den Film nicht, aber gut, irgendwer muss ja siegen.

    Die spannendsten Kategorien sind nur noch wenige Minuten… ent…fernt…*schnarch* Ich halte fest: Eigentlich interessieren mich nur Star Wars und Mad Max. Und ein bisschen auch Leo, dessen Lotuseffekt auf den Oscar die letzten Tage, Wochen, Monate schließlich penetrant gehypt wurde. Oooh und in dem Moment zwinkert mir der Hulk Mark Ruffalo zu, dessen Haupt zwecks Darstellung der Nominierung zum besten Nebendarsteller kurz gezeigt wird. Gewonnen hat der gute allerdings nicht. Vielleicht hat die Academy dessen Film Spotlight ja mit Star Wars verwechselt.

    Wie dem auch sei, ich wollte ja vorspulen. Beste Doku. Kinder. Musik. Whoopie. Meine Katze Ginger wechselt von ihrer Heizdecke auf meine Beine. Flauschig. Rede. Dahingeschiedene Größen. Chistopher Lee: Schluchz. David Bowie: Nooo! Leonard Nimoy: Ok. That’s it! Ich gehe jetzt weinend ins Bett!

    Na gut, ich bleibe tapfer. Von allen als niedlich angesehener Kinderdarsteller betritt die Bühne. „Aaaw“ und „Ooooh“-Rufe erfüllen den Fernsehbildschirm: Doof. Oscarverteilung. Lady Gaga singt über Wichtiges. Plötzlich haben wir schon 5:14. Twitter. Oscar, Oscar, Oscar. Gerne würde ich jetzt den Oscar in der Kategorie „Bester Ort“ an „Mein Bett“ vergeben. Habe ich eigentlich schon erzählt, wie heiß ich Olivia Wilde finde? Dieser sich fidel im Dunste des Fernsehbildschirmes weidende Goldmann unter dem ebenso güldenen Pro7-Logo nervt. J.J. Abrams betritt Bühne. Irgendwie Oscars. Werbung. Müde. MÜDE! FUCKING MÜDE!  Gleich beisse ich in die Tastatur, sie könnte ja Kaffee längst verschütteter Tassen enthalten. Best actress wurde: Eine Frau.

    Ok, genauer: Brie Larson. Werbung. Wuwuwuwu! Best actor, endlich! Leo? Matt Damon? Ich tippe auf den Bär aus The Revenant. Es wird [hier Internetmeme einfügen] DiCaprio. Größter Jubel im Saal ever. Irgendwie schade für die anderen Darsteller dieser Kategorie, die in diesem Jahr aus Prinzip schon weniger Chancen hatten. Trotzdem schön für Leo.Hätte aber ruhig heulen können wie ein Schlosshund, der gute Mann! Bin enttäuscht! ABER eine schöne Rede.

    Zuletzt meine persönliche Lieblingskategorie: Bester Film. Wird Spotlight. Meh. Ich finde, wenn Mad Max Star Wars schon derart viele Oscars geklaut hat, darf der auch der beste Film werden. Gute Nacht!

    [Tippfehler gehören nicht mir, sondern meiner Müdigkeit.]

    Eine schnöde Tabelle mit Gewinnern und Nominierten gibt’s zum Beispiel hier.

    Und sonst?

    • Lady Gagas Statement: “It’s such an important song to me. One in five women will be raped before they finished college. One in twenty men will be raped before the time they finish their schooling at their university. It’s something that is deeply connected to my heart, I am myself a survivor. Diane Warren is herself a survivor of sexual violence, and we are here tonight. I’m very grateful to the Academy for giving us this world stage to reward survivors for being brave and coming forward. I’m really happy to be here.” Die Bühne hat sie bei ihrer Performance genutzt.  #notyourfault
    • das Beste an den Oscars sind immer noch die kurzen musikalischen Einspieler. Dieses Mal mit dabei: Star Trek, Indiana Jones, Aristocats… #nostalgie
    • Von Guddy währenddessen getrunkener Kaffee: 0. Von Guddy währenddessen geknabberte Fingernägel: 0. Von Ginger währenddessen gewechselte Schlafplätze: 9.
    • Wie possierlich aufgeregt Dev Patel (Slumdog Millionaire) doch gewirkt hat! Und: War er heimlich als Kylo Ren-Cosplay unterwegs?
    • Prozentualer Anteil deutschsprachiger Menschen, die Annemarie Carpendales Job vermutlich kompetenter erledigt hätten: 99.

  4. 19. Januar 2016 | Veröffentlicht unter Filme, rund um Filme.

    #oscarssowhite – die weiße Empörung

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    Der Hintergründ dürfte klar sein: Wieder einmal, im zweiten Jahr in Folge, ist jeder einzelne für den Academy Award nominierte Schauspieler weiß. Und das, wo es in den letzten Monaten durchaus Filme zu sehen gab, in denen auch „people of color“ – Darsteller zu überzeugen wussten. Creed etwa, ein Spin-Off der Rocky-Filmreihe, wartet gleich mit zwei schwarzen Hauptrollen auf. Nominiert wurde ein Nebendarsteller: Sylvester Stallone, weiß. Nach Veröffentlichung der Nominierungsliste wurde nicht nur der Hashtag #oscarssowhite wiederbelebt, sondern es wurden auch Stimmen laut, die den Boykott der Verleihung ankündigten. So veröffentlichte Schauspielerin Jada Pinkett Smith auf Facebook ein Video-Statement zum Thema, dem sich bald einige anschließen:

    We must stand in our power.

    Posted by Jada Pinkett Smith on Montag, 18. Januar 2016

     

    Nun folgt jedem Sturm der Entrüstung auch eine Gegenbewegung. „Die sollen sich nicht so aufregen!“ sagen die einen, „(…)strengt euch einfach mehr bei der Arbeit an dann klappts auch mit dem Oscar!!!„(FB) die anderen. Da ist von Rassismus die Rede, weil jemand Schwarzes die Oscars boykottieren möchte, „nur weil“ nur Weiße nominiert sind. Kurz: Es wird klein geredet und zu relativieren versucht. Rassismus? Gibt’s nicht. Das sei schließlich nur ein Produkt der 80er und heute längst passé. Sagt jemand, der in Zeiten einer Trump-Kandidatur lebt.

    Nun ist es durchaus richtig: Nominiert werden sollen theoretisch keine „Quotenschwarzen“, sondern Menschen, die Großes geleistet haben. Einen John Boyega für die Rolle des Finn aus The Force Awakens zu nominieren – wäre das OK? Nun: Der als Unterhaltungscharakter ausgelegte Ex-Stormtrooper ist mit Sicherheit keinen Oscar wert. Nein, Quoten-XYs braucht niemand.

    Bald meldete sich auch Cheryl Boone-Isaacs, die Präsidentin der Oscar-Academie, zu Wort und zeigte sich enttäuscht. Die Academy mühe sich insbesondere in den letzten vier Jahren um mehr Diversität in den Reihen der Mitglieder, allerdings müsse man das Tempo anziehen.

    Darüber zu diskutieren, ob die poc-Darsteller des letzten Jahres wirklich so schlecht oder nicht gut genug gewesen sind, wäre vermutlich eine neverending story und auch nicht so leicht zu beantworten. Ebenso wenig, ob es sich um kalkulierten Rassismus handelt, um Zufall oder Pech. Oder, was ich persönlich als das Kernproblem erachte, um ein Problem, das tiefer verwurzelt liegt und die Filmindustrie an sich betrifft. Um die Rollen, die explizit auf Weiße zugeschnitten werden, um Stereotypen und ein falsch gesetzter Fokus auf das Optische. Die Rolle der wenigen Schwarzen der diesjährigen Oscars scheint da exemplarisch: Preise dürfen sie immerhin überreichen und als Host die Massen unterhalten.

    racist-oscars

    Grundsätzlich finde ich es schade, dass man nicht einmal versucht, Probleme ernst zu nehmen. Es als nicht existent darzustellen, halte ich darüber hinaus für sehr gewagt. Ich selber bin weiß und habe ebenso wenig mitzureden wie der Großteil von euch. Wir stecken da nicht drin und können auch Alltagsrassismus kaum nachvollziehen, können nicht beurteilen, wie und ob es einen trifft. Aber wir können zuhören. Ich finde es richtig, dass etwas gesagt und darauf aufmerksam gemacht wird. Und vielleicht wird irgendwann auch ein Gleichgewicht herrschen, was die Rollenvergaben betrifft.


  5. 23. Dezember 2015 | Veröffentlicht unter Filme, rund um Filme.

    Let’s talk about Rey

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    Ich weiß. „Star Wars here, Star Wars there, Star Wars everywhere!“ Es tut mir auch fast ein bisschen leid, doch das Thema hat sich meiner leider bemächtigt. Besonderes über eine Figur bin ich dabei in den letzten Tagen im Netz immer wieder gestolpert. Zu Recht, immerhin ist sie ein Charakter, über den sich auch zu reden lohnt!

    Mary-Sue?

    [Spoiler ahead]  Man nehme einen weiblichen Charakter und einige tausend Internetnutzer und erhalte alles von Sexismus-Vorwürfen über Feministen-Gebashe bis zu der Anklage, es handle sich um eine Mary-Sue. Letzteres ist derzeit gerne ein Vorwurf, wenn über Rey gesprochen wird, beherrscht sie doch nicht nur den Millenium Falken, flirtet schnell und erfolgreich mit der Macht und versteht sich mit fast jedem außer Kylo sehr gut, sondern legt generell einen Schnelldurchlauf hin. Sie kann „alles“, hat „keine“ Schwächen, ist hübsch und von schier bezauberndem Wesen. Kurzum: Hier hätten wir eine Mary Sue wie sie im Netze steht.

    *hust* Luke Skywalker *hust* Anakin Skywalker *hust*

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    Rey ist ein star warscher Hauptcharakter, jemand, der schnell lernt, große Fähigkeiten in sich birgt und aufgrund dessen eine besondere Rolle in der Geschichte einnimmt. Ob nun Obi-Wan als Padawan einen Sith Lord besiegt und dabei alle Gliedmaßen behält, der Farmjunge Luke nach kurzer Zeit Held der Stunde wird oder ein junger Anakin… Nein. Reden wir nicht weiter über diesen Bengel und konzentrieren uns wieder auf Rey. Diese musste sich von Kindesbeinen an alleine im ewigen Sand herumschlagen, hatte Zeit, sich mit Technik und Motoren vertraut zu machen, ist körperlich und geistig fit und dass sie mit ihrem Stab umgehen muss, ist in diesem Umfeld mehr als logisch. In Flashbacks erhalten wir einen Hinweis darauf, dass sie als Kind bereits mit der Macht in Berührung gekommen ist. Wahrscheinlich hat sie dort bereits Ansätze erlernt, die im Unterbewusstsein verankert geblieben sind. Während TFA lernt sie. Man erlebt sie nicht, wie Luke, im Training, doch sieht und spürt sie, wie die Macht um sie herum gewirkt wird. Das, was Kylo in ihrer Gegenwart tut, versucht sie umzusetzen und besiegt ihn letztendlich vermutlich nur aufgrund der Tatsache, dass er Dank der Schusswunde ein deutlich angeschlagener Gegner ist. Ich würde es eher beeindruckend nennen, dass sich Kylo so lange noch derart agil auf den Beinen gehalten hat, als dass ich es als Wahnsinnsleistung von Rey verbuchen würde.

    Insgesamt finde ich unnötig, dass sie diesen Stempel aufgedrückt bekommt, da es ihr schlichtweg nicht gerecht wird. Wir haben hier einen interessanten Charakter mit Stärken und Schwächen, der trotz seiner Stärke noch weiblich wirkt – was in der Popkultur leider auch nicht Usus ist. Rey ist kein 08/15-Mensch und ich finde es wunderbar, dass sie das nicht ist. Es ist Star Wars und dort werden Helden benötigt oder zumindest solche, die das Potential haben, zu welchen zu werden.

    Meinem Empfinden nach  ist Rey eine Bereicherung für die charakterliche Vielfalt nicht nur im Star Wars-Universum, sondern auch in der großen, weiten Welt des Blockbusters. Sie ist eine Frau und eine verdammt coole noch dazu, ist weder Sexobjekt, noch zum Love Interest degradiert.  Mehr noch: Die Person, mit der sie eine Romanze einginge, die wäre der Love Interest. Und ja, das finde ich erfrischend, denn so etwas sehe ich immer noch zu selten.

    Merchandise

    Unter dem Hashtag #wheresrey kritisieren derzeit einige den Umstand, dass Rey nicht nur in dem  offiziellen Hasbro Star Wars: The Force Awakens Actionfiguren-Set, das exklusiv bei Target verkauft wird, fehlt, sondern scheinbar auch generell zu selten im Merchandise vertreten sei.


    https://twitter.com/MrPaulDD/status/679399651502632964
    Stattdessen werden gesichtslose Stormtrooper und First Order Piloten in das Set integriert, die doch eigentlich wesentlich unwichtiger sind als eine Rey, die als die neue Ausgewählte gehandelt wird. Taugen Frauen nicht als Actionfiguren?

    Doch keine Sorge: Es gibt sie tatsächlich, die Rey-Figuren, die sich auch sehen lassen können und auch der Pressesprecher von Target versichert, dass weitere Figuren folgen werden. „We expect fans to see more of her as new products roll out, now that the film has been released. We don’t want to spoil any surprises, but fans will start to see more of her in 2016.“

    Und ja. Den Hashtag finde ich dezent übertrieben. 

     

    Ihre Zukunft

     Ja, verdammt, das finde ich unglaublich spannend! Ist sie nun eine Skywalker? Eine Solo? Oder gleich beides? Indizien gibt es viele und werden im Film munter im Wind verstreut. Natürlich liegt zu Beginn der Verdacht nahe, dass Han ihr Vater ist, doch wandelt sich dieser Eindruck und Luke rückt in den Vordergrund. Ich für mich wäre wohl enttäuscht, wenn sich Luke als Vater herauskristallisieren würde. Das wäre mir zu viel des „All of this has happened before and will happen again.“ Noch ein Skywalker, der in der Wüste zurückgelassen wurde und dort einsam mit Förmchen spielen und Sandtodessterne bauen musste?

    Das ist die Frage, die mich nicht loslässt, es wohl auch nicht soll und ich hoffe sehr, dass die Trailer irgendwann weitere, kleine Hinweise geben werden.


    Und die unumgängliche Fragerunde am Ende: Was haltet ihr von Rey und den Diskussionen rund um ihre Person und Darstellung?


  6. 15. Dezember 2015 | Veröffentlicht unter Filme, rund um Filme.

    Star Wars: Meine Weissagungen

    Von

    Anders als bei vielen „Kollegen“ wird es bei mir erst Donnerstag soweit sein, denn ich möchte dieses Erlebnis gerne mit meinem liebsten Menschen teilen. Nur er darf meine Tränen sehen! (Ob diese nun aus Freude, Leid, Wut oder Entzücken entstehen werden, kann ich leider noch nicht sagen. Doch es wird Tränen geben, da bin ich ziemlich sicher! Falls es keine geben wird, wird der Ernstfall eingetreten sein: Der Film war dermaßen schlecht, dass er mich innerlich getötet hat.) Nun sitze ich jedoch hier. In meinem Zimmer. Star Wars – los. Doch natürlich habe ich mir, während ich sinnlos Däumchen drehe und bangend ausharre, einige Gedanken gemacht. Was wird wohl im Film passieren? Und da ich mit 13 einen Monat lang eine Hexe war – mit Tarotkarten legen und Blutzauber sprechen und was so alles dazugehört… jaja, good old times – wage ich nun einen Blick in meine imaginäre Kristallkugel. Pro nicht in Erfüllung getretener Weissagung werde ich am Freitag zehn Minuten von Episode I gucken. Ich habe Angst. Übrigens wird es komplett spoilerlos sein. Ich selber habe lediglich die Trailer gesehen und mich von allem anderen ferngehalten. Zudem werde ich auch jeden mit ewiger Verdammnis bestrafen, der mich spoilert. Also Obacht!

    Und da ihr euch sicher fragt, was der Header mit fucking Star Wars zu tun hat, folgend das Bild in groß. Ich war, ohne darüber gebloggt zu haben (oh noes!) auf der Star Wars Identities-Ausstellung.

    Star Wars VII

    ♣ Jar Jar und Chewbacca werden kein Kind miteinander haben, das auch nicht Jarstin Chewber heißen wird.
    ♣ Reys Stab birgt irgendein düsteres Geheimnis in sich, das tief in der Familiengeschichte verankert liegt.
    ♣ Finn ist nicht mit Lando verwandt.
    ♣ Han Solo wird sterben.
    ♣ Leia wird an irgendeiner Stelle „I know“ sagen.
    ♣ Ein Stormtrooper wird mit dem Kopf gegen einen Türrahmen knallen.
    ♣ Mit „Chewie, we’re home“ aus dem Trailer meint Han Solo eine Raumschlacht.
    ♣ Genau ein Mal wird ein Hauptcharakter von einem Stormtrooper getroffen, jedes Mal sonst schießen sie vorbei.
    Luke hat sich medizinisch betätigt und ist nun sein eigener Vater.
    ♣ Lukes Gesicht wird erst am Ende des Films gezeigt.
    ♣ Irgendein fettes Raupenalien wird durch eine Szene kriechen.
    ♣ Es wird keinen Kuss geben. (Hoffentlich.)
    ♣ BB-8 wird sich mit einem anderen Droiden zanken.
    ♣ Am Ende weint jemand. Und es wird keine Frau sein.
    ♣ Die Wüste wird durchkämmt.
    ♣ Chewie nicht.

    Ich bin jedenfalls unglaublich gespannt und auch ein klitzekleines bisschen aufgeregt! Morgen werden die Episoden IV-VI geguckt und ansonsten werde ich keinen Blick in Timelines oder Blog-Feeds hineinwerfen, um mich keiner Spoilergefahr auszusetzen! Himmel, ich will nicht einmal wissen, ob der Film gut oder schlecht ankommt!

    Wem ergeht es da ähnlich? Was erwartet ihr von dem Film und habt ihr auch kleine Weissagungen?

    Und weil es so schön ist, hier nochmal der Trailer. Hach!


  7. 20. Oktober 2015 | Veröffentlicht unter Filme, rund um Filme.

    #boycottstarwarsVII oder: Hurra, im Kino ohne Rassisten!

    Von

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass fast jeder von euch bereits den neuen Trailer gesehen hat. Aber zur Sicherheit: Bitteschön.

    Basierend auf dieser bevorstehenden, wunderbaren News (Ja gut, in Internetzeitrechnung ist das schon eine Olds)  reihten sich seit Sonntag Abend auf Twitter auf wundersame Weise einige Buchstaben zusammen, die gemeinsam den Hashtag „#boycottstarwarsVII“ formten. Was war geschehen?

    Von Haus aus empörte Bürger witterten und schlussendlich sahen den Trailer, mussten entsetzt miterleben, wie der „schwarze Stormtrooper“ Finn, gespielt von John Boyega, eine unfassbar prominente Rolle einnimmt und zählten samt des allgemeinen Eindrucks gekonnt 1 und 1 zusammen: Soll hier etwa der „Genozid“ des Weißen beworben werden? Darf es sein, dass den armen Kindern unserer Zeit Filme voller ekelhaft triefender political correctness vorgesetzt werden, in denen weiße Männer nur eine untergeordnete Rolle spielen? Verdammt, wo ist denn hier das whitewashing?! Empörend!

    Das ist so überzogen, dass es doch eigentlich nur Trolling sein kann und der Aufschrei war demzufolge lauter als die ursprüngliche Meldung. Die Macht ist stark in diesen da, diesen Twitterern, die den Hashtag mittels Tweets schier bombardierten und dessen Message binnen kürzester Zeit umkehrten. Diese ganze Sache finde ich sehr possierlich.

    Was den Trailer an sich angeht bin ich noch zwiegespalten. Die ganze Geschichte ist in Vergessenheit und ins Reich der Legenden geraten? Darth Vader-Remastered? Hm. Doch an sich sieht es nett aus, es ist eine schöne Mischung aus Effekten, Action und ruhigeren Storymomenten. Auf jeden Fall bin und bleibe ich gespannt!


  8. 9. Juli 2015 | Veröffentlicht unter Filme, rund um Filme.

    Every Single Word

    Von

    Wie würden Filme eigentlich aussehen, wenn man sie auf die Sprechpassagen der people of color reduzieren würde? Definitiv eines: Ziemlich kurz.

    Der Schauspieler und Autor Dylan Marron hat sich dessen angenommen und ein kleines Projekt gestartet, das er Every Single Word nennt und ein wunderbares Beispiel von „show, don’t tell“ ist. Aus einigen Filmen – die er, nebenbei gesagt, selber mag und schätzt – hat er die von farbigen Menschen gesprochenen Worte extrahiert und zu Clips zusammengeschnitten, die jeweils keine Minute lang sind. Viele der Beispiele zeigen keinen oder nur einen einzigen farbigen Protagonisten, der in dem Film „etwas zu sagen hat“.

    Das Ergebnis ist recht traurig und soll auf den Mangel an bedeutenden Rollen für Nichtweiße in Hollywood aufmerksam machen. Wer sich näher für diese Thematik interessiert, kann auch gut und gerne einen Blick auf die USC Annenberg study werfen, in der man Prozentzahlen sprechen lässt.

    Website | Youtube



    Besonders possierlich mutet es bei dem Film Noah an, der immerhin auf biblischen Quellen basiert und demnach eher nicht derart von Weißen bevölkert sein dürfte. Aber gut. Vielleicht sind die auch die einzigen, die zufälligerweise kein Schweigegelübde abgelegt haben.


  9. 1. Juli 2015 | Veröffentlicht unter Filme, rund um Filme.

    Jurassic Park – wie er sein sollte!

    Von

    Die existierenden Jurassic Park (oder World) Filme sind alle nett. Mehr oder weniger. Wir haben Abenteuer, Dinosaurier, Herz und anderes Gedärm und ein paar Schreckmomente. Das funktioniert gut und möchte ich auch gar nicht missen – nur wie verdammt geil wäre es bitte, wenn man Jurassic Park mit DayZ kreuzen würde? Oder The Last of Us? The Walking Dead? Man nehme undurchdringliches Gestrüpp, längst überwucherte Pfade und Ruinen, deren ehemals chromglänzenden Wände von Efeu überrankt sind und, skelettgleich, rostzerfressene Autos. Der Schweiss hat die Hemden der Protagonisten längst verfärbt, Morast klebt ihnen fast bis zum Hals und sie sind gefärbt von Entbehrung, Anstrengung und einer immerwährenden Bedrohung.  Ich könnte mir verdammt gut eine Serie oder ein Videospiel vorstellen, die darauf aufbauen und weniger die Dinosaurier, sondern die menschlichen Figuren in den Fokus stellen.

    Wie ich darauf komme? Der niederländische Concept Artist  Jorry Rosman hat, nebst seiner Arbeit bei Guerilla Games, jüngst an einem persönlichen Kunstprojekt gearbeitet, das er passenderweise DayD getauft hat. Es enthält einige Konzeptzeichnungen seiner Version von Jurassic World – oder seine Vision von Jurassic World 2? Wie auch immer: Ich bin ein bisschen verliebt! Ich als kleine Archäologin sehe schon ein paar Geheimnisse, die in den moosbewachsenen Gemäuern auf mich warten, angenagte Knochen, die eine Geschichte zu erzählen haben und ganz, ganz viel Dreck.

    Kommen die Bilder euren Vorstellungen auch nah? Oder hättet ihr es lieber ganz anders?

    !Diese und einige weitere Bilder könnt ihr natürlich nicht nur hier auf meinem Blog bewundern, sondern insbesondere und in voller Größe auf Jorry Rosmans eigenem Tumblr oder seinen ArtStation-Profil. Es lohnt sich.¡

    DayDposterjorry-rosman-jeepalternativer jurassic parkjorry-rosmanjorry-rosman-cablecar-interior01b


  10. 30. April 2015 | Veröffentlicht unter Filme, rund um Filme.

    Age of Ultron: Ein Loblied auf den massenkompatiblen Film

    Von

    Die Welt der Superhelden ist – zumindest meistens – bunt und actionreich. Selten sitzen sie debattierend, mit tiefen Furchen in der sorgengefüllten Stirn, zusammen. Dafür ist ja auch selten Zeit! Jungfrauen und -männer müssen gerettet werden und manchmal sogar die ganze Welt! Dass ein Superheldenfilm da nur in den seltensten Fällen zu einem tiefgründigen Drama verkommt, ist obligatorisch.

    Aktuell gibt sich im Kino eine ganze Truppe aus Superhelden die Ehre: Die Avengers, die nun im zweiten Teil gegen ein selbst verschuldetes Übel, der künstlichen Intelligenz Ultron antreten müssen. Um, wie sollte es auch anders sein, das Ende der Menschheit zu verhindern. Dabei hat Ultron doch nur Gutes im Sinn! Von Tony Stark alias Iron Man erschaffen, um die Welt vor Bedrohungen zu schützen, interpretiert die zur Blechbüchse mutierte Intelligenz das alles ein bisschen anders: Die Welt wird geschützt, sehr wohl, nur dass Ultron das Chaos durch den Menschen verursacht sieht. Und die gehört konsequenterweise zerstört. Also doch ein wenig philosophisch.

    Solch ein Detail zählt für den Intellektuellen  natürlich nicht. Was zählt sind die schwingenden Fäuste, die lockeren Sprüche und die Schablonenhaftigkeit. Die zumindest wird gerne kritisiert. „Kennste einen Actionfilm, kennste alle“. Aber sie funktionieren ja gut. Dort in der Masse. „Massenkompatibel“ nennt man das, es klingt wie ein Schimpfwort, das der kluge Alte den blöden Kindern von heute vor die Füße speit. „Massenkompatibel“ bedeutet ihnen so viel wie Bedeutungslosigkeit, die ganz im Gegensatz zu den ach so anspruchsvollen Dramen, Tatorten und Nazifilmen steht. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich meine die ernsten Nazifilme und keine Trashperlen wie Dead Snow oder Iron Sky.

    Age of Ultron ist das Paradebeispiel eines massenkompatiblen Films. Die Brillanz des 3D-gestützten Bildes ist in Perfektion vollendet und trägt die charismatischen Helden in wunderbarer Choreographie durch die Handlung. Das Zusammenspiel von Schauspielern und Charakteren erreichte mich noch einen Hauch mehr als noch im ersten Teil, der Spaß steht im Vordergrund und der lässt auch einige Running Gags zu. Kleine Details, die nichts mit der Story an sich zu tun haben, runden die Geschichte ab und werden gekonnt in Szene gesetzt: Das Selfie hinter Iron Man, Thors Gesichtsausdruck als sein Hammer fast von fremder Hand angehoben wird… ein Fest. Ein Knaller. Ich liebe den Film von vorne bis hinten.

    Weil er massenkompatibel ist. Zumindest ist dies ein Mitgrund. Ich mag Filme, die sich nicht zu schade dafür sind, zu protzen. Sei es mit Effekten, mit Humor oder mit Action. Solange die Realisierung in meinen Augen gut und passend ist, natürlich. Während eines Filmes kann, muss ich aber nicht nachdenken müssen. Viel mehr als Holzhammer-Intellektualität schätze ich ohnehin die feineren Nuancen philosophischer Ansätze. Oder eher: Jene, die  selbst in profane Storys gewoben wurden und bei denen man die Wahl hat, ob man sich gedanklich selber damit befassen möchte.

    In meinen Augen ist es ohnehin eine Farce, „Massenkompatibel“ per se als Nachteil zu sehen. Etwas ist schlecht, weil es viele anspricht? Der Mensch ist im Mittel nicht außerordentlich intelligent, sprich das Produkt sollte seichter sein als die durchschnittliche Doktorarbeit. Nicht massenkompatibel zu sein kann dann natürlich sehr positiv ausgelegt werden: Meine Arbeit/der Film ist zu anspruchsvoll, um der breiten Masse verständlich zu sein. Das ist sicher ein Aspekt unter vielen, ich jedoch ziehe daraus keinen Umkehrschluss.

    Natürlich sehe selbst ich, die Trashfilme gut findet, „anspruchsvolle“ Filme, wobei auch die im Sci-Fi Genre annzusiedeln sind. Gesellschaftskritische Dramen gucke ich dagegen so gut wie nie. Dafür ist mir das Medium „Film“ zu schade. Es lebt – für mich – von (schönen) Bildern, von Emotionen und einer anderen Art von Tiefe, die nicht unbedingt von (Pseudo)Intellektualität lebt.

    Klar, Age of Ultron ist kein Film, für den man ein abgeschlossenes Studium zum vollständigen Verständnis braucht. Zum Glück kann man ihn auch nebenher sehen und Spaß dabei haben. Und Spaß ist mir persönlich wichtiger als das scheinheilige Gefühl, mich beim Filmgucken zu bilden oder dabei Earl Grey trinken zu müssen.


  11. 25. April 2015 | Veröffentlicht unter Filme, rund um Filme.

    Jared Letos Joker

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    In einem Tweet wurde die neue Optik des Jokers für den 2016 erscheinenden Schurkenparty-Film Suicide Squad offenbart. Die Fans waren nicht unbedingt amused, denn der Look ähnelt eher einem coolen Gangster, denn dem Joker. Dem Ledger-Joker, wohlgemerkt, denn das ist die Latte, an die vermutlich alle kommenden Joker gemessen werden. Leider, denn Ledgers Interpretation des grinsenden Bösewichts ist nur eine unter vielen.

    Dabei ist der Leto-Joker momentan auch nicht das, was ich mir unter dem Joker vorstelle. Er wirkt zu schön. Der Körper: gemeisselt. Der Haaransatz: jugendlich frisch. Die Haut: welche Creme benutzt er bloß, die will ich auch! [Psst. Gibt’s bei Photoshop] Dabei ähnelt das Bild im Groben Alan Moores The Killing Joke. Die Komposition ist deutlich daran angelehnt, auch zeigen die in geduldigster Sorgfalt gefertigten  Tätowierungen einige Anlehnungen an diverse Comics und deren Cover.

    Ich kann mich gut daran erinnern, was die Leute damals nach Heath Ledgers ersten Bildern gesagt haben und wittere genau diese ablehnende Haltung nun auch hier. Letztlich ist es nur ein Foto unter vielen, das erste unter vielen. Möglich, dass die sauberen Tätowierungen auch nur die Charakteristika des Jokers aufzeigen sollen und gar nicht wirklich auf dem Körper zu sehen sein werden.

    Zu clean ist er mir dennoch. Ich habe ihn mal so bearbeitet, wie ich es ganz nett finden würde. Die Hahahas wären hier nur in die Haut geritzt, um den Wahnsinn zu akzentuieren. Hach ja. Das wär für mich ein Traum…

    joker

    Und was denkt ihr über ihn?


  12. 3. Juli 2014 | Veröffentlicht unter Filme, rund um Filme.

    Extended takes am Beispiel von „Children of Men“

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    (Sowohl Artikel, als auch Video enthalten Spoiler zum Film!)

    Der dystopische Sci-Fi-Film Children of Men zählt zu meinen absoluten Lieblingen. Die Geschichte rund um eine alternde Menschheit, die aus unbekanntem Grund keine Nachkommen mehr zeugen kann und daher in Chaos, Terror und Unterdrückung versinkt, wird unglaublich eindringlich erzählt und von fantastischen Darstellern getragen. Doch möchte ich hier keine Rezension schreiben, sondern auf ein besonderes Stilmittel eingehen, das die besondere, gefühlte Realität des Werkes unterstreicht.

    Was ist der Extended Take?

    Gemeint ist der Extended Take, also eine Aufnahme, die in einem Rutsch aufgenommen wird, ohne Cut. Er dauert oftmals mehrere Minuten und somit deutlich länger als ein gewöhnlicher Take. Die Schwierigkeit, die sich durch dieses Stilmittel ergibt, liegt auf der Hand: Schauspieler, Sound, allgemeine Optik, eventuelle Stunts(!), alles muss über einen relativ langen Zeitraum funktionieren, der Druck, der auf diesen wenigen Minuten liegt, ist höher als bei gewöhnlichen Szenen.

    Nun denkt man vielleicht „Was? Eine Länge von ein paar Minuten ist lang für einen einzelnen Take? Seriously?“ Achtet mal drauf. Solche Shots sind tatsächlich absolut nicht häufig.

    Und was hat das jetzt mit Children of Men zu tun?

    Children of Men indes nutzt diesen Kniff relativ häufig und zieht den Betrachter damit regelrecht in den Film hinein. Das wird gerade bei der Szene im Auto deutlich, die ihr euch im obigen Video ab Minute 3:33 ansehen könnt. Sie dauert geschlagene 247 Sekunden, also etwas über 4 Minuten. In der Zeit passiert unglaublich viel. Nicht nur, dass die Schauspieler ihre Arbeit leisten müssen, wird hier auch noch mit einem kleinen Tennisball punktgenau gespielt, ein Auto brennend herangerollt, einige Stuntmen bemüht, die teilweise unsanft zu Boden plumpsen, zwei Männer fallen von einem Motorrad, Leute werden erschossen, Blut fließt – und das alles von einer Kamera gefilmt, die sich mitten im Auto befindet und exakt und auf den Punkt bedient werden muss.

    Von der emotionalen Seite her gesehen, war es eine der intensivsten im gesamten Film. Von einer heiteren Stimmung aus geht es rapide abwärts bis zum Knall des Todes Julians. Eine Frau, die man als Hauptcharakter angesehen hatte, die vor wenigen Sekunden noch gescherzt und Zärtlichkeiten ausgetauscht hatte – plötzlich tot. Das war für mich damals im Kino ein wirklicher Schock und auch eine mich nachhaltig beeindruckende Szene.

    Dadurch, dass man als Zuschauer durch die auf den Beifahrersitz positionierte Kamera mitten im Geschehen sitzt, dadurch, dass es ohne jegliche Unterbrechung geschieht und die Blickrichtung der Kamera authentischer wirkt, fühlt es sich echt an.

    Mir war das vorher einfach nicht bewusst. Ich hatte nie darauf geachtet, warum genau – abgesehen von der Story – dieser Film auf mich so stark gewirkt hat, welche Stilmittel hier benutzt wurden. Der Extended Take ist eines davon.

    Vielleicht ist es euch bewusster gewesen als mir. Aber durch das obige Video habe ich ein kleines Aha-Erlebnis bekommen. Außerdem möchte ich meine Lust, Children of Men nochmal zu gucken, mit euch teilen. Los! Auf zum DVD-Regal und den Film einlegen!


  13. 5. Mai 2014 | Veröffentlicht unter Filme, rund um Filme.

    Explosionen in Blockbustern

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    Die einen finden Explosionen in Filmen überflüssig und eine Häufung dessen gar peinlich, die anderen lieben sie und können sich einen Film ohne selbst dann nicht vorstellen, wenn Adam Sandler die Hauptrolle spielt (und sei es nur, um zu hoffen, dass er in dieser Szene das Zeitliche segnet.)

    Ich selber gehöre eher zur zweite Gruppe. Meinetwegen dürfen auch Mülleimer oder Bäume von sich aus explodieren. Daher finde ich solche Statistiken wie die von Kevin B. Lee, der Explosionen in 9 der größten Blockbuster unter die Lupe genommen hat, auch sehr interessant! Grob hat er Explosionen in zwei Arten unterteilt: Zum einen solche, die der reinen Ästhetik dienen und zum anderen jene, die die Story unterstützen, für emotionale Augenblicke sorgen, schlichtweg einen größeren Mehrwert innerhalb der erzählten Geschichte haben.  Die Zerstörung des Todessterns sei hier angemerkt. Ebenso wie das prozentuale Verhältnis dieser beiden Explosionstypen hat Lee das absolute Vorkommen, die Zeit bei der ersten Explosion und andere Kleinigkeiten zusammengefasst.

    The Avengers und Star Wars (ich nehme an, dass hier nur E:IV gemeint ist) kommen dabei auf erstaunlich ähnliche Werte. Darauf, dass bei ersterem Iron Man mehr Explosionen verursacht hat als die restlichen Avengers zusammen, hätte man natürlich auch vorher kommen können. Hier geht’s zur Statistik.

    (via)


  14. 26. April 2014 | Veröffentlicht unter Filme, rund um Filme.

    Die kommenden Star Wars Filme und das Expanded Universe

    Von

    Die Thrawn-Trilogie von Timothy Zahn, Mara Jade, die Solo-Zwillinge – um nur wenige Elemente zu nennen, die „man“ aus dem Expanded Universe von Star Wars kennt. Unzählige Comics und Bücher, die man verschlungen hat und die man mit Luke, Han, Leia und Co., sowie mit der ganzen Welt und der Geschichte untrennbar verbindet. Zum offiziellen Kanon jedoch möchte George Lucas nach wie vor nur die Filme, sowie Clone Wars zählen, was gerade in Hinblick auf die kommenden Filme interessant sein dürfte. So heißt es in einer Pressemitteilung von Lucasfilm unter anderem:

    In order to give maximum creative freedom to the filmmakers and also preserve an element of surprise and discovery for the audience, Star Wars Episodes VII-IX will not tell the same story told in the post-Return of the Jedi Expanded Universe. While the universe that readers knew is changing, it is not being discarded. Creators of new Star Wars entertainment have full access to the rich content of the Expanded Universe. (starwars.com)

    Die Filme werden sich nicht auf das EU beziehen und sogar völlig getrennte Wege vom Bekannten nehmen, um neue, eigene Pfade zu bestreiten. So bleibt es natürlich spannend – für viele Fans allerdings ist es ein herber Schlag. Der späte Luke ohne Mara Jade? Skandal! Doch wer weiß? Vielleicht ist J.J. Abrams  von ihr ebenso begeistert, wie viele Fans es von ihr sind, sodass sie letztlich doch noch auftauchen wird? Die Spekulationen rund um eine verfilmte Thrawn-Trilogie sind nun leider auch im Keim erstickt worden.

    Was haltet ihr davon? Hättet ihr euch gewünscht, dass man sich am EU orientiert oder begrüßt ihr es im Gegenteil sogar, dass sich völlig neue Möglichkeiten ergeben?

    Vorher jedoch könnt ihr noch einen kleinen, tränenverschleierten Blick auf das EU werfen ;)


  15. 2. April 2014 | Veröffentlicht unter Filme, rund um Filme.

    Der TMNT-Trailer und des Turtles neue Nase

    Von

    Ja. Der Trailer trägt einen langen, langen Internetbart. Ich gebe es zu. Doch sind ein paar Tage ins Land geschritten und haben in der nostalgischen TMNT-Fangemeinde eine Schneise der Verwüstung in Videokommentaren, Foren und vermutlich auch noch virtuellen Briefkästen hinterlassen, in der man nun nach diesen Tagen der Internetabstinenz wandeln kann. Genau das habe ich getan. Ich schritt durch das apokalyptische Szenario, in der weinende Schildkrötenfans ihre Köpfe gegen Wände schlugen und ihre Kindheit vergewaltigt sahen. Und wieso? Wegen ein paar Nasen und Lippen shrek’schen Ausmaßes.

    Nun bin ich selber skeptisch, was Bays kommende Turtles-Interpretation anbelangt. Slutty-April? Haben wir etwa Karneval? Gut, immerhin trägt sie Gelb. Und: Aliens? Seriously? Letzteres ist mittlerweile weitestgehend dementiert worden, die Skepsis bleibt freilich. Doch den Trailer – den finde ich geil. Er zeigt Action, hübsche Bilder und deutet Humor an, der an den klassischen Turtleshumor erinnert und mit ein wenig Glück auch ähnlich umgesetzt werden wird.


  16. 13. Mai 2013 | Veröffentlicht unter Filme, rund um Filme.

    Rettet eure Kinder vor „sexy Merida“!

    Von

    Am 11. Mai wurde Merida offiziell zur 11. Disneprinzessin gekürt – was in erster Linie Merchandising en Masse bedeutet sowie hübsche Auftritte in den Disneyländern dieser Welt. Schön und gut, sie ist damit in bester Gesellschaft mit etwa Pocahontas, Mulan und natürlich den Klassikern Cinderella und Co. Doch natürlich kann man Merida nicht einfach in ihrer Alltagskluft auf den royalen Laufsteg schicken: ein Make Over wurde angesetzt, woraufhin Merida nicht nur als stark herausgeputzte Prinzessin auf die Bühne trat, sondern auch Entrüstungsstürme hervorrief, die man sonst eher von König Triton erwarten würde. Passt schließlich auch zum #aufschrei-Trend.

    Man hat ihr einen neuen Look verpasst, der Folgendes beinhaltet:

    • ordentlich gekämmte und vermutlich mit Weichspüler (Rosenduft! Weil Cinderellas Werk.) bearbeitete Haare
    • ein glitzerndes Kleid mit güldenen Verzierungen
    • Make-Up (betonte Augen, Camouflage, Rouge)
    • eine OP…


  17. 4. April 2012 | Veröffentlicht unter Filme, rund um Filme.

    [52 Filme] Herr der Ringe

    Von

    Da mir das dieswöchige Thema bei Halliways 52 Filmen sehr gut gefällt, mache ich jetzt auch wieder mit. Diese Trilogie ist einfach Zucker! Ich könnte sie mir stundenlang ansehen! (wäre auch von Vorteil und vermutlich kommt man gar nicht drumherum, wenn man sie sich in Gänze antun will.) Daher hier die Beantwortung eines kleinen Fragenkatalogs.


  18. 15. März 2012 | Veröffentlicht unter Filme, rund um Filme.

    This! Is! Arta!

    Von

    „Kunst“ ist in Nerdkreisen klar definiert: minimalistische Superhelden, zombiefizierte Videospielfiguren, superheldifizierte Zombies, Geschlechtertausch und Zeldas, wie Marios in unterschiedlichsten Varianten. Selbst wenn sich der dreissigtausendste Künstler dieser Thematiken annimmt und neu aufgießt, feiert die Fangemeinde, „liked“ fröhlich und hat es im nächsten Moment wieder vergessen, weil man es so oder so ähnlich eh schon zigmal gesehen hat. Dennoch leben einige „Tumblr-Blogs“ natürlich davon und es ist an sich ja auch eine feine Sache (an der ich mich dann jedoch schon seit einiger Zeit mehr als nur sattgefressen habe.)

    Viel interessanter finde ich persönlich „Skill“. Kunstfertigkeit, die nicht in pseudocoole Bilder gepackt werden muss, sondern allein als solche funktioniert. Dabei muss kein innovatives Konzept dahinterstehen und im Grunde auch keine Kultfigur, obwohl ich speziell dem Fantasy/Sci-Fi-Genre sehr zugetan bin und mich primär natürlich in dieser Sparte auch umsehe. Motiv und Technik müssen passen, sich ergänzen und zusammen etwas Großartiges formen. Heute bin ich über ein Bild gestolpert, das mich wirklich überzeugt hat. Ich weiß, wie schwer es ist, Metall zu malen, egal, ob nun auf traditionellem, oder digitalem Wege. Bei besagtem „Iron Man“-Bild hatte ich zuerst gedacht, dass es sich um ein Foto/Szenenbild aus dem Film handeln würde, doch nein, das ist ein ganz normal gemaltes Portrait. Wirklich, so etwas fasziniert mich ungemein, vielleicht kommt da auch das Elsterhafte bei mir durch: es glitzert und glänzt!

    Der dafür verantwortliche, 28 jährige Spanier Daniel Díaz hat dazu auch ein Tutorial fabriziert, das ich mir mal genauer ansehen werde (und mir gerne unter das Schlafkissen legen würde, wenn das denn ginge.) und auch einige Websites, die man sich gerne auch mal genauer ansehen kann. Vorgestern wurde übrigens erst ein neuer „Iron Man“ zu seiner Galerie gefügt.

    Blog | DeviantArt | Website |Youtube

    Wie steht ihr denn zu „Nerdkunst“ im Allgemeinen? Ist alles automatisch toll, was den „Nerdstempel“ aufgezwängt bekommen hat?


  19. 12. Januar 2012 | Veröffentlicht unter Filme, rund um Filme.

    Guilty Pleasures

    Von

    Ich wurde schon lange nicht mehr mit Stöckchen beworfen. Zumindest nicht virtuell – in der Realität passiert mir das selbstverständlich nahezu minütlich, was immerhin meinen geistigen Zustand erklären könnte. Virtuell hat es nun jedenfalls Maloney getan. Natürlich mache ich nicht jeden Scheiß mit, aber über meine „Guilty Pleasure“-Filme verliere ich gerne das ein oder andere Wort. Dazu muss gesagt werden, dass mir mein Geschmack nicht peinlich ist, daher hatte ich Schwierigkeiten, überhaupt 5 Filme zu finden. Ich habe einen eigenen Geschmack, nicht immer massen- oder „szenen“kompatibel und genau wie ich auch die manchmal abstrusen Geschmäcker anderer Leute nicht peinlich finde – soll doch jeder Barbie im Schwanensee großartig finden solange man mich nicht dazu nötigt, den Film zu sehen – , so stehe ich auch zu meinen Meinungen. Dennoch weiß ich natürlich, welche von mir geliebten Filme auf allgemeine Verunglimpfung stoßen oder gar grundsätzlich verpönt sind.

    Leider wird „Geschmack“ oftmals mit „Ahnung von etwas haben“ verwechselt. Doch nein: du hast nicht automatisch von etwas Ahnung, nur weil du die „richtigen“ Filme gut findest und ich persönlich habe auch keine Lust, mir Unkenntnis vorwerfen zu lassen, nur weil ich bestimmte Dinge gut finde, die anderen Fans so nicht in den Kram passen. Diese Einstellung ist eine der schlimmsten „Fankrankheiten“, die mich btw. zu Tode nervt. So oder so: hier sind nun 5 4 meiner liebsten Guilty Pleasures.


  20. 22. September 2011 | Veröffentlicht unter Filme, rund um Filme.

    Ewoks im Familienalbum

    Von

    Manche Väter sind schon großartig: um der Star Wars liebenden Tochter eine Freude zu machen, entführte Anthony Herrera seine Familie in den Sequoia National Park nicht allzu weit von den Orten, an denen auch Teile von Episode 6 gedreht worden sind. Fröhlich erzählend, dass dort die Brutstätte der Ewoks sei,  waren die Kinder natürlich doppelt begeistert bei der Erkundung der Natur. Schade nur, dass Ewoks, wie man weiß, von Natur aus eher scheue Gesellen sind und sich nicht ohne weiteres zeigen. Ein Glück, dass es Kameras gibt und die Erinnerungsfotos wird sich die Fotos sicherlich noch lange gerne ansehen. via

    Maybe I’m a little wrong for lying to her and falsifying the pictures, but I don’t care. She’ll never forget the time she spent in the big woods with Ewoks.