1. 30. September 2015 | Veröffentlicht unter Gaming, rund um Gaming.

    Call of Duty – „Marketingterror“

    Von

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    Einen Werbe-Fauxpas hatte sich in der vergangenen Nacht Activision für das kommende Call of Duty: Black Ops 3 geleistet: Kurzerhand (oder doch eher: von langer Hand geplant?) benannten sie ihren Twitterauftritt in „Current Events Aggregate“ um, änderten ihr Profilbild nachrichtensendertauglich und ließen die erste einer Reihe von bewusst real wirkender Newsmeldungen auf das ahnungslose Twittervolk los:

    Ein Tweet, dem mehrere weitere folgen sollten, wobei auch „Photos“ (Ja. Die Anführungszeichen sind nicht zu Dekozwecken getippt worden. Nicht nur. Anführungsstriche sind sexy. Rrr.)  integriert wurden.

    Während sich der CoD-Twitteraccount in weiteren News ergießt, nehmen es einige User für bare Münze. Solche, die vielleicht selber Verwandte im Singapur haben. Solche, die generell besorgt sind bei solchen Meldungen. Solche, die das zart-graue „@CallofDuty“ unter dem Usernamen nicht bemerken. Oder einfach solche, die es im Newsfeed erblicken und nicht nach der Echtheit dieser Nachrichten googeln. Warum auch? Es ist eine Nachricht. Aus dem Internet. Und das hat schließlich immer Recht.

    Der Poopstorm (die Kacke war so klein, dass man das nicht „Shit“ nennen kann) ließ nicht lange auf sich warten. Es sei Terrorverharmlosung! Unschuldige Gamer und Twitterer seien hinter’s Licht geführt worden! Geschmacklos!  Falsch! Pfui!

    Ja, es ist… besonders. Und bewusst irreführend, wenn schon Name und Profilbild geändert werden. Aber ich finde es auch irgendwie…keck. Es funktioniert, wie man nun sieht und es ist irgendwie „in character„, was ich faszinierend finde. Das Genre spielt – und das meine ich als Shooterspielerin nicht negativ wertend – mit Terror, Gewalt und Krieg. So offenbar auch in den sozialen Netzwerken. Es ist ein Marketing, das gewagt ist, das manchen auf den Schlips tritt, aber auch auf sonderbare Weise authentisch ist- und das mag ich.

    Geschmacklos? Hm. Ja. Durchaus. Aber in meinen Augen dadurch nicht so mies, wie manche es sagen, die gleich einen Terroranschlag auf die Gamerszene als solche und vermutlich auch das Ende des Abendlandes an sich wittern.

    Knappe 5 Stunden später wurde die ganze Chose aufgelöst. Pflichtbewusst mit einem Tweet.

    Trotz Poopstorm wurde sich bislang übrigens nicht um eine Stellungnahme bemüht. Stattdessen wurde vor einer Viertelstunde auf Twitter der Storytrailer verlinkt Hurra! Aber ihr habt nun derartig viele Tweets und damit auch den Channel verlinkt auf dem Präsentierteller serviert bekommen, dass ihr den auch ohne meine Hilfe finden werdet. Ich glaube an euch!


  2. 17. September 2015 | Veröffentlicht unter Gaming, rund um Gaming.

    „Wir spielen“ – eine Essaysammlung

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    Was verbinden wir mit dem Spielen – gleich, ob es sich um Video- oder Rollenspiele, um LARP oder Gesellschaftsspiele handelt -, welche Erfahrungen haben wir mit ihnen gemacht, was ist der Kern, das, woran man sich auch im Nachhinein erinnert? Ich habe zehn Geeks aus verschiedensten Bereichen nach ihren persönlichen Highlights, Erlebnissen und Gedanken zum Thema „Spielen“ befragt und zehn völlig verschiedene Antworten erhalten, die hier natürlich auch alle verlinkt sind.

    Von Dialogen zwischen spieleverrückten Paaren, Kindheitserinnerungen bishin zu der ach so schlimmen Thematik rund um das Thema „Ist man irgendwann zu alt für Spiele?“ – Spieler sind vor allen Dingen eines: Vielfältig.

    Und was ist euer „Spiel des lebens“? (Danke Annika, der Titel ist einfach zu schön!)

     


    „Spiel des Lebens“ von Annika Lewin

    „Ich denke ich kann schon sagen, dass ich durchs Spielen (im weitesten Sinne) meine schönsten, aber auch meine beschissensten Momente hatte. Damit ihr auch was davon habt, nehme ich euch einfach mal mit in meine „Geschichte des Spielens“. Achtung: kann Spuren von kitschigem Inhalt, Liebe, Schwafelei und Vergangenheitsschwelgerei enthalten (aber keine Katzen!).“

    Einen schönen Schwank aus ihrem Leben als „Spielerin“ erzählt Annika, wo wir sie durch Höhen und Tiefen gleichermaßen begleiten. Hier sieht man deutlich, welchen Einfluss das Spielen auf einen Menschen haben kann.

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    „10 erinnerungswürdige Screens meiner Gaming-Karriere“ von Thilo Nemitz

    „Doch ich werde es immer mal wieder spielen und mich in der atemberaubenden Schönheit der Witcher-Welt verlieren. Mein nächster Plan ist es, mit dem Boot über das sturmumtoste Meer zu den Skellige Inseln zu fahren. Ein Freund hat mich bereits vorgewarnt, dass Musik und Grafik dort dem härtesten Mann die Tränen der Rührung in die Augen treiben.“

    Videospiele – das Bilderbuch des Mannes. Oder so. Thilo hat zehn erinnerungswürdige Screenshots gesammelt, die das Herz erweichen, nachhaltig schocken oder an die man mit einem wohligen Schauer zurückdenkt.

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    „Ich will doch nur spielen“ von David Grashoff

    Ich habe im zweiten Weltkrieg, im Irak und in Afghanistan gekämpft und den Helghast in den Arsch getreten. Ich habe zig Alien-Invasionen verhindert und mehr Monster getötet als Gina Wild Schwänze gesehen hat.

    Für manche gleicht das Spielen einem Sprung in den Jungbrunnen, andere scheinen es als Ersatz für bewussteinserweiternde Drogen zu tun, während es andere nur zum Zeitvertreib betreiben- und für David Grashoff scheint es alles in einem zu sein!

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    „Die Sache mit den Rezensionsexemplaren“ von Maja

    „Das Internet bietet für Blogger viele Möglichkeiten, ihre Interessen und Meinungen mit der Öffentlichkeit zu teilen. Bei vielen stecken nicht einmal berufliche oder finanzielle Ambitionen dahinter. Doch auch als „Spaßblogger“ wünscht man sich hin und wieder Unterstützung, um gute Inhalte produzieren zu können, ohne an der Masse der Neuerscheinungen auf dem Spielemarkt zu verarmen. Und was läge in diesem Fall näher, als sich an einen Publisher zu wenden?“

    Das Anfordern von Rezensionsexemplaren kann traumatisierend sein – wie im Fall von Maja.

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    „Vom Spielen, dem Universum und dem ganzen Rest“ von Stefan Servos

    „Aber warum eigentlich? Warum können wir nicht heute noch beim Nachbarn klingeln und fragen: „Kann der Sascha zum Spielen rauskommen?“. Okay, Sascha ist 37 und kann das mittlerweile sicherlich selbst entscheiden. Aber ansonsten wäre das doch keine schlechte Idee, oder?“

    Welche Bedeutung hat das Spielen für uns, für Freundeskreise, für die Gesellschaft? Wann ist man eigentlich zu alt für Spiele – oder gibt es keine Altersbegrenzung? Diesen Fragen geht der gute Herr Stefan nach und beantwortet sie für sich in diesem Artikel.

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    „Augmented Roleplay“ von Cifer

    „Ging es noch einen Schritt weiter? Aber sicher doch! Neben einigen meist wenig frequentierten Spielerbörsen entdeckte ich vor mittlerweile drei Jahren die Drachenzwinge, eine deutschsprachige Community von Spielern verschiedener Systeme, die über Teamspeak Runden veranstaltete. Nachdem bei Forenspielen immer recht schnell ein paar Spieler das Interesse verloren und das Geschehen im Monatstakt voranschritt, war Voicechat eine neue Art des Spiels für mich, die mich faszinierte.“

    Eine persönliche Zeitreise durch das „erweiterte Rollenspiel“, das mit seinen Laptops, Apps und Computerprogrammen nicht nur Fluch, sondern auch Segen sein kann, wie Cifer hier erläutert.

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    „Wenn Weltenbau und Gameplay kollidieren“ von Evanesca

    „Und was tut das itemwütige Kind?
    Es schaut in sämtliche Vasen und durchsucht sämtliche Mülltonnen.
    Das Prinzip ist natürlich von ähnlich gearteten Spielen bekannt – man zerbricht Kisten oder plündert Kästen, um die Items abzugreifen. Aber in der Regel durchsucht dabei kein zehnjähriger Bengel und keine zehnjährige Göre die Mülltonnen oder stülpt Blumenvasen um. Man stelle sich diesen Aspekt des Gameplay im Real Life vor! Wenn sich dann in der Mülltonne zufällig Tonscherben oder ein Beleber findet, wird das gute Stück dann angepustet und in die Tasche gesteckt.“

    Weltenbau und Gameplay konkurrieren nicht selten miteinander: Spielfiguren agieren mitunter höchst seltsam, wenn man die Gegebenheiten ihrer Umwelt in die reale Welt übertragen würde. Ein paar kuriose Beispiele liefert Evanesca.

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    „Die Taten der Vergangenheit“ von Judith Vogt

    „Nur einmal konnten wir die Menschheit nicht retten … Du hast den Raptor gesteuert und ich die Viper … als die 12 Kolonien fielen.“ – „Beim Pfeil des Apoll! Erinner mich nicht daran – ein schwarzer Tag.“ – „Mehr als ein Tag – auf Caprica sind wir beinahe drauf gegangen, als wir die Zivilisten retten wollten.“ – „Aber es gab auch großartige Momente: Weißt du noch? Als du auf der Hügelkuppe standest und mit dem Snipergewehr die Cylonen abgeknallt hast, während wir in dem alten Schulgebäude die menschlichen Versuchskaninchen befreit haben?“ – „So say we all!“

    Rollenspielpaare reden anders miteinander. Sie schwelgen gemeinsam in Erinnerungen alter Heldentaten, sinnieren über ihre „multiplen Persönlichkeiten“ und schütteln gemeinsam den Kopf bei dem Gedanken daran, doch schon einmal bei der Rettung der Menschheit versagt zu haben. Judith lässt uns an einem dieser besonderen Gespräche teilhaben!

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    „Play hard, go pr0: Meine Gaming-Geschichte von moep0r

    „Auch im Alter von 4 Jahren konnte ich selbstverständlich schon englische Texte lesen und komplexe Zusammenhänge verstehen, aber dennoch muss ich sagen, dass ich Spiele bis heute in der Regel tatsächlich am liebsten des Spielens wegen spiele. Also dem Part, wo man eine Figur steuert und Dinge tut.“

    Patrick aka moep0r lässt uns an seiner ganz persönlichen Gaming-Geschichte teilhaben. Für ihn spielt man Spiele nicht nur – man erlebt sie.

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    „Wenn aus Ernst Spiel wird“ von Guddy

    „Für mich kann „Spielen“ mehr als nur geselliger Zeitvertreib sein. Auch dadurch hatte ich damals gelernt, dass das Leben weiter geht, dass man trotz Trauer und dem Verlust eines Menschen noch Spaß habendarf. Natürlich waren die Spieleabende nicht alleine dafür zuständig. Doch sie sind mir in Bezug darauf besonders im Gedächtnis geblieben.“

    Ich erzähle einen Schwank aus meinem Leben zum Thema: Spielen als Trauerbewältigung

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  3. 17. August 2015 | Veröffentlicht unter Gaming, rund um Gaming.

    Fanart: Geralt und Triss

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    Mittlerweile habe ich von meiner „Ich zeichne euch was“-Aktion schon zwei Charaktere fertig, obwohl ich auch noch am allerersten sitze, da ich bei diesem nicht weiterkomme. Um mich gedanklich ein wenig von diesem widerspenstigen Bild zu lösen, ging es für mich an eine FanArt. Wenn ein Leser panisch ruft: „Guddy, zeichne Geralt mit Triss! Jetzt! Sofort! Ogogog!“ Kann ich schlecht Nein sagen, schließlich geht es um den Witcher! Und das, obwohl ich eher „Team Yennefer“ bin – wenn überhaupt. Um ehrlich zu sein habe ich beim Witcher noch keine Romanze angezettelt und habe dies auch so bald nicht vor. Hey, es gibt einfach viel zu viele Monstrositäten da draußen, die von mir geschlachtet werden wollen!

    Hier also meine erste FanArt. Tadaa:

    [Achso. Hier „NSFW!“ zu schreiben wäre heillos übertrieben. Sie erzählt ihm gerade eklige Details von ihrem letzten Abenteuer in der Kanalisation und hat ihre stinkenden Klamotten verständlicherweise ausgezogen. Säxi.]

    Geralt und Triss Romance2

     


  4. 30. Juli 2015 | Veröffentlicht unter Gaming, rund um Gaming.

    Stühle in Videospielen

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    Die Repräsentation von Frauen, Schwarzen, Homosexuellen, Chimären, Stiefmütter in Videospielen… sie wird gerne kritisiert, die Darstellung als einseitig oder gar negativ beschrieben. Doch sie werden immerhin dargestellt und haben Profil! Könnt ihr das auch von Stühlen in Videospielen sagen? Habt ihr einen Lieblingsstuhl, ist euch irgendeiner besonders im Gedächtnis geblieben? Na? Naa?

    Stühle haben es nicht leicht. Ganz im Ernst.


  5. 1. Juni 2015 | Veröffentlicht unter Gaming, rund um Gaming.

    Vorstellung: Mooneye Studios

    Von

    Was haben inkompetente Superschafe, bunte Blopmonsterchen und Tiere kontrollierende Wölfe gemeinsam? Das Entwicklerstudio! Das nennt sich Mooneye Studios, sitzt mit acht kreativen Köpfen in Hamburg und bastelt an einem tierischen Adventure (hier die Alpha Promo und dort die Unterseite) und Mobile Games.

    Gemeinsam haben wir uns im Neuland aka Skype zusammengesetzt, haben technischen Widrigkeiten getrotzt und über ihre Projekte geplaudert. Ich persönlich bin sehr auf die weitere Entwicklung von Lost Ember gespannt, schließlich habe ich eine Schwäche für Wölfe in Videospielen – vor allen Dingen dann, wenn sie, wie hier, als Protagonisten auftreten.

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  6. 28. Mai 2015 | Veröffentlicht unter Gaming, rund um Gaming.

    LoL: Erste Schritte

    Von

    [Ja, ich bin ein LoL-Kacknoob. Nein, das bezieht sich nicht auf alle anderen Spiele. Ja, ich kann auch tatsächlich gut spielen, wenn es nicht gerade Lol ist. Solitaire zum Beispiel. Das habe ich ja sowas von gerockt!]

    2009. In diesem Jahr wurde League of Legends erstveröffentlicht. Bald sechs Jahre ist das her. Das sind zwei Uncharteds, sechs gamescoms, rund 700 Milliarden E-Mails, kurz: Eigentlich ist es eine halbe Ewigkeit, zumindest in Internetzeitrechnung. In all den Jahren wurde es gekauft, gefeiert, bis zum Erbrechen gespielt, Stars des E-Sports sind daraus hervor gegangen, vor den Bühnen der Gamingconventions versammeln sich Hunderte, um ihren Idolen zuzugucken.. und ich ging mit Scheuklappen durch das LoL-Leben. Bis jetzt. Ich muss schließlich am eigenen, verkümmerten Gamerleib erfahren, woher diese Faszination kommt!

    Ich werfe mich also selber mitten in mein erstes Spiel hinein, nachdem ich mich im Riotshop ein wenig umgesehen habe. Man will schließlich erleben, mit wem man im Koop-Mode ist und dahinter stehen, also tausche ich im Shop die mittels Paysafecard offline erworbenen Points gegen Skin und Champion. Klappt einwandfrei, nun bin ich gewappnet – und hübsch. Zumindest sind es meine Pixel. Selbstverständlich bin ich auch präpariert mit Wissen, das ich mir mittels diverser Let’s Plays angeeignet habe. Man kann in die Rollen eines Champions schlüpfen, der mit allerlei furiosen Fähigkeiten ausgestattet ist, mit denen er – oder sie – die monströsen Gegner besiegen kann. Und den gegnerischen Nexus. Den gilt es für mich nun, zu zerstören. Gemeinsam mit vier zufällig zugewiesenen Mitspielern lande ich im Champion-Auswahlbildschirm. Ich wähle den whiskeyschlürfenden Gangplank. Weil Arrr!

    Wenig später wird die Map geladen und ich bin trotz der unfassbar vielen Let’s Plays, die ich gesehen habe (tatsächlich waren es zwei. Einhalb. Aufgrund des Let’s Players habe ich das Video „ragegequittet“.) etwas verwirrt. So viele Farben bin ich gar nicht gewöhnt! Wo soll ich überhaupt hin? Was mache ich hier? Und habe ich die grellen Farben erwähnt?! Aber halt, stop! Du bist eine starke Frau, sage ich mir, du hast einen Ruf zu verteidigen! Wenn du dich jetzt dumm anstellst, wird das auf die gesamte Frauenschaft der Welt zurückfallen und du als Kacknoob in die Annalen der Gamergirls eingehen. Kurz liebäugel ich mit dieser Aussicht, doch schließlich schaffe ich es doch noch, meinen Champion durch die Lanes zu bewegen und ihn gegen ein paar Mobs aufzuhetzen. Um in den Kreis der Gamergirls aufgenommen zu werden, mangelt es mir momentan ohnehin an Ausschnitt.Kill them! Kill them all! Also die Mobs. Nicht die Gamergirls.

    „Hi.“, schreibe ich in den Chat, während mein kleiner Pirat die Mobs auseinander nimmt, „I’m a Newbie, so: Sorry, but I’ll do my best, I swear!“ Ein grober Fehler. „Shut the §%&/& up!“, zwitschert mir mein Teammitglied entgegen, während der nächste etwas von Arschlöchern und Fails faselt und sich darüber mokiert, dass er immer in den falschen Teams landet. Sofort fühle ich mich wohl. Das ist ja fast wie damals beim PvP in der Kriegshymnenschlucht! Good old times. Das Spiel selbst geht friedlich vonstatten. Einer Symphonie gleich spritzt zwar kein Blut, aber fliegt doch Gegner um Gegner an mir vorbei. Das macht… fast ein wenig Spaß. Bis ich auf meinen ersten gegnerischen Champion treffe. Eine rothaarige Schönheit, die sich hinter ihren Kompagnons versteckt. Pff! Die braucht doch kein Mensch! Ich presche in die aufgeregt wuselnde Gruppe aus kleinen Handlangern und.. -. Moment. Warum ist der rothaarige Champion eigentlich schon Stufe 5? Oder anders gefragt: Hätte ich doch weniger die Landschaft erkunden und stattdessen mehr als nur zwei Levels aufsteigen sollen? Vermutlich. Damn it! Aber weglaufen? Nein! Ich stelle mich meinem Schicksal und werde zu Tode geprügelt. Hu-rra.

    Aber ich habe Blut geleckt! Und wenn es nur mein eigenes war, aber ich will mehr! Zumindest das dieser rothaarigen Champion-Furie! Meine Mission ist klar: Erst sie, dann der Nexus! Vielleicht auch umgekehrt. In Anbetracht meines Skills sollte ich es vielleicht doch nach unten relativieren: Erst ein Schluck Wasser, dann wird der Nexus von meinen Teamkameraden zerstört! Klingt machbar.

    Vom Tode und Whiskey beschwipst stürme ich mit meinem Piraten querfeldein, dieses Mal jedoch gesitteter. Erst den Gegner ausloten, dessen Minions ausschalten und selber geschickt hin und her hüpfen, um feindlichen Angriffen zu entgehen und dem Tod nochmal von der Schippe zu springen. Mein Lebensbalken dankt es mir. Wirklich, ich bin richtig gut! So gut, dass der Chat nur so wimmelt von Liebesbekundungen. Aber ich liebe sie ja auch, meine freundlichen Mitspieler von nebenan! Irgendwann kenne ich die Tastenkombis blind, weiß ungefähr, wie viel Schaden dieser und jener Angriff macht und stelle fest, dass das, gegen das wir gerade gesammelt antreten, der Nexus ist. Nicht unserer, sondern der des Gegners! Euphorisch wische ich mein Glas Wasser vom Schreibtisch, wecke dadurch meine Katze, die folgerichtig kurz darauf panisch über meine Tastatur fetzt – und erlebe unseren Sieg nicht mehr.

    Ich gucke wasseraufwischend auf meine Uhr und stelle überrascht fest, dass seit Anpfiff nur lächerliche 25 Minuten vergangen sind. Es kam mir wie Stunden vor, ich war kurz davor, mich als ausdauerndste Spielerin Deutschlands feiern zu lassen. Wieder ein Lebenstraum geplatzt. Doch irgendwie hat es kurioserweise auch Spaß gemacht.

    Das Erlebnis ist nun ein paar Wochen her, mittlerweile habe ich es noch zwei oder drei Mal gespielt. Wirklich begeistern konnte es mich jedoch nicht. Immerhin: So ganz planlos bin ich nicht mehr.

    Dieser Artikel ist in Kooperation mit Paysafecard entstanden. Die Themenfindung und die Gestaltung liegt dabei bei mir. Die Paysafecard ist ein sicheres Prepaid-Zahlungsmittel im Internet, das man an vielen Verkaufsstellen wie bspw. Tankstellen erwerben kann. In Spielen wie bspw. LoL kann man dieses nutzen. In diesem Artikel erkläre ich es nochmal ein wenig genauer.

  7. 2. Mai 2015 | Veröffentlicht unter Gaming, rund um Gaming.

    Great Games 1994 – 2004: Eine Zeitreise

    Von

    Wenn sich neun (Gaming)Youtuber unter 50* zusammentun, um gemeinsam an einem Videoprojekt zu arbeiten, kann das nur eines bedeuten! Seriosität? Unfassbar professionell gestaltete Starfilme mit drölfzig oscarverdächtigen Special Effects? Kekse? Nein! Vielmehr kleine Videos voller alberner Anspielungen, Seitenhieben und Spaß! Und Peniswitzen. Logisch. Worum geht’s überhaupt genau?

    Wir stellen Spieleperlen vergangener Jahre vor, wobei jeder von uns ein Jahr bearbeitet und dabei die Hilfe von zwei Schergen bekommen hat. Ein Spaß für die ganze Familie also! Zumindest zu großen Teilen. Dabei sind neun Videos entstanden, die ich euch in der folgenden Playlist einfach mal nahelegen werde. Beginnen wir mit dem ersten Jahr der Liste, dem Jahr 1994, bei dem ich Regie führen und das Skript erstellen durfte.

    Mit dabei: The Final Stage Show  (zuständig für Recherchen und Arch… Moment. Quatsch. Zuständig für das Intro)| The Gamepad Empire | LetsGameDev (zuständig für die Transitions und den Intro-Jingle) | Just Platinized | Wackiger Zocken (zuständig für den Titel) | Animatiker | Onkel Schubbi | ProNoob2K | und meine Wenigkeit

     

    *Gibt’s eigentlich Gamingyoutuber über 50? Links, ich brauche Links!

  8. 29. April 2015 | Veröffentlicht unter Gaming, Rollenspiel, rund um Gaming.

    Rollenspiel in LoL

    Von

    Rollenspiel in Videospielen zu betreiben, ist schwierig. Ich meine damit nicht das „Rollen-Spiel“, indem man bspw. die Rolle eines Tanks einnimmt oder in Dialogen unter diversen Antwortmöglichkeiten auswählt, sondern „echtes“ Rollenspiel. Das freie Spielen des Avatars etwa in dem vom Spiel mitgelieferten Chat, im TeamSpeak oder in Foren.

    Ich erinnere mich noch gut an meine Rollenspiele innerhalb SW:TOR und WoW. Auf den Rollenspielservern herrschte zu Beginn immer friedliche Einigkeit: „Jawohl, wir wollen für immer RP betreiben und nienienie OOC sein!“ Das kann man – vor allen Dingen als ganzer Server – natürlich nicht durchhalten. Ständig hüpfen jodelnd OOCler durch’s Bild, das visuelle Korsett der Spielmechaniken beengt und irgendwie ist man doch ohnehin primär hier, um Quests zu meistern. Trotzdem gibt es noch RP-Communities. Bei League of Legends zum Beispiel. Mit einem Bekannten, nennen wir ihn einfach mal anonym Stephan Meister, habe ich mich über eines seiner liebsten Hobbies unterhalten: Dem Briefmarkensammeln.

    Nein, natürlich über das Rollenspiel innerhalb des LoL-Universums. Die Lore, die Geschichte des Spiels, ist riesig. Das ist kein Geheimnis, bietet jedoch Stoff für allerlei Geschichten rund um die sogenannten Champions, die die Avatare darstellen. Deren Hintergrundgeschichten sind trotz ihres Daseins als Kampfmaschinen ausgearbeitet, die Beziehungen untereinander zu großen Teilen festgelegt. Das Rollenspiel an sich findet dabei nicht unbedingt innerhalb der Matches statt, sondern oft außerhalb des Spiels. In den (offiziellen) Foren, in Chaträumen und per Mail.

    [Stephan] Angefangen habe ich damals in den offiziellen Foren. Es gibt einen extra RP-Bereich, der früher aber besser besucht war als heute. Meistens, so war es mein Eindruck, geht es dabei aber mehr um den einzelnen Champion und nicht um das Zusammenspiel. Es gibt viele „Ask XY“-Threads, in denen der Champion befragt werden kann. Damit hatte ich angefangen und war gleichzeitig mein erstes RP überhaupt. (…) Anfänger haben es dabei nicht leicht. Es müssen unendlich viele Dinge beachtet werden und man steigt als Noob nicht so schnell in bestehende Spiele ein. Viele Threads sind geschlossen, wenige offen, also so, dass jeder einfach so einsteigen kann. Echtes Rollenspiel ist das Forenspiel aber selten.

    Wobei er als Ausgangspunkt für das Interesse am Rollenspiel ganz klar das Aussehen der Welt und der Champions nennt. Die Faszination, die dieses Spiel und das Aussehen der Champions auszulösen weiß, spiegelt sich schließlich auch in den unzähligen Cosplays wider. Und in den Zahlen. Spieler geben für das Aufhübschen der Avatare am meisten Geld aus, wie beispielsweise diese Studie zeigt. Dutzende Skins können gekauft werden, um das Aussehen zu optimieren. Beispielsweise und bequem per Paysafecard können diese erworben und auf den Avatar angewendet werden.

    Viel wichtiger als die Foren wurden für Stephan bald die Tumblrs. In denen toben sich einige Rollenspieler noch ein wenig mehr aus, die Abonnierfunktion ermöglicht zudem ein leichteres Folgen des jeweiligen Charakters. Hier ist es auch wieder die Optik, der bewusst viel Raum gegönnt wird. Fanfictions runden die Rollenspielbeiträge ab. Wobei: Rollenspiel über Tumblr? Ist das nicht auch ziemlich einseitig?

    [Stephan] Im Prinzip schreibt man in dem Tumblrs (wir nennen sie Champion-Blogs) seine eigenen Geschichten auf, auf die andere Blogger reagieren. Ich fand es komischerweise immer textbezogener als die Foren, es war persönlicher, obwohl es eigentlich öffentlicher ist. Es ist vor allen Dingen auch individueller, weil man seinen Blog selbst gestalten kann. (…) Man verschmilzt im Blog mehr mit dem Charakter, ist also mehr im Spiel drin. Man bekommt mehr Reaktionen und die Community ist ziemlich eng.

    Bei feststehenden Charakteren wie den Champions ist es natürlich eine Ecke schwieriger, den Charakter so darzustellen, dass er alle zufriedenstellt. Er ist nicht in einem Hirn zu Hause, sondern in mehreren. Jeder der Mitspieler kennt die Hintergrundgeschichte und hat womöglich ein anderes Bild vor Augen, andere Ansichten darüber, wie der Champion in dieser oder jener Situation zu reagieren hat. Deshalb ist zumindest Stephan bald auf einen Original Charakter, kurz OC umgestiegen. Ein selbst gefertigter Charakter, der obligatorischerweise in die Welt von LoL passen muss. Als ich mich selber im Netz diesbezüglich umgesehen habe, hatte ich den Eindruck, dass OCs stiefmütterlicher behandelt werden als Champions. Der einfache Grund, dass die Champions schließlich auch im Spiel selbst ihren Auftritt haben und man neben Blogs, Foren und Co auch noch während des Matches in der Rolle bleiben kann, ist sicher einer der wichtigsten Gründe dafür. So werden zumindest im offiziellen Foren die OCs von den „Ask XY“-Threads auch ausgeschlossen bzw. dürfen vielmehr keinen eigenen Thread erhalten. Und natürlich ist die Fangemeinde eines Champion-Chars in der Regel größer als die eines OCs irgendeines Spielers.

    Weshalb Stephan seinen Blog mittlerweile gelöscht hat, ist weder der Community, noch dem Tumblr an sich zu verschulden. Er hat vielmehr, was ich persönlich auch sehr gut verstehen kann, das Mailrollenspiel für sich entdeckt. Das trifft von seinen Möglichkeiten am ehesten meinen Nerv – wenn man jemanden gefunden hat, mit dem man schreiben kann. Es können so teilweise richtige Romane entstehen, die statt von einem Autor, von zwei oder auch dreien oder vieren geschrieben werden. Und das geht bekanntlich nicht nur mit LoL, sondern mit jedem anderen Genre, Fandom und Medium.

    Wo es Charaktere gibt, gibt es auch Rollenspiel und Fan Fictions. Das war so und wird immer so sein. Was mir neu war, ist der ganze Mikrokosmos, der sich bei LoL (und sicher nicht nur da) aufgetan hat. In meinen eigenen Spielen war ich mir dessen nie so ganz bewusst, vielleicht gab es bei SW:TOR auch einfach nichts Vergleichbares.

    Spielt von euch jemand LoL und hat Erfahrungen mit dem Rollenspiel dort gemacht? Gesagt werden muss natürlich noch, dass Stephan nicht unbedingt der Repräsentivste ist und sein muss. Aber er bot mir und hoffentlich auch euch einen netten Einblick.

     

    Dieser Artikel ist in Kooperation mit Paysafecard entstanden. Die Themenfindung und die Gestaltung liegt dabei bei mir. Die Paysafecard ist ein sicheres Prepaid-Zahlungsmittel im Internet, das man an vielen Verkaufsstellen wie bspw. Tankstellen erwerben kann. In Spielen wie bspw. LoL kann man dieses nutzen. In diesem Artikel erkläre ich es nochmal ein wenig genauer.

  9. 14. April 2015 | Veröffentlicht unter Gaming, rund um Gaming.

    Meine Erfahrungen als Gamerin

    Von

    Seit ich heimlich mit dem Gameboy meines großen Bruders gespielt habe, spiele ich Videospiele. Damals war ich 5. Bei meinem ersten P&P-Rollenspiel – Star Wars – war ich ~10. Wieder war mein Bruder Schuld: Ich spielte einen Wookie in seiner Abenteuergruppe. Die Faszination, selber in eine Geschichte eingreifen zu können, sie mitzugestalten und Abenteuer aus eigener Hand zu „erleben“ hatte mich sofort im Griff. Ich spielte damals und spiele noch heute: Blutiger, actionreicher, brutaler als damals. Was sich nicht geändert hat, ist mein Geschlecht. Ich bin eine Frau. Und als Frau habe ich es grundsätzlich schwerer in der Gamingcommunity, werde nicht ernst genommen, sexuell belästigt und belächelt.

    Das zumindest ist der Eindruck, den man schnell erhalten kann. Der ist sicherlich nicht durchweg falsch, ist er doch durch vielerlei Erfahrungen anderer Frauen begründet. Die teile ich jedoch nicht, meine Erfahrungen sind durchweg positiver Natur. Wobei: Nein. Auch ich wurde in Online-Spielen bereits diffamiert und beleidigt. Doch nicht, weil ich eine Frau bin. Sondern weil der Gegenüber ein infantiles Arschloch ist – und sei es nur temporär im Spiel. Ob er mich nun hinter den Herd schickt oder virtuell an meine Brüste will (Seems legit.), ist für mich vergleichbar mit dem Gezicke der Herren untereinander. Da habe der eine einen kleinen Schwanz, der nächste sei impotent und überhaupt könne die Mutter eines Jeden gefickt werden. Das Gerede kennt man und trifft vermutlich jeden, der sich im Multiplayer herum treibt.

    Wie dem auch sei: Als Frau habe ich mich nur in den seltensten Fällen schlecht behandelt gefühlt. Dass das nur meine Erfahrung ist, ist mir durchaus bewusst, daher möchte ich auch nicht von mir auf andere schließen. Ich möchte nur aufzeigen, dass es durchaus auch andere Erfahrungen als die übliche gibt. Auch das Gamerleben besteht nicht nur aus Schwarz und Weiß.

    Meine erste eigene Rollenspielrunde bestand aus drei Mädchen und einem schwulen Jungen, die ich alle selber aus dem Freundeskreis rekrutiert hatte. (Übrigens hatte ich aus dem Grund des Frauenüberschusses einen Mann spielen müssen … und bin beim Crossgendern bis heute geblieben.) Auf dem Schulhof unterhielt ich mich gerne mit Jungen höherer Jahrgänge oder mit Jungs aus dem Judo- und Kung Fu Verein über Videospiele, während mich jeder einzelne aus meiner eigenen Klasse komisch fand. Kaum verwunderlich, denn ich war ganz offensichtlich ein Nerd. Man hat mich und meine Person gemobbt. Doch nicht mich als weiblichen Nerd.

    Im Nachhinein finde ich es erstaunlich, dass ich als ein, zwei, sogar drei Jahre jüngeres Mädchen unter den männlichen Gamern ernst genommen worden bin. In dem Alter ist das nicht unbedingt selbstverständlich. Wenig Berührungsängste hatte ich daher mit dem Internet und LAN-Parties. Der DSA-Chat war meine Spielwiese, LANs mein Battlefield. Ich hatte nie verheimlicht, dass ich ein Mädchen bin, warum auch, Kommentare tangierten mich nicht. Es kam vor, dass sich ein männlicher Mitspieler mehr über einen ihn beleidigenden Gamer ausgelassen hat, als ich mich über meine Tode echauffiert habe.  Ich war nie die angebetete Königin im Raum oder der Gruppe. Ich war eine Spielerin, die mal gut und mal schlecht gespielt hat. Spaß hatte ich fast immer. Und wenn nicht, dann lag es in den seltensten Fällen an meinen Mitspielern. Ich wollte als Spieler ernst genommen werden und habe das, denke ich, auch immer so ausgestrahlt.

    Dann kam meine WoW-Ära und auch dort war ich aus meiner Sicht einfach Teil des Spiels und später Teil der Gilde. Natürlich kam es vor, dass sich jemand in mich verguckt hatte. Das und Annäherungsversuche kommen im besten Hobby vor. Versuch dich mal als halbwegs gutaussehender Mann in einem Nähkurs voller weiblicher Singles unsichtbar zu machen. Klappt nicht. Und das ist auch okay so – wenn es nicht zu Übergriffen kommt.

    Ob ich belächelt werde, sehe ich nicht. Vielleicht ist es so, vielleicht wird auch der männliche Gamer aus der zweiten Reihe links belächelt. Doch ich denke, dass ich einen Punkt habe, man generell einen Punkt haben muss. Vielleicht muss man als Frau auch zwei setzen, zwei Mal häufiger „Ich meine es ernst!“ rufen und mit dem Finger schnippen. Mag sein. Ich habe das nie aktiv getan sondern einfach gemacht. Ich sehe mich selber nicht als Gamergirl, sondern als Gamerin, die auf gleicher Höhe mit einem Mann gleichen Know Hows ist.

    Einige meiner damaligen Gildenmember zählen nun zu meinen engsten Freunden. Im Internet, als Geekbloggerin und -Youtuberin, fühle ich mich innerhalb der Männerdomäne wohl. Kein Zeichen von Bevorteilung oder Belästigung. Natürlich bekomme ich gerade als Youtuberin auch Kommentare bezüglich meines Aussehens. Positive wie negative, wie jede andere Youtuberin auch. Das ist leider ein allgemeines Youtube- bzw. Sexismusproblem. Frauen werden, meiner Erfahrung nach, gerne und im wesentlich stärkeren Maß als Männer auf das Aussehen reduziert. Das ist im Gamingbereich sicher nicht anders und ein Punkt, den ich selber erlebt habe. Ich will nicht abonniert werden, weil ich gut aussehe, sondern weil ich guten Content liefere. Nicht „gedisiliked“ werden, nur weil jemandem mein Gesicht nicht passt. Anders als viele andere Youtuber- und Bloggerinnen poste ich auch nur selten Fotos von mir, wie ich bspw. mit meiner neusten Errungenschaft posiere. Allerdings primär, weil ich es schlicht unnötig finde.

    Doch zurück zum ausschließlichen Gamerleben. Ich spiele mein Ding durch. Dass ich als Frau häufiger belästigt werde als ein Mann habe ich noch nicht feststellen können. Liegt es daran, dass ich Glück habe? Daran, dass ich es einfach übersehe oder es mich nicht berührt? Daran, dass ich kein Futter gebe? Ich weiß es nicht. Aber ich fühle mich in der Gamingcommunity verdammt wohl.


  10. 6. April 2015 | Veröffentlicht unter Gaming, rund um Gaming.

    Deutsche Nichtnazis in Videospielen? Come on….!

    Von

    Ursprünglich hatte ich folgenden Plan: Die Repräsentation von Deutschen in Videospielen darzustellen. Schließlich wohne ich hier. Also in Videospielen, nicht in Deutschland, versteht sich. Nur leider wurde das dann ziemlich fad – es werden meines Erachtens nach einfach zu wenige Deutsche in Videospielen dargestellt, als dass ich da groß eine Geschichte der Repräsentation würde herleiten können. Und den typischen Nazibösewicht haben wir alle bereits gesehen. Wobei ich auch per se nichts gegen diesen Stereotyp in der Popkultur habe, solange nicht Überhand nimmt und es so darstellen lässt, als sei jeder Deutsche ein Nazi. Dass ich für Vielfalt und alle möglichen Graustufen bin, sollte mittlerweile bekannt sein.

    Ein paar einsame Videospielseelen aus Deutschland, die nicht diesem Typ entsprechen, gibt es natürlich dennoch. Und die stelle ich im Video kurz vor. Wobei es davon ab einige Beispiele gibt, bei denen die Herkunft nicht geklärt ist. Ein deutsche erscheinender Akzent alleine sagt nichts aus, zumal der Akzent eines Charakters auch gerne einmal je nach Version oder Autor wechselt oder plötzlich nicht mehr vorhanden ist. Andersherum gibt es sicher auch einige Deutsche, die kaum bis keinen Akzent haben und denen man ihre Herkunft nicht an der Nase ablesen kann.

    Und so bin ich mir auch fast sicher, dass ich den ein oder anderen deutschen Charakter auch übersehen habe. Also los! Welche deutschen Charaktere kennt ihr noch?


  11. 20. März 2015 | Veröffentlicht unter Gaming, rund um Gaming.

    Catventure – Ein Let’s Play

    Von

    Ein bisschen Trash darf hier auch mal sein. Vielleicht werde ich in der nächsten Episode auch die ganzen Katzenwortwitze raushauen. Aber nur vielleicht!

    Meet Ginger, the bestest katz in the world!


  12. 19. März 2015 | Veröffentlicht unter Gaming, rund um Gaming.

    Gaming-Spleens

    Von

    Mittwochabend. In irgendeinem Haus in irgendeiner Stadt legt G.Hoffmann, die hier aufgrund der weiteren Ereignisse lieber unerkannt bleiben möchte, die DA:Inquisition CD ins Laufwerk der allseits bereiten Playstation. Es ist der erste Spieltag der Guddy H., viel Gutes hat sie bereits über dieses Spiel gehört, entsprechend fröhlich und nervend für die Nachbarn ist das Liedchen, das sie pfeift. Fünf Minuten später. Eine Explosion reisst ganz Ratingen aus den Betten. Die Playstation röchelt, von vier Maschinengewehrsalven getroffen, sterbend vor sich hin. Über dem Kopf der Killerspielspielerin befindet sich eine schwarze Schlechtwetterwolke, während sie vor sich hin murmelt: „Fuck you, Dragon Age!“

    Was war passiert?

    Mein Spleen Nummer 1: Schwarze Haare

    Wo auch immer man sich seinen Charakter selber erstellen kann, meine Avatare besitzen schwarze Haare und dunkle Haut. Immer. Man könnte mir ein pink glitzerndes My little Pony-RP geben und mein Avatar wäre dennoch das dunkelste Pony in ganz Equestria, statt sich an der Allgemeinheit zu orientieren und mit wallender Pastellmähne über die Blumenwiese zu hoppeln. Warum das so ist, weiß ich selber nicht so genau. Wahrscheinlich ist es so einfach wie simpel: Ich finde es einfach schön anzusehen. Jeder Charaktereditor hat sich meinem Wunsch auch gebeugt.

    Jeder – bis auf der von Dragon Age. Warum, warum kann man zwar zwischen drölfzigtausend verschiedenen Blond- und Weißtönen wählen, doch hat als dunkelste Farbe nur ein klägliches Dunkelblond zur Auswahl? Gut, vielleicht ist es auch ein Mittelbraun. Und dieses… Blau, das man mir im Schatten als Schwarz verkaufen will, ist doch nur ein Witz.

    Nachdem ich also nach den ersten Minuten mit mittelbraunen Haaren herum gelaufen bin, brach ich das Spiel ab und suchte im Netz. Man nenne mich blind, doch ich habe nur etwas für den PC gefunden. Minuten später der neue Versuch, dieses mal mit dunkelblonden Haaren. Ich quälte mich durch die ewigliche Charaktererschaffung – die ja an sich nett ist, aber nicht zwei Mal hintereinander! – und spielte mit dem blondgelockten Jüngling eine geschlagene halbe Stunde lang. Doch ich konnte es einfach nicht, es fühlte sich so verdammt falsch an! Also der dritte Versuch: Blaue Haare. Mittlerweile kannte ich auch den Prolog auswendig und spielte nebenher Bomberman auf dem Gameboy. Nun hat mein Avatar also blaue Haare… Dachte ich. Mittlerweile – ich bin bereits im ersten Dörfchen – hat sich die Grafik entschieden, es doch nicht mehr blau, sondern doch lieber mittelblond darzustellen. Inklusive hübschem, in der Sonne funkelndem Rotton. ARGH!

    Es ist total bescheuert, dessen bin ich mir sehr wohl bewusst! Warum kann ich mich nicht einfach mit blonden Haaren anfreunden, bei vorgefertigten Charakteren wie Link und Co habe ich damit doch auch kein Problem. Aber die sind ja eigenständige Persönlichkeiten mit Hintergrund! Bei Rollenspielen jedoch möchte ich mir den Hintergrund selber aussuchen! Und ich will bitteschön auch blonde Haare diskriminieren dürfen!

    Also, ja, hier geht es um Spleens, um dubiose Eigenheiten, die vermutlich niemand sonst wird nachvollziehen können. Mancheiner hat vielleicht den Zwang, jede einzelne Vase von Link zerschmettern zu lassen (und bekommt nervöse Zuckungen, wenn er eine verpasst) oder nickt jeden Sprung von Mario im wahrsten Sinn des Wortes ab. Ja, das habe ich mal bei einem Freund beobachtet. Dieser Verrückte! Ich im Gegensatz bin ja vollkommen normal!

    Habt ihr denn auch solche Spleens, irgendwelche ominösen Eigenarten beim Spielen, die vermutlich die wenigsten teilen?

    Mein DA:I-Char hat übrigens noch immer mittelbraunes Haar. Ich habe es gerade nochmal kontrolliert. Eine bodenlose Frechheit ist das! Ich werde BioWare einen Beschwerdebrief schreiben müssen. Aber erst werde ich erneut nach einer Lösung suchen. Obwohl: Ein viertes Mal den Prolog spielen? Nää. Dann vielleicht doch lieber blau-blondes Haar. Vielleicht gibt’s in der Dragon Age-Welt ja einen guten Barbier.


  13. 24. Februar 2015 | Veröffentlicht unter Gaming, rund um Gaming.

    Die Lust am Zerreissen

    Von

    Videospiele haben es heutzutage nicht leicht. Statt sich an ihnen zu erfreuen, scheint es einigen primär darum zu gehen, sie zu zerpflücken. In Reviews, Foren und Onlinediskussionen wird mit leidenschaftlicher Inbrunst und natürlich potenter Kompetenz [„Ich als Gamer habe echt mehr Ahnung als ein Entwickler! Eat this!“] gezeigt, dass das jeweilige Spiel fehlerhaft ist. Die Spieleentwickler werden nicht selten beschimpft oder als inkompetente Volltrottel dargestellt und man tut gerne so, als sei man um das Geld betrogen worden. Und warum? Nicht unbedingt, weil das Spiel handwerklich schrecklich wäre. Sondern weil es nicht dem geheiligten, persönlichen Geschmack entspricht.

    Meinem vollkommen subjektiven Ich präsentiert sich eine „Kritiker“landschaft, die mir von Woche zu Woche unsympathischer wird. Es scheint mir weniger darum zu gehen, das Spiel tatsächlich auf Herz und Nieren zu prüfen, sondern darum, sich selber zu profilieren. Anstatt nüchtern auf Fehler oder Unzulänglichkeiten hinzuweisen, Pro und Contra abzuwägen, verfallen viele in einen Ragemodus. Plötzlich ist nicht eine Sache unzureichend, sondern gleich das ganze Spiel der „größte Scheiß“. Das kommt, gerade auf Youtube, natürlich an. Emotionen sind immer spaßiger anzusehen als ein trockener Vortrag, bei dem am Ende das Erwartete heraus kommt.

    Die wenigsten Entwickler rotzen ihre Spiele heraus. Den wenigsten ist ihr Produkt so egal, dass sie es aus Faulheit zu früh veröffentlichen. Oft fehlen die Mittel, die Zeit. An einem Spiel sind Dutzende beteiligt, die gemeinsam an einem Strang ziehen, oftmals ihr Herzblut in die Arbeit hinein tröpfeln lassen. Hinter jedem Spiel stecken – und das vergessen leider viele –  echte Menschen. Surprise! Menschen, die sich auch Rezensionen und Diskussionen durchlesen – und die sich ob des mangelnden Respekts, der ihnen entgegen schlägt, mit Sicherheit fragen, was zum Henker überhaupt mit den Gamern los ist.

    Playing games is a series of interesting decisions, but making games is a series of heartbreaking disappointments (Sid Meier)

    Nein, niemand soll Produkte oder Entwickler verhätscheln, nur weil man Angst hat, dass jemand ein Krokodilstränchen vergießen könnte. Doch es besteht ein Unterschied zwischen „Kritik“ und „hämischem, bratzigem Gemecker“. Das, wie mir scheint, gerne mal unreflektiert geäußert wird. Aus einem kleinen Bug wird künstlich ein riesiger Zombieskarabäus gemacht. Aus Geschmacksfragen eine Religion. Es geht nicht mehr darum, welches Spiel am meisten Spaß macht. Der Trend geht vielmehr in die Richtung: Welches Spiel ist das schlechteste? Die Schlagzeilen lauten natürlich:

    • Warum Spiel XY scheiße ist!
    • XY – Das schlechteste Spiel von YZ aller Zeiten!
    • 10 Gründe dafür, dass XY den Bach runter geht!

    Drama Baby, Drama! Wen kümmert schon das Positive, wenn man etwas schlechtreden kann? Kommt schließlich auch viel cooler. [/sarcasm, Thilo ;) ]

    Aber: Halbgare Spiele müssen nicht gelobt werden. Manchmal kann man sich auch über Dinge ärgern (Screw you, DLCs!) und natürlich darf man auch hier und dort Geldgeilheit wittern. Man darf eine Meinung haben und dass diese nicht immer positiv ausfällt, ist obligatorisch. Aber das, was ich in letzter Zeit mitbekomme – sowohl auf deutschen, als auch englischsprachigen Seiten – hat mit dem, was ich unter „Kritik“ und auch „Gaming“ verstehe, nichts mehr zu tun.

    Warum nicht mal wieder mehr Spaß am Spiel, als am Meckern haben?


  14. 30. Januar 2015 | Veröffentlicht unter Gaming, rund um Gaming.

    Der Begriff „Gamer“

    Von

    Vor ein paar Tagen rief Prof.Dr. Linda Breitlauch unter dem Hashtag #Sosehengamer aus dazu auf, ein Foto von sich auf Twitter zu posten, um zu demonstrieren, dass „der Gamer“ verschiedene Facetten und Gesichter hat. Eine nette Aktion, schließlich fühle ich mich als Gamer und finde es grundsätzlich gut, wenn man aktiv etwas daran tut, Vorurteile zu entkräftigen.

    Dass der Begriff „Gamer“ nicht überall gerne gesehen ist, war mir nicht mehr wirklich bewusst. Erst, als die ersten Kritiker auf den Plan traten, ging es mir wieder auf: Stimmt. Da war ja was. Die Diskussionen rund um Gamergate, die Identität des Gamers und der Gaming Community hatte ich Mitte letzten Jahres natürlich verfolgt, allerdings war meine Meinung zumindest zum Begriff des Gamers eine „entspannte“ und ich verwende ihn auch für mich selbst. Aufgrund der Twitterkommentare kam ich jedenfalls ins Grübeln und habe aufgrund dessen ein wenig im Netz recherchiert. Wo kommt der „Gamer“ eigentlich her und wann fand der Begriff zum ersten Mal Verwendung? („Den Gamer gibt es schon seit meeehr als 500 Jahren…“)? Sollte man „Gamer“ wirklich nicht mehr verwenden?

    [Es folgt wie in den Kommentaren gewünscht der für das Video eingesprochene Text. Er ist, da er für das Video bestimmt war, umgangssprachlicher formuliert als man es hoffentlich von mir gewohnt ist. Ich belasse ihn nun jedoch so.]

    fcfce83bb7Eine der ersten historischen Quellen, die das Wort „gamer“ beinhaltet, ist das Werk „A Postil or orderly disposing of certeine Epistles vsually red in the Church of God vppon the Sundayes & Holydayes throughout the whole yeere.“ vom Theologen David Chyträus. Vom Lateinischen ins Englische übersetzt wurde es 1570 von Arthur Golding.

    These [exercises] were called the naked Games, bycause the Gamers exercised themselues naked in those games.

    Hier sind die Gamer also Sportler bzw. Spieler, wobei es nicht exklusiv war, hier also diverse Sportarten miteinbezogen wurden. Ebenfalls als Gamer bezeichnet wurden im 16. und 17. Jahrhundert vornehmlich Glücksspieler, wobei der Begriff eher negativ konnotiert war. So schrieb James Parnell im Buch „The Tryal of faith“:

    All you scoffers and scorners, (…) and whoremongers, & envious ones, & Gamers are all shut out from the true faith.

    In weiteren Quellen wird der Gamer unter anderem als „unliefull“ bezeichnet.

    In den folgenden beiden Jahrhunderten war der Gamer, wenn überhaupt, in der Jagdszene anzutreffen. „To kill game“ bedeutet in etwa so viel wie „wildern“, was zwar heutzutage für streunende Hunde und Katzen gilt, früher jedoch auch Bezeichnung entsprechender Jäger war.

    Längere Zeit geriet die Bezeichnung in Vergessenheit, bis sie durch das Tabletopspiel „Little Wars“ von H.G. Walls aus dem ahre 1913 wieder auflebte. Bis in die Sechziger hinein bezeichnete das Wort Gamer nun vorrangig die Spieler von Wargames. Diese waren zumeist männlich, die wenigen Spielerinnen vornehmlich die Ehefrauen der Gamer. Magazine und weitere Spiele sprossen aus dem Boden, und obwohl die Wargames in den Weltkriegen verständlichwerweise einen Dämpfer erhielten, waren sie bis in die 70er hinein populär. Im Vorwort der ersten Ausgabe des Magazines „War Game Digest“ aus dem Jahre 1957 wurden die Enthusiasten deutlich als War gamers bezeichnet. Bis hierhin war der Begriff „Gamer“ lediglich eine beschreibende Abkürzung, nun identifizierte man sich erstmals mit dem Begriff und stellte sich als Gemeinschaft dar.

    Aufgrund der Tatsache, dass in den Redaktionen der Wargames-Magazine zunächst ausschließlich Männer saßen und man beim Marketing Frauen zum Teil auch direkt ausschloss, galten Gamer nicht selten als elitär, standen zumindest in der Kritik – was dezente Parallelen zur heutigen Videospielszene aufweist. Letztlich bestand die Gamerschaft tatsächlich fast nur aus Männern: Weniger als 1% der 10.000 Befragten waren weiblich.

    1974 kam Dungeons&Dragons heraus, das erste populäre Rollenspiel, womit die Rollenspielszene begründet wurde und der Begriff des Gamers auch dorthin überschwappte. In den 80ern wurden schließlich auch gute Baseballer Gamer genannt.

    Aber kommen wir endlich zu den Videospielen. Hierbei bleibt vieles, was die Entwicklung des Begriffes des Gamers speziell seit den 90ern angeht, Interpretationssache, ich möchte und kann also nicht die ultimative Wahrheit verbreiten. Doch der Reihe nach.

    In den 80ern und 90ern wurden Videospiele bekanntlich sehr populär. Man spielte sie als Kind. Und, später, auch als Erwachsener. Man nahm diese „Kinderspiele“ mit, was in den Augen vieler anderer erwachsener Menschen dezent ominös gewirkt haben musste. War man ein Kind im Manne? Kinderspiele forderten doch nicht heraus! Und zack, hatte man eine Ahnung vom faulen, leicht zurück gebliebenen Videospielspieler.

    Die Website Gamasutra stellte im letzten Jahr die Behauptung in den Raum, dass der Begriff des Gamers aus gerade diesem Vorurteil heraus vom Marketing kreiert worden war: Jemand, der nichts anderes tut, als Videospiele zu zocken. Ein Gamer also. Sonst könnte er ja auch Video Game-Enthusiast heißen. Oder Video Game Player. Und richtig: Im Englischen sagt man statt „baseballer“ „baseball player“. „Gamer“ würde hier also als Kurzform fungieren, die den Gamer an sich reduzieren soll. Das zumindest laut der These.

    Die Zeitschrift PC Gamer nutzte diesen Begriff übrigens als eine der ersten: Im Jahre 1993. Im Kontext einer Zeitschrift für Videospielspieler würde ich persönlich eher vermuten, dass durch den Begriff Zusammengehörigkeit, statt Abwertung im Fokus stand und noch immer steht.

    Abseits von Nintendo, dem „Kinderspielzeug“, war man als Gamer in einer Nische, das Klischee des pickelgesichtigen, übergewichtigen Kellerkindes hält sich hartnäckig. Das Hobby wurde von Außenstehenden schlichtweg nicht verstanden. Da kommt es ganz gelegen, dass man sich als „Gamer“ identifizieren kann und man trotz Außenseiterrolle zu einer Gruppe gehört.

    Mit dem Internet stieg auch der Bekanntheitsgrad des Begriffes rapide an. Eine der ersten Belege im Netz ist die Website IGN.com, die sich 1998 als die „Number 1 Site for gamers“ auswies und auch CNN.com veröffentlichte ’98 einen Artikel darüber, wie man als Entwickler weibliche Gamer erreichen kann. Ein Thema, das immernoch erstaunlich aktuell ist.

    Irgendwann reichte der Begriff des Gamers scheinbar nicht mehr aus. „Gamer“ war exklusiv, man war im Verständnis eine eingeschworene Gruppe, die jedoch von Außenseitern infiltriert wurde. Mit der Wii und den Handyspielchen, sowie „Frauenspielen“ kamen Videospiele in Umlauf, die der „wahre Gamer“ nicht wirklich als die seinen akzeptieren konnte. Deren Spieler waren Casual Gamer und sie selber Hardcore Gamer. Zur belächelten Gruppe der Casual Gamer gehörte man davon ab auch, wenn man nicht oft spielte. Es wurde so gesehen eine elitäre Gruppe innerhalb der bereits bestehenden Gruppe künstlich erschaffen. Dabei steht die Bezeichnung „Gamer“ meistens für den Hardcore Gamer. Etliche Diskussionen darüber, was und wer nun ein „echter Gamer“ sei, bestätigen dies. 

    Das gilt natürlich nicht für jeden, der sich Gamer nennt. Doch sehen Medien und Unbeteiligte selten das Individuum. Gamer werden nicht selten als homogene Masse wahrgenommen und das Verhalten derer, die am lautesten krähen, als das einzig zählende Sprachrohr. Leider sind die, die am lautesten schreien, nur in den seltensten Fällen die vernünftigen Vertreter ihrer Art.

    Gerade in unserem jetzigen Jahrzehnt wandelte sich zwar das Bild des Gamers vom Stubenhocker hin zum „ganz normalen Menschen“, doch leider zeigen einige Kontroverse, dass sich das Bild im Generellen nicht zum Positiven hin entwickelt hat. Zwar gibt es mittlerweile etliche Studien darüber, dass Videospiele keine Amokläufer schaffen, doch dafür präsentiert sich der „Gamer an sich“ auch ohne Spiele als misogynes, arrogantes Arschloch – in der Außenwahrnehmung.

    Von Vergewaltigungswitzen auf einem Microsoft Event im Rahmen der E3, über Diskriminierung von Homosexuellen und Transgendern bishin zu Belästigungen gegenüber Frauen, die sich für Frauen und mehr Diversität in Videospielen einsetzen, ist im Grunde alles dabei. Der Gamer als elitärer Man, der Angst hat, dass sich plötzlich scheinbar Unbeteiligte an seinem Hobby vergreifen?

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    Mit dem letztjährigen Gamergate wurde das ganze natürlich auf die Spitze getreben und zahlreiche Videospieljournalisten, Entwickler und Blogger distanzierten sich von dem Begriff des Gamers oder begruben ihn gleich ganz.

    Zu Recht?

    In gewisser Weise vielleicht schon. Der Begriff des Gamers hat die damaligen Außenseiter zusammengeschweisst und sie als etwas klassifiziert, das außerhalb der Norm lag. Mittlerweile gehören Videospiele jedoch zur Kultur dazu. Fast jeder spielt – in welcher Form auch immer – Videospiele. Jeder kennt Super Mario, hat schonmal zumindest Sims, ein Adventure oder Candy Crush gespielt. Jeder hört auch Musik, aber nennt er sich dann Hörer oder Musikfan? Vermutlich nicht in dem Maße, wie der Begriff des Gamers benutzt wird.

    Viel schwerer wiegt jedoch die angesprochene negative Konnotation, die der Begriff des Gamers in der letzten Zeit erlangt hat. Dafür verantwortlich sind wir selbst. Oder, primär die wenigen, die eben am lautesten krähen und daher leider die Gamer an sich zu repräsentieren scheinen. Doch nur, weil man zufällig selber ein Gamer ist, soll man sich nicht mehr so nennen dürfen? Ist „Gamer“ ein Stempel? Wenn man die Geschichte sieht, war Gamer immer ein Stempel. Nur hat man ihn bislang stolz getragen.

    Ich verstehe nun auch, dass der Begriff bei manchen gerade im englischsprachigen Raum, wo Gamergate schier übergekocht ist, nicht gerne gesehen ist. Man möchte sich von dem, wofür die Gamer in den letzten Monaten standen, differenzieren. Allerdings: Längst nicht jeder meint es elitär und längst nicht jeder ist ein Arschloch, wie es derzeit zu sein scheint. Der Satz „Ich bin ein Gamer“ impliziert nicht per se, dass man außer Gaming nichts im Kopf hat und sich bewusst von denen abgrenzt, die nicht die „echten Games“ zocken. Sehen manche das zu eng? Oder die anderen es zu entspannt?

    Ich komme derzeit zu keinem Konsens, wie ich ehrlich sagen muss. Am Wort „Gamer“ hänge ich nicht, finde aber, dass es eine nette Kurzform ist, die ganz kurz beschreibt, dass man… zockt. Zumindest heißt es für mich nicht mehr. Ich bin allerdings auch kein Freund der „Du bist kein RISCHTIGER Gamer ey, Alter“-Debatte. Vielleicht sollten wir einfach anfangen, dem Begriff eine positivere Bedeutung zu geben. Indem wir uns einfach nicht verhalten wie Arschlöcher und das auch nach außen hin zeigen.

    Für mich ist „Gamer“ auch keine ganze Identität, sondern nur eine Facette einer solchen.

    [Und das ganze nochmal als Video, das ursprünglich gewählte Medium.]

    Hauptquellen:

    https://medium.com/@increment/the-first-female-gamers-c784fbe3ff37
    http://www.oed.com/
    http://nms.sagepub.com/content/14/1/28.abstract
    http://www.dailymail.co.uk/news/article-2340033/E3-audience-offended-rape-joke-Microsoft-Xbox-One-event.html
    …und etliche Newsseiten und Blogs bzgl. eines allgemeinen Eindruckes der verschiedenen Meinungen.
    Artikelbild: Patrick Brosset via Flickr

  15. 16. Januar 2015 | Veröffentlicht unter Gaming, rund um Gaming.

    RocketBeansTV – Der Start

    Von

    Tausende Bohnenfans scharrten gestern mit den Füßen im virtuellen Sand, das erwartend, was seit wenigen Wochen angekündigt war: Den Start des 24/7-Senders Rocket Beans TV auf Twitch.

    Moment. Bohnen? Raketen? Sender? Das sei in diesem Absatz kurz erläutert: RocketBeansTV bezeichnete bis vor kurzem lediglich den Youtubekanal der Rocket Beans Entertainment GmbH, eine Produktionsfirma, die 2011 von den ehemaligen VIVA- und MTV Moderatoren Daniel Budiman, Etienne Gardé, Nils Bomhoff und Simon Krätschmer, sowie Arno Heinisch ins Leben gerufen wurde. Bestens bekannt war die GmbH und die Moderation durch die Sendung Game One, die seit 2006 bestand und kurz vor Weihnachten letzten Jahres eingestellt wurde. Der Sender Rocket Beans TV ist nun die mehr oder minder logische Konsequenz dieses Ablebens, eine Weiterführung der alten Formate, Ideen und Ideale auf völlig neuer Plattform. 24 Stunden Livestream, der auch durch die zahlreichen Spenden der Fans ermöglicht wurde, soll nun das Gamerherz höher schlagen lassen.

    Und gestern um 19 Uhr war es dann auch endlich soweit. In dem neu verkabelten Studio präsentierten sich die Bohnen mit gewohnt lauten Tönen und zeigten das, was sie seit jeher ausmacht: Witz, Kreativität und Persönlichkeit. Es war mehr Albernheit als Script, mehr Chaos als Ordnung – und das ist auch verdammt gut so!

    Dabei ist das Chaos nicht nur hausgemacht, sondern auch der Kurzfristigkeit des Projektes geschuldet. Es wurde aufgrund der harschen Einstellung von Game One ein wenig aus dem Boden gestampft, wobei sich die Bohnen dessen bewusst waren, dass es ein holpriger Start werden würde. Einer, bei dem die Technik qängeln könnte, einer, bei dem die Verbindung holprig werden könnte.

    Wir versprechen den Leuten auch keinen Hochglanzsender. (…) Wir werden am 15. Januar ein Signal setzen mit Content der Spaß machen soll. Aber ob alles so klappt, kann ich noch nicht sagen. (Etienne Gardé; Quelle)

    Genau das ist Rocket Beans TV auch. Es hat einiges bei der gestrigen Taufe nicht ganz geklappt. Angefangen bei zu leise eingestellten Mikros bishin zu Login-Problemen bei der Beta des Spieles Evolve: Viele Zuschauer waren schier empört, witterten in den Chatkommentaren den Untergang der Bohnen oder gleich des gesamten Abendlandes. Gerade als rund eine Dreiviertelstunde mit der Band überbrückt wurde, die zwischen psychodelischen und dezent rockigen Klängen auch dubiosen Sprechgesang mehrerer Beteiligter verlauten ließ, war der Unmut spürbar. Aber hey: Welche Band wird schon den Geschmack eines jeden treffen? Dafür, dass es alles live war und doch einiges schief gelaufen ist, wurde viel Gutes aus dem Ärmel geschüttelt. Man merkte sowohl die Nervosität, als auch die Chemie zwischen den Leuten deutlich, was ich persönlich sehr charmant  finde.

    Die wahre Stärke der Bohnen liegt neben der sprühenden Leidenschaft für Gamingthemen natürlich auch in dem Spiel an sich. Wenn Budi ein Spiel wie Evolve bespricht – wobei leider oftmals aufgeregt dazwischen gerufen wurde – wird neben dem Humor auch Kompetenz eingestreut. Ja, es gibt tatsächlich auch Informationen! Wobei ich noch anfügen muss, dass es nicht nur biergeschwängerte Albernheit zu sehen gibt (nicht, dass ich dem so furchtbar abgeneigt wäre), sondern durchaus auch und viel Ironie und Sarkasmus.

    Ausblick

    Es ist definitiv ein Wagnis, das mit dem Sender eingegangen wurde. Es wurde gut gespendet und somit die unmittelbare Sendung des Kanals ermöglicht, aber wird erst die kontinuierliche Unterstützungsbereitschaft durch Spenden, Abonnieren des Senders o.ä.- den weiteren Fortgang sichern. Auch wird sich zeigen, ob sich das Format an sich durchsetzen wird. Es gibt sicher einiges zu verbessern und zu optimieren, das Potential ist aber auf jeden Fall da. Momentan soll der tatsächliche Live-Anteil vor allem abends ausgestrahlt werden, der Rest der Sendezeit wird aus bereits abgedrehten und auf Youtube veröffentlichten Sendungen bestehen. Viele bekannte Formate werden dabei weiter geführt werden: Heute Abend etwa wird ihr Pen&Paper in eine neue Runde gehen. Doch haben sie auch weitere Kooperationen mit zB. Tommy Krappweis in Ausblick. Den Sendeplan zumindest der nächsten Tage findet ihr hier.

    Wir haben eine Menge Formate und davon auch neue Formate, die wir selber produzieren. Auf diesem Sender müssen aber nicht zwangsläufig nur wir zu sehen sein, sondern dieser Sender soll ein Sender sein, den wir auch selber cool finden. Deshalb kann auf diesem Sender alles stattfinden, von dem wir glauben, dass es cool, lustig und unterhaltsam ist. Wir sprechen mit vielen externen Leuten. Darunter auch dem einen oder anderem bekannten YouTuber. Am Ende soll es ein Sender sein, in den man reinschalten kann und man sieht etwas, was einem Spaß macht. Ich glaube wir sind damit auf einem guten Weg. (Etienne Gardé; Quelle)

    Man sollte die Bohnen als Personen mögen, um wirklich dahinter zusteigen und dem Sender wohl auch die Anlaufzeit gönnen, die er verdient, ehe man ein finales Urteil fällen kann. Ich zumindest wünsche Rocket Beans TV viel Erfolg und bin sehr gespannt, wie es weitergehen wird!

     Zum Stream geht’s hier entlang!

    Weitere Links: Facebook | Website | Reddit |


  16. 10. Januar 2015 | Veröffentlicht unter Gaming, rund um Gaming.

    Homosexualität in Videospielen

    Von

    Ein kleiner Rundumschlag in den bunten Bereich des Gamings: Den homo- oder bisexuellen Charakteren in Videospielen. Nein, Transgendercharaktere sind für mich ein eigenes Thema, daher habe ich diese außen vor gelassen. Natürlich ist es nicht vollständig – dann wäre das Video keine zehn Minuten, sondern zehn Stunden lang geworden. Gerne dürft ihr natürlich um eure Meinung ergänzen, ich habe versucht, weitesgehend objektiv zu bleiben und in keine allzu ausschweifende Meinungsäußerung bzw. Verurteilung (der Darstellung homosexueller Charaktere in früheren Jahren) zu verfallen.


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  17. 20. Dezember 2014 | Veröffentlicht unter Gaming, rund um Gaming.

    Die kuriosesten Minecraft FanFictions

    Von

    minecraft telltaleSoso, Telltale Games entwickelt also ein Adventure und das ausgerechnet auf der Basis des Blockbusters Minecraft, das im kommenden Jahr auf so ziemlich jeder aktuellen Plattform erscheinen soll. „Damit es so „minecraftig“ wie möglich wird, arbeitet Telltale Games dabei besonders eng mit Mohang zusammen.“ [Pressemitteilungstext, den man exakt so ohnehin auf jeder Gamingseite lesen kann. Yay.] Doch worauf wird die Story fußen, die, wie man es von Telltale Games gewöhnt ist, hervorragend an den Bildschirm fesseln kann? Wird man einen Bauarbeiter verfolgen, der Stein auf Stein setzt, bis er irgendwann seinen Lieblingsstein in einer Mauer einsetzen muss und darüber ein tottrauriges, natürlich nichtsdestotrotz höchst maskulines Tränchen vergießt? Wird es Quicktime-Events geben, um zu verhindern, dass einem ein Klotz auf den Fuß fällt?

    Die besten Lösungsansätze für Storyfragen liefert, wie sollte es auch anders sein, die Fanfiction! Und da es dieser etliche gibt, habe ich nur die Perlen herausgesucht. Das sind Geschichten, die man in einem Adventure sehen möchte! Und jetzt soll nochmal einer sagen, dass Minecraft keinen Stoff für Adventures bieten kann!


    Steve and the Creeper

    creeperInhalt: Minenarbeiter Steve führt ein beschauliches Leben mit nichts als Arbeit, schlafen und dem Verzehr roten Fleisches. Eine dröge Klötzchenwelt, möchte man meinen, denn Steve ist einsam. Bis jetzt. Eines Nachts schleicht ein Creper heran und es kommt, wie es kommen muss: Sie lieben sich. Zumindest so lange, bis Steve ihn im erotischen Rausch erschlägt. Seinen einzigen Freund, sein eines Verlangen, seine Schuld.
    Zitat: „Soon the creeper was beginning to swell with the oncoming explosion.“
    Genre: Drama-Horror-Erotik Adventure

    Link zum Original

     

    Di-dididi-dididi-dididi-Craft

    ZwOCluqInhalt: Unter den Tetrissteinen bricht Panik aus, denn die geheimen Weltherrschaftspläne sind im verfeindeten Minecrafthausen aufgetaucht! Wer hat sie verraten? Detektiv Z. ist sich sicher: Der Verräter ist genau unter ihnen. Ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt, in dessen Zuge sich besonders Herr Prof.Dr.Quadrat verdächtig macht – hat er nicht ohnehin die minecraft-typische Verbrecherform?
    Zitat: „Z rieb sich nachdenklich über das kantige Kinn und musterte Madame I. Plötzlich staunte er Bauklötze, als es ihm auffiehl: Sie hatte ihn die ganze Zeit über blockiert!
    Genre: Krimi Adventure

    Link zum Original

     

    Der Fluch des MineSchreines

    minecraftInhalt: Es ist soweit! Die MineWeek startet, in der eine Woche auf der ganzen, weiten Welt nur MineCraft gespielt oder per LP geguckt wird. Sogar der Energydrink-Notstand wird ausgerufen! Doch die neue Adventure Map „DeR MinESchrein“ birgt einen grausigen Fluch… (Nein, der „FLucH der großen und klEineN Buchstaben“ ist nicht gemeint.) Die zweite Episode des Adventures wird übrigens ein verspätetes Tutorial sein.
    Zitat: „Sein Name war „xXKiLLeXXx- Acnologia.“
    Genre: Thriller-RoXX0r Adventure

    Link zum Original

     

    Der geheimnisvolle Block

    f4o6xwInhalt: Steve hat es langsam satt. Ständig wird er von Spielern herumgeschubst und muss sich mit dem zufrieden geben, das ihm die Programmierer vorsetzen.  Ja, Steve ist der minecraft’sche Avatar, der sein Leben reflektiert und seine spärliche Freizeit nutzt, um zu lesen. Eines schönen Tages findet er auf dem Dachboden ein Buch mit dem Titel „Der geheimnisvolle Block“ nebst einer ominösen Karte. Was hat es damit auf sich? Wird Steve das Geheimnis des geheimnisvollen Blockes entmystifizieren können?
    Zitat: „Ich müsste mal aufs Klo, nur wurde dies schon Programmiert? Nein!“
    Genre: Comedy Adventure

    Link zum Original

     

    Ich schleiche, also bin ich

    photoInhalt: Minecraft aus Sicht eines Creepers, der sich aus Mangel eines Namens selber den Namen Markus verleiht. Ein armer, verlorener Tropf, der auf der Suche nach sich selbst ist und Glück zu finden erhofft. Als Spieler taucht man tief in die melancholische Psycheeines Creepers ein, lernt Einsamkeit kennen und am Schluss, vielleicht, doch noch die Liebe. Die Welt ist in tristes Grau getaucht, auf burtonesken Pfaden schleicht man durch dieses deprimierende Adventure.
    Zitat: „Die letzten Momente meines Lebens bin ich glücklich, einfach nur glücklich.“
    Genre: Mystery Adventure

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  18. 9. Dezember 2014 | Veröffentlicht unter Gaming, rund um Gaming.

    Videospiel-Familien

    Von

    Nach der Justice Family, Marvel Family und der dritten Edition der Super Familien kommt nun Nummer 4: Die Videospielfamilie.

    Worum geht’s überhaupt? Der französische Künstler Andry „Shango“ Rajoelina, der nicht nur einem künstlerischen Beruf nachgeht, sondern sich auch in seiner Freizeit der Kunst verschreibt und gerne Geekmotive auf das (virtuelle) Papier bringt, hat „Familienbilder“ von mehr oder weniger eng miteinander verbandelten Gamingcharakteren gezeichnet. Und sie sehen süß aus. Gerade Ellie mit dem Körbchen voller Pilze (Ich bin mir sicher, dass Champignoncremesuppe im Setting von The Last of Us der letzte Schrei ist!) und Zelda und seine Prinzessin* mit ihren Rucksäcken… ♥

    Meine vier Lieblingsbilder seht ihr unten, den Rest der Reihe kann man sich auf Shangos Tumblr, seinem Blog, seiner FB-Fansite oder seinem DeviantArt-Profil ansehen. Käuflich erwerben kann man die Bilder bzw. Drucke übrigens auch. Und zwar hier.

    *Sorry. Just trolling.

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  19. 5. November 2014 | Veröffentlicht unter Gaming, rund um Gaming.

    Und wieder ist es amtlich: Brutale Spiele machen keine Killer

    Von

    In Gamingkreisen ist diese Erkenntnis natürlich nichts neues: „Nein, wir werden durch Spiele mit Gewaltinhalten nicht zwangsläufig zu gewalttätigen Tätern, du Arschloch, und wenn du mich weiter so fickst, Mann, bist du sowas von am Arsch ey!“ Ein paar Studien befassten sich bereits mit dieser Thematik, nun wurden die Ergebnisse der ersten Langzeitstudie unter Christopher Ferguson veröffentlicht, die es finalerweise Zweiflern schwer machen wird, gegen Videospiele zu argumentieren. Zumindest, was deren mutmaßliche Macht betrifft, arme Kinder in willenlose Killer zu verwandeln. Denn dass man noch unendlich viele andere Gründe finden kann, Videospiele zu diffamieren, ist obligatorisch., Ich vote für die Hetzwelle: „Videospiele machen unschuldige Kinder homosexuell!“ Wobei dies natürlich eine ganz neue Stufe der Dubiosität darstellen würde, schließlich ist Homosexualität, im Gegensatz zur Gewaltbereitschaft, kein Makel und wird doch vielerorts zu einem gemacht.

    „Guddy! Was sagt denn nun die Studie?!“ Ach ja, Verzeihung.

    Violent video game consumption was strongly correlated with declines in youth violence. However, it was concluded that such a correlation is most likely due to chance and does not indicate video games caused the decline in youth violence.

    Grob: Der Konsum von „Killerspielen“ ginge mit einem Rückgang der Jugendkriminalität einher, wobei solch eine Korrelation aller Voraussicht nach dem Zufall zu verdanken sei. Wie auch immer: Ein Anstieg der Kriminalität konnte nicht festgestellt werden. Hurra. Endlich kann ich beruhigt schlafen. Wir sehen uns bei der nächsten Runde Battlefield! Da war ich auch ewig nicht mehr. Vermutlich aufgrund meiner Angst vor dem vorzeitigen Friedensverfall meiner Psyche. Bang. Bang.

    Ob nun eine Ära des Nichtstudierens dieser Thematik anbrechen wird? Ich halte auch auf dem Laufenden.

    Christopher Ferguson, seines Zeichens Privatdozent und Wissenschaftler an der Stetson University, beschäftigt sich schon seit Jahren mit jugendlicher Aggression und Gewaltbereitschaft in Verbindung mit neuen Medien. (Wie etwa diese Analyse von 2009)  Ganz nette weitere Artikel von dem jungen Herrn finden sich hier.


  20. 23. Oktober 2014 | Veröffentlicht unter Gaming, rund um Gaming.

    Uncharted – Fanfilm

    Von

    Ihr kennt das. Irgendein Spiel begeistert euch so sehr, dass ihr jeden neuen Schnipsel darüber begeistert aufnehmt, selbst wenn dieser Schnipsel nicht von offizieller Seite stammt. So geschehen just bei dem fanmade Filmchen, das die Opening Sequenz von Uncharted: Drakes Fortune als Realverfilmung zeigt. Glücklicherweise ist er wirklich gut gemacht! Nicht nur David Owe, der Nathan Drake mimt oder Caroline Glomnes Johansen als Elena Fisher machen verdammt gute Figuren, nein, auch das Setting, die spärlichen Nebendarsteller und die Requisiten zeigen Liebe zum Detail. So sollte ein (Fan)Film aussehen. Zum Vergleich hier die offizielle Opening Sequenz des Spiels.

    Die dänisch-norwegische Produktion wurde 2012 unter der Leitung Martin Sofiedas kreiert und nun fertig gestellt. Mehr über die Produktion – wie bspw. Behind the Scenes Fotos – findet man auf der offiziellen Facebookseite.