1. 18. September 2016 | Veröffentlicht unter Rollenspiel, rund um Rollenspiele.

    RPG-Blog-O-Quest #012 – Geld

    Von

    Greifenklaue fragt: Wie sieht’s eigentlich mit den Ausgaben für euer Rollenspielhobby aus? Und da ich natürlich antworten muss, wenn mich jemand etwas fragt (Dammit! Irgendjemand hatte mich vor ein paar Wochen getaggt, wer von euch war das nochmal?!) , ist es mir auch hier eine Freude, dies zu tun.

    Wie groß ist Dein durchschnittliches monatliches Rollenspielbudget?

    0€. Wirklich rein gar nichts. Es sei denn, man zählt die Kosten für Bleistifte anteilig dazu. Dann belaufen sich meine monatlichen Ausgaben auf ebenso geschätzte wie unglaubliche 0,003€. Ja, das Hobby ist un-glaub-lich teuer für mich. Mir bedeuten Rollenspielsysteme nichts (mehr). Alles, was ich diesbezüglich besitze, habe ich entweder geschenkt bekommen oder mir im zarten Unterstufenalter gekauft. Hintergrundbücher, andere Systeme – brauche ich alles nicht. Letztlich würden mir auch Stift, Papier, drei Werte, ein selbst ausgedachtes System und meine Fantasie vollkommen ausreichen. Kreatives Erzählrollenspiel > Sklavisches Würfelwertesystem.

    Wieviel gibst Du typischerweise für eine Sitzung aus und wo ist Deine Schmerzgrenze (z.B. für Essen, Knabbereien, Trinken, Anfahrt, Material)?

    Da ich mit meinem Semesterticket in ganz NRW kostenlos herumfahren kann, belaufen sich meine Fahrtkosten auf 0€. Das Essen, was ich während einer Session vertilge, würde ich so oder so essen, eventuell kämen dann noch ~5€ für zusätzlichen Knabberkram (meist Nüsse) und Getränke hinzu. Aber sonst… ? Da fällt mir nichts ein.

    Für welche Art von RPG-Gimmicks würdest Du Geld ausgeben (z.B. im Rahmen eines Kickstarts, vielleicht magst Du aber auch die DSA-Notizbücher oder Cthulhu-Plüschies)?

    Momentan für keines – vielleicht noch für die uralte DSA-Meistermaske, damit ich eines der nächsten (Fate-)Abenteuer stilecht hinter meinem Meisterschirm leiten kann. Cthulhu-Plüschies fallen für mich auch eher unter Buch-Merchandise. Das, was ich besitzen möchte, besitze ich längst: Eine große Aventurienkarte, eine Vielzahl an Würfeln und … ja. That’s it. Ich bin eine schlechte Rollenspielerin. :/

    Bei DSA oder Earthdawn gab es zuletzt drei unterschiedliche Ausgaben: die saugünstigen Sparausgaben mit wenig Illus, die Normalausgabe und die teurere Sammlerausgabe, z.B. in {Pseudo}-Schlangenleder für Earthdawn. Welche Art Ausgabe bevorzugst Du für Dein Lieblingssystem, welche für ein System, welches Du mal eben ausprobieren möchtest? Und wo wir gerade dabei sind: Numenera hat es vorgemacht … Box oder Hardcover? Oder ganz anders?

    Mal sehen, ob ich die Antwort derart gestreckt kriege, dass ich sie länger als die Frage gestalten kann! Illustrationen finde ich immer nett, aber „Schlangenleder“ muss es für mich wirklich nicht sein. Mir reicht ein schlicht, aber schön gestaltetes Büchlein. Egal, ob es sich um mein Lieblingssystem, oder irgendein XY-System handelt. Zum „eben ausprobieren“ würde ich mir etwas ausleihen oder besser: Es direkt auf einer Con spielen. Dafür sind die ja auch da. Irgendwie. Boxen finde ich praktisch und hübsch, Hardcover mag ich grundsätzlich nicht, weder bei Rollenspielbänden, noch bei normalen Romanen. Softcover kann man einfach besser knicken und sind meiner Erfahrung nach langlebiger und robuster.

    Spendenaktionen im Rollenspiel, egal ob die Ulisses-Charity auf der Ratcon {viaNandurion}, das Bundle of Holding oder Spendenbundle bei DriveThru / RPG Now – wie stehst Du dazu?

    Öhm… ich stehe dem grundsätzlich positiv gegenüber, warum auch nicht? Allerdings spende ich dort aktiv nicht mit. Ich spende bereits andernorts und da ich ohnehin nichts mehr für das Hobby ausgebe, habe ich dafür persönlich keine „Verwendung“.


    Ihr seht also: Mein persönliches Hobby:Rollenspiel ist wirklich überaus günstig. Jawohl! Und ich betreibe es trotzdem noch!

    Würde mir die Aktualität „meines“ Systems wichtig sein, würde ich also auf den Kauf neuer Regelbücher etc. angewiesen sein, sähe das sicher anders aus. So allerdings habe ich einfach schon alles, was ich brauche.


  2. 3. Juni 2016 | Veröffentlicht unter Rollenspiel, rund um Rollenspiele.

    Blogstöckchen: 11 Fragen

    Von

    Tjaa ich wurde getaggt. Und da ich heute wieder mal meinen freundlichen Tag habe, beantworte ich die mir gestellten Fragen natürlich auch. Ich bin so gütig. Es geht um Rollenspielwelten, mein eigenes imaginäres Videospiel und das nerdigste Objekt, Subjekt oder Prädikat in meiner Wohnung. Tadaa:

    In welcher Rollenspielwelt würdet ihr gerne mal selber als Person auf Erkundungstour gehen?

    In der Welt des Schwarzen Auges. Nicht, weil sie so unfassbar kreativ und aufregend wäre – sondern weil dort mittlerweile derart viele Spielercharaktere von meinen Gruppen herum kreuchen dass ich mindestens einem von ihnen über kurz oder lang begegnen müsste. Und das wäre großartig. Oder, sagen wir: Zumindest interessant. Aventurien ist zumindest der fiktive Kontinent, auf dem ich die meiste Zeit verbracht habe und dementsprechend viel mit verbinde.

    Gibt es irgendein Charakterkonzept, von dem ihr sagen würdet „Das kann ich nicht spielen“?

    Kurz und knapp: Nein. In meiner immerhin zwanzigjährigen Rollenspielerlaufbahn habe ich etliche Konzepte gespielt, so viele, dass ich nicht sagen kann, welches ich noch nicht ausprobiert habe. Prinzipiell kann ich alles darstellen bzw. probiere mich einfach gerne aus – manchmal hapert an an meiner derzeitigen Stimmung oder an der Gruppe. Boron-Geweihte etwa kann man in einer Gruppe, die IC wie OOC atheistisch unterwegs ist und eher weniger „echtes Rollenspiel“ betreibt, vergessen.

    PC oder Konsole?

    Rollenspiele und Adventures lieber am PC, alles andere auf der Konsole. Rennspiele bspw. könnte ich mir auf einem PC nicht vorstellen – ich brauche den Controller, der mir das Lenkrad ist.

    Nehmen wir mal an, ihr hättet das Geld, die Zeit und die Ressourcen und ihr könntet euer eigenes PC-/Konsolenspiel erstellen: Wie lautet der Titel und worum würde es gehen?

    „I’ll kick your ass“: Ein Rollenspiel-Beat ‚em up. Man spielt einen selbst erstellten Menschen auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Lakritze ist eine Power Up, das Blut spritzt in roten Fontänen und es wird an jeder Ecke geflucht. Sowohl als Single- als auch Multiplayer spielbar. Außerdem kann man auf Nashörnern und Hühnern reiten und auf Gummipuppen durch die Straßen cruisen. Das wird der Renner, ich sags euch!

    Nutzt ihr Cheats? Wenn ja, warum?

    Nur bei Sims und Age of Empires. Gründe: Bei den Sims wird das reguläre Spiel nach knapp 25,54 Minuten langweilig. Mit dem ercheateten Geld kann man dann zumindest eine lustige Villa bauen und die Sims am Ende dort einmauern. Bei Age of Empires mag ich einfach „Bigdaddy“ sehr gerne. Hey! Ein schwarzes, cooles Auto, das durch die antiken Armeen rast! Hurra!

    Habt ihr ein PC-/Videospiel schonmal nicht durchgespielt? (weil es zu schwer war oder ihr nicht weitergekommen seid etc.). Welcher Titel war das?

    Sicher. Etliche. Viele höre ich mittendrin auf, da sie mir zu fad werden. Zu schwierig fand ich bislang noch kein Spiel – obwohl, doch! König der Löwen auf dem Gameboy! Das habe ich bis heute nicht durchgespielt. Außerdem: Skyrim und The Witcher 3. Die beiden letztgenannten werde ich wahrscheinlich eines Tages durchspielen, ich habe da keine Eile und genieße einfach nur das Gameplay und die offenen Welten.

    Du hast zwei Stunden Zeit, um eine Rollenspielsitzung mit totalen Neulingen vorzubereiten. Welches System würdest du wählen?

    Fate to Go: Simpel, schnell, auf alle Settings übertragbar.

    Du darfst 100 Euro im Rollenspielladen deines Vertrauens verjubeln: Was würde in deinem Einkaufskorb landen?

    Kein Rollenspiel, sorry. Ich habe Fate. Das reicht mir. Systeme sind mir un-sag-bar egal geworden. Wichtig sind mir die Mitspieler und das Setting. Und das kann man sich selber ausdenken. Was würde ich also kaufen: Comics. In jedem Rollenspielladen gibt es Comics.

    Was ist das nerdigste, was man in deiner Wohnung findet?

    Mich.

    Wenn du in die Vergangenheit reisen könntest, wovor würdest du dein ahnungloses Vergangenheits-Ich bewahren wollen?

    „Vergangenheits-Guddy, stop! You no take candle!!!11“ Oder auch: „Blöde Kacknoob-Guddy, hör mir jetzt mal ganz genau zu: GENIEßE DEINE FUCKING JUGEND!“

    Hast du einen bevorzugten Charaktertypus im Rollenspiel? Was für Eigenschaften hat dieser?

    Krieger. Ich habe ein riesiges Herz für Krieger! Gerne mit einer dezenten Arroganz gepaart, kein stumpfer Haudrauf.

     

    Ich tagge

    Mareike, Steph, Pi und Sarah mit folgenden gar wunderbaren Fragen:

    1. Welche Superheldenfähigkeit hättest du gerne?
    2. Gibt es etwas im Leben, das du bereust?
    3. Wie würdest du dich stylen, wenn es keine gesellschaftlichen Normen und „Vorgaben“ gäbe? Oder bist du da jetzt schon so frei?
    4. Du bist ein Fußboden. Wie fühlst du dich dabei?
    5. Hast du ein Vorbild? Wenn ja, welches?
    6. Bist du stolz auf dich?
    7. Welche spitzohrigen, fiktiven Wesen sind dir am liebsten?
    8. Stell dir vor, es gibt Einhörner. Würdest du eins besitzen wollen?
    9. Welches Geek-Artefakt würdest du gerne besitzen?
    10. Welche griechische Gottheit wärst du am liebsten?
    11. Was ist dein Lieblingsparasit?

  3. 30. Mai 2016 | Veröffentlicht unter Rollenspiel, rund um Rollenspiele.

    Eure ersten Heldenbögen

    Von

    Neulich hatte ich ja gefragt, ob ihr noch euren ersten Heldenbogen besitzt. Häufigste Antwort:“ Nein. :( Aber ich habe einen gefunden, der fast so alt ist wie der erste!“ Aus dem traurigen Smiley lernen wir: Konserviert die ersten Heldenbögen eurer Kinder und Rollenspieljungfrau-Freunden! In dreissig Jahren werden sie euch dankbar sein, wenn ihr ihn auf der 40. RPC feierlich überreicht!

    2013 hatte ich übrigens nach dem häufigsten Einstiegscharakter gefragt und aus der Umfrage eine kleine Statistik gebastelt, deren Auswertung ihr hier sehen könnt. Die häufigste Spezies/Klassen-Kombination war demzufolge Mensch/Magier. Bei den hier nun eingesendeten Heldenbriefen steht eher der menschliche Krieger im Mittelpunkt. Ebenfalls auffällig: Ihr habt fast alle eine Sauklaue, ihr Ferkel! (Womit wir allerdings sooo viel gemeinsam haben!) Aber seht einfach selbst:


  4. 19. Mai 2016 | Veröffentlicht unter Rollenspiel, rund um Rollenspiele.

    Zeigt eure ältesten Heldenbögen!

    Von

    Vor ein paar Monaten habe ich einen alten Rollenspielcharakter wiederbelebt: Meine halbelfische Taugenichtsin Adsiniliya Wüstenschnee. Heldenrecycling, sozusagen. Warum? Weil ich schlichtweg Lust auf diese Figur habe, die mir auch nach all den Jahren – 20 Jahre sind es nun her – noch immer die liebste ist. Natürlich habe ich zu diesem Zweck nach jenem prähistorischen ersten Heldenbogen gesucht… und leider nicht gefunden. Wie so viele Dinge sind auch meine alten Rollenspieldokumente über die Jahre und Umzüge verloren gegangen.

    Das ist so unglaublich schade, erzählen sie doch von unzähligen, aufregenden, lustigen, epischen Abenden mit Freunden! Hinter jeder Kritzelei steckt eine Geschichte, jede Radiergummiorgie wird vom Papier lebenslänglich gebannt und jeder Stufenanstieg kann zumindest teilweise noch hier oder dort nachvollzogen werden. Zumindest sind es Zeugnisse aus einer anderen Zeit! Schade, dass ich sie nicht besser archiviert habe.

    Zrasi

    Erhalten geblieben ist kein einziger aus den Jahren 1995-2010, dafür jedoch immerhin das „Hintergrundheftchen“ meines zweiten RP-Helden Zrasiramasas. Es dürfte aus dem Jahre 2001 stammen, als ich die Figur für die damals neu erschienene vierte Edition adaptiert hatte. Wirklich gebraucht habe ich diesen Hintergrundbogen allerdings nicht, weshalb er trotz der seitdem vergangenen Zeit noch recht jungfräulich aussieht.
    ShivannahaMein ältester noch existenter Heldenbogen wurde auf irgendeiner Feencon vor einigen Jahren für Deadlands erstellt. Vielleicht 2011? An die zugehörige Figur, die Büffellady Shivannah, kann ich mich noch ziemlich gut erinnern. Eine raubeinige Frau, die mit einer alternden Kuh durch den Wilden Westen zog und ihr Geld mit der Fotografie verdiente und mit der Silberbüchse verteidigte.

    ShivannahbGanz dezent erkennt man: Ich kritzel gerne in meinen Unterlagen herum. Ich mag es, wenn es benutzt aussieht, mit „clean“ kann ich hierbei nichts anfangen. Meine Heldenbögen brauchen Charakter! Oder so.

    Zeigt eure Heldenbögen

    So spannend finde ich meine eigenen Heldenbögen natürlich nicht, zumal sie auch nicht so fürchterlich alt sind. Dabei habe ich Archäologie studiert! Ich würde gerne alte Bögen ausbuddeln! Daher meine Frage/Aufforderung an euch: Zeigt doch mal eure eigenen, längst vergangenen Charakterbögen, gleich welchen Systems! Vielleicht habt ihr sogar noch euren allerersten zur Hand? (Falls ja: Dies hier ist mein neidisches Gesicht  ) Ihr könnt sie mir gerne per Mail schicken oder auf Twitter und Facebook hochladen. Die Bilder würde ich dann – mit Quellenangabe – in einem neuen Beitrag zeigen bzw. einbetten.

    Mein aktueller Heldenbogen ist übrigens ziemlich bunt.

    Aktueller Heldenbogen Ja. Leider DSA ;)

    Ein von Guddy (@zeitzeuginguddy) gepostetes Foto am

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  5. 16. April 2016 | Veröffentlicht unter Rollenspiel, rund um Rollenspiele.

    Würfeln – wann und wie oft?

    Von

    Würfel sind in vielen Rollenspielsystemen* unverzichtbar – ob als D20, D4, D12 oder gar D100. Talent- oder Eigenschaftsproben werden gewürfelt, ganz zu schweigen von den Kämpfen, die in dieser oder jener Gruppe zu wahren Würfelorgien ausarten. Der Würfel ist so manchen Spielers größtes Heiligtum, entscheidet er doch über den weiteren Fortbestand des Charakters: Glück oder Unglück, Sieg oder Niederlage, personifizierte Awesomeness oder Würstchen. Es kann um Leben und Tod gehen! So verwundert es nicht, dass nicht wenige zu Würfelaberglauben neigen.

    Doch wie oft sollte überhaupt gewürfelt werden? Bei jedem Hüpfer über eine Pfütze? Oder erst, wenn es hart auf hart kommt und es darum geht, ob Held XY den Pfeil nun genau ins Auge des Zyklopen schießen kann oder doch nur ins linke Nasenloch? Wie so vieles ist das geschmacks- bzw. typabhängig. Dennoch schadet es nicht, ein paar Möglichkeiten des Vorgehens vorzustellen und natürlich dann auch von euch zu erfahren, was ihr präferiert!

    *und um genau jene geht es mir hier natürlich. Nicht gemeint sind Systeme, in denen solch eine Fragestellung überhaupt nicht relevant ist.

    Schicksalsspiel

    Hier wird so gut wie jede Entscheidung, die über einen Pups hinausgeht, von den Würfeln getroffen. Das Schicksal und die bloßen Talente entscheiden; es ist ein Zufallsspiel, bei dem man sich schier ständig vor Patzern (der allseits beliebte Patzer beim Zähneputzen, bei dem aus Versehen das Auge gepflückt wird) fürchten muss.

    Vorteile

     Man bekommt nicht so leicht das Gefühl, als seien die Talente nur zur fragwürdigen Zierde des Charakterblattes vorhanden. Nein, sie werden auch eiskalt benutzt! Zudem wohnt man dem Spiel mehr als Beobachter bei, da das meiste fremdbestimmt wird – bishin zu den Ängsten, ob jene hervortreten oder eben nicht. Gerade „Powergamern“, die ich hiermit in keinster Weise schlechtreden will, ist das Schicksalsspiel zu empfehlen: Der Fokus liegt schneller auf den Kämpfen, die Würfel um Würfel geführt werden, auf bloßem Skill.

    Nachteile

    Ich für meinen Teil würde mich bevormundet fühlen und oft leidet das Rollenspiel unter dem dauernden Gewürfel,  wird auf Werte, Zahlen und Fakten reduziert und das Rollenspiel nicht selten dadurch ersetzt. Warum noch groß beschreiben, was man tut, wenn der Würfel es einem schon sagt? Würfelt man tatsächlich alles aus, vom kleinsten Flirt mit dem Stallburschen über einen Sprung über die ein Schritt hohe Mauer bishin zu dem Schlag ins Gesicht eines Gefesselten, kann es sich auch insgesamt ziehen und die Ergebnisse wider der gelungenen Dramaturgie sein. Gerade auch Kämpfe können so zu extrem langen Aktionen verkommen, in dem nicht der Kampf an sich, sondern nur die Schadenspunkte zählen.


    Das Erzählspiel

    Der Fokus liegt ganz klar auf den Worten; Würfel werden nurmehr bei haarigen Situationen und in Momenten inhaltlich größter Spannung benutzt. Hier redet sich nicht nur der Meister, sondern reden sich auch die Spieler den Mund fusselig. Gesellschaftswürfelproben werden durch das eigenen Können ersetzt, die Entscheidung, ob es gelingt oder nicht, trifft der Meister je nach Situation und/oder der Kraft der Worte des Spielers. Oft wird ein guter Erzählstil durch gelungene Aktionen des Charakters belohnt.

    Vorteile

    Lagerfeueratmosphäre wird gefördert, man webt gemeinsam an einer Geschichte, in deren Mittelpunkt nicht Werte, sondern Spannung und tatsächliche Vorstellungsgabe stehen. Die Erzähltiefe ist dichter. Von Nöten ist hier allerdings ein recht großes rollenspielerisches Können, was mMn. auch impliziert, dass der Spieler seinen Charakter nicht als Helden, sondern als Menschen/Wesen mit Fehlern betrachtet. Eine Art gedachter Realismus: ist es realistisch, dass mein Char es unter diesen Umständen schafft bzw. wie stehen die Chancen? Das direkte Zusammenspiel zwischen Spielern und jenen zum Spielleiter ist hierdurch gefördert.

    Nachteile

    Die Spannung könnte auf der Strecke bleiben, da das Fremdbestimmte schlichtweg gänzlich fehlt. Natürlich könnte man seine Figur auch selber über eine Klippe plumpsen lassen, doch ist das nur halb so dramatisch wie ein Würfelwurf, der das Schicksal besiegelt hat. Die Fassungslosigkeit, die einen ereilt wenn man bei einem wichtigen Wort auf den gar schröcklichen Patzer sieht, gehört rückblickend definitiv zu den einprägsamsten Dingen im Rollenspiel! („Weißt du noch… als ich damals bei der Schlafen-Talentprobe die drei 20er gewürfelt habe und meine Charakter aus dem Bett auf seinen Hamster gefallen ist? Hach ja… ♥ “ )


    Der Gemischtwürfelladen

    Entschieden wird je nach Lust und Laune, ob gewürfelt wird oder nicht. Manchmal nach System, andere Gruppen entscheiden es spontan. Hier ein vollständig ausgewürfelter Kampf, dort ein ausformuliertes Scharmützel. Und mittendrin die Würfel, die sich zwischendurch in den Pausen lustig miteinander unterhalten können. Ob Würfel in ihrer Freizeit wohl Kniffel spielen? Höchst wahrscheinlich.

    Vorteile

    Diese liegen ebenso auf der Hand wie die Würfel, bilden sie doch, ebenso wie die Nachteile, ein Gemisch aus den beiden vorherigen und befriedigt die Vorlieben beider Gruppen. Wo wir wieder bei Würfelorgien wären…

    Nachteile

    Ein nicht gänzlich geklärtes System dahinter könnte unter Umständen zu Zwist innerhalb der Rollenspielgruppe führen. „Mama, warum durfte er erzählen, während ich jetzt würfeln musste und überhaupt und sowieso?!“   Eine Klärung vorab bzw. die Suche nach einem gemeinsamen Nenner, auf den man sich später berufen kann, ist nicht nur hierbei ein immens großer Vorteil.


    Und mein Stil?

    Ich persönlich erzähle lieber, als dass ich würfel, bin eher eine Gemischtwürfelladen-Emma mit Tendenz zum Erzähler. Dennoch sind die Werte alles andere als unwichtig: ich sehe auf einem Blick, was mein Char kann. Ah, ein Strickenwert von 4? Na gut, wird keine so berauschende Socke, aber immerhin; sie wärmt. Vielleicht. Ein Schwimmenwert von 16? Tja, den Fluss wird er wohl durchqueren, ohne dass er dabei ertrinkt. Auch als Vergleichswerte taugen die Talentpunkte hervorragend: Mein Charakter mit Schwertern 7 kämpft gegen jemanden, dessen Wert glorreiche 14 ist? Schön, der Kampf wird recht kurz, der Gegner gewinnt aber hey, ich schmücke den Kampf wenigstens aus! Gerne würfel ich auch exemplarisch vorab ein paar wenige Kampfrunden mit dem Gegner aus, immerhin weiß man nie, was kommt. Besonderen Attacke- oder Paradeschnitzern gönne ich dann auch ihren Würfelauftritt.

    Das heißt nicht, dass ich mich weigere, zu würfeln, ich passe mich schlichtweg meiner Gruppe an (oder sagen wir: Meistens. Hust. Hust.) , wobei ich jedoch vorab meistens sage, wie ich es gerne hätte. Gegen Würfel habe ich schließlich nichts, und ausschließlich erzählen will ich auch nicht, will ich doch meine Würfel nicht umsonst zusammengesammelt haben und ein wenig Schicksal und Zufall sowie das Bangen während des Würfelschüttelns gehört für mich zum Rollenspiel dazu.

    Oder?


  6. 30. März 2016 | Veröffentlicht unter Rollenspiel, rund um Rollenspiele.

    [Blogparade/Karneval] Rassismus

    Von

    Der März ist fast vorbei; Grund genug, mit einem neuen Thema für den Karneval der Rollenspielblogs um mich zu werfen. Nach „Unter Druck“ , das von der pinken wie bezaubernden Clawdeen moderiert wird, dürfen wir uns nun mit Rassismus beschäftigen. Nicht nur, dass es wie eh und je leider in der Realität ziemlich aktuell ist, es bietet auch im Bereich des Rollenspiels Stoff für Diskussionen.

    Doch was kann man sich unter diesem Thema im Zusammenhang mit dem RP und dem Karneval überhaupt vorstellen? Muss es unbedingt ein kritischer Artikel sein? Die kurze Antwort: Nein. Die ausführlichere Antwort kann nach den possierlichen Listenknubbelchen nachgelesen werden:

    • Uralte Fehden zwischen bspw. Orks und Elfen, Gimli vs. Legolas: Auch Fantasyvölker kennen Vorurteile und Rassismus in unterschiedlichen Ausprägungen. Wie wäre es mit kleinen Recherchen und lustigen Darstellungen?
    • Die Frage „Darf mein Charakter rassistisch sein und wenn ja, wie stark darf ich es am Spieltisch ausreizen?“ kann ebenso behandelt werden wie andere Fragen rund um das Rollen-Spiel an sich.
    • „Das Thema nervt! Ich will nicht auch noch in meiner phantastischen Freizeit darüber nachdenken müssen!“ – auch durchaus legitim, solch einen Artikel zu verfassen!
    • Thema: „Rassistische Rollenspielsysteme“ gefällig?
    • Rassismus in Spielrunden/der Rollenspielcommunity

    Ich muss gestehen, dass ich mir noch nie tiefere Gedanken über Rassismus in und um Rollenspielen gemacht habe. Schön, dass ihr nun da seid! Schreibt spannende, lustige, kritische Artikel zum Thema und schreibt mir euren Link unten in die Kommentare! Ob ihr euch von den oben genannten Punkten inspirieren lasst oder nicht, bleibt vollkommen euch überlassen, ebenso, ob ihr es als Podcast, Video, Hangout oder Blogartikel veröffentlichen wollt. Am Ende werde ich wie gewohnt eine Zusammenfassung aller zusammengetragener Inhalte schreiben.

    Ich freue mich auf eure Beiträge!

    Für die, die den Karneval nicht kennen: es ist eine Blogparade, in der jeden Monat ein neues Thema in den Fokus gestellt wird, das die teilnehmenden Blogs bearbeiten und interpretieren können. Dabei kann jeder mitmachen, der etwas dazu zu sagen hat, sei er nun eingefleischter Rollenspielblogger oder Fashionista.

  7. 12. März 2016 | Veröffentlicht unter Rollenspiel, rund um Rollenspiele.

    Save the date: Gratisrollenspieltag am 19.03.

    Von

    Ihr wolltet schon immer einmal wissen, was es mit diesem ominösen „Rollenspiel“ auf sich hat? Ihr wolltet euch das immer schonmal angucken und antesten, habt bisher jedoch niemanden gefunden, der mit euch spielen möchte? Oder ihr wollt einfach freilaufende Rollenspieler in ihrer natürlichen Umgebung beobachten? Dann seid ihr beim GRT, dem deutschlandweiten Gratisrollenspieltag genau richtig!

    Kommende Woche, genauer am Samstag, den 19.03.2016 können bei vielen teilnehmenden (Rollenspiel)Läden und Vereinen Deutschlands kleine Goodies (hihi.) begutachtet und abgestaubt werden, die von einigen Verlagen gestellt werden und diverse Rollenspielsysteme abdecken. Hier kann man sich ein Unpacking-Video vom Carepaket des letzten Jahres ansehen und auf der Website des GRTs haben Moritz und Karsten einige Inhalte des aktuellen Pakets vorgestellt. Zusätzlich werden vielerorts Rollenspielrunden angeboten, an denen man teilhaben kann – ob aktiv als Spieler oder passiv als Zuschauer sei euch überlassen. Voranmeldung ist bei gewünschter aktiver Teilnahme natürlich meistens sinnvoll, schaut vorab doch einfach auf die Internetpräsenzen der entsprechenden Läden.

    Ich selber war beim GRT ’13 dabei, in den Jahren danach habe ich es nicht geschafft. Mir hat die Aktion Spaß gemacht und obwohl ich persönlich finde, dass die Organisatoren es dieses Jahr etwas schleifen gelassen haben, bin ich guter Dinge, dass er auch in diesem Jahr ein Erfolg wird. Geht für mich hin und erzählt danach, wie es war! Ich habe da nämlich ein paar Termine auf der Leipziger Buchmesse und werde mich leider nicht selber von den Inhalten des Pakets und der gebotenen Rollenspielrunden überzeugen können!

    Das ist die Gelegenheit, als Newbie einmal reinzuschnuppern. Scheut euch nicht! Man ist nie zu alt, um ein Rollenspieler zu werden!

    Anbei noch kurz das Bild oder eher die Bilder, die ich für den Flyer gezeichnet habe. Der Zusammenschnitt ist für mich, den eigentlichen Flyer des Gratisrollenspieltages samt Daten erhaltet ihr hier.

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  8. 6. Februar 2016 | Veröffentlicht unter Rollenspiel, rund um Rollenspiele.

    Würfel-Liebe aus Metall

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    Früher, als die Welt noch jung war, besaß ich eine ganze Sammlung an Würfeln jeglicher Farbe und Größe. Im Laufe unendlich vieler Umzüge ist meine Sammlung leider kleiner geworden. Vielleicht wird Zeit, etwas daran zu ändern. Vielleicht bin ich gerade aber auch nur dezent angefixt von der Arbeit der Familie Besser aus Hillsboro, Oregon.

    Ein Jahrzehnt der leichten Hobby-Schmiedearbeit vorrangig für LARP-Objekte waren Schuld daran, dass Aaron von einem Freund nach der Herstellung eines Würfels gefragt wurde. Doch es kann nicht nur einen geben! Die Leidenschaft für metallene Spielobjekte war geweckt und nach der positiven Resonanz bald ein Startup- Unternehmen namens Trayser Metal Works gegründet, in dem sie Aarons Schmiedegeschick mit den feinen Juwelierkünsten seiner Frau Golda kombinierten.

    Trayser MetalWorks

    Dutzende verschiedene Styles werden vorrangig im Wachsschmelzverfahren hergestellt, die kaum Wünsche offen lassen. W4? W20? Würfel mit Star Trek- oder Steampunkelementen? Von Atomen inspiriert? Damn it! Die Details! Vor allen Dingen sehen die Würfel aus, als könne man sie beim nächsten Barbarentreffen mitnehmen, um bei zünftigen Bieren epische Würfelschlachten auszutragen!

    4 Tage lang läuft die dazugehörige Kickstarter-Kampagne noch, mit deren Hilfe neue Gerätschaften gekauft werden sollen, die die Produktion von derzeit rund 200 Würfeln pro Woche ankurbeln würden.

    Mehr über die Würfel und das Produktionsverfahren könnt ihr entweder auf ihrer Facebookseite oder der offiziellen Website erfahren.

    DiceTrayser MetralWorks2würfel3würfel


  9. 3. Juni 2015 | Veröffentlicht unter Rollenspiel, rund um Rollenspiele.

    Beziehungskiste: Die Beiträge

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    Achtung, überraschende Neuigkeit: Der Mai ist vorbei. Somit auch der „maische“ Karneval der Rollenspielblogs, der die Beziehungen jeglicher Art in den Fokus gestellt hat. Zeit also, die eingegangenen Beiträge Revue passieren zu lassen bzw. in Beziehung zueinander zu setzen. Auch wenn manche, wie der Malspöler, gar keine richtige Lust auf amouröse Beziehungen im Rollenspiel haben. Doch zu Malspölers und unser aller  Glück sind in erster Linie interessante Beiträge zu anderen Verbindungen verfasst worden – auch wenn Engors Ingame-Partnergesuche da ein wenig aus der Reihe fallen. Hier suchen auch mal Orks nach blondbefellten Damen.

    Beginnen wir doch ganz klassisch mit der Definition. Blut und Glas liefert davon gleich ein paar, die natürlich und selbstverständlich alle hochgradig ernst zu nehmen sind. Wobei: Vielleicht sind sie es ja wirklich. Schade eigentlich, dass sich innerhalb des Karnevals niemand – und da möchte ich gar nicht von meiner Untätigkeit ablenken –  der Dildokiste angenommen hat, denn so oder so ähnlich kann das Wort schließlich auch interpretiert werden. Vielleicht. Und es wäre ein wirklich interessantes Thema. Ob in Verbindung mit der Archäologie (Ja, auch zu prähistorischen Zeiten gab es „Spielzeuge“. Munkelt man. Da ich selber ein wenig Archäologen-Vorbildung habe, werde ich mich beizeiten mal darum kümmern. In theoretischer Form hier auf dem Blog.) oder mit futuristischen Überlegungen (Holodeck? Just kidding.), das „Wie“ ist zumindest im Weltenbau nicht ganz uninteressant. Gut, ob man im Rollenspiel wirklich Sexspielzeugen  die Bühne überlassen sollte, ist fraglich. Und ich verkneife mir hier mal das obligatorische Wortspiel.

    Nicht allzu weit entfernt von diesen gar schlüpfrigen Überlegungen sind Teile der Spielertipps, die gesammelt wurden. Gloria liefert mit ihren 10 unverzichtbaren Minnetipps gute Ratschläge für (angehende) edle Ritter, die um ihre holde Dame werben. Ob die auch für weibliche oder homosexuelle Ritter gelten, davon gehe ich mal aus! Wer solcherart Tipps allerdings wohl nicht mehr braucht, ist der allseits bekannte Odysseus. Zwar nicht ganz so umtriebig wie everywomens Darling Raidri Conchobair, hat auch der antike Reisende in jedem Hafen eine Frau. Wie das Beziehungsgeflecht genau aussieht hat fruehstuecksflocke in seinem Artikel deutlich gemacht. Wusstet ihr beispielsweise, dass Odysseus temporär als Sexsklave gehalten wurde?

    Um doch wieder den reinen Pfad zu bestreiten, lassen wir jegliche sexuellen Anspielungen hinter uns und begeben uns zu möglichen Beziehungsformen. Eine davon ist de Mutter-Kind-Beziehung, die laut Blut und Glas in Rollenspielen und Konzepten leider allzu oft negativ besetzt wird, was sie eigentlich nicht verdient. Folgerichtig hat er hier einige Möglichkeiten aufgelistet, die positiver sind und gut als Inspirationsquelle dienen. Ebenfalls eine Elternbeziehung oder vielmehr die Produkte dessen behandelt Michael. Hybride– seien es Halbelfen, Halborks oder Halbeidechsen – stehen hier im Mittelpunkt und werden auf Herz und Nieren geprüft, während der geneigte Weltenbauinteressierte einige Tipps zum Erstellen und der Darstellung eigener Hybride erhält.

    Nachdem nun einige Beispiele für Beziehungen gegeben wurden, wagen wir uns nun an handfeste Helferlein: Tabellen, praktische Tipps und noch mehr Tabellen. Gleich zwei Würfeltabellen helfen dem Unentschlossenen und Ratlosen wenn es darum geht, zwei oder gleich mehrere Charaktere untereinander zu verknüpfen. Das erleichtert schließlich nicht nur den Einstieg miteinander ins Abenteuer, sondern kann auch für die ein oder andere charakterliche Inspiration sehr nützlich sein. Während sich Greifenklaues Tabelle eher allgemein hält, geht Case ins Detail. Jede Tabelle hat seine Vor- und Nachteile im Vergleich mit der jeweils anderen, hilfreich sind jedoch fraglos beide. Ebenfalls eine Tabelle bietet Klaus, wobei er jedoch ein klar umrissenes Setting angibt: Das Anwesen des Herrn Cheng. Was genau es damit auf sich hat und wie ihr dort die Beziehungskonstrukte auswürfeln könnt, erfahrt ihr dort.

    Einen ganz allgemeinen Rat hat der Blechpirat parat. Als Spielleiter wichtige NSCs darzustellen, ist ohnehin eine Sache für sich (zu der ich bereits hier ein paar Tipps gegeben habe, anlässlich des Karnevals zum Thema NPCs). Doch was tun, wenn es auch noch ein NPC des anderen Geschlechtes ist und man zudem noch Gefahr läuft, andere Spieler, die mit der Liaison nichts zu tun haben, zu vernachlässigen? Genau das wird hier behandelt.

    Und wenn man doch keine Lust (mehr) auf Beziehungen hat: Anhand dieser Tabelle kann man einfach und schnell die Art des Beziehungsendes bestimmen.


  10. 1. Mai 2015 | Veröffentlicht unter Rollenspiel, rund um Rollenspiele.

    [Blogparade/Karneval] Beziehungskiste

    Von

    Ein neuer Monat ist angebrochen und damit steht auch ein neues Thema für den Karneval der Rollenspielblogs in den Startlöchern: Beziehungskiste. Passend zum Mai und doch hoffentlich mehr als ein herzchengeschwängertes Blumenmeer. Doch was daraus wird liegt nicht an mir, sondern an euch! Ich lade euch Rollenspiel- und auch Weltenbaublogger gerne dazu ein, zu diesem Thema den ein oder anderen Artikel beizusteuern!

    Was kann man sich unter dem Thema vorstellen?

    Hier ein paar Vorschläge:

    • Liebe unter SCs: Kann das gut gehen? Ist es eine nette Herausforderung, ein Muss oder vielleicht doch ein Tabu? Und wie viel Raum sollte dem gegeben werden?
    • Wie kann man als Spielleiter die Beziehungen eines SCs für seine Zwecke sinnvoll nutzen?
    • (Liebes)Beziehungen zwischen zwei verschiedenen Rassen oder Kulturen. Spieltipps, philosophische Gedanken oder das Aufzeigen konkreter Beispiele bei bekannten NSCs oder ganzen Welten
    • Mittelalterliche Fantasy = mittelalterliche Rollenbilder innerhalb von Beziehungen?

    Sicher gibt es noch etliche Themen mehr, die angeschnitten werden können. Im Fokus sehe ich persönlich die Liebesbeziehungen, doch möchte ich keinesfalls politische, platonische, religiöse Beziehungen ausschließen. Erlaubt ist, was ins Thema passt und als Blogartikel, Podcast oder Video aufbereitet werden kann.

    Dann haut mal in die Tasten! Fertige Beiträge könnt ihr entweder hier unter dem Beitrag verlinken, oder ins Forum setzen.

    Bisherige ArtikelFallstudie: Dem Odysseus seine Beziehungskisten | Mutter-Kind-Beziehung | Das Beste aus zwei Welten? Von Halbelfen und Halborks | Beziehungskiste? – Ohne mich! | 1W20 Beziehungen, um SC miteinander zu verbinden | Orkisch, ledig, jung sucht… | Howto: Beziehungskiste | Was ist … eine Beziehungskiste? | 10 unverzichtbare Minne-Tipps für verzweifelte Ritter | 2W6 kreative Beendigungen einer Beziehung36 cthuloide Beziehungen zwischen Charakteren | Das Anwesen des Herrn Cheng – Eine Kulisse für Fiasko

    Der Karneval der Rollenspielblogs ist eine Aktion, bei der jeder interessierte Blogger, Youtuber oder Podcaster zu einem monatlich neu ausgewähltem Thema seinen Anteil beitragen kann, sodass am Ende des Monats eine möglichst große Bandreite an Beiträgen steht, die das jeweilige Thema bestenfalls vielseitig beleuchten.


  11. 25. März 2015 | Veröffentlicht unter Rollenspiel, rund um Rollenspiele.

    Rollenspielgedöns – GRT und Vlog

    Von

    Beim Drehen der paar Szenen, die ich für das Video zu den Dingen, die Rollenspieler niemals nicht sagen würden (für die mich die Rollenspielcommunity mit größter Wahrscheinlichkeit „lieben“ wird) ist mir eingefallen, dass ich einen Termin um ein Haar verschwitzt hätte: Den Gratisrollenspieltag.

    An diesem jenem Tag, namhaft Samstag der 28.03., wird man in einigen Rollenspielläden und Vereinen mit Gratisprodukten versorgt und kann an diversen Spielrunden und Veranstaltungen teilnehmen, die eigens für den GRT angelegt worden sind. Vor zwei Jahren war ich selber in Düsseldorf unterwegs und hatte definitiv meinen Spaß.

    Kurz gesagt: Du hast dich schon immer für Rollenspiele interessiert und/oder dich bei meinen rollenspielrelevanten Artikeln gefragt, wovon die krude Tante da überhaupt redet? Du hast aber keine Zeit oder Gruppe gefunden, um in die Welt der Rollenspiele reinzuschnuppern? [insert dramatische Musik] Dann begib dich am kommeden Samstag in den Spieleladen deines Vertrauens und schaue den freundlichen Menschen über die Schulter! Die teilnehmenden Shops findest du hier.

    Notsofun-fact am Rande: Das Poster habe ich damals walte meines zeichnerischen Amtes beigesteuert. Und wo ihr schon mal hier seid, lege ich euch das Unpacking der werten Kollegin Yvi ans Herz. Dort könnt ihr sehen, was es an Gratisprodukten dieses Jahr zu erhaschen gibt. Auf etwaige Fragen hat die Website des Gratisrollenspieltages sicher eine Antwort.

     


  12. 3. März 2015 | Veröffentlicht unter Rollenspiel, rund um Rollenspiele.

    Den Rollenspielchar zeichnen lassen

    Von

    Auf’s Auge“ lautet das diesmonatige Thema des Rollenspielkarnevals. Gemeint sind nicht Schlachten oder DSA-Bashing (Och, wie schade…), sondern Visualisierungen in Form von bspw. Bildern am Spieltisch. Für mich liegt da nichts näher, als über das Zeichnen von Rollenspielcharakteren zu plaudern, immerhin produziere ich gerne das ein oder andere gepimpte Strichmännchen.

    Rollenspiel findet natürlich in erster Linie im Kopf statt. Dort, wo die Worte der Mitspieler Bilder entstehen lassen. Dennoch finde ich es nicht verwerflich, gerade den Spielercharakteren ein gezeichnetes Gesicht zu geben, das man bei der ersten Runde mit diesem Char durch die Runde gehen lassen kann. Doch woher so ein Bild nehmen? Zwar ist das Internet voller Photos und Artwork, doch etwas zu finden, das wie die Faus auf’s Auge passt, ist nahezu ein Ding der Unmöglichkeit. Doch zum Glück [Bis hierhin liest es sich wie ein schlechter Werbetext. Ich sollte zum Springerverlag gehen.] gibt es neben den Conventionzeichnern auch Künstlerseiten und (Rollenspiel)foren, in denen sich (Hobby)Künstler tummeln, die gerne Charakterbilder erstellen. Manche gestalten es gratis, während sich andere für ihre Mühen entlohnen lassen. Eine gute Anlaufstelle, um einen passenden Künstler zu finden, ist auch DeviantArt und auch die Avatarschmiede bietet Charakterportraits an – allerdings werden dort eigentlich Forenavatare erstellt.

    Oder man macht es selbst. Wie ich. Und wie ich das mache, das zeige ich euch jetzt. [Hey, die Sendung mit der Maus hat Geburtstag! Da habe ich auch noch einen weiteren guten Grund, im Tonfall von Springer auf die Maus umzusteigen!] Gezeichnet habe ich in diesem Fall den Charakter von Alex, seines Zeichens Anfang 20 und begeisterter DSA-Spieler. Sein Char:

    Sie heißt Vanka und ist 26 Jahre alt. Sie ist Gjalskerländerin, groß und stark. Ihre Muskeln sollen schon so aussehen dass sie die meisten Männer in den Schatten stellt. Ihre Haltung stelle ich mir so vor: Die Hände in die Seiten gestützt, nicht ganz frontal und ernst den Betrachter ansehend. Sie hat langes, rotes Haar, blaue Augen und volle Lippen. Sie trägt bauchfrei, einen Brustschutz mit Metallschuppen mit Fell darunter. Am rechten Arm trägt sie einen großen Armreif mit Kringelmuster und am linken ein einfaches Lederarmband, am Oberarm auch noch ein Armband. Sie trägt Ketten mit Knochenplättchen. Ihre Kriegsbemalung: Beide Schulter je zwei Dornen, quer über die Augen, vertikal über Lippe und Kinn, rechter Bauch. Drei Narben: Rechte Hüfte, von der rechten Wange bis zum linken Auge, das blind ist, und quer über die Brust. Sie ist resolut, sehr direkt.

    vanka2Das erste WIP

    Ich zeichne es immer erst sehr grob vor, damit etwaige Änderungen nicht allzu viel Zeit kosten. Der Körper ist ein Strichmännchen, darüber zeichne ich auf einer zweiten Gimp-Ebene die Kleidung, da ich gerade die sehr oft ändere und es mit der zweiten Ebene leichter geändert werden kann. Die Narben sind rot, das sind die schwierigsten Parts bzw. die Parts, die am häufigsten beim ersten WIP in der Position geändert werden müssen.

    Die Änderungswünsche

    Das Gesicht sollte kantiger werden, die Waffe fand er blöd (ich weiß im Nachhinein auch gar nicht mehr, warum ich sie überhaupt gezeichnet hatte. War ja gar nicht verlangt gewesen 0:) ) und die Kriegsbemalung auf der rechten Schulter sollte in Kreisformen geändert werden und die Farbe wechseln. Dass sie größere Brüste bekommen soll, war fast obligatorisch. Außerdem: Das Oberteil sollte Triangelform bekommen, die Narbe am Bauch sollte verschwinden und zwei Ketten waren eine zu viel!

    vanka3WIP Nr. 2

    Auch hier habe ich natürlich versucht, die Wünsche umzusetzen und schon die Schattierungen gesetzt. Das ist der Schritt, der am meisten Zeit kostet. Auch hier arbeite ich mit diversen Ebenen, jedes Accessoire, jedes Kleidungsstück erhält eine eigene.

    WIP Nr. 2 sollte nach den Änderungswünschen soweit mängelfrei sein. Manchen fällt dann allerdings noch ein, dass sie statt der langen Haare lieber kurze haben wollen – kein Problem, das kann ich noch ändern. Aber hier zu sagen, dass die komplette Pose doch eine andere sein soll, halte ich für unangemessen; kommt aber leider immer mal wieder vor. Bei Alex zum Glück nicht! :)

    Die Änderungswünsche

    Alex fand den Bauch komisch und natürlich fehlten noch die Narben. Ach und das Silberarmband war offensichtlich kein Lederarmband.

    .

    .

    vanka4WIP Nr 3

    Von meiner Seite aus wäre das so fertig, aber natürlich würde ich noch Details ändern. Gleichzeitig schicke ich auch noch bei Bedarf eine Version mit drauf geklatschten Farben mit um zu sehen, ob sie so passen würden. Alex wollte es dann aber lieber in Grautönen behalten. :)

    .

     Und jetzt?

    Charaktere anderer Leute zu zeichnen finde ich  unglaublich spannend! Zu sehen, ob die eigenen Vorstellungen, die man aufgrund einer simplen Beschreibung erhält, auch ungefähr den Kern der Sache trifft. Meistens liegt man auch erstaunlich richtig! Das sehe ich nicht nur an mir, sondern besonders an anderen Zeichnern oder 3D-Künstlern. Je mehr man über den Char erzählt, desto besser ist es natürlich.

    Habt ihr denn schonmal euren Charakter zeichnen lassen oder habt ihr es vor? Oder seid ihr dem grundsätzlich eher negativ eingestellt?

     


  13. 6. Januar 2015 | Veröffentlicht unter Rollenspiel, rund um Rollenspiele.

    DSA – Die Super Anga

    Von

    Als Bloggerin wird man ja dauernd irgendwie angemeckert: „Mach gefälligst mehr dies, weniger jenes, und überhaupt blogg bitte genau das, was ich will!“ Manches sind aber auch einfache Wünsche, die ich natürlich gerne erfülle. Wie der nach der Vorstellung meines aktuellen Rollenspielcharakters. Das trifft sich wunderbar, immerhin habe ich letztes Wochenende nach einer längeren P&P-Durststrecke meinen neuen eingeweiht. Meet Anga Grimadottir, thorwalsche Entdeckerin aus Aventurien, DSA.

    Anga ist ein Spaßcharakter. Ihre Eltern wurden nicht von Orks/Räubern/dem evil Dr. Overlord getötet, sie hat keine düsteren Geheimnisse und auch keinen schwierigen Charakter. Das, was sie antreibt, ist reine Freude am Abenteuer, ihre Neugier und, natürlich, ihre berufliche Passion. Denn sie ist Nathan Drake Lara Croft Indiana Jones eine Entdeckerin, oder auch, eine kleine Archäologin, die stets auf der Suche nach verborgenen Schätzen, geheimnisumwobenen Orten und einem guten Premer Feuer ist. So hat sie die letzten Jahre auch tief im Süden verbracht, um die entlegendsten Zipfel Aventuriens zu erforschen. Von den dortigen Dschungelbewohnern nahm sie unter anderem auch das Blasrohr mit, das, zurück im hohen Norden, für einige Verwirrung sorgt.

    Mit ihren 1,95 ist sie größer als jedes andere Mitglied ihrer neu gewonnenen „Abenteuergruppe“, die sie allesamt mehr oder minder scherzhaft als Schwächlinge bezeichnet. Was in der Gruppe ohnehin fehlt, ist ein richtiger Kerl! Sie liebt das Meer, hat (zu) viel über giftige Schlangen zu erzählen und schier vor nichts Angst. Außer natürlich vor dem Pech, das sie verfolgen wird, wenn sie ihren Anhänger verliert.

    Was sie besonders gut kann, ist Blödsinn erzählen und an unpassenden Stellen Dinge einwerfen wie „Ja, die Höhle sieht unglaublich gefährlich aus. Wisst ihr, ich erinnere mich da an eine ganz ähnliche Höhle im Dschungel, wo die giftigste Schlange Aventuriens gehaust hat. Ui, das war eine schlimme Efahrung, sage ich euch! Meinen besten Mann habe ich am Gift verloren! Mensch, man sieht ja auch trotz Fackel nicht, wo man überhaupt hintritt! Und als wir den Schatz dann gefunden hatten, ja, da ist der nächste in eine Falle getappt und hat sich tief unten in der Grube alle Knochen gebrochen! Wir haben ihn noch bergen können, aber, oh je, er hatte solch niederhöllische Schmerzen und ist noch Wochen dahingesiecht, ehe ihn die Götter erlösten und er endlich gestorben ist… – So! Also! Was ist los, Leute, warum guckt ihr so bedröppelt? Auf geht’s, wir wollten doch sehen, was in der Höhle so los ist!

    Ja nein, Anga ist nicht der tiefsinnigste Charakter und das soll sie auch gar nicht sein. Ich bin müde geworden, nur noch von Charakteren zu hören, deren Tiefe die tiefste Stelle des Meeres übertrifft. Das bleibt meinen Erzählungen/Romanen vorbehalten, doch im P&P-Rollenspiel dürstet es mich gerade nach ganz anderem. Eigentlich nach dem, was Anga verkörpert: Spaß am Abenteuer.

    Das heißt nicht, dass sie ein dauerkicherndes Gör ist. Das schaffen wir auch OOC gut genug. Es heißt auch nicht, dass alles „voll easy“ ist mit ihr. Es wird auch noch finstere Momente mit ihr geben, wenn etwas gar Schröckliches passiert (zB. der Alkohol auf Reisen ausgeht). Für mich hat sie obendrein genau die richtige Mischung aus (thorwalschem) Klischee und Neuem.

    Und nun erzählt mal von eurem!

    grima

     


  14. 1. Oktober 2014 | Veröffentlicht unter Rollenspiel, rund um Rollenspiele.

    Der Ort im P&P, der mich wahnsinnig macht

    Von

    „Ich gehe in den Krämerladen und kaufe ein…“ Gähn. Kaum eine Location stört mich mehr als die Krämer,- Waffen-, Rüstungs-, und Wattebauschläden in beliebigen Rollenspielen. Meiner Erfahrung nach werden diese Szenen unnötig ausgedehnt. Jeder Einkaufszettel, ob er nun drei Zutaten für ein Butterbrot oder ein einziges Paar Stiefel enthält, wird zelebriert, als handle es sich um die Schlüsselszene des Abenteuers. 99% der Einkaufsdialoge laufen dabei nach einem Schema ab.

    „Hallo sehr geehrter Händler – Hallo blabla – Ich hätte gerne XY – Oh ja das kostet 6,66 – ne machen wir 6,50 draus – [Insert 3 Stunden Gefeilsche] – So hier bitte schön, für 6,57 ist es deins, sonst noch was? – Ja wo ich schonmal hier bin hätte ich gerne noch XY – vorzügliche Wahl, das macht 42,42 – Na machen wir doch 42,41 draus (…)“ Noooo!

    Nun darf man natürlich sagen: „Hey, du hast einfach die falschen Erfahrungen gesammelt/ deine Gruppen waren blöd“. Ersteres mag stimmen, zweiteres jedoch nicht. Es waren zumeist lediglich die Händlerszenen, die mich zu kleinen Schnarchanfällen veranlasst haben. Nicht, dass das bei jedem von euch der Fall sein muss. Vielleicht findet ihr Händlerszenen ja besonders großartig und würdet am liebsten ein „Shopping Queen“-RP erstellen? Nur zu! Dennoch möchte ich meine persönliche Abneigung hier etwas genauer erklären und gleichzeitig den ein oder anderen Tipp loswerden. Es steht allerdings jedem frei, es anders zu bewerten und weiterhin seine eigene Meinung zu vertreten.

    Weniger ist mehr

    Die typische Heldengruppe besteht aus 3-4 Leuten. Wenn nur einer davon (ausführlich) einkaufen geht, sitzen die verbleibenden 3 Leute herum und drehen Däumchen (oder dem Spielleiter den Hals um). Wer möchte schon dem x-ten Händlergespräch lauschen? Das „Gameplay“ ist ohnehin gleich oder zumindest sehr ähnlich – warum also das ganze nicht drastisch verkürzen? Tut es jemandem weh? Wenn nicht: Ein „Ich kaufe mal schnell dies und das ein und streiche mir Betrag X ab, ok?“ reicht im Grunde vollkommen und man kann sich auf die wirklich spannenden Geschichten, Spielereien und Aufgaben konzentrieren. Als Beschneidung des Rollenspiels empfinde ich es persönlich nicht. Man spielt generell nicht jedes einzelne Gespräch mit einem NPC oder auch PC durch, sonst würde ein Abenteuer Tage, Wochen, Monate am Stück brauchen.

    Es ist auch nicht unbedingt nur die Location, die mich stört, sondern das Murmeltierartige. Kamen wir, egal innerhalb welcher Spielegruppe ich gezockt habe, in eine Stadt: Zack, der erste Gang war der zum Geschäft. Je-des Mal. Ich konnte es bei den meisten Charakteren bereits mitsprechen. Das war so eingefahren, dass es auch nicht wirklich half, wenn man es angesprochen hat. Dafür waren meine bisherigen Gruppen allerdings bei fast allen anderen Angelegenheiten großartig.

    Aus dem Händler (und Laden) einen Typen machen

    Genau wie der Wirt nicht immer ein dicker, rotwangiger Kerl sein muss, darf der Händler – oder die Händlerin – auch mehr Profil als die Schuhsohle eines Stepptänzers besitzen. Dieser Tipp geht freilich in die selbe Richtung wie der Artikel, den ich mal zum Thema „Lebendige NPCs“ geschrieben habe. Es ist eine der einfachsten Möglichkeiten, das Einkaufen abwechslungsreich zu gestalten. Wenn nicht jeder Ladenbesitzer gleich wirkt, hat es auch für die unbeteiligten Spieler mehr Anreiz, zuzuhören.

    Auch das Geschäft an sich kann ausgeschmückt werden. Erinnert euch an spannende Läden in Computerspielen, Filmen oder auch Bücher. Und wenn es nur Ollivanders ist, das Fachgeschäft für Zauberstäbe aus Harry Potter. Erinnert euch an das individuelle Interieur, wie die ganze Atmosphäre auf euch gewirkt hat. Vermittelt nicht das Gefühl, als gäbe es im gesamten Land nur ein einziges Waffengeschäft, das mit den Helden reist und plötzlich in jeder Stadt, wo die Spieler auftauchen, aufploppt. Jeder Laden kann und darf anders sein. Auch  wenn natürlich nicht jedes Geschäft extrem besonders sein muss, das wäre mit Sicherheit auch dezent dubios. Wenn man aber mit Leidenschaft Einkäufe spielt, dann wäre es doch nicht verkehrt, daraus ein kleines Erlebnis mit Mehrwert zu gestalten. Und wenn man nicht gerade in der Realität oder in einem Sci-Fi-Setting o.ä. spielt, sind komplett gleich geschaltete Ketten wie Aldi und Co eher Mangelware.

    Den Shopbesuch ins Abenteuer eingliedern

    „Hee … psst. Wolle Info kaufen?“ Nein, ganz so offenkundig muss es ja nun nicht sein. Doch wenn man hin und wieder mal abenteuerrelevante Informationen in Gespräche mit NPCs einfließen lässt, kann das so verkehrt nicht sein. Gerade da bietet sich der Händler besonders an. Warum? Der Wirt ist ohnehin eine erwartete Informationsschleuder. Und die Passantin, die selbstverständlich total zufällig zu plaudern beginnt? Klar. Vom Händler jedoch erwartet man es nicht unbedingt. Wenn man es denn geschickt einfädelt und es eher in Nebensätze einfließen lässt. Zudem bekommt der Einkauf dann etwas weniger Belangloses.

    Ich selber habe schlichtweg eine Aversion gegen die Location „Geschäft“ in Rollenspielen entwickelt. Wahrscheinlich ist mein gefühl da auch etwas übertrieben. In zukünftigen Gruppen (derzeit habe ich leider keine, da mir die Zeit fehlt) werde ich definitiv darauf achten, keine Stunde damit zu verbringen, dass nur einer(!) shoppen geht.

    Der Artikel entstand übrigens im Rahmen des Karnevals zum Thema „Orte und Locations“. Den entsprechenden Forumsartikel findet ihr hier, den Startartikel des Initiators Blechpirat dort. Falls ihr ebenfalls einen Artikel beitragen möchtet: Zeit habt ihr noch den ganzen Oktober lang.


  15. 10. August 2014 | Veröffentlicht unter Rollenspiel, rund um Rollenspiele.

    Dice Shaming

    Von

    Vielleicht – nein, wahrscheinlich – kennt ihr noch das Dog Shaming, wo die Missetaten der Hunde von ihnen höchstselbst gebeichtet und die Statements auf Foto gebannt werden. Der Hund ist bekanntlich der beste Freund des Menschen… was liegt also näher, als das Prinzip des Dog Shamings auch dem besten Freund des Rollenspielers angedeihen zu lassen? Dem Würfel. Auf dieses Dice Shaming hat mich Martha aufmerksam gemacht, Danke dafür.

    Spontan sind mir ein paar Würfel meiner Spielzeit eingefallen, die sich gefälligst zu schämen haben! Die Galerie der beschämt dreinblickenden Würfel seht ihr hier. Doch wie sieht es bei euch aus? Habt ihr auch solch freche Exemplare? Wir könnten sie ja sammeln ;)

    Zum Lesen meiner Schrift benötigt man in der Regel übrigens das Talent „Lesen“ mit einem TaW von 8 oder höher.   Hier hatte ich beim Schreiben allerdings einen kritischen Erfolg. Man braucht entsprechend nur noch bei manchem Wort einen TaW, diesmal jedoch lediglich von 2.shame 002shame 001shame 006shame 008


  16. 11. Juli 2014 | Veröffentlicht unter Rollenspiel, rund um Rollenspiele.

    Umfrage: Deine Meinung über Rollenspieler

    Von

    In meiner noch immer währenden  Zeit als Rollenspielerin bin ich über diverse Meinungen und Vorurteile bezüglich meines Hobbys gestolpert. Längst nicht alle kamen von Nichtrollenspielern. Nun bin ich langsam neugierig darauf, wie die Netzwelt es so sieht. Grund genug für mich, nun mal eine Umfrage zu Pen&Paper-Rollenspielern zu starten, die zugegebenermaßen etwas Zeit in Anspruch nehmen wird. Herzlich dazu eingeladen sind sowohl Rollenspieler, als auch Nichtrollenspieler! Genau genommen würde ich mich freuen, wenn ein breites Spektrum vertreten wäre! Wer die Umfrage teilt, trägt einen Teil dazu bei, dass sie aussagekräftiger wird. :) Ich kenne eben wirklich überwiegend Geeks, wenn auch immerhin aus verschiedensten Bereichen auch abseits des Rollenspiels.

    Nach meinen Klausuren in zwei Wochen werde ich sie dann auswerten und bei genug Teilnehmern bzw. bei entsprechender Resonanz dann auch eine für Gamer entwerfen. Hey, es interessiert mich eben wirklich! ;)

    Ich bin mir übrigens dessen bewusst, dass das ein heikles Thema sein könnte, schließlich geht es hier um Vorurteile. Es werden jedoch sowohl eure Antworten anonym bleiben, als auch mit entsprechender Sorgfalt behandelt werden. Das Bild oben ist übrigens bewusst gewählt worden. Es trifft einige der Vorurteile einfach ziemlich gut.

     


  17. 27. Mai 2014 | Veröffentlicht unter Rollenspiel, rund um Rollenspiele.

    Tabu im Rollenspiel – Das Fazit

    Von

    Im April drehte sich im Karneval der Rollenspielblogs alles um das Thema Tabu, das wirklich hübsch mannigfaltig diskutiert worden ist. Ob Die Ärzte zu Rate gezogen wurden, ob kurze oder lange Beiträge, kritisch oder gnädig – alles war vertreten. Nun droht der Juni und es ist höchste Zeit, den Karneval des letzten Monats abzuschließen und die Beiträge zusammenzufassen! Nebenbei fege ich mir mal die faulen Tomaten von der Schulter. Ja, ich bin verdammt spät dran!


  18. 1. April 2014 | Veröffentlicht unter Rollenspiel, rund um Rollenspiele.

    [Blogparade/Karneval] Tabuzonen

    Von

    Das Offensichtliche zuerst: Nach dem letztmonatigen Thema „Magie und Wissenschaft“, das von Nandurion organisiert worden ist, sind nun im April die Tabuzonen an der Reihe.  Würde ich das Thema nicht unglaublich interessant finden, hätte ich mich wohl nicht als Organisatorin angeboten. So aber bin ich gespannt, was für Beiträge hier von euch eintrudeln werden, die ich Anfang Mai natürlich auch zusammenfassen werde!

    Doch was soll man sich unter „Tabuzonen“ überhaupt vorstellen?

    Hier ein paar Vorschläge:

    • Themen, die im Spiel selbst unter den Spieltisch fallen – sei es aufgrund der Triggergefahr, Moralvorstellungen oder sonstigen Gründe, die auf diese Themen auch IC verzichten lassen
    • Tabuzonen verschiedener Charaktere und die Spielbarkeit dessen
    • Ein ganzes Rollenspielsystem als einzige Tabuzone. Ja, DSA-Basher, das ist nur für euch! ;)
    • Trennung IC und OOC: Wie bspw. beeinflussen euch eure eigenen Tabuzonen bei der Interpretation und Spielbarkeit eures Rollenspielcharakters?

    Um nur wenige zu nennen. Ich bin mir sicher, dass euch da auch noch mehr einfallen wird. Wie genau ihr das Thema angeht, ob als Erfahrungsbericht, Sammlung an Tipps oder Glosse, ob als Video, Podcast oder Blogartikel, bleibt dabei natürlich wie immer euch überlassen. Also haut rein!

    Der Karneval der Rollenspielblogs ist eine Aktion, bei der jeder interessierte Blogger, Youtuber oder Podcaster zu einem monatlich neu ausgewähltem Thema seinen Anteil beitragen kann, sodass am Ende des Monats eine möglichst große Bandreite an Beiträgen steht, die das jeweilige Thema bestenfalls vielseitig beleuchten.

    Bisherige Artikel: „Es ist nicht deine Schuld“ | „Möglichkeiten und Umsetzung“ | „Wort und Tat“ | „Tabuthemen und die X-Karte“ | „Dürfen die das? – Wenn der Aventurier nach Uthuria kommt“ | Metatabubruch | Eilzug nach Cedar City | Das Tabu im Beutel | Was im Rollenspiel zu meiden ist | Hangout: Sex, Schläge, schlimme Dinge


  19. 13. März 2014 | Veröffentlicht unter Rollenspiel, rund um Rollenspiele.

    Werde Teil der Rollenspiel-Poetry Slammer auf der Feencon!

    Von

    Bis zur Feencon Mitte Juli dauert es zwar noch ein paar Monate, doch ist das kein Grund, sich diesen Termin nicht schon vorzumerken! Wie in jedem Jahr wird auch 2014 mehr geboten werden als nur ordinäre Spielrunden. Einer dieser Programmpunkte wird ein Poetry-Slam sein, initiiert von „Nerdmädchen(Gut. Junge. Verzeihung.)“ David Grashoff und „Uthuria-Pionier“ André Wiesler. Mitmachen kann unter Voranmeldung jeder, der nicht nur Ambitionen zu bieten hat, sondern auch eigene Texte, die sich thematisch im Rollenspiel- und Geekbereich bewegen.

    Alle Rollenspieler sind Brüder und Schwestern (und Sonstige) und darum haben Chewpapa Wiesler und Boba Grashoff beschlossen, dieses Jahr auf der Feencon keinen Poetry-Slam mit Wettbewerbsgedanken zu veranstalten. Stattdessen kommen Nerds, Geeks und Gamer ganz entspannt zusammen, wer will, liest ein bis mehrere Texte und wir erfreuen uns an der Vielseitigkeit und Kreativität des gemeinen Rollenspielers. Vorgaben gibt es nur wenige. Ihr müsst euch, wenn ihr vortragen wollt, bitte, bitte vorher unter dgrashoff@web.de>de anmelden, damit David und André wissen, wie sie das Programm planen sollen. Eure Texte sollten was mit Rollenspiel und/oder Nerdkram zu tun haben oder davon inspiriert sein. Und ihr solltet ganz viele Leute mitbringen, die euch zuhören, damit wir Stimmung in die Bude kriegen.
    Fühlst du dich angesprochen? Dann halte dir den 19. Juli frei und melde dich bei den beiden freundlichen Herren! Ob als Zuschauer oder Beitragender, dem Event könnt ihr so oder so auch auf Facebook „folgen“. Die Feencon selber findet vom 19. – 20. Juli in der Stadthalle Bonn-Bad Godesberg statt.
    Foto: (c) Rainer Szesny

  20. 19. Februar 2014 | Veröffentlicht unter Rollenspiel, rund um Rollenspiele.

    Gratisrollenspieltag ’14

    Von

    Ach, ich dachte mir: Wenn ich schon etwas für den GRT beisteuere, kann ich ihn auch gleich wieder ein bisschen bewerben.

    Am 15.03. könnt ihr in den teilnehmenden Läden die Gratisprodukte abstauben und an Demorunden teilnehmen, so welche angeboten werden, was ihr am besten beim jeweiligen Laden selbst erfragt. In einer Nacht- und Nebelaktion habe ich vor einigen Wochen ein Bild aus dem Boden gestampft, das nun mit Annikas Layoutkünsten angereichert wurde. Entstanden ist ein Bildchen*, das man sich ausdrucken kann, um es als Flyer und Poster in der Rollenspielwelt zu verteilen. Go for it! Das Poster des letzten Jahres ist übrigens dieses.

    *eigentlich ist es ein PDF und kein Bildchen, was ich etwas schade finde, da ich es mir gerade selber auch nur per Screenshot habe ziehen können. Der Copyshop eures Vertrauens wird es so oder so ausdrucken und mit der Adresse des entsprechend nächsten Teilnehmers anreichern können  können ;)