1. 1. Juni 2016 | Veröffentlicht unter Serien, Serienvorstellungen.

    Serientipp: Preacher

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    Seit dem 22. Mai läuft „Preacher“ auf dem amerikanischen Sender AMC und seit Montag auch hierzulande wöchentlich via Amazon Prime. Sie basiert auf dem gleichnamigen Comic von Garth Ennis („Crossed“ ♥ )und Steve Dillon und handelt von Jesse Custer, der trotz seiner nebulösen und dezent gewalttätigen Vergangenheit als Priester in einer kleinen Stadt in Texas predigt – und der alsbald von seiner schlagkräftigen Ex-Freundin Tulip und dem blutdürstenden Vampir Cassidy heimgesucht wird. Wenn er schließlich auch noch von einem mysteriösen Wesen besessen wird, kann das illustre, mit Gore und Sex bespickte Abenteuer beginnen!

    Dabei startet die Serie vor den Ereignissen der Comics und erscheint weichgespülter als jene. Kunststück, handelt es sich bei den Comics definitiv um keine leichte oder gar auch nur im Ansatz schöne Kost, bei der Blut alleine beileibe nicht das Schlimmste darstellt. Die Erscheinung Eugenes etwa (auch liebevoll „Arseface“ genannt) wurde für die Adaption deutlich entschärft. Nichtsdestotrotz zeigt sich bereits der Pilot von seiner harten Seite, die Serienschwestern wie „The Walking Dead“ in nichts nachsteht. Blasphemisch, blutig und dabei durchaus humorvoll: Das scheint Preacher zu werden.

    Wer Amazon Prime nutzt, sollte zumindest einen Blick in die Serie wagen. Es lohnt sich!


  2. 7. Januar 2016 | Veröffentlicht unter Serien, Serienvorstellungen.

    The Shannara Chronicles – taugt’s?

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    1977 erschien aus der Feder des amerikanischen Rechtsanwaltes Terry Brooks der erste Band des Shannara-Zyklus und avancierte bald zum Liebling diverser junger Erwachsener, die nach neuem Fantasystoff gierten. Nun, ein paar Jahrzehnte später, werden die Shannara Chroniken auf den Fernsehbildschirm gebracht. Ob MTV den doch dezent vorhandenen Staub von den Büchern pusten und dem Stoff zu neuem Glanz verhelfen kann? Gestern, nur einen Tag nach US-Erstausstrahlung, brachte Amazon Prime die Serie auch nach Deutschland, wo die zehn Episoden der ersten Staffel wöchentlich ausgestrahlt werden. Wer sich den Doppelauftakt angetan hat? Na, ich zum Beispiel. Und das hier ist mein erster Eindruck.

    Vorab: Es ist für Teenager und junge Erwachsene, somit gehöre ich nicht mehr zur Zielgruppe. Das allein kann ich jedoch nicht als Bewertungsmaßstab heranziehen, da ich finde, dass auch jugendliche Serien eine Daseinsberechtigung haben und dieser Umstand nicht per se ein schlechter ist. Zudem hat mich The 100 eines gelehrt: Es kann im Laufe der Zeit auch erwachsen werden. Ich persönlich sehe durchaus Potential.


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    Längst vergangene Kriege samt Massenvernichtungswaffen haben die Technologien vernichtet, die Menschenvölker dezimiert und die Überlebenden zu großen Teilen transformiert: Zu Elfen, Gnomen oder Zwergen. Dies liegt längst im Reich der Legenden ebenso wie die Dämonenkriege, die die Elfen schließlich für sich behaupten konnten. Der Ellcrys-Baum bannt seitdem die Dämonen, schützt das Elfenvolk vor deren Wiederkehr. Bis heute.

    Wir lernen die Elfenprinzessin Amberle Elessedil kennen, die entgegen aller geschlechtlicher Normen an einem Wettkampf teilnimmt, an dessen Ende sieben Hüter stehen werden, den Ellcrys-Baum zu schützen. Es gelingt ihr, als eine der sieben hervor zu gehen, doch wird sie fortan von Visionen geplagt, die den Tod eines guten Freundes durch ihre Hand und viel Blut und Schmerz beinhalten. Gleichzeitig erwacht der letzte Druide Allanon aus einem dreißigjährigen Druidenschlummer. Zum Glück, denn der Ellcrys schwächelt, erkrankt an einer mysteriösen Seuche, die durch den Druiden hoffentlich im Zaum gehalten werden kann – und durch die Hüter, die den Baumsamen an das mysteriöse Blutfeuer bringen sollen. Denn mit jedem Blatt, das fällt, erhebt sich ein Dämon aus den Tiefen der Erde. Zusammen mit Wil, einem Halbelfen mit sich als gleichsam nebulös wie gewichtig herausstellender Herkunft und der zwielichtigen Eretria, die einem Dasein als Leibeigene ausweichen will, kristallisiert sich eine kleine Gruppe mehr oder minder unerschrockener Recken heraus, die dem drohenden Unheil die Stirn bieten.

    Schnell wird deutlich, dass sich die Serie von der Buchvorlage abgrenzt und beispielsweise schneller Figuren einfügt und durch bestimmte Details ergänzt. Gleich zu Beginn erhält man „starke Frauenfiguren“, die, wäre nicht Manu Bennett als Druide Allanon zur Stelle, den männlichen Charakteren mit Leichtigkeit den Rang ablaufen würden. Gleichzeitig erstrahlt das Bild in glanzvollster High Fantasy-Optik. Satte Wälder, baumdurchwachsene Elfenstädte, durch die bis auf die Zehenspitzen durchgestylte Elfen spazieren, deren Kleider und Make-Up wie eine Mischung aus Panem und Jupiter Ascending anmuten und somit für mich zu viel des Guten sind. Es wirkt zu sauber, zu sehr auf Glamour getrimmt, was an sich jedoch vermutlich gut zum Genre passt. Gerade dadurch wirkt manche Stelle umso härter: Bis zur Unkenntlichkeit zerstörte Gesichter, zerfetzte Leiber und zumindest ein Paar nackter Frauenbrüste. Zudem überlebt nicht jeder Charakter die ersten beiden Episoden. Dieser Kontrast ist nett und macht die Szenerie einen Hauch realistischer.

    Für eine Serie des nicht gerade riesigen Spartensenders MTV ist die Optik gut geraten, die Effekte nur an mancher Stelle störend und die Maske nur selten auffallend unecht. Wunderschön sind die sterbenden Blätter, die vom Baum herab segeln, schön finster und orkenhaft der Dämon, dessen Nasenpiercings ungeahnte Dimensionen erreichen. Hübsch auch die unfreiwillige Assoziation zu den Teenage Mutant Ninja Turtles. Oder musste außer mir noch jemand an die vier Jungs denken? Nein? Ok. Mist.

    The-Shannara-Chronicles

    Leider wird gerade an zwei Punkten viel Potential verschenkt: Der mystische Hauch rund um Dämonen und Magie gilt nur für die Charaktere, für die das alles ins Reich der Legenden gehört. Für den Zuschauer jedoch wird bereits zu Beginn alles überdeutlich präsentiert. Schon bald sehen wir den ersten Dämonen in Gestalt des Dagda Mor und auch die Magie scheint mir in keinster Weise  zweifelhaft. An diesen Stellen wünschte ich mir mehr Mysterium, das einen selbst mit Fragen zurücklässt und nur nebulöse Vorahnungen gibt. Zudem erscheint die Welt klein, fast winzig. Das liegt nicht an den traumhaften Kulissen, die in der Totale wirklich eindrucksvoll in Szene gesetzt werden. Vielmehr ist es der Präsentation und dem Zusammenspiel der Handlungsstränge geschuldet. Zwar startet jeder der Hauptcharaktere an einem anderen Ort, teilweise der Topographie nach weit entfernt, doch scheinen die Reisen der Figuren innerhalb von Minuten bis Stunden erledigt zu sein. Das schafft leider den Eindruck einer, sagen wir mal, „platzsparenden“Welt.

    Vielversprechend sind die Charaktere. Deutlich sind hier Schemata der Heldenreise zu erkennen und noch wirken sie recht eindimensional, doch stehen wir auch erst am Anfang, die Personen werden unter Berücksichtigung ihrer Herkunft lediglich vorgestellt. Das Potential sehe ich in jedem von ihnen, auch in den Nebencharakteren, die bislang noch sehr kurz gekommen sind. Definitiv sind sie durchweg sympathisch und insbesondere in Eretria setze ich große Hoffnungen, was graue Charaktere betrifft.

    Insgesamt zeigt sich der Auftakt als sehr teen-orientiert, was an sich nichts Schlechtes ist. Gerade in dieser Zielgruppe wird es seine Anhänger finden und das mit Recht. Es ist klassisches High Fantasy, gewürzt mit ein bisschen Gore, netten Effekten und unterhaltsamen, wenn auch sehr seichten Plot. Ich habe das Einschalten definitiv nicht bereut und ich bin sehr gespannt darauf, was die nächsten Episoden bringen werden. Potential genug ist da.

    Trailer

    Chronicles of Shannara Fazit


  3. 6. Oktober 2015 | Veröffentlicht unter Serien, Serienvorstellungen.

    Fear the Walkind Dead – Nope.

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    Ich bin entsetzt.

    Nicht etwa, weil Fear the Walking Dead zu schockieren wusste, sondern weil ich im Netz fast ausschließlich positive Reviews gesehen habe. In „Massengeschmack“ sollte ich meinen Blog wohl wirklich nicht umbenennen, denn meiner Meinung nach wird die Serie von Episode zu Episode schlechter. Doch vielleicht sollte ich meine dezente Abneigung gerade gegenüber der letzten Episoden näher erläutern.

    Fear spielt während des Ausbruchs der Zombiekalypse im beschaulichen Los Angeles, folgt dabei drei Familien und zeigt, wie diese mit der neuen Situation umgehen. Diese Prämisse riecht förmlich nach subtilem Horror, der auf leisen Sohlen angeschlichen kommt, ab und zu zögernd um die Ecke sieht und irgendwann aus dem Schatten zuschlagen wird. Ich habe eine bedrückende, durch das Unbekannte bedrohliche und angsteinflößende Szenerie erwartet und in den ersten Episoden auch bekommen. Wunderbar zeigt sich zu Beginn ein idyllisches L.A., in dem die neu erweckten Walkers noch wie Fremdkörper wirken und um deren wahre Existenz niemand weiß – sie gelten als infiziert, nicht als wandelnde Tote, sie per Headshot auszuschalten ist kein Usus. Mehr als auf verwesende Leiber soll der Fokus auf die zwischenmenschlichen Probleme gesetzt werden, auf Charakterentfaltung und die sich ihnen stetig nähernde, unbekannte Gefahr.

    Leider tritt Fear ab Episode 3 nicht nur auf der Stelle, frisst sich an ordinären, mir unwichtig erscheinenden Familiendramen fest, sondern verliert auch den Bezug zum Kernthema: Der leisen Bedrohung. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich brauche keine Zombiehorden. Einige der für mich besten „Walking Dead“-Episoden handeln von den Charakteren. Ich brauche auch keine geballte Action. Doch das, was ich bei Fear bekommen habe, war Nonsens. Die Charaktere – die ich im Übrigen durch die Bank weg unglaublich unsympathisch und nichtig finde – haben gesehen, wie aus Leichen Walker wurden. Eine der Hauptfiguren wurde von einem Arbeitskollegen angegriffen. Doch statt sich hinzusetzen und sich zu fragen, was das sein könnte, statt einen Hauch von Unruhe bei den Vorkommnissen fühlen und bei den Zuschauern zu verbreiten, treten sie ihre Familiengeschichten breit und zweifeln am Militär, dem sie unterstellen zu scheinen, kopf- und grundlos Menschen zu erschießen. Ich kann mir durchaus gut vorstellen, dass man nicht an eine Stampede der lebenden Toten glauben möchte. Ich würde es auch nicht glauben (wollen) und tausende Gründe überlegen, was da wirklich vor sich gehen könnte. Ich würde hoffen, dass es eine handelsübliche Krankheit ist, die man früher oder später wird behandeln können. Der Witz an der Sache ist: Das Internetz ist für uns kein Neuland mehr, wir haben Smartphones, bei denen zwei Klicks reichen, um ein Foto zu schießen und zu verbreiten. Wo sind diese Aspekte innerhalb der Serie? Fotos, Blogbeiträge, Facebooknachrichten, die die Spekulationen seitens der Charaktere anfeuern? Nein, sie sitzen in ihrem Häuschen, in ihrem klitzekleinen Häuschen innerhalb einer vom Militär abgesteckten Sicherheitszone und drehen Däumchen. Es scheint sie kaum zu kümmern, dass um sie herum die Apokalypse ausbricht.

    Wo wir gerade vom Militär reden. Hach, dieser wunderschöne 08/15-Militärplot: Sadistische, arrogante Soldaten vs. naive Bürger. Mir fehlt hier das Graue. Damit ist nicht nur die Grauschattierung innerhalb dieser beiden Interessen gemeint, sondern auch die grauen Zellen.

    [SPOILER ahead] Klar, lassen wir mal eine Horde aggressiver Infizierter frei, um die Soldaten abzulenken. Wie dumm muss man sein? Selbst wenn man an keine Zombies glaubt: Ist es von Vorteil, eine Infektion zu verbreiten, offensichtlich aggressive, gewalttätige Menschen auf andere loszulassen und damit nicht nur die Soldaten, sondern aufgrund der schieren Masse an Infizierter auch Unschuldige zu gefährden? Und die, die man eigentlich zu retten gedenkt? Himmel, lass Hirn regnen! Es gäbe etliche einfachere Möglichkeiten, als diese! Aber gut. Hauptsache, der Sender kriegt wieder ein paar Zombies auf den Schirm. [/SPOILER]

    Mir fehlt der Biss, und das ist nicht einmal wörtlich gemeint. Ich brauche mehr als belanglose Gespräche und dämlich handelnde Charaktere. Leider wird einfach zu wenig gezeigt und das, was gezeigt wird, ist in den ersten Episoden zu finden. Ich wollte mehr sehen vom Übergriff des Militärs, mehr von den tatsächlichen Anfängen, mehr erste Interaktionen zwischen Mensch und Zombie oder Mensch und verwaistes L.A. Indem die Charaktere alle – alle! – in die Sicherheitszone verfrachtet wurden, wurde die Chance vertan, die Stadt verfallen zu sehen, Menschen zu zeigen, die auch mit der Situation klar kommen müssen. Zu demonstrieren, wie langsam Furcht um sich greift. All das wurde in den ersten beiden Episoden gezeigt – und das meines Erachtens nach sogar sehr gut. Wäre diese Schiene weiter verfolgt worden, ich hätte meine helle Freude an Fear gehabt. So jedoch bleibt nicht mehr als ein fader Beigeschmack.

    Dass in den finalen Szenen jemand stirbt hat dem ganzen die traurige Krone aufgesetzt: Denn der Tod dieser Figur hätte mir egaler nicht sein können.


    Während der Werbepausen von „The Walking Dead“ sollen Fear-Fans übrigens mit einer Miniserie bei Laune gehalten werden, die im Anschluss auch auf Youtube gezeigt wird. Episode 1 dieser einminütigen Episödchen kann man hier sehen (mit entsprechender Länderkennzeichnung). Die bisherigen anderen Webserien zu The Walking Dead zeigen ebenfalls teilweise die Anfänge der Zombiekalypse. Die „Fahrradfrau“-Episode mochte ich bspw. sehr. Teil 1 gibt’s hier und Teil 2 dort.

  4. 25. August 2015 | Veröffentlicht unter Serien, Serienvorstellungen.

    Fear the Walking Dead: Taugt’s?

    Von

    Natürlich werde ich nun nicht jede einzelne Episode einer genaueren Betrachtung unterziehen, sonst könnte ich den Blog gleich in Zombiezeugin umbenennen. Aber vielleicht kann ich euch hiermit bei der Frage helfen, ob sich eine spontane Anmeldung bei Amazon Prime lohnt? Und nein: Dieser Beitrag ist nicht von Amazon gesponsort, auch wenn es sich vielleicht so liest.

    Worum geht’s bei Fear the Walking Dead?

    Die Zombiekalypse bricht aus. Jetzt. Nicht gestern, nicht vor einer Woche, jetzt. Zunächst sind es wenige Fälle und niemand weiß, womit man es zu tun hat. Zombies? Gibt es doch nicht! Man spricht von einem Virus, vergiftetem Wasser oder kontaminierter Luft.

    Wir verfolgen eine Gruppe von Menschen, die nicht bereits abgebrüht sind wie bei der Mutterserie The Walking Dead, sondern jungfräulich in die Situation hinein schlittern, von der Pike auf lernen müssen. Nicht der nächste Walker ist es, den sie fürchten, sondern die neue Situation im Gesamten, das Ungewisse.

    Und wie war die erste Episode nun?

    Kurz: Gut.

    Etwas ausführlicher: Sie beginnt mit der obligatorischen, ersten Zombiesichtung. Nick, der in einer verlassenen Kirche seiner Drogensucht fröhnt, erblickt seine Geliebte Gloria in einem denkbar ungünstigen Stadium: Von ihren Lippen trieft Blut, ihr Körper ist malträtiert. Tot, und doch lebendig. Matt rennt panisch davon und blind vor das nächste Auto.

    Es folgt eine ruhige Erzählweise, die jedoch durchbrochen ist von unheilvoller Musik und Totalen von Los Angeles, die zwar schön sind, jedoch nichts Gutes verheißen. Noch ist es idyllisch – doch wie lange noch? Mehr und mehr Kinder bleiben dem Unterricht fern, offiziell von der Grippewelle erwischt. Unfallopfer benehmen sich auf höchste Weise beunruhigend. Ja, etwas geht vor und dies ist ein immerwährendes, unterschwelliges Gefühl, das mich die ganze Episode lang nicht losgelassen hat.

    Die Macher verstehen es hervorragend, mich in den Bann zu ziehen. Zwar passiert nicht viel, doch das, was noch passieren wird, die Kunst, genau darauf hinzuarbeiten und das Gefühl zu forcieren, ist ihnen definitiv gegeben. Die Tatsache, dass man mit den Charakteren gemeinsam mitten im Ausbruch steht und es nicht direkt mit Action und abgebrühten Professoren der Zombiekunde zu tun hat, ergibt einen schönen Kontrast zu The Walking Dead. Das gewählte Medium „Serie“ unterstützt es ausgezeichnet.

    Kann man sich Amazon Prime also antun?

    Na, ich würde zunächst abwägen, welche Aspekte von Amazon Prime man sonst noch gebrauchen könnte. Für Fear the Walking Dead alleine würde ich es mir sehr gut überlegen. Auf jeden Fall hat mir der Serienpilot wirklich sehr gefallen und hat mir Lust auf mehr gemacht!


  5. 27. April 2013 | Veröffentlicht unter Serien, Serienvorstellungen.

    Endlich wieder Supernatural!

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    Wir haben jetzt, nach längerer Pause, wieder mit Supernatural begonnen und sind aktuell in der Mitte der 7. Staffel angelangt: die LARPepisode mit Felicia Day wird noch kommen, auf die ich mich sehr freue. Wenn das kein Nerdgasm werden wird, weiß ich auch nicht! Ich hatte ein wenig Angst, dass diese Staffel den Abwärtstrend der vorherigen Staffeln weiter aufnehmen würde, doch ist dem absolut nicht so. Endlich gibt es wieder ein paar Monster of the Week – Episoden, Humor, Bromance, Schock/Trauermomente und einen Metaplot, der nicht alles beherrscht, sondern sich in angenehmer Zurückhaltung präsentiert. Von Killereinhörnern mit Regenbogenschweif über rasante Amazonenschwangerschaften und einen verrückten Fan ist alles dabei und wird durch hübsch auf die jeweilige Folge abgestimmte Logos zu Beginn abgerundet. Monatelang lag ich auf dem Trockenen, nun hat mich der Wahn wieder. Nicht ohne Grund!


  6. 2. April 2012 | Veröffentlicht unter Serien, Serienvorstellungen.

    True Blood

    Von

    Man braucht nur 1 und 1 zusammenzählen, um zu merken, dass ich ein Spätzünder in Sachen Serien bin. ~4 Jahre hat die Serie mittlerweile auf dem Buckel und wird im Sommer in die bereits fünfte Runde gehen. Viel wurde in Medien und dem Internet bereits über die Serie gesagt, der ich mich bis vor wenigen Wochen erfolgreich entzogen hatte, sodass vermutlich die meisten von euch über den Inhalt wissen. Dennoch umreisse ich ihn in gebührender Kürze.

    Das vermutlich drastischste Outing der Weltgeschichte hat vor einiger Zeit stattgefunden: Vampire existieren. Japanischen Wissenschaftlern sei Dank gibt es jedoch „Tru Blood“, synthetisiertes Blut, das den Vampiren ermöglicht, nicht an Menschenhälsen nuckeln zu müssen um zu über“leben“. (Übersterben? Übertotsein?) Vielen kritischen Stimmen zum Trotz werden sie in die Gesellschaft integriert. Vampire („Fangs“) sind vielerorts die „neuen Homosexuellen“ („Fags“), die von vielen gemieden und unterschwellig gehasst werden. Konfliktpotential ist natürlich vorprogrammiert. Auch in der fiktiven Kleinstadt Bontemps in Louisiana sind Vampire nicht gerne gesehen und auch der neu hinzugezogene, 173-jähriger Vampir Bill Compton, der ein friedlicher, freundlicher Zeitgenosse zu sein scheint, bekommt dies zu spüren. In Kellnerin Sookie, die nebenbei auch noch eine Telepathin ist, findet er eine liebende Verbündete und die blutig-erotische Lovestory mit leisem Gruselfaktor kann beginnen.


  7. 15. August 2011 | Veröffentlicht unter Serien, Serienvorstellungen.

    A Game of Thrones – Staffel 1

    Von

    „Game of Thrones makes Harry Potter look like the Teletubbies.“
    – Twitteruser –

    Längeres Vorwort right ahead

    Die Buchserie „A Song of Ice and Fire“ ist für mich seit meiner frühen Jugend das Non plus Ultra im Fantasygenre. Seit ich die erste Seite aufgeschlagen hatte, mussten sich die darauffolgenden, aktuellen und gewesenen Bücher an dieser von George R.R. Martin geschaffenen Serie messen und verloren zumeist überdeutlich.
    Eine raue Serie, innerhalb derer durchaus brutalen Welt niemand – und ich sage: niemand – sicher ist. Man muss kein großes Vorstellungsvermögen haben um die fünfzehnjährige Zeitzeugin weinend, mit einem Buch in der Hand, vor sich zu sehen, als einer ihrer Lieblingscharaktere in Anbetracht der Serienlänge frühzeitig das Zeitliche segnete. Das ist großartig. Andere Bücher betten einen in pinkfarbene Zuckerwatte und drücken einem beim Einschlafen ein Küsschen auf die Stirn – nicht so A Song of Ice and Fire.
    Im Dezember 2008 abonnierte ich nichtsahnend den Blog von Martin. Wenige Tage später diese Nachricht:

    „I’ve been getting a lot of emails since the announcement that HBO has given the green light to film the pilot of A GAME OF THRONES. (Well, I get a lot of emails anyway, but I’ve been getting a lot MORE since the announcement).(…)“

    Ihr könnt euch vorstellen, wie sehr ich aus dem Häuschen war. Eine Serie zu AsoIaF, omg! Dementsprechend gierig sog ich die folgenden Monate und Jahre jede kleinste Meldung diesbezüglich auf. Jeder neue Schauspieler wurde von mir gefeiert (auch wenn ich zunächst sehr skeptisch war, was Nikolaj Coster-Waldau (Jaime Lannister) anging) und ich ging jeden Abend mit dem Gebet ins Bett, HBO möge seine Sache doch bitte gut machen. (ok. Die Betsache könnte dezent übertrieben sein)
    Meine Erwartungen waren gigantisch.
    Dann flimmerten die ersten 14 Minuten über meinen Bildschirm. Um es mal so zu sagen: Alter, wtf!
    Vorab übrigens noch ein Linktip: hier werden die Hauptcharaktere mehr oder weniger ernst mit Bieren verglichen.  Ich hätte dann gerne ein Skullsplitter Ale. Danke.
    Um dann aber doch endlich mal zur eigentlichen Review zu kommen:

  8. 15. August 2011 | Veröffentlicht unter Serien, Serienvorstellungen.

    Sliders

    Von

    „What if you could travel to parallel worlds? The same year, the same Earth, only different dimensions. A world where the Russians rule America… or where your dreams of being superstar came true… or where San Francisco was a maximum security prison. My friends and I found the gateway. Now the problem is… finding a way back home.
    – Quinn Mallory –

    • Genre: Sci-Fi
    • Produktionsjahre: 1995-2000
    • Länge: je 42 Minuten
    • Episoden: 88 in 5 Staffeln

    Inhalt: Psysikstudent Quinn aus San Francisco  – seines Zeichens „Intelligenzbestie“, wie er später gerne von einem seiner Begleiter genannt wird – hat ein Dimensionstor kreirt, das es ihm ermöglicht, Parallelwelten zu bereisen. Zusammen mit seiner Freundin Wade, dem Professor Arturo und dem nur zufällig „mitgenommenen“ Sänger Rembrandt reisen sie nun durch diese Welten. Der Haken: durch einen „Unfall“ auf ihrer ersten gemeinsamen Reise wurde der sogenannte „Timer“, der die Dimensionstore – ausgelöst, durch eine Art Countdowns – öffnet, geändert, sodass sie nun nicht mehr kontrolliert wieder nach Hause zurückkehren können. Per Randomfunktion des Timers (mit I-Pod wär es vermutlich nicht passiert) hüpfen sie auf der Suche nach ihrer Heimat von Welt zu Welt. So lernen sie ein von Sowjets besetztes Amerika kennen, eine Welt mit Mängermangel oder eine Welt, in der Dinosaurier noch nicht ausgestorben sind.