1. 7. August 2014 | Veröffentlicht unter Dreckiger Rest, Zeitschriften/Magazine.

    VIRUS Magazin

    Von

    Das 2004 zum ersten Mal erschienene Magazin wird in der kommenden, im September erscheinenden Ausgabe zehn Jahre alt. Grund genug, es hier an dieser Stelle einmal kurz vorzustellen.

    Themenbereiche: HorrorFilme | Art | Bücher | Gaming u. v. m.
    Verlag:
    Raptor Publishing
    Erscheinungsweise
    : 6x im Jahr
    Preis:
    €6,66
    Seiten:
    114
    Internetauftritte: Facebook | Verlagsseite

    Ja, es sieht schon hübsch aus, dieses dunkle Heft mit dem Hochglanzüberzug. Dieser optisch hervorragende Eindruck setzt sich auch zwischen den Deckseiten fort. Unter dem Oberthema Horror findet sich hier eine Vielzahl an Unterthemen, die kaum einen Wunsch offen lassen. Hauptaugenmerk liegt dabei definitiv auf Rezensionen von Neuerscheinungen und Fundstücken und genau deshalb kaufe ich mir dieses Magazin gerne: Es bietet einen sehr guten Überblick über Aktuelles im Horrorbereich. Ohne die Virus wäre ich kaum auf Perlen wie „John dies at the End“ oder „Tucker&Dale vs. Evil“ aufmerksam geworden. Filme, die fernab des Mainstreams liefen, von den Kinos weitesgehend verschmäht wurden und eben doch Einzug in eine Virus-Rezension fanden.

    Die Themen und das Layout sind definitiv die Dinge, die mir am positivsten auffallen. Es ist kein tristes Design, sondern im Gegenteil sehr inspiriert und passend zum Thema. Zusätzlich zu Rezensionen finden sich Interviews mit bspw. Regisseuren oder Autoren, Vorstellungen von etwa Künstlern oder Conventions und hin und wieder auch interessante Berichte über Hintergründe des Genres. Sehr gut finde ich auch, dass nicht nur auf Neuerscheinungen und News Wert gelegt wird, sondern auch die Nostalgie nicht zu kurz kommt: Ob VHS-Sammler, Groschenromane aus den 70er-Jahren oder alte Monsterfilme – kaum etwas bleibt unbesprochen.

    Nun liegt der Teufel bekanntlich im Detail. Ich kenne kein anderes Magazin, das derart viele Rechtschreib-, Grammatik-, und Zeichensetzungsfehler beinhaltet wie die Virus. Man kann kaum eine Seite umblättern, ohne dass einem ein Fehler ins Auge springt. Gut, vielleicht bin ich, was das angeht, auch generell sehr streng. Doch kann man von einem Magazin, das immerhin 6,66€ kostet, nicht ein anständiges Lektorat erwarten? Ich glaube doch. Eigentlich. Mir ist es ein Rätsel, weshalb da nicht näher hingeguckt wird. Auch ist mir der Schreibstil so manchen Autorens nicht „reif“ genug, um für ein Magazin zu schreiben, das zumindest derart professionell wirkt und aller Wahrscheinlichkeit nach auch so wirken will. Und das verdammt nochmal – ja, ich wiederhole mich – 6,66€ kostet!

    Trotzdem – und trotz so manchen Spoilers – kann und möchte ich die Virus empfehlen. Wie kein anderes mir bekanntes Magazin schafft sie es, alles zu vereinen, was mich im Horrorbereich interessiert. Ich hoffe, dass die Autoren irgendwann die Kurve kriegen werden, denn die angesprochenen Probleme sind nicht neu.


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  2. 9. September 2012 | Veröffentlicht unter Zeitschriften/Magazine.

    Geek! – das Magazin

    Von

    „Von Geeks für Geeks“ lautet die Prämisse dieses alle zwei Monate erscheinenden Magazins, das nun ihre 2. Ausgabe ins Rennen geschickt hat. Als begeisterte SpaceView(RIP)-Leserin war ich natürlich entzückt, als mir auf der FedCon eine Leseprobe der Geek! in die Hände gefallen ist, an deren Realisierung ganz offensichtlich auch manch ehemaliger SpaceView-Mitarbeiter beteiligt ist. Science Fiction, Horror, Fantasy, Comics, Games (…) – das ist etwas, was man derart gut recherchiert selten innerhalb eines Magazins findet. Schwupps, wurde es vorgemerkt und nach der Lektüre der nun zweiten Ausgabe kann ich sagen: ich liebe es. Die SpaceView war gut, die Geek! scheint besser zu sein.


  3. 5. März 2012 | Veröffentlicht unter Dreckiger Rest, Zeitschriften/Magazine.

    Zeitschriften/Magazine – und ein trauriges R.I.P.

    Von

    Generell bin ich ein großer Freund von papiernen Schriftstücken. Man kann sie sich mit in die Badewanne nehmen, zum See, auf den Balkon. Sie sind handlich, das Umblättern ist nett und man hat irgendwie einfach etwas zum Anfassen. Vielleicht schneidet man sich einzelne Artikel heraus, bastelt Collagen aus einigen Schnippseln oder legt sich die Hefte einfach, wie ich, in einen Schrank. Sammlerwahn.

    Meine Lieblingszeitschriften seht ihr oben: ein bisschen Spiel, ein bisschen Sport, und noch mehr Serien und Filme. Die Cinema bringt mir meine Mutter immer mit, die Spaceview habe ich im Abo, und die restlichen vier kaufe ich dann, wenn sie mir gerade zufällig in die Hände fallen, zumindest lese ich sie mir dann am Bahnhof durch. Jede Ausgabe. Jede einzelne der sechs Zeitschriften kann ich weiterempfehlen, wenngleich mir bei der Virus vermehrt Rechtschreib- und Grammatikfehler sowie dubios recherchierte Reviews und noch ominösere Bewertungssysteme negativ auffallen. Dennoch: ich rege mich dann gerne darüber auf und nur durch die Virus habe ich bspw. von der Existenz der grandiosen Filme Wild Hunt und Tucker&Dale vs. Evil erfahren.