Marvels neue Thor

thorina“Haha Guddy, du hast ein R im Titel vergessen!” Nope. Thor wird tatsächlich weiblich.

Wie gerade in der amerikanischen Sendung The View zu erfahren war, bekommt das Thoriversum ab Oktober eine neue Galionsfigur. Dem Thor, den wir kennen, wird nach einem noch nicht näher definierten Patzer das Recht abgesprochen werden, den Hammer Mjölnir zu tragen. Stattdessen wird ihn zum ersten Mal eine Frau in die Hand nehmen. Und das wohl nicht nur einen abgesteckten Zeitraum lang.

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Umfrage: Deine Meinung über Rollenspieler

frfrfIn meiner noch immer währenden  Zeit als Rollenspielerin bin ich über diverse Meinungen und Vorurteile bezüglich meines Hobbys gestolpert. Längst nicht alle kamen von Nichtrollenspielern. Nun bin ich langsam neugierig darauf, wie die Netzwelt es so sieht. Grund genug für mich, nun mal eine Umfrage zu Pen&Paper-Rollenspielern zu starten, die zugegebenermaßen etwas Zeit in Anspruch nehmen wird. Herzlich dazu eingeladen sind sowohl Rollenspieler, als auch Nichtrollenspieler! Genau genommen würde ich mich freuen, wenn ein breites Spektrum vertreten wäre! Wer die Umfrage teilt, trägt einen Teil dazu bei, dass sie aussagekräftiger wird. :) Ich kenne eben wirklich überwiegend Geeks, wenn auch immerhin aus verschiedensten Bereichen auch abseits des Rollenspiels.

Nach meinen Klausuren in zwei Wochen werde ich sie dann auswerten und bei genug Teilnehmern bzw. bei entsprechender Resonanz dann auch eine für Gamer entwerfen. Hey, es interessiert mich eben wirklich! ;)

Ich bin mir übrigens dessen bewusst, dass das ein heikles Thema sein könnte, schließlich geht es hier um Vorurteile. Es werden jedoch sowohl eure Antworten anonym bleiben, als auch mit entsprechender Sorgfalt behandelt werden. Das Bild oben ist übrigens bewusst gewählt worden. Es trifft einige der Vorurteile einfach ziemlich gut.

 

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Easy oder Hard? Welchen Schwierigkeitsgrad wählst Du?

frLetztens habe ich mich mit jemandem unterhalten, der, wenn er denn die Möglichkeit bekommt, grundsätzlich “Nightmare” oder zumindest “Hart” wählt, wenn er ein neues Spiel beginnt. Unabhängig davon, ob er die Spielereihe oder das Genre kennt oder nicht. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich es beeindruckend fand, obwohl mein Gegenüber alles dafür tat, so hart auszusehen wie sein favorisierter Schwierigkeitsgrad. Tatsächlich halte ich es eher für suboptimal, wenn man den Modus spielunabhängig wählt, Herausforderung hin oder her. Bei auf der Story basierenden Spielen wähle ich meistens “normal” aus, um nicht komplett vom Gameplay abgelenkt zu sein – es sei denn, ich habe dieses Spiel bereits einmal durchgespielt. Bei Spielereihen, die ich gut kenne oder Genres, die mehr Action, denn Handlung versprechen, wähle ich “hart”. Wenn da zusätzlich noch die Komponente des erneuten Spieles hinzukommt, dann erst wähle ich Hölle (wenn es überhaupt wählbar ist).

Hast Du denn einen Lieblingsmodus?

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difficultyBesonders schön finde ich es, wenn das Game selbst mit diesen Schwierigkeiten “spielt”. Doom etwa fragt den Spieler bei dessen Wahl des “Nightmare”-Modus’, ob er ihn wirklich wählen will. Für Doom ist übrigens auch eine fanmade Version verfügbar: Pray to God, in der man lediglich eine Pistole benutzen kann.  Gerade bei Shootern mag ich diese “realistischen” Schwierigkeitslevel sehr, in denen jeder eingesteckte Treffer der letzte sein könnte und weswegen ich bei Shootern gerne den härtesten Grad wähle. Wieso eigentlich realistisch? Bei Far Cry kann man dann zwar selber weniger einstecken – die Gegner gleichzeitig allerdings wesentlich mehr, ob sie nur ein Unterhemd oder eine Rüstung tragen. Unfair! (Und gerade deshalb so schön!) Oh und Dead Space 3 treibt diesen Realismus natürlich auf die Spitze, indem man das Spiel im Todesfall von neuem starten muss.

Von freispielbaren Schwierigkeitsleveln, wie etwa bei Metrod Prime, habe ich übrigens nur zwei wirklich durchgezockt: Jene von Super Mario Land (GB) und Diablo. Ich spiele einfach ungern zweimal hintereinander das selbe Spiel, obwohl es mancherorts natürlich reizvoll ist – etwa wenn bei Dead Space der “Pew pew!”-Handschuh winkt.

Von sich automatisch anpassendem Schwierigkeitsgrad, wie mancher gerne hat oder hätte, halte ich übrigens nichts, da ich nicht das Gefühl hätte, gefordert zu sein. Es sei denn, man könnte es so einstellen, dass es immer einen Ticken schwieriger oder eben leichter wird, als man selber verkraften könnte. Oder so. Aber nein, ich bleibe lieber bei meinen üblichen, auswählbaren Schwierigkeitsgraden, obwohl da natürlich die Gefahr besteht, dass man selber irgendwo zwischen zweien hängt. Der eine ist zu leicht, der nächste zu schwierig. Hach, die Welt ist so kompliziert…

Lebendige NPCs

kanevalDer Karneval der Rollenspielblos geht in eine neue Runde und trägt diesmal, organisiert von Engor, das Thema “Lebendige NSCs – wie man (Nichtspieler)Figuren Tiefe verleiht“. Dieses Thema beinhaltet eine Vielzahl an möglichen Herangehensweisen und Unterthemen, sodass es sich eigentlich für mehrere unterschiedliche Karnevalsthemen eignen würde. Wie baut man NPCs inhaltlich auf? Wie stellt man sie dar? Wie viel Raum und Liebe zum Detail darf man ihnen einräumen? Undundund. Da Charaktere, sei es nun im direkten Rollenspielbezug oder unter schriftstellerischen Aspekten, meine persönlichen Steckenpferde sind, mache ich natürlich gerne mit und trage meinen Teil dazu bei. Natürlich wie stets sehr subjektiv geprägt. Es sind und bleiben Tipps, keine festen Regeln, die den Anspruch auf vollkommene Richtigkeit erheben.

Thema heute: Die Darstellung eines NPCs am Spieltisch

Die Spieler haben ihren Char, den sie verkörpern müssen, für den sie eine Hintergrundgeschichte erstellt haben und auf den sie sich in der Darstellung konzentrieren können. Der Spielleiter allerdings muss in der Regel in der Lage sein, mehrere Charaktere an einem Abend darzustellen und das möglichst so, dass keiner stiefmütterlich behandelt wird und blass bleibt. Diesen Facettenreichtum, gepaart mit einer gewissen Multitasking-Funktion sehe ich als einzigen wirklichen Unterschied zwischen SC und NSC an. Für mich sollte jeder NSC die gleiche Gewichtung, die gleiche Liebe zum Detail haben wie ein SC. Er sollte “voll” wirken, nicht wie ein x-beliebiger Statist. Dabei geht es mir nicht darum, dass jeder NPC eine seitenlange Hintergrundgeschichte vorweisen kann, sondern vielmehr um eine Darstellung, die ihn wirken lässt, als sei er eine ausgearbeitete Person. Unabhängig davon, ob es sich um einen unwichtigen Händler oder den storyrelevanten Auftraggeber handelt.

Wenn man die Zeit hat, sollte man natürlich insbesondere für die storyrelevanten NPCs einen Hintergrund erstellen, sich die Eckdaten und wichtige Informationen wie Herkunft, Beruf überlegen. Der Charakter, die Motivation zu erstellen – das ist alles ein ganz anderes Thema und im Grunde eine herkömmliche Charaktergenerierung mit Abstrichen. Ich persönlich brauche für jeden NPC etwa zwei bis fünf Minuten, in denen ich meine Fantasie schweifen lasse und mir überlege, was für einen Typen ich vor mir habe. Die Charaktergenerierung soll nun aber nicht Gegenstand dieses Postings werden.

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Extended takes am Beispiel von “Children of Men”

(Sowohl Artikel, als auch Video enthalten Spoiler zum Film!)

Der dystopische Sci-Fi-Film Children of Men zählt zu meinen absoluten Lieblingen. Die Geschichte rund um eine alternde Menschheit, die aus unbekanntem Grund keine Nachkommen mehr zeugen kann und daher in Chaos, Terror und Unterdrückung versinkt, wird unglaublich eindringlich erzählt und von fantastischen Darstellern getragen. Doch möchte ich hier keine Rezension schreiben, sondern auf ein besonderes Stilmittel eingehen, das die besondere, gefühlte Realität des Werkes unterstreicht.

Was ist der Extended Take?

Gemeint ist der Extended Take, also eine Aufnahme, die in einem Rutsch aufgenommen wird, ohne Cut. Er dauert oftmals mehrere Minuten und somit deutlich länger als ein gewöhnlicher Take. Die Schwierigkeit, die sich durch dieses Stilmittel ergibt, liegt auf der Hand: Schauspieler, Sound, allgemeine Optik, eventuelle Stunts(!), alles muss über einen relativ langen Zeitraum funktionieren, der Druck, der auf diesen wenigen Minuten liegt, ist höher als bei gewöhnlichen Szenen.

Nun denkt man vielleicht “Was? Eine Länge von ein paar Minuten ist lang für einen einzelnen Take? Seriously?” Achtet mal drauf. Solche Shots sind tatsächlich absolut nicht häufig.

Und was hat das jetzt mit Children of Men zu tun?

Children of Men indes nutzt diesen Kniff relativ häufig und zieht den Betrachter damit regelrecht in den Film hinein. Das wird gerade bei der Szene im Auto deutlich, die ihr euch im obigen Video ab Minute 3:33 ansehen könnt. Sie dauert geschlagene 247 Sekunden, also etwas über 4 Minuten. In der Zeit passiert unglaublich viel. Nicht nur, dass die Schauspieler ihre Arbeit leisten müssen, wird hier auch noch mit einem kleinen Tennisball punktgenau gespielt, ein Auto brennend herangerollt, einige Stuntmen bemüht, die teilweise unsanft zu Boden plumpsen, zwei Männer fallen von einem Motorrad, Leute werden erschossen, Blut fließt – und das alles von einer Kamera gefilmt, die sich mitten im Auto befindet und exakt und auf den Punkt bedient werden muss.

Von der emotionalen Seite her gesehen, war es eine der intensivsten im gesamten Film. Von einer heiteren Stimmung aus geht es rapide abwärts bis zum Knall des Todes Julians. Eine Frau, die man als Hauptcharakter angesehen hatte, die vor wenigen Sekunden noch gescherzt und Zärtlichkeiten ausgetauscht hatte – plötzlich tot. Das war für mich damals im Kino ein wirklicher Schock und auch eine mich nachhaltig beeindruckende Szene.

Dadurch, dass man als Zuschauer durch die auf den Beifahrersitz positionierte Kamera mitten im Geschehen sitzt, dadurch, dass es ohne jegliche Unterbrechung geschieht und die Blickrichtung der Kamera authentischer wirkt, fühlt es sich echt an.

Mir war das vorher einfach nicht bewusst. Ich hatte nie darauf geachtet, warum genau – abgesehen von der Story – dieser Film auf mich so stark gewirkt hat, welche Stilmittel hier benutzt wurden. Der Extended Take ist eines davon.

Vielleicht ist es euch bewusster gewesen als mir. Aber durch das obige Video habe ich ein kleines Aha-Erlebnis bekommen. Außerdem möchte ich meine Lust, Children of Men nochmal zu gucken, mit euch teilen. Los! Auf zum DVD-Regal und den Film einlegen!

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