13. Juni 2014 | Veröffentlicht unter Artikel, Bücher.

Klassisches Märchen – mal andersrum

prinzen

prinzenVor wenigen Tagen erst habe ich mich gefragt, ob es eigentlich auch homosexuelle Pärchen in Märchen und märchenhaften Geschichten gibt. Immerhin haben wir schon eine dunkelhäutige Disneyprinzessin.

Tatsächlich wurde ich fündig und entdeckte das vor wenigen Wochen veröffentlichte, englische Kinderbuch “The Princes and The Treasure” des Wirtschaftswissenschaftsprofessoren Jeffrey Miles, das zunächst eine handelsübliche Geschichte zu erzählen scheint. Eine schöne Prinzessin wird von einer garstigen, alten Frau entführt und zwei Prinzen ziehen aus, um sie zu retten, damit einer von ihnen möglicherweise am Ende den “größten Schatz des Landes” heiraten kann. Dazu kommt es dann auch. Nur anders, als man es gewohnt ist.

Die Idee zu diesem Kinderbuch fand der seit fünf Jahren mit einem Mann verheiratete Miles beim Besuch eines Freizeitparks. Vor einem Schloss sah er eine Show, in der glückliche Märchenpaare miteinander tanzten und sangen. Nach strenger Mann-Frau-Paarung, versteht sich.  “Warum sind dort keine schwulen Prinzen oder lesbische Prinzessinnen? Warum kann der hübsche Prinz keinen anderen hübschen Prinzen heiraten? Warum kann die Maid in Not nicht von einer schönen Prinzessin gerettet werden?”¹ Fragen, die ihn schon seit der Kindheit beschäftigten und die letztlich dazu führten, dass er selber den Stift in die Hand nahm, um eine entsprechende Geschichte zu erschaffen. Ein Nachfolgebilderbuch ist zumindest bereits geschrieben: “The Princes and The Dragon“, in dem die beiden Prinzen eine Regenbogenfamilie gründen und Zwillinge – ein Mädchen und einen Jungen – großziehen.

Ich begrüße es sehr, dass es solche Geschichten gibt, die man einfach unaufgeregt zwischen die anderen Bilderbücher legen kann; die etwas Selbstverständliches haben, ohne gleich trocken aufklärende Ratgeber zu sein.

Beziehen kann man es bislang nur auf englisch beispielsweise über Amazon, wobei man zwischen einer Kindle Edition und der gebundenen Ausgabe wählen kann. In eine ähnliche Kerbe schlägt auch das Buch “König & König” von Linda de Haan und Stern Nijland, in dem ein König verheiratet werden soll und dafür scharenweise hübsche Prinzessinnen angekarrt werden. Das Glück findet er, wer hätte es gedacht, natürlich nicht in einer von ihnen, sondern in einer anderen Person.

¹ Das komplette (englische) Interview kann man hier bei Advocate.com nachlesen.

10. Juni 2014 | Veröffentlicht unter Videos.

A Link To The Mashup

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Game of Thrones” ist ein kleines Nervthema für mich. Ich finde die Serie nicht nur leicht überschätzt, sondern das Internet auch zu überfüllt mit Bildern, Artikeln… tbc. Gut, beides geht ja auch irgendwie Hand in Hand. Dennoch bin ich nun verliebt! Verliebt in dieses Mashup aus GoT und Zelda, das definitiv Lust auf mehr macht. Zu schade, dass man auf keine Realisierung hoffen kann.

Auf Steves Youtubekanal lassen sich noch mehr kurzweilige Videos zu pixeligen Spielen finden. Ein Klick vorbei lohnt sich definitiv!

Den Link zum Mashup spare ich mir nun doch. Das Video seht ihr schließlich oben gut genug.

10. Juni 2014 | Veröffentlicht unter Comics.

Kennt ihr eigentlich schon… Crossed?

crossedVor zwei Jahren hatte ich den ersten Band bereits vorgestellt, doch da seitdem so viel Zeit vergangen ist und ich erst heute auf den Webcomic gestoßen bin, krame ich das Thema wieder aus seiner blutigen Versenkung hervor.

Ähnlich einer Zombiekalypse werden normale Menschen zu “Crossed” – oder auch Plusfaced genannt – : Zu mordlüsternden, irren, vergewaltigenden Monstern, die darüberhinaus durch ein blutverschorftes Kreuz im Gesicht zu erkennen sind. Dieser erste Comic, damals noch geschrieben von Garth Ennis und illustriert von Jacen Burrows, bildete einen kleinen Meilenstein in meiner ganz persönlichen Geschichte als Horrorfan. Er hat mich nachhaltig durch Absurdität und Grauenhaftigkeit beeindruckt – und durch seine Erzähldichte mitgerissen. Die nachfolgenden Bände konnten da längst nicht heran reichen. Mir fehlte die Tiefe bei gleichzeitiger, auf mich uninspiriert erscheinender Gewaltexplosion.

Warum ich nicht früher auf die Webserie “Wish You Were Here” von Si Spurrier als Autor und Javier Barreno bzw.  Fernando Melek als Zeichner gestoßen bin, ist mir schleierhaft, denn sie begann bereits im Jahre 2012. Gut, man könnte es auch schlichtweg “gutes Timing” nennen, denn sie endet nach 4 Kapiteln und bislang 88 Episoden in den nächsten Wochen. Nebst des kostenlosen Webcomics kann man sie natürlich auch in Print erstehen. Drei Bände liegen bereits vor, der finale vierte Band wird im August erscheinen.

In “WishYou Were Here” verfolgen wir die Geschichte von dem Autoren Shakey und dessen mehr oder minder freiwilligen Kameraden, die es auf eine Insel verschlagen hat, von der aus sie sich der Infizierten erwehren und versuchen, irgendwie zu überleben. Diese Story wartet nicht nur mit allseits beliebten, ekelhaften Momenten auf, sondern auch mit interessanten Charakteren und Wendungen, die man so nicht unbedingt vermutet oder erhofft hatte.

Für mich ist es ein bisschen back to the roots und ich freue mich sehr auf die Auflösung des ganzen! Nachlesen könnt ihr die ganzen Kapitel hier. Ansonsten lege ich euch natürlich das noch immer unübertroffene Original von Garth Ennis ans Herz.

6. Juni 2014 | Veröffentlicht unter Artikel.

FedCon 23

grtgrgtrtgrVom 29.Mai bis zum 1. Juni fand sie wieder statt: Die FedCon. Ja, ich bin Wiederholungstäterin und doch kann ich mich von einer gewissen Faszination und jugendlichem Staunen nicht ganz freisprechen. Es geht mir nicht nur um die Cosplays und das feilgebotene Merchandise, denn das sind Dinge, die man auch auf ordinären Conventions finden kann. Nein, es ist schon das ganz besondere FedCon-Feeling, das in Kombination mit den vielen Gaststars eine wunderbare Mischung ergibt.

Der mehr oder minder treu ergebene Blogleser wird bereits wissen, um was es sich bei der FedCon handelt, für die Neulinge sei sie kurz erklärt:

Aufklappen für mehr Infos »
Die Fed(eration) Con(vention) findet seit 1992 jährlich statt, wobei sich der Austragungsort in den letzten Jahren auf Düsseldorf eingependelt hat. Nebst Vorträge von Experten zu Science-Fiction Themen wie etwa das Beamen bilden vor allen Dingen Schauspieler aus Film und insbesondere Serien den Mittelpunkt, die in den sogenannten Panels den Gästen Rede und Antwort stehen. In eine umrahmende, kleine Show gebettet, präsentiert sich hier Entertainment, das man längst nicht überall finden kann. Diese besonderen Momente mit den “Stars” lassen sich zudem noch auf Autogramme und gemeinsame Fotos ausweiten, die für ein paar Sekunden das Fanherz deutlich höher schlagen lassen. Seit Beginn der Con waren unter anderem Leonard Nimoy, Wil Wheaton, William Shatner und Summer Glau zu Gast.

000Auch in diesem Jahr war die Schar an Stargästen und die damit verbundenen Fandoms breit gefächert: Alexander Siddig und Nana Visitor etwa aus DS9, Richard Dean Anderson und Amanda Tapping aus Stargate, Holly Marie Combs und Shannen Doherty aus Charmed und Nichelle Nichols aus TOS, um nur einen kleinen Teil zu nennen. Besonders Nichelle Nichols, die das Publikum zu Standing Ovations hinriss und Richard Dean Anderson, dessen Autogramm fast 100€ kostete waren gern gesehene Gäste. Auf ihre Panels werde ich auch noch eingehen, allerdings in einem gesonderten Blogartikel, bevor das hier noch Ausmaße einer Masterarbeit annimmt!

Da ich an zweien der vier Tage alleine unterwegs war, habe ich mich ein wenig unter das lustige Völkchen gemischt und mich mit den Gästen unterhalten. Besonders gefreut hat es mich natürlich, nicht nur Raine kurz beim Burgeressen beobachten zu können, sondern auch zwei Youtubeabonnenten von mir getroffen zu haben. Falls ihr das hier lest: (natürlich tut ihr das! ;) ) Das Bier war eine gute Wahl! Beide waren Con-Newbies, wobei sie besonders die Aussicht auf die Stargate-Gäste nach Düsseldorf gelockt hat. Über 150€ hat jeder von ihnen allein für Fotos mit ihren Stars ausgegeben. Was für andere vollkommen unverständlich ist, erklärt einer von ihnen mit leuchtenden Augen:

28. Mai 2014 | Veröffentlicht unter Artikel, Videos.

Let’s Playerinnen und der Tittenbonus

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Natürlich geht es, wenn man vom Tittenbonus spricht, nicht nur um Let’s Playerinnen. Übertragbar ist es auf so ziemlich jede Sparte, die sich als Männerdomäne versteht.

Das Video funktioniert hier eigentlich nur als Video, nicht als Text, daher fasse ich es an dieser Stelle nur zusammen: Gerne wird erfolgreichen Let’s Playerinnen vorgeworfen, sie haben es nur aufgrund ihres Geschlechts so weit geschafft. Das ist eine Farce, wenn man bedenkt, dass selbst diese weiblichen Wesen Arbeit, Herzblut und Leidenschaft in ihre Videos stecken – nicht unbedingt weniger als ihre männlichen Kollegen. Frauen müssen sich doppelt beweisen. Bei Männern dagegen wird gerne hingenommen, dass sie aufgrund ihrer Persönlichkeit und Kreativität erfolgreich geworden sind. Kann das in Ordnung sein? Ich denke doch nicht.
Vielleicht sollte man wirklich aufhören, überall nur die Geschlechter untereinander zu vergleichen und sich voller Neid an irgendwem zu messen. Man sollte lieber nach Leistung beurteilen. Und die kann man sowohl bei Männern, als auch bei Frauen finden – oder eben auch nicht.

Besonders bitter ist es für mich, wenn solch eine Aussage von Menschen kommt, von denen ich dachte, sie würden mich schätzen – ohne meinen “Erfolg” relativieren zu müssen. Dabei müssten gerade sie es besser wissen.