Kennt ihr eigentlich schon… Crossed?

crossedVor zwei Jahren hatte ich den ersten Band bereits vorgestellt, doch da seitdem so viel Zeit vergangen ist und ich erst heute auf den Webcomic gestoßen bin, krame ich das Thema wieder aus seiner blutigen Versenkung hervor.

Ähnlich einer Zombiekalypse werden normale Menschen zu “Crossed” – oder auch Plusfaced genannt – : Zu mordlüsternden, irren, vergewaltigenden Monstern, die darüberhinaus durch ein blutverschorftes Kreuz im Gesicht zu erkennen sind. Dieser erste Comic, damals noch geschrieben von Garth Ennis und illustriert von Jacen Burrows, bildete einen kleinen Meilenstein in meiner ganz persönlichen Geschichte als Horrorfan. Er hat mich nachhaltig durch Absurdität und Grauenhaftigkeit beeindruckt – und durch seine Erzähldichte mitgerissen. Die nachfolgenden Bände konnten da längst nicht heran reichen. Mir fehlte die Tiefe bei gleichzeitiger, auf mich uninspiriert erscheinender Gewaltexplosion.

Warum ich nicht früher auf die Webserie “Wish You Were Here” von Si Spurrier als Autor und Javier Barreno bzw.  Fernando Melek als Zeichner gestoßen bin, ist mir schleierhaft, denn sie begann bereits im Jahre 2012. Gut, man könnte es auch schlichtweg “gutes Timing” nennen, denn sie endet nach 4 Kapiteln und bislang 88 Episoden in den nächsten Wochen. Nebst des kostenlosen Webcomics kann man sie natürlich auch in Print erstehen. Drei Bände liegen bereits vor, der finale vierte Band wird im August erscheinen.

In “WishYou Were Here” verfolgen wir die Geschichte von dem Autoren Shakey und dessen mehr oder minder freiwilligen Kameraden, die es auf eine Insel verschlagen hat, von der aus sie sich der Infizierten erwehren und versuchen, irgendwie zu überleben. Diese Story wartet nicht nur mit allseits beliebten, ekelhaften Momenten auf, sondern auch mit interessanten Charakteren und Wendungen, die man so nicht unbedingt vermutet oder erhofft hatte.

Für mich ist es ein bisschen back to the roots und ich freue mich sehr auf die Auflösung des ganzen! Nachlesen könnt ihr die ganzen Kapitel hier. Ansonsten lege ich euch natürlich das noch immer unübertroffene Original von Garth Ennis ans Herz.

FedCon 23

grtgrgtrtgrVom 29.Mai bis zum 1. Juni fand sie wieder statt: Die FedCon. Ja, ich bin Wiederholungstäterin und doch kann ich mich von einer gewissen Faszination und jugendlichem Staunen nicht ganz freisprechen. Es geht mir nicht nur um die Cosplays und das feilgebotene Merchandise, denn das sind Dinge, die man auch auf ordinären Conventions finden kann. Nein, es ist schon das ganz besondere FedCon-Feeling, das in Kombination mit den vielen Gaststars eine wunderbare Mischung ergibt.

Der mehr oder minder treu ergebene Blogleser wird bereits wissen, um was es sich bei der FedCon handelt, für die Neulinge sei sie kurz erklärt:

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Die Fed(eration) Con(vention) findet seit 1992 jährlich statt, wobei sich der Austragungsort in den letzten Jahren auf Düsseldorf eingependelt hat. Nebst Vorträge von Experten zu Science-Fiction Themen wie etwa das Beamen bilden vor allen Dingen Schauspieler aus Film und insbesondere Serien den Mittelpunkt, die in den sogenannten Panels den Gästen Rede und Antwort stehen. In eine umrahmende, kleine Show gebettet, präsentiert sich hier Entertainment, das man längst nicht überall finden kann. Diese besonderen Momente mit den “Stars” lassen sich zudem noch auf Autogramme und gemeinsame Fotos ausweiten, die für ein paar Sekunden das Fanherz deutlich höher schlagen lassen. Seit Beginn der Con waren unter anderem Leonard Nimoy, Wil Wheaton, William Shatner und Summer Glau zu Gast.

000Auch in diesem Jahr war die Schar an Stargästen und die damit verbundenen Fandoms breit gefächert: Alexander Siddig und Nana Visitor etwa aus DS9, Richard Dean Anderson und Amanda Tapping aus Stargate, Holly Marie Combs und Shannen Doherty aus Charmed und Nichelle Nichols aus TOS, um nur einen kleinen Teil zu nennen. Besonders Nichelle Nichols, die das Publikum zu Standing Ovations hinriss und Richard Dean Anderson, dessen Autogramm fast 100€ kostete waren gern gesehene Gäste. Auf ihre Panels werde ich auch noch eingehen, allerdings in einem gesonderten Blogartikel, bevor das hier noch Ausmaße einer Masterarbeit annimmt!

Da ich an zweien der vier Tage alleine unterwegs war, habe ich mich ein wenig unter das lustige Völkchen gemischt und mich mit den Gästen unterhalten. Besonders gefreut hat es mich natürlich, nicht nur Raine kurz beim Burgeressen beobachten zu können, sondern auch zwei Youtubeabonnenten von mir getroffen zu haben. Falls ihr das hier lest: (natürlich tut ihr das! ;) ) Das Bier war eine gute Wahl! Beide waren Con-Newbies, wobei sie besonders die Aussicht auf die Stargate-Gäste nach Düsseldorf gelockt hat. Über 150€ hat jeder von ihnen allein für Fotos mit ihren Stars ausgegeben. Was für andere vollkommen unverständlich ist, erklärt einer von ihnen mit leuchtenden Augen:

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Let’s Playerinnen und der Tittenbonus

Natürlich geht es, wenn man vom Tittenbonus spricht, nicht nur um Let’s Playerinnen. Übertragbar ist es auf so ziemlich jede Sparte, die sich als Männerdomäne versteht.

Das Video funktioniert hier eigentlich nur als Video, nicht als Text, daher fasse ich es an dieser Stelle nur zusammen: Gerne wird erfolgreichen Let’s Playerinnen vorgeworfen, sie haben es nur aufgrund ihres Geschlechts so weit geschafft. Das ist eine Farce, wenn man bedenkt, dass selbst diese weiblichen Wesen Arbeit, Herzblut und Leidenschaft in ihre Videos stecken – nicht unbedingt weniger als ihre männlichen Kollegen. Frauen müssen sich doppelt beweisen. Bei Männern dagegen wird gerne hingenommen, dass sie aufgrund ihrer Persönlichkeit und Kreativität erfolgreich geworden sind. Kann das in Ordnung sein? Ich denke doch nicht.
Vielleicht sollte man wirklich aufhören, überall nur die Geschlechter untereinander zu vergleichen und sich voller Neid an irgendwem zu messen. Man sollte lieber nach Leistung beurteilen. Und die kann man sowohl bei Männern, als auch bei Frauen finden – oder eben auch nicht.

Besonders bitter ist es für mich, wenn solch eine Aussage von Menschen kommt, von denen ich dachte, sie würden mich schätzen – ohne meinen “Erfolg” relativieren zu müssen. Dabei müssten gerade sie es besser wissen.

Tabu im Rollenspiel – Das Fazit

BeFunky_ddd.jpgIm April drehte sich im Karneval der Rollenspielblogs alles um das Thema Tabu, das wirklich hübsch mannigfaltig diskutiert worden ist. Ob Die Ärzte zu Rate gezogen wurden, ob kurze oder lange Beiträge, kritisch oder gnädig – alles war vertreten. Nun droht der Juni und es ist höchste Zeit, den Karneval des letzten Monats abzuschließen und die Beiträge zusammenzufassen! Nebenbei fege ich mir mal die faulen Tomaten von der Schulter. Ja, ich bin verdammt spät dran!

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“Helden für Herzen”

heldenManchmal sind es die kleinen Gesten, die es schaffen, Freude und Hoffnung zu verbreiten. Ein Spidermandouble beim Dreh zu The Amazing Spider-Man 2 etwa, das sich ein paar Minuten Zeit für einen Fan nimmt oder Fensterputzer, die in Gestalt von Comichelden die Fenster eines Kinderkrankenhauses reinigen. Oder gleich eine ganze Stadt, die sich für das “Batkid” stark macht.

Für Kevin Specht Inspiration genug, um selber etwas ganz ähnliches auf die Beine zu stellen. Gemeinsam mit seiner rechten Hand Florian Saamen möchte er sich nun für schwer kranke und körperlich, sowie geistig benachteiligte Kinder stark machen. Eltern und Institutionen soll die Möglichkeit gegeben werden, nach Helden (=ehrenamtlich arbeitenden Cosplayern) zu rufen, die die Kinder besuchen und ihnen ein Lächeln auf das Gesicht zaubern. Seine Organisation “Helden für Herzen” steckt zwar selbst noch in den Kinderschuhen, doch bin ich mir sicher, dass mit etwas mehr Reichweite und Unterstützung aus Kinderschuhen echte Hulktreter werden könnten.

Momentan werden vor allen Dingen Cosplayer gesucht, die auf ehernamtlicher Basis bereit sind, nicht Geld, sondern Zeit und Herzblut zu spenden, indem sie die Kinder besuchen. Wenn ihr Cosplayer seid (oder welche kennt) und euch vorstellen könnt, dort mitzuwirken oder euch einfach nur informieren möchtet, könnt ihr in der entsprechenden FB-Gruppe vorbeischauen. Gleichzeitig wird es demnächst auch die Möglichkeit geben, zu spenden, wobei diese Spenden ausschließlich für Fahrtkosten der Helden verwendet oder bei etwaigem Überschuss an Kinderhilfsorganisationen weitergespendet werden.

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