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Mein Tabu im Rollenspiel

dddKein Tabu ist allgemeingültig, jede Gruppe kann und darf es so halten wie sie will. Somit ist dies auch kein Fazit, das ich hier ziehe, sondern einfach eine Meinungsäußerung.

Sex, Gewalt gegen Kinder oder allgemein Gewaltverherrlichung sowie möglicherweise triggernde Vergewaltigungsszenen – das sind Dinge, die in den meisten Spielrunden, denen ich bisher beigewohnt habe, ein Tabu waren. Für mich persönlich ist aber primär eine einzige Sache tabu. Eine Sache, die mich in so vielen Spielrunden bislang genervt hat, dass ich rückwärts aus einer neuen Runde herausgehen würde, würde es sich nur andeuten: Leute, die ihren Char übermächtig gestalten, ihn unerreichbar, “Imba” werden lassen und darüber entweder Regeln, oder Authentizität vermissen.

Das fängt bereits bei Winzigkeiten an: Wenn man “vergisst”, IC und OOC zu trennen. Das Wissen, das man als Spieler hat, auf den Charakter anwendet, sodass dieser nicht in die Falle tappt, sich nicht von dem Charmeur becircen lässt, der einen sonst sicherlich hintergehen würde und sein eigenes Wissen über Wundheilkunde in das Gehirn seines Charakters flößt. Wenn dann noch das handelsübliche Powergaming hinzukommt – namentlich all die wohl nie aussterbenden Mary Sues und Gary Stues – ist es für mich komplett in eine Tabuzone gerutscht. Charaktere, die alles können, Charaktere, die alles wissen, Charaktere, die alles sind: Nein, nein, nein!

Nun kann man sich natürlich fragen, warum solche Charaktere vielen ein Dorn oder gar ein ganzer Dornenbusch im Auge sind. Fühlen sich die anderen Spieler etwa in ihrer Potenz beschnitten? Ist es im Grunde nur ein Aufbegehren gegen das Gefühl, im Kontrast zu dem wundervollen PG-Char ein kleines Würstchen zu sein?

Ja, das kann natürlich sein. Schließlich reissen solche Charaktere nicht selten all die Aufmerksamkeit auf sich und begraben die Mithelden unter ihrem schweren Schatten, wo diese jämmerlich zu ersticken drohen. Ich selber gebe zumindest zu, dass ich es nicht ganz so nett finde, wenn mein hübscher Charakter mit all seinen Fehlerchen und Unzulänglichkeiten, der so liebevoll ausformuliert worden ist, keinerlei Beachtung findet. Hach, mein armer Stolz.

In erster Linie jedoch stört es die (=meine) Immersion. Das Gefüge der Fantasywelt, wenn man so will. Ein omnipotenter Charakter beschwert die Waage auf einer Seite zu sehr, das Gefälle wird so stark, dass es die Glaubwürdigkeit über den Rand der Welt schwappen lässt. Meine persönliche Vorstellung wird nichtig gemacht durch nur eine Person, die sich meiner Logik widersetzt. Frechheit!

Powergamende Charaktere werden immer wieder als Paradebeispiel für schlechtes Rollenspiel genommen. So weit würde ich hier gar nicht gehen, denn innerhalb dieser eigenen Welt, die sich der jeweilige Spieler dieses Charakters ersonnen hat, ist er sicher plausibel und rollenspielerisch gut kann man ihn nichtsdestotrotz darstellen. Es ist einfach nur für mich ein Tabu.

Ich weiß, dass ich da furchtbar pingelig bin, wirklich, wirklich pingelig. Wahrscheinlich bin ich selber aufgrund dessen ein eigenes, kleines Tabu, denn Kleinkariertheit ist nicht umsonst verpönt. Zum Glück darf jeder sein eigenes Tabu in Sachen Rollenspiel hegen und pflegen, wobei die meisten “Tabu” wohl härter definieren als ich. Was die Themen innerhalb eines Rollenspieles angeht, habe ich allerdings ansonsten keine Tabus, solange man es nicht übertreibt. Doch weder Gewalt, noch Sex finde ich als beim Rollenspiel so unpassend wie Powergaming.

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Die kommenden Star Wars Filme und das Expanded Universe

starwars2Die Thrawn-Trilogie von Timothy Zahn, Mara Jade, die Solo-Zwillinge – um nur wenige Elemente zu nennen, die “man” aus dem Expanded Universe von Star Wars kennt. Unzählige Comics und Bücher, die man verschlungen hat und die man mit Luke, Han, Leia und Co., sowie mit der ganzen Welt und der Geschichte untrennbar verbindet. Zum offiziellen Kanon jedoch möchte George Lucas nach wie vor nur die Filme, sowie Clone Wars zählen, was gerade in Hinblick auf die kommenden Filme interessant sein dürfte. So heißt es in einer Pressemitteilung von Lucasfilm unter anderem:

In order to give maximum creative freedom to the filmmakers and also preserve an element of surprise and discovery for the audience, Star Wars Episodes VII-IX will not tell the same story told in the post-Return of the Jedi Expanded Universe. While the universe that readers knew is changing, it is not being discarded. Creators of new Star Wars entertainment have full access to the rich content of the Expanded Universe. (starwars.com)

Die Filme werden sich nicht auf das EU beziehen und sogar völlig getrennte Wege vom Bekannten nehmen, um neue, eigene Pfade zu bestreiten. So bleibt es natürlich spannend - für viele Fans allerdings ist es ein herber Schlag. Der späte Luke ohne Mara Jade? Skandal! Doch wer weiß? Vielleicht ist J.J. Abrams  von ihr ebenso begeistert, wie viele Fans es von ihr sind, sodass sie letztlich doch noch auftauchen wird? Die Spekulationen rund um eine verfilmte Thrawn-Trilogie sind nun leider auch im Keim erstickt worden.

Was haltet ihr davon? Hättet ihr euch gewünscht, dass man sich am EU orientiert oder begrüßt ihr es im Gegenteil sogar, dass sich völlig neue Möglichkeiten ergeben?

Vorher jedoch könnt ihr noch einen kleinen, tränenverschleierten Blick auf das EU werfen ;)

[angespielt] Factorio

 

[angespielt] Factorio

Es gibt Spiele die sind sehr deutsch. Der Landwirtschafts-Simulator zum Beispiel. Oder auch der Truck Simulator, der Holzfäller-Simulator oder der Flughafen-Simulator. Aus irgendeinem Grund fährt das deutsche Publikum total darauf ab, nach der Arbeit noch ein bisschen Arbeit zu simulieren. Nun gut, die Zielgruppe für solche Spiele ist sicherlich etwas älter als der Durchschnitts-Gamer und spielt ansonsten keine oder nur wenig andere Videospiele, dennoch sagt das doch irgendwas über uns aus…nur was?

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“Bin ich ein Fantasyfreak?” Zeitreisen-Guddy antwortet euch!

fantasyEinst, als die Wiesen noch grün und Zurück in die Zukunft II wirklich noch unantastbar in der Zukunft spielte, ja, da war auch ich mal jung. Schon damals tanzte ich durch das Internet, tummelte mich in Fantasyforen, spielte Online-Rollenspiele und trieb allerlei Unsinn. Daran hat sich nichts geändert – an meiner Rechtschreibung jedoch schon.

Ich bin gerade auf einen Test gestoßen, den ich 2001, 15jährig, geschrieben hatte. Er ist wenig ernst gemeint, aber vielleicht hilft er euch ja dennoch bei der Frage weiter, ob ihr ein Freak seid. Ich finde es süß, solche prähistorischen Funde zu sehen, die dass/das-Schwäche und die Formulierungen, die damals so legitim geklungen hatten. Aber gut – wer weiß, was ich in 13 Jahren über meinen heutigen Blog sagen werde? Lieber nicht darüber nachdenken! Trotzdem erkenne ich mich natürlich sofort wieder, so sehr hat sich mein Humor leider nicht geändert.

Zum Test geht es hier entlang

Habt ihr denn auch solche Fundstücke von euren Internetanfangszeiten? Und wie habt ihr beim Test abgeschnitten? :D

Welttag des Buches – Blogger schenken Lesefreude

wwd[Die Gewinnerin wurde gezogen: Herzlichen Glückwunsch an Sabrina F.!] Den Tag und die damit verbundene Aktion hatte ich total vergessen, sonst würdet ihr hier jetzt keine kleine Flut an Gewinnspielen vorfinden. Wie dem auch sei: Heute ist Welttag des Buches und wie auch im letzten Jahr steht auch dieses die Aktion “Blogger schenken Lesefreude” an, bei der die teilnehmenden Blogger ihrer Meinung nach empfehlenswerte Bücher verlosen können.

Ich habe mich für Der Kuss des Kjer entschieden. Ja, bewusst für einen Roman, der eigentlich weder in mein Beuteschema, noch auf meinen Blog passt. Romantasy? Und dann auch noch so unblutig! Tatsächlich ist dieses Buch von der Autorin Lynn Raven der einzige Romantasy-Roman, den ich bis zum Ende gelesen – nein, verschlungen – habe und den ich empfehlen kann. Besten Gewissens. Gerade weil es mal nicht “typisch Guddy” ist.

Was macht dieses Buch lesenswert? Trotz des Romantikanteiles wirkt es nicht besonders kitschig, die Protagonistin ist zwar das schwache, ab und an recht kratzbürstige Mädchen von nebenan, doch nicht auf die unfassbar nervende Weise, die man sonst gerne untergeschoben bekommt. Sie – Lijanas – vom obersten Heerführer des mutmaßlich tierisch-boshaften Volkes der Kjer – Mordan – entführt, knüpft natürlich im Laufe der Entführungszeit zarte Liebesbande zwischen sich und dem ach so boshaften Kjer. Dieses Stockholm-Syndrom ist glücklicherweise plausibel erzählt und kann als wirkliche Verliebtheit, statt psychologische Problematik entlarvt werden. Wenn man gutmütig ist.

Nebenbei schaukelt sich die Rivalität zwischen Lijanas Volk der Nivard und dem der Kjer durch die Entführung weiter auf, irgendwo im Hintergrund war bereits vor Jahren eine politische Intrige rund um Mordan gesponnen worden und am Ende ist Lijanas nicht mehr die einzige, die sich auf einmal in Gefahr befindet. Eigentlich möchte ich zum Inhalt nicht zu viel sagen und den Roman als solchen nur umreissen: Es ist definitiv unterhaltsame Romantasy mit langsamer Charakterentwicklung und wesentlich mehr Inhalt als “Ich finde dich doof!” – “Ich finde dich dööfer!” – “Naja, eigentlich bist du ja schon ganz süß.” – “Oh, jetzt wo du’s sagst – du auch! Ficken ?”

Ach, mitmachen könnt ihr, indem ihr einen Kommentar hinterlasst, entweder hier im Blog oder bei den Einträgen bei Facebook und Twitter.  Auch hier könnt ihr bis zum Sonntag, 12:00 teilnehmen :)

 

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