12. März 2014 | Veröffentlicht unter Artikel, Gaming.

Ist die heutige Gamergeneration entdeckerfaul?

71s

71sVerzeihung, doch ich werde nun für ein paar Sätze in eine alte-Leute-Sprache verfallen. Und go! Hach, wisst ihr noch, wie’s früher war? Als man ein neues Spiel in den Händen hielt und sich daraufhin stundenlang im Zimmer verbarrikadierte, um das Spiel in all seiner prachtvollen Fülle erleben zu können? Man hat die sich auftuende Welt genossen und entdeckt, man war ein neugieriger Forscher inmitten der pixeligen Weiten. Jedem gefundenen Easter Egg folgte ein kleiner Jubelschrei. Es gab verborgene Orte, versteckte Quests und kauzige Einsiedler, die es zu finden galt. Komplettlösungen kosteten Geld und die Spielezeitschriften zeigten Lösungen meist nicht direkt bei Release. Nicht nur die Story innerhalb des Games war ein Abenteuer, sondern auch das “Erlebnis: Spiel”.

Und heute? Heute steht vieles schon vor Release im Netz. Taktiken für diverse Bossgegner werden in epischer Breite analysiert und es gibt nichts, was man nicht nachschlagen könnte. Geheime Orte wie etwa in Skyrim oder versteckte Quests: Nichts bleibt den findigen Internetzusern verborgen. So auch bei Titanfall. Offizieller Release ist morgen, doch schon heute wurde begonnen, die Easter Eggs aufzulisten wie etwa hier auf gameranx.com. Je schneller etwas gepostet wird, umso besser! Ist das noch Punk Rock Entdeckergeist?

Der Grund, weshalb ich vor einigen Jahren trotz großartiger Gilde mit WoW aufgehört hatte, war unter anderem, dass jede Taktik bei den Bosskämpfen schon sitzen musste, bevor man den (Raid)Boss überhaupt zu Gesicht bekam. Alles wird einem vorgekaut, selber denken und entdecken ist leider nicht angesagt. Bei MMOs kann ich es sogar nachvollziehen: Man ist nicht nur für den eigenen Spaß verantwortlich, sondern auch für den seiner bis zu 39 Mitspieler.

Zurück zu ordinären Videospielen. Zurück zu Easter Eggs, Geheimnissen und Co. Sind heutige Spieler tatsächlich so heiß auf Spoiler? Will man Überraschungen nicht selber erleben? Ich persönlich finde es geil, Tricks und Specials selber herauszufinden. Lieber krepiere ich zehn Mal am selbenBoss, als dass ich mir eine Lösung und Taktik dazu um die Ohren haue. Um beim “geil” zu bleiben: Die Befriedigung ist so ungleich höher. Nach dem Durchspielen gucke ich natürlich, ob und wenn ja, was ich verpasst habe. Zur Not beame ich mich dann auf einen alten Speicherstand zurück, um das Easter Egg nochmal mit eigenen Augen zu sehen.

Wie sieht es bei euch aus? Lieber entdecken oder solche Dinge andernorts lesen?

11. März 2014 | Veröffentlicht unter Gaming.

Titanfall

titan

titanDieser SciFi-Shooter ist eines der wenigen Spiele, die mich wirklich schon vor Spielstart scharf machen. Das Gameplay, das ich in einigen Videos bisher sehen konnte(wie etwa hier bei Sirius), macht mich richtig, richtig an, der Style ist ohnehin grandios und das wäre ein definitiv Multiplayer, der mich lange fesseln könnte. Ich überlege sogar ernsthaft, Spenden für mich zu sammeln, damit ich das Spiel auch spielen kann *g*

Dabei wird es vielleicht irgendwann mehr als “nur” ein Spiel geben, wie auf der offiziellen Website zu lesen ist. Der jüngst erschienene Trailer wird ja wohl nicht alles gewesen sein!

“Titanfall is set in a rich near future universe with visceral, epic battles with Pilots and their Titan companions” noted Dusty Welch of Respawn. “We wanted to partner with Playfight, who has a history of delivering movies that meld gameplay, live action and stellar CG into truly entertaining media, for Titanfall. What this collaboration brings is yet to unfold…”

Bestellen kann man es zB. hier. Und jetzt: der Live Action Trailer :)

24. Februar 2014 | Veröffentlicht unter Bilder.

Prinzessinnen Crossover

prnz

prnzEigentlich bin ich ein positiver Mensch, wenn es um kreative Werke anderer Menschen geht. Solange jemand nur etwas kreiert, finde ich es im Regelfall zumindest nett. Sehr selten bin ich von Bildern genervt – was diese Kunstthematik hier angeht, bin ich es nun jedenfalls definitiv.

Es ist seit Jahren so: Kombiniert man Disney Prinzessinnen mit irgendeinem x-beliebigen anderen Fandom, wird es bei einem Minimum an Talent mit fast an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zum viralen Hit. Prinzessinnen und Star Wars? Check. Prinzessinnen und Sailor Moon? Check. Friendship is Magic? Check. Kombiniert man dann noch, wie jüngst, einen absoluten Serientrend – namentlich Game of Thrones - mit ihnen, hyperventiliert das Fanherz und es hagelt DailyDeviations auf DeviantArt, Shares und Likes.

Ist das noch Punkrock Kreativität? Was es ist: Nett anzusehen, aber eben auch verdammt einfach. Denn meistens wird nicht einmal versucht, eine echte Verbindung und ein sinnvolles Crossover herzustellen. Ganz im Gegenteil wird einfach stumpf  die Prinzessin mit demjenigen “Parallelwelt”Charakter gekreuzt, der ähnlich aussieht. Ob es charakterlich passt? Völlig egal. So wird Rapunzel mal eben zu Sansa. Logisch.

Ich kann es einfach nicht mehr sehen. Warum kommt man nicht auf eigene, kreative Ideen? Nicht, dass ich ein Springbrunnen an Kreativität wäre, schön wär’s. Doch ich wünsche mir von den wahren Künstlern einfach mehr.  Ich wünsche mir Crossover, die Sinn machen. Wie etwa die Ninja Turtles mit Super Mario. Buffy mit Twilight. Meinetwegen auch Mulans Mushu mit Game of Thrones. Halbwegs intelligente Crossover eben. Dann “share”ich es auch gerne!

Das war: Mein kurzer Dislike des Tages. Natürlich darf und soll man zeichnen, was man will. Es geht hier schließlich nur um meinen eigenen Eindruck, der längst nicht dem eines jeden entspricht. Doch macht Platz für Bilder mit Hintergrund, die die Fantasie beflügeln! (ja, ich denke gerade an den Jokerdrachen *g*) Steinigt mich ruhig, ich weiß, dass es hier einige Prinzessinnenfans gibt :) Dürft ihr auch gerne bleiben, solange ich mein Zimmer nicht damit tapezieren muss!

 

22. Februar 2014 | Veröffentlicht unter Bilder.

Batman vs. Joker – mal anders

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chaos_wyrm_vs_dark_knight_by_sandara-d7787ikWie viele gute Batman vs. Joker Bilder gibt es? Fünfzig? Hundert? Das, was ich nun bei den Daily Deviations auf DeviantArt gesehen habe, ist definitiv eines der besten dieser Art. Im mittelalterlich-mystischen Setting angesiedelt, hat dieses Bild von der Singapurerin “Sandara” meine Fantasie beflügelt. Benutzt der Joker-Drache die ihn umgebenen, grinsenden Ritter als Marionetten? Natürlich. Wie verbreitet diese Kreatur den Wahnsinn, der den Joker schließlich auszeichnet? Und wie verdammt soll der nur mit einem Speer bewaffnete Batman dieses gigantische Monster besiegen?!

Für mich sah der Joker noch nie furchteinflößender aus. Natürlich folge ich nun nicht nur Sandaras DeviantArt-Profil, sondern werde auch ihren Kindern und Kindeskindern folgen! Muhahaha! Ehm ja.

Hier geht’s zu Sandaras DeviantArt-Profil

21. Februar 2014 | Veröffentlicht unter Artikel, Bücher.

Romane: Durch Wolfsaugen

wolf

wolfDas Buch “Wolfsaga” von Käthe Recheis war, nach Ronja Räubertochter, mein zweites Lieblingsbuch überhaupt und zählt noch heute zu meinen erklärten Lieblingen.

Geschichten, aus der Sicht der Tiere erzählt, finde ich äußerst faszinierend. Es ist eine Art “reale Fantasy” mit Charakteren, die einem zwar vertraut, und dennoch so fern sind. Diese Geschichten bieten eine differenzierte Sichtweise auf Themen, die man vielleicht schon für abgeschlossen hielt, abstrakt erscheinende Denkweisen. Interessant ist, wie die unterschiedlichen Autoren die Sicht der Tiere definieren und/oder an unsere Bedürfnisse anpassen. Natürlich weiß niemand, wie genau Tiere denken, fühlen, wie sie ihre Kommunikation erleben. Womöglich – dies ist natürlich nur meine subjektive Meinung (oder sollte ich eher “Glaube” sagen?) – befinden sie sich auf einer gedanklichen und kommunikativen Ebene, die wir überhaupt nicht erst erfassen, geschweige denn nachempfinden können. Weil wir es nicht anders kennen. Ohne es in irgendeiner Form wertend zu meinen.

Besonderes Interesse habe ich hierbei immer den Wolfsgeschichten entgegengebracht. Verkannte, faszinierende Geschöpfe. Hier gibt es qualitativ hochwertige Romane, die ich immer wieder gerne hervorhole. Ein paar möchte ich euch nun, unter dem Aspekt der unterschiedlichen Herangehensweisen der Autoren an das Thema, vorstellen.