1. 15. November 2016 | Veröffentlicht unter Gaming, rund um Gaming.

    Guardians of the Telltale Galaxy

    Von

    Telltale Games könnte uns nächstes Jahr mit einem Guardians of the Galaxy Game „überraschen“.

    Es war schon länger bekannt, dass das Studio an einer Marvel Lizenz arbeitet und da Guardians of the Galaxy nun filmtechnisch eine Fortsetzung am Start hat, könnte man den Release eines solchen Spieles dementsprechend zeitlich anpassen.

    Woher könnten wir nun bereits erahnen, dass ein solches Spiel in den Startlöchern steht?

    Der „Leak“ stammt heutzutage noch immer aus den Mündern von Personen, die mit dem Projekt vertraut sind und viel plappern. Aber ganz anders als früher sind diese nicht in eine Bar gegangen und ließen den Whiskey in sich sprechen. Sie posaunten auch nicht zu viel heraus oder waren bei ein paar Bierchen mit den Kumpeln zu vorlaut á la: „Ja ich arbeite ja auch an was ganz Krassem!“ Nein. Heutzutage reicht es leider bereits aus, wenn ein Streik im Gange ist. Viel plappern ist aber noch immer wichtig, weil es hier um den Beruf des Voice Actings geht. Ich spreche hierbei von dem Streik etlicher Voice Actors bzw. deren Union SAG-AFTRA. Die hatten als Taktik zur besseren Gehaltsverhandlung eine Liste von möglichen Gametiteln veröffentlicht, die noch immer alte Gehälter bzw. keine neuen Abkommen ausgehandelt hatten.

    wearegroot

    Darunter finden wir dann auch O’Farrel Enterprises, LLC die nicht nur für The Walking Dead Season 3 stehen sondern eben auch für Guardians of the Galaxy – The Video Game aka Blue Harvest. So oder so, der sprechende Waschbär ist aus dem Sack und wir alle sind Groot!

    Ich habe nichts gegen Telltale Games. Nichts, das irgendwie wirkt. Ich selbst spielte The Walking Dead und Wolf Among Us und war auch recht gut unterhalten. Allerdings muss ich einwenden, dass die Entscheidungsfreiheit mir meist vorgekaukelt erscheint und ich nicht wirklich Einfluss auf das Spielgeschehen habe. Oder wenn, wirkt sich das für mich zu wenig aus. Es bleibt mir bei allen Teilen ein guter Storybook Mode, den ich mit der richtigen Atmosphäre (aka. Bier) zu genießen vermochte.

    Mein erster Gedanke zu Guardians of the Galaxy war heute morgen, ohne mich wieder in die Materie eingelesen zu haben, folgender: „Hmm, also wenn schon ein Marvel Franchise, dann doch bitte Batman!“ Und ja, ich weiß, das ist DC. Dann sah ich, dass es Telltale Batman natürlich schon gibt, womit der Glaube an die Menschheit auch wieder hergestellt wäre. Der ist dieses Jahr schon erfolgreich durch 3 Seasonale Abenteuer geflattert und wartet nun auf Season 4 in seiner Batcave. Wie das Neue Telltale Game für Marvel wird kann hier noch kein Superheldenflüsterer wissen. Game of Thrones habe ich nach zahlreichen mäßigen bis schlechten Kritiken ob der Belanglosigkeit der Entscheidungen und fragwürdiger Nebencharaktere übersprungen.

    Es gibt nur einen Weg, mehr herauszufinden: It’s simple, we play the Batman!

    Was hattet ihr für Erfahrungen mit Telltale Games? Wünsche, Anregungen, Anekdoten?


  2. 4. November 2016 | Veröffentlicht unter Comics, Comicvorstellungen.

    Batmans meets Turtles meet Ra’s al Ghul = Comicempfehlung!

    Von

    Genre: Action, Superhelden
    Autor: James Tynion IV
    Ursprungsidee:
    Peter Laird, Kevin Eastman
    Illustratoren:
    Freddie E. Williams II
    Erscheinungsform: 
    140 Seiten, Hard/Softcover, enthält Issues 1-6 (abgeschlossen)
    Verlag: DC Comics / IDW Publishing / Panini
    LinksBestellen | Leseprobe


    Dank eines perfiden Plans des possierlichen Krang landen nicht nur die Turtles, sondern ausgerechnet auch Shredder samt Foot Clan in einer anderen Dimension – und landen punktgenau in Gotham City. Dort mischen sie ein Labor auf und entwenden aus sicher sehr heroischen Gründen einen wichtigen Generator, der in den falschen Händen Grausames anrichten kann. Prompt werden sie vom überlebenden Laborpersonal als Monster und Kumpanen der Foot identifiziert. Logisch, dass sofort Batman gerufen wird, um der Schildkrötenplage Herr zu werden. Dass sich das erste Aufeinandertreffen der Ritter des Rechts ein ganz klein wenig schwierig gestaltet, steht da außer Frage.

     

    Screen_Shot_2015-12-09_at_11.34.24_AM.0Was klingt wie ein wahr gewordener Traum der Kinder der 80er und 90er ist auch tatsächlich und erstaunlich unterhaltsam. Wir finden hier eine stark unterhaltende Mixtur der bekannten Helden vor, die sich auch und vor allem in den dunklen Momenten nicht zu verstecken braucht. Dabei harmonieren Batman mit seinen Kumpanen wie auch Schurken und die Turtles ausgesprochen gut miteinander, die beiden Welten werden gekonnt zu einer verknüpft, was nicht unpassend oder erzwungen wirkt. Unterstützt wird dieser Eindruck von den hübschen Zeichnungen, die sowohl den Charakter der finster dreinblickenden Fledermaus, als auch die Atmosphäre der Turtles-Comics einzufangen vermögen.

    Während sich die ersten Kapitel mit der Spannung zwischen den Turtles und der freundlichen Fledermaus von nebenan beschäftigen, werden die Schurken erst in den darauffolgenden richtig in Szene gesetzt. Dann, wenn die Helden endlich zusammenarbeiten, entfaltet sich das zerstörerische Potential des Feindes. Zusammen mit dem Pinguin, Ra’s al Ghul und allerlei anderem Gezücht Gothams bereitet sich Shredder auf eine kleine Mutagen-Apokalypse vor, die Gotham verschlingen soll…

    batman-teenage-mutant-ninja-turtles-t-rexSowohl zwischen den Zeilen, als auch im direkten Dialog zünden die Gags, die einerseits auf der Metaebene stattfinden und andererseits in den Charakteren begründet liegen, die ebenso gut getroffen sind wie die Optik derer. Wenn Donatello einen leicht philosophisch angehauchten Monolog über seine Heimatstadt hält, horcht das Fanherz auf, wenn Michelangelo sein Videospiel in Trümmern sieht, weint es ein bisschen mit und selbst Alfred und das – zugegebenermaßen sehr gewöhnungsbedürftig anmutende – Batmobil bekommen ihre Momente. Natürlich besonders spaßig wird es, wenn die Recken mit den Gegebenheiten des jeweils anderen konfrontiert werden; Batman etwa genüsslich an einer Pizza knabbert oder Michelangelo durch die Batcave surft.

    Das Crossover an sich wird durch zwei Kämpfe schön verdeutlicht: Während sich Batman gegen die Foots behaupten muss und dabei einen ersten, ehrfurchtsgebietenden Blick auf Shredder werfen kann, mühen sich andernorts die Turtles mit dem Killer Croc ab. Die Kämpfe an sich sind nett anzusehen, gehen jedoch nicht zu sehr ins Detail. Letzteres erfährt im finalen Kampf leider seinen negativen Höhepunkt: Hier wird der Endkampf derart schnell und vergleichsweise lieblos abgehandelt, dass die Masse der eigentlich hochgradig vielversprechenden Bösewichte doch arg verschwendet wird.

    batman-turtlesWir reden hier nicht von den aktuellen Versionen der jeweiligen Helden, aktuelle Ereignisse stehen hier also außen vor. Der Comic funktioniert als zeitloser Einzeltitel und das ist wohl auch gut so. Ich habe die 6 Issues umfassende Geschichte mit Genuss gelesen und hoffe sehr, dass es nicht das letzte gemeinsame Abenteuer dieser edlen Recken bleibt! Batman, wie wär’s mal mit einem kleinen Ausflug nach New York?

    Autor: James Tynion IV | Illustrationen: Freddie E. Williams II | Verlag: DC Comics / IDW Publishing / Panini | Format: 140 Seiten, Hard/Softcover | Bestellen

    turtles-batman-fazit2


  3. 21. September 2016 | Veröffentlicht unter Diverser Geekkram, Dreckiger Rest.

    10 Geekfantasien – und ihre ungeilen Realitäten

    Von

    Das ewige „On a Break-Team“ Ross und Rachel haben es vorgemacht: Geekige Sexfantasien halten nicht immer das, was sie versprechen. Doch nicht nur können sie in der Realität einfach nur unpassend und/oder verquer sein, nein, manche wäre für sich genommen auch noch ziemlich tödlich. Impericus (die holde Weiblichkeit von Slave Leia bis Sylvanas) und ich (die Mannsbilder von Spike bis zum Terminator) haben uns jeweils fünf jener populärer Fantasien und/oder Objekte der Versuchung angenommen und sie ein wenig ob ihrer realen Tauglichkeit hin geprüft.

    Enjoy. Oder eher: Run. RUN FOR YOUR LIFE!

    spike

    Spike – Sex in Zartbitter

    Die Fantasie: Kühl schmiegt sich seine Haut gegen die deine. Ein Schauer der Erwartung rieselt über deinen Körper, als du in seine lüsternen Augen blickst, das Aufblitzen des Mondlichtes auf seinen spitzen Zähnen siehst. Gleich, gleich wird er dich hart gegen die Wand pressen und dich zu der Einen machen, die ihn des Guten bekehren konnte. Ihn, das eigentliche Monster, gefährlich bis zur letzten blondierten Haarspitze. Gleich werdet ihr eins sein. Für immer!

    Die Risiken: Vegane Vampire sind, auch wenn es der Anfangsbuchstabe zu versprechen scheint, eher non-existent und selbst auf Tierblut Umgestiegene dürften rar gesät sein. Dass Spike ausgerechnet mit Dir Normalsterblichen eine Ausnahme macht ist daher dezent unwahrscheinlich. Ja, er könnte dir seine Zähne in die Haut rammen, doch dass sich dies auf einen zarten Liebesbiss beschränken würde dürfte ein Wunschtraum sein. Und selbst wenn er dich nicht als wandelnde Blutbar benutzt so gilt auch Folgendes zu beachten: Nekrophilie ist, mit Recht, eine Straftat. So ergibt sich derer drei Möglichkeiten: a) Ihr reitet frohlockend in den Sonnenaufgang (wobei statt deiner leider Spike endgültig das Zeitliche segnet). b) Er knuspert dich zu Tode. c) Du landest unter Umständen im Knast. Großartig.

    Realisierungsfaktor: ★★☆☆☆  2/5 – Ja, der Anfang könnte noch echt sexy sein. Bis er beißt. Und du heulst.

    Tödlichkeitsfaktor: ♥♥♥♥♡ 4/5 – Es sei denn, du heißt Buffy. Aber das dürfte unwahrscheinlich sein. Wenn doch: OMG, BUFFY, IT’S YOU! Please write me a message!

    stormiesStormtrooper – Weißeste Versuchung

    Die Fantasie: Du. Alleine in einer kargen Zelle tief, tief im Weltall. Er. Ein durch viele Schlachten gestählter Sturmtruppler. Seine Mission: Dich zum Imperator führen. Da gibt es nur ein Problem: Ihr findet euch vom ersten Blick an unglaublich scharf. Als er dich am Arm packt ist es keine Angst, die dich erschauern lässt, sondern erregte Erwartung. Und schon presst du deinen zitternden Leib gegen das blanke Weiß seiner Rüstung. Wer unter der Maske steckt ist dir egal solange er dir das geben kann, was du verdienst.

    Die Risiken: Naja: Du bist in einer Zelle gefangen und stehst Auge in Auge mit dem Feind. Das alleine ist schon ein dezent großer Risikofaktor. Zudem wird es wahrscheinlich mit einer Überwachungskamera aufgenommen und dein nackter Leib bald auf jedem intergalaktischen Phone von Alderaan bis Zeos ll zu sehen sein. Immerhin: Akut tödlich würde diese kurze Liaison vermutlich nicht verlaufen. Weiterer Bonuspunkt: Egal, wo er hinzielt – er wird stets statt dir die Wand treffen. Saubere Sache.

    Realisierungsfaktor: ★☆☆☆☆  1/5 – Ich bin mir ziemlich sicher, dass man in einer solchen Situation keine Lust auf ein erotisches Stelldichein hat.

    Tödlichkeitsfaktor: ♥♡♡♡♡ 1/5 – Ginge es um Red Shirts, wäre zumindest seine Tödlichkeit anzunehmen. So jedoch stirbt wohl keiner von euch beiden.

    daryl-dixonDaryl – Schießt verdammt scharf!

    Die Fantasie: Im Finster der Nacht sitzt du vor einer einsam vor sich hin brennenden Kerze, vor deren Flämmchen Staubkörner wie Feenstaub glitzern. Während draußen aus der Nacht lebensfernes Röcheln erklingt, ewiges Schlurfen und das leise Knacken von Zweigen, dort draußen Tod und Verderben lauert, bist du hier sicher. Mit dem Kopf auf Daryls Brust gebettet lauschst du seinem Herzschlag, spürst seine beruhigende Wärme. Eure Lippen finden sich, in Daryls starken Armen sinkst du hinein in zärtliche Wärme. Ihr seid zwei Lebende im Reich der Toten, die das Leben gebührend zu feiern wissen: Mit unbändiger Lust.

    Die Risiken: Wenn ihr euch vorher nicht gerade mit Sagrotan abgeduscht habt, dürfte es eine delikate Angelegenheit werden. An eurer Haut haftet der Duft des Todes, Daryl hat sich vermutlich seit Monaten keiner Intimwäsche mehr unterzogen und da Walker keine Läuse fressen, (obwohl… warum eigentlich nicht? Möglich!) werden sich die seinen vielleicht bald deinen Körper als neue Mietwohnung aussuchen. Allzu laut darf man seine Triebe in solch einer Welt auch nicht ausleben und ich bin mir nicht ganz sicher, ob Carol eine ernsthafte Rivalin neben sich erdulden wird.

    Realisierungsfaktor: ★★★★☆  4/5 – 6 Staffeln lang keinen Sex – vielleicht wirst du mit entsprechenden Avancen sogar Erfolg haben, wenn du nicht gerade verwest.

    Tödlichkeitsfaktor: ♥♥♡♡♡ 2/5 – Hier kann jeder sterben – doch Daryl macht es zumindest ein bisschen sicherer. (5/5, wenn du auf die Blumen guckst.)

    batmanBatman – Der sexy Ritter

    Die Fantasie: Irgendeine hochtrabende Champagner-Gala in Gotham City. Der Saal ist gefüllt von den wichtigsten Persönlichkeiten der Stadt. Doch all jene verstummen, als du deinen perfekt pedikürten und in einem stilechten Stiletto gehüllten Fuß auf die oberste Stufe der güldenen Treppe setzt, um den Saal mit deiner funkelnden Anwesenheit zu beehren. Alle sehen nur zu dir auf, du Juwel des Abends – und sehen dich von einem Schurken entführt. – Cut. – Kaum gerettet vor dem ätzenden Säurebad sinkst du, Juwel/Damsel in des Batmans Arme. Du hauchst ihm ein Danke ins Ohr, während dir sein männlich herber Duft in die Nase weht. Und hach, seine stahlharten Muskeln, wer braucht da schon Superman? Eben. Ihr versinkt in eure Arme und werdet erst gen Morgen wieder aus dem Taumel der Ekstase erwachen.

    Die Risiken: Wenn ihr nicht gerade von einer seiner zahlreichen Love Interests zerstückelt, angefahren, enthauptet oder bis zur Unkenntlichkeit zerkratzt werdet, ist es vielleicht auch einer der finst’ren Gesellen, die nicht nur ihn töten wollen, sondern im Affekt vielleicht auch dich. Noch wahrscheinlicher jedoch ist, dass hier das Taschentuch gezückt werden muss – allerdings nur aufgrund eines vorzeitigen Tränenergusses. Wer weiß, wann er wieder einmal an seine Eltern und sein hartes Schicksal denken muss? Noch viel mehr als deinen bebenden Busen braucht er wohl eine starke Schulter.

    Realisierungsfaktor: ★★★★☆  4/5 – Er kriegt sie alle, wenn er will. 5 Sterne, wenn du heiß aussiehst.

    Tödlichkeitsfaktor: ♥♥♡♡♡ 2/5 – Hüte dich vor seinen Gespielinnen!

    terminatorTerminator- Der harte Stahl

    Die Fantasie: Du hast es schon immer hart gewollt und was bietet sich da eher an als ein Mann aus Metall? Mit roher Gewalt packt er dich und doch bist du es, die in ihm den weichen Kern erweckt und in ihm einen Funken Menschlichkeit erweckst. Hach, Porno gemischt mit zartester Romantik – wie geil!

    Die Risiken: Wenn er durch die plötzliche Nässe nicht gerade einen Kurzschluss erleidet oder aufgrund von Überhitzung spontan explodiert und euch beide in Stücke reisst, scheint der Koitus mit ihm fast sicher. Fast – denn wer sagt, dass er dich nicht aus Versehen zerquetscht?

    Realisierungsfaktor: ☆☆☆☆☆  0/5 – Null. Es sei denn, du bist ein Toaster. Vielleicht findet er dich dann sexy.

    Tödlichkeitsfaktor: ♥♥♥♥♡ 4/5 – Aufgespießt. Gevierteilt. Zerschossen. Erhöht sich auf 5, wenn du Sarah heißt.

    leiaLeia – Die Sci-Fi Prinzessin

    Die Fantasie: Heißer Wüstensand peitscht gegen das Zelt. Die Sonne brennt während du es dir auf dem Diwan bequem gemacht hast. Prinzessin Leia wird von 2 Sturmtruppen hineingebracht. Natürlich trägt sie den bekannten, goldenen Bikini und das rote Tuch, das wie ein Hauch von Nichts ihre nackten Beine verhüllt. Gerade genug, um eurer Fantasie nur wenig Raum zur Interpretation zu lassen. Willig gibt sie sich euch hin…und zum Glück schaut auch Jabba nicht zu. Ihr seid allein mit eurer Sklavenprinzessin und die wilde Nacht beginnt. Die Nacht, in der sie endlich zur Frau wird.

    Die Risiken: Die werte Leia Organa ist liiert mit Han Solo und dessen Blaster ist ähnlich schnell wie sein loses Mundwerk. Auch Chewbacca möchte man völlig entblößt nur ungern Schamhaar an Körperhaar gegenüber stehen und Lukes Lichtschwert wird dem eurigen einen neuen Spitznamen geben: „Verbrannter Wurm“! Außerdem weiß Leia nicht nur mit den Waffen der Frau zu kämpfen, sondern hat schon Jabba mit eben jenen Ketten erwürgt, die zu ihrer Gefangenschaft dienlich sein sollten. Ihr werdet also entweder erwürgt, erschossen, zersäbelt oder…in Stücke gerissen.

    Realisierungsfaktor: ★☆☆☆☆ 1/5 – Leia wird ihr Skalvenoutfit nur ungern wieder anziehen und Han Solo und Co. Sind recht fix, wenn es darum geht Freunde und Geliebte zu retten. Einziger Pluspunkt: Han Solo und Leia sind Streithähne und so könnt ihr euch vielleicht dazwischen drängen. Aber eben nur sehr, sehr kurz.

    Tödlichkeitsfaktor: ♥♥♡♡♡  2/5 – Vielleicht werdet ihr auch nur in Karbonit eingefroren.

    poison-ivyPoison Ivy – Die Comicbraut

    Die Fantasie: Die Tropen; Schweiß rinnt euch von der Stirn. Ach was sage ich Stirn, Schweiß rinnt euch in Bächen vom Körper. Nicht nur wegen der extrem hohen Luftfeuchtigkeit und diesen merkwürdigen, leuchtenden, süß-betörend duftenden Knospen und Sporen, welche unheilvoll die Luft schwängern. Sondern auch, weil ihr euch voller Vorfreude in den exstatischen Wahnsinn treibt. Poison Ivy erscheint, ihr langes, wallendes Haar leuchtet in einem Rot, das jeden Rotlichtbezirk vor Neid verblassen lässt. Ihre üppigen Hüften schwingen, als sie betont feminin, wie die Verführerin, die sie ist, auf euch zuschreitet und sich langsam, peu á peu entblättert und ihre natürliche Schönheit euch übermannt. Der brennende erste Kuss ihres Schmollmunds benebelt euch die Sinne und ihr schwebt auf einer Woge des Glücks dahin, hinfort, während Ranken vielleicht noch Fesselspiele möglich machen.

    Die Risiken: Poison Ivy hat zunächst einmal eine manische Liebe für Pflanzen. Dann lange nichts, dann vielleicht Batman und physisch perfekte Männer (und Harleys) und dann einen Hass auf den Rest der Menschheit. Ich ordne euch jetzt einfach mal als „Rest der Menschheit“ ein. So wird es sich begeben, dass ihr entweder von kontrollierten Bäumen zertrampelt und zerquetscht werdet, von eben jenen Fesselranken in Stücke gerissen oder von ihrem Kuss um den letzten Verstand gebracht werdet. Poison Ivy ist zudem eine fähige Nahkampfspezialistin und hat selbst Batman schonmal in der animierten Serie besiegt. Eure Chancen, die Behausung dieser grünen Witwe lebendig zu verlassen könnt ihr euch somit an einer fingerlosen Hand abzählen.

    Realisierungsfaktor: ★★★★☆ 4/5 – Sie ist zuweilen schon ein wenig nymphomanisch und wenn ihr ein durchtrainierter Adonis seid kann ich euch nur grünes Licht geben. Wenn nicht sieht es ganz anders aus und eure Fortpflanzung darf bezweifelt werden.

    Tödlichkeitsfaktor: ♥♥♥♡♡  3/5 – Vielleicht rettet euch Batman, oder peinlicher… eventuell sogar Robin.

    friendship-is-magicMy Little Pony – Animalisches „Vergnügen“

    Die Fantasie: Hier muss ich leider ein wenig passen. Solche Aktivitäten mit kleinen Ponies haben mich bisher noch nicht einmal in meiner Fantasie besucht. Viele andere scheinen darüber aber doch den ein oder anderen Gedanken zu verlieren und die werten Bronies sind damit nicht alleine. Ein Chinesischer Hersteller hat auch eine aufblasbare Pony-Dame hergestellt, die für alles verfügbar ist. Sie sieht dabei auch klar wie Rainbow Dash aus. Aber vielleicht wollt ihr ja lieber Twilight Sparkle, Fluttershy oder ein wenig Cup Cake (wer sagt schon nein zu Cup Cakes, am I right?). Doch lieber Derpy? Die bringt auch direkt eine braune Tüte mit, falls notwendig. Vielleicht ist das ja so eine Zentauren Fantasie, allerdings dachte ich bislang, dass dies eher für Frauen interessant wäre. Ein Ausritt am Strand ist schließlich etwas sehr romantisches.

    Die Risiken: Ich denke ihr landet in der Anstalt. Wer junge Ponies so missbraucht gehört vermutlich eingetütet. Mein begrenztes Wissen zeigt mir zudem, dass diese magischen Wesen über extreme Kräfte verfügen. Twilight Sparkle kann sowohl teleportieren als auch in der Zeit reisen. Sie wird euch als Säugling dann einfach über den Haufen rennen oder auf Abolom 15 absetzen, direkt neben interstellaren Schwerverbrechern. Mit Rainbow Dash mögt ihr zunächst im siebten Himmel sein, aber der Fall ist tief und dank Supergeschwindigkeit wird sie euch in Stücke reiten. Höllenritt.

    Realisierungsfaktor: ☆☆☆☆☆ 0/5 – NULL. In Zahlen 0! Nada! Erotische Fantasien mit Comicpferdchen? Lieben, kleinen, niedlichen Pferdchen? Ich glaub es hackt. Wo ist diese Schandglocke von Game of Thrones, wenn ich sie dringend brauche? „Shame! Shame!“

    Tödlichkeitsfaktor: ♥♥♥♡♡  3/5 – Die sind einfach alle so treu-doof und nett, die lassen euch sicherlich am leben. Leider.

    red-sonja-13Red Sonja – Sword & Sorcery Barbarin

    Die Fantasie: Im blutigen Staub der Arena und nach hartem Kampf gegen die Gladiatoren des bösen Schergens winkt als Belohnung ein Stündchen mit der Kriegerprinzessin (schon wieder eine Prinzessin in einem Metalbikini) Lustvoll und hart wird es werden, tiefste ursprüngliche Instinkte auslebend. Lautes Stöhnen hallt vom archaischen Mauerwerk wider und der staubige Boden hüllt euch in einen Nebel der Lust.

    Die Risiken: Sonja hat für Männer wenig übrig. Scheint bei vielen rothaarigen Damen so zu sein. Sollte sie eine Belohnung sein könnt ihr davon ausgehen, dass sie alles, was greifbar ist zu einer tödlichen Waffe werden lässt und euch zur Not auch mit dem Staub oder eurem eigenen Geschlechtsteil töten könnte. Und das wird sie auch tun. Das Blut der Gladiatoren wird nicht das Einzige sein, aber eures sicherlich das Letzte auf diesem Liebesschlachtfeld. Dank unfassbarer Stärke und einem Leben aus Training und Kampf habt ihr Red Sonja auch rein gar nichts entgegenzusetzen. Außer einem letzten Wimmern und Schluchzen. So wird man sich an euch erinnern. Für wenige Sekunden.

    Realisierungsfaktor: ★☆☆☆☆ 1/5 – Vielleicht seid ihr ja ein Zauberer und könnt sie mit einem Liebestrank oder ähnlichem gefügig machen. Ansonsten sehe ich schwarz…oder blutrot.

    Tödlichkeitsfaktor: ♥♥♥♥♥  5/5 – Wenn ihr eure Hand nicht bei euch behaltet ist sie ab und andere Dinge auch.

     

    sylvanasSylvanas Windrunner – Die Spielherrin

    Die Fantasie: Eine alte verwitterte Ruine, überwuchert von Efeu und wilden Rosen. Der volle Mond tränkt die Nacht in ein silbernes Licht. Das Klirren von Rüstung durchdringt die Stille, als ihr Sylvanas von dem schweren Metall befreit. Ihr langes, weißes Haar bei Seite streichend entblößt ihr ihren Hals und ihre makellose kühle Haut, als das Feuer in euch die Kälte der Nacht entflammt. Ihre Augen lodern auf; Zorn, Leidenschaft, Wut, Verlangen. Alles wird eins als ihr über die Gräber taumelt und euch verliert bis ihr Sylvanas den Ruf der Todesfee entlockt.

    Die Risiken: Sylvanas gelüstet es nach Rache und mit Männern hatte sie bisher nicht viel Glück. Sie kontrolliert Armeen der Toten und schreckt nicht davor zurück, diese nach Belieben für ihre Zwecke zu nutzen. Diese Ruinen werden euer Grab werden. Zudem ist sie mit dem Bogen geradezu vortrefflich und geschickt, das selbst Legolas bleich werden würde. Ihr werdet es den beiden gleich tun und euer Leben lassen, entweder von den Horden zermalmt oder von Pfeilen gespickt. Aber mit etwas Glück werdet ihr als Zombie wieder wach. Morgen früh. Wenn Sylvanas will.

    Realisierungsfaktor: ★★★★★ 5/5 – … dass ihr als Zombie heil aus der Misere rauskommt.

    Tödlichkeitsfaktor: ♥♥♥♥♡  4/5 – Als Zombie geht man ja nie so ganz, ein kleines Stück von deinem Hirn bleibt hier.


  4. 7. April 2016 | Veröffentlicht unter Filme, Filmvorstellungen.

    [Gastbeitrag] Batman v Superman – Schuld und Sühne

    Von

    Die Passion des Clark Kent

    von Stefan Servos

     

    Vorsicht, kann Spuren von Spoilern enthalten.

    Nach den zahlreichen schlechten Reviews (u.a. der von Guddy [Anm.d.G.: Die gar nicht so schlecht war! Nur ein bisschen.]) habe ich schon das schlimmste befürchtet, vor allem da auch Snyders letzter Superman-Film mehr durch Inszenierung und Optik bestach, als durch raffinierte Handlung. Doch was Zack Snyder mit Batman v Superman auf die Leinwand gezaubert hat ist meines Erachtens nicht mehr oder weniger als ein kleines Meisterstück! Zack Snyder inszenierte den großen Kampf zwischen Mensch und Gott als Mischung aus griechischer Tragödie und Passion Jesu Christi. Das ist auch nicht unbedingt tiefgehend, aber voller aufrechtem Pathos und zugleich die älteste aller Mythologien: Die Verantwortung der Götter für die Sünden der Menschen.

    stations3-13Die Allegorie ist dabei manchmal subtil, meistens aber kaum zu übersehen, wenn einige Kameraeinstellung eindeutige Reminiszenzen an berühmte Gemälden oder Statuen von Michelangelo sind. Überhaupt drängen sich die Jesus-Parallelen auf. Alle 14 Stationen des Leidensweges Jesu werden Punkt für Punkt abgearbeitet, von dem Gerichtsprozess vor den römischen Hohepriestern, über der Begegnung mit seiner Ziehmutter, den weinenden Frauen, seiner Hinrichtung und dem zu Grabe tragen. Sogar die Heilige Lanze aus der Passionsgeschichte spielt eine entscheidendeRolle. Der Film hinterfragt den gesamten Heldenmythos und bildet damit eine angenehme Abwechslung zu den Marvel-Filme, die nur noch aus Kompromissen an den Mainstream zu bestehen scheinen und zunehmend oberflächlicher werden, was sie durch Comic-Relief auszugleichen versuchen. Batman v Superman ist wesentlich erwachsener, fordert den Zuschauer heraus und entwickelt sich im Verlauf zu einer tragisch-düsteren Oper.

    batman-v-superman-dawn-of-justice-darkseidÜberhaupt brilliert der Film durch den hohen Gehalt an moralischen Fragen und einer inhaltlicher Substanz, von der die meisten Marvel-Pendants nur träumen können. Dabei ist der eigentliche Plot raffiniert verwoben mit dem oberflächlichen Plot, denn natürlich geht es nicht wirklich um den Kampf von Gut gegen Böse, sondern darum, was einen Helden ausmacht und der daraus folgenden Erkenntnis, dass es keine Helden gibt. Ein Thema, mit dem Snyder sich schon bei Watchmen (vor allem mit Dr. Manhatten) eingehend beschäftigt hat. Daher ist die Besetzung von Bruce Waynes Vater mit Jeffrey Dean Morgan (Comedian aus Watchmen) durchaus als Augenzwinkern zu verstehen.

    „Wenn Gott allmächtig ist, dann ist er auch böse. Wenn er nicht böse ist, dann ist er nicht allmächtig“ – frei nach Lex Luthor

    Während Ironman, Hulk, Thor und Co. Städte einfach nur dem Boden gleich machen und echte Menschen höchstens als Statisten gehandelt werden, erlauben sich die Drehbuchautoren Chris Terrio und David S. Goyer von Batman v Superman das Gedankenspiel, wie die Menschheit tatsächlich auf das Auftauchen von Göttern reagieren würde und welche moralischen Verpflichtungen Macht (die laut Lex Luthor nie unschuldig sein kann) mit sich bringt. Auf der einen Seite Bruce Wayne, auf der ewigen Suche nach Katharsis nach dem Tod seiner Eltern, auf der anderen Seite Superman, der für die Sünden der Menschen ans Kreuz genagelt wird.

    In der Umsetzung wird dies durch das wunderbare Ensemble getragen. Wider aller Schmähung füllt Ben Affleck den Anzug des alternden Dark Knight perfekt aus. Und auch Henry Cavill als Erlöserfigur spielt stärker als je zuvor, wobei er starke Unterstützung durch Amy Adams als wunderbare Maria Magdalena erfährt. Über Jesse Eisenberg als wahnsinniger Lex Luthor (mit leichtem Overacting) lässt sich streiten, ich jedenfalls hatte große Freude an seinem Spiel. Und auch Gal Gadot ist als Diana Prince einfach nur hinreißend, wirkt nur im späteren Amazonen-Outfit leider etwas zu kostümiert. Dafür hat JUNKIE XL der Figur aber ein prächtiges musikalisches Leitmotiv verpasst. Herausragend auch Senatorin June Finch (großartig: Holly Hunter) in der Rolle des Pontius Pilatus, die Superman gegen ihren eigenen Willen zum Tode verurteilen muss.

    Batman v Superman

    Zack Snyder versteht es Emotionen, Gewalt, Details mit einer fast erotischen Ästhetik auf die Leinwand zu bringen. Die oft geäußerten Kritik, dass man dem vermeintlich konfusen Plot nicht folgen könne, kann ich in keiner Weise nachvollziehen. Ich persönlich fühlte mich in keinem Moment des Films irgendwie in der Handlung verloren. Ganz im Gegenteil hing ich an den Lippen der Charaktere und sog jedes noch so kleines Handlungsdetail in mich auf, um es zu zelebrieren. Dass surreale Traumsequenzen und Handlungssprünge manchen Zuschauer überfordern, ist kein Manko des Films, sondern das der Zuschauer, die gerne ganz in Marvelmanier alles schön vorgekaut präsentiert bekommen.

    batman-v-superman-dawn-of-justice-6-rcm0x1920uUnd Kritiker, denen es in dem Film am Humor mangelt, sollten sich fragen, warum auch der Kreuzweg Christi so humorlos inszeniert ist. Zugegeben, Batman v Superman ist nicht perfekt und hat durchaus auch die eine oder andere Schwäche, beispielsweise Plotholes, die sich einfach aus der Konstellation eines Kampfes zwischen Batman und Superman ergeben, vor allem durch die überstarke Macht des Letzteren. Aber das ist ein Problem, das alle Superman-Filme für mich haben. Und von denen, die in den letzten 60 Jahren inszeniert wurden, ist dies hier ohne Zweifel der beste. Es ist auch nicht Zack Snyders stärkster Film (das ist für mich Watchmen DC), aber er kann auf jeden Fall in der Top-Liga der Comic-Verfilmungen mitspielen.- Und das trotz der oft kritisierten Tatsache, dass eine entscheidende Handlungswendung durch einen reinen Zufall herbeigeführt wird. Ist nicht der Zufall oft auch Auslöser für die größten aller Geschichten? Dass er sich dramaturgisch Zeit lässt, rechne ich dem Film hoch an und hoffe inständig auf die Veröffentlichung eines Director‘s Cut, denn der wird dann einige der Punkte der zahlreichen Handlungsstränge hoffentlich noch einmal etwas vertiefen.

    Fazit:

    Mit Batman v Superman erlaubt sich Zack Snyder die Inszenierung einer tiefgehenden, monumentalen Oper, bei der manche Comicfans und Kritiker auf der Strecke bleiben, was aber nicht weiter schlimm ist, da sie nicht über meinen persönlichen Filmgenuss entscheiden.


    12966499_1150467771652949_2143804599_nStefan Servos, geboren 1975, entdeckte schon in Kindertagen seine Leidenschaft für das fantastische Genre. Er ist aktives Mitglied der Deutschen Tolkien Gesellschaft, spielt in seiner Freizeit „Dungeons & Dragons“ und geht regelmäßig auf Liverollenspiele. Neben seiner hauptberuflichen Arbeit als Fernsehredakteur (WDR, SWR, KABEL 1, RTL) schreibt der Diplom-Journalist regelmäßig für diverse Online- und Printmedien, unter anderem für das Magazin Geek!. Zudem hat er bereits Hintergrundbücher zu Filmen wie „Der Herr der Ringe“, „Troja“, „Alexander“ oder „Der Hobbit“ veröffentlicht. Persönlich trifft man den Betreiber diverser Fan-Websites, u.a. www.herr-der-ringe-film.de, vor allem als Vortragenden auf Conventions wie der RingCon oder der HobbitCon.


  5. 3. April 2016 | Veröffentlicht unter Filme, Filmvorstellungen.

    Batman V Superman: Yawn of Meh

    Von

    Wenn Lex Luthor seine Puppen alias Batman und Superman tanzen und gegeneinander antreten lässt, sollte das Stoff für einen grandiosen Kinofilm geben. Nacht vs Tag, grummelnder Griesgram vs Strahlemann, Spitzohren vs. Schmalzlocke! Kurz: Wunderbar! Zumindest in der Theorie. In der Praxis sieht das ganze eher so aus: [hier könnte eine intellektuell hochwertige Formulierung stehen. Tatsächlich ist es nur ein Link zum traurigsten Video, das das Internet zu bieten hat. Seriously.] Selbstverständlich habe ich mich von so was nicht beeinflussen lassen und bin selber ins Kino gegangen. Man will ja wissen, ob man eher Team Kritiker, oder Team Zuschauer ist! (Spoiler: Ich bin in Team Guddy.)

    Ich ging ins Kino… und war selten derart gelangweilt von einem Film. Die Verantwortlichen haben unheimlich viel falsch, jedoch auch einiges richtig gemacht, auch wenn Letzteres den Film als Erlebnis für mich nicht aufgewertet hat. Folgend eine kleine Ordnung meines Gedankenpotpourris – die keinesfalls so tief gehen soll wie eine ordentliche Rezension:

    Das Gute

    • Die Schauspieler

    Ben Affleck als Batman hat seine Sache ebenso gut gemacht wie Henry Cavill in der Rolle des Superman. Beide geben eine Darstellung des jeweiligen Helden, die zum einen ins Bild diverser Comics passt, zum anderen jedoch auch etwas Eigenständiges hat. Etwas, das zerbrechlich und angreifbar wirkt, was vor allen Dingen Superman zugute kommt. Man merkt beiden an, dass sie ihre eigenen Päckchen zu tragen haben, dass gerade Batman – offenbar auch durch den Verlust Robins vor einiger Zeit – mit sich und seiner Rolle hadert. Auch viele andere Rollen finde ich gut besetzt wie etwa Jesse Eisenberg als Lex Luthor, der zwar dezent jokeresk daherkommt, dafür jedoch sowohl für schauspielerische Glanzleistungen, als auch den dringend benötigten Humor sorgt und dem Charakter nette Facetten hinzu gibt. Einzig Jeremy Irons wird eher seinem Nachnamen, denn seinem Charakters gerecht: Mir persönlich war er nicht nur zu jung, sondern hat mich auch zu sehr an einen verkappten Iron Man erinnert.

    • Die Bilder

    Ich mag es düster. Hier war es teilweise zu lange und ausdauernd düster, doch schmälert das die Bildgewalt nicht. Einige Szenen waren wunderbar arrangiert und nahezu in Perfektion aufgenommen. Ich kann mich nicht erinnern, die Todesszene Batmans Eltern (Ja, ich weiß. Huge Spoiler. Wuwu.) jemals visuell derart ansprechend gesehen zu haben. Der Mix aus Zoom, Klarheit und verstörender Dunkelheit passt in vielen Momenten und wertet die einzelnen Szenen dadurch auf.

    • Superman

    Nicht nur die Darstellung, auch den Charakter selbst empfinde ich als sehr gelungen und vielschichtig umgesetzt. Den Konflikt, der sich hier aufgrund seiner vermeintlichen Göttlichkeit präsentiert, finde ich unglaublich interessant. Sehr schön finde ich die Szene, in der er deutlich resigniert in dem Gericht steht und nur den Kopf schütteln kann. Herrlich! Ich hätte fast gelacht!

    • Die Tiefgründigkeit

    Diesen Punkt kann ich dem Film nicht absprechen.

    • Der Abspann

    Weil Ende.

    superman

    Das Schlechte

    • Der fragmentierte Plot

    Den Plot empfand ich als derart fragmentiert, dass es mir schwer fiel, dem ganzen zu folgen. Vergangenheiten, nicht näher erläuterte Zeitsprünge, plötzliche Traumsequenzen, undefinierbare Sprünge – nicht, dass ich kein Herz für anspruchsvolle Filme hätte, doch wirkte es auf mich nicht anspruchsvoll, sondern recht willkürlich und schlichtweg mangelhaft umgesetzt. Es scheint, als wäre zu viel Plot vorhanden, der möglichst schnell abgearbeitet werden soll und das gerne auf Kosten des Verständnisses. Der Wille war größer als das fachliche Geschick.

    • Die Charaktere und deren Entwicklung

    Warum handeln die Charaktere, wie sie handeln? Warum ändert Batman nur aufgrund eines Namens derart seine Meinung, als habe jemand mit den Fingern geschnipst und damit ein paar seiner Synapsen verändert? Warum verspürt Lex einen derartigen, plötzlichen Hass auf Superman? Warum, warum, warum…? Zu viele Fragen bleiben offen, zu wenig wurde darauf gesetzt, die Charaktere plausibel agieren zu lassen, deren Handeln zu erläutern oder zumindest nachvollziehbar werden zu lassen. Auch hier wird zu viel angeschnitten, ohne dabei in die Tiefe zu gehen, zu viel Potential wird verschenkt.

    • Das Arrangement der Kampfszenen

    Gerade den Actionszenen mangelt es an Dynamik. Wenn ein Kampf in der Totale gezeigt wird, ohne auch nur einmal heranzuzoomen um zumindest die Illusion von Nähe sowohl zur Situation, als auch den Figuren zu erschaffen, dann wirkt das schnell langatmig. Auch realistischer, durchaus, doch die meisten Kämpfe sind schlichtweg langatmig, langsam und langweilig dargestellt, was durch die behäbig machende Ritterrüstung Batmans noch verstärkt wird. In den Kämpfen und Schlachten liegt kein Spaß, keine Leidenschaft, sie sind weder pointiert, noch in irgendeiner Form kurzweilig. So zieht sich leider auch der alles entscheidende Kampf am Ende derart zäh, dass ich Mühe hatte, die Augen offen zu halten.

    • Der Spannungsbogen

    Durch die Episodenhaftigkeit und die vielen inhaltlichen Wiederholungen der als besonders wichtig und atemberaubend deklarierten Szenen habe ich leider keinen ausgereiften Spannungsbogen gefunden. Immer dann, wenn ich dachte: „Jetzt gehts gleich los!“ flaute es schneller wieder ab als ich aus meinem körperlichen Tiefschlaf wieder erwachen konnte. Ein immer wiederkehrender Coitus Interruptus, der mich verständlicherweise recht unbefriedigt zurück ließ.

    • Die Ernsthaftigkeit

    Nochmal: Ich mag ernste, düstere Stoffe. Doch das hier war definitiv „too much“. Ohne Licht kein Schatten. Hier gab es kein Licht. Die einzigen, an Humor erinnernden Momente wurden von Lex kreiert. Der Rest schwappte in einer grauschwarzen Suppe aus Tristesse, die ich in diesem Fall nicht gut gemacht finde.

     

    Fazit

    Ich will und kann nicht mal sagen, dass der Film als ganzes schlecht ist. Er ist einfach nur un-glaub-lich langweilig und verschenkt sehr viel Potential.


  6. 7. März 2016 | Veröffentlicht unter Comics, Comicvorstellungen.

    Batgirl – Die neuen Abenteuer 1

    Von

    Genre: Superhelden / Teenie
    Autor: Cameron Stewart, Brenden Fletcher
    Illustratoren: Cameron Stewart, Babs Tarr, Irene Koh
    Erscheinungsform:  148 Seiten,  Softcover
    Enthält: Batgirl 35-40, Secret Origins 10 (I)
    Verlag: DC Comics / Panini Comics
    Leseprobe | Jetzt bestellen


    Überblick

    Barbara Gordon alias Batgirl ist in Gothams hippen Außenbezirk Burnside gezogen, um dort ein semi-neues Leben zu beginnen. Ein Brand, der ihre Ausrüstung vernichtet, zwingt sie zur Gestaltung eines neuen Kostüms, sie findet nicht nur neue Freunde, sondern scheinbar auch ein brandaktuelles Smartphone und schlägt sich fortan zum Glück nicht mehr mit dem Joker, dafür jedoch mit allerlei Kleinkriminalität herum. Als Batgirl, selbstverständlich, denn so ganz kann man alte Identitäten natürlich nie ablegen. Unterstützung kann sie von ihrer alten Kumpanin Black Canary leider nicht mehr erwarten, deren Freundschaft stark gelitten hat. Wird Batgirl es schaffen, die Freundschaft zu kitten? Welche gar fürchtbaren Schurken werden sich ihr in den Weg stellen? [Spoiler: Einer glitzert. Und nein, es ist kein Vampir.] Und in welch finstre Depressionen würde sie wohl stürzen, wenn ihr Handy verloren ginge?

    Im Zuge des DC’schen Rebootwahns und der unzähligen Umstylings hin zu jugendlicheren, realistischeren Versionen der Superhelden wurde auch Batgirl verändert. Zuvor stand sie unter anderem unter den Fittichen der großartigen Gail Simone, die leider, leider gegangen wurde. In diesem ersten Sammelband, der die ersten sechs Issues des Soft-Reboots und eine Geschichte der Secret Origins enthält, präsentiert sich die „neue“ Batgirl als hippe Stadtgöre, die neben dem Stress mit ihrer Doktorarbeit und Freunden auch mit Möchtegernkillern zu kämpfen hat.

    640


    Die Erzählung

    Angesprochen werden soll offensichtlich primär eine Zielgruppe: (Weibliche) Teenager, die sich mit Barbara und ihren vielfältigen Problemen im realen Leben identifizieren könnten. Ganz knapp gehöre ich nicht mehr zu dieser Zielgruppe, doch kann und will ich dem Comic daraus keinen Strick ziehen.

    Wir starten mit einer latent verkaterten Barbara, die nach einer durchzechten Party auf eine raubende Bande Kleinkrimineller aufmerksam wird und sogleich versucht, die Drahtzieher ausfindig zu machen. Was klingt wie eine etwas heroischere Version der TKKG weitet sich zumindest im Laufe der Zeit zu einem größeren Ganzen aus, das seine Kreise bis in Barbaras Gehirn und ihre Vergangenheit zieht. Wir erinnern uns: Im 1988 erschienenen „The Killing Joke“ von Alan Moore wurde Barbara vom Joker derart schwer verletzt, dass sie viele Comicjahre lang in den Rollstuhl gezwungen wurde und sie zum „Oracle“ machte. Dieses Trauma wurde hier mittlerweile überwunden.

    Dabei sind die Schurken, auf die sie trifft, für meine Begriffe sehr harmlos, handeln weniger intelligent als krude. Ich verstehe kaum, weshalb sie eine große Gefahr darstellen, dafür jedoch umso mehr, weshalb die Polizei Gothams ein Problem mit Batgirls Handeln hat. An mancher Stelle hakt die Erzählung und ist weniger konsequent als man es sich vielleicht erhofft. Insgesamt wirkt Batgirl weichgespült, kaum würdig, als „Superheldin“ betitelt zu werden. „Supergöre“ trifft es da tatsächlich besser. Die zahlreichen Probleme Barbaras sind allerdings plausibel dargestellt; insbesondere ihr Konflikt „Fame vs. heldenhaftes Helfen“ wird sehr schön herausgearbeitet und durch die Medien heutiger Zeit wunderbar unterstrichen.

    Definitiv am gelungensten ist die Dynamik innerhalb der Geschichte und den Charakteren, sowie die erzählerische Vielfalt. Die Erzählung wirkt frisch und auf das Lesepublikum zugeschnitten, lässt kaum Langeweile aufkommen und vertuscht teilweise sogar Plotlöcher, über die man beim ersten Lesen fröhlich hinweg liest. Die letzten beiden Parts des Sammelbandes schließlich entschädigen nochmal über die sehr seichten ersten Abschnitte.

    batgirl-38-panel-2


    Layout und Zeichnungen

    In zwei Worten: Abwechslungsreich und erfrischend.

    Die Farben knallen, die Zeichnungen passen sich dezent der jeweils aktuellen Stimmung an und gerade die Gestaltung der Panels sticht positiv hervor. Sei es die Art, wie Smartphones und mathematische Formeln eingegliedert werden, Barbaras Fähigkeit visualisiert wird, die Dynamik zwischen den Panels oder die Farbgebung: Es wirkt sehr gut durchdacht und ist spaßig anzusehen.

    Letzte Worte

    Mein persönlicher Fall ist das Soft Reboot nicht, da es mir wirklich zu jugendlich und trivial  in Bezug auf die Story ist. Ich denke jedoch, dass gerade – aber nicht ausschließlich – etwas jüngere Zeitgenossen ihren Spaß damit haben können. Optisch ist es hervorragend, inhaltlich hakt es.

    batgirl reboot


  7. 29. Januar 2016 | Veröffentlicht unter Dreckiger Rest, Real Life.

    Nerd Nite – Bier und Batman in Bilk

    Von

     

    Treffen sich ein Psychologe, ein Windturbinenspezialist, ein Feedbackjunkie und ein Batman-Geek… Was beginnt wie ein etwas zu lang geratener Flachwitz entpuppt sich als kleines Event im Herzen von Düsseldorf vermutlich von und definitiv für Nerds und Geeks.

    Einsam und alleine kam ich also am gestrigen Abend in Bilk an. Was ich wusste: Vier Nerds werden dort jeweils einen hoffentlich leidenschaftlichen Vortrag über ihr liebstes Thema halten. Um die wahrhaftige Identität Batmans sollte es gehen, um mein ehemaliges Studienfach Archäologie und um druckbare Windkraftanlagen für jedermann. Alles klar, dachte ich mir, folge ich also den – natürlich und ausschließlich, schließlich leben wir hier im Land der Klischees! – nerdbebrillten Fußgängern, die mir hoffentlich den Weg durch die mir feindlich gesinnte Stadt zeigen würden. Kaum im Boui Boui Bilk angekommen, bot sich mir ein freudiges Bild: Es gab Bier. Gut, eher: „Bier“, denn Kölsch fand der geneigte Biergenießer hier natürlich nicht. Die kleine Halle, frisch bestuhlt und von offenbar freudig erregten Menschen beseelt, gab den Blick auf die niedliche Bühne frei, auf der sich die vier Helden der Redekunst bald einfinden würden. Bühne frei für Rainer Stoff, der als Moderator durch den Abend führte und später den ein oder anderen spitzen Kommentar losließ. Noch jedoch zeigte er sich handzahm und präsentierte charmant den ersten Redner: Holger Prang.

    Dieser bricht das ohnehin bereits sehr dünne Eis mit unterhaltsamen Anekdoten seiner Jugend: Damals, als er in der Schule noch ein äußerst instabiles Windkraftanlägchen erstellt hatte, das man nicht nur ohne Unterlass festhalten musste, sondern sich auch im Kern als sehr widerspenstig herausstellte. Der mutige Herr Holger jedoch ließ sich nicht beirren und kann heute auf ein sehr spannendes, nützliches Projekt aufmerksam machen, nämlich auf den Airfling. Eine nahezu handliche Windturbine, die in der Herstellung erstaunlich wenig kostet und genau das auch als Ziel anbringt, schließlich soll es nicht nur strom erzeugen, sondern auch für Jedermann erschwinglich sein. Es gilt, Strom zu fernen Ländern zu bringen, dorthin, wo man ihn dringend benötigt. Darüberhinaus ist es mit dem 3D-Drucker ausdruckbar, der Download steht jederzeit kostenlos zur Verfügung. Spezialisten unter euch, die dem Prozess beiwohnen und ein wenig helfen wollen? 

    Kaum hatte ich mich an das Technische gewöhnt, wurde die erste Pause eingeläutet. Zwischen den einzelnen Vorträgen wird man dazu angeleitet, doch mit dem Moderator zu kickern, noch ein bisschen am Bierchen zu nippen oder sich auszutauschen. Sehr gerne, denn alleine macht das alles ja weniger Spaß! Ein Gesprächspartner wurde schnell gefunden, doch zu diesem später mehr.

    Nerd Nite Benjamin

    Benjamin Pieck, seines Zeichens Psychologe, plauderte über Selbst- und Fremdwahrnehmung, über illusionen und die Macht des Kaugummikauens und das derart unterhaltsam, dass ich fast aufgesprungen wäre, um mich für Psychologie einzuschreiben. Nach seinem Vortrag hätte er eigentlich mit dem Archäologen abklatschen müssen, leider wurde dieser jedoch relativ spontan durch Dirk Löffelbein ersetzt. Aber warum auch nicht, schließlich ist Kritik und Feedback, dessen er sich verschrieben hat, auch ein interessantes Gebiet. Zwar ist es keines, das ich unbedingt als „Nerd- oder Geekthema“ beschreiben würde, aber immerhin ist es eines, mit dem jeder in Berührung kommt.

    Auf das letzte Thema „Batman ist die wirkliche Identität und Bruce Wayne das Alter Ego“ freute ich mich persönlich sehr und war auch gar entzückt vom ersten Auftritt Yasemin Dingils, die mit ihrer Jokerjacke ein wirklich sehr schönes Bild abgab. Doch leider verzettelte sie sich im Laufe ihres Vortrages, der sich letztlich um ihre Fanliebe zu Batman drehte und eher wenig Tiefgang und dafür ein paar Fehlerchen bot. Dass Rainer in der Rolle des Moderators leider auch eher ihre deutlich spürbare Aufregung schürte und noch einen drauf setzte, indem er sie – meinem Empfinden nach – teilweise sogar bloßstellte, war da auch nicht gerade förderlich. Die Unruhe im Publikum war Feedback genug.Nerd Nite Yasemin

    Anhand des letzten Auftrittes merkte man sehr gut, dass hier nicht nur Profis auf der Bühne stehen. Gerade diesen Umstand finde ich sehr interessant und sympathisch, schließlich geht es um Leidenschaften, um Themen, die einen bewegen, um das vor Liebe schier berstende Nerdherz. Alle vier Vorträge fand ich auf ihre Art und Weise spannend und unterhaltsam, sodass ich mich sehr auf das nächste Mal freue: Voraussichtlich am 10. MärzNicht jedes Thema mag zunächst interessant erschienen, doch ist es die Vielfalt und der Blick auf von einem selber stiefmütterlich behandelte Themen, die den Horizont erweitern. Für die kommende Veranstaltung stehen die Themen noch nicht fest. Vielleicht traue ich mich ja selber, mich mit einem Thema zu bewerben. Derer gibt es schließlich genug!

    An dieser Stelle ein kurzer Exkurs zu dem netten Kerl, der mich aus meiner Einsamkeit erlöste und insbesondere auf das Projekt, das er nebenbei unterstützt: Viva con Agua. Diese gemeinnützige Organisation, die sich für den weltweiten Zugang zu sauberem Trinkwasser einsetzt, dafür Spenden sammelt und selber aktiv wird. Das werde ich mir definitiv auch nochmal näher ansehen.

    Die Nerd Nite war ein sehr lustiger Abend, den ich gerne wiederholen werde. Solltet ihr also bei einem der nächsten Termine zufällig im Lande sein, trifft man sich eventuell dort!

     

    Facebook | Website | Preis: 6€AK, 5€VK | Einlass: 19 Uhr | Beginn: 20 Uhr


  8. 3. Januar 2016 | Veröffentlicht unter Comics, Comicvorstellungen.

    Batman/Teenage Mutant Ninja Turtles #1

    Von

    Genre: Action, Superhelden
    Autor: James Tynion IV
    Ursprungsidee:
    Peter Laird, Kevin Eastman
    Illustratoren:
    Freddie E. Williams II
    Erscheinungsform: 
    32 Seiten,  Heftchen, mtl., 6-teilige Miniserie
    nächste Ausgabe: 13.01.2016
    Verlag: DC Comics / IDW Publishing Sammelband bei Amazon vorbestellen


    Das erste offizielle Zusammentreffen von Turtles und Batman gestaltet sich etwas schwierig: Mit der Annahme, der jeweils andere sei ein gar fürchtbarer Feind. Dank eines perfiden Plans des possierlichen Krang landen nicht nur die Turtles, sondern ausgerechnet auch Shredder samt Foot Clan in einer anderen Dimension und einer anderen Stadt, namentlich Gotham City. Dort mischen sie ein Labor auf und entwenden aus sicher sehr heroischen Gründen einen wichtigen Generator, der in den falschen Händen Grausames anrichten kann. Prompt werden sie vom überlebenden Laborpersonal als Monster und Kumpanen der Foots identifiziert. Und wen kann man in solch einem Fall besser gebrauchen als den dunklen Rächer?

    image26

    Was klingt wie ein wahr gewordener Traum der Kinder der 80er und 90er, ist auch tatsächlich und erstaunlich unterhaltsam. Wir finden hier zwar kein spritziges Sammelsurium an Kuriositäten wieder, dafür jedoch den kurzweiligen Auftakt einer doch recht düster gezeichneten Geschichte, in der sich Batman und die Turtles im ersten Augenblick alles andere als grün sind. Wer kann es Batman auch verdenken, wirken doch zumindest die Turtles nicht gerade wie die freundlichen Schildkröten aus der Nachbarschaft. Unnötige Zeit wird nicht auf die Vorstellung der einzelnen Charaktere verschwendet, die Kenntnis wird als gegeben vorausgesetzt.

    Dabei harmonieren Batman mit seinem Gotham und die Turtles ausgesprochen gut miteinander, die beiden Welten werden gekonnt zu einer verknüpft, was nicht unpassend oder erzwungen wirkt. Unterstützt wird dieser Eindruck natürlich von den Zeichnungen, die sowohl den Charakter der finster dreinblickenden Fledermaus, als auch die Atmosphäre der Turtles-Comics einzufangen vermögen. Hier mangelt es zwar manchmal an räumlicher Tiefe, die Figuren wirken teilweise überdimensioniert, doch insgesamt ist es ein sehr runder Eindruck, der von der Coloration unterstützt wird.

    Screen_Shot_2015-12-09_at_11.34.24_AM.0Sowohl zwischen den Zeilen, als auch im direkten Dialog zünden die Gags, die einerseits auf der Metaebene stattfinden und andererseits in den Charakteren begründet liegen, die ebenso gut getroffen sind wie die Optik derer. Wenn Donatello einen leicht philosophisch angehauchten Monolog über seine Heimatstadt hält, horcht das Fanherz auf, wenn Michelangelo sein Videospiel in Trümmern sieht, weint es ein bisschen mit und selbst Alfred und das – zugegebenermaßen sehr gewöhnungsbedürftig anmutende – Batmobil bekommen ihre Momente.

    Das Crossover an sich wird durch zwei Kämpfe schön verdeutlicht: Während sich Batman gegen die Foots behaupten muss und dabei einen ersten, ehrfurchtsgebietenden Blick auf Shredder werfen kann, mühen sich andernorts die Turtles mit dem Killer Croc ab. Die Kämpfe an sich sind nett anzusehen, gehen jedoch nicht zu sehr ins Detail.

    Wir reden hier nicht von den aktuellen Versionen der jeweiligen Helden, aktuelle Ereignisse stehen hier also außen vor. Der Comic funktioniert als zeitloser Einzeltitel und das ist wohl auch gut so. Die erste Ausgabe bildet den Auftakt zu einer sechsteiligen Serie, die monatlich erscheinen wird und zeigt einen guten Start, der eine gute Reihe verspricht. Ich bin definitiv gespannt darauf, wie die Turtles und Batman tatsächlich miteinander agieren werden.

     

    TurtlesBatman


  9. 12. Oktober 2015 | Veröffentlicht unter Comics, rund um Comics.

    „Wer rockt härter: Batman oder Superman?“ Endlich geklärt!

    Von

    Dieser Kampf ist älter als jener zwischen David gegen Goliath, härter als der zwischen Cylonen und Menschen und tragischer als das Verhältnis zwischen Dr. Cox und J.D.: Batman vs. Superman.

    Während es mir persönlich schon seit Jahrhunderten klar ist (It’s Batman.) bekämpfen sich die Anhänger der wandelnden Fledermaus mit jenen der omnipotenten Schmalzlocke mit leidenschaftlicher Inbrunst.

    Auch Kerry Callen hat sich mit dieser weltbewegenden Thematik beschäftigt und eine Lösung entwickelt, die eines Einsteins würdig wäre: Er hat die Cover der beiden Helden genommen und den jeweils anderen durch den Battlepartner ersetzt. Wo einst Superman seine Frisur korrigierte, darf nun Batman grummeln und umgekehrt.

    For decades, fans have argued who is the better superhero, Superman or Batman. It recently occurred to me that the best way to determine this is to see how they’d fare if one replaced the other on their comic covers. Will one fare better than the other? This should decide once and for all who’s superior! I selected six covers and then created six alternative images.

    Ein idiotensicheres System! Nur: Wer wird tatsächlich gewinnen? Das forscht ihr am besten in Callens Blogartikel nach. Meine Lieblingsbilder habe ich hier angefügt.

    Guckt euch nur mal Banes Gesichtsausdruck an! Herzallerliebst! ♥

    batman vs superman 4batman vs superman 2batman vs superman 3


  10. 4. September 2015 | Veröffentlicht unter Comics, Comicvorstellungen.

    Harley Quinn: Mad Love

    Von

    Genre: Superschurken
    Autoren:
    Paul Dini, Bruce Timm, Kelley Puckett
    Illustrator:
    Bruce Timm, Mike Parobeck
    Erscheinungsform: 
    180 Seiten,  Softcover
    Enthält: Batman Adv.: Mad Love 1, Batman: Harley and Ivy 1-3, Batman Adv.: 12
    Verlag: Panini
    Leseprobe | Für 16,99 bestellen


    Inhalt

    Die für die Animationsserie „Batman: The Animated Series“ Anfang der 90er erschaffene Antagonistin Harley Quinn erhielt ihren Comicauftritt in „Batman Adventure: 12“. Diese Geschichte ist in diesem Sammelband ebenso enthalten wie „Mad Love 1“, das die etwas krude Entstehung der Figur „Harley Quinn“ herausarbeitet und die Miniserie „Harley and Ivy“, in der, wer hätte es bloß gedacht, Harley gemeinsame Sache mit Poison Ivy macht.

    Während die beiden anderen Geschichten eher schmückendes Beiwerk sind, ist es vor allem Mad Love, dem ein besonderer Blick gebührt: Hier wird die junge Psychologin Dr. Harleen Frances Quinzel nicht nur zur allseits bekannten Harley Quinn, sondern man erhält auch einen deutlicheren Blick auf sie als Person.

    Kritik

    Ich hatte es bereits angedeutet: Sowohl „Harley und Ivy“, als auch „Batman Adventure:12“ sind für mich weder Meilensteine, noch sonstwie bedeutend. Harley verkommt hier zum kleinen Mädchen, das eher stört, als der Gangstergemeinde wirklich nützlich zu sein. Natürlich: Dies gehört zu ihr, doch vermisse ich dort jeglichen Tiefgang oder weitere Eindrücke von ihr, die über diese eine Eigenschaft hinweg gehen. Immerhin: In der Miniserie mit Poison Ivy ist ein wenig mehr Humor enthalten und insbesondere ihrer beider Ausflug gen Hollywood ist zumindest einen kleinen Blick wert. Aber sonderlich spannend: Nein, nicht wirklich.

    Dass Harley eher ein Hascherl ist, wird auch in Mad Love deutlich. Frau Dr. Quinzel wird im Arkham Asylum eingestellt, wo die besonders gefährlichen und abstrusen Verbrecher ihr Dasein fristen. Sie nimmt sich dem Joker an – und verfällt wenig später seinem ganz besonderen Charme und seiner Raffinesse. Schnell stellt sie sich ganz auf ihn ein, ihr Herz gebührt nur ihm. An sich genommen ist ihr Verhalten an sich bereits ein interessantes, psychologisches Phänomen. Zuletzt benutzt der Joker sie als eine Art Ausbruchsinstrument und verpflichtet sie hernach als persönliche Assistentin.

    „Hascherl“ ist vielleicht zu böse ausgedrückt, schließlich hat Harley noch immer einen mehr oder minder eigenen Willen. Dennoch ist mir das Lesen dieser Geschichte unangenehm. Ich wünschte mir Harley stärker, in früheren Comics funktioniert sie als Sidekick oder hier nur in Verbindung mit dem Joker. Nicht, dass ich ausschließlich starke Frauen bräuchte – das fände ich reichlich langweilig. Aber… es ist Harley!

    Diese Sammlung früherer Stories rund um Harley beleuchten ihren Charakter auf jeden Fall, ohne ihn zu sezieren. Es ist ein interessanter Einblick, auf den man verzichten kann, aber nicht muss.


  11. 25. April 2015 | Veröffentlicht unter Filme, rund um Filme.

    Jared Letos Joker

    Von

    In einem Tweet wurde die neue Optik des Jokers für den 2016 erscheinenden Schurkenparty-Film Suicide Squad offenbart. Die Fans waren nicht unbedingt amused, denn der Look ähnelt eher einem coolen Gangster, denn dem Joker. Dem Ledger-Joker, wohlgemerkt, denn das ist die Latte, an die vermutlich alle kommenden Joker gemessen werden. Leider, denn Ledgers Interpretation des grinsenden Bösewichts ist nur eine unter vielen.

    Dabei ist der Leto-Joker momentan auch nicht das, was ich mir unter dem Joker vorstelle. Er wirkt zu schön. Der Körper: gemeisselt. Der Haaransatz: jugendlich frisch. Die Haut: welche Creme benutzt er bloß, die will ich auch! [Psst. Gibt’s bei Photoshop] Dabei ähnelt das Bild im Groben Alan Moores The Killing Joke. Die Komposition ist deutlich daran angelehnt, auch zeigen die in geduldigster Sorgfalt gefertigten  Tätowierungen einige Anlehnungen an diverse Comics und deren Cover.

    Ich kann mich gut daran erinnern, was die Leute damals nach Heath Ledgers ersten Bildern gesagt haben und wittere genau diese ablehnende Haltung nun auch hier. Letztlich ist es nur ein Foto unter vielen, das erste unter vielen. Möglich, dass die sauberen Tätowierungen auch nur die Charakteristika des Jokers aufzeigen sollen und gar nicht wirklich auf dem Körper zu sehen sein werden.

    Zu clean ist er mir dennoch. Ich habe ihn mal so bearbeitet, wie ich es ganz nett finden würde. Die Hahahas wären hier nur in die Haut geritzt, um den Wahnsinn zu akzentuieren. Hach ja. Das wär für mich ein Traum…

    joker

    Und was denkt ihr über ihn?


  12. 27. Oktober 2014 | Veröffentlicht unter Comics, rund um Comics.

    Batman: Es nippelt wieder!

    Von

    Joel Schumacher, jener Amerikaner, der sowohl bei Batman Forever, als auch Batman&Robin (Schwarzenegger als ominöser Kühlschrank) Regie geführt und uns die nippelbewehrten, heiß diskutierten Kostüme geschenkt hat, wird weiter an seiner Version des Fledermausmannes arbeiten. Jener Regisseur also, der vieler Leute Meinung nach den Batman der 90er zerstört hat. Immerhin hat er sich vor einigen Jahren dafür entschuldigt, die Fans enttäuscht zu haben.

    Wait. Ist nun also ein weiterer Batmanfilm Joel Schumachers in Planung? Nicht ganz. Es handelt sich vielmehr um einen zwölf Ausgaben umfassenden Comic, der vom einstigen Regisseur geschrieben und von Dustin Nguyen gezeichnet werden soll. Die Comicreihe wird voraussichtlich die Story des für ’99 geplanten – und aufgrund der Reaktionen fallen gelassenen – Sequels von Batman&Robin umfassen, die den Titel Batman Triumphant trägt und dessen Script von Mark Protosevich geschrieben wurde.

    Hauptantagonist sollte Scarecrow sein, während Harley Quinn als Tochter des Jokers nach Rache sinnt. Eigentlich gar keine so schlechte Ausgangslage, zumal damals wohl unter anderem EwanMcGregor als Scarecrow in Erwägung gezogen wurde. Die erwartete Anheuerung Madonnas als Harley Quinn jedoch… lasse ich kommentarlos so mal stehen.

    Nun wird es ohnehin ein Comic und kein Film, Schauspieler (oder Popsänger) müssen also gar nicht erst gecastet werden. Und, unter uns gesagt: Ich mochte Batman&Robin, dessen „Sillyness“ und das Comichafte. Ja, wirklich. Das ist einer meiner vielen Guilty Pleasures. Daher freue ich mich, dass nun zumindest in Comicform am Sequel gearbeitet wird! Ernsthaft. Ob die fertige Fassung nun Nippel beinhalten wird, bleibt freilich abzuwarten.

    (via)


  13. 4. Oktober 2014 | Veröffentlicht unter Comics, Comicvorstellungen.

    6 Seiten des „neuen“ Batgirls

    Von

    Mit dem Umzug Barbara Gordons aka Batgirl nach Burnside, einem Stadtteil von Gotham City, wird nun das „Soft-Reboot“ der Batgirl Serie begründet das mit Issue #35 nächste Woche an den Start gehen wird.

    She’s leaving it [Gothams Darkness etc.] all behind her. We really wanted to make this a book with a light tone, of fun and adventure and mystery, and let the rest of the Bat-family deal with the darkness. She’s got problems, and conflict, and enemies to fight, but our priority was to make this a really fun, rollicking read.

    Und genau so sieht es aus. Fern jeglicher Gotham-Melancholie hüpft Barbara Gordon durch die quietschbunte Stadt. Ihr Ziel: Miete bezahlen, Hangover überwinden und nebenbei für Gerechtigkeit sorgen. Der Zeichenstil ist ebenso jugendlich-modern wie der Einsatz von Smartphones und ihr Kostüm. Das wurde, ebenso wie die Prämisse des Comics, bereits im Juli vorgestellt und scheint bequemer zu sein als herkömmliche Kostümchen von Superheldinnen, bei denen man nach jedem Kampf Brüste, Strings und Arschbacken zurecht rücken muss.Oder zumindest müsste. Denn die Superheldin an sich benutzt offensichtlich ohnehin doppelseitiges Klebeband und/oder Sekundenkleber.

    Wie auch immer: Ich war gespannt auf dieses „Reboot“, doch gerade die ersten sechs Seiten wirken eher wie ein Comic für Teenager. Eine Mischung aus Buffy und W.i.t.c.h.? Werde das mal im Comicladen meines Vertrauens durchblättern, wenn ich ohnehin mal zufällig dort bin. Und was haltet ihr von dieser preview?

    Lies hier die ersten 6 Seiten


  14. 11. April 2014 | Veröffentlicht unter Comics, rund um Comics.

    Batman: Strange Days

    Von

    Vor 75 Jahren erschien der erste Batman Comic. Grund genug, zu feiern und dem Fledermaushelden zu huldigen. Natürlich gibt sich auch Namensvetter Bruce Timm die Ehre, seines Zeichens Designer, Autor und Regisseur diverser Heldenserien inklusive Batman: The Animated Series.

    Mit „Batman: Strange Days“ ist ihm ein schönes Minifilmchen gelungen, das nicht nur grafisch angenehm „back to the roots“ geht, sondern Batman auch mit einem seiner frühesten Antagonisten zusammenführt: Dr. Hugo Strange.


  15. 22. Februar 2014 | Veröffentlicht unter Comics, rund um Comics.

    Batman vs. Joker – mal anders

    Von

    Wie viele gute Batman vs. Joker Bilder gibt es? Fünfzig? Hundert? Das, was ich nun bei den Daily Deviations auf DeviantArt gesehen habe, ist definitiv eines der besten dieser Art. Im mittelalterlich-mystischen Setting angesiedelt, hat dieses Bild von der Singapurerin „Sandara“ meine Fantasie beflügelt. Benutzt der Joker-Drache die ihn umgebenen, grinsenden Ritter als Marionetten? Natürlich. Wie verbreitet diese Kreatur den Wahnsinn, der den Joker schließlich auszeichnet? Und wie verdammt soll der nur mit einem Speer bewaffnete Batman dieses gigantische Monster besiegen?!

    Für mich sah der Joker noch nie furchteinflößender aus. Natürlich folge ich nun nicht nur Sandaras DeviantArt-Profil, sondern werde auch ihren Kindern und Kindeskindern folgen! Muhahaha! Ehm ja.

    Hier geht’s zu Sandaras DeviantArt-Profil


  16. 18. Januar 2014 | Veröffentlicht unter Comics, rund um Comics.

    Mittelalterliche Joker-Rüstung

    Von

    Ja, ich hab’s zur Zeit mit „Medieval XY“, aber es ist auch einfach großartig!

    Dieses Mal möchte ich euch diese Lederrüstung präsentieren, die, wie man unschwer erkennen kann, den batmanschen Joker portraitiert. Vom Helm bis zur Fußspitze wurde mit viel Sinn für die Details eine funktionstüchtige Rüstung geschaffen, die sich definitiv sehen lassen kann. Vielleicht hat jemand von euch bereits den mittelalterlichen Batman von derselben Rüstungswerkbank gesehen. Hier kann man übrigens ein paar WIPs der Jokerrüstung begutachten.

    Diese „Rüstungswerkbank“ nennt sich „Prince Armory„, besteht seit 2007 und versteht sich als kreative Werkstatt für individuelle Rüstungen. Jedem Auftraggeber ein Unikat. Kopf des Ganzen ist der US-Amerikaner Samuel Lee, der bereits eine beachtliche Kollektion an Rüstungen zusammengestellt hat. Aquaman, Loki, Sylvanas Windrunner – einige Figuren, denen eine Lederrüstung verpasst worden ist. Ein Blick in die Galerien lohnt sich definitiv!

    DeviantArt | Facebook | Website | Commission Info

    1404816_10151739732936439_1515020677_omedieval_joker_leather_helmet_by_azmal-d6urxajmedieval_joker_leather_armor_by_azmal-d72nxaaleather_medieval_joker_armor_preview_by_azmal-d72m8b0


  17. 7. Januar 2014 | Veröffentlicht unter Comics, Comicvorstellungen.

    Harley Quinn #0

    Von

    Amanda Conner und Jimmy Palmiotti starten als verheiratetes Autorenduo endlich wieder eine Serie rund um Harley Quinn. Zeichner der Reihe ist, zumindest bis zur im März in den USA erscheinenden Nummer #4, Chad Hardin. Die Nummer #0 wird außer der Reihe von 17 namhaften Zeichnern bearbeitet, unter anderem Bruce Timm und Scott Williams. Aktuell habe ich lediglich diesen Auftakt mit der dubiosen Nummer #0 vorliegen. Warum eigentlich #0? Das erklärt sich schnell:

    Die eigentliche Story wird noch nicht angerissen, hier zeigt sich stattdessen eine episodenhafte Pseudogeschichte rund um die Dame mit amourösem Hang zum Joker, in der sie sich fragt, wie sie aussähe und was sie täte, wenn sie eine Comicfigur wäre. Dabei springt sie nicht nur von Künstler zu Künstler, sondern kommuniziert auch mit ihren beiden Autoren und dem Leser. Verrückt? Ja. Und es macht Spaß!


    harleyVon jedem der 17 beteiligten Zeichnern wird sie Seite für Seite jeweils in ein anderes Setting versetzt, in dem sie entsprechend agiert und dabei teils bissige, teils freundliche Kommentare über den jeweiligen Künstler vom Stapel lässt, die natürlich von diversen Insidern gespickt sind. Die Zeichenstile werden auf’s Korn genommen wie etwa das Fehlen eines ausgefeilten Hintergrundes bei Simonsons (Thor) Werken oder die Niedlichkeit bei Art Baltazar (Tiny Titans) und es findet sich auch ein Wiedersehen mit Batman in einer in einem anderen Comic (Hush) bereits bekannten und hier somit hübsch referenzierten Szene.

    Eine Seite wurde einem „Newcomer“ reserviert: ein Wettbewerb war ausgeschrieben worden, in dem die teilnehmenden Künstler Harley Quinn in diversen Suizidmomenten und letztlich nackt in der Badewanne und von Toastern umgeben hatten zeichnen sollen. Es folgte nicht nur Protest aufgrund des erwarteten Themas, sondern letztlich auch ein Sieger, Jeremy Roberts, dessen Seite sich nicht hinter denen der renommierten Künstler zu verstecken braucht.

    Der Comic ist ein sehr kurzweiliger, Dank der vielen Erzählebenen ungewöhnlicher One Shot, der Lust auf die eigentliche Serie macht. Der Rundumschlag durch die Zeichnerlandschaft ist gelungen, gerade da sich die einzelnen Mitwirkenden nicht sonderlich ernst nehmen. Am Schluss bekommen auch die beiden Autoren ihren sehr sympathischen „Cameo-Auftritt“.

    Lesen!

      IMG_0096

     


  18. 16. November 2013 | Veröffentlicht unter Offtopic, Real Life.

    Krebskrankes Kind rettet San Francisco – als Batkid

    Von

    Ja, es ist bereits jetzt in aller Munde, aber das kann ich einfach auch hier nicht unerwähnt lassen! Der 5-jährige Miles Scott leidet in Remission an Leukämie. Sein größter Wunsch: einmal Batman sein. Die Make-A-Wish-Stiftung nahm sich dieses Wunsches an und schaffte es Dank des viralen Internets, die halbe Stadt San Francisco in ihre Pläne einzubinden, um Miles‘ Wunsch in epischer Breite zu erfüllen.


  19. 4. April 2013 | Veröffentlicht unter Allgemein, Diverser Geekkram, Dreckiger Rest.

    „Forbes Fictional 15“ Die reichsten Fantasiegestalten

    Von

    Dass das Forbes Magazin (fast) jedes Jahr die reichsten Menschen der Welt benennt und in eine Liste zwängt, ist bekannt. Dass sie seit 2005 auch für fiktionale Charaktere eine solche Liste erstellen, war mir zumindest völlig neu – und das ist ein Unding, schließlich trifft man dort alte Bekannte wie Tony Stark und Bruce Wayne – und, bitte, wenn ich als Batman schon auf der Liste auftauche, warum ist sie dann so an mir vorbei gegangen? Sei es wie es sei, ich finde es unglaublich interessant, wie viel die schmucken Damen und Herren so besitzen. Dabei ermittelt das Forbes Magazin nicht nur das tatsächliche Geld, sondern auch den Wert der Besitztümer, bedenkt den jeweils aktuellen Rohstoffindex und sonstige Investitionen.

    Die Liste aus dem Jahre 2012 setzt sich wie folgt zusammen:


  20. 11. Januar 2013 | Veröffentlicht unter Allgemein.

    Petalumas RL-Batman

    Von

    Batman hat seine Villa in Gotham City verlassen und sein neues Reich in Petaluma, einer nordkalifornischen Kleinstadt, bezogen.

    Die Rede ist natürlich nicht von DCs Läderlappen, sondern von einem 19-jährigen Collegestudenten, der des nachts in seine selbst kreierte Batmankluft schlüpft und die Straßen abflügt. Zum einen, um Präsenz zu zeigen und zum anderen, um den Leuten zu verdeutlichen, dass „jeder den Unterschied machen kann“. Er selber ist von schmaler, ungefährlicher Gestalt. Dabei ist er jedoch nicht mit den bekannten Real Life Superheros vergleichbar, denn sein Ziel ist es nicht, selber Justiz zu üben und Verbrecher zu ertappen und zu stellen – wenn er etwas beobachtet, leitet er es an die entsprechenden Stellen weiter, denen er vollstes Vertrauen gegenüberbringt und ihnen keineswegs ins Handwerk pfuschen möchte.