1. 27. Oktober 2016 | Veröffentlicht unter Bücher, rund um Bücher.

    „Welches Buch hat dich in letzter Zeit beeindruckt?“

    Von

    Ein paar nette Besucher der Buchmesse haben wir gefragt: „Nennen Sie ein Buch, das Sie in letzter Zeit besonders beeindruckt hat“.

    Herausgekommen ist eine hübsche Auswahl aktueller, aber auch etwas älterer Bücher, die in diversen Genres zu Hause sind und sicherlich ihre Daseinsberechtigung haben. Nachgeprüft habe ich das noch nicht, doch werde ich das zumindest bei ein paar der Teilchen machen. Vielleicht ist ja auch was für euch dabei – oder, noch wichtiger: Erzählt doch mal, welches Buch euch in letzter Zeit beeindruckt hat. Das muss kein aktuelles Buch sein, nicht einmal eines, das zu euren Lieblingsbüchern zählt. Hauptsache, ihr habt beim Lesen gedacht: „Wow!“

    Per Mouseover könnt ihr natürlich auch die Gründe nachlesen.

     


  2. 20. März 2016 | Veröffentlicht unter Bücher, Buchmesse, Buchmesse '16, Messen&Conventions.

    Impressionen von der Leipziger Buchmesse ’16

    Von

    Frisch aus dem ICE geplumpst mache ich mich am Donnerstagnachmittag mit dem gefühlt 100kg schweren Gepäck auf zur Buchmesse. Was ich erwarte: Teeschlürfende Intellektuelle, die sich auf kaum verständlichem Sprachniveau über die feinsten Geister der literarischen Welt unterhalten, tiefenentspannte Besucher, die lesend durch die Gänge schlurfen und Bücher, Bücher, Bücher. Und glaubt mir – da ich die gamescom, die ich übrigens sehr mag, gewohnt bin wirkt die Buchmesse die meisten Zeit auch genau so auf mich. Obwohl ich der Fairness halber auch erwähnen muss, dass das alles eine Frage der Relation ist.

    Doch zuerst komme ich in Halle 1 an, der Mangahölle. Es ist dieser eine Moment – mein Fuß tritt über die Schwelle hinein in eine Lache aus vergossenen Mangamädchentränen und meine Ohren versinken im zarten Dummdumm des verkaufsfördernden Basses – der mich zweifeln lässt. Bin ich hier richtig? Oder doch versehentlich durch Zeit und Raum zur RPC gereist? Ich blicke auf einen penetranten Reigen aus Verkaufsständen: Manga, Figuren, Shirts, wohin das Auge reicht. Irgendwo, so weiß oder vielmehr ahne ich, müssen sie doch sein, die Bücher. Oder zumindest Comics! Ich hieve meine alternde Seele zum Stand mit den Splittercomics und lade meinen piepsenden, von der ewigen Zugfahrt gebeutelten Akku auf, indem ich mich am Blut und Gedärm der gezeichneten Comicseiten ergötze. Dort treffe ich auf einen kleinen Jungen, vielleicht 8 oder 9, der konzentriert in einem Elfquestband blättert. Ich bin schier begeistert und frage ihn, ob ihm Elfquest gefällt. Ich hätte nicht fragen sollen.

    Frei nach „Junge den ich vergessen habe nach dem Namen zu fragen“(~8): „Ne, ich finde das irgendwie doof. Da sind ja gar keine Farben drin und alles ist nur schwarz weiß. Die reden die ganze Zeit auch nur. Ich warte eigentlich nur auf meine Mama. Außerdem ist das Mädchenkram und Elfen sind zu kindisch.“

    Federica de CescoKindischer Mädchenkram?! Empört blättere ich vor zu den Seiten, in denen sich die Elfen nach einer exzessiven Partnertausch-Sexorgie bald blutend im Schnee wiederfinden – doch der Blick seiner Mutter lässt mich mitten im Blättern innehalten und den unschuldig pfeifenden Rückzug antreten. Nein, ich bin nicht hier, um die arme Jugend zu verderben! Zumindest nicht, wenn die Eltern daneben stehen. An halbherzig verkleideten Leuten vorbei falle ich geradewegs in ein schwarzes Sofa, das mich wie eine Sirene zu locken weiß. Das wiederum war unverschämtes Glück, denn der kleine Ort entpuppte sich als Lesebühne. Nächster Gast: Federica de Cesco. Ich wiederhole: Federica de Cesco! „Wüstenmond“! „Malika und das weisse Mehari. Ein Märchen aus der Sahar“! „Samira“! …

    Nein? Gut, dann doch noch kurz erläutert: Federica de Cesco ist, neben Käthe Recheis und Astrid Lindgren, meine persönliche Jugendbuchheldin. Ihre Bücher, in die sie viele Impressionen ihrer eigenen Weltreisen miteinfließen lässt,habe ich als Kind und Teenagerin verschlungen! Hier nun, inmitten der schrillbunten Manga- und Comicconvention, ausgerechnet hier liest sie aus ihrem Buch „Die neunte Sonne„. Ein Roman über den ersten Weltkrieg in und um Japan, der Japan und Deutschland miteinander verknüpft. Deplatziert in dieser Halle? Ich finde schon. Und genau das gibt sie nach der Lesung auch zu: Man müsse bei der Wahl der Szene das Publikum beachten, weshalb eine gewählt worden war, die nicht ganz dem Geist des Buches entspricht.Sehr schade. Ein kurzes, begeistertes Telefonat mit meiner Mutter, von der ich diese Autorenliebe vererbt bekam, und ich kämpfte mich durch in das Labyrinth der Bücher.

    Frei nach Messebesucher 6429 (~12): „Hihi guckt mal, da ist ein Mann, der sich als Prinzessin verkleidet hat!“ [Anm.: Es war ein Saiunkoku Monogatari-Cosplay eines männlichen Charakters.]

    In den übrigen Hallen herrscht der Mono- und Dialog, der auf den kleinen Lesebühnen gehalten wird. Lesungen und Diskussionen finden sich hier, zu denen zumeist kleine, selten auch große Scharen an Zuhörern herbei geströmt kommen. Es ist ruhiger als auf den einschlägigen Geek-Messen, aus den Lautsprechern dröhnt keine Musik sondern plätschert das gesprochene Wort, das fast von dem Geblätter der Umstehenden übertönt wird. Wohlgemerkt: Wir befinden uns hier in einem Messen-Donnerstag. Bald treffe ich auf ein paar liebe Menschen aus meinem Stammautorenforum und – hier blenden wir aus. Der weitere Tag, der den literarischen Höhepunkt einer Lesung Christian von Aster trägt, wird bestimmt von Schnaps, Cards against Humanity, Hugo und eher weniger geistigen Hochgenüssen. Aber ihr lest dies hier ja auch auf meinem Blog. Die Höhepunkte sehen hier ohnehin anders aus und haben selten noch einen IQ zu bieten. Gerüchteweise hängt das mit dem Intalekth der Autorin zusammen.

    Frei nach Markus, (31): „Bei den Fachbesuchern geht eh nur alles um das Feiern und die Partys am Abend.“ [Anm.: Ich bin keine Fachbesucherin! Ha! Bei mir geht es um.. äh ja.]

    OrkDer Messefreitag wird mit viel zu wenig Schlaf bestritten und bei mir beherrscht von Verlagsterminen. Mit vielen netten Verlagsleuten und Autoren plaudere ich über ihre Programme oder eigenen Werke, lasse mir ihre erlesensten Stücke zeigen [All das wird in einzelnen Artikeln näher besprochen werden.] und bekomme hier und dort den Eindruck, es könne tatsächlich um die Inhalte gehen. Goodies gibt es keine, ebenso wenig wie aufgeregte Gockel umher hüpfende Presseleute oder Blogger. Letztere trifft man bevorzugt in der Blogger Lounge in Halle 5, wo sie Kaffee und Tee schlürfen. Von dem zugehörigen Bloggertreffen hatte ich mir im Vorfeld etwas mehr erhofft. Vielleicht, dass man sich über die Messe und die dargebotenen Bücher unterhält? Immerhin: Ich als Neuling der Buchbloggerszene weiß bald alles über Visitenkarten, Aufrufzahlen und Blogthemen der Umstehenden. Als die Rede auf den scheinbar meistgehasstesten Buchblog kommt, entfleuche ich jedoch wieder. Ich bilde mir lieber selber eine Meinung über mir Unbekannte.

    Immer wieder tanke ich ein wenig Ruhe bei den Forumsleuten, von denen mich eine bereits „unter Speed oder auf Drogen“ genannt hat. Stimmt, denn solch ein Messetag bedeutet für mich positiver Stress, sodass ich am Samstag auch schon dezent fertig bin. Zu wenig Schlaf bei zu vielen Terminen und definitiv zu überfüllten Hallen und Gängen (Besucherrekord btw.: 260.000 Besucher, sprich 9.000 mehr als im Vorjahr), die nun tatsächlich an die gamescom erinnern, wenngleich der Altersdurchschnitt deutlich höher und der Kreischpegel deutlich niedriger ist. Gut. Es sei denn, man befindet sich in der Mangahalle.

    Am Mittwochabend wird es bei der Eröffnung mit „Für das Wort und die Freiheit“-Parolen auf schwarzem Pappgrund bereits eingeläutet: Die Buchmesse will nicht nur der schnöden Unterhaltung dienen, hier geht es auch um Haltung, Politik und Werte. Ob in Dankesreden, Podiumsdiskussionen oder im direkten Protest gegen vereinzelte, als braun geltende Verlage: Es geht auch um die Flüchtlingskrise, um Hass und Gewalt, um Toleranz und das Miteinander.

    Auf der Messe geben sich Leser, Autoren, Verlagsmenschen und unbeteiligte Mitgereiste die Klinke in die Hand, es wird engagiert diskutiert, begeistert zugehört, gelacht und Kontakte geknüpft. Dafür sind Messen da, dafür lieben wir sie. Auf jeden Fall war die Leipziger Buchmesse auf vielen Ebenen eine Bereicherung für mich und sie wird definitiv nicht meine letzte gewesen sein!

    Was bleibt?

    • viele spannende Eindrücke
    • ein Kreativ-Schub
    • Die Meinung, dass die Mangaconvention gerne woanders sein darf. Zum Beispiel in Krefeld. Also weit weg von der Buchmesse. Ja, ich mache mich unbeliebt.
    • viele, viele tolle Kontakte
    • … ich muss jetzt weiter an meinem Manuskript arbeiten. Sofort!

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  3. 28. Februar 2016 | Veröffentlicht unter Diverser Geekkram, Dreckiger Rest.

    *klick* Die Links der Woche

    Von

     

    Traditionellerweise hat das Internet Links und Artikel zu bieten. Dankt mir später für diese Erkenntnis. Um diesen Artikeln, Neuerscheinungen und interessanten Gedankengängen fremder Menschen Raum zu bieten, möchte ich fortan jeden Sonntag Links teilen, die ich für sehr klickbar erachte.

    Heute gibt es Gaimansches auf die Ohren, Wissenswertes über Meerjungfrauen- und Warcraftsex und skurrile Gamingfakten.

    Neil Gaimans „Neverwhere“ als Hörspiel

    NeverwhereNeil Gaiman ist definitiv einer meiner Lieblingsautoren. Kein Wunder also, dass ich dezent entzückt bin, dass eines seiner Urban Fantasy Bücher – Neverwhere – von der BBC nun als Hörspiel produziert wurde. Mit bekannten Namen wie James McAvoy, Benedict Cumberbatch, Natalie Dormer, Sophie Okonedo und, ganz besonders toll, auch noch Christopher Lee. Die Story: Unter den Straßen Londons existiert noch ein anderes London mit verlassenen U-Bahnhöfen, Katakomben und Kanälen. Es ist eine krude, bizarre Nebenwelt, in der auch kuriose Gestalten hausen. Dort hinein platzt der Geschäftsmann Richard Mayhew, der doch eigentlich nur einem Mädchen helfen will… Das Hörspiel kann man sich noch fast einen Monat lang kostenlos auf der Website anhören.

    Link


    Skurriles Gaming-Wissen

    skurriles_gaming_wissenÜber 190 Seiten geballte „unnützes Wissen“ aus der Gamingwelt versammelt Jonas Weiser in diesem 190 Seiten umfassenden Buch. Der begeisterte Gamer und Gründer des  Online-Magazins NMag hat in elf Kapiteln rund 600 Fakten zusammengestellt, die von MMOs über Jump’n’Runs bishin zu Shootern jedes Genre abdecken und Skurrilitäten ebenso besprechen wie Pannen und ominöse Rekorde. Was haben fröhliche Einhörner mit Diablo lll zu tun? Gab es zum Launch von Resident Evil 6 Menschenfleisch zu kaufen? Und hat Conker eine gespaltene Persönlichkeit? Ja, das Büchlein ist kurzweilig und eignet sich hervorragend für Bahnfahrten. Guddy-approved. Außerdem sei noch die Website ans Herz gelegt, die einige Fakten nochmal hübsch aufbereitet.

    Website | Amazonlink


    „Ein Ding zuviel – oder: Nichts ändert sich“

    eindingzuviel_cover (1)Gloria hat seit Ewigkeiten kein World of Warcraft mehr gespielt und es jetzt wieder herausgekramt, auf der hoffnungsvollen Suche nach ein bisschen Rollenspiel. Ja, das gab es dort damals. Gerüchteweise. Gloria nimmt uns hier mit auf eine Reise voller abstruser Begebenheiten und Spielern, deren Vorlieben irgendwo zwischen Cybersexy und.. naja.. Cybersex schwanken. IC-Tavernen. Immer wieder amüsant.

    Link


    „What Shipping Richonne Taught Me About Racism“

    gif-9[Spoiler The Walking Dead Season 6] Rick und Michonne haben es getan. Im Fernsehen. Einfach so. Gut, natürlich wurde weggeblendet und das für Artikelautorin Sharon eigentlich Interessante ist, dass sich hier eine Schwarze und ein Weißer zusammengetan haben. Sie, als Schwarze, erzählt hier, warum sie dieser Umstand glücklich gemacht hat, was es für sie bedeutet und was sie als jaherelange „Shipperin“ dieses Paares in der Zeit über Rassismus gelernt hat.

    Link


    Mermaid-Sex

    tumblr_nfn0x5MIfW1tzzz5eo1_r1_500Ein Meeresbiologe wurde gefragt: Wie könnten Meermenschen eigentlich Sex haben? Ja, wenn sich Wissenschaft und Phantastik vereinen, können schonmal skurrile Artikel entstehen, die auf eine etwas verstörende art und Weise sehr interessant sind. Immerhin lernt man nebenbei nicht nur etwas über fiktives Paarungsverhalten, sondern irgendwie auch etwas über ganz reale Begebenheiten gratis dazu. Auch wenn Fische nicht unbedingt meine Lieblingstiere sind.

    Link


  4. 9. Februar 2016 | Veröffentlicht unter Bücher, rund um Bücher.

    Bücher: Eine Liebe wie gedruckt

    Von

    Der Wert des ordentlich gedruckten Buches sinkt scheinbar dahin wie der arme Artax im Sumpf aus Kindertränen. Schnöde, schwarze Worte auf totem Baum, die Ecken zerknickt und mit hastig geschriebenen Namen des Noch-Besitzers auf der Schmutztitelseite – wer will ein Buch aus zweiter Hand schon käuflich erwerben? Hat man überhaupt noch Platz in der Designerwohnung und kann man es nicht viel einfacher und vor allen Dingen handlicher als E-Book herunterladen? Längst sind dröge, staubverhangene Zeiten für das Buch angebrochen, das lediglich noch als „Bildungsprotzerei“ taugen mag, als schwindende Erinnerung an die glorreichen Tage voller Stolz und Poesie.

    Das zumindest könnte man fast meinen, wenn man Artikel wie diesen liest, in dem sich Michael Allmaier von einigen Büchern trennt, sie feierlich einem Büchermann überreicht und das Geschrieben dabei in graue Farben taucht. In Billyregalen tummelten sich bei ihm Bücher noch und nöcher, nicht alles gelesen, vieles auch inhaltlich kaum noch lesbar, viel zu viel Ballast also, der zwischen einem selber und der Freiheit steht. Buchmessietum könnte man es nennen, denn natürlich kauft man trotz des horrenden SUBs noch ein neues dazu. Und noch eines. Und noch eines. Wer weiß, vielleicht färbt das dort verborgene Wissen ja auch ungelesen ab?

    BücherregalUnd auch ich schaue voller Schuld über meine rechte Schulter. Billyregale. Vier Stück. Doppelreihig mit Büchern beseelt, doch immerhin bleibt noch Luft für Figuren und allerlei Kleinkram, der das Bild auflockert. Auf dem Bild nicht zu sehen: Die kleine Sammlung an „Fachliteratur“ über die Videospielkultur. Diese Kleinode verbringen ihren Lebensabend fachgerecht neben dem Gameboy und dem NES samt Spielen. Dabei misten wir regelmäßig aus – dafür sind Umzüge schließlich da. Warum aber können wir uns trotzdem so schlecht von Büchern trennen? Wollen wir damit angeben? Aber sollten wir die Regale dann nicht lieber in den Flur stellen anstatt sie ins Arbeitszimmer zu verbannen? Glauben wir wirklich, dass das dort so hübsch geballte Wissen sich durch die Luft auf unsere Gehirne überträgt? Ist es die Gewissheit, dass man sich jederzeit eines greifen könnte? Doch warum dann keine virtuelle Bibliothek, ein kleiner, handlicher Reader, der uns überallhin begleiten kann?

    Die Vorteile eines solchen Readers liegen natürlich auf der Hand: Transportabel, leicht, auf Dauer vermutlich günstiger, die Suchfunktion ist sicher nett, ebenso wie die möglichen Notizen und zudem kann man unter anderem Schriftgröße und Hintergrundfarbe ändern. Für mich wird es dennoch das gedruckte Wort bleiben – ganz gleich, wie viel Wert das eigentliche Buch noch hat. Ich möchte die Seiten mit den Fingern umblättern, – Vorsicht, manche müssen beim Lesen nun ganz stark sein – Eselsohren machen, mit dem Kugelschreiber an den Rand schreiben und mich in zehn Jahren bei Sichtung des Kaffeefleckes, der die „Red Wedding“ überflutet hatte, an den waghalsigen Sprung der Katze erinnern, die ihn verursacht hat. Manche reden vom „Duft frisch gedruckter Seiten“, von einem fast erotisch anmutenden Erlebnis beim Lesen. Da kann ich jedoch nicht mitreden. Ich rieche nicht an Büchern.

    Ich liebe es, den Blick über die Regale schweifen zu lassen und in den Erinnerungen zu schwelgen, die die Buchrücken auftauchen lassen. Manchmal greife ich ins Regal, ziehe ein Buch daraus hervor und blättere ein Weilchen darin herum. Einfach so. Oder sitze davor und freue mich, dass die Wand dahinter nicht weiß ist. Bücherregale sind eben irgendwie auch ein schöner Wandschmuck. Wenn wir unsere Bücher aussortieren, verkaufen wir nur die besonders gut aussehenden Exemplare. In 99% aller Fälle sind das selbstverständlich die Bücher meines Freundes. Er ehrt das Buch und würde bei einem Eselsohr oder gar einem Knick im Buchrücken vermutlich einen kleinen Schwächeanfall erleiden. Sehr gerne spähe ich auch in Bücherregale von anderen Menschen, wie ich gestehen muss. Man ist, was man liest. Naja. Nicht ganz. Ich bin weder ein Schaf, ein Auftragskiller noch ein „Tänzer im Frost“, bin weder eine Unterhaltungskünstlerin, noch eine Intellektuelle.Bücher3

     

    Derweil brennt in den Kommentaren des Artikels und in mancher Facebook-Diskussion ein kleiner Krieg zwischen bibliophilen Buchschnüfflern und E-Book-Enthusiasten. Das eine sei besser als das andere, die Gegnerseite ohnehin total angeberisch und doof und Recht hat eh nur der, der die meisten Fremdwörter kennt. Ist das nicht kontraproduktiv? Sollte man sich nicht einfach darauf besinnen, was das Buch ausmacht: Die Worte, die Geschichte, das Herzblut des Autoren? Ist es dem Konsumenten letztlich nicht egal, wie Hans-Huber von nebenan seinen Roman genießt, ob als gedrucktes Buch, als E-Book oder Hörbuch? Solange ich friedlich sammeln darf und das gedruckte Buch die nächsten Jahrzehnte noch überdauert – und sei es nur noch für unsere Generation – bin ich zufrieden.

    Als ich das Regal vorhin fotografiert hatte, fiel mein Blick übrigens auf ein Buch der zweiten Reihe. „Nibelungenlied und Gudrun“ in einer mittlerweile zerfledderten Ausgabe von 1929. Und ich muss mich korrigieren: Ich rieche doch an Büchern, kann zumindest nicht den Duft leugnen, der mir entgegen schwappte als ich das Buch aufklappte: Nach uralter Bibliothek, alten Lustigen Taschenbüchern, nach Kindheit und Sagen. Ein kleiner Zauber wohnt ihnen doch noch inne, diesen Büchern. Und da können für mich (noch) keine digitalen Zeichen mithalten.


  5. 5. April 2015 | Veröffentlicht unter Bücher, Buchvorstellungen.

    Die Geister des Landes III – Aus der Tiefe

    Von


    Sparte: Phantastik
    Verlag: Ammianus-Verlag
    Autorin:
    Judith C. Vogt
    Seiten:
    392
    Originalsprache:
    Deutsch
    Website der Autorin
    Amazonlink

    Inhalt

    Nach „Das Erwachen“ und „Gesichtslos“ geht es nun endlich in die dritte und letzte Runde. Wieder heißt es für die vier Freunde Gregor, Edi, Fiona und Dora, sich durch die Mythen und Legenden der Eifel zu wühlen, unauffälligen Anzugträgern zu entwischen, Juffernjobs zu erledigen und sich gegen Naziwerwölfe zu behaupten. Wenn man nicht gerade selber droht, dem Werwolffluch zu erliegen. Es gilt nun, der Bedrohung durch und für die Mythenwesen endgültig Herr zu werden!

    Kritik

    Es ist das Finale, das ich mir nach dem dahin plätscherndem zweiten Band gewünscht hatte. Die Erzählung knüpft nahtlos an „Gesichtslos“ an und führt folgerichtig die dort aufgetretenen Erzählstränge weiter fort. Kaum dem Kampf alter Götter entronnen, fühlt sich das Wiederaufeinandertreffen mit dem alten Leben seltsam dröge und falsch an. Die Konfrontation mit den Eltern und der Schule ist dabei jedoch das geringste Problem.

    Das Innenleben der Charaktere wird gerade in den ersten Zügen des Romans wunderbar beschrieben. Gregors Angst, zu einem Werwolf zu mutieren – was sofort mit einem Firefly-Marathon therapiert wird – war für mich da ein besonders prägnanter und schlüssiger Part, den ich gerne gelesen habe. Vielleicht liegt es auch an der Tatsache, dass ich mit Gregor und Dora generell am meisten sympathisiere. Fiona war mir schon von Band 1 an eher unsympathisch, wobei sich dieser Eindruck nur noch vertieft hat und auch Edi war mir zu… unauffällig. Doch es sind vier Protagonisten und man kann nicht erwarten, dass man jeden mag. Die wahre Kunst aus Autorensicht ist es, die Passagen so zu gestalten, dass der Leser sie, auch wenn er den jeweiligen Perspektivträger nicht ausstehen kann, trotzdem gerne liest.

    Und das trifft hier zu. Die Geschichte ist innovativ genug, dass sie mich jederzeit zu fesseln vermag und wartet auch mit genügend Neuerungen und Überraschungen auf. Endlich findet man heraus, worum es wirklich geht, was der Knackpunkt hinter all dem Mythengeschnetzel ist. Es gibt ein Wiedersehen mit Pest, ein Kennenlernen mit neuen Wesen wie dem Schlangenmädchen und Wendungen, die man so nicht unbedingt erwartet hätte.

    Die Charakterentwicklung ist vollkommen in Ordnung und die Probleme von Jugendlichen wie Schule und Beziehungskisten zum Glück nicht zu sehr ausgeschlachtet. Das, was für mich hier zählt, ist der fantastische Anteil. Dieser Mix aus Mythen, Geschichte und moderner Realität ist im dritten Band meines Erachtens nach fast am besten geglückt. Dieses besondere „Eifelgefühl“ wurde definitiv aufgegriffen. Im Rahmen meines Studiums war ich im letzten Jahr selber in der Eifel unterwegs, um mir die Matronenheiligtümer genauer anzusehen. In meinem Referat wurde mir von Word übrigens auch häufiger Matronen zu Matrosen „korrigiert“. Und das ist auch ein Mal in den Geistern des Landes passiert. Was nichts schlimmes ist, hey, ich kenne das Problem und musste schmunzeln, fand es ganz ehrlich charmant!

    Das einzige, was mich wirklich noch manchmal stört, ist die Ausdrucksweise. Da es aus Sicht von Jugendlichen erzählt wird, ist es natürlich „in character“. Dafür jedoch merkt man, dass es „von einem Geek für Geeks“ geschrieben wurde – und das ist leider selbst bei Geeklexika nicht automatisch gegeben. Es wirkt hier echt und authentisch.

    Wie stets ist auch hier wieder ein Mythenführer plus Karte angehängt, der die für den Band wichtigsten Mythen der Eifel erläutert. Hier muss ich nun doch die Zeichnungen erwähnen, die dem beigefügt sind. Es sind nette Zeichnungen, doch ich finde, dass man mehr hätte investieren können, da sie auf mich nicht professionell wirken und den guten Eindruck des Buches für mich ein wenig schmälern. Ja, ich bin ein oberflächlicher Augenmensch! Vielleicht bin ich da auch zu anspruchsvoll geworden ;) Es ist sicher kein für den Roman an sich relevanter Punkt, doch es bleibt ein Bestandteil des Buches, jawohl!

    Fazit

    Es ist auf jeden Fall ein würdiger Abschluss der Reihe mit einem Ende, das ich überdies auch noch sehr mag, da es nochmal irgendwie den Bogen zum ersten Band schlägt. Für Leute, die die ersten beiden Teile gelesen haben, ist der dritte definitiv ein Muss.

    Und für den Rest? Fangt natürlich sofort mit Band 1 an. Oder schnappt euch direkt die komplette Trilogie, die ab Mitte April im Angebot ist.


  6. 7. Oktober 2014 | Veröffentlicht unter Bücher, rund um Bücher.

    Die erste Apokalypse

    Von

    Es begann an einem Gründonnerstag im April. Ein Hund entdeckte die Katastrophe, besser gesagt, lief in sie hinein.

    Das dürften die Sätze sein, die mich in das Endzeitgenre hineinkatapultiert haben. Das Buch „Grünberg lebt“ von Anneliese Schwarzer aus dem Jahre 1993 ist mittlerweile wohl nur noch bei ausgewählten Flohmarktverkäufern zu erwerben, doch immerhin hat es mich nachhaltig geprägt. Das Thema Atomkraft bzw. eher jegliche damit möglicherweise einher gehende Katastrophe war Ende der 80er/Anfang der 90er aus nachvollziehbaren Gründen natürlich ohnehin sehr im Fokus. Nicht, dass ich mich groß an diese Zeit erinnern könnte. Tatsächlich hatten meine Spielfiguren in der Zeit weniger mit Atompilzen, denn mit finsteren Bösewichtern a’la Shredder zu kämpfen.

    Doch zurück zu meiner ersten Begegnung mit dem Endzeitgenre. Bei Grünberg lebt wird ein ganzes Dorf vorgestellt, das die atomare Katastrophe nur deshalb überlebt, da es auf einem für Strahlungen zu hohen Berg gelegen ist. Gestorben wird dennoch. Die Menschen müssen mit den gegebenen Umständen leben, Konflikte bestreiten und sich plötzlich wieder von selbst gezogenen Kartoffeln ernähren. So morbide sich das auch anhört: Ich war vom Fleck weg fasziniert. Damals war ich vielleicht 9 oder 10, das fiktive Sterben von Menschen kannte ich längst von Winnetou und Star Trek, doch die Tatsache, dass es realer, fassbarer wirkt, machte die Endzeit schon damals für mich wesentlich spannender.

    Grünberg lebt war dabei noch zahm. Schon bald stieß ich, auch im Zuge meines Wolfspleens, auf „Im Schatten des großen Wolfes“. Ein Wolfsrudel überlebt einen Atomkrieg und zieht daraufhin mit zwei Menschen im Schlepptau durch das verstrahlte, kälter werdende Land. Tote Gänse fallen, noch im Flug gestorben, vom Himmel oder Rotkehlchen von Bäumen, das Rudel ernährt sich von erfrorenem Tier oder von Dosen, die die beiden Menschen öffnen. Geborgen aus Autos, in denen noch die Leichen ihrer Besitzer liegen. Der Weg ist hart und steinig, in seiner Grausamkeit sehr konsequent, wenngleich nicht zelebrierend. Das Buch hat mich derart mitgenommen, dass ich noch zwei Tage danach Alpträume hatte. Ich war vielleicht 12. Das Thema „Atomkraft“ war daraufhin für mich gegessen und ist es noch immer.

    An diese beiden Bücher erinnere ich mich gerne und lese sie alle paar Jahre auch nochmal durch. Ich weiß noch, auf welcher Seite ich bei dem Wolfsbuch das Buch zuschlagen musste, weil ich es so grausam fand. Selbstgeißelung, dass ich es überhaupt gelesen habe? Ach! Ich bin einfach sensibel und fühle mich auch heute noch zu sehr in die Geschichten ein. Ich denke, dass durch die beiden Bücher der Weg geebnet wurde, denn ich begann, mich neben Fantasy und Science-Fiction auch für kritischeren Stoff – innerhalb der Belletristik – zu interessieren und später natürlich auch für apokalyptische Themen fern offensichtlicheren Kritik wie das Zombiegenre, das in Sachen Endzeit irgendwie die Atomthematik abgelöst hatte.

    Im Gegensatz zur Fantasy ist Endzeit für mich greifbarer und entsetzlicher, wobei letzteres natürlich stark vom jeweiligen Buch/Film/whatever abhängt. Nicht, dass ich eine Zombiekalypse als unfassbar realistisch ansehen würde, doch irgendwie beeindruckt es mich einfach bis heute. Vielleicht, weil die „Helden“ nicht gegen einen fleischlichen Feind ankämpfen müssen, sondern gegen die Umstände? Überleben, mit einfachsten Mitteln und umgeben von Tod und Grau.

    Wenn ich Kinder hätte, würde ich ihnen trotz oder gerade wegen meiner eigenen Furcht beim Lesen damals diese Bücher ans Herz legen, wenn sie sich denn für so etwas überhaupt interessieren. Ich finde es gut, wenn man nicht zu spät mit solchen Themen konfrontiert wird. Auf jeden Fall empfehle ich euch diese beiden Bücher. Wenn ihr mal die Gelegenheit habt, auf ebay oder Flohmarkt eines zu erhaschen, kann es so schlecht nicht sein!


  7. 27. August 2014 | Veröffentlicht unter Bücher, Buchnews.

    Fear Street: R.L.Stine mordet wieder

    Von

     

    Wenn ihr in den 90ern aufgewachsen seid, habt ihr von der „Fear Street“ wohl zumindest etwas gehört. Eine Horror/Grusel-Buchreihe von R.L. Stine, die sich primär an junge Erwachsene weiblichen Geschlechts richtet und sich gerade Mitte der 90er großer Beliebtheit erfreute. Nach „Goosebumps“ und neben „Tales from the Crypt“ war das auch mein Einstieg ins Genre. Ganze Nächte schlug ich mir damit um die Ohren, mich vor Geistermassakern, rachsüchtigen Exfreunden und blutrünstigen Bestien zu fürchten. Gerade die Enden waren selten das, was man erwartete, was den Grusel letztlich nur noch verstärkt hatte.

    Nun sind zwanzig Jahre vergangen, ohne dass R.L.Stine etwas Neues zur Serie beigetragen hätte. Bis jetzt.

    Yay! Mein Teenagerherz hüpft!

    Insgesamt sieben Bücher sind geplant, wobei das erste, „Party Games„, bereits im Oktober erscheinen wird. Klassischerweise wird ein Mädchen zur Party ihres Schwarmes eingeladen. Die Sache hat nur einen Haken: Bei dem Schwarm handelt es sich um jemanden aus der Familie Fear und denen ist bekanntermaße absolut nicht zu trauen. Die Party, die auf der einsamen Fear-Insel steigt, hält, natürlich, einige tödliche Überraschungen bereit. Denn eines der vom Gastgeber geplanten Partyspiele ist so gar nicht das, was man sich unter einem lustigen Zeitvertreib vorstellen möchte.

    Ja verdammt! Es ist eine Jugendreihe und ich der Jugend schon seit… zwei Monaten entwachsen! *hust* Trotzdem freue ich mich irgendwie und werde in irgendeiner zukünftigen Nacht meine Nase in „Party Games“ stecken – begleitet von Finsternis und einer Taschenlampe mit dezentem Wackelkontakt. Bestimmt.

     

    via Jezebel

  8. 23. April 2014 | Veröffentlicht unter Bücher, rund um Bücher.

    Welttag des Buches – Blogger schenken Lesefreude

    Von

    [Die Gewinnerin wurde gezogen: Herzlichen Glückwunsch an Sabrina F.!] Den Tag und die damit verbundene Aktion hatte ich total vergessen, sonst würdet ihr hier jetzt keine kleine Flut an Gewinnspielen vorfinden. Wie dem auch sei: Heute ist Welttag des Buches und wie auch im letzten Jahr steht auch dieses die Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ an, bei der die teilnehmenden Blogger ihrer Meinung nach empfehlenswerte Bücher verlosen können.

    Ich habe mich für Der Kuss des Kjer entschieden. Ja, bewusst für einen Roman, der eigentlich weder in mein Beuteschema, noch auf meinen Blog passt. Romantasy? Und dann auch noch so unblutig! Tatsächlich ist dieses Buch von der Autorin Lynn Raven der einzige Romantasy-Roman, den ich bis zum Ende gelesen – nein, verschlungen – habe und den ich empfehlen kann. Besten Gewissens. Gerade weil es mal nicht „typisch Guddy“ ist.

    Was macht dieses Buch lesenswert? Trotz des Romantikanteiles wirkt es nicht besonders kitschig, die Protagonistin ist zwar das schwache, ab und an recht kratzbürstige Mädchen von nebenan, doch nicht auf die unfassbar nervende Weise, die man sonst gerne untergeschoben bekommt. Sie – Lijanas – vom obersten Heerführer des mutmaßlich tierisch-boshaften Volkes der Kjer – Mordan – entführt, knüpft natürlich im Laufe der Entführungszeit zarte Liebesbande zwischen sich und dem ach so boshaften Kjer. Dieses Stockholm-Syndrom ist glücklicherweise plausibel erzählt und kann als wirkliche Verliebtheit, statt psychologische Problematik entlarvt werden. Wenn man gutmütig ist.

    Nebenbei schaukelt sich die Rivalität zwischen Lijanas Volk der Nivard und dem der Kjer durch die Entführung weiter auf, irgendwo im Hintergrund war bereits vor Jahren eine politische Intrige rund um Mordan gesponnen worden und am Ende ist Lijanas nicht mehr die einzige, die sich auf einmal in Gefahr befindet. Eigentlich möchte ich zum Inhalt nicht zu viel sagen und den Roman als solchen nur umreissen: Es ist definitiv unterhaltsame Romantasy mit langsamer Charakterentwicklung und wesentlich mehr Inhalt als „Ich finde dich doof!“ – „Ich finde dich dööfer!“ – „Naja, eigentlich bist du ja schon ganz süß.“ – „Oh, jetzt wo du’s sagst – du auch! Ficken ?“

    Ach, mitmachen könnt ihr, indem ihr einen Kommentar hinterlasst, entweder hier im Blog oder bei den Einträgen bei Facebook und Twitter.  Auch hier könnt ihr bis zum Sonntag, 12:00 teilnehmen :)

     


  9. 21. Februar 2014 | Veröffentlicht unter Bücher, rund um Bücher.

    Romane: Durch Wolfsaugen

    Von

    Das Buch „Wolfsaga“ von Käthe Recheis war, nach Ronja Räubertochter, mein zweites Lieblingsbuch überhaupt und zählt noch heute zu meinen erklärten Lieblingen.

    Geschichten, aus der Sicht der Tiere erzählt, finde ich äußerst faszinierend. Es ist eine Art „reale Fantasy“ mit Charakteren, die einem zwar vertraut, und dennoch so fern sind. Diese Geschichten bieten eine differenzierte Sichtweise auf Themen, die man vielleicht schon für abgeschlossen hielt, abstrakt erscheinende Denkweisen. Interessant ist, wie die unterschiedlichen Autoren die Sicht der Tiere definieren und/oder an unsere Bedürfnisse anpassen. Natürlich weiß niemand, wie genau Tiere denken, fühlen, wie sie ihre Kommunikation erleben. Womöglich – dies ist natürlich nur meine subjektive Meinung (oder sollte ich eher „Glaube“ sagen?) – befinden sie sich auf einer gedanklichen und kommunikativen Ebene, die wir überhaupt nicht erst erfassen, geschweige denn nachempfinden können. Weil wir es nicht anders kennen. Ohne es in irgendeiner Form wertend zu meinen.

    Besonderes Interesse habe ich hierbei immer den Wolfsgeschichten entgegengebracht. Verkannte, faszinierende Geschöpfe. Hier gibt es qualitativ hochwertige Romane, die ich immer wieder gerne hervorhole. Ein paar möchte ich euch nun, unter dem Aspekt der unterschiedlichen Herangehensweisen der Autoren an das Thema, vorstellen.


  10. 17. Februar 2014 | Veröffentlicht unter Bücher, Buchvorstellungen.

    Die Geister des Landes ll: Gesichtslos

    Von

    Sparte: Phantastik
    Verlag: Ammianus-Verlag
    Autorin:
    Judith C. Vogt
    Seiten:
    320
    Originalsprache:
    Deutsch

    Website der Autorin
    Amazonlink

    Inhalt

    Nahtlos fügt sich dieser zweite Teil an den ersten an: Die soeben erst entdeckten Gesichtslosen gilt es, in ihren finsteren Plänen zu stoppen, die allerlei Mythengestalten beinhalten. Von der Eiffel im Gesamten geht es nun vor allen Dingen nach Aachen im Speziellen und die vier Freunde müssen sich gegen Nazi-Werwölfe, dubiose Operationen und die tänzelnde Pest behaupten.


  11. 3. Oktober 2013 | Veröffentlicht unter Bücher, Buchvorstellungen.

    [Buch] Midnight Movie

    Von

    Sparte: Horror
    Verlag: Bastei Lübbe | Broadway Books
    Autor:
    Tobe Hooper
    Seiten: 384 | 320
    Originalsprache: Englisch

    Der Autor bei imdb
    Amazonlink (deutsch)| Amazonlink (englisch)

    .

    Inhalt

    Tobe Hooper, der Regisseur diverser Horrorfilme wie etwa Texas Chainsaw Massacre – und einiger wesentlich weniger bekannter Streifen – wird eingeladen, einem Screening des Filmes „Destiny Express“, seinem bislang noch nie gezeigten Werk aus Jugendtagen, beizuwohnen. Einem Zombiefilm, der aufgrund des minimalen Budgets, des noch nicht vorhandenen Erfahrungsschatzes und quasi nonexistenter Special Effects schlecht sein muss – und dennoch von der kleinen Zuschauermenge gefeirt wird. Exzessiv gefeiert wird. Zu exzessiv. Es wird ein Virus freigesetzt, der die Menschen zu sexhungrigen, gewalttätigen oder dahinmodernden Kreaturen werden lässt, die bald halb Amerika in Angst und Schrecken versetzen.


  12. 28. August 2013 | Veröffentlicht unter Bücher, rund um Bücher.

    The Last Bookstore – wenn ein Buchladen mehr ist als nur ein Geschäft

    Von

    Ich bin ein Fan kleiner, staubiger Buchläden, in denen man alte Schätze finden und durch bereits abgegriffene Bücher wühlen kann. Sie versprühen meist ihren eigenen Charme, definitiv mehr als die ordinären Buchladenketten, in denen man nur die neusten Bestseller findet, die dann auch noch derart feinsäuberlich aufgereiht sind, dass man sich kaum traut, mal ein Buch aus dem Regal zu nehmen.

    Die Amerikanerin Amy Ratcliffe („Geek with curves„) hat sich vor kurzem in einen der wohl schönsten Buchläden des Landes gewagt: in den „Last Book Store„. Der, obwohl er auf einer großen Fläche erbaut ist, dennoch ob der auf Büchern und deren Einzelheiten basierenden Accessoirs, den angebotenen Büchern selbst und natürlich der Drapage der Bücher selbst unglaublich faszinierend aussieht und heimelig wirkt. In den man am liebsten eingeschlossen werden will, um die ganzen Ecken zu erforschen und den Staub von alten Raritäten zu pusten. Verdammt! ich will auch so einen geilen Laden in der Nähe haben und dort einen Nachmittag verbringen! Oder zwei? Drei?

    Kennt eigentlich jemand von euch den Film „Pagemaster„, in dem ein Junge von Büchern entführt wird und aus der Realität in die Welt der Bücher plumpst? (oder so… ähnlich.) In dem Film jedenfalls wurde auch ein Buchladen integriert, den ich mir ähnlich vorstelle wie den Last Book Store. Nur ohne sprechende Bücher….

    Die folgenden Fotos und noch viel mehr könnt ihr auf Amys Flick-Seite sehen

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  13. 31. Juli 2013 | Veröffentlicht unter Bücher, Buchvorstellungen.

    Die Geister des Landes – „Das Erwachen“

    Von

    Sparte: Phantastik
    Verlag: Ammianus-Verlag
    Autorin:
    Judith C. Vogt
    Seiten:
    325
    Originalsprache:
    Deutsch

    Website der Autorin
    Amazonlink

    Für Fans von: Phantastik meets Realität,  geekigen Charakteren, deutsche Sagengestalten

    Inhalt

    Die Geister des Landes erwachen – was ausgerechnet von Fiona, ihres Zeichens Quotenstufenschönheit, in prophetischen Träumen als erstes bemerkt wird. Träume von weißen Ochsen mit güldenen Schlüsseln am Horn, Träume, die sowohl einen Brand in einer Scheune voraussagen als auch schlammige Hövelsmänner – und noch mehr. In ihrer Unruhe wendet sich Fiona an die Freaks der Stufe, allen voran Dora, die nicht nur solch dubiose Rollenspiele wie DSA spielt, sondern auch als Wicca ihr Dasein fristet und gemeinsam mit ihren beiden besten Freunden Edi und Gregor die klare Außenseiterrolle innerhalb der Stufe einnimmt.

    Was sie jedoch nach und nach entdecken, ist weitreichender und gefährlicher als zunächst gedacht. Es sind nicht nur lose Zufälle, die an manchen Orten die Fabelwesen, alten Mythen und Geister in die moderne Welt treten lassen. Es entpuppt sich vielmehr als ein Symptom eines von merkwürdigen, gesichtslosen Anzugträgern initiierten Planes, dessen Vereitelung nicht nur von unerwarteter Wichtigkeit ist, sondern auch unmöglicher erscheint als gedacht.


  14. 23. April 2013 | Veröffentlicht unter Bücher, rund um Bücher.

    Blogger schenken Lesefreude – Buchverlosung zum Welttag des Buches

    Von

    Heute ist Welttag des Buches – was liegt da also näher, als mit Büchern um sich zu werfen (und darauf zu hoffen, dass man damit niemanden tödlich verwundet)? Das dachten sich wohl auch die beiden Initiatorinnen von „Blogger schenken Lesefreude“, die vor einigen Wochen eine mittlerweile über 1.000 Blogger starke Aktion gestartet hatten. Jeder teilnehmende Blog [die Liste ist hier einzusehen] verlost genau heute ein Buch – ein Lieblingsbuch oder eines, zu dem man eine besondere Geschichte erzählen kann oder eines, das gerade vor der Tür stand und „Verschenk mich!“ gebettelt hat oder eines, das… ich verliere mich.

    Entschieden habe ich mich für „Wolfsaga“ von Käthe Recheis und für den Comic „Hack /Slash“, den ersten Band  der deutschen Version. Wolfsaga ist eine klare Wahl: mein Lieblingsbuch seit Kindertagen. Und mein DSA-Char Adsini kommt auch darin vor. Na, wenn das mal kein Garant für ein großartiges Buch ist! ;) Hier hatte ich ein paar Worte über Wolfsaga geschrieben. Um die Sparte der Comics nicht zu vernachlässigen, habe ich dann noch einen Comic hinterhergeschoben – man gönnt euch ja sonst nichts. Oder so. Hack /Slash ist eine recht blutige Hack’n’Slash – Monster of the Week – Story und ob seiner Kurzweiligkeit ebenfalls sehr zu empfehlen. (Der Comic hat an der oberen rechten Ecke einen kleinen Ditscher – so habe ich den Comic leider zugesendet bekommen, was ich zu spät bemerkt habe. Ansonsten ist er einwandfrei)

    Für welche Bücher sich die anderen entschieden haben, könnt ihr in der Liste sehen. Zusätzlich könnt ihr natürlich noch in der Facebookgruppe oder bei Twitter stöbern.

    Wie ihr die beiden Stücke gewinnen könnt? Schreibt einfach einen Kommentar mit eurem Wunschtitel und, im Falle eines nonexistenten Accounts, einer E-Mailadresse unter dieses Posting. Kommentare unter dem Facebook- oder google+-Artikel oder Retweets werden dann noch zusätzlich in den Lostopf geworfen. Teilnehmen könnt ihr bis zum 30.04. 12 Uhr