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Guardians of the Telltale Galaxy

Telltale Games könnte uns nächstes Jahr mit einem Guardians of the Galaxy Game „überraschen“.

Es war schon länger bekannt, dass das Studio an einer Marvel Lizenz arbeitet und da Guardians of the Galaxy nun filmtechnisch eine Fortsetzung am Start hat, könnte man den Release eines solchen Spieles dementsprechend zeitlich anpassen.

Woher könnten wir nun bereits erahnen, dass ein solches Spiel in den Startlöchern steht?

Der „Leak“ stammt heutzutage noch immer aus den Mündern von Personen, die mit dem Projekt vertraut sind und viel plappern. Aber ganz anders als früher sind diese nicht in eine Bar gegangen und ließen den Whiskey in sich sprechen. Sie posaunten auch nicht zu viel heraus oder waren bei ein paar Bierchen mit den Kumpeln zu vorlaut á la: „Ja ich arbeite ja auch an was ganz Krassem!“ Nein. Heutzutage reicht es leider bereits aus, wenn ein Streik im Gange ist. Viel plappern ist aber noch immer wichtig, weil es hier um den Beruf des Voice Actings geht. Ich spreche hierbei von dem Streik etlicher Voice Actors bzw. deren Union SAG-AFTRA. Die hatten als Taktik zur besseren Gehaltsverhandlung eine Liste von möglichen Gametiteln veröffentlicht, die noch immer alte Gehälter bzw. keine neuen Abkommen ausgehandelt hatten.

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Darunter finden wir dann auch O’Farrel Enterprises, LLC die nicht nur für The Walking Dead Season 3 stehen sondern eben auch für Guardians of the Galaxy – The Video Game aka Blue Harvest. So oder so, der sprechende Waschbär ist aus dem Sack und wir alle sind Groot!

Ich habe nichts gegen Telltale Games. Nichts, das irgendwie wirkt. Ich selbst spielte The Walking Dead und Wolf Among Us und war auch recht gut unterhalten. Allerdings muss ich einwenden, dass die Entscheidungsfreiheit mir meist vorgekaukelt erscheint und ich nicht wirklich Einfluss auf das Spielgeschehen habe. Oder wenn, wirkt sich das für mich zu wenig aus. Es bleibt mir bei allen Teilen ein guter Storybook Mode, den ich mit der richtigen Atmosphäre (aka. Bier) zu genießen vermochte.

Mein erster Gedanke zu Guardians of the Galaxy war heute morgen, ohne mich wieder in die Materie eingelesen zu haben, folgender: „Hmm, also wenn schon ein Marvel Franchise, dann doch bitte Batman!“ Und ja, ich weiß, das ist DC. Dann sah ich, dass es Telltale Batman natürlich schon gibt, womit der Glaube an die Menschheit auch wieder hergestellt wäre. Der ist dieses Jahr schon erfolgreich durch 3 Seasonale Abenteuer geflattert und wartet nun auf Season 4 in seiner Batcave. Wie das Neue Telltale Game für Marvel wird kann hier noch kein Superheldenflüsterer wissen. Game of Thrones habe ich nach zahlreichen mäßigen bis schlechten Kritiken ob der Belanglosigkeit der Entscheidungen und fragwürdiger Nebencharaktere übersprungen.

Es gibt nur einen Weg, mehr herauszufinden: It’s simple, we play the Batman!

Was hattet ihr für Erfahrungen mit Telltale Games? Wünsche, Anregungen, Anekdoten?

Justice League Film mit Steppenwolf!

Ich rede hier nicht von der Rockband aus den 70ern, sondern von einem der Erzfeinde der Justice League und dem bösen Schergen, welcher der Truppe den Hintern heiß machen soll im kommenden Justice League Film, welcher am 17. November 2017 in unsere Kinos kommt. (Wer an dem Tag 17 wird bekommt von mir einen Keks, vielleicht.) Aber wer oder was ist denn eigentlich Steppenwolf, hat er ein dickes Fell und heult er den Mond an oder rennt er einfach wie der Coyote durch die Wüste?

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Wie alt is‘ er denn? – Get your motor runnin‘

Ja gut, er wurde uns AUCH in den 70ern vorgestellt, um genau zu sein 1972 und wie schon oben bemerkt, kennt man den Namen eher als Rockige Band anstelle eines Alien Kriegers mit Axt und militarischen Grundverständnis.

Woher kommt er denn? – Head out on the highway

Er ist Mitglied der Rasse der „Neuen Götter“ und außerdem der Onkel von Darkseid. Heimat ist ihm der paradisisch klingende Planet Apokolips. Das ist so ähnlich wie Acapulco. Nur wärmer. In DC’s The New 52 sehen wir ihn des Öfteren gegen die Justice League antreten. Somit hat er sich in Augen der werten DC Vertreter offenbar bewährt und darf weiter existieren. Einen kleinen Vorgeschmack können wir bereits in Batman Vs Superman auf ihn erhaschen. Dort zeigt eine Vision seitens Lex Luthors bereits Steppenwolfs Erscheinen. Schaust du hier:

Was kann er denn? – Looking for adventure

Er ist unter anderem für seine riesige Elektro-Kriegsaxt bekannt (ich wünschte ich wäre auch für meine Elektro-Kriegsaxt bekannt. Wer noch?) und außerdem hat er ein High-Tech Hoverbike, das selbst Marty McFly vor Neid erblassen lassen würde (Warte, dafür möchte ich bekannt sein) Wie die anderen New God Charaktere ist er unsterblich (Sch****, doch dafür!) und verfügt über etliche Superfähigkeiten. Darunter finden wir: Superstärke, gesteigerte Geschwindigkeit und Ausdauer und Resistenz. Gefährlicher als das Schwert (aka. Hier Axt) ist aber der Verstand. Steppenwolf ist nämlich auch noch ein genialer Taktiker und Kriegsveteran. Hinzu kommen monströse Kriegshunde, auf denen seine Untergebenen teilweise sogar in den Kampf stürmen. (Who let the dogs out?)

Wen hat er schon besiegt? And what ever comes our way

Darunter kann ich namhafte Superhelden wie Superman und Wonder Woman nennen. Die hatte der werte Scherge bereits im Kampf um die Erde im „Apopolips War“ bezwungen. Keine Sorge, Batman saves the day. Steppenwolf wird vertrieben, aber kehrt zurück, um sich nach der Unterjochung eines kleinen Landstrichs der gesamten Übernahme der Erde zu widmen. Da bezwingt er dann auch die Armeen der Welt und so weiter und so weiter.

Auf Erde 2 sind etwa 300 Millionen Dollar Belohnung auf ihn ausgeschrieben. Aber gut, wer soll den schon fangen? Das wäre ja *hint hint* wahrlich bizarr.

Wer spielt ihn denn? – Born to be wild

mance

Was wir von all dem letztlich in dem Film sehen werden lässt sich natürlich noch nicht klar sagen. Schon fest steht, dass er von Ciaran Hinds gespielt wird, welchen wir aus Game of Thrones kennen. Dort trägt er als Mance Rayder lieber Wolfsfell gegen Frostbeulen (ist aber auch arschkalt), jetzt wird er selbst zu einem. Also Wolf, nicht Arsch, wobei?

Wen würdet ihr denn noch gerne in der Verfilmung der Justice League erblicken? Irgendwelche Favoriten, die bislang in den Filmen zu kurz gekommen sind?

 

Neuer Trailer: Power – Grace – Wisdom! Wonder Woman

Gestern war es so weit. Warner Bros. Und die werten Herren und Damen von DC begrüßten uns mit einem neuen Trailer zu Wonder Woman, dem Origins Film, der 2017 in die Kinos kommt. Etwa ein halbes Jahr müssen wir uns noch gedulden, bis wir den Streifen und sie über die Leinwand turnen sehen können,  aber der Trailer hat Lust und Hoffnung auf mehr gemacht. Zumindest mir.

Einiges ist neu im Hause DC. Vieles alt. So unter anderem auch die Fehde mit Marvel. In den Comics bieten sie sich ein Kopf an Kopf rennen, Schlag auf Schlag und Bam an Klong. Bei den Filmen hat meiner Meinung nach Marvel klar die Nase vorn, sind kurzweiliger, bunter, charmanter und die Charaktere einzeln überzeugender. Erst kürzlich wieder durch DR. STRANGE bewiesen, wissen sie die Zuschauer in Bann zu schlagen und hadern auch nicht vor Popcorn Ambiente und skurilen Charakteren. Dabei ist Dr. Strange sogar noch Farbenpracht gemischt mit Philosophie. Es wurde mir bisher nie langweilig bei den Filmen seitens Marvel.

Schwert und Sandalen Film

DC versucht düsterer zu sein. Gritty, staubig, dunkel, finster… langatmig. Harsche Kritiken gab es bislang zu Man of Steel (für mich einer der fürchterlichsten Auftakte einer Superhelden Karriere), Suicide Squad (der hauptsächlich von Harley Quinn getragen wurde) und auch Batman vs. Superman. Womit sich das kreisrunde Schild wieder schließt und wir zu Wonder Woman zurückkehren. Entgegen meines Daseins als Superman Fanboy (darf ich noch boy schreiben auch wenn ich 38 Jahre alt bin?) hat mich in dem Film NUR Wonder Woman überzeugt. Das, obwohl ich mehr als skeptisch war, als  Gal Gadot für die Rolle gecastet wurde. Sie wirkte mir in ersten Szenen zu sehr wie ein Model. Aber im Kampf gegen Doomsday, das amazonische Kämpfergrinsen auf den Lippen, jauchzend vor Freude auf einen harten Fight als sie weit in die Ferne geschlagen wird, überzeugte sie mich. Außerdem ist das Kostüm mehr als stimmig und fügt sich in das „erwachsenere“ Ensemble der anderen Helden und sie hat eine geile Titelmelodie, welche wir auch wieder am Ende des Trailers hören dürfen. Neben ihr erwarten uns noch Chris Pine, aka Captain James T. Kirk als famoser Soldat, Robin Wright die Princess Bride als General Antiope und natürlich JEDE MENGE AMAZONEN!

What could possibly go wrong?

wonderwoman2

Vieles. Sehr vieles könnte schief gehen. Aber immerhin heißt die Regisseurin Patty Jenkins (Ihr Bruder ist Leeroy Jenkins und bekannt aus WoW). Ihr letzter Film Monster spendierte Charlize Theron direkt mal einen Oscar. Das wird zwar Gal Gadot vermutlich nicht so ergehen, könnte aber neben Action einen gewissen Tiefgang vermuten lassen. Hoffentlich ohne langatmig zu werden, wie bisher viel zu oft bei DC.

Die Insel Themyscira und Heimat von Wonder Woman ist so üppig, farbenfroh und saftig, dass ich auch direkt wie die werte Diana Prince einen Köpper in die farbenfrohe Welt und das tiefe Blau des Ozeans machen möchte. Zumindest bis die Besatzung anrückt und es zu einem wutentbrannten Kampf der Welten am idylischen Strand kommt. Dort wird Diana dann auch zum ersten Mal wirklich bewußt, was außerhalb des Inselparadieses vor sicht geht. Nichts wie auf, Schild und Schwert geschnappt (und natürlich das lässige Lasso der Wahrheit) und auf geht es. Auch in den Kampfszenen springt, fliegt, gleitet, rutscht, tritt, peitscht und schlägt sich Wonder Woman nur so durch eine Vielzahl an Slow Motion Momenten. I wonder if it’s any good. Ich hoffe schon.

Am 15.06.2017 wissen wir mehr.

Solltet ihr nicht so lange warten wollen könnt ihr euch ganz einfach bei Sideshow eine ½ scale WONDER WOMAN STATUE zulegen. Knappe 2100 Dollar solltet ihr dafür aufbringen können. Erscheinen wird sie dann an eurer Türschwelle Juli-August 2017. Also zwei Monate nachdem ihr festgestellt habt, ob der neue Wonder Woman Film wirklich etwas taugt.

„Wer rockt härter: Batman oder Superman?“ Endlich geklärt!

Dieser Kampf ist älter als jener zwischen David gegen Goliath, härter als der zwischen Cylonen und Menschen und tragischer als das Verhältnis zwischen Dr. Cox und J.D.: Batman vs. Superman.

Während es mir persönlich schon seit Jahrhunderten klar ist (It’s Batman.) bekämpfen sich die Anhänger der wandelnden Fledermaus mit jenen der omnipotenten Schmalzlocke mit leidenschaftlicher Inbrunst.

Auch Kerry Callen hat sich mit dieser weltbewegenden Thematik beschäftigt und eine Lösung entwickelt, die eines Einsteins würdig wäre: Er hat die Cover der beiden Helden genommen und den jeweils anderen durch den Battlepartner ersetzt. Wo einst Superman seine Frisur korrigierte, darf nun Batman grummeln und umgekehrt.

For decades, fans have argued who is the better superhero, Superman or Batman. It recently occurred to me that the best way to determine this is to see how they’d fare if one replaced the other on their comic covers. Will one fare better than the other? This should decide once and for all who’s superior! I selected six covers and then created six alternative images.

Ein idiotensicheres System! Nur: Wer wird tatsächlich gewinnen? Das forscht ihr am besten in Callens Blogartikel nach. Meine Lieblingsbilder habe ich hier angefügt.

Guckt euch nur mal Banes Gesichtsausdruck an! Herzallerliebst! ♥

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Badlands: Band 1. Kuckuckskind

Genre: Abenteuer
Autor:
Eric Corbeyran
Illustrator:
Piotr Kowalski
Erscheinungsjahr:
2015
Erscheinungsform: 
48 Seiten,  Hardcover, Band 1 von 3
Verlag: Splitter-Verlag
Leseprobe AmazonlinkOriginalsprache: Französisch


Inhalt

Perla Ruiz-Tenguillo ist im Amerika des 19. Jahrhunderts auf den Spuren ihres Ahnen Hernan unterwegs. Eine von den Indianern verborgen gehaltene, unsichtbare Welt gilt es, zu entdecken, einem mysteriösen Würfels die Geheimnisse zu entlocken, die er birgt, und nebenbei noch garstigen Wesenheiten zu begegnen, die im Zwischenreich umher kreuchen und Perla nicht unbedingt wohlgesonnen sind. Andererseits… verübeln kann man es ihnen nicht.

Kritik

Der wilde, wilde Westen präsentiert sich hier in schönen, teilweise ausufernden Bildern, die das spröde Wesen der Prärien und Wüstenabschnitte gekonnt einzufangen wissen. Unweigerlich fühlt man sich in die Cowboyfilme der 60er zurück versetzt, in denen Schießereien und knallharte Jungs an der Tagesordnung waren und auch der ein oder andere Rollbusch durch das Bild gehüpft ist.

Die stimmigen Zeichnungen der Westernidylle sind das eine, die Zeichnung der Charaktere das andere. Die Gruppe um Perla, bestehend aus Stereotypen wie den weichen Wissenschaftler und den spröden, dezent spirituellen Indianer, dessen Name „Viele-Tode“ zumindest viel verspricht, ist ganz nett, weiß es aber trotz putzig inszenierter Kabbeleinheiten untereinander nicht, mich zu überzeugen. Dafür ist Perla eine Damsel out of Distress. Oder nein, nicht ganz: Sie zieht sich nur selber aus dem selbst auferlegten Distress an den Haaren wieder heraus.

westernIhre Attitüde ist die eines typischen Revolverhelden, der sein Geld versoffen hat und aufgrund dessen nur ein paar Münzen für den halben Stoff der Oberbekleidung erübrigen konnte. Ja, Perla ist ziemlich sexy und das beißt sich mit der ansonsten recht authentischen Optik, es will mir nicht ganz ins Bild passen. Andererseits schlägt sie mit ihrem Auftreten die Brücke zwischen Oldschool-Western und handelsüblichen Comics. Das, was mich an Perla primär stört, ist Folgendes: Ich finde sie un-fass-bar unsympathisch. Zumindest im vorliegenden ersten Band bleibt sie für mich formlos, eine Aneinanderreihung von negativen Aktionen und Eigenschaften, die vielleicht mit dem nächsten Band ein tieferes Ganzes ergeben können. Dann, wenn sie durch Rückblenden oder ruhigere Momente etwas mehr Profil gewinnen könnte.

Dafür spricht mich die Story an sich umso mehr an. Die Suche nach einer anderen, geisterhaften Ebene, durchwirkt von Sagen und Legenden, denen auf wunderbare Weise Leben eingehaucht wird, bilden eine verdammt gute Grundlage. Hey, es geht um Archäologisches! Zumindest peripher. Gleich von der ersten Seite an brennt man darauf, zu erfahren, was es mit dem ominösen Würfel auf sich hat, möchte wissen, was die Schattenwesen mit der ganzen Sache zu tun haben – und wie gefährlich sie wirklich sind oder noch werden können. Denn der Showdown… nun, davon hätte ich mir deutlich mehr versprochen.

An sich ist Badlands recht spannend, bezieht seine Spannung bei mir in erster Linie durch das, was man noch nicht weiß statt aus dem, was aktuell wirklich passiert. Und das, obwohl einer der Gruppe von den anderen getrennt wird und sich seines Schicksals nicht mehr ganz so sicher sein kann.

Zusammengefasst ist der Comic flüssig und gut zu lesen, doch bildet er wohl nur die Grundlage für die beiden folgenden Bände, die noch eine Schippe mehr drauflegen müssen, um die komplette Geschichte zu einer wirklich guten werden zu lassen. Eine klassischerweise noch unreife Einführung mit einer leider auf mich sehr unsympathisch wirkenden Heldin. Das Westernthema ist auf alle Fälle eine willkommene Abwechslung für mich.

 

Siberia 56 – Die 13. Mission

Genre: Science-Fiction
Autor:
 Christophe Bec
Illustrator:
Alexis Sentenac
Erscheinungsjahr:
2014
Erscheinungsform: 
48 Seiten,  Hardcover, Band 1 von X
Verlag: Splitter-Verlag
Verlagsseite AmazonlinkOriginalsprache: Französisch


Inhalt

Bis zu -200°C, eisige Winde von gut und gerne 300km/h und von immerwährendem Schnee und scharfen Klippen geprägte Landschaften: Nein, Siberia, der 56. Planet der Präkolonisierung, ist nicht unbedingt der beliebteste Urlaubsort. Seit fast 100 Jahren wird dieser Planet erforscht, alle acht Jahre findet sich ein neuer Forschungstrupp von fünf Wissenschaftlern ein, die die Alteingesessenen verstärken und ablösen sollen. Dies ist nun bereits zum 13. Mal der Fall. Doch Mission 13 hat es nicht leicht. 250km von der Basis entfernt, müssen sie mit ihrem Raumschiff notlanden und sind nun gezwungen, ihren Weg gen Basis zu Fuß zurückzulegen. Quer durch endlose Eiswüste, vorbei an feindlich gesonnenen Kreaturen und mit der mörderischen Kälte im Nacken.

Kritik

Der Überlebenskampf in Form einer Reise quer durch die unwirtliche Landschaft ist weniger eine ausdauernde Charakterstudie, denn stellt sie den Planeten und dessen Besonderheiten in den Fokus. Gleich zu Beginn wird deutlich, dass die Realität an diesem Ort eine harte ist: Die Bruchlandung erfordert ein Menschenleben, dem mit trauriger Sachlichkeit ein Ende gesetzt wird. So dezimiert und mit der Gewissheit, dass die Reise keine schöne werden wird, ist die Beklemmung der Gruppe spürbar und wird durch die schroffe Linienführung des Zeichners verstärkt. Wenig wird mit Farben gearbeitet, eine hohe Sättigung erfährt meist nur die mitgebrachte Technik. Diese spendet nicht nur Licht, sondern gibt auch Sicherheit, indem sie Raubtiere, sowie Fluchtorte zu erkennen gibt.

Zwar bleiben die Charaktere blass. Sowohl was das zeichnerische Vermögen anbelangt, denn man kann sie teilweise kaum voneinander unterscheiden, als auch wenn man sich die Persönlichkeiten an sich betrachtet. Farblos wie sie sind, verschmelzen sie fast mit der sie umgebenden Landschaft. Lediglich der glatzköpfige Gans übernimmt eine Rolle: Die des Unsympathen, der gerne seine Fäkalien und sexuelle Potenz thematisiert. Aber die Tatsache, dass die Charaktere größtenteils austauschbar bleiben, ist in diesem Falle für mich keine wirkliche Schwäche. Vielmehr lässt es den Blick auf Siberia selbst frei und akzentuiert dessen Grausamkeit. Die Wissenschaftler erscheinen nur als Beobachter, durch die man den Planeten erleben kann und durch die man erkennt, dass jeder Fehler ein tödlicher sein kann. Wer jedoch Wert auf Charaktere und Entwicklungen diesbezüglich legt, wird mit Siberia vermutlich nicht glücklich werden.

siberiapageZwischen all der Ungastlichkeit finden sich auch Momente der Ruhe, in denen die aparte Schönheit der Landschaft bewundert wird oder man an einem warmen Rückzugsort den zeitlich stark begrenzten Frieden genießen kann. Hinter Raubtieren und Stürmen verbirgt sich zudem ein Geheimnis, das längst vom Erdboden verschlucktes, intelligentes Leben beinhaltet, von dem nurmehr Höhlenmalereien und Obelisken verblieben sind. Genau diese Paarung – Geheimnis, Gefahr, Eis und menschliche Forscher – ist es, die mich an diesem Comic sehr fasziniert. Doch gerade bei den folgenden Bänden sollte eine Steigerung bezüglich der Charaktere vorhanden sein, um der Story mit mehr emotionaler Bindung folgen zu können.

Auch sind mir ein paar logische Schnitzer aufgefallen. Warum können die Geräte zwar Höhlen und lebendige Wesen orten und benutzen eine Art Sonarsystem, doch scheitern bei der Ortung von Unsichtbarem? Verdrängt nicht auch Unsichtbares Luft und sollte durch hochtechnisierte Geräte zu erkennen sein, zumal auch auf einem anderen Planeten eine ähnliche Lebensform katalogisiert worden ist? Ich verstehe jedoch, dass damit ein gutes Maß an Spannung verloren gegangen wäre. Auch sind mir zwei, drei Zufallsfaktoren etwas negativ aufgestoßen, die zu offensichtlich dazu dienten, sie abstürzen zu lassen und ihnen das Leben schwerer zu machen.

Die Zeichnungen Sentenacs unterstreichen in großen Teilen den Inhalt hervorragend. Auch hier schwächelt die Darstellung der Charaktere in Proportionen und Wiedererkennbarkeit, doch Siberia ist detailreich in Szene gesetzt und wunderschön charakterisiert. Von den kantigen Felsen über die garstigen Kreaturen und grausamen Stürmen bis hin zu den magisch anmutenden Polarlichtern. Die Kälte wird deutlich.

Fazit

Meines Erachtens nach ist der eigentliche Charakter in diesem ersten Band der Planet Siberia selbst. Ein faszinierender Charakter, über den ich gerne gelesen habe und über den ich mehr erfahren möchte. Durchgelesen habe ich den Band in einem atemlosen Rutsch. Es ist kein gewöhnlicher Comic und auch keiner, der jedem gefallen wird. Aber ich kann ihn definitiv empfehlen.

Ach guck mal. Wie süß! Zwei knuffige Tode!

Vereint in einem Bild: der Tod von Supernatural und jene(r) der Sandman-Comics. Letztere sollte ich endlich wieder lesen, ich weiß schon gar nicht mehr, worum es da überhaupt geht!

Der personifizierte Tod ist tatsächlich seit jeher einer meiner Lieblingscharaktere gewesen, erstaunlicherweise unabhängig vom Medium oder dem Franchise, dem er jeweilig angehört. In der Schule freute ich mich über jedes zu interpretierende Gedicht oder Bild, in dem der Tod eine tragende Rolle spielt. Das könnte natürlich mit meiner eigenen Vergangenheit zusammenhängen, oder aber, was ich für weitaus wahrscheinlicher halte, mit der Faszination, die das Thema an sich nicht nur auf mich ausübt. Über genau diese Faszination könnte man fast einen eigenen, hochgradig recherchierten Artikel schreiben, aber.. dafür sitze ich gerade zu faul auf dem sonnengetränkten Balkon herum.

Meistens gilt der Tod in den Veröffentlichungen als düsterer Geselle, denn schließlich verschenkt er zumeist „sich selbst“, statt Freude und Schokoladenhäschen. Seit Jahrhunderten gerne als Skelett dargestellt, darf er in unserer Zeit auch endlich pinke Kleidung und ein Lächeln tragen. Wobei – lächeln Totenschädel nicht eigentlich immer? Meine Lieblingstode sind tatsächlich der ausgemergelte Reiter aus Supernatural, die Dame aus den Sandman-Comics und der  SYMPATHISCHE KERL AUS DER SCHEIBENWELT. Einen Platz auf dem Treppchen ganz knapp verpasst hat der so gar nicht lustige Tod. Was gibt’s schon schöneres als den humoristischen Umgang mit dem Tod? Außer Katzenbabys, natürlich.

Habt ihr einen Lieblingstod?

Das Bild findet ihr natürlich entweder hier auf tumblr oder hier auf DeviantArt auf den Seiten des Künstlers.

 

Webcomictipp: Survivor Girl

Pünktlich wenige Tage vor Halloween letzten Jahres begann das mit einem Augenzwinkern versehene Grauen in Form eines Webcomics. Dieser nimmt nicht nur gekonnt sowohl bekannte, als auch weniger bekannte Klischees und Archetypen des Horrors auf die blutige Schippe, sondern erzählt überdies auch noch eine interessante Geschichte rund um das nicht immer ganz freundliche Survivor Girl.

Ein Survivor Girl benennt im Volksmund die ehedem zumeist jungfräuliche Protagonistin, die am Ende eines Horrorfilm überlebt. Diese zeigt sich in diesem konkreten Fall hier nüchtern und sarkastisch; doch ob sie den gut gelaunten Reigen rund um einen maskierten Mörder mit dem Ordnungsspleen und weiteren obskuren Gestalten letzten Endes auch wirklich überleben wird, steht noch in den Sternen. Der Comic nämlich ist noch keinesfalls abgeschlossen, sondern wird noch eine ganze Zeit lang jeweils Dienstags weitergeführt werden. Abgerundet werden die einzelnen Strips teilweise durch erklärende Worte und Anekdoten und der ein oder anderen angehängten Filmszene.

Die kreativen Köpfe hinter den wöchentlichen Strips sind die beiden Frankfurter Christopher Tauber und Ingo Römling, die sich vor allen Dingen mit der Comicserie DIE TOTEN aus dem Zwerchfell Verlag einen Namen gemacht haben. Römling ist hierbei für die – in Diskrepanz zum darmschleuderndem Inhalt – humorvollen bis fast schon niedlichen (Verzeihung, aber der Maskenmann ist einfach niedlich! Wie süß er guckt!) Zeichnungen verantwortlich, während Tauber als Autor fungiert.

Zum Schluss: Der erste Comicstrip als Vorgeschmack, den Rest gibt’s natürlich auf der offiziellen Webseite!

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