1. 30. Mai 2016 | Veröffentlicht unter Messen&Conventions, RPC, RPC '16.

    10 Jahre RPC.

    Von

    In Kürze würde meine Zusammenfassung folgendermaßen aussehen:

    Waren auf der RPC. Geile Shirts gekauft. 2/3 davon instant verloren. Cosplayer waren da. Dann das Bloggertreffen. Zu viel Metbier. Bericht Ende.

    Da ein Blog jedoch nicht der kleine, sondern vielmehr große Bruder von Twitter ist (wenn überhaupt. Aber die Familienverhältnisse finde ich ohnehin unübersichtlich. Vielleicht ist Twitter auch der Stiefsohn oder Busfahrer des Blogs.) muss ich mir wohl oder übel mehr Worte einfallen lassen. Ich schlage blind im Worthelfer Duden nach und tippe auf das Wort „drücken“.

    Drücken passt. Drückend heiß war es draußen auf dem Mittelaltermarkt und drückend eng in den Menschenmassen. Doch bleiben wir geordnet und berichten von Anfang an: Mit meinem Freund und meiner besten Freundin fahren wir mit dem Zug zur RPC. Frohen Mutes, denn wir konnten nicht ahnen, wie heiß es werden würde. Der Wetterbericht hat uns angelogen. Hinein jedenfalls in die großen Hallen und gegen Verkaufsstände gepresst. Rollenspiele. Tabletops. Plüschdinger. Zeug. Geld loswerden will ich allerdings eher nicht, schließlich muss ich sparen und Uncharted 4 ist teuer für eine Studentin!

    RPC3

    Hoffend blicke ich in das Programmheft: Meh. Ich könnte eine Stunde lang mit der DSA-Redaktion plaudern, aber … nein. Besser könnte ich ihnen meinen Liebesbrief vorlesen. Oder doch lieber einer Lesung lauschen? Nein, das ist nicht mein ganz persönlicher Fall. Ich hatte auf interessante Vorträge oder Workshops gehofft, doch packen konnte mich kein Programmpunkt. Also vegetieren wir in der Halle herum und sind uns später einig: „Hilfe, irgendwie ist das hier doof.“ Der Meinung sind wir allerdings recht allein, so scheint es, als ich mich unauffällig umhorche. Auch die Cosplays können mich nicht vom Gegenteil überzeugen. Es sind nette dabei. Aber ich kann mich momentan nicht so ganz mit der Selbstdarstellung anfreunden. Vielleicht liegt meine schlechte Stimmung auch daran, dass ich etliche Male von überdimensionierten Waffen, Rüstungsteilen und Schwänzen umgehauen, angestoßen oder gepeitscht wurde. Klar sind die Kostüme geil. Aber dann darf man dennoch noch an andere denken und ein Mindestmaß an Rücksicht zeigen, statt nur sich im Fokus zu sehen. Trotzdem: Der Großteil der Besucher ist sehr nett, sympathisch und humorvoll!

    Da die vielen Spieltische leider die meiste Zeit besetzt waren, schafften wir nur eine Runde zum Brettspiel „Mysterium“: Als Medium hilft man einem Geist, den Mörder ausfindig zu machen. Das Spielprinzip ist recht spannend und innovativ, da es statt auf Glück und Würfel auf Kombinationsgabe und auch ein wenig auf die eigene Menschenkenntnis ankommt. Obgleich das Prinzip interessant ist und das Spiel unheimlich viele positive Kritiken bekommen hat, ist es uns jedoch leider zu simpel und wenig überraschend oder spannend. Amazonlink samt der ausführlicheren Reviews gibts hier.

    Ich finde mein kurzzeitiges Glück in einem Kettenbikini, den ich anprobiere und dessen Hersteller mir von seinem Werk vorschwärmt. Noch mehr Glück empfinde ich allerdings, als ich in meiner Verzweiflung doch noch shoppen gehe und drei T-Shirts kaufe. Ein König der Löwen-Shirt, das ich direkt anziehe da mein Pullover, den ich bis dahin getragen hatte, dezent zu heiß wurde, ein Shirt mit Star Wars-Motiv und dieses Exemplar hier. Dean Winchester! <3 Ehm ja.

    RPC 16Pünktlich zum Bloggertreffen verabschieden sich mein Freund und meine Freundin in den wohlverdienten, kühlen Feierabend und nehmen leider nicht meine Tüte mit den neuen Shirts mit. Diese verliere ich nämlich später glorreich. Ich trauere dem Supernatural-Shirt noch immer hinterher. Das passiert allerdings stets, wenn ich Thilo vom Nerd-Wiki treffe: Ich verliere Dinge. Zum Glück dieses Mal keine Wertsachen. Hurra.

    Da das Bloggertreffen perfekt geplant war, fanden auch hunderte Blogger den einen Metstand von fünfen. Never trust a Zeitzeugin. Neben Thilo war noch das Orakel anwesend, dessen Bericht von der RPC hier nachgelesen werden kann, sowie ein Leser von mir. Weitere 9 Nachrichten ereilten mich im Laufe des Abends mit den Inhalten: „Guddy, wo seid ihr?!?“, „Mein Gott, welchen Metstand meinst du?!?“ und „Ich stehe hier seit 30 Minuten am Metstand, wo BIST du?“ Never trust a Zeitzeugin². Es tut mir wahnsinnig leid, doch ich hatte wirklich angenommen, dass es nur den einen geben würde! Vor Halle 10.2! Dummerweise war der ganze Außenbereich „vor Halle 10.2“. Ich lerne daraus und werde es nächstes Mal besser machen! :)

    Hallo. Ich bin eine Serienkillerin @orakelofdeath #rpc

    Ein von Guddy (@zeitzeuginguddy) gepostetes Foto am

    Den Abend verbrachten wir lustig debattierend, biermettrinkend und Albernheiten/Dummheiten anstellend. Ich mag Blogger und Youtuber. Meistens. Doch, ab 16 Uhr hat die RPC durchaus Spaß gemacht! Allerdings bin ich dieser Veranstaltung tatsächlich müde geworden. Ich will nichts kaufen. Das kann ich auch online oder wenn ich gemütlich durch die Stadt schlendere. Ich möchte Leute treffen und Workshops, sowie Vorträge anhören! Leider hat die RPC gerade von letzterem nur sehr wenig zu bieten und ich hoffe, dass im kommenden Jahr nachgezogen wird. Dennoch hat sich die RPC gelohnt: Freunde und Bekannte treffen, sowie neue Menschen mit ähnlichen Interessen kennenlernen – darum gehe ich zur RPC. Und dafür ist sie ok.

    Deutlich positivere Berichte meiner geschätzten Bloggerkollegen

    RPC


  2. 17. Mai 2016 | Veröffentlicht unter FC '16, FedCon, Messen&Conventions.

    Das war die FedCon 25

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    Wie kann man 50 Jahre Star Trek gebührend feiern? Mit einer zu großen Teilen diesem Franchise gewidmeten Convention beispielsweise! Kein Wunder also, dass es zwei Zeitzeuginnen-Generationen letztes Wochenende auf die FedCon verschlug. Anbei nun mein äußerst subjektiver Erlebnisbericht:

    9:00 Ich bin von Congängern umgeben. Nein, ich bin noch nicht im Bonner Maritim Hotel angekommen, sondern habe einen ersten Schritt in die morgendliche Straßenbahn gesetzt. Das, was nun folgt, wird einigen nicht gefallen: Doch ja, es gibt tatsächlich einen Grund für die Erfindung des Deodorants und ich finde es nicht OK, dass manche offenbar wieder und wieder Gefallen daran finden, gewisse Klischees zu unterstützen. Möge der Stinkstorm beginnen. Ich bin gewappnet und stehe zu meinem Anliegen.

    9:30 Wenig später bin ich dann endlich auch tatsächlich auf der FedCon und fühle mich plötzlich wie ein heimelig in „Chief’s Special“ eingewickeltes Nerdwesen. Neben Trekkies und Reys nehmen wir den ersten Kaffee zu uns, um uns für die nächsten Stunden zu wappnen – ich freue mich! Die Umstehenden offenbar auch, denn ich sehe in fast ausschließlich begeisterte Gesichter! Bis ich an einem Spiegel vorbeilaufe natürlich. „Die FedCon. Unendliche Weiten.“ – Kaum etwas wäre unzutreffender als solch eine Aussage. Kaum von Düsseldorf nach Bonn umgezogen, fühlt sich die FedCon irgendwie eng an. Kennt ihr die Shirts von der Ärzte-Tour? „Es war eng.“ So eines hätte ich gerne von der FedCon. Dank der Verlosung „Geeeewinnegewinnegewinne!“ mitten im Gang fühle ich mich auch spontan auf die gamescom versetzt. Mein Stresspegel steigt und wir flüchten in die erste Etage zu den wunderbaren Ausstellungen. Raumpatrouille Orion! Kunstwerke! Miniaturausgaben der Enterprise! Hurra!

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    12:00 Schwupps, renne ich in einen Blogleser. „Hey, dein Gesicht kenne ich doch!“ Hurra, jetzt kennst du auch meine unglaubliche Spontaneität bei diesen Dingen! Für das nächste Mal werde ich einen Text auswendig lernen, der mich intelligent erscheinen lässt! „Hey, nett, dich kennenzulernen! Ach, wusstest du eigentlich, dass in der Quantenmechanik der Zustand durch einen Vektor im Hilbertraum wiedergegeben wird? Dabei ist zu berücksichtigen, dass zwei verschiedene Vektoren genau dann denselben physikalischen Zustand bezeichnen, wenn sie sich nur um einen konstanten Zahlenfaktor unterscheiden! Cool, oder? Viel Spaß noch auf der Con!“ [/überhaupt nicht aus der Wikipedia zitiert]

    Schlange213:30 Nach Kaffee Nummer 2 machen wir uns zu den Panels auf – und landen am Ende einer erstaunlich langen Schlange. Bauen sie noch immer um? Dürfen wir noch nicht rein? Doch. Also halb. Die ebenfalls zahlenden (fast 50€) Tagesgäste müssen erstmal draußen bleiben, während die Wochenticketbesitzer fröhlich winkend an uns vorbei in den Saal schlendern. „Bei Überfüllung kann es sein, dass Tageskartenbesitzer die Panels nicht besuchen dürfen.“ Gut. Das ist eine Sache für sich, die ich an sich nicht OK finde, aber immerhin so an der Kasse zu lesen ist. Der Punkt ist der: Es war nicht überfüllt. Die Plätze wurden en masse für imaginäre Wochenendler freigehalten. Warum kommt man plötzlich auf die Idee, dass der obere Saalbereich für Wochenticketbesitzer wäre, wo es doch all die Jahre zuvor anders gehandhabt wurde? Unverständnis und offener Unmut auch bei den anderen Wartenden um uns herum. Verständlich, wie ich finde. Letztlich werden einige aus der Schlange dann doch – reichlich verspätet – in den Saal – unten zu den Wochenticketbesitzern – verfrachtet und durften Marina Sirtis bewundern.

    14:30 Marina Sirtis, bekannt als Deanna Troi aus TNG, erweist sich als wunderbar selbstironische, unterhaltsame Person, der ich gerne zuhöre! Sie erzählt, dass man sie ob ihrer lauten, direkten Art sicher schon mehrfach umgebracht hätte, wenn sie nicht zufälligerweise auch noch witzig wäre, sie plaudert über das „Je mehr Ausschnitt, desto weniger Hirn“ -Phänomen und plädiert lautstark dafür, dass die Tagesgäste auch endlich reinkommen dürfen. Ich mag die Frau! Mit ihr kann man sich sicher an die Bar setzen und ein Bierchen trinken! Die nach ihr kommende Chase Masterson (Leeta, DS9) ist dagegen nicht ganz mein Fall, weshalb mein herzallerliebster Nerdblogkompagnon Thilo und ich die Zeit nutzen und wichtige Handpuppen entwerfen. George Takei letztlich ist ein gewohnt netter Herr, der über wichtige Dinge wie Diversität in der Filmindustrie, #oscarssowhite und gay rights spricht. Sehr interessantes Panel einer ebenso interessanten und engagierten Person!

    16:00 Wir setzen uns zu Stefan in die höchst angenehm ruhige Bar und werden zum epischen Geek-Quartett. Es gibt Kölsch. Für 3€ das Gläschen. Das Speiseangebot ist in Ordnung, trifft jedoch nicht meinen Geschmack und vermisst habe ich ein paar Snacks oder Kuchen. Wir verbringen die nächsten beiden Stunden damit, intelligente Dinge zu tun. [Womit ich nicht vertuschen möchte, dass wir in Wahrheit alberne und infantile Witze machen.]

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    18:00 Wir wandern zu den letzten Panels. Überraschung: Die Schlange ist fort. Einfach so! Wir spazieren wie gewohnt auf die Tagesticketplätze. Die Sicht war schonmal besser. Aber hey, wofür hat man denn den Zoom der Kamera! Eben! Außerdem hätten wir uns auch früher Plätze suchen können, aber stattdessen mussten wir ja herumtrödeln! Karl Urban (HdR, die neue Star Trek-Verfilmung) gibt sich souverän und zurückhaltend-charmant und Terry Farrell (DS9) offen wie kritisch. So berichtet sie beispielsweise in sehr klaren Formulierungen und aus ihrer Sicht über ihre vermeintliche Kündigung bei DS9 und die Rolle der Frau in Hollywood. Wenig später zeigt sich William Shatner, Highlight für viele. Ein Mensch, der die Bühne auskostet und ausfüllt. Ausschweifend („Mr Shatner, wie haben Sie es geschafft, beim Kampf mit dem Gorn ernst zu bleiben?“ – „Tja, damals hatten wir wirklich wenig Geld zur Verfügung, die Episoden kosteten damals nur einen Bruchteil […] Und dann kam Star Trek V, bei dem ich Regie führte [… 15 Minuten später] Um jetzt mal wieder zum Gorn zurückzukommen…“) beantwortet er die Fragen der Fans und thematisiert dabei nicht nur Star Trek V, sondern auch die eigene Sterblichkeit und den Clinch mit George Takei.

    20:00 Es wird spät im Geekland. Meine Mutter verabschiedet sich und hinterlässt ein tiefes Loch im Geek-Quartett, das wir aber bald mit Nici auffüllen. Ich bestelle mir einen „Uhura“. Weizen mit Blue Curacao. Der Grund ist simpel: Es ist grünes Bier und sieht erfrischend aus! Betonung auf „sieht“, denn ich habe selten etwas ekligeres getrunken. Doch viele scheinen es zu mögen, daher hat es seine Daseinsberechtigung! Ich steige auf Kölsch um.

    ~22:00 Obwohl es hier vermutlich aufgrund meiner Deokritik so wirkt, als würde ich Congänger verabscheuen: Das stimmt nicht! Absolut nicht! Ich mag Geeks! Hey, ich bin selber einer und die Macht ist mit dir, Gandalf! Also freue ich mich auch auf die Party nach der Con. Man tanzt. Nicht immer gut, aber ja, es macht Spaß! So lässt man Conventions ausklingen! Ein schöner Abschluss einer insgesamt schönen Con!

    Ein cooles Video hat Nici hinterlassen. Ab 10.30 oder so kann man mich am Rande auch tanzen sehen. Haha. „Tanzen“. Nennen wir es lieber „zappeln“.

    Bar fedconFedCon1FleetGeorge TakeiKaffeeKarl UrbanLeuteMarinaMerchMOCOrionSaalsaal2SchlangeStar TrekTerryThiloTransformerWilliam Shatner

     


  3. 8. Mai 2016 | Veröffentlicht unter FC '16, FedCon, Messen&Conventions.

    FedCon, anyone?

    Von

    „Gee, Guddy. What do you want to do next weekend?“ – „The same thing we do every con-weekend, Pinky – try to take over the FedCon!“

    Ihr habt wahrscheinlich schon von ihr gehört, dieser „FedCon„, schließlich erzähle ich euch jedes Jahr um diese Zeit von diesem Event. Mein erstes Mal war ich 2012 in ihr, 2013 konnte ich auch nicht auslassen, 2014 hielt ich ihr noch immer die Treue und an die FedCon 2015 kann ich aufgrund des anwesenden BSG-Casts nur mit fangirlymäßig wild klopfendem Herzen zurück denken.

    2016 also, an diesem langen Pfingswochenende vom 13. bis zum 16. Mai. Leider, leider diesmal in Bonn, statt Düsseldorf. William Shatner wird dort sein, George Takei, Karl Urban, Walter Koenig und noch ein paar mehr illustre Gäste, die ich nicht alle nennen möchte, da ich meinen einzigen, tippfähigen Finger nicht allzu sehr abnutzen möchte. (Deswegen diktiere ich meiner Katze auch das Roman-Manuskript.) Das vollständige Programm könnt ihr hier einsehen.

    Doch zur Masterfrage: Wird jemand von euch dort sein? Ich werde definitiv am Sonntag dort aufschlagen, mich in ein paar Panel setzen und mehr oder weniger medienwirksam an einem Kaffee nuckeln, da ich Samstag Abend Cocktails trinken muss und Koffein brauchen werde. Mein Leben ist hart und grausam, ich weiß. Und wen ich ganz viel Glück habe… werde ich an jenem Sonntag Abend auf der FedCon Party (so denn eine stattfindet) auch tanzen können und nicht von einem garstigen Herrn mit silberner Mähne kackendreist versetzt werden, nur weil seine alten Knochen zu müde waren! (Ich sagte ja: Mein Leben ist schlimm.)


  4. 17. Dezember 2015 | Veröffentlicht unter Gaming, rund um Gaming.

    GCON: Die Gaming Convention für die saudi-arabische Frau

    Von

    In einem Land, in dem man als Frau für einige für uns alltägliche Dinge einen Vormund braucht, sind es Miniaturschrittchen, die derzeit getätigt werden: So wurden Frauen am 12.12. zum ersten Mal zur Wahl zugelassen. Zeitgleich fand in al-Khobar die vierte Gaming Convention für Frauen statt.

    Auch letzten Punkt finde ich persönlich sehr interessant, fallen einem, wenn man an Saudi-Arabien denkt, doch nicht unbedingt die Gamingindustrie und dann ausgerechnet noch Gamerinnen ein. Diese konnten auf dieser Convention, die sich in diesem Jahr erstmalig auf zwei Städte und  Wochenenden ausweiten durfte, Cosplays bewundern, selber in einem Cosplay auftreten, Spiele anzocken und an Turnieren teilnehmen. Klingt alltäglich, ist in diesem kulturellen Kontext jedoch nicht allzu handelsüblich.

    Die GCON wurde 2011 von der Spielentwicklerin Tasneem Salim und ihren zwei Co-Gründerinnen Felwa Al Suwalim und Najla Al Arifi ins Leben gerufen, nachdem ihnen aufgrund ihres Geschlechts kein Zutritt zu anderen Gaming Conventions des Landes gewährt wurde. Rund 3,000 Besucherinnen konnte die Convention in diesem Jahr allein in Riyadh verzeichnen, was zumindest ansatzweise zeigt, dass ein Markt für saudi-arabische Spielerinnen vorhanden ist.

    Einen kleinen Einblick erhaltet ihr im angefügten Radiointerview mit dem US-amerikanischen Radiosender NPR, sowie auf den Twitter– und Instagramseiten der GCON, auf denen auch Fotos zu sehen sind.

     


  5. 13. November 2015 | Veröffentlicht unter Messen&Conventions, RC '15, RingCon.

    Das war: Die RingCon 2015

    Von

    Die RingCon des vergangenen Wochenendes soll die letzte sein und so wurde es auch zu einer Abschiedsfeier, deren Stimmung meinem Gefühl nach gedrückter war als in den Jahren zuvor. Elben, Zwerge, einige Schottenröcke Dank dem Schwerpunkt auf die neue Serie „Outlander“ (Mit dabei: Sam Heughan, Graham McTavish, Gary Lewis und Duncan Lacroix, sowohl die Autorin Diana Gabaldon) – nicht, dass die Besucher weniger Enthusiasmus zeigten. Nein, die Stimmung schlug sich viel mehr in den Gesprächen nieder.

    Frei nach Susanne, 24: „Meine dritte RingCon und jetzt ahbe ich gehört, dass sie schon die letzte sein soll? Sie hat doch noch gar nicht richtig angefangen! Sehr schade, ich hatte mich auf viele weitere Jahre mit ihr gefreut!“

    Nichtsdestotrotz wurde auch in diesem Jahr viel geboten. Logisch. Man ist schließlich nicht dort, um gelangweilt Tee zu trinken, sondern um die Gemeinschaft und die Gaststars zu genießen, die sich hier die Klinke in die Hand drücken! Game of Thrones (Finn Jones, Gemma Whelan, Ian Beattie, Carice van Houten, Amrita Acharia und Jack Gleeson) war ebenso Teil des Programms wie Harry Potter (Harry Melling und Jessie Cave) oder Buffy (Sarah Hagan). Jedes dieser Panel war auf seine eigene Art unterhaltsam, informativ oder einfach nur schön. Es wurde viel gesungen, ziemlich viel gescherzt und sicherlich schlug das ein oder andere Fanherz höher.

    Was die Organisation angeht bin ich allerdings zwiegespalten; die Kommunikation schien mitunter nicht allzu gut zu funktionieren, die Besucher ein ums andere Mal im Unklaren gelassen, was es mit Stargast XY auf sich hat und wer nun im folgenden Panel auftreten wird. Kleine Fehlerchen im ansonsten sehr erholsamen Ganzen.

     


  6. 1. August 2015 | Veröffentlicht unter Messen&Conventions, rund um Conventions.

    Wie eine „Farcecon“ doch noch frakking awesome wurde

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    Wenn Stargäste einer Convention kurzfristig absagen, ist das nie schön. Manch Fan kommt extra wegen einem bestimmten Schauspieler seiner Lieblingsserie angereist, zahlt Fahrt, Tickets und Unterkunft. Meistens halten sich die Absagen im Rahmen – bei der im Moment in Seattle stattfindenden Galacticon4 ist der Rahmen definitiv gesprengt worden. Nur wenige Tage vor Constart hat der Veranstalter selbst ganze elf Gäste, hauptsächlich vom Maincast der neuen Battlestar Galactica-Serie, von der Con gestrichen. Das kam nicht nur für die Fans überraschend, sondern auch für die Darsteller selbst. Offiziell ist von Raumstornierungen seitens der Hotels die Rede, doch darf dieses angezweifelt werden. Weiter ins Detail möchte ich hier nicht gehen – der Drops ist gelutscht und es ist zu aktuell, als dass man voreilige Urteile fällen kann.

    Was tut man also als „abgesagter“ Schauspieler? Sich ein paar Tage Urlaub gönnen? Aber nein! „Chief Tyrol“-Darsteller Aaron Douglas buchte sich – man höre und staune! – in Seattle ein Hotelzimmer und  rief kurzerhand zu einem Fantreffen in den Pubs Seattles auf, deren Planung und Verlauf man unter dem Hashtag #findchief mitverfolgen konnte.

    Hey all.Due to blah blah blah frakking blah I will not be attending the VoldemortCon this weekend.I am filming a…

    Posted by Aaron Douglas on Donnerstag, 30. Juli 2015

    Erschienen sind letztlich nicht nur „hunderte“ Fans, sondern neben Aaron Douglas auch Michael „Samuel T.Anders“ Trucco und Leah „Racetrack“ Cairns. Fotos und Autogrammwünsche waren ausdrücklich gestattet, auch ohne dafür bezahlen zu müssen- gebeten wurde nur um eine Spende völlig gleich welcher Höhe an das Kinderkrankenhaus in Vancouver oder an die Canadian Cancer Society. „There are no „sales“ going on with this, you have all spent bloody well enough on this con, both in actually money and in mental anguish.“

    Natürlich kann man jetzt den Miesmacher spielen und sagen, dass das ganze aus Publicitygründen auf die Beine gestellt wurde. Aber ich denke, dass da wirklich einiges an gutem Willen hintersteckt! Bei vielen kühlen Bieren,Karaoke, lustigen Gesprächen rund um BSG und Science Fiction mit Darstellern oder Fans – das klingt einfach verdammt geil! Aaron Douglas habe ich selbst auf der letzten Fedcon auf ein Bier kennenlernen dürfen. Die ganze Aktion nehme ich ihm mehr als ab.  Momentaufnahmen von der Kneipentour kann man unter dem Hashtag, auf Aarons Profil oder seiner Facebookseite sehen.

    So etwas darf es ruhig häufiger geben!

    via Aarons Twitter

  7. 6. Juli 2015 | Veröffentlicht unter Diverse, Messen&Conventions, Rollenspiel.

    Über die FeenCon und das Voyager

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    Die FeenCon war meine erste Convention überhaupt. Damals war ich 16 und unfassbar beeindruckt von den vielen, vielen Rollenspielern, Lesungen und Ständen. Jetzt bin ich ein wenig älter, habe bereits Massenconventions miterlebt und kann sagen: Die FeenCon ist eine sehr kleine, aber auch eine feine Con.

    Sie findet im schönen Städtchen Bonn statt, wunderbar gelegen direkt an einem kleinen Park, der das Vogelgezwitscher an die Spieltische trägt. Bekannte und unbekannte, deutsche Fantasyautoren lesen aus ihren Büchern vor, Rollenspielverlage bewerben ihre Produkte, es gibt leckeres Met und verdammt viele bespielbare Tische, um dort RPGs oder Gesellschaftsspiele zu zocken. Früher habe ich mich gerne zu fremden Leuten gesetzt, mittlerweile schätze ich das Spiel mit mir bekannten Leuten einfach mehr. Gestern bzw. vorgestern hätte ich es allerdings ohnehin keine Stunde in den Spielräumen durchgehalten: Es war un-glaub-lich heiß! Und mit „heiß“ meine ich nicht Jensen Ackles-heiß, sondern Schicksalsberg-heiß! Spontan wurden spärlich aufgebaute Ventilatoren zu Göttern erklärt, Umarmungen fielen denkbar karg aus und die körperlichen Ausdünstungen… lassen wir das.

    Wir wälzten uns also ächzend durch die niedlichen Hallen, ich kaufte mir unkontrolliert ein Behind the Scenes-Buch über Battlestar Galactica und ein Met mit Thymian und Salbei von der Metwabe, bis wir uns schließlich in einem Workshop zum Thema „Eis&Dampf in Fate“ wiederfanden. Die beiden hochgradig charmanten Autoren Judith und Christian kannten wir bereits von Judiths Geister des Landes-Trilogie sowie einem Spielabend, bei dem wir eigentlich besagtes Eis&Dampf-Fate spielen wollten, dann jedoch der allgemeinen Liebe zu BSG erlagen und letztlich doch das Brettspiel zocken mussten. Fate hatte dabei jedoch keinerlei Schuld getroffen!

    Fate: Eis & Dampf

    zerbrochene PuppeBasierend auf dem Roman Die zerbrochene Puppe und nachfolgend der Anthologie Eis und Dampf hat sich das Setting seitdem einiges an Futter angefressen und wird im kommenden August innerhalb eines Rollenspiels auf Fate-Basis beim Uhrwerk-Verlag erscheinen. Von der Sonne mürbe gebrannt erfuhren wir während des Workshops dann auch einen kleinen Wachschub. Hey, immerhin geht es um kaltes Eis! Die Eiszeit ist innerhalb dieses alternativen Europa des 19. Jahrhunderts angebrochen, die das nördliche Europa von einer Eisschicht bedeckt hält und Afrika zu einem Hort der wogenden Gräser hat werden lassen. Dampfend mischt sich der Steampunk in diese Kulisse, Luftschiffe und Dampfmaschinen fleuchen über das Eis.

    Vorgestellt wurden in diesem Workshop das Regelwerk, die Welt inklusive Archetypen und einige Zeichnungen. Insgesamt kann es sich sehen lassen. Voraussichtlich auf der RatCon im August wird es zu erstehen sein, bis dahin und darüber hinaus kann man sich auf der Website auf dem Laufenden halten.

    Von verrückten Juggern und einem Fiasko

    juggerKinners, es ist heiß! So verdammt heiß! Warum macht ihr den dann noch Sport? Unfassbar! Nahezu anbetungswürdig! Zombieschützen hüpften quirlig – und vielleicht teilweise zu spärlich bedeckt – durch den Sonnenschein, Jugger kämpften um ein ballähnliches Gebilde und – Moment, Jugger? Ja, ein wahrlich possierliches Spielchen, bei dem auf martialische Weise Fußball gespielt wird. Nur ohne Fuß. Dafür jedoch mit Waffen und einem Hundeschädel. So zumindest in der dystopischen Filmvorlage Die Jugger – Kampf der Bestendie reale Version ist natürlich ungleich harmloser, dafür jedoch ähnlich nett anzusehen. Unter dumpfen Trommelschlägen schwitzten die Jugger über die Wiese.

    Ähnlich rotgesichtig stellte sich mir Thilo vom Nerd-Wiki in den Weg, der später angereist war, dafür jedoch bereits nach 5 Minuten aussah, als wolle er ein Bad in einer Eistonne nehmen. Ich hätte mich ihm ohne zu zögern angeschlossen! Wir bemitleideten uns gegenseitig in großen Tönen, bevor ich mich auf den Weg zu meiner letzten Station, einem Fiaskospiel, machte. Draußen. Auf der Wiese im Schatten. Hurra!

    Siegfried Müller taufte ich meinen deutschen, drogenabhängigen, raffgierigen, tumben Cowboy, der eine Postkutsche überfallen will, nebenbei von seiner fetten Ex-Frau malträtiert wird und am Ende doch wieder am Anfang steht. Fiasko ist ein Erzählrollenspiel für 3-5 Personen, wobei man in die Rollen von zumeist dezent aheroischen Persönlichkeiten schlüpft, für deren Generierung man nicht viel Zeit, dafür jedoch die Interaktion mit seinen Mitspielern braucht. Das ganze Spiel dauert kaum länger als 2 Stunden, ist dabei extrem spaßig und gipfelt klassischerweise in einem für alle Beteiligten haarsträubendem Fiasko! Sehr zu empfehlen für Leute, die gerne One-Shots spielen.

    Auf zum kühlen Bier!

    11121035_999520590066632_1511243794_nNach kaum 6 Stunden waren wir durch. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ich darf über die Hitze meckern, denn ich bin ein Kältekind das es liebt, in Stiefeln durch die Weltgeschichte zu wandern! Schnell verließen wir also den Kessel an vor sich hin garenden Rollenspielern und fuhren zum Voyager, über das ich vor einiger Zeit noch vor seiner Realisierung geschrieben hatte. Ein Rollenspiel-Geek-Brettspiel Pub im Herzen von Bonn, zu dem es mich „immer schon“ hingezogen hatte. Die lange Anfahrt nach Bonn bei unglaublich miesen Rückfahrzeiten (Ich fahre doch nicht um 9 Uhr abends wieder nach Hause!) hatte mich bislang davon abgehalten.

    Den ersten Pluspunkt bekam das Voyager durch die Klimatisierung. Den zweiten durch die gute Bierauswahl. Den dritten durch die vielen und interessanten Spiele, den vierten durch die Superheldentische, den fünften durch die Bedienung, den sechsten durch die fantastischen Burger… kurzum: Wir waren positiv überrascht, hatten doch gerade meine Mitstreiter eine klassische, unschöne Rollenspielkaschemme erwartet.

    Das Voyager bietet unter anderem Themenabende an, Näheres erfahrt ihr natürlich auf der Website. Ich bin jedenfalls angetan von dem Pub und habe mir bereits einen Tisch für den kommenden Cocktailabend reserviert, um mich dort mit einem Freund durch die Cocktails zu kosten! Wie wäre es zum Beispiel mit dem „Shrek“? Saure Gurken mit Gurkenwasser und, ich glaube, Vodka… wer wird da schon widerstehen können?


  8. 5. Juli 2015 | Veröffentlicht unter Diverse, Messen&Conventions.

    Die kommenden Comic Cons in Deutschland

    Von

    Nächstes Jahr wird es in Stuttgart die erste deutsche Comic Con geben! Oder doch bereits in Dortmund im Dezember? Ja was denn nun?

    Fast zeitgleich und mit sehr ähnlichem Namen sind in den letzten Wochen bzw. Monaten zwei Veranstaltungen aus dem Boden geploppt, die sich auf Facebook gemütlich gemacht haben und aufgrund der Ähnlichkeiten für einige Verwirrung gesorgt haben. Nach der erst jüngst ins Wasser gefallenen – mit den beiden Comic Cons in keinem Verhältnis stehenden –  Blood Relations Convention, bei der etliche Leute um ihr bereits überwiesenes Geld bangten, macht sich verständlicherweise nicht nur Verwirrung, sondern auch Skepsis breit. Ich möchte die beiden Conventions daher hier ein wenig aufdröseln:

    Comic Con Germany

    11705406_845561872204392_8274791922366267040_oFür die in Stuttgart am 25. und 26 Juni  stattfindende Comic Con Germany zeichnet sich die  Comic Con Germany GmbH verantwortlich, deren Geschäftsführer Dirk Bartholomä man von seit über zwei Jahrzehnten erfolgreich laufenden Events wie der FedCon und RingCon kennt. Nach dem großen Vorbild der San Diego Comic-Con soll man hier in den Messehallen Stuttgarts auf über 30.000qm verteilt auf Comicverlage, Comic Zeichner und Stars aus Serien und Filmen treffen, garniert mit Workshops, Signierstunden und natürlich den allseits beliebten Panels. Bereits zugesagt haben James Marsters (Buffy), Nicole de Boer (Star Trek DS9) und Robert Picardo (Star Trek Voyager). Auch der Panini Verlag sowie CrossCult werden als große Comicverlage aus Deutschland anwesend sein.

    Auf Facebook erstellt wurde die Veranstaltung im April dieses Jahres, dort wird die Seite auch aktuell gehalten. Eine eigene Website wurde vor einigen Tagen online gestellt. In der bereits vorliegenden Pressemitteilung äußert sich der Veranstalter Dirk Bartholomä:

    Wir sind alle schon unheimlich aufgeregt und können es kaum erwarten bis die erste Comic Con Germany ihre Pforten öffnet. Die Nachfrage nach einer deutschen Comic Con war so groß, dass wir jetzt schon dutzende von Anfragen haben. Die Veranstaltung wird mit einer Menge an fantastischen Aktivitäten aufwarten. Die Mischung aus bekannten Gästen, Fangruppen, Kostümen, Firmen, Ausstellungen und Special Events hat es bis jetzt in dieser Größe noch nicht gegeben. Wir haben Comic Künstler aus der ganzen Welt eingeladen, Schauspieler, Musiker, Cosplayer und Leute aus der Unterhaltungsindustrie.“

    Kosten soll ein Tagesticket 17€, ein Wochenendticket 30€ und der VIP Pass 199€. Weitere Preise sowie Ermäßigungen können hier eingesehen werden.

    Fast ein Jahr lang muss man sich noch gedulden. Man darf allerdings erwarten, dass noch etliche Ankündigungen erfolgen werden und auch, dass noch genug Zeit bleibt, um es ordentlich zu planen.

    German Comic Con

    11390053_899714440074670_8628786568778362732_nEs sind nur noch 153 Tage bis zur German Comic Con, die am 5. und 6. Dezember in der Dortmunder Westfalenhalle stattfinden wird. Diese Convention wurde von der Cool Conventions UG ins Leben gerufen, die unter der Leitung von Markus Borchert am 15 Mai dieses Jahres gegründet wurde. Auch hier richtet man sich ganz nach dem San Diego-Vorbild: Über 20 Stars werden versprochen, Photoshoots, Autogrammsessions, Panels und Workshops, sowie natürlich ein großer Raum für Händler. Zusagen seitens der Stars gibt es jedoch bislang noch nicht und auch aus deutschen Comicverlagslanden ist noch keine Zusage eingegangen. Aus einem Forumsbeitrag wurde jüngst deutlich, dass Panini Comics, immerhin die Anlaufstelle in Deutschland speziell wenn es um Superheldencomics geht, nicht auf der German Comic Con vertreten sein wird.

    Auf Facebook wurde die Veranstaltung am 1. April erstellt, wobei diese Seite jedoch aufgrund von Namensähnlichkeit mit der Comic Con Germany freiwillig gelöscht wurde. Die neue Facebookseite startete Ende Mai. Dort wird deutlich, dass bereits Tickets versendet werden, der Vorverkauf also gut zu laufen scheint. Erste Starankündigungen wurden für den Juli versprochen, man darf also gespannt sein.

    Eine Pressemitteilung liegt noch nicht vor, auf der Website wird jedoch Großes versprochen:

    Wir arbeiten aktuell mit Hochdruck an einem extrem spannenden und interessanten Line-Up! Schließlich wollen wir uns nicht lumpen lassen und machen auch kein Geheimnis daraus: es soll richtig knallen! Sobald die ersten Gäste final bestätigt sind, aktualisieren wir dies auf unserer Website und natürlich auf unserer Facebook Seite.“

    Tickets können hier bestellt werden, Vorbesteller erhalten einen Rabatt. Regulär kostet ein Tagesticket 25€, ein Wochenendticket 45€ und ein Platin VIP Ticket 129€. Weitere Tickets und Preise können auf der Seite eingesehen werden. Schön ist, dass gleich aufgelistet wird, was man bei einem der VIP Tickets für Specials erhält.

     

    Fazit

    Ein alter Conventionshase – Dirk Bartholomä  mit seiner neu gegründeten Comic Con Germany GmbH – trifft auf eine Jungfrau – Cool Conventions UG. Beide versprechen natürlich viel, inwieweit diese Versprechungen eingelöst werden können, wird man wohl erst vor Ort sehen. Ich persönlich bin gespannt , würde jedoch davon abraten, ein Ticket vorzubestellen, wenn noch keine Gäste angekündigt sind und keine weiteren Informationen vorliegen – vor allem dann, wenn man wegen der Stars und nicht wegen der Atmosphäre dorthin geht. Ich glaube, dass es die German Comic Con aufgrund fehlender Reputation schwer haben dürfte, Größen an Land zu ziehen, doch lasse ich mich da gerne eines Besseren belehren. Ich persönlich werde das ganze erst ein wenig beobachten und auf offizielle Statements warten.

     

    Nachtrag:

    Auf Facebook schreibt die German Comic Con:

    facebookcomment

    Es wirkt, als habe die Comic Con Germany den Umstand, dass viele Medien die Comic Con Germany als direkten Ableger der SDCC sehen, bewusst forciert. Dazu hier relevante Auszüge aus der Pressemitteilung:

    Endlich ist es soweit, Deutschland bekommt seine eigene Comic Con. Der erste Event dieser Art startete 1970 in San Diego (Heimat der ursprünglichen Comic Con) mit gerade mal 300 Besuchern. Mittlerweile gibt es in vielen US Städten Comic Cons, die jährlich viele 100.000 Besucher anziehen. In Deutschland ist es im Juni 2016 soweit. In der modernsten und größten Messehalle der Stuttgarter Messe findet am 25. und 26. Juni 2016 die erste Comic Con Germany statt. Der Veranstalter ist seit 1992 auf dem deutschen Markt tätig mit den bekannten Events FedCon und RingCon, Conventions zum Thema Science Fiction und Fantasy, die seit mehr als 20 Jahren erfolgreich in großen Hotels in NRW stattfinden. Der Panini Verlag, als in Stuttgart ansässiger Comic-Bigplayer, wird das neue Comic-Top-Event mit einem fulminanten Auftritt, mit internationalen und nationalen Zeichnern, Aktionen und messe-exklusiven Publikationen für Sammler unterstützen.“

    Meines Erachtens nach hat hier eher die Presse schlampig gearbeitet und nicht der Pressevertreter der FedCon GmbH. Von einem „Event dieser Art“ und „Der Veranstalter ist seit 1992 auf dem deutschen Markt tätig“ auf einen offiziellen Ableger zu schließen, halte ich für etwas gewagt. Beide Veranstaltungen nutzen die Bekanntheit amerikanischer Comic Cons, setzen bewusst auf den Vergleich – allein schon mit ihren Namen. Diese Comic Cons als Vorbild zu nehmen und dieses auch zu benennen, halte ich auch nicht für falsch. Schließlich werden beide Comic Cons auch genau das sein: Cons nach dem Vorbild der SDCC.

    Copyright der Bilder: 1.: Kevin Dooley via Flickr 2.: Comic Con Germany GmbH 3.:Cool Conventions UG)

    Update vom 8.7.: Nicht die FedCon GmbH ist für die Comic Con Germany verantwortlich, sondern die Ende Juni gegründete Comic Con Germany GmbH, deren Geschäftsführer u.a. nichtsdestotrotz FedCon-Veranstalter Dirk Bartholomä ist.


  9. 25. Mai 2015 | Veröffentlicht unter FC '15, FedCon, Messen&Conventions.

    FedCon 24 – Impressionen

    Von

    Vom 21. bis 24. Mai 2015 konnten sich die Mitarbeiter des Düsseldorfer Flughafens wieder an drollig verkleideten Gestalten erfreuen, denn ganz in deren Nähe fand, vielleicht zum letzten Mal an diesem Ort, die FedCon statt. 4 Tage lang gaben sich Wookies, Dr. Whos und Vulkanier die Klinke in die Hand, stießen Jedi und Sith mit Cardassianischem Ale an und standen renommierte Schauspieler aus diversen Serien auf der Bühne, um den ein oder anderen Schwank von ihren Drehs zu erzählen. Trotz der Last Minute-Absagen war die Reihe der Stargäste noch reichlich besetzt. Von, um nur ein paar zu nennen, Star Trek („Seven of Nine“ Jeri Ryan, Jonathan Del Arco und Manu Intiraymi) über Defiance („Joshua Nolan“ Grant Bowler und „Bio Man“ Rob Archer) bis zu Battlestar Galactica („Papa Adama“ Edward James Olmos, „Six“ Tricia Helfer, „Dr. Gaius Baltar“ James Callis und „Chief Galen Tyrol“ Aaron Douglas) waren einige Serien vertreten.

    Für den recht unwahrscheinlichen Fall, dass ich noch Leser habe, die noch nie etwas von der FedCon gehört habe: Folgend die kurze Erläuterung. Der Rest darf diese gerne überspringen. 

    More »
    Die Fed(eration) Con(vention) findet seit 1992 jährlich statt. Nebst den Vorträgen von Experten zu Science-Fiction Themen wie etwa das Beamen bilden vor allen Dingen Schauspieler aus Film und insbesondere Serien den Mittelpunkt, die in den sogenannten Panels den Gästen Rede und Antwort stehen. In eine umrahmende, kleine Show gebettet, präsentiert sich hier Entertainment, das man längst nicht überall finden kann. Diese besonderen Momente mit den „Stars“ lassen sich zudem noch auf Autogramme und gemeinsame Fotos ausweiten, die für ein paar Sekunden das Fanherz deutlich höher schlagen lassen. Seit Beginn der Con waren unter anderem Leonard Nimoy, Wil Wheaton, William Shatner und Summer Glau zu Gast.

    An dieser Stelle möchte ich euch an meiner Zeit auf der diesjährigen FedCon teilhaben lassen.

     

    Der erste Eindruck

    tribbles

    Kaum betrete ich die Eingangshalle des Düsseldorfer Maritim Hotels, rammt mir ein Andorianer den Ellbogen in die Seite. Sein linker Fühler hängt traurig auf Halbmast, geradezu verzweifelt versucht er, diesen Umstand Vergangenheit werden zu lassen. Dass er mich dabei fast die Treppe heruntergeschupst hätte, hat er nicht mitbekommen. Meine erste (und zugegebenermaßen einzige) gute Tat des Tages besteht folgerichtig darin, ihm aus seinem schrecklichen Dilemma zu retten, ehe ich mich mit meinem Ticket bewaffnet in die Menge stürze. Immerhin ist die Macht nun sicher mit mir.

    Schrieb ich tatsächlich Menge? Wenn die RPC besuchertechnisch der kleine Bruder der Gamescom ist, so ist die FedCon dessen kleines Schoßtier. Ein edles Schoßtier mit glorreichem Stammbaum, wohlgemerkt, man will ja hier nicht lügen. Mehr als die etwa 6.000 Besucher könnte das Hotel allerdings auch kaum fassen, es ist bereits jetzt an diesem Freitag ein kleines Wunder, dass mir bis auf diesen anfänglichen Unfall niemand auf die Füße tritt. In Ruhe gönne ich mir einen Cappucchino bei dem freundlichen Mitarbeiter von nebenan und unterhalte mich mit einem jungen Mann im Fireflyshirt. Das gülden auf seiner Brust prangende „Shiny“ – kaum etwas könnte bei ihm treffender sein!

    Frei nach Markus (Mitte 20): „Ja, ich war gestern schon hier. Nicht alleine, siehst du die Gruppe da? [er deutet auf fünf Männer in Starfleet Uniformen, die eine Tüte Nerds herum reichen. Noch treffender als das Shirt.] Zu der gehöre ich. Wir haben uns vor vier Jahren alle auf der FedCon kennengelernt und sehen uns einmal im Jahr hier. Ein tolles Ritual! Momentan finde ich die Con allerdings etwas träge. Ich weiß noch nicht so genau, woran es liegt, Besucher gibt’s hier ja genug! Vielleicht am Master of Ceremonies? Das wirkt alles nicht so spritzig diesmal.

    Wir verstricken uns in ein Gespräch über das Für und Wider von Master of Ceremonies, bei dem wir feststellen, dass wir beide zumindest gerne Garrett Wang zurück und Nessi bitte nicht weit weg als Co-MOC hätten und verabschieden uns congerecht mit einem „Live long and prosper“.

    Die nächsten Minuten verbringe ich damit, leer auf die vorbei laufenden Besucher zu starren. Der Anteil Verkleideter erscheint mir deutlich höher als der anderer Conventions. Generell wirkt das Klientel nicht erst in diesem Jahr reifer auf mich. Gesetzter, ruhiger, ernsthafter als auf jugendlichen Messen, bei denen man alle drei Meter mit einem Hörsturz rechnen muss, da definitiv irgendjemand seinen Stimmbruch noch nicht unter Kontrolle hat. Hier geht es schließlich auch nicht darum, schnell x-beliebige Spiele anzuzocken oder herrenlos durch die Gänge zu irren, sondern um wesentlich mehr. Mein erster Programmpunkt beginnt erst in einer halben Stunde und so bin ich froh, dass ich auf moep0r treffe. Ein Blogger, den ich schon seit geraumer Zeit im Visier habe und den ich heute entjungfern darf. Auf Bloggerart, versteht sich: Es ist das erste Mal, dass er auf einen anderen Blogger trifft, doch dafür wirkt er sehr souverän! Wir schaffen es, uns alles andere als anzuwidern und beginnen, gemeinsam die ersten Programmpunkte abzugrasen.

    Das Programm

    wurchePrinzipiell ist das Programm voll. Voller Panels, Vorträgen, Workshops… das Erwartete. Manchmal hat man mit terminlichen Überschneidungen zu kämpfen und manchmal mangelt es am eigenen Interesse. Logisch: Man kennt nicht jede einzelne Serie oder ist zumindest nicht begeistert von einer jeden und mancher Vortrag geht auch einfach an einem vorbei. Ich persönlich habe dieses Jahr Glück: Mit gleich vier Gästen ist Battlestar Galactica gut vertreten und auch die Vorträge finde ich besonders am Freitag spannend. Doch gerade der Samstag sorgt tagsüber für einige lange Gesichter.

    Frei nach Maria (59): „Ich bin schon seit Jahren auf der FedCon, doch ich fand es selten so „leer“. Heute alleine habe ich einige Stunden Leerlauf. Das liegt natürlich an den Autogrammstunden, die so ausgedehnt sind und auch sein müssen, aber daneben interessiert mich einfach nichts. Ich hatte um 10 Uhr einen Vortrag und dann erst um 17 Uhr ein Panel. Um 15 Uhr habe ich mich auch noch in den Vortrag von Bettina Wurche gesetzt. Sehr schade und ich kann mich nicht erinnern, dass es schon einmal so war.“

    Das ist nicht die einzige Meinung dieser Art, die ich im Laufe der Tage zu Ohren bekomme. Ich persönlich finde gerade den Samstag auch etwas mau, dafür jedoch geht es für mich ab 17 Uhr erst richtig los und das alles andere als zu knapp! Unglaublich viel Spaß habe ich letztlich in den Panels und auch die Party, bei der ich dieses Jahr zum ersten Mal dabei bin, hat es mir sehr angetan. Ich mag dieses Gefühl, unter Nerds zu sein, die alle ähnliche Interessen haben wie man selbst. Dass das Programm nicht nonstop Interessantes zu bieten hat, gibt dafür Raum, sich mit den anderen Congängern zu unterhalten und sich in Ruhe umzusehen. Über die Vorträge und die BSG-Panels werde ich hier auch noch eigene Beiträge verfassen.

    Fanliebe

    r2Ich hatte es bereits kurz angeschnitten: Hier geht es um Fans. Viele der Mitarbeiter sind selber Fans, die Besucher sind es sowieso und alles hier schreit „Oh mein Gott, ich liebe es!“ Da ist die Liebe zum Cosplay, die Liebe zu einzelnen Fandoms, die Liebe zu den Stars oder zumindest dem, was man sich unter dem jeweiligen Menschen vorstellt und das Miteinander. Wenn man sich mit langjährigen Congängern unterhält, fällt vor allem das Wort „Familie“.

    Frei nach David (35): „Es ist schon ein ganz anderes Gefühl hier als auf anderen Cons. Ich gehe auch regelmäßig zur Gamescom, aber die ist natürlich viel größer und anonym. Hier kennt man sich untereinander. Man hat viele schon gesehen oder getroffen. Ich weiß, wer Dirk [der Veranstalter] ist und was Nessis Geschichte ist. Jedes Jahr kommen neue Insider dazu, die auch nach Jahren noch gelten. Ich finde es toll, es ist immer ein bisschen wie nach Hause kommen, das klingt jetzt cheesy, aber irgendwo ist es eben doch eine Confamilie.

    Naja, ich konnte es bislang verstehen, aber für mich nicht nachvollziehen. Leider hatte ich nie richtigen Anschluss, was ich wirklich bedauere. Alleine auf die Party danach zu gehen ist auch irgendwie abschreckend (Und das, obwohl ich alles andere als schüchtern bin), so fehlte mir das Confeeling. Das war dieses Mal ein wenig anders und ich kann es auch jedem empfehlen, sich abends nicht direkt abzusetzen.

    exterminateDoch zurück zur Fanliebe: Die wird auf alle Fälle bedient. Das Merchandise lasse ich außen vor. Es ist jedes Jahr das gleiche, es ist nett, man kauft vielleicht was und es ist ok, zumal die Händler auch wirklich kommunikativ und unterhaltsam sind. Viel erwähnenswerter finde ich allerdings bspw. die ArtShow und den Costume Contest. „Exterminaaaaaaate!“ ♥ Verzeiht das Herzchen. Ich bin auch nicht unbedingt die kinderfreundlichste Person auf der Welt. Aber… aber dieser junge Mann in seinem Dalekcosplay, das er zusammen mit seiner Mutter aus Küchengeräten gebastelt hat, ist einfach herzig! Himmel, er braucht noch nicht mal seine Stimme zu verstellen, um richtig zu klingen! Ein „exterminate!“ und das ganze Publikum schmilzt dahin! Leider wurde er von der Moderation zum Ende hin meines Erachtens nach „verheizt“. „Cosplay, dafür werden Kinder gemacht“. Nachdem mir der vorangegangene Satz wohl einige sogenannte Hater beschert hat, komme ich lieber schnell zum nächsten und letzten Punkt:

    Der Conblues

    winterFür mich endet die FedCon leider bereits Sonntag Morgen um 4:30, da sich die hoffnungsvoll und extra für die Con verdrängte Erkältung mit aller Macht zurück meldet und mich ins Bett schmettert. Doch ich vermisse die Con denoch ein bisschen. Übertroffen werde ich aber wohl definitiv von dem müde, aber sehr glücklich lächelnden Mann mit den Vulkanierohren, dem ich noch in meiner letzten Bahn begegne. Ihm gebührt auch das Schlusswort für diesen Artikel.

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    Frei nach Andreas (23): „Warst du auch auf der FedCon? Wow! Ich meine, ich habe Adama gesehen! Also, den, den… [schnipst mit den Fingern] Olmos, genau! Gerade an der Bar. Also vor drei Stunden oder so. Der hat real eine genau so starke Ausstrahlung wie in der Serie, das hätte ich ja nicht gedacht. Ich war jetzt von Donnerstag an hier und fahre morgen Nachmittag zurück nach Berlin. [Sieht plötzlich sehr, sehr traurig drein und ich bilde mir ein, dass seine Vulkanierohren beginnen, ebenso sentimental herabzuknicken] Weißt du, das ist meine zweite FedCon und ich habe hier so tolle Menschen kennengelernt, die ich wieder monatelang nicht sehen werde. Ich wünschte, FedCon wäre öfter.

     

    olmos3 aaron zidz wurche2 tricia trio russ olmos2 ohren jeri guddy duo2 cylon defiance archer duo

     

     


  10. 15. Mai 2015 | Veröffentlicht unter FC '15, FedCon, Messen&Conventions.

    Im Gespräch: FedCon Pressesprecherin Brigitte Scherr

    Von

    Bereits in den 90ern hätte ich die Möglichkeit gehabt, mich am Rockzipfel meiner Mutter in FedCon-Gefilde zu begeben. Ich hatte es jedes Mal abgelehnt – verdammt sei mein damaliges „anti alles“- Teenager-Ich! So hatte ich meine ersten FedCon Erfahrungen auch erst vor drei Jahren sammeln können. Viel zu spät, denn zu erfahren gibt es dort viel. Es ist keine Messe, die sich primär um die Produkte rankt; Dreh- und Angelpunkt sind vielmehr die Darsteller aus den einzelnen Serien, die Insiderinfos geben, Einblicke in ihre Arbeiten und Persönlichkeiten. Man ist über die gesamte Con hinweg insgesamt gefühlt näher am Fandom als bei anderen Events.

    Ab Donnerstag nächster Woche wird man wieder die Gelegenheit haben, die FedCon in Düsseldorf zu besuchen und nicht nur so manchen Darsteller von bspw. BSG oder Star Trek zu erleben, sondern auch Workshops beizuwohnen und den Worten des ESA-Astronauten Reinhold Ewald zu lauschen. Um euch einen kleinen Einblick hinter die Kulissen zu gewähren, steht mir FedCon-Pressebetreuerin Brigitte  Scherr Rede und Antwort.

    Brigitte Scherr arbeitet seit rund zehn Jahren für die FedCon GmbH, was nicht nur die FedCon, sondern auch HobbitCon und RingCon einschließt. Neben der Pressebetreuung ist sie auch als Chefredakteurin des Clubmagazins FedCon Insider tätig und betreut Website und Forum. In diesem Interview erzählt sie, was ihr persönliches Stargast-Highlight der letzten Jahre war, wie man sich selber als Vortragender bewerben kann und wie sie ihre ersten Schritte in der FedConwelt erlebte.


    Wie kamen Sie zu diesem Job und seit wie vielen Jahren sind Sie bereits Teil der FedCon? Wie viel Leidenschaft für Science-Fiction und spezielle Serien spielt bei dieser Arbeit bei Ihnen mit?

    Ich mache den Job als Pressebetreuerin seit ca. 10 Jahren, zuerst als ehrenamtliche Helferin, seit 2009 bin ich bei der FedCon GmbH angestellt. Nach meiner Festanstellung kamen natürlich noch weitere Aufgaben dazu, wie beispielsweise die Pflege der Websites, eine sehr umfangreiche Arbeit, denn dazu gehören u.a. auch alle Stargastankündigungen. Die Chefredaktion des FedCon Insider kam vor ca. 1 ½ Jahren dazu.

    Zu diesem Job gekommen bin ich als Fan, meine ersten FedCons (2001 bis einschließlich 2004) habe ich noch als normaler Gast und Fan besucht. Dann wollte ich selbst aktiv dabei sein und bekam schon zur RingCon 2004 den Helferposten in der Pressebetreuung. Bevor jetzt vielleicht der Gedanke kommt, dass das einfach so ging – das war natürlich nicht der Fall. Ich habe mich schon in meinen Zeiten als Besucherin aktiv eingebracht.

    Bei mir spielt sehr viel Leidenschaft für Science Fiction und Fantasy mit. Ich bin der Meinung, dass man einen Job nur wirklich gut machen kann, wenn man voll dahintersteht, eine Liebe zur Materie hat und sich damit identifizieren kann. Alles andere wäre vergeudete Lebenszeit und die Qualität der Arbeit würde durch Lustlosigkeit leiden.

    Wie der Name bereits andeutet, lag der klare Schwerpunkt einstmals auf Star Trek. Mittlerweile sind sehr viele andere Fandoms anzutreffen: Im letzten Jahr war Stargate bspw. ein Schwerpunkt und in diesem Jahr  werden wir das Vergnügen haben[mit „Dr. Gaius Baltar“ James Callis, „Cylon Six“ Tricia Helfer, „Papa Adama“ Edward J. Olmos und „Chief Galen Tyrol “ Aaron Douglas], gleich vier BSG-Darsteller auf der Bühne sehen zu können. Wie schwer fiel diese Entscheidung, das Thema der Convon Star Trek verstärkt auf das gesamte Genre auszudehnen und wie zufrieden sind Sie mit dieser Entscheidung?

    Die Ausdehnung auf andere Genres fing bereits im Jahr 1997 an, als mit Mira Furlan der erste Stargast aus Babylon 5 auf die FedCon geholt wurde. Wir richten uns natürlich immer weitgehendst nach den Wünschen der Fans und es ist schon seit Jahren so, dass man nur mit Stargästen aus Star Trek keine Convention mehr erfolgreich durchführen kann. Beispiele für Con-Pleiten dazu gibt es genug. Die Entscheidung fiel auch nicht schwer, da wir alle selbst auch Fans der anderen Genres sind. Serien wie Stargate, BSG, Doctor Who usw. sind einfach zu gut, um sie außen vor zu lassen. Und natürlich gibt uns der Erfolg der vergangenen Jahre recht, man muss nur an die ausverkauften FedCons mit Richard Dean Anderson als Stargast denken.

     

    Im Forum haben die Mitglieder zum Beispiel die Möglichkeit, ihre Gästewünsche anzugeben und für diese zu „voten“. Wie sehr richten Sie sich danach, welche anderen Aspekte spielen bei der Entscheidung mit und wie viele Wünsche können im Schnitt umgesetzt werden?

    Diese Gästewünsche werden genau ausgewertet und entsprechende Anfragen an die Agenten der jeweiligen Schauspieler gestellt. Diese Anfragen sind natürlich nicht immer von Erfolg gekrönt, aber ohne diese Wunschlisten hätten wir keinen vernünftigen Ansatz und nur nach eigenem Gutdünken die Gästeliste zu füllen, bringt natürlich gar nichts. Die Wünsche der Fans haben absoluten Vorrang vor unseren eigenen Wünschen.

    Gibt es Stars, auf die Sie sich persönlich besonders freuen, oder überwiegt das professionelle Convention-Interesse bei Ihnen?

    Ich bin ja auch Fan, also habe ich immer meine Highlights bei den Stargästen. In diesem Jahr ist das als Star Trek Fan der ersten Stunde natürlich Jeri Ryan. Auf sie bin ich besonders gespannt. In den vergangenen Jahren waren das u.a. William Shatner (schließlich war ich ja als Teenager in Captain Kirk verliebt), Richard Dean Anderson (hier lässt der MacGyver-Fan in mir grüßen) und natürlich Leonard Nimoy im Jahr 2005.

    Die FedCon gibt es seit mittlerweile 23 Jahren. Walter Koenig war der erste und bei der ersten FedCon einzige Stargast. Was hat sich abgesehen vom reinen Umfang und vom Bekanntheitsgrad seitdem verändert? Haben Sie einen Wandel innerhalb der Congemeinschaft feststellen können? Ist der „gemeine Congänger“ heute anders, hat bspw. andere Anforderungen?

    Natürlich gab es einen Wandel. 1992 in Augsburg gab es nur wenig Programm, Panels und Autogrammstunden. Irgendwann sind die Fotosessions dazugekommen, die mehr und mehr die Autogramme ablösen. Ein persönliches Foto mit dem Lieblingsstar ist für viele Congänger das Highlight schlechthin geworden.

    Was ist bei der Planung einer Convention die größte Herausforderung?

    Die größte Herausforderung ist das Gesamtpaket, eine Convention erfolgreich zu veranstalten und darin stecken jedes Mal rund 1 ½ Jahre Arbeit, also wesentlich mehr und umfangreicher, als man sich vorstellen kann. Mitglieder des FedCon Geeks Club können im aktuellen FedCon Insider No 15 dazu einen ausführlichen Artikel lesen.

    Der Erfolg einer Convention steht und fällt natürlich mit den Stargästen. Aus diesem Grund ist uns die Wunschliste der Fans im Forum so wichtig. Diese Gäste dann nach Deutschland zu holen ist eine der ganz großen Herausforderungen. Hier stehen langwierige Verhandlungen an, die oft über Jahre gehen. Der Termin muss passen und man kann nicht jede Gagenforderung akzeptieren.

    Was war Ihr spannendstes oder lustigstes Erlebnis auf einer FedCon?  Im Gegenzug dazu: Was war das böseste Erlebnis? Gab es besondere Pannen?

    Die Pressekonferenz der FedCon 2005. Das war meine erste PK und ich konnte die ganze Nacht zuvor kein Auge zumachen. Zum einen, weil das meine Premiere vor der Presse und mein erster öffentlicher Auftritt war und zum anderen natürlich, weil ein Held meiner Jugend, Leonard Nimoy, an dieser Pressekonferenz teilnahm.

    Ein richtig böses Erlebnis oder eine besondere Panne gab es für mich bisher nicht. Ich hoffe natürlich, dass das so bleibt. Gerade in meinem Job plane ich alles akribisch im Voraus und schließe weitgehend alle Eventualitäten mit ein. Kleinere Pannen wie ein totes Mikrofon bei einer PK sind nicht der Rede wert, weil unsere Technik hier blitzschnell reagiert.

    An welchen Stargast haben Sie besonders positive Erinnerungen?

    Peter Jurasik aus Babylon 5. Als großer Fan der Serie war ich in seinem Panel auf der FedCon 2008 und hier habe ich zum ersten Mal gesehen, wie schnell ein wirklich guter Schauspieler „einen Schalter umlegen kann“ und zu dem Charakter wird, den er gespielt hat. Peter Jurasik war in Babylon 5 Londo Mollari, ein arroganter und nicht gerade der sympathischste Zeitgenosse. Auf der Bühne ist er kurz in diese Rolle geschlüpft und bereits am Gesichtsausdruck und ohne auch nur ein Wort zu sagen, sah ich plötzlich Londo Mollari und keine Spur mehr von Peter Jurasik. Das hat mich unheimlich beeindruckt.

    Nach diesem Panel bin ich ihm noch kurz auf der Treppe begegnet, er hat mich in den Arm genommen und mir für meine Arbeit gedankt. So etwas bleibt besonders in Erinnerung. Auf späteren Cons haben noch weitere Stargäste meine Arbeit gelobt, sich für die PK bedankt usw., aber Peter Jurasik blieb mir einfach ganz besonders in Erinnerung.

    Nun, da Sie bereits einige bekannte Schauspieler/Personen kennenlernen durften: Hat sich Ihr Verhältnis zu sogenannten „Stars“ verändert („Sie kochen auch nur mit Wasser“ vs. „Oh mein Gott es ist XY, fächert mirLuft zu!“)

    Man wird gelassener, die Aufregung lässt – bis auf wenige Ausnahmen – nach. Für mich sind das ganz normale Menschen, der eine nett, der andere weniger.

    Abseits von den Stars sind auch viele Fachleute verschiedenster Richtungen vertreten, die Workshops anbieten und Vorträge halten. WählenSie diejenigen grundsätzlich gerne selber aus oder könnenInteressenten/Leute, die „etwas zu sagen haben“ sich einfach bei Ihnen melden und ihren Vortrag oder Workshop anbieten? Welche Voraussetzungen sollten dafür erfüllt werden, wonach suchen Sie?

    Die Leute bewerben sich bei uns mit Beschreibungen der angedachten Vorträge. Workshops gibt es auf der FedCon nicht, das sind jedoch wichtige Programmpunkte der RingCon und HobbitCon.

    Diese Bewerbungen werden gesichtet und dann eine entsprechende Auswahl getroffen. Die Vielfalt ist hier wichtig, denn es macht keinen Sinn z.B. 3 Vorträge zum selben Thema anzubieten. Bewerben kann sich natürlich jeder, der eine Idee zu einem interessanten und vom Thema her zur Convention passenden Vortrag hat.

    Welche Tipps würden Sie Conneulingen mit auf den Weg geben?

    Auf der Con als erstes den Con Guide lesen. Darin sind wichtige Informationen über die Abläufe enthalten, sodass nahezu alle Fragen beantwortet werden.

    Ansonsten einfach ins Getümmel stürzen und Spaß haben.

    Und stellt euch darauf ein: Der Con-Blues wird ganz schlimm werden .

     

    Die FedCon findet vom 21. bis 24 Mai im Düsseldorfer Maritim Hotel statt. Website | Facebook | Forum


  11. 10. Oktober 2014 | Veröffentlicht unter Messen&Conventions, rund um Conventions.

    Cosplay ist keine Einladung

    Von

    Es erscheint mir wie ein Armutszeugnis, dass das überhaupt notwendig ist: Auf der nun gestarteten Comic Con in New York wurde eine Erklärung abgegeben und Banner aufgestellt, die den Besucher und Mitarbeiter an die simple Tatsache erinnern, dass jeder Mensch mit Respekt behandelt werden soll, ob er nun in einem „sexy“ Cosplay steckt oder nicht. Die Vergangenheit hat leider oft genug gezeigt, dass ein Cosplay für mancheiner einer Einladung gleichkommt, die betreffende Person (sexuell) zu belästigen. (Teilweise geht es sicher in Richtung Rape Culture – wenngleich glücklicherweise äußerst selten mit derart krassem Ausgang oder Intention.)

    (…) Remember: Cosplay is not consent. Keep your hands to yourself. If you would like to take a picture with or of another NYCC Fan, always ask first and respect that person’s right to say no. When at NYCC, be respectful, be nice, be cool and be kind to each other. (…)

    Damit folgt die Con in New York dem Beispiel etwa der Emerald City ComicCon und deren Anti-Harassment Policy. Etwas, das die größte Comic Con (San Diego) noch nicht allzu enst nehmen will.

    Ich persönlich bin mir der Problematik nicht ganz bewusst, wie ich ehrlich gestehen muss. Vielleicht ist dies dem Umstand geschuldet, dass die Conkultur in Amerika eine andere ist, vielleicht liegt es auch einfach daran, dass ich zu wenige Cosplayer persönlich kenne und noch nie direkt mit Belästigungen oder fehlendem Respekt in Verbindung mit Cosplay in Kontakt getreten bin. Doch wenn bereits kurze Röcke, die ich ja selber gerne trage, als Einladung gesehen werden, wird dies bei einer „leicht bekleideten Elfe“ wohl noch prominenter sein. Oder auch bei männlichen Conans. Ja, ich bin mir sicher, dass auch manche Frau ihre Hände nicht bei sich lassen kann und auch männliche Cosplayer mitunter belagert und genervt werden.

    Ich finde es jedenfalls sehr gut, dass etwas getan wird, denn dass Cosplayer mit Belästigungen etc. zu kämpfen haben, glaube ich aufs Wort. Ich hätte nur nicht gedacht, dass eine derartige Policy wirklich notwendig ist, ist das Problem wohl schlichtweg größer, als mir bewusst war.

    Ist eigentlich jemand von euch ein Cosplayer und kann mir erzählen, wie das hierzulande mit Belästigungen, Übergriffen etc. auf Cons ist und wie die Cons ggf. darauf reagieren?


  12. 13. August 2014 | Veröffentlicht unter GamesCom, GC '14, Messen&Conventions.

    Gamescom: Erste Eindrücke

    Von

    Das obige Foto suggeriert: Einer schläft mehr als der andere. Teilweise mag das auch stimmen, denn trotz Fachbesuchertag der gamescom waren einige Schlangen nicht gerade kurz und über viele Minuten hinweg nahezu unbeweglich. Kein Wunder, dass die dortigen Besucher nicht allzu enthusiastisch wirkten.

    Ganz so katastrophal war es im Gesamten natürlich nicht. Obwohl ich den heutigen Tag wirklich primär damit verbracht habe, mir die Spiele anzusehen und mit Gästen über eben jene Spiele zu plaudern, konnte ich doch schon überwiegend positive Eindrücke sammeln. Von den lärmenden Hallen, den aufgeregten Menschen und der Mannigfaltigkeit der dargebotenen Spiele an sich. Das schnatternde Miteinander, die vielen glücklichen und enttäuschten Gesichter nach dem Verlassen einer Präsentation und natürlich der Spaß in den Augen, wenn gerade etwas angezockt wird. Manches wiederholt sich, anderes ändert sich. EA ist noch immer genauso laut wie eh und je, die Bereiche der einzelnen Spiele sind wie immer blickdicht abgeschottet, dafür jedoch fehlt mein Roccaaaaat-Tinnitus im linken Ohr.

    Die gamescom ist ein ganz eigenes Ländchen voller Wunderlichkeiten. Wer hätte gedacht, dass Gamer so kommunikativ sein können? RTL sicher nicht. Und doch ist und bleibt kaum jemand alleine. Selbst ich – ihr wisst, ich bin unfassbar schüchtern! – habe mir einen NPC angeln können, nachdem wir beide in der Evolve-Schlange zwei Quickpässe geschenkt bekommen und den Rest des Nachmittags glückstrunken gemeinsam durch die Gänge gegangen sind. Plötzlich waren die Schlangen auch gar nicht mehr so lang.

    Dank der großen Vielfalt an Spielen ist auch in diesem Jahr für jeden etwas dabei[/generischer Werbetext]. Konzentriert habe ich mich heute natürlich auf meine persönlichen Spiele von Interesse. Ob ich die Präsentationen und/oder das Gameplay lohnend genug finde, sich dafür längere Zeit in eine Schlange anzustellen, erzähle ich euch jetzt:

    • The Witcher 3: Wild Hunt von CD Project Red war mein erstes, angesteuertes Spiel. Zwei sympathische Herren zeigten uns Geralts Jagd auf einen Greifen, sowie einen kleinen Stadtrundgang. Das Gameplay sieht definitiv nett aus, das Fährtensuchen mithilfe Geralts besonderer Sinne scheint gut gelöst und auch die blutigen Zerstückelungen der Körper ist ganz nach meinem Geschmack. Ein zögerliches Lachen ging durch die kleine Menge Schaulustiger, als der nette Entwicklermensch meinte, dass Geralt auch in diesem Teil wieder „ganz besondere Belohnungen“ erwarten kann. Alles in allem eine gelungene Präsentation eines Spieles, die man sich definitiv antun kann, wenn man zumindest ein bisschen mit Geralt liebäugelt; zumal man das investierte Herzblut wirklich herausgehört hat.
    • Dead Island 2: Das letzte Mal einen Nicht-N64-Controller in der Hand gehalten habe ich vor ein paar Jahren. Zu erwarten also, dass ich die erste halbe Minute des Anspielens damit verbracht habe, fröhlich gegen Wände zu hampeln und meilenweit an Zombies vorbeizuschießen. Dann jedoch hat es nicht nur erstaunlich gut geklappt (Stolz muss ich berichten, dass mein Zombiekillcounter weit über dem der anderen ~10 Spieler in meiner Reihe lag! Vielleicht habe ich ein Minus vor der Zahl übersehen? Hm.), es hat auch weniger erstaunlich verdammt viel Spaß gemacht. Klar, es ist kein Meilenstein, denn gehackt und geslayt hat man immer mal wieder und auch die Optik ist nichts, was einen davon träumen lässt. Das ist allerdings auch gar nicht der hier geltend gemachte  Anspruch. Dead Island 2 anzuzocken hat mich aus einem kleinen Mittagstief heraus gerettet!
    • Dragon Age: Inquisition: 1,5 Stunden stand ich an und wenn man in das kleine Räumchen hinein blickt, wird auch klar, wieso: Es sind gefühlt drei Plätze vorhanden. Vielleicht auch vier. Komma fünf. Ist man erst einmal im viel zu bequemen Kinosessel versunken, fällt es schwer, die Augen offen zu halten bei dem, was sich bietet. Ein irgendwann einmal aufgenommenes, englisch untertiteltes, in meinen Augen recht fades Gameplay, das sehr bemüht auch auf deutsch vorgelesen wird. Ja, der EA-Mitarbeiter war sympathisch, doch konnte er über die vielen unfreiwillig komischen Szenen nicht hinweg täuschen. „Oh! Na da bin ich ja mal gespannt, was wir da jetzt wohl finden werden!“ Vorgelesen. Vor einem tagealten Gameplay. Vielleicht lag es auch daran, dass mich die Szenen an sich nicht gepackt haben. Irgendwelche Charaktere waten durch sumpfige Einöde, bekämpfen nebenbei stöhnende Untote, um am Ende… was war es doch gleich? Ach ja, um irgendwelche Freunde oder Bekannte zu retten. Ihr seht, es kam bei mir einfach nicht an. Leider. Ich bin nämlich nach wie vor so begeistert von den Trailern. Die Präsentation allerdings muss man sich nicht antun. Den neuen Trailer natürlich schon. Bitteschön.
    • Evolve: Nie was davon gehört – sofort verliebt! Ein Koop-Shooter, bei dem bis zu 4 Spieler die mehr oder minder menschlichen Jäger, und ein Spieler das zu bekämpfende Monster, den Endboss, spielt. Einer gegen vier! Nach dem Video, das uns gezeigt wird, bekommen wir Bändchen, das zeigt, welcher Klasse wir angehören oder ob wir gar das Monster spielen dürfen. Ich hatte kaum Zeit, enttäuscht über mein tristes Dasein als Supporter zu sein, da wurden wir schon vor die wunderschönen Tastaturen und Bildschirme gesetzt und konnten uns einloggen. Hell yeah! Das war ein wunderschönes Gameplay! Es hat wirklich irre viel Spaß gemacht und ich kann jedem empfehlen, sich genau dort in die Schlange zu stellen! Das Bändchen darf man übrigens behalten. „Supporter“. Pf. Morgen stelle ich mich erneut an und hole mir das besser zu mir passende Monster! Hier übrigens die Map Gameplay Demo.
    • Risen 3: Titan Lords: Hihi. Verzeihung, doch ich habe wirklich Minuten damit vergeudet, mich vor eine Wache zu stellen und meinen Säbel abwechselnd zu zücken und wieder einzustecken. Nicht nur ist das Emote dazu unheimlich possierlich, auch die Sprachausgabe ist super. Vermutlich wird niemand mein Amusement verstehen, aber… seht es euch einfach an! Anstellen musste man sich dafür heute nicht. Es waren 6 PCs aufgestellt und fertig. Nichtsdestotrotz spielt es sich flüssig und nett, auch wenn das nach keinem Titel aussieht, den ich mir holen würde.
    • Borderlands: The Pre-Sequel: Auch nett. Sofort nach der Schlange findet man sich vor einem Bildschirm wieder und darf das tun, wofür man eigentlich hier ist: Zocken. Ich liebte meinen Charakter – damn it! Leider vergessen, welcher Klasse sie angehörte! – und ihre präzisen Headshots. Es spielt sich nicht groß anders als der Vorgänger, sieht jedoch ähnlich hübsch aus. Für jemanden, der nach Borderlands dürstet, ist es sicher wert, dafür Schlange zu stehen. Ein wenig vermisst hatte ich ein vorangegangenes Video dennoch. Irgendwie.  Hier der Last Hope Trailer.
    • Destiny: Hat vermutlich jeder 2. schon in der Beta gespielt. Ich nicht, daher fand ich es sehr interessant, vor Release nochmal reinschnuppern zu können! Hat mich wider Erwarten absolut kalt gelassen, was vielleicht auch am Controller gelegen hat, ich PC-Kind. Dennoch: Die Trailer wirkten so episch, so dicht, so wunderbar gänsehautheischend! Und das Gameplay? Meh. Ein Shooter eben. Das ist absolut nicht schlecht, ich mag Shooter! Aber… hm. War vielleicht auch nur ein zu kurzer Ausschnitt und eine zu dubiose Map für mich.

    Ihr seht, es gibt viel, das sich anzuspielen lohnt. Leider war der Tag nicht lang genug, als dass ich mehr, auch die kleineren Spiele, hätte anzocken können, doch wofür gibt es weitere gamescom-Tage? Eben. Letztlich sind es auch nicht unbedingt die Spiele an sich, die paar Minuten Trailer oder Gameplay, die den vollen Reiz des gamescom ausmachen. Es sind die Menschen. Wegen des Flairs und wegen der kollegial-kameradschaftlichen Atmosphäre gehe ich auch morgen wieder sehr gerne dorthin und freue mich jetzt schon wie ein kleines Schokoladenschnitzelchen!

    Kommende Gamescom-Artikelchen werden zum Teil präziser auf die einzelnen Spiele eingehen und zum anderen Teil die Besucher an sich näher beleuchten.

    Und ihr? Wart ihr dort? Was hat euch besonders gefallen, was nicht? Und wenn ihr noch vorhabt, dort aufzutauchen: Worauf freut ihr euch besonders?

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  13. 6. Juni 2014 | Veröffentlicht unter FC '14, FedCon, Messen&Conventions.

    FedCon 23

    Von

    Vom 29.Mai bis zum 1. Juni fand sie wieder statt: Die FedCon. Ja, ich bin Wiederholungstäterin und doch kann ich mich von einer gewissen Faszination und jugendlichem Staunen nicht ganz freisprechen. Es geht mir nicht nur um die Cosplays und das feilgebotene Merchandise, denn das sind Dinge, die man auch auf ordinären Conventions finden kann. Nein, es ist schon das ganz besondere FedCon-Feeling, das in Kombination mit den vielen Gaststars eine wunderbare Mischung ergibt.

    Der mehr oder minder treu ergebene Blogleser wird bereits wissen, um was es sich bei der FedCon handelt, für die Neulinge sei sie kurz erklärt:

    More »
    Die Fed(eration) Con(vention) findet seit 1992 jährlich statt, wobei sich der Austragungsort in den letzten Jahren auf Düsseldorf eingependelt hat. Nebst Vorträge von Experten zu Science-Fiction Themen wie etwa das Beamen bilden vor allen Dingen Schauspieler aus Film und insbesondere Serien den Mittelpunkt, die in den sogenannten Panels den Gästen Rede und Antwort stehen. In eine umrahmende, kleine Show gebettet, präsentiert sich hier Entertainment, das man längst nicht überall finden kann. Diese besonderen Momente mit den „Stars“ lassen sich zudem noch auf Autogramme und gemeinsame Fotos ausweiten, die für ein paar Sekunden das Fanherz deutlich höher schlagen lassen. Seit Beginn der Con waren unter anderem Leonard Nimoy, Wil Wheaton, William Shatner und Summer Glau zu Gast.

    000Auch in diesem Jahr war die Schar an Stargästen und die damit verbundenen Fandoms breit gefächert: Alexander Siddig und Nana Visitor etwa aus DS9, Richard Dean Anderson und Amanda Tapping aus Stargate, Holly Marie Combs und Shannen Doherty aus Charmed und Nichelle Nichols aus TOS, um nur einen kleinen Teil zu nennen. Besonders Nichelle Nichols, die das Publikum zu Standing Ovations hinriss und Richard Dean Anderson, dessen Autogramm fast 100€ kostete waren gern gesehene Gäste. Auf ihre Panels werde ich auch noch eingehen, allerdings in einem gesonderten Blogartikel, bevor das hier noch Ausmaße einer Masterarbeit annimmt!

    Da ich an zweien der vier Tage alleine unterwegs war, habe ich mich ein wenig unter das lustige Völkchen gemischt und mich mit den Gästen unterhalten. Besonders gefreut hat es mich natürlich, nicht nur Raine kurz beim Burgeressen beobachten zu können, sondern auch zwei Youtubeabonnenten von mir getroffen zu haben. Falls ihr das hier lest: (natürlich tut ihr das! ;) ) Das Bier war eine gute Wahl! Beide waren Con-Newbies, wobei sie besonders die Aussicht auf die Stargate-Gäste nach Düsseldorf gelockt hat. Über 150€ hat jeder von ihnen allein für Fotos mit ihren Stars ausgegeben. Was für andere vollkommen unverständlich ist, erklärt einer von ihnen mit leuchtenden Augen:


  14. 13. März 2014 | Veröffentlicht unter Rollenspiel, rund um Rollenspiele.

    Werde Teil der Rollenspiel-Poetry Slammer auf der Feencon!

    Von

    Bis zur Feencon Mitte Juli dauert es zwar noch ein paar Monate, doch ist das kein Grund, sich diesen Termin nicht schon vorzumerken! Wie in jedem Jahr wird auch 2014 mehr geboten werden als nur ordinäre Spielrunden. Einer dieser Programmpunkte wird ein Poetry-Slam sein, initiiert von „Nerdmädchen(Gut. Junge. Verzeihung.)“ David Grashoff und „Uthuria-Pionier“ André Wiesler. Mitmachen kann unter Voranmeldung jeder, der nicht nur Ambitionen zu bieten hat, sondern auch eigene Texte, die sich thematisch im Rollenspiel- und Geekbereich bewegen.

    Alle Rollenspieler sind Brüder und Schwestern (und Sonstige) und darum haben Chewpapa Wiesler und Boba Grashoff beschlossen, dieses Jahr auf der Feencon keinen Poetry-Slam mit Wettbewerbsgedanken zu veranstalten. Stattdessen kommen Nerds, Geeks und Gamer ganz entspannt zusammen, wer will, liest ein bis mehrere Texte und wir erfreuen uns an der Vielseitigkeit und Kreativität des gemeinen Rollenspielers. Vorgaben gibt es nur wenige. Ihr müsst euch, wenn ihr vortragen wollt, bitte, bitte vorher unter dgrashoff@web.de>de anmelden, damit David und André wissen, wie sie das Programm planen sollen. Eure Texte sollten was mit Rollenspiel und/oder Nerdkram zu tun haben oder davon inspiriert sein. Und ihr solltet ganz viele Leute mitbringen, die euch zuhören, damit wir Stimmung in die Bude kriegen.
    Fühlst du dich angesprochen? Dann halte dir den 19. Juli frei und melde dich bei den beiden freundlichen Herren! Ob als Zuschauer oder Beitragender, dem Event könnt ihr so oder so auch auf Facebook „folgen“. Die Feencon selber findet vom 19. – 20. Juli in der Stadthalle Bonn-Bad Godesberg statt.
    Foto: (c) Rainer Szesny

  15. 23. Oktober 2013 | Veröffentlicht unter Messen&Conventions, RC '13, RingCon.

    Das war die RingCon 2013

    Von

    Letztes Wochenende stand, wie auch im letzten Jahr, die RingCon in meinem Terminkalender und nur zu gerne bin ich nach Mittelerde gereist, um der Convention beizuwohnen. Pardon: schrieb ich Mittelerde? Natürlich meinte ich Bonn, genauer das Bonner Maritimhotel, in welchem die RingCon traditionellerweise stattgefunden hat. Umgeben von Orks, Elben und allerlei anderem Volk fantastischer Welten fand man sich dort in einem Geekvana wieder, dem man kaum entkommen konnte – oder gar wollte.

    Ob Panels, Vorträge (Ich empfehle, sollte er im nächsten Jahr wieder aufschlagen, Vorträge von Victor Proche, der zumindest seinen Vortrag rund im mittelerdische Kampftechniken sehr kurzweilig und informativ gestaltet hat), Workshops oder auch nur das Beisammensein mit Gleichgesinnten: für nahezu jeden war etwas dabei, das Programm gut und ausfüllend bestückt und das Hotelpersonal auf dem Congelände sehr schnell, sodass man kaum einen Krümel fallen lassen konnte, ohne dass dieser erstaunlicherweise unbemerkt und unaufdringlich(!) wieder fortgeräumt worden war.

    Hier nun meine Eindrücke der diesjährigen RingCon.


  16. 8. Oktober 2013 | Veröffentlicht unter Messen&Conventions, RC '13, RingCon.

    RingCon 2013 – ich werde dort sein. Ihr auch?

    Von

    Ja, ich bin nach den letzten Fed– und RingCons vom Con-Virus definitiv infiziert worden, sodass es mich auch in diesem Jahr auf die RingCon ziehen wird, Europas größter Fantasy-Convention, die vom 18.-20. Oktober wieder im Bonner Maritim Hotel stattfinden wird.

    Was ist diese “RingCon” eigentlich?” Nebst diverser Workshops, die man besuchen kann (u.a. “Workshop: Jemand anders sein  ganz natürlich” von Daniel Schäfers & Stefán v. Cassenberg und “Character Design in deutscher Fantasy” von Sabrina Schmitt & Lisa Lantrau) und interessanten Vorträgen (u.a. “Risse in der Wirklichkeit – Urban Fantasy” von Betty Finke und “Ork, Zwerg und Elbe – Kampfstile verschiedener Fantasy-Rassen” von Victor Proche) sind auch und vor allen Dingen die Gäste Herzstück der Con. Darsteller aus aktuellen Serien (bspw. Game of Thrones) und populären Filmen (bspw. The Hobbit) geben nicht nur Autogrammstunden und lassen sich mit den Fans gemeinsam ablichten, sondern sich auch in den sogenannten Panels die Ehre, wo sie Fragen aus dem Publikum direkt beantworten und einfach ein wenig erzählen – über ihre Arbeit am Set etwa, über Privates oder einfach über lustige Schwänke aus dem Leben, die diese Stunden so unterhaltsam machen. In diesem Jahr freue ich mich hierbei besonders auf David Wenham (Faramir) und Craig Parker (Haldir). Die ganze Gästeliste kann hier eingesehen werden, das gesamte Programm dort.


  17. 22. August 2013 | Veröffentlicht unter GamesCom, Gaming, GC '13, Messen&Conventions.

    Ein Tag auf der Gamescom

    Von

    Sie hat sich natürlich wieder gejährt: die Gamescom in Köln. Ich war gestern am Wildcardtag… pardon: am Fachbesuchertag vor Ort, habe eine Präsentation des Shooter-MMOs Destiny gesehen, durch die Oculus gespäht und ein paar Leute getroffen.

    Für mich war die Gamescom nie ein Trailer- und Anspielparadies. Mir bringt es nicht so viel, Spiele Wochen oder Monate vor Release anspielen zu können und Trailer – nun, die sehe ich einen Tag später auf Youtube. Vielmehr mag ich die Nerdatmosphäre auf solchen Conventions und Messen, den Kontakt zu Gleichgesinnten und die genretypische Lärmbeschallung. Und die Optik! Ich liebe es einfach, durch die Messehallen zu stöbern, die Transparente zu begutachten und die Batmanshirts zu zählen, die mir entgegenkommen (es waren genau 31).

    Leider muss ich jetzt sofort wieder los, meine Zeit reicht nicht für einen wohlformulierten Beitrag, daher lasse ich ein Video hier, der ein paar meiner verwackelten (ja verdammt ich wünsche mir ja schon eine super duper Kamera zu Weihnachten! *g*) Eindrücke schildert :)


  18. 3. Juni 2013 | Veröffentlicht unter Messen&Conventions, Rollenspiel, RPC, RPC '13.

    RPC 2013 – Meine Eindrücke

    Von

    Es sind Worte wie „phantastisch“, „spannend“, „epic“ oder „Nerdgasm“, die fallen, wenn man herrenlos im Internet herumlaufende Menschen nach der RPC fragt. „Phantastisch“ trifft es vielleicht am ehesten, wenn man ein positives Adjektiv mit diversen rollenspielerischen Attributen verknüpfen will.

    100Und geboten wurde viel: Spielrunden, Vorträge, Workshops, diverseste Verkaufsstände, musikalische Acts – und jede Menge Geeks, teilweise kostümiert, zumindest jedoch hochgradig engagiert. Ich persönlich muss leider dazu sagen, dass ich die RPC komplett als „zwischenmenschliche Freizeit“ genossen, und mich weniger auf sachliche oder informative Aspekte konzentriert habe. Ich war in keinem Workshop, habe keiner Rollenspielrunde (und derer gab es tatsächlich viele) beigewohnt und habe mir auch kein neues Rollenspiel angesehen. Das, worauf ich einzig meine Priorität gelegt hätte, wäre die Neuauflage der Nordlandtrilogie.


  19. 28. Mai 2013 | Veröffentlicht unter Messen&Conventions, Rollenspiel, RPC, RPC '13.

    Samstag auf der RPC: kleines Bloggertreffen

    Von

    Da bisher noch kein Blogartikel zum Thema besteht, nehme ich das nun einfach ein wenig in die Hand, bevor es vergessen wird – was jedoch nicht heißen soll, dass es ein Treffen von meinem Blog ist. Nein, in den Raum geworfen wurde es von jemand anderem, den ich nun allerdings nicht benennen kann da mir die Quellen fehlen. Definitiv wahrscheinlich antreten werden (die Liste kann ich bei Bedarf auch gerne ausweiten, wenn ich denn weiß, wer noch kommen wird)

    .

    Und… du vielleicht? Das Treffen findet innerhalb der RPC selbst statt, vermutlich an einem der Kaffeestände zu irgendeiner, noch undefinierten Uhrzeit. Wann und wo genau werdet ihr dann am Freitag an dieser Stelle oder auf meiner FB-Seite (und der FB- bzw. Google+Seite der anderen vermutlich ebenfalls) in Erfahrung bringen können. Ich freue mich auf jeden Fall drauf!

    Zur Uhrzeit-Umfrage

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    Die RPC ist eine Messe rund um das Hobby Rollenspiel in jeglicher Form, befasst sich darüber hinaus jedoch auch mit Comics, manchem Computerspiel und mehr. Zu finden sind kostümierte Gestalten ebenso wie Künstler, Autoren und verirrte Passanten, die den Ausgang nicht mehr finden können und für immer in den Hallen verloren sind. Offizieller Link. Link zu ein paar meiner Impressionen vom letzten Jahr.

  20. 12. Mai 2013 | Veröffentlicht unter FC '13, FedCon, Messen&Conventions.

    FedCon 2013 – Impressionen

    Von

    Diese Woche hat sich die FedCon zum 22. Mal gejährt und natürlich waren meine Mutter und ich (Jawohl!) wieder genau wie beim letzten Jahr mit von der Partie. Leider nur an dem Freitag – schließlich ist die Convention nicht ganz günstig -, doch gelohnt hat es sich natürlich dennoch sehr! Und das, obwohl bei den Gaststars niemand dabei war, den ich unbedingt hatte sehen wollen, zumal Alexander Siddig und Roxann Dawson (DS9+VOY) auch noch (teilweise extrem kurzfristig, was im Falle von Roxann Dawson zu einigem Frust bei den Fans geführt hat. Ja, in Zeiten der digitalen Kommunikation kann man eine kleine Nachricht bei Twitter und Co bezüglich einer Termincancellung eines Gaststars durchaus erwarten) abgesagt hatten.