1. 15. November 2016 | Veröffentlicht unter Gaming, rund um Gaming.

    Guardians of the Telltale Galaxy

    Von

    Telltale Games könnte uns nächstes Jahr mit einem Guardians of the Galaxy Game „überraschen“.

    Es war schon länger bekannt, dass das Studio an einer Marvel Lizenz arbeitet und da Guardians of the Galaxy nun filmtechnisch eine Fortsetzung am Start hat, könnte man den Release eines solchen Spieles dementsprechend zeitlich anpassen.

    Woher könnten wir nun bereits erahnen, dass ein solches Spiel in den Startlöchern steht?

    Der „Leak“ stammt heutzutage noch immer aus den Mündern von Personen, die mit dem Projekt vertraut sind und viel plappern. Aber ganz anders als früher sind diese nicht in eine Bar gegangen und ließen den Whiskey in sich sprechen. Sie posaunten auch nicht zu viel heraus oder waren bei ein paar Bierchen mit den Kumpeln zu vorlaut á la: „Ja ich arbeite ja auch an was ganz Krassem!“ Nein. Heutzutage reicht es leider bereits aus, wenn ein Streik im Gange ist. Viel plappern ist aber noch immer wichtig, weil es hier um den Beruf des Voice Actings geht. Ich spreche hierbei von dem Streik etlicher Voice Actors bzw. deren Union SAG-AFTRA. Die hatten als Taktik zur besseren Gehaltsverhandlung eine Liste von möglichen Gametiteln veröffentlicht, die noch immer alte Gehälter bzw. keine neuen Abkommen ausgehandelt hatten.

    wearegroot

    Darunter finden wir dann auch O’Farrel Enterprises, LLC die nicht nur für The Walking Dead Season 3 stehen sondern eben auch für Guardians of the Galaxy – The Video Game aka Blue Harvest. So oder so, der sprechende Waschbär ist aus dem Sack und wir alle sind Groot!

    Ich habe nichts gegen Telltale Games. Nichts, das irgendwie wirkt. Ich selbst spielte The Walking Dead und Wolf Among Us und war auch recht gut unterhalten. Allerdings muss ich einwenden, dass die Entscheidungsfreiheit mir meist vorgekaukelt erscheint und ich nicht wirklich Einfluss auf das Spielgeschehen habe. Oder wenn, wirkt sich das für mich zu wenig aus. Es bleibt mir bei allen Teilen ein guter Storybook Mode, den ich mit der richtigen Atmosphäre (aka. Bier) zu genießen vermochte.

    Mein erster Gedanke zu Guardians of the Galaxy war heute morgen, ohne mich wieder in die Materie eingelesen zu haben, folgender: „Hmm, also wenn schon ein Marvel Franchise, dann doch bitte Batman!“ Und ja, ich weiß, das ist DC. Dann sah ich, dass es Telltale Batman natürlich schon gibt, womit der Glaube an die Menschheit auch wieder hergestellt wäre. Der ist dieses Jahr schon erfolgreich durch 3 Seasonale Abenteuer geflattert und wartet nun auf Season 4 in seiner Batcave. Wie das Neue Telltale Game für Marvel wird kann hier noch kein Superheldenflüsterer wissen. Game of Thrones habe ich nach zahlreichen mäßigen bis schlechten Kritiken ob der Belanglosigkeit der Entscheidungen und fragwürdiger Nebencharaktere übersprungen.

    Es gibt nur einen Weg, mehr herauszufinden: It’s simple, we play the Batman!

    Was hattet ihr für Erfahrungen mit Telltale Games? Wünsche, Anregungen, Anekdoten?


  2. 8. November 2016 | Veröffentlicht unter Filme, rund um Filme.

    Justice League Film mit Steppenwolf!

    Von

    Ich rede hier nicht von der Rockband aus den 70ern, sondern von einem der Erzfeinde der Justice League und dem bösen Schergen, welcher der Truppe den Hintern heiß machen soll im kommenden Justice League Film, welcher am 17. November 2017 in unsere Kinos kommt. (Wer an dem Tag 17 wird bekommt von mir einen Keks, vielleicht.) Aber wer oder was ist denn eigentlich Steppenwolf, hat er ein dickes Fell und heult er den Mond an oder rennt er einfach wie der Coyote durch die Wüste?

    steppenwolfbanner

    Wie alt is‘ er denn? – Get your motor runnin‘

    Ja gut, er wurde uns AUCH in den 70ern vorgestellt, um genau zu sein 1972 und wie schon oben bemerkt, kennt man den Namen eher als Rockige Band anstelle eines Alien Kriegers mit Axt und militarischen Grundverständnis.

    Woher kommt er denn? – Head out on the highway

    Er ist Mitglied der Rasse der „Neuen Götter“ und außerdem der Onkel von Darkseid. Heimat ist ihm der paradisisch klingende Planet Apokolips. Das ist so ähnlich wie Acapulco. Nur wärmer. In DC’s The New 52 sehen wir ihn des Öfteren gegen die Justice League antreten. Somit hat er sich in Augen der werten DC Vertreter offenbar bewährt und darf weiter existieren. Einen kleinen Vorgeschmack können wir bereits in Batman Vs Superman auf ihn erhaschen. Dort zeigt eine Vision seitens Lex Luthors bereits Steppenwolfs Erscheinen. Schaust du hier:

    Was kann er denn? – Looking for adventure

    Er ist unter anderem für seine riesige Elektro-Kriegsaxt bekannt (ich wünschte ich wäre auch für meine Elektro-Kriegsaxt bekannt. Wer noch?) und außerdem hat er ein High-Tech Hoverbike, das selbst Marty McFly vor Neid erblassen lassen würde (Warte, dafür möchte ich bekannt sein) Wie die anderen New God Charaktere ist er unsterblich (Sch****, doch dafür!) und verfügt über etliche Superfähigkeiten. Darunter finden wir: Superstärke, gesteigerte Geschwindigkeit und Ausdauer und Resistenz. Gefährlicher als das Schwert (aka. Hier Axt) ist aber der Verstand. Steppenwolf ist nämlich auch noch ein genialer Taktiker und Kriegsveteran. Hinzu kommen monströse Kriegshunde, auf denen seine Untergebenen teilweise sogar in den Kampf stürmen. (Who let the dogs out?)

    Wen hat er schon besiegt? And what ever comes our way

    Darunter kann ich namhafte Superhelden wie Superman und Wonder Woman nennen. Die hatte der werte Scherge bereits im Kampf um die Erde im „Apopolips War“ bezwungen. Keine Sorge, Batman saves the day. Steppenwolf wird vertrieben, aber kehrt zurück, um sich nach der Unterjochung eines kleinen Landstrichs der gesamten Übernahme der Erde zu widmen. Da bezwingt er dann auch die Armeen der Welt und so weiter und so weiter.

    Auf Erde 2 sind etwa 300 Millionen Dollar Belohnung auf ihn ausgeschrieben. Aber gut, wer soll den schon fangen? Das wäre ja *hint hint* wahrlich bizarr.

    Wer spielt ihn denn? – Born to be wild

    mance

    Was wir von all dem letztlich in dem Film sehen werden lässt sich natürlich noch nicht klar sagen. Schon fest steht, dass er von Ciaran Hinds gespielt wird, welchen wir aus Game of Thrones kennen. Dort trägt er als Mance Rayder lieber Wolfsfell gegen Frostbeulen (ist aber auch arschkalt), jetzt wird er selbst zu einem. Also Wolf, nicht Arsch, wobei?

    Wen würdet ihr denn noch gerne in der Verfilmung der Justice League erblicken? Irgendwelche Favoriten, die bislang in den Filmen zu kurz gekommen sind?

     


  3. 4. November 2016 | Veröffentlicht unter Filme, Trailer.

    Neuer Trailer: Power – Grace – Wisdom! Wonder Woman

    Von

    Gestern war es so weit. Warner Bros. Und die werten Herren und Damen von DC begrüßten uns mit einem neuen Trailer zu Wonder Woman, dem Origins Film, der 2017 in die Kinos kommt. Etwa ein halbes Jahr müssen wir uns noch gedulden, bis wir den Streifen und sie über die Leinwand turnen sehen können,  aber der Trailer hat Lust und Hoffnung auf mehr gemacht. Zumindest mir.

    Einiges ist neu im Hause DC. Vieles alt. So unter anderem auch die Fehde mit Marvel. In den Comics bieten sie sich ein Kopf an Kopf rennen, Schlag auf Schlag und Bam an Klong. Bei den Filmen hat meiner Meinung nach Marvel klar die Nase vorn, sind kurzweiliger, bunter, charmanter und die Charaktere einzeln überzeugender. Erst kürzlich wieder durch DR. STRANGE bewiesen, wissen sie die Zuschauer in Bann zu schlagen und hadern auch nicht vor Popcorn Ambiente und skurilen Charakteren. Dabei ist Dr. Strange sogar noch Farbenpracht gemischt mit Philosophie. Es wurde mir bisher nie langweilig bei den Filmen seitens Marvel.

    Schwert und Sandalen Film

    DC versucht düsterer zu sein. Gritty, staubig, dunkel, finster… langatmig. Harsche Kritiken gab es bislang zu Man of Steel (für mich einer der fürchterlichsten Auftakte einer Superhelden Karriere), Suicide Squad (der hauptsächlich von Harley Quinn getragen wurde) und auch Batman vs. Superman. Womit sich das kreisrunde Schild wieder schließt und wir zu Wonder Woman zurückkehren. Entgegen meines Daseins als Superman Fanboy (darf ich noch boy schreiben auch wenn ich 38 Jahre alt bin?) hat mich in dem Film NUR Wonder Woman überzeugt. Das, obwohl ich mehr als skeptisch war, als  Gal Gadot für die Rolle gecastet wurde. Sie wirkte mir in ersten Szenen zu sehr wie ein Model. Aber im Kampf gegen Doomsday, das amazonische Kämpfergrinsen auf den Lippen, jauchzend vor Freude auf einen harten Fight als sie weit in die Ferne geschlagen wird, überzeugte sie mich. Außerdem ist das Kostüm mehr als stimmig und fügt sich in das „erwachsenere“ Ensemble der anderen Helden und sie hat eine geile Titelmelodie, welche wir auch wieder am Ende des Trailers hören dürfen. Neben ihr erwarten uns noch Chris Pine, aka Captain James T. Kirk als famoser Soldat, Robin Wright die Princess Bride als General Antiope und natürlich JEDE MENGE AMAZONEN!

    What could possibly go wrong?

    wonderwoman2

    Vieles. Sehr vieles könnte schief gehen. Aber immerhin heißt die Regisseurin Patty Jenkins (Ihr Bruder ist Leeroy Jenkins und bekannt aus WoW). Ihr letzter Film Monster spendierte Charlize Theron direkt mal einen Oscar. Das wird zwar Gal Gadot vermutlich nicht so ergehen, könnte aber neben Action einen gewissen Tiefgang vermuten lassen. Hoffentlich ohne langatmig zu werden, wie bisher viel zu oft bei DC.

    Die Insel Themyscira und Heimat von Wonder Woman ist so üppig, farbenfroh und saftig, dass ich auch direkt wie die werte Diana Prince einen Köpper in die farbenfrohe Welt und das tiefe Blau des Ozeans machen möchte. Zumindest bis die Besatzung anrückt und es zu einem wutentbrannten Kampf der Welten am idylischen Strand kommt. Dort wird Diana dann auch zum ersten Mal wirklich bewußt, was außerhalb des Inselparadieses vor sicht geht. Nichts wie auf, Schild und Schwert geschnappt (und natürlich das lässige Lasso der Wahrheit) und auf geht es. Auch in den Kampfszenen springt, fliegt, gleitet, rutscht, tritt, peitscht und schlägt sich Wonder Woman nur so durch eine Vielzahl an Slow Motion Momenten. I wonder if it’s any good. Ich hoffe schon.

    Am 15.06.2017 wissen wir mehr.

    Solltet ihr nicht so lange warten wollen könnt ihr euch ganz einfach bei Sideshow eine ½ scale WONDER WOMAN STATUE zulegen. Knappe 2100 Dollar solltet ihr dafür aufbringen können. Erscheinen wird sie dann an eurer Türschwelle Juli-August 2017. Also zwei Monate nachdem ihr festgestellt habt, ob der neue Wonder Woman Film wirklich etwas taugt.


  4. 4. November 2016 | Veröffentlicht unter Comics, Comicvorstellungen.

    Batmans meets Turtles meet Ra’s al Ghul = Comicempfehlung!

    Von

    Genre: Action, Superhelden
    Autor: James Tynion IV
    Ursprungsidee:
    Peter Laird, Kevin Eastman
    Illustratoren:
    Freddie E. Williams II
    Erscheinungsform: 
    140 Seiten, Hard/Softcover, enthält Issues 1-6 (abgeschlossen)
    Verlag: DC Comics / IDW Publishing / Panini
    LinksBestellen | Leseprobe


    Dank eines perfiden Plans des possierlichen Krang landen nicht nur die Turtles, sondern ausgerechnet auch Shredder samt Foot Clan in einer anderen Dimension – und landen punktgenau in Gotham City. Dort mischen sie ein Labor auf und entwenden aus sicher sehr heroischen Gründen einen wichtigen Generator, der in den falschen Händen Grausames anrichten kann. Prompt werden sie vom überlebenden Laborpersonal als Monster und Kumpanen der Foot identifiziert. Logisch, dass sofort Batman gerufen wird, um der Schildkrötenplage Herr zu werden. Dass sich das erste Aufeinandertreffen der Ritter des Rechts ein ganz klein wenig schwierig gestaltet, steht da außer Frage.

     

    Screen_Shot_2015-12-09_at_11.34.24_AM.0Was klingt wie ein wahr gewordener Traum der Kinder der 80er und 90er ist auch tatsächlich und erstaunlich unterhaltsam. Wir finden hier eine stark unterhaltende Mixtur der bekannten Helden vor, die sich auch und vor allem in den dunklen Momenten nicht zu verstecken braucht. Dabei harmonieren Batman mit seinen Kumpanen wie auch Schurken und die Turtles ausgesprochen gut miteinander, die beiden Welten werden gekonnt zu einer verknüpft, was nicht unpassend oder erzwungen wirkt. Unterstützt wird dieser Eindruck von den hübschen Zeichnungen, die sowohl den Charakter der finster dreinblickenden Fledermaus, als auch die Atmosphäre der Turtles-Comics einzufangen vermögen.

    Während sich die ersten Kapitel mit der Spannung zwischen den Turtles und der freundlichen Fledermaus von nebenan beschäftigen, werden die Schurken erst in den darauffolgenden richtig in Szene gesetzt. Dann, wenn die Helden endlich zusammenarbeiten, entfaltet sich das zerstörerische Potential des Feindes. Zusammen mit dem Pinguin, Ra’s al Ghul und allerlei anderem Gezücht Gothams bereitet sich Shredder auf eine kleine Mutagen-Apokalypse vor, die Gotham verschlingen soll…

    batman-teenage-mutant-ninja-turtles-t-rexSowohl zwischen den Zeilen, als auch im direkten Dialog zünden die Gags, die einerseits auf der Metaebene stattfinden und andererseits in den Charakteren begründet liegen, die ebenso gut getroffen sind wie die Optik derer. Wenn Donatello einen leicht philosophisch angehauchten Monolog über seine Heimatstadt hält, horcht das Fanherz auf, wenn Michelangelo sein Videospiel in Trümmern sieht, weint es ein bisschen mit und selbst Alfred und das – zugegebenermaßen sehr gewöhnungsbedürftig anmutende – Batmobil bekommen ihre Momente. Natürlich besonders spaßig wird es, wenn die Recken mit den Gegebenheiten des jeweils anderen konfrontiert werden; Batman etwa genüsslich an einer Pizza knabbert oder Michelangelo durch die Batcave surft.

    Das Crossover an sich wird durch zwei Kämpfe schön verdeutlicht: Während sich Batman gegen die Foots behaupten muss und dabei einen ersten, ehrfurchtsgebietenden Blick auf Shredder werfen kann, mühen sich andernorts die Turtles mit dem Killer Croc ab. Die Kämpfe an sich sind nett anzusehen, gehen jedoch nicht zu sehr ins Detail. Letzteres erfährt im finalen Kampf leider seinen negativen Höhepunkt: Hier wird der Endkampf derart schnell und vergleichsweise lieblos abgehandelt, dass die Masse der eigentlich hochgradig vielversprechenden Bösewichte doch arg verschwendet wird.

    batman-turtlesWir reden hier nicht von den aktuellen Versionen der jeweiligen Helden, aktuelle Ereignisse stehen hier also außen vor. Der Comic funktioniert als zeitloser Einzeltitel und das ist wohl auch gut so. Ich habe die 6 Issues umfassende Geschichte mit Genuss gelesen und hoffe sehr, dass es nicht das letzte gemeinsame Abenteuer dieser edlen Recken bleibt! Batman, wie wär’s mal mit einem kleinen Ausflug nach New York?

    Autor: James Tynion IV | Illustrationen: Freddie E. Williams II | Verlag: DC Comics / IDW Publishing / Panini | Format: 140 Seiten, Hard/Softcover | Bestellen

    turtles-batman-fazit2


  5. 6. Mai 2016 | Veröffentlicht unter Comics, Comicvorstellungen.

    Harley Quinn/Power Girl

    Von

    Genre: Superhelden
    Autor:Amanda Conner, Jimmy Palmiotti, Justin Gray
    Zeichner: Stephane Roux, Elliot Fernandez, Moritat
    Erscheinungsform:  148 Seiten,  Softcover
    Enthält: US Harley Quinn/Power Girl 1-6
    VerlagPanini / DC Comics
    Bestellen


    Überblick

    Power Girl, die herzensgute Superheldin mit dem Sinn für dezente Ausschnitte hat ihr Gedächtnis verloren. Prompt heftet sich ihr Harley Quinn an die Fersen, um sich als ihr Sidekick auszugeben und gemeinsam abstruse Abenteuer zu erleben. Prompt stolpert das ungleiche Gespann auf den obszönen Planeten Valeron, der Dank dem äußerst prüden Fiesling Oreth Odeox kurz vor der Vernichtung steht. Dort erwartet sie der sexuell sehr aktive und unter einem Bann stehende Herrscher Vartox, der in Power Girl weit mehr als nur eine Gegnerin sieht…

    Die Erzählung

    Diese in sechs US-Issues abgeschlossene Miniserie siedelt sich zeitlich zwischen zwei Panels von Harley Quinn #13 an, ist allerdings problemlos auch ohne diesen Kontext genießbar. Schnell wird man in die – zugegebenermaßen sehr überschaubare – Handlung gesogen, was definitiv primär an Harley Quinn liegt, die mit ihrem Humor und abstrusen Ideen allein ein Blick in den Comic wert ist. Der Kontrast zwischen ihr und Power Girl lässt die Szenen sehr dynamisch wirken, das Wechselspiel zwischen den beiden funktioniert ausgezeichnet.

    Allein diese Kombination bietet Stoff für ausreichend durchgeknallte Geschichten, aber warum einfach, wenn es auch noch over-the-top gehen kann? Da bietet sich der absolut unmoralische Planet Valeron an, auf dem sie stranden und der als ihnen würdiges Setting dient. Hier treffen sie auf Raumschiffe im Phallus-Design, riesige Köpfe mit absurdem Innenleben, halbnackte Herrscher mit Pornobalken und selbstverständlich dürfen diverse Bemerkungen über die körperlichen Ausbuchtungen der Heldinnen nicht fehlen. Die bieten sich ja auch an. Irgendwie.

    Tiefgründigkeit kann man hier nicht erwarten und auch pornös geht es nicht sonderlich tief, denn obwohl sowohl Vartox, als auch Harley Quinn vor sexuellen Anzüglichkeiten kaum einen Halt machen, bleibt es zwischenheldisch doch sehr züchtig. Es ist pure, knallbunte Unterhaltung, die für manche sicherlich zu albern daherkommt und doch ziemlich kurzweilig ist. Die neu kennengelernten Personen aus der anderen Welt werden recht oberflächlich präsentiert und bleiben in ihren Charakteren nebulös, doch würde ein Fokus auf jene wohl auch eher störend sein. Nicht die Charaktere stehen im Mittelpunkt, sondern die Ideen der Macher, die mit diversen Klischees spielen und einige Hommagen in den Panels verteilen.

     

    Screen Shot 2015-08-18 at 12.43.15 PM

    Layout und Zeichnungen

    Bunt. Knallig. Abgedreht. Hatte ich „bunt“ erwähnt? Kurz: Es passt. Der Wahnsinn Harleys spiegelt sich in ihrer Mimik wieder, generell schaffen es die Zeichner, den Figuren Emotionen und Ausdruck zu verleihen. Auch hierbei sind es Details, die den Unterschied machen und hier schön in Szene gesetzt werden. Die Motive und Welten sind fantasievoll, die Körper gerade so sexy in Szene gesetzt, dass es sich nicht negativ aufgedrängt anfühlt und doch den Charakteren gerecht wird. Besonders gefallen hier die Gesichter und die Aktionen, deren Humor durch die Zeichnungen gekonnt transportiert wird.

    Dass mehrere Zeichner an der Miniserie beteiligt waren, merkt man jedoch und das, finde ich, negativ: Der qualitative Unterschied ist mitunter deutlich.

    Letzte Worte

    Es ist definitiv kein tiefgründiges Meisterwerk, sondern ein buntes, vergnügliches Feuerwerk an je nach Geschmack abstrusen bis albernen Ideen und zwei Heldinnen, die unterschiedlicher kaum sein könnten und gerade deswegen unglaublich harmonieren.

    Harley


  6. 7. April 2016 | Veröffentlicht unter Filme, Filmvorstellungen.

    [Gastbeitrag] Batman v Superman – Schuld und Sühne

    Von

    Die Passion des Clark Kent

    von Stefan Servos

     

    Vorsicht, kann Spuren von Spoilern enthalten.

    Nach den zahlreichen schlechten Reviews (u.a. der von Guddy [Anm.d.G.: Die gar nicht so schlecht war! Nur ein bisschen.]) habe ich schon das schlimmste befürchtet, vor allem da auch Snyders letzter Superman-Film mehr durch Inszenierung und Optik bestach, als durch raffinierte Handlung. Doch was Zack Snyder mit Batman v Superman auf die Leinwand gezaubert hat ist meines Erachtens nicht mehr oder weniger als ein kleines Meisterstück! Zack Snyder inszenierte den großen Kampf zwischen Mensch und Gott als Mischung aus griechischer Tragödie und Passion Jesu Christi. Das ist auch nicht unbedingt tiefgehend, aber voller aufrechtem Pathos und zugleich die älteste aller Mythologien: Die Verantwortung der Götter für die Sünden der Menschen.

    stations3-13Die Allegorie ist dabei manchmal subtil, meistens aber kaum zu übersehen, wenn einige Kameraeinstellung eindeutige Reminiszenzen an berühmte Gemälden oder Statuen von Michelangelo sind. Überhaupt drängen sich die Jesus-Parallelen auf. Alle 14 Stationen des Leidensweges Jesu werden Punkt für Punkt abgearbeitet, von dem Gerichtsprozess vor den römischen Hohepriestern, über der Begegnung mit seiner Ziehmutter, den weinenden Frauen, seiner Hinrichtung und dem zu Grabe tragen. Sogar die Heilige Lanze aus der Passionsgeschichte spielt eine entscheidendeRolle. Der Film hinterfragt den gesamten Heldenmythos und bildet damit eine angenehme Abwechslung zu den Marvel-Filme, die nur noch aus Kompromissen an den Mainstream zu bestehen scheinen und zunehmend oberflächlicher werden, was sie durch Comic-Relief auszugleichen versuchen. Batman v Superman ist wesentlich erwachsener, fordert den Zuschauer heraus und entwickelt sich im Verlauf zu einer tragisch-düsteren Oper.

    batman-v-superman-dawn-of-justice-darkseidÜberhaupt brilliert der Film durch den hohen Gehalt an moralischen Fragen und einer inhaltlicher Substanz, von der die meisten Marvel-Pendants nur träumen können. Dabei ist der eigentliche Plot raffiniert verwoben mit dem oberflächlichen Plot, denn natürlich geht es nicht wirklich um den Kampf von Gut gegen Böse, sondern darum, was einen Helden ausmacht und der daraus folgenden Erkenntnis, dass es keine Helden gibt. Ein Thema, mit dem Snyder sich schon bei Watchmen (vor allem mit Dr. Manhatten) eingehend beschäftigt hat. Daher ist die Besetzung von Bruce Waynes Vater mit Jeffrey Dean Morgan (Comedian aus Watchmen) durchaus als Augenzwinkern zu verstehen.

    „Wenn Gott allmächtig ist, dann ist er auch böse. Wenn er nicht böse ist, dann ist er nicht allmächtig“ – frei nach Lex Luthor

    Während Ironman, Hulk, Thor und Co. Städte einfach nur dem Boden gleich machen und echte Menschen höchstens als Statisten gehandelt werden, erlauben sich die Drehbuchautoren Chris Terrio und David S. Goyer von Batman v Superman das Gedankenspiel, wie die Menschheit tatsächlich auf das Auftauchen von Göttern reagieren würde und welche moralischen Verpflichtungen Macht (die laut Lex Luthor nie unschuldig sein kann) mit sich bringt. Auf der einen Seite Bruce Wayne, auf der ewigen Suche nach Katharsis nach dem Tod seiner Eltern, auf der anderen Seite Superman, der für die Sünden der Menschen ans Kreuz genagelt wird.

    In der Umsetzung wird dies durch das wunderbare Ensemble getragen. Wider aller Schmähung füllt Ben Affleck den Anzug des alternden Dark Knight perfekt aus. Und auch Henry Cavill als Erlöserfigur spielt stärker als je zuvor, wobei er starke Unterstützung durch Amy Adams als wunderbare Maria Magdalena erfährt. Über Jesse Eisenberg als wahnsinniger Lex Luthor (mit leichtem Overacting) lässt sich streiten, ich jedenfalls hatte große Freude an seinem Spiel. Und auch Gal Gadot ist als Diana Prince einfach nur hinreißend, wirkt nur im späteren Amazonen-Outfit leider etwas zu kostümiert. Dafür hat JUNKIE XL der Figur aber ein prächtiges musikalisches Leitmotiv verpasst. Herausragend auch Senatorin June Finch (großartig: Holly Hunter) in der Rolle des Pontius Pilatus, die Superman gegen ihren eigenen Willen zum Tode verurteilen muss.

    Batman v Superman

    Zack Snyder versteht es Emotionen, Gewalt, Details mit einer fast erotischen Ästhetik auf die Leinwand zu bringen. Die oft geäußerten Kritik, dass man dem vermeintlich konfusen Plot nicht folgen könne, kann ich in keiner Weise nachvollziehen. Ich persönlich fühlte mich in keinem Moment des Films irgendwie in der Handlung verloren. Ganz im Gegenteil hing ich an den Lippen der Charaktere und sog jedes noch so kleines Handlungsdetail in mich auf, um es zu zelebrieren. Dass surreale Traumsequenzen und Handlungssprünge manchen Zuschauer überfordern, ist kein Manko des Films, sondern das der Zuschauer, die gerne ganz in Marvelmanier alles schön vorgekaut präsentiert bekommen.

    batman-v-superman-dawn-of-justice-6-rcm0x1920uUnd Kritiker, denen es in dem Film am Humor mangelt, sollten sich fragen, warum auch der Kreuzweg Christi so humorlos inszeniert ist. Zugegeben, Batman v Superman ist nicht perfekt und hat durchaus auch die eine oder andere Schwäche, beispielsweise Plotholes, die sich einfach aus der Konstellation eines Kampfes zwischen Batman und Superman ergeben, vor allem durch die überstarke Macht des Letzteren. Aber das ist ein Problem, das alle Superman-Filme für mich haben. Und von denen, die in den letzten 60 Jahren inszeniert wurden, ist dies hier ohne Zweifel der beste. Es ist auch nicht Zack Snyders stärkster Film (das ist für mich Watchmen DC), aber er kann auf jeden Fall in der Top-Liga der Comic-Verfilmungen mitspielen.- Und das trotz der oft kritisierten Tatsache, dass eine entscheidende Handlungswendung durch einen reinen Zufall herbeigeführt wird. Ist nicht der Zufall oft auch Auslöser für die größten aller Geschichten? Dass er sich dramaturgisch Zeit lässt, rechne ich dem Film hoch an und hoffe inständig auf die Veröffentlichung eines Director‘s Cut, denn der wird dann einige der Punkte der zahlreichen Handlungsstränge hoffentlich noch einmal etwas vertiefen.

    Fazit:

    Mit Batman v Superman erlaubt sich Zack Snyder die Inszenierung einer tiefgehenden, monumentalen Oper, bei der manche Comicfans und Kritiker auf der Strecke bleiben, was aber nicht weiter schlimm ist, da sie nicht über meinen persönlichen Filmgenuss entscheiden.


    12966499_1150467771652949_2143804599_nStefan Servos, geboren 1975, entdeckte schon in Kindertagen seine Leidenschaft für das fantastische Genre. Er ist aktives Mitglied der Deutschen Tolkien Gesellschaft, spielt in seiner Freizeit „Dungeons & Dragons“ und geht regelmäßig auf Liverollenspiele. Neben seiner hauptberuflichen Arbeit als Fernsehredakteur (WDR, SWR, KABEL 1, RTL) schreibt der Diplom-Journalist regelmäßig für diverse Online- und Printmedien, unter anderem für das Magazin Geek!. Zudem hat er bereits Hintergrundbücher zu Filmen wie „Der Herr der Ringe“, „Troja“, „Alexander“ oder „Der Hobbit“ veröffentlicht. Persönlich trifft man den Betreiber diverser Fan-Websites, u.a. www.herr-der-ringe-film.de, vor allem als Vortragenden auf Conventions wie der RingCon oder der HobbitCon.


  7. 3. April 2016 | Veröffentlicht unter Filme, Filmvorstellungen.

    Batman V Superman: Yawn of Meh

    Von

    Wenn Lex Luthor seine Puppen alias Batman und Superman tanzen und gegeneinander antreten lässt, sollte das Stoff für einen grandiosen Kinofilm geben. Nacht vs Tag, grummelnder Griesgram vs Strahlemann, Spitzohren vs. Schmalzlocke! Kurz: Wunderbar! Zumindest in der Theorie. In der Praxis sieht das ganze eher so aus: [hier könnte eine intellektuell hochwertige Formulierung stehen. Tatsächlich ist es nur ein Link zum traurigsten Video, das das Internet zu bieten hat. Seriously.] Selbstverständlich habe ich mich von so was nicht beeinflussen lassen und bin selber ins Kino gegangen. Man will ja wissen, ob man eher Team Kritiker, oder Team Zuschauer ist! (Spoiler: Ich bin in Team Guddy.)

    Ich ging ins Kino… und war selten derart gelangweilt von einem Film. Die Verantwortlichen haben unheimlich viel falsch, jedoch auch einiges richtig gemacht, auch wenn Letzteres den Film als Erlebnis für mich nicht aufgewertet hat. Folgend eine kleine Ordnung meines Gedankenpotpourris – die keinesfalls so tief gehen soll wie eine ordentliche Rezension:

    Das Gute

    • Die Schauspieler

    Ben Affleck als Batman hat seine Sache ebenso gut gemacht wie Henry Cavill in der Rolle des Superman. Beide geben eine Darstellung des jeweiligen Helden, die zum einen ins Bild diverser Comics passt, zum anderen jedoch auch etwas Eigenständiges hat. Etwas, das zerbrechlich und angreifbar wirkt, was vor allen Dingen Superman zugute kommt. Man merkt beiden an, dass sie ihre eigenen Päckchen zu tragen haben, dass gerade Batman – offenbar auch durch den Verlust Robins vor einiger Zeit – mit sich und seiner Rolle hadert. Auch viele andere Rollen finde ich gut besetzt wie etwa Jesse Eisenberg als Lex Luthor, der zwar dezent jokeresk daherkommt, dafür jedoch sowohl für schauspielerische Glanzleistungen, als auch den dringend benötigten Humor sorgt und dem Charakter nette Facetten hinzu gibt. Einzig Jeremy Irons wird eher seinem Nachnamen, denn seinem Charakters gerecht: Mir persönlich war er nicht nur zu jung, sondern hat mich auch zu sehr an einen verkappten Iron Man erinnert.

    • Die Bilder

    Ich mag es düster. Hier war es teilweise zu lange und ausdauernd düster, doch schmälert das die Bildgewalt nicht. Einige Szenen waren wunderbar arrangiert und nahezu in Perfektion aufgenommen. Ich kann mich nicht erinnern, die Todesszene Batmans Eltern (Ja, ich weiß. Huge Spoiler. Wuwu.) jemals visuell derart ansprechend gesehen zu haben. Der Mix aus Zoom, Klarheit und verstörender Dunkelheit passt in vielen Momenten und wertet die einzelnen Szenen dadurch auf.

    • Superman

    Nicht nur die Darstellung, auch den Charakter selbst empfinde ich als sehr gelungen und vielschichtig umgesetzt. Den Konflikt, der sich hier aufgrund seiner vermeintlichen Göttlichkeit präsentiert, finde ich unglaublich interessant. Sehr schön finde ich die Szene, in der er deutlich resigniert in dem Gericht steht und nur den Kopf schütteln kann. Herrlich! Ich hätte fast gelacht!

    • Die Tiefgründigkeit

    Diesen Punkt kann ich dem Film nicht absprechen.

    • Der Abspann

    Weil Ende.

    superman

    Das Schlechte

    • Der fragmentierte Plot

    Den Plot empfand ich als derart fragmentiert, dass es mir schwer fiel, dem ganzen zu folgen. Vergangenheiten, nicht näher erläuterte Zeitsprünge, plötzliche Traumsequenzen, undefinierbare Sprünge – nicht, dass ich kein Herz für anspruchsvolle Filme hätte, doch wirkte es auf mich nicht anspruchsvoll, sondern recht willkürlich und schlichtweg mangelhaft umgesetzt. Es scheint, als wäre zu viel Plot vorhanden, der möglichst schnell abgearbeitet werden soll und das gerne auf Kosten des Verständnisses. Der Wille war größer als das fachliche Geschick.

    • Die Charaktere und deren Entwicklung

    Warum handeln die Charaktere, wie sie handeln? Warum ändert Batman nur aufgrund eines Namens derart seine Meinung, als habe jemand mit den Fingern geschnipst und damit ein paar seiner Synapsen verändert? Warum verspürt Lex einen derartigen, plötzlichen Hass auf Superman? Warum, warum, warum…? Zu viele Fragen bleiben offen, zu wenig wurde darauf gesetzt, die Charaktere plausibel agieren zu lassen, deren Handeln zu erläutern oder zumindest nachvollziehbar werden zu lassen. Auch hier wird zu viel angeschnitten, ohne dabei in die Tiefe zu gehen, zu viel Potential wird verschenkt.

    • Das Arrangement der Kampfszenen

    Gerade den Actionszenen mangelt es an Dynamik. Wenn ein Kampf in der Totale gezeigt wird, ohne auch nur einmal heranzuzoomen um zumindest die Illusion von Nähe sowohl zur Situation, als auch den Figuren zu erschaffen, dann wirkt das schnell langatmig. Auch realistischer, durchaus, doch die meisten Kämpfe sind schlichtweg langatmig, langsam und langweilig dargestellt, was durch die behäbig machende Ritterrüstung Batmans noch verstärkt wird. In den Kämpfen und Schlachten liegt kein Spaß, keine Leidenschaft, sie sind weder pointiert, noch in irgendeiner Form kurzweilig. So zieht sich leider auch der alles entscheidende Kampf am Ende derart zäh, dass ich Mühe hatte, die Augen offen zu halten.

    • Der Spannungsbogen

    Durch die Episodenhaftigkeit und die vielen inhaltlichen Wiederholungen der als besonders wichtig und atemberaubend deklarierten Szenen habe ich leider keinen ausgereiften Spannungsbogen gefunden. Immer dann, wenn ich dachte: „Jetzt gehts gleich los!“ flaute es schneller wieder ab als ich aus meinem körperlichen Tiefschlaf wieder erwachen konnte. Ein immer wiederkehrender Coitus Interruptus, der mich verständlicherweise recht unbefriedigt zurück ließ.

    • Die Ernsthaftigkeit

    Nochmal: Ich mag ernste, düstere Stoffe. Doch das hier war definitiv „too much“. Ohne Licht kein Schatten. Hier gab es kein Licht. Die einzigen, an Humor erinnernden Momente wurden von Lex kreiert. Der Rest schwappte in einer grauschwarzen Suppe aus Tristesse, die ich in diesem Fall nicht gut gemacht finde.

     

    Fazit

    Ich will und kann nicht mal sagen, dass der Film als ganzes schlecht ist. Er ist einfach nur un-glaub-lich langweilig und verschenkt sehr viel Potential.


  8. 7. März 2016 | Veröffentlicht unter Comics, Comicvorstellungen.

    Batgirl – Die neuen Abenteuer 1

    Von

    Genre: Superhelden / Teenie
    Autor: Cameron Stewart, Brenden Fletcher
    Illustratoren: Cameron Stewart, Babs Tarr, Irene Koh
    Erscheinungsform:  148 Seiten,  Softcover
    Enthält: Batgirl 35-40, Secret Origins 10 (I)
    Verlag: DC Comics / Panini Comics
    Leseprobe | Jetzt bestellen


    Überblick

    Barbara Gordon alias Batgirl ist in Gothams hippen Außenbezirk Burnside gezogen, um dort ein semi-neues Leben zu beginnen. Ein Brand, der ihre Ausrüstung vernichtet, zwingt sie zur Gestaltung eines neuen Kostüms, sie findet nicht nur neue Freunde, sondern scheinbar auch ein brandaktuelles Smartphone und schlägt sich fortan zum Glück nicht mehr mit dem Joker, dafür jedoch mit allerlei Kleinkriminalität herum. Als Batgirl, selbstverständlich, denn so ganz kann man alte Identitäten natürlich nie ablegen. Unterstützung kann sie von ihrer alten Kumpanin Black Canary leider nicht mehr erwarten, deren Freundschaft stark gelitten hat. Wird Batgirl es schaffen, die Freundschaft zu kitten? Welche gar fürchtbaren Schurken werden sich ihr in den Weg stellen? [Spoiler: Einer glitzert. Und nein, es ist kein Vampir.] Und in welch finstre Depressionen würde sie wohl stürzen, wenn ihr Handy verloren ginge?

    Im Zuge des DC’schen Rebootwahns und der unzähligen Umstylings hin zu jugendlicheren, realistischeren Versionen der Superhelden wurde auch Batgirl verändert. Zuvor stand sie unter anderem unter den Fittichen der großartigen Gail Simone, die leider, leider gegangen wurde. In diesem ersten Sammelband, der die ersten sechs Issues des Soft-Reboots und eine Geschichte der Secret Origins enthält, präsentiert sich die „neue“ Batgirl als hippe Stadtgöre, die neben dem Stress mit ihrer Doktorarbeit und Freunden auch mit Möchtegernkillern zu kämpfen hat.

    640


    Die Erzählung

    Angesprochen werden soll offensichtlich primär eine Zielgruppe: (Weibliche) Teenager, die sich mit Barbara und ihren vielfältigen Problemen im realen Leben identifizieren könnten. Ganz knapp gehöre ich nicht mehr zu dieser Zielgruppe, doch kann und will ich dem Comic daraus keinen Strick ziehen.

    Wir starten mit einer latent verkaterten Barbara, die nach einer durchzechten Party auf eine raubende Bande Kleinkrimineller aufmerksam wird und sogleich versucht, die Drahtzieher ausfindig zu machen. Was klingt wie eine etwas heroischere Version der TKKG weitet sich zumindest im Laufe der Zeit zu einem größeren Ganzen aus, das seine Kreise bis in Barbaras Gehirn und ihre Vergangenheit zieht. Wir erinnern uns: Im 1988 erschienenen „The Killing Joke“ von Alan Moore wurde Barbara vom Joker derart schwer verletzt, dass sie viele Comicjahre lang in den Rollstuhl gezwungen wurde und sie zum „Oracle“ machte. Dieses Trauma wurde hier mittlerweile überwunden.

    Dabei sind die Schurken, auf die sie trifft, für meine Begriffe sehr harmlos, handeln weniger intelligent als krude. Ich verstehe kaum, weshalb sie eine große Gefahr darstellen, dafür jedoch umso mehr, weshalb die Polizei Gothams ein Problem mit Batgirls Handeln hat. An mancher Stelle hakt die Erzählung und ist weniger konsequent als man es sich vielleicht erhofft. Insgesamt wirkt Batgirl weichgespült, kaum würdig, als „Superheldin“ betitelt zu werden. „Supergöre“ trifft es da tatsächlich besser. Die zahlreichen Probleme Barbaras sind allerdings plausibel dargestellt; insbesondere ihr Konflikt „Fame vs. heldenhaftes Helfen“ wird sehr schön herausgearbeitet und durch die Medien heutiger Zeit wunderbar unterstrichen.

    Definitiv am gelungensten ist die Dynamik innerhalb der Geschichte und den Charakteren, sowie die erzählerische Vielfalt. Die Erzählung wirkt frisch und auf das Lesepublikum zugeschnitten, lässt kaum Langeweile aufkommen und vertuscht teilweise sogar Plotlöcher, über die man beim ersten Lesen fröhlich hinweg liest. Die letzten beiden Parts des Sammelbandes schließlich entschädigen nochmal über die sehr seichten ersten Abschnitte.

    batgirl-38-panel-2


    Layout und Zeichnungen

    In zwei Worten: Abwechslungsreich und erfrischend.

    Die Farben knallen, die Zeichnungen passen sich dezent der jeweils aktuellen Stimmung an und gerade die Gestaltung der Panels sticht positiv hervor. Sei es die Art, wie Smartphones und mathematische Formeln eingegliedert werden, Barbaras Fähigkeit visualisiert wird, die Dynamik zwischen den Panels oder die Farbgebung: Es wirkt sehr gut durchdacht und ist spaßig anzusehen.

    Letzte Worte

    Mein persönlicher Fall ist das Soft Reboot nicht, da es mir wirklich zu jugendlich und trivial  in Bezug auf die Story ist. Ich denke jedoch, dass gerade – aber nicht ausschließlich – etwas jüngere Zeitgenossen ihren Spaß damit haben können. Optisch ist es hervorragend, inhaltlich hakt es.

    batgirl reboot


  9. 3. Januar 2016 | Veröffentlicht unter Comics, Comicvorstellungen.

    Batman/Teenage Mutant Ninja Turtles #1

    Von

    Genre: Action, Superhelden
    Autor: James Tynion IV
    Ursprungsidee:
    Peter Laird, Kevin Eastman
    Illustratoren:
    Freddie E. Williams II
    Erscheinungsform: 
    32 Seiten,  Heftchen, mtl., 6-teilige Miniserie
    nächste Ausgabe: 13.01.2016
    Verlag: DC Comics / IDW Publishing Sammelband bei Amazon vorbestellen


    Das erste offizielle Zusammentreffen von Turtles und Batman gestaltet sich etwas schwierig: Mit der Annahme, der jeweils andere sei ein gar fürchtbarer Feind. Dank eines perfiden Plans des possierlichen Krang landen nicht nur die Turtles, sondern ausgerechnet auch Shredder samt Foot Clan in einer anderen Dimension und einer anderen Stadt, namentlich Gotham City. Dort mischen sie ein Labor auf und entwenden aus sicher sehr heroischen Gründen einen wichtigen Generator, der in den falschen Händen Grausames anrichten kann. Prompt werden sie vom überlebenden Laborpersonal als Monster und Kumpanen der Foots identifiziert. Und wen kann man in solch einem Fall besser gebrauchen als den dunklen Rächer?

    image26

    Was klingt wie ein wahr gewordener Traum der Kinder der 80er und 90er, ist auch tatsächlich und erstaunlich unterhaltsam. Wir finden hier zwar kein spritziges Sammelsurium an Kuriositäten wieder, dafür jedoch den kurzweiligen Auftakt einer doch recht düster gezeichneten Geschichte, in der sich Batman und die Turtles im ersten Augenblick alles andere als grün sind. Wer kann es Batman auch verdenken, wirken doch zumindest die Turtles nicht gerade wie die freundlichen Schildkröten aus der Nachbarschaft. Unnötige Zeit wird nicht auf die Vorstellung der einzelnen Charaktere verschwendet, die Kenntnis wird als gegeben vorausgesetzt.

    Dabei harmonieren Batman mit seinem Gotham und die Turtles ausgesprochen gut miteinander, die beiden Welten werden gekonnt zu einer verknüpft, was nicht unpassend oder erzwungen wirkt. Unterstützt wird dieser Eindruck natürlich von den Zeichnungen, die sowohl den Charakter der finster dreinblickenden Fledermaus, als auch die Atmosphäre der Turtles-Comics einzufangen vermögen. Hier mangelt es zwar manchmal an räumlicher Tiefe, die Figuren wirken teilweise überdimensioniert, doch insgesamt ist es ein sehr runder Eindruck, der von der Coloration unterstützt wird.

    Screen_Shot_2015-12-09_at_11.34.24_AM.0Sowohl zwischen den Zeilen, als auch im direkten Dialog zünden die Gags, die einerseits auf der Metaebene stattfinden und andererseits in den Charakteren begründet liegen, die ebenso gut getroffen sind wie die Optik derer. Wenn Donatello einen leicht philosophisch angehauchten Monolog über seine Heimatstadt hält, horcht das Fanherz auf, wenn Michelangelo sein Videospiel in Trümmern sieht, weint es ein bisschen mit und selbst Alfred und das – zugegebenermaßen sehr gewöhnungsbedürftig anmutende – Batmobil bekommen ihre Momente.

    Das Crossover an sich wird durch zwei Kämpfe schön verdeutlicht: Während sich Batman gegen die Foots behaupten muss und dabei einen ersten, ehrfurchtsgebietenden Blick auf Shredder werfen kann, mühen sich andernorts die Turtles mit dem Killer Croc ab. Die Kämpfe an sich sind nett anzusehen, gehen jedoch nicht zu sehr ins Detail.

    Wir reden hier nicht von den aktuellen Versionen der jeweiligen Helden, aktuelle Ereignisse stehen hier also außen vor. Der Comic funktioniert als zeitloser Einzeltitel und das ist wohl auch gut so. Die erste Ausgabe bildet den Auftakt zu einer sechsteiligen Serie, die monatlich erscheinen wird und zeigt einen guten Start, der eine gute Reihe verspricht. Ich bin definitiv gespannt darauf, wie die Turtles und Batman tatsächlich miteinander agieren werden.

     

    TurtlesBatman


  10. 12. Oktober 2015 | Veröffentlicht unter Comics, rund um Comics.

    „Wer rockt härter: Batman oder Superman?“ Endlich geklärt!

    Von

    Dieser Kampf ist älter als jener zwischen David gegen Goliath, härter als der zwischen Cylonen und Menschen und tragischer als das Verhältnis zwischen Dr. Cox und J.D.: Batman vs. Superman.

    Während es mir persönlich schon seit Jahrhunderten klar ist (It’s Batman.) bekämpfen sich die Anhänger der wandelnden Fledermaus mit jenen der omnipotenten Schmalzlocke mit leidenschaftlicher Inbrunst.

    Auch Kerry Callen hat sich mit dieser weltbewegenden Thematik beschäftigt und eine Lösung entwickelt, die eines Einsteins würdig wäre: Er hat die Cover der beiden Helden genommen und den jeweils anderen durch den Battlepartner ersetzt. Wo einst Superman seine Frisur korrigierte, darf nun Batman grummeln und umgekehrt.

    For decades, fans have argued who is the better superhero, Superman or Batman. It recently occurred to me that the best way to determine this is to see how they’d fare if one replaced the other on their comic covers. Will one fare better than the other? This should decide once and for all who’s superior! I selected six covers and then created six alternative images.

    Ein idiotensicheres System! Nur: Wer wird tatsächlich gewinnen? Das forscht ihr am besten in Callens Blogartikel nach. Meine Lieblingsbilder habe ich hier angefügt.

    Guckt euch nur mal Banes Gesichtsausdruck an! Herzallerliebst! ♥

    batman vs superman 4batman vs superman 2batman vs superman 3


  11. 4. September 2015 | Veröffentlicht unter Comics, Comicvorstellungen.

    Harley Quinn: Mad Love

    Von

    Genre: Superschurken
    Autoren:
    Paul Dini, Bruce Timm, Kelley Puckett
    Illustrator:
    Bruce Timm, Mike Parobeck
    Erscheinungsform: 
    180 Seiten,  Softcover
    Enthält: Batman Adv.: Mad Love 1, Batman: Harley and Ivy 1-3, Batman Adv.: 12
    Verlag: Panini
    Leseprobe | Für 16,99 bestellen


    Inhalt

    Die für die Animationsserie „Batman: The Animated Series“ Anfang der 90er erschaffene Antagonistin Harley Quinn erhielt ihren Comicauftritt in „Batman Adventure: 12“. Diese Geschichte ist in diesem Sammelband ebenso enthalten wie „Mad Love 1“, das die etwas krude Entstehung der Figur „Harley Quinn“ herausarbeitet und die Miniserie „Harley and Ivy“, in der, wer hätte es bloß gedacht, Harley gemeinsame Sache mit Poison Ivy macht.

    Während die beiden anderen Geschichten eher schmückendes Beiwerk sind, ist es vor allem Mad Love, dem ein besonderer Blick gebührt: Hier wird die junge Psychologin Dr. Harleen Frances Quinzel nicht nur zur allseits bekannten Harley Quinn, sondern man erhält auch einen deutlicheren Blick auf sie als Person.

    Kritik

    Ich hatte es bereits angedeutet: Sowohl „Harley und Ivy“, als auch „Batman Adventure:12“ sind für mich weder Meilensteine, noch sonstwie bedeutend. Harley verkommt hier zum kleinen Mädchen, das eher stört, als der Gangstergemeinde wirklich nützlich zu sein. Natürlich: Dies gehört zu ihr, doch vermisse ich dort jeglichen Tiefgang oder weitere Eindrücke von ihr, die über diese eine Eigenschaft hinweg gehen. Immerhin: In der Miniserie mit Poison Ivy ist ein wenig mehr Humor enthalten und insbesondere ihrer beider Ausflug gen Hollywood ist zumindest einen kleinen Blick wert. Aber sonderlich spannend: Nein, nicht wirklich.

    Dass Harley eher ein Hascherl ist, wird auch in Mad Love deutlich. Frau Dr. Quinzel wird im Arkham Asylum eingestellt, wo die besonders gefährlichen und abstrusen Verbrecher ihr Dasein fristen. Sie nimmt sich dem Joker an – und verfällt wenig später seinem ganz besonderen Charme und seiner Raffinesse. Schnell stellt sie sich ganz auf ihn ein, ihr Herz gebührt nur ihm. An sich genommen ist ihr Verhalten an sich bereits ein interessantes, psychologisches Phänomen. Zuletzt benutzt der Joker sie als eine Art Ausbruchsinstrument und verpflichtet sie hernach als persönliche Assistentin.

    „Hascherl“ ist vielleicht zu böse ausgedrückt, schließlich hat Harley noch immer einen mehr oder minder eigenen Willen. Dennoch ist mir das Lesen dieser Geschichte unangenehm. Ich wünschte mir Harley stärker, in früheren Comics funktioniert sie als Sidekick oder hier nur in Verbindung mit dem Joker. Nicht, dass ich ausschließlich starke Frauen bräuchte – das fände ich reichlich langweilig. Aber… es ist Harley!

    Diese Sammlung früherer Stories rund um Harley beleuchten ihren Charakter auf jeden Fall, ohne ihn zu sezieren. Es ist ein interessanter Einblick, auf den man verzichten kann, aber nicht muss.


  12. 25. April 2015 | Veröffentlicht unter Filme, rund um Filme.

    Jared Letos Joker

    Von

    In einem Tweet wurde die neue Optik des Jokers für den 2016 erscheinenden Schurkenparty-Film Suicide Squad offenbart. Die Fans waren nicht unbedingt amused, denn der Look ähnelt eher einem coolen Gangster, denn dem Joker. Dem Ledger-Joker, wohlgemerkt, denn das ist die Latte, an die vermutlich alle kommenden Joker gemessen werden. Leider, denn Ledgers Interpretation des grinsenden Bösewichts ist nur eine unter vielen.

    Dabei ist der Leto-Joker momentan auch nicht das, was ich mir unter dem Joker vorstelle. Er wirkt zu schön. Der Körper: gemeisselt. Der Haaransatz: jugendlich frisch. Die Haut: welche Creme benutzt er bloß, die will ich auch! [Psst. Gibt’s bei Photoshop] Dabei ähnelt das Bild im Groben Alan Moores The Killing Joke. Die Komposition ist deutlich daran angelehnt, auch zeigen die in geduldigster Sorgfalt gefertigten  Tätowierungen einige Anlehnungen an diverse Comics und deren Cover.

    Ich kann mich gut daran erinnern, was die Leute damals nach Heath Ledgers ersten Bildern gesagt haben und wittere genau diese ablehnende Haltung nun auch hier. Letztlich ist es nur ein Foto unter vielen, das erste unter vielen. Möglich, dass die sauberen Tätowierungen auch nur die Charakteristika des Jokers aufzeigen sollen und gar nicht wirklich auf dem Körper zu sehen sein werden.

    Zu clean ist er mir dennoch. Ich habe ihn mal so bearbeitet, wie ich es ganz nett finden würde. Die Hahahas wären hier nur in die Haut geritzt, um den Wahnsinn zu akzentuieren. Hach ja. Das wär für mich ein Traum…

    joker

    Und was denkt ihr über ihn?


  13. 8. Januar 2015 | Veröffentlicht unter Comics, rund um Comics.

    ( . )( . ) Die Boob Window Ära geht zu Ende!

    Von

    pgboohooKara Zor-L aka Kara Starr aka Power Girl landet nach einer Explosion zurück auf ihrem Heimatplaneten – und lässt ihre Super-Identität zurück. Schwupps, wird diese auf Tanya Spears übertragen, ihres Zeichens schnöde Bewohnerin des uns so gut bekannten Planeten Erde. Tanya ist eine hyperintelligente Siebzehnjährige. Ganz im Gegensatz zur manchmal dezent grenzdebil wirkenden Kara Starr: „Ich wollte auch ein Heldensymbol haben, wie du, Superman… aber.. mir ist nichts eingefallen.. und somit.. habe ich nun dieses Loch.. hier.. diese Leere direkt über meinem Herzen…“

    Tanya trägt nun also diese bezaubernde Kombination aus Jäckchen und Engchen, die sehr der ähnelt, die sie bereits hier getragen hat. Ich vermisse das Tittenfenster. Ganz im Ernst. Das war doch das, was Power Girl ausgemacht hat! Zumindest ein wenig. Viel wichtiger ist natürlich die Auswertung der Antworten zur Frage, die ich beim letzten Super-Umstyling gestellt hatte: Wer wird die nächste Heldin sein? Ich hatte auf She-Hulk getippt, Momo auf Tony Stark und Stefan auf Cpt. Marvel. Wir sind alle Kackboobs und hätten es besser wissen müssen! Offiziell den Teen Titans beitreten wird die schwachbrüstige neue Power Girl Ende Januar mit Numme #6.

    Falls jetzt noch ein Superheld meint, sich verjüngen und neu ausstatten zu müssen,darf er das gerne ohne mein Wissen tun. Langsam werden die mir doch alle zu jung! Sind wir hier im Superheldenkindergarten? Unverschämtheit! Und jetzt entschuldigt mich, ich muss meinen Gehstock suchen, damit ich die Jungspund-Zeichner verkloppen kann!

    Ausgerechnet das Boob Window! Es hat euch doch nichts getan!

    POWER-GIRL

    Image Credit: DC Comics

     


  14. 4. Oktober 2014 | Veröffentlicht unter Comics, Comicvorstellungen.

    6 Seiten des „neuen“ Batgirls

    Von

    Mit dem Umzug Barbara Gordons aka Batgirl nach Burnside, einem Stadtteil von Gotham City, wird nun das „Soft-Reboot“ der Batgirl Serie begründet das mit Issue #35 nächste Woche an den Start gehen wird.

    She’s leaving it [Gothams Darkness etc.] all behind her. We really wanted to make this a book with a light tone, of fun and adventure and mystery, and let the rest of the Bat-family deal with the darkness. She’s got problems, and conflict, and enemies to fight, but our priority was to make this a really fun, rollicking read.

    Und genau so sieht es aus. Fern jeglicher Gotham-Melancholie hüpft Barbara Gordon durch die quietschbunte Stadt. Ihr Ziel: Miete bezahlen, Hangover überwinden und nebenbei für Gerechtigkeit sorgen. Der Zeichenstil ist ebenso jugendlich-modern wie der Einsatz von Smartphones und ihr Kostüm. Das wurde, ebenso wie die Prämisse des Comics, bereits im Juli vorgestellt und scheint bequemer zu sein als herkömmliche Kostümchen von Superheldinnen, bei denen man nach jedem Kampf Brüste, Strings und Arschbacken zurecht rücken muss.Oder zumindest müsste. Denn die Superheldin an sich benutzt offensichtlich ohnehin doppelseitiges Klebeband und/oder Sekundenkleber.

    Wie auch immer: Ich war gespannt auf dieses „Reboot“, doch gerade die ersten sechs Seiten wirken eher wie ein Comic für Teenager. Eine Mischung aus Buffy und W.i.t.c.h.? Werde das mal im Comicladen meines Vertrauens durchblättern, wenn ich ohnehin mal zufällig dort bin. Und was haltet ihr von dieser preview?

    Lies hier die ersten 6 Seiten


  15. 7. Januar 2014 | Veröffentlicht unter Comics, Comicvorstellungen.

    Harley Quinn #0

    Von

    Amanda Conner und Jimmy Palmiotti starten als verheiratetes Autorenduo endlich wieder eine Serie rund um Harley Quinn. Zeichner der Reihe ist, zumindest bis zur im März in den USA erscheinenden Nummer #4, Chad Hardin. Die Nummer #0 wird außer der Reihe von 17 namhaften Zeichnern bearbeitet, unter anderem Bruce Timm und Scott Williams. Aktuell habe ich lediglich diesen Auftakt mit der dubiosen Nummer #0 vorliegen. Warum eigentlich #0? Das erklärt sich schnell:

    Die eigentliche Story wird noch nicht angerissen, hier zeigt sich stattdessen eine episodenhafte Pseudogeschichte rund um die Dame mit amourösem Hang zum Joker, in der sie sich fragt, wie sie aussähe und was sie täte, wenn sie eine Comicfigur wäre. Dabei springt sie nicht nur von Künstler zu Künstler, sondern kommuniziert auch mit ihren beiden Autoren und dem Leser. Verrückt? Ja. Und es macht Spaß!


    harleyVon jedem der 17 beteiligten Zeichnern wird sie Seite für Seite jeweils in ein anderes Setting versetzt, in dem sie entsprechend agiert und dabei teils bissige, teils freundliche Kommentare über den jeweiligen Künstler vom Stapel lässt, die natürlich von diversen Insidern gespickt sind. Die Zeichenstile werden auf’s Korn genommen wie etwa das Fehlen eines ausgefeilten Hintergrundes bei Simonsons (Thor) Werken oder die Niedlichkeit bei Art Baltazar (Tiny Titans) und es findet sich auch ein Wiedersehen mit Batman in einer in einem anderen Comic (Hush) bereits bekannten und hier somit hübsch referenzierten Szene.

    Eine Seite wurde einem „Newcomer“ reserviert: ein Wettbewerb war ausgeschrieben worden, in dem die teilnehmenden Künstler Harley Quinn in diversen Suizidmomenten und letztlich nackt in der Badewanne und von Toastern umgeben hatten zeichnen sollen. Es folgte nicht nur Protest aufgrund des erwarteten Themas, sondern letztlich auch ein Sieger, Jeremy Roberts, dessen Seite sich nicht hinter denen der renommierten Künstler zu verstecken braucht.

    Der Comic ist ein sehr kurzweiliger, Dank der vielen Erzählebenen ungewöhnlicher One Shot, der Lust auf die eigentliche Serie macht. Der Rundumschlag durch die Zeichnerlandschaft ist gelungen, gerade da sich die einzelnen Mitwirkenden nicht sonderlich ernst nehmen. Am Schluss bekommen auch die beiden Autoren ihren sehr sympathischen „Cameo-Auftritt“.

    Lesen!

      IMG_0096

     


  16. 27. Februar 2013 | Veröffentlicht unter Filme, Kurzfilme.

    Female Superhero Fan Film

    Von

    header Was wird daraus, wenn ein (ehemaliger) Stuntman (u.a. für „Thor“, „Spiderman“, „Avatar“) die Rolle eines Directors übernimmt und sich am DCschen Stoff rund um die Anfänge der Wonder Woman bedient? Die Antwort ist hocherfreulich: ein ziemlich nett aussehender Trailer, der zwar von einem geringen Budget zehren musste, sich das jedoch nur bedingt ansehen lässt. Jesse Johnson heißt der Mann, der kurzerhand Nina Bergman in das Wonder Woman Kostüm steckte und sich nebenbei noch Peter Stormare (Darsteller u.a. in „The Big Lebowski“ und „Fargo„) schnappte, um diesen einen Nazi Offizier spielen zu lassen. Nazi Offizier? Richtig, der Trailer spielt in den Anfängen der Superheldin, ein aktuelles Setting war da nicht gewünscht.

    Leider sieht es mit den rechtlichen Belangen rund um die Figur der Wonder Woman natürlich nicht allzu rosig aus, weshalb der Trailer nicht nur kryptisch „Female Superhero Fan Film“ heißt, sondern auch eine wahrhaftige Produktion absolut unrealistisch und somit auch nicht geplant ist. Schade eigentlich, denn so manch offizieller Trailer oder gar ganze Produktion in Sachen Superhelden hatte schon schlechter ausgesehen.

    Den zugehörigen Trailer gibt’s nach dem obligatorischen Klick. Was sagt ihr dazu und noch viel wichtiger: welche anderen sehenswerten Fanproduktionen bzw. vor allem Trailer kennt ihr denn so und könnt ihr empfehlen?