1. 11. Juli 2016 | Veröffentlicht unter Offtopic.

    Picture my Day oder: Aktueller Stand

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    Vielleicht hat man es bereits gemerkt: Ich bin nicht wirklich da. Derzeit wohne ich nämlich übergangsweise im wunderbaren Siebengebirge und habe aufgrund dezenter privater Veränderungen leider Anderes im Kopf, als mich in den Weiten des Internets zu tummeln und illustre Artikel zu schreiben. Ja, das Leben ist hart. An dieser Stelle bitte mitleidsvoll seufzen. Danke, ihr seid nett. (Außer du dort hinten. Seufzen hatte ich gesagt! Einmal mit Profis arbeiten, ehrlich mal!)

    Im Siebengebirge bin ich also. Dort habe ich geschlagene 15 Jahre meines Lebens verbracht. Irgendwann kommen sie alle wieder und wenn ich mich hier so umgucke, wird das auch bei mir der Fall sein. Später, wenn ich erfolgreiche Autorin bin und alleine mit drölfzig Katzen in einer Hütte am Waldrand hause, wird es am Fuße eines der rund vierzig Berge des Landstriches hier sein. Definitiv. Gestern jedenfalls hieß es wieder „Picture my Day„: Blogger fotografieren ihren Tag, diesmal organisiert von Frau Margarete. Mein Tag war gestern derart spannend, dass ich vor lauter Spannung fast eingeschlafen wäre. Ihr kennt das. Ja, ich bin ein Faultier.

    Derzeit nämlich nutze ich meinen temporären Wohnort, um im Siebengebirge wandern zu gehen. Ja, mir macht das tatsächlich Spaß; es ist entspannend, man bekommt den Kopf frei und Himmel, sind endlich wieder hunderte Inspirationen auf mich eingeprasselt! So muss das! Gestern und vorgestern war ich „nur“ im Ittenbacher Wald unterwegs, die nächsten Tage kommen die Berge an die Reihe. Nun jedoch ein paar Naturfotos vom vorgestrigen Tage und im Anschluss daran mein gefilmter Picture my day. Enjoy. Oder so. Habe es extra mit epischer Musik unterlegt, damit es imposanter erscheint. Ich bin ja so gewieft! (Mein Gott, schon wieder so ein Hustenanfall!)

    Siebengebirge1 Siebengebirge2 Siebengebirge3 Siebengebirge4 Siebengebirge5 Siebengebirge6 Siebengebirge7 Siebengebirge8


  2. 30. Mai 2016 | Veröffentlicht unter Messen&Conventions, RPC, RPC '16.

    10 Jahre RPC.

    Von

    In Kürze würde meine Zusammenfassung folgendermaßen aussehen:

    Waren auf der RPC. Geile Shirts gekauft. 2/3 davon instant verloren. Cosplayer waren da. Dann das Bloggertreffen. Zu viel Metbier. Bericht Ende.

    Da ein Blog jedoch nicht der kleine, sondern vielmehr große Bruder von Twitter ist (wenn überhaupt. Aber die Familienverhältnisse finde ich ohnehin unübersichtlich. Vielleicht ist Twitter auch der Stiefsohn oder Busfahrer des Blogs.) muss ich mir wohl oder übel mehr Worte einfallen lassen. Ich schlage blind im Worthelfer Duden nach und tippe auf das Wort „drücken“.

    Drücken passt. Drückend heiß war es draußen auf dem Mittelaltermarkt und drückend eng in den Menschenmassen. Doch bleiben wir geordnet und berichten von Anfang an: Mit meinem Freund und meiner besten Freundin fahren wir mit dem Zug zur RPC. Frohen Mutes, denn wir konnten nicht ahnen, wie heiß es werden würde. Der Wetterbericht hat uns angelogen. Hinein jedenfalls in die großen Hallen und gegen Verkaufsstände gepresst. Rollenspiele. Tabletops. Plüschdinger. Zeug. Geld loswerden will ich allerdings eher nicht, schließlich muss ich sparen und Uncharted 4 ist teuer für eine Studentin!

    RPC3

    Hoffend blicke ich in das Programmheft: Meh. Ich könnte eine Stunde lang mit der DSA-Redaktion plaudern, aber … nein. Besser könnte ich ihnen meinen Liebesbrief vorlesen. Oder doch lieber einer Lesung lauschen? Nein, das ist nicht mein ganz persönlicher Fall. Ich hatte auf interessante Vorträge oder Workshops gehofft, doch packen konnte mich kein Programmpunkt. Also vegetieren wir in der Halle herum und sind uns später einig: „Hilfe, irgendwie ist das hier doof.“ Der Meinung sind wir allerdings recht allein, so scheint es, als ich mich unauffällig umhorche. Auch die Cosplays können mich nicht vom Gegenteil überzeugen. Es sind nette dabei. Aber ich kann mich momentan nicht so ganz mit der Selbstdarstellung anfreunden. Vielleicht liegt meine schlechte Stimmung auch daran, dass ich etliche Male von überdimensionierten Waffen, Rüstungsteilen und Schwänzen umgehauen, angestoßen oder gepeitscht wurde. Klar sind die Kostüme geil. Aber dann darf man dennoch noch an andere denken und ein Mindestmaß an Rücksicht zeigen, statt nur sich im Fokus zu sehen. Trotzdem: Der Großteil der Besucher ist sehr nett, sympathisch und humorvoll!

    Da die vielen Spieltische leider die meiste Zeit besetzt waren, schafften wir nur eine Runde zum Brettspiel „Mysterium“: Als Medium hilft man einem Geist, den Mörder ausfindig zu machen. Das Spielprinzip ist recht spannend und innovativ, da es statt auf Glück und Würfel auf Kombinationsgabe und auch ein wenig auf die eigene Menschenkenntnis ankommt. Obgleich das Prinzip interessant ist und das Spiel unheimlich viele positive Kritiken bekommen hat, ist es uns jedoch leider zu simpel und wenig überraschend oder spannend. Amazonlink samt der ausführlicheren Reviews gibts hier.

    Ich finde mein kurzzeitiges Glück in einem Kettenbikini, den ich anprobiere und dessen Hersteller mir von seinem Werk vorschwärmt. Noch mehr Glück empfinde ich allerdings, als ich in meiner Verzweiflung doch noch shoppen gehe und drei T-Shirts kaufe. Ein König der Löwen-Shirt, das ich direkt anziehe da mein Pullover, den ich bis dahin getragen hatte, dezent zu heiß wurde, ein Shirt mit Star Wars-Motiv und dieses Exemplar hier. Dean Winchester! <3 Ehm ja.

    RPC 16Pünktlich zum Bloggertreffen verabschieden sich mein Freund und meine Freundin in den wohlverdienten, kühlen Feierabend und nehmen leider nicht meine Tüte mit den neuen Shirts mit. Diese verliere ich nämlich später glorreich. Ich trauere dem Supernatural-Shirt noch immer hinterher. Das passiert allerdings stets, wenn ich Thilo vom Nerd-Wiki treffe: Ich verliere Dinge. Zum Glück dieses Mal keine Wertsachen. Hurra.

    Da das Bloggertreffen perfekt geplant war, fanden auch hunderte Blogger den einen Metstand von fünfen. Never trust a Zeitzeugin. Neben Thilo war noch das Orakel anwesend, dessen Bericht von der RPC hier nachgelesen werden kann, sowie ein Leser von mir. Weitere 9 Nachrichten ereilten mich im Laufe des Abends mit den Inhalten: „Guddy, wo seid ihr?!?“, „Mein Gott, welchen Metstand meinst du?!?“ und „Ich stehe hier seit 30 Minuten am Metstand, wo BIST du?“ Never trust a Zeitzeugin². Es tut mir wahnsinnig leid, doch ich hatte wirklich angenommen, dass es nur den einen geben würde! Vor Halle 10.2! Dummerweise war der ganze Außenbereich „vor Halle 10.2“. Ich lerne daraus und werde es nächstes Mal besser machen! :)

    Hallo. Ich bin eine Serienkillerin @orakelofdeath #rpc

    Ein von Guddy (@zeitzeuginguddy) gepostetes Foto am

    Den Abend verbrachten wir lustig debattierend, biermettrinkend und Albernheiten/Dummheiten anstellend. Ich mag Blogger und Youtuber. Meistens. Doch, ab 16 Uhr hat die RPC durchaus Spaß gemacht! Allerdings bin ich dieser Veranstaltung tatsächlich müde geworden. Ich will nichts kaufen. Das kann ich auch online oder wenn ich gemütlich durch die Stadt schlendere. Ich möchte Leute treffen und Workshops, sowie Vorträge anhören! Leider hat die RPC gerade von letzterem nur sehr wenig zu bieten und ich hoffe, dass im kommenden Jahr nachgezogen wird. Dennoch hat sich die RPC gelohnt: Freunde und Bekannte treffen, sowie neue Menschen mit ähnlichen Interessen kennenlernen – darum gehe ich zur RPC. Und dafür ist sie ok.

    Deutlich positivere Berichte meiner geschätzten Bloggerkollegen

    RPC


  3. 23. Mai 2016 | Veröffentlicht unter Rollenspiel.

    RPC – Treffen, anyone?

    Von

    Kaum wird es wärmer, sprießen sie alle aus dem Boden: Blümchen, schwitzende Bahnfahrer und Conventions. Hurra! Gut, hören wir lieber auf, schwitzende Pendler zu bejubeln, schließlich steht etwas ganz anderes an. Die RPC, die Role Play Convention, die kommendes Wochenende in Köln ihre Tore öffnet und Fantasy-, Rollenspiel-, und überhaupt Begeisterte einlädt. Wie die Jahre zuvor gilt es nicht nur, ein Fandom oder Genre abzudecken, sondern allen gleichermaßen irgendwie entgegen zukommen.

    Lesungen, Poetry Slams, diverse Spielerunden, Schaukämpfe, Cosplays… ja, es wird viel geboten. Ob die RPC aber auch wirklich spaßig wird? Das werde ich sehen. Und ihr vielleicht auch. Falls ihr also am Samstag zugegen sein werdet, sagt Bescheid, dann kann man sich sicher auf ein Wikingerbluth vor oder in den Hallen treffen! Ich habe leider auch den Überblick verloren, welche Blogger vor Ort sein werden. Außer Thilo natürlich. Hurra!

    Edit: Ach wisst ihr was? Samstag, 16 Uhr Treffen draußen vor dem Stand mit dem Met! Sonst wird das ja eh nie was mit dem Treffen! Und: ich beiße nicht, also braucht man nicht schüchtern zu sein!

    Mehr Infos zur RPC findet ihr entweder auf der offiziellen Website oder natürlich auch in meinem Erlebnisbericht von 2015.


  4. 17. Mai 2016 | Veröffentlicht unter FC '16, FedCon, Messen&Conventions.

    Das war die FedCon 25

    Von

    Wie kann man 50 Jahre Star Trek gebührend feiern? Mit einer zu großen Teilen diesem Franchise gewidmeten Convention beispielsweise! Kein Wunder also, dass es zwei Zeitzeuginnen-Generationen letztes Wochenende auf die FedCon verschlug. Anbei nun mein äußerst subjektiver Erlebnisbericht:

    9:00 Ich bin von Congängern umgeben. Nein, ich bin noch nicht im Bonner Maritim Hotel angekommen, sondern habe einen ersten Schritt in die morgendliche Straßenbahn gesetzt. Das, was nun folgt, wird einigen nicht gefallen: Doch ja, es gibt tatsächlich einen Grund für die Erfindung des Deodorants und ich finde es nicht OK, dass manche offenbar wieder und wieder Gefallen daran finden, gewisse Klischees zu unterstützen. Möge der Stinkstorm beginnen. Ich bin gewappnet und stehe zu meinem Anliegen.

    9:30 Wenig später bin ich dann endlich auch tatsächlich auf der FedCon und fühle mich plötzlich wie ein heimelig in „Chief’s Special“ eingewickeltes Nerdwesen. Neben Trekkies und Reys nehmen wir den ersten Kaffee zu uns, um uns für die nächsten Stunden zu wappnen – ich freue mich! Die Umstehenden offenbar auch, denn ich sehe in fast ausschließlich begeisterte Gesichter! Bis ich an einem Spiegel vorbeilaufe natürlich. „Die FedCon. Unendliche Weiten.“ – Kaum etwas wäre unzutreffender als solch eine Aussage. Kaum von Düsseldorf nach Bonn umgezogen, fühlt sich die FedCon irgendwie eng an. Kennt ihr die Shirts von der Ärzte-Tour? „Es war eng.“ So eines hätte ich gerne von der FedCon. Dank der Verlosung „Geeeewinnegewinnegewinne!“ mitten im Gang fühle ich mich auch spontan auf die gamescom versetzt. Mein Stresspegel steigt und wir flüchten in die erste Etage zu den wunderbaren Ausstellungen. Raumpatrouille Orion! Kunstwerke! Miniaturausgaben der Enterprise! Hurra!

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    12:00 Schwupps, renne ich in einen Blogleser. „Hey, dein Gesicht kenne ich doch!“ Hurra, jetzt kennst du auch meine unglaubliche Spontaneität bei diesen Dingen! Für das nächste Mal werde ich einen Text auswendig lernen, der mich intelligent erscheinen lässt! „Hey, nett, dich kennenzulernen! Ach, wusstest du eigentlich, dass in der Quantenmechanik der Zustand durch einen Vektor im Hilbertraum wiedergegeben wird? Dabei ist zu berücksichtigen, dass zwei verschiedene Vektoren genau dann denselben physikalischen Zustand bezeichnen, wenn sie sich nur um einen konstanten Zahlenfaktor unterscheiden! Cool, oder? Viel Spaß noch auf der Con!“ [/überhaupt nicht aus der Wikipedia zitiert]

    Schlange213:30 Nach Kaffee Nummer 2 machen wir uns zu den Panels auf – und landen am Ende einer erstaunlich langen Schlange. Bauen sie noch immer um? Dürfen wir noch nicht rein? Doch. Also halb. Die ebenfalls zahlenden (fast 50€) Tagesgäste müssen erstmal draußen bleiben, während die Wochenticketbesitzer fröhlich winkend an uns vorbei in den Saal schlendern. „Bei Überfüllung kann es sein, dass Tageskartenbesitzer die Panels nicht besuchen dürfen.“ Gut. Das ist eine Sache für sich, die ich an sich nicht OK finde, aber immerhin so an der Kasse zu lesen ist. Der Punkt ist der: Es war nicht überfüllt. Die Plätze wurden en masse für imaginäre Wochenendler freigehalten. Warum kommt man plötzlich auf die Idee, dass der obere Saalbereich für Wochenticketbesitzer wäre, wo es doch all die Jahre zuvor anders gehandhabt wurde? Unverständnis und offener Unmut auch bei den anderen Wartenden um uns herum. Verständlich, wie ich finde. Letztlich werden einige aus der Schlange dann doch – reichlich verspätet – in den Saal – unten zu den Wochenticketbesitzern – verfrachtet und durften Marina Sirtis bewundern.

    14:30 Marina Sirtis, bekannt als Deanna Troi aus TNG, erweist sich als wunderbar selbstironische, unterhaltsame Person, der ich gerne zuhöre! Sie erzählt, dass man sie ob ihrer lauten, direkten Art sicher schon mehrfach umgebracht hätte, wenn sie nicht zufälligerweise auch noch witzig wäre, sie plaudert über das „Je mehr Ausschnitt, desto weniger Hirn“ -Phänomen und plädiert lautstark dafür, dass die Tagesgäste auch endlich reinkommen dürfen. Ich mag die Frau! Mit ihr kann man sich sicher an die Bar setzen und ein Bierchen trinken! Die nach ihr kommende Chase Masterson (Leeta, DS9) ist dagegen nicht ganz mein Fall, weshalb mein herzallerliebster Nerdblogkompagnon Thilo und ich die Zeit nutzen und wichtige Handpuppen entwerfen. George Takei letztlich ist ein gewohnt netter Herr, der über wichtige Dinge wie Diversität in der Filmindustrie, #oscarssowhite und gay rights spricht. Sehr interessantes Panel einer ebenso interessanten und engagierten Person!

    16:00 Wir setzen uns zu Stefan in die höchst angenehm ruhige Bar und werden zum epischen Geek-Quartett. Es gibt Kölsch. Für 3€ das Gläschen. Das Speiseangebot ist in Ordnung, trifft jedoch nicht meinen Geschmack und vermisst habe ich ein paar Snacks oder Kuchen. Wir verbringen die nächsten beiden Stunden damit, intelligente Dinge zu tun. [Womit ich nicht vertuschen möchte, dass wir in Wahrheit alberne und infantile Witze machen.]

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    18:00 Wir wandern zu den letzten Panels. Überraschung: Die Schlange ist fort. Einfach so! Wir spazieren wie gewohnt auf die Tagesticketplätze. Die Sicht war schonmal besser. Aber hey, wofür hat man denn den Zoom der Kamera! Eben! Außerdem hätten wir uns auch früher Plätze suchen können, aber stattdessen mussten wir ja herumtrödeln! Karl Urban (HdR, die neue Star Trek-Verfilmung) gibt sich souverän und zurückhaltend-charmant und Terry Farrell (DS9) offen wie kritisch. So berichtet sie beispielsweise in sehr klaren Formulierungen und aus ihrer Sicht über ihre vermeintliche Kündigung bei DS9 und die Rolle der Frau in Hollywood. Wenig später zeigt sich William Shatner, Highlight für viele. Ein Mensch, der die Bühne auskostet und ausfüllt. Ausschweifend („Mr Shatner, wie haben Sie es geschafft, beim Kampf mit dem Gorn ernst zu bleiben?“ – „Tja, damals hatten wir wirklich wenig Geld zur Verfügung, die Episoden kosteten damals nur einen Bruchteil […] Und dann kam Star Trek V, bei dem ich Regie führte [… 15 Minuten später] Um jetzt mal wieder zum Gorn zurückzukommen…“) beantwortet er die Fragen der Fans und thematisiert dabei nicht nur Star Trek V, sondern auch die eigene Sterblichkeit und den Clinch mit George Takei.

    20:00 Es wird spät im Geekland. Meine Mutter verabschiedet sich und hinterlässt ein tiefes Loch im Geek-Quartett, das wir aber bald mit Nici auffüllen. Ich bestelle mir einen „Uhura“. Weizen mit Blue Curacao. Der Grund ist simpel: Es ist grünes Bier und sieht erfrischend aus! Betonung auf „sieht“, denn ich habe selten etwas ekligeres getrunken. Doch viele scheinen es zu mögen, daher hat es seine Daseinsberechtigung! Ich steige auf Kölsch um.

    ~22:00 Obwohl es hier vermutlich aufgrund meiner Deokritik so wirkt, als würde ich Congänger verabscheuen: Das stimmt nicht! Absolut nicht! Ich mag Geeks! Hey, ich bin selber einer und die Macht ist mit dir, Gandalf! Also freue ich mich auch auf die Party nach der Con. Man tanzt. Nicht immer gut, aber ja, es macht Spaß! So lässt man Conventions ausklingen! Ein schöner Abschluss einer insgesamt schönen Con!

    Ein cooles Video hat Nici hinterlassen. Ab 10.30 oder so kann man mich am Rande auch tanzen sehen. Haha. „Tanzen“. Nennen wir es lieber „zappeln“.

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  5. 8. Mai 2016 | Veröffentlicht unter FC '16, FedCon, Messen&Conventions.

    FedCon, anyone?

    Von

    „Gee, Guddy. What do you want to do next weekend?“ – „The same thing we do every con-weekend, Pinky – try to take over the FedCon!“

    Ihr habt wahrscheinlich schon von ihr gehört, dieser „FedCon„, schließlich erzähle ich euch jedes Jahr um diese Zeit von diesem Event. Mein erstes Mal war ich 2012 in ihr, 2013 konnte ich auch nicht auslassen, 2014 hielt ich ihr noch immer die Treue und an die FedCon 2015 kann ich aufgrund des anwesenden BSG-Casts nur mit fangirlymäßig wild klopfendem Herzen zurück denken.

    2016 also, an diesem langen Pfingswochenende vom 13. bis zum 16. Mai. Leider, leider diesmal in Bonn, statt Düsseldorf. William Shatner wird dort sein, George Takei, Karl Urban, Walter Koenig und noch ein paar mehr illustre Gäste, die ich nicht alle nennen möchte, da ich meinen einzigen, tippfähigen Finger nicht allzu sehr abnutzen möchte. (Deswegen diktiere ich meiner Katze auch das Roman-Manuskript.) Das vollständige Programm könnt ihr hier einsehen.

    Doch zur Masterfrage: Wird jemand von euch dort sein? Ich werde definitiv am Sonntag dort aufschlagen, mich in ein paar Panel setzen und mehr oder weniger medienwirksam an einem Kaffee nuckeln, da ich Samstag Abend Cocktails trinken muss und Koffein brauchen werde. Mein Leben ist hart und grausam, ich weiß. Und wen ich ganz viel Glück habe… werde ich an jenem Sonntag Abend auf der FedCon Party (so denn eine stattfindet) auch tanzen können und nicht von einem garstigen Herrn mit silberner Mähne kackendreist versetzt werden, nur weil seine alten Knochen zu müde waren! (Ich sagte ja: Mein Leben ist schlimm.)


  6. 20. März 2016 | Veröffentlicht unter Bücher, Buchmesse, Buchmesse '16, Messen&Conventions.

    Impressionen von der Leipziger Buchmesse ’16

    Von

    Frisch aus dem ICE geplumpst mache ich mich am Donnerstagnachmittag mit dem gefühlt 100kg schweren Gepäck auf zur Buchmesse. Was ich erwarte: Teeschlürfende Intellektuelle, die sich auf kaum verständlichem Sprachniveau über die feinsten Geister der literarischen Welt unterhalten, tiefenentspannte Besucher, die lesend durch die Gänge schlurfen und Bücher, Bücher, Bücher. Und glaubt mir – da ich die gamescom, die ich übrigens sehr mag, gewohnt bin wirkt die Buchmesse die meisten Zeit auch genau so auf mich. Obwohl ich der Fairness halber auch erwähnen muss, dass das alles eine Frage der Relation ist.

    Doch zuerst komme ich in Halle 1 an, der Mangahölle. Es ist dieser eine Moment – mein Fuß tritt über die Schwelle hinein in eine Lache aus vergossenen Mangamädchentränen und meine Ohren versinken im zarten Dummdumm des verkaufsfördernden Basses – der mich zweifeln lässt. Bin ich hier richtig? Oder doch versehentlich durch Zeit und Raum zur RPC gereist? Ich blicke auf einen penetranten Reigen aus Verkaufsständen: Manga, Figuren, Shirts, wohin das Auge reicht. Irgendwo, so weiß oder vielmehr ahne ich, müssen sie doch sein, die Bücher. Oder zumindest Comics! Ich hieve meine alternde Seele zum Stand mit den Splittercomics und lade meinen piepsenden, von der ewigen Zugfahrt gebeutelten Akku auf, indem ich mich am Blut und Gedärm der gezeichneten Comicseiten ergötze. Dort treffe ich auf einen kleinen Jungen, vielleicht 8 oder 9, der konzentriert in einem Elfquestband blättert. Ich bin schier begeistert und frage ihn, ob ihm Elfquest gefällt. Ich hätte nicht fragen sollen.

    Frei nach „Junge den ich vergessen habe nach dem Namen zu fragen“(~8): „Ne, ich finde das irgendwie doof. Da sind ja gar keine Farben drin und alles ist nur schwarz weiß. Die reden die ganze Zeit auch nur. Ich warte eigentlich nur auf meine Mama. Außerdem ist das Mädchenkram und Elfen sind zu kindisch.“

    Federica de CescoKindischer Mädchenkram?! Empört blättere ich vor zu den Seiten, in denen sich die Elfen nach einer exzessiven Partnertausch-Sexorgie bald blutend im Schnee wiederfinden – doch der Blick seiner Mutter lässt mich mitten im Blättern innehalten und den unschuldig pfeifenden Rückzug antreten. Nein, ich bin nicht hier, um die arme Jugend zu verderben! Zumindest nicht, wenn die Eltern daneben stehen. An halbherzig verkleideten Leuten vorbei falle ich geradewegs in ein schwarzes Sofa, das mich wie eine Sirene zu locken weiß. Das wiederum war unverschämtes Glück, denn der kleine Ort entpuppte sich als Lesebühne. Nächster Gast: Federica de Cesco. Ich wiederhole: Federica de Cesco! „Wüstenmond“! „Malika und das weisse Mehari. Ein Märchen aus der Sahar“! „Samira“! …

    Nein? Gut, dann doch noch kurz erläutert: Federica de Cesco ist, neben Käthe Recheis und Astrid Lindgren, meine persönliche Jugendbuchheldin. Ihre Bücher, in die sie viele Impressionen ihrer eigenen Weltreisen miteinfließen lässt,habe ich als Kind und Teenagerin verschlungen! Hier nun, inmitten der schrillbunten Manga- und Comicconvention, ausgerechnet hier liest sie aus ihrem Buch „Die neunte Sonne„. Ein Roman über den ersten Weltkrieg in und um Japan, der Japan und Deutschland miteinander verknüpft. Deplatziert in dieser Halle? Ich finde schon. Und genau das gibt sie nach der Lesung auch zu: Man müsse bei der Wahl der Szene das Publikum beachten, weshalb eine gewählt worden war, die nicht ganz dem Geist des Buches entspricht.Sehr schade. Ein kurzes, begeistertes Telefonat mit meiner Mutter, von der ich diese Autorenliebe vererbt bekam, und ich kämpfte mich durch in das Labyrinth der Bücher.

    Frei nach Messebesucher 6429 (~12): „Hihi guckt mal, da ist ein Mann, der sich als Prinzessin verkleidet hat!“ [Anm.: Es war ein Saiunkoku Monogatari-Cosplay eines männlichen Charakters.]

    In den übrigen Hallen herrscht der Mono- und Dialog, der auf den kleinen Lesebühnen gehalten wird. Lesungen und Diskussionen finden sich hier, zu denen zumeist kleine, selten auch große Scharen an Zuhörern herbei geströmt kommen. Es ist ruhiger als auf den einschlägigen Geek-Messen, aus den Lautsprechern dröhnt keine Musik sondern plätschert das gesprochene Wort, das fast von dem Geblätter der Umstehenden übertönt wird. Wohlgemerkt: Wir befinden uns hier in einem Messen-Donnerstag. Bald treffe ich auf ein paar liebe Menschen aus meinem Stammautorenforum und – hier blenden wir aus. Der weitere Tag, der den literarischen Höhepunkt einer Lesung Christian von Aster trägt, wird bestimmt von Schnaps, Cards against Humanity, Hugo und eher weniger geistigen Hochgenüssen. Aber ihr lest dies hier ja auch auf meinem Blog. Die Höhepunkte sehen hier ohnehin anders aus und haben selten noch einen IQ zu bieten. Gerüchteweise hängt das mit dem Intalekth der Autorin zusammen.

    Frei nach Markus, (31): „Bei den Fachbesuchern geht eh nur alles um das Feiern und die Partys am Abend.“ [Anm.: Ich bin keine Fachbesucherin! Ha! Bei mir geht es um.. äh ja.]

    OrkDer Messefreitag wird mit viel zu wenig Schlaf bestritten und bei mir beherrscht von Verlagsterminen. Mit vielen netten Verlagsleuten und Autoren plaudere ich über ihre Programme oder eigenen Werke, lasse mir ihre erlesensten Stücke zeigen [All das wird in einzelnen Artikeln näher besprochen werden.] und bekomme hier und dort den Eindruck, es könne tatsächlich um die Inhalte gehen. Goodies gibt es keine, ebenso wenig wie aufgeregte Gockel umher hüpfende Presseleute oder Blogger. Letztere trifft man bevorzugt in der Blogger Lounge in Halle 5, wo sie Kaffee und Tee schlürfen. Von dem zugehörigen Bloggertreffen hatte ich mir im Vorfeld etwas mehr erhofft. Vielleicht, dass man sich über die Messe und die dargebotenen Bücher unterhält? Immerhin: Ich als Neuling der Buchbloggerszene weiß bald alles über Visitenkarten, Aufrufzahlen und Blogthemen der Umstehenden. Als die Rede auf den scheinbar meistgehasstesten Buchblog kommt, entfleuche ich jedoch wieder. Ich bilde mir lieber selber eine Meinung über mir Unbekannte.

    Immer wieder tanke ich ein wenig Ruhe bei den Forumsleuten, von denen mich eine bereits „unter Speed oder auf Drogen“ genannt hat. Stimmt, denn solch ein Messetag bedeutet für mich positiver Stress, sodass ich am Samstag auch schon dezent fertig bin. Zu wenig Schlaf bei zu vielen Terminen und definitiv zu überfüllten Hallen und Gängen (Besucherrekord btw.: 260.000 Besucher, sprich 9.000 mehr als im Vorjahr), die nun tatsächlich an die gamescom erinnern, wenngleich der Altersdurchschnitt deutlich höher und der Kreischpegel deutlich niedriger ist. Gut. Es sei denn, man befindet sich in der Mangahalle.

    Am Mittwochabend wird es bei der Eröffnung mit „Für das Wort und die Freiheit“-Parolen auf schwarzem Pappgrund bereits eingeläutet: Die Buchmesse will nicht nur der schnöden Unterhaltung dienen, hier geht es auch um Haltung, Politik und Werte. Ob in Dankesreden, Podiumsdiskussionen oder im direkten Protest gegen vereinzelte, als braun geltende Verlage: Es geht auch um die Flüchtlingskrise, um Hass und Gewalt, um Toleranz und das Miteinander.

    Auf der Messe geben sich Leser, Autoren, Verlagsmenschen und unbeteiligte Mitgereiste die Klinke in die Hand, es wird engagiert diskutiert, begeistert zugehört, gelacht und Kontakte geknüpft. Dafür sind Messen da, dafür lieben wir sie. Auf jeden Fall war die Leipziger Buchmesse auf vielen Ebenen eine Bereicherung für mich und sie wird definitiv nicht meine letzte gewesen sein!

    Was bleibt?

    • viele spannende Eindrücke
    • ein Kreativ-Schub
    • Die Meinung, dass die Mangaconvention gerne woanders sein darf. Zum Beispiel in Krefeld. Also weit weg von der Buchmesse. Ja, ich mache mich unbeliebt.
    • viele, viele tolle Kontakte
    • … ich muss jetzt weiter an meinem Manuskript arbeiten. Sofort!

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  7. 16. März 2016 | Veröffentlicht unter Dreckiger Rest, Real Life.

    Der Science Slam in Köln

    Von

    Nach der Düsseldorfer Nerd Nite zog es mich vergangene Woche mal wieder nach Köln. Dorthin, wo der sympathische – wenn auch nicht besonders großartige – Fußball wohnt und die Kneipen noch gute Stimmung verbreiten! Kurz: In meine erklärte Lieblingsstadt. Geblendet werden möchte ich davon jedoch nicht, schließlich hatte ich anderes vor. Wissensanhäufung in Kombination mit unterhaltsamen Slam, oder, wie es die Veranstalter ausdrücken: „Es wird bei uns wieder geslammt! Und zwar nicht Poetry sondern Science!

    Frohen Mutes schlenderten wir also gen Kölner Stadtbibliothek und waren kurz darauf schier schockiert über die unerhörte Pünktlichkeit der Kölner: Wir waren eine Dreiviertelstunde zu früh und doch waren bereits alle Sitzplätze belegt! Mysteriös.Ob das wirklich alles Kölner waren? Schade, dass das nicht in einem der Slams untersucht wurde.

    Kaum doch noch mit illustren Sitzplätzen ausgestattet, zeigte Moderator Andreas Maier sehr anschaulich, dass der Science Slam kaum etwas mit der Nerd Nite zu tun hat. Gleich zu Beginn entstand eine gewisse Lebhaftigkeit, die nicht allein durch die Moderation, sondern auch durch das Einbinden der Gäste erreicht wurde. Sei es, dass zwei, drei Zuschauer als Los-Feen oder Zeitstopper ernannt wurden oder die Allgemeinheit der Zuschauer später diskutierenderweise in kleinen Grüppchen Punkte an die Slammer verteilen sollten – die Stimmung lockerte sich von Minute zu Minute.

    Das Herzstück des Slams sind und waren natürlich die Slammer selbst, die möglichst informativ und kurzweilig, ihre jeweiligen Forschungsschwerpunkte innerhalb von maximal zehn Minuten vorstellten. Sechs Slammer an der Zahl, sechs unterschiedliche Themen zwischen Germanistik und Medizin.

    Der erste Slam über den Energieverbrauch von Häusern und deren Dämmung von Mehmet Aksözen vom Institut für Denkmalpflege und Bauforschung der ETH Zürich war da ein denkbar ungünstiger Start für mich, denn dieses Thema ist keines, das mich sofort vom Hocker haut. Da reissen auch die Pudelmützen, die er den Gebäuden innerhalb der Folien auf den klötzernen Kopf gesetzt hat, nicht viel. Von Slam zu Slam wurden die Themen jedoch ansprechender, interessanter oder schlichtweg informativer. Sehr gefreut habe ich mich über den Slam Ayaz Khans vom Forschungszentrum Jülich, der mich zurück an mein eigenes Dating mit der Radio-Carbon-Methode erinnert hat. Hach. Schöne Vorlesungszeit.

    Über die einzelnen Slams berichten möchte ich an dieser Stelle allerdings nicht. Warum? Ganz einfach: Die Stadtbibliothek Köln hat auf ihrem Channel bewegtes Bildmaterial bereitgestellt. Das sagt mehr als mein schnödes Getippe.

    Die „Playlist“:

    1. Mehmet Aksözen über Dämmung von Gebäuden
    2. Elina Khachatryan über experimentelle Ökonomie
    3. Jasmin Barman über Erythropoetische Protoporphyrie (EPP)
    4. Lorenz Adlung über die Berechnung von Tumorzellen
    5. Verena Romoth über Komposita

    Der Beitrag über das Radio-Carbon-Dating fehlt leider.

    Am Ende gewonnen mit 93 von 100 möglichen Punkten hat übrigens Slam Nummer 3 über Erythropoetische Protoporphyrie (EPP). Verdient, würde ich sagen, auch wenn ich Lorenz Adlung ganz knapp vorne gesehen hatte.

    Insgesamt war es ein sehr netter und kurzweiliger Abend, den ich gerne weiterempfehlen kann. Einige Slams waren wirklich informativ, die meisten sehr witzig und alle sehr sympathisch vorgetragen. Der nächste Kölner Science Slam findet im Juni statt. Karten sollten dabei vorbestellt werden, da die Karten beim letzten mal bereits vor dem Start ausverkauft waren. Um auf dem Laufenden zu bleiben abonniert am besten den Blog „geeks@cologne“, in dem die Termine angekündigt werden. Mehr Fotos und Kurzvorstellungen der einzelnen Slams dieses Abends gibt es in diesem Beitrag.

     


  8. 27. Juli 2015 | Veröffentlicht unter GamesCom, GC '15, Messen&Conventions.

    Treffen auf der Gamescom, anyone?

    Von

    (Freizeit!-)Geekblogger und die Gamescom: Das schließt sich irgendwie aus. Auf jeder anderen Convention, und sei sie noch so klein, knubbeln sie sich zu kleinen Grüppchen zusammen, um sich zumindest einmal kurz Hallo zu sagen. Gut. Eventuell habe (oder hatte?) ich auch nur die „falschen“ Blogger in meinem unmittelbaren Umfeld. Doch vielleicht bin ich ja innerhalb des letzten Jahres über Blogger und Leser gestolpert, die sich in die Massenhöhle des Gamers wagen und auf ein kleines Treffen Lust hätten?

    Schaffen wir es also in diesem Jahr? Wer kommt noch und an welchen Tagen zur Gamescom?

    Ich selber bin Mittwoch bis Freitag und eventuell Samstag dort, bin terminlich dieses Mal jedoch ziemlich eingeschränkt. Zeit habe ich nur noch Donnerstag Nachmittag/Abend, sowie am späten Mittwoch Nachmittag, wobei ich diese Zeit am relativ ruhigen Mittwoch eigentlich nutzen wollte, um mir die Gamescom an sich in Ruhe ansehen zu können.

    Wer von euch ist denn auf der Gamescom und hätte Lust auf ein kühles Kölsch? (Gemeinsam mit einem Strohhalm aus dem selben Reagenzglas getrunken! Nein, ok. Jeder kriegt ein eigenes.) Bitte mit bevorzugtem Tag und Uhrzeiten. Am Ende können wir ja nach einem exakteren Termin gucken! Ihr müsst übrigens keinen eigenen Blog führen und ich lerne auch gerne Leute kennen, deren Blogs ich (noch?) nicht lese. Das nur, falls ihr Sorge habt, ich sei eine arrogante Sau.

    Am Freitag um 16 Uhr ist davon abgesehen ein Youtubertreffen veranschlagt – allerdings weiß ich nicht, ob das für Nichtyoutuber so interessant wäre und ob das jetzt von einer Horde Blogger „gejiackt“ werden sollte. Außerdem wüsste ich dann gar nicht mehr, ob ich nun von Diskussionen über Leser-, oder über Abonnentenzahlen genervt sein soll und diese Verwirrung könnt ihr mir nicht antun! *g*. (Sorry, ich bin wirklich kein guter Gesprächspartner was diese Themen angeht.)  Aber wenn euch das Treffen auch interessiert: Es findet am Freitag, den 7.8. um 16 Uhr zwischen Halle 5 und 6 statt. Siehe auch hier:

     


  9. 17. Mai 2015 | Veröffentlicht unter Messen&Conventions, RPC, RPC '15.

    RPC ’15 – meine Eindrücke

    Von

    Die RPC, die Role Play Convention, die sich als Messe von Spielern für Spieler versteht, ist gerade zu Ende gegangen und lässt eine Vielzahl glücklicher, aber auch ratloser bis genervter Gesichter zurück. Dabei hat sich in den letzten Jahren gar nicht so viel geändert: Es ist nach wie vor laut, die Workshops und Lesungen fanden in abgesteckten Arealen mehr oder minder abseits des Hauptgeschehens statt und es gab einiges zu sehen, hören und erleben.  Ich selbst war am Samstag dort und möchte euch hier meine Eindrücke schildern.

    Ein Video habe ich auch erstellt. Mit leicht selbstironischem Einschlag.

    Pünktlich eine halbe Stunde nach Messebeginn verschlägt es meinen werten Gefährten und mich in die Messehallen, die einem, wenn man sozusagen frisch von der Gamescom vor einem 3/4 Jahr kommt, nahezu lächerlich leer vorkommen. Noch taumeln uns keine erschöpften Conbesucher entgegen, niemand, der schluchzend nach seiner Mutter ruft, nein, hier scheint alles normal, fast angenehm. Dass es aus einer der hinteren Hallen zart „Roccaaat“ ruft lasse ich lächelnd über mich ergehen. Frohen Mutes wandern wir direkt in die offenen Arme der Helden für Herzen, mit denen ich mich bald in einem Plausch wiederfinde.

    Helden für herzenDie Helden für Herzen: Das sind Cosplayer, die sich für schwer kranke  Kinder einsetzen. Als Thor, Frozens Anna oder Spiderman besuchen sie bspw. Kinderhospize oder Behindertenwerkstätten, um den Kindern ein Lächeln auf’s Gesicht zu zaubern. Sie verkleiden sich nicht nur als die jeweiligen Charaktere, sie spielen sie auch. Ich finde es ganz wunderbar, was sie leisten und habe die beiden Damen auch als sehr sympathische Menschen kennengelernt. Bist du zufällig auch ein Cosplayer? Vielleicht fasst du dir auch ein Herz? Helden werden immer gesucht! Hier geht’s zu ihrer Website.

    Kaum den Stand verlassen und ins Getümmel gestürzt, holt uns der Conalltag wieder ein, denn die wohlbekannte Duftwolke schlägt uns entgegen. Verzeihung. Aber wir sollten morgens vor dem Conbesuch einfach gesammelt und aktiv gegen das Klischee vorgehen, anstatt uns geruchstechnisch allzu sehr am gelobten Mittelalter zu orientieren. Genug des mahnenden Zeigefingers, es ist schließlich nicht so, als würde ich mich nahtlos in die Gemeinschaft einfügen. Die ersten irritierten Blicke treffen mich auch schon, als ich beim Anblick eines in ein Einhornkostüm geschmiegten Mannes laut über den Sinn und Unsinn eines Kopfdildos nachdenke. Lang und breit kann ich allerdings nicht darüber nachdenken, da ein weiterer Stand meine Aufmerksamkeit erregt:

    aetherangelegenheitenDas Amt für Aetherangelegenheiten hat seine steampunkigen Accessoirs ausgebreitet und lädt zum illustren Miteinander ein. Pfanni heißt der Mann wohl, mit dem ich mich kurz unterhalte. Dieses ominöse Amt kümmert sich um die eines Tages aufgetauchte Substanz und hat es nicht nur mit dieser, sondern auch mit Chimären und Fabelwesen zu tun. Stoff genug für eine Webserie? Auf jeden Fall erscheinen sie sehr ambitioniert, allein der RPC-Stand hat bereits Lust auf mehr gemacht. Die Website ist sicher einen Blick wert. Sobald ich mich eingehender damit befasst habe, wird sicherlich auch ein ausufernderer Beitrag über das Amt mit dem dezent sperrigen Namen folgen.

    Es folgen dann doch die erwarteten Besucher oder zumindest werde ich mir dessen bewusst, dass ich nicht einfach vor mich hin hüpfen kann, sondern tatsächlich auf fremde Füße achten muss. Die Welt ist gemein und ungerecht. Bei einer auf Leinwand übertragenen Runde LoL bleiben wir kurz hängen und lauschen den Worten eines zufälligen Passanten, der seinem Freund das Spiel erklärt. So ganz verstehe ich die Faszination noch immer nicht. Muss ich aber auch nicht – ich glaube, die drei Bühnenspieler haben das Spiel nachher gewonnen. Ich werde es vermutlich nie erfahren. Wichtiger ist mir zu dem Zeitpunkt längst das Bier und die Menschen, die ich zum eben diesem Zeitpunkt treffe: Nach dem freundlichen Leser meines Blogs, dem ich hoffentlich einige Tipps über Comicläden geben konnte, trifft  auch Georg Lucas ein, der natürlich meinen Biermord von 2013 petzen musste. Ich bitte dich, pfui! Es sind Blogleser anwesend, da möchte man einen guten Eindruck hinterlassen! Nicht, dass ich dies je getan hätte. Aber irgendwann will man damit ja anfangen.

    Doch zurück zur RPC. Die gibt es schließlich auch, aber illustre Gesellschaft kann schon mal vergessen lassen, wo man sich befindet. Es folgt ein völlig überteuerter Kaffee in nur leicht romantisch angehauchtem Nieselregen. Nicht so schön. Also führt uns unser Weg zurück hinein in die dunkle Grotte, auf der Suche nach der Künstlermeile. Künstler um Künstler zieht an unseren suchenden Augen vorbei. Schöne Bilder, Mangabilder, Skizzen. Gerne würde ich selber dort sitzen um meine Werke zu präsentieren, doch bis dahin wird noch viel Wasser den Dergel  hinunter fließen. Übrigens: So teuer sind Charakterportraits gar nicht, ein Besuch in der Künstlermeile lohnt sich für jene, die ein Portraits ihres Schützlings angefertigt haben wollen, also durchaus!

    PhantagrafieSo auch bei Melanie, die hinter einem Berg von Stiften, Blöcken, Zeichnungen und Auslegware sitzt und derart konzentriert zeichnet, dass sie mich gar nicht bemerkt. Dabei stehe ich schon seit drölf Stunden dort und warte auf eine Audienz! Gut, zugegebenermaßen bin ich selber sehr vertieft in ihre Zeichnung. Melanie „kenne“ ich bereits seit ein paar Jahren, seit sie noch ein kleiner Zeichennob war. Sie hat sich so gut entwickelt, dass selbst ich fast ein wenig stolz auf sie bin – und sie mittlerweile für Größen wie DSA oder Earthdawn arbeitet. Ich freue mich extrem über dieses lang ersehnte Gespräch und wir verbleiben mit einem Bierversprechen! Hier geht’s zu Melanies Künstlerblog.

    Cosplays gibt es erschreckend wenige zu sehen – oder bilde ich mir das nur ein? Habe ich bereits zu viele Cons besucht, ist mein Anspruch an ein Cosplay zu hoch? Vielleicht, doch vor meine Linse schaffen es nur vier. Unter ihnen zwei Jack Sparrows, die ich mit einer Interviewanfrage ein wenig überrumple. Logisch. Piratengerecht nuckeln sie schon seit einer geraumen Weile am Alkohol herum, während ihre beiden Freunde uns Fotos ihrer Flitterwochen zeigen. Auf einem verdammten Metalschiff irgendwo im südlichen Meer! Kreuzfahrt mit Bier und Metal! Mein Neid steigt bei den Erzählungen und ich hoffe, dass mir mein Freund bald mal einen Heiratsantrag macht, damit wir das Konzept kopieren können! Nicht, dass man nur deswegen heiraten würde. Oder? Lieber das Thema wechseln.

    NerdpolWir befinden uns mittlerweile wieder im Innengelände und stellen fest, dass wir eigentlich schon alles gesehen haben. Einen kurzen Abstecher schaffen wir zum Nerdpol, einer Rollenspielcommunity, die gerade Neulingen den Einstieg ins Rollenspiel erleichtern möchte und den Schwerpunkt auf Youtube gelegt hat. Kann man mal machen!

    Wir sprechen noch mit einigen mehr Leuten, gucken uns diverse Dinge an, kaufen drei Comics aus deutschen Landen, trinken nochmal überteuerten Tee, sehen Gronkh unter einer Traube Menschen ersticken und sind am Ende ein wenig überreizt…

    – was mich an einen Blogartikel Arkanils erinnert. „RPC und das schale Gefühl der Enttäuschung“ nennt sich dieser und bemängelt die Themenvielfalt der RPC, die es schwer mache, einzelne Themen tiefergehend zu behandeln. Die RPC bestünde sozusagen aus kleinen, wahllos zusammen gewürfelten Häppchen, statt aus einem satt machenden, gehaltvollen Steak. Mhm, Steak.

    Verstehen kann ich ihn. Es ist ein großer Mix aus diversen Genren und Thematiken, es ist kein wirklicher roter Faden erkennbar. Vieles wird angerissen,während anderes unter den Tisch gekehrt wird. Es ist ein riesiges Sammelsurium, ein Fundus an unterschiedlichsten Ideen. Ich selber zelebriere ein ähnliches Prinzip auf diesem Blog: Viele Themen, denn ich habe viele Interessen, versuche jedoch, die einzelnen Themen tiefer auszuleuchten. Ich mag das Konzept der RPC – an sich, denn auch ich finde, dass sie recht verwässert wirkt. Ich würde mir wünschen, dass mehr „Biss“ hinein kommt und dafür Roccat und Ähnliches fortgelassen wird. Hat nicht ohnehin jeder bereits eine Maus zu Hause? Da brauche ich niemanden, der mir eine an den Kopf schmeisst.

    Wie dem auch sei: Ich hatte meinen Spaß, gerade aufgrund der Menschen, die ich getroffen habe. Man knüpft neue Kontakte, pflegt alte und kann Networking betreiben. Neue Aussteller sind leider selten, auch interessante Workshops habe ich an jenem Samstag nicht sichten können. Ein wenig mehr Inhalt wäre auch dort schön. Kontroverse Themen, die beleuchtet werden, neue Blickwinkel… Vielleicht nächstes Jahr.

    Wart ihr dort? Wie habt ihr es erlebt?

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    Riese


  10. 15. Mai 2015 | Veröffentlicht unter FC '15, FedCon, Messen&Conventions.

    Im Gespräch: FedCon Pressesprecherin Brigitte Scherr

    Von

    Bereits in den 90ern hätte ich die Möglichkeit gehabt, mich am Rockzipfel meiner Mutter in FedCon-Gefilde zu begeben. Ich hatte es jedes Mal abgelehnt – verdammt sei mein damaliges „anti alles“- Teenager-Ich! So hatte ich meine ersten FedCon Erfahrungen auch erst vor drei Jahren sammeln können. Viel zu spät, denn zu erfahren gibt es dort viel. Es ist keine Messe, die sich primär um die Produkte rankt; Dreh- und Angelpunkt sind vielmehr die Darsteller aus den einzelnen Serien, die Insiderinfos geben, Einblicke in ihre Arbeiten und Persönlichkeiten. Man ist über die gesamte Con hinweg insgesamt gefühlt näher am Fandom als bei anderen Events.

    Ab Donnerstag nächster Woche wird man wieder die Gelegenheit haben, die FedCon in Düsseldorf zu besuchen und nicht nur so manchen Darsteller von bspw. BSG oder Star Trek zu erleben, sondern auch Workshops beizuwohnen und den Worten des ESA-Astronauten Reinhold Ewald zu lauschen. Um euch einen kleinen Einblick hinter die Kulissen zu gewähren, steht mir FedCon-Pressebetreuerin Brigitte  Scherr Rede und Antwort.

    Brigitte Scherr arbeitet seit rund zehn Jahren für die FedCon GmbH, was nicht nur die FedCon, sondern auch HobbitCon und RingCon einschließt. Neben der Pressebetreuung ist sie auch als Chefredakteurin des Clubmagazins FedCon Insider tätig und betreut Website und Forum. In diesem Interview erzählt sie, was ihr persönliches Stargast-Highlight der letzten Jahre war, wie man sich selber als Vortragender bewerben kann und wie sie ihre ersten Schritte in der FedConwelt erlebte.


    Wie kamen Sie zu diesem Job und seit wie vielen Jahren sind Sie bereits Teil der FedCon? Wie viel Leidenschaft für Science-Fiction und spezielle Serien spielt bei dieser Arbeit bei Ihnen mit?

    Ich mache den Job als Pressebetreuerin seit ca. 10 Jahren, zuerst als ehrenamtliche Helferin, seit 2009 bin ich bei der FedCon GmbH angestellt. Nach meiner Festanstellung kamen natürlich noch weitere Aufgaben dazu, wie beispielsweise die Pflege der Websites, eine sehr umfangreiche Arbeit, denn dazu gehören u.a. auch alle Stargastankündigungen. Die Chefredaktion des FedCon Insider kam vor ca. 1 ½ Jahren dazu.

    Zu diesem Job gekommen bin ich als Fan, meine ersten FedCons (2001 bis einschließlich 2004) habe ich noch als normaler Gast und Fan besucht. Dann wollte ich selbst aktiv dabei sein und bekam schon zur RingCon 2004 den Helferposten in der Pressebetreuung. Bevor jetzt vielleicht der Gedanke kommt, dass das einfach so ging – das war natürlich nicht der Fall. Ich habe mich schon in meinen Zeiten als Besucherin aktiv eingebracht.

    Bei mir spielt sehr viel Leidenschaft für Science Fiction und Fantasy mit. Ich bin der Meinung, dass man einen Job nur wirklich gut machen kann, wenn man voll dahintersteht, eine Liebe zur Materie hat und sich damit identifizieren kann. Alles andere wäre vergeudete Lebenszeit und die Qualität der Arbeit würde durch Lustlosigkeit leiden.

    Wie der Name bereits andeutet, lag der klare Schwerpunkt einstmals auf Star Trek. Mittlerweile sind sehr viele andere Fandoms anzutreffen: Im letzten Jahr war Stargate bspw. ein Schwerpunkt und in diesem Jahr  werden wir das Vergnügen haben[mit „Dr. Gaius Baltar“ James Callis, „Cylon Six“ Tricia Helfer, „Papa Adama“ Edward J. Olmos und „Chief Galen Tyrol “ Aaron Douglas], gleich vier BSG-Darsteller auf der Bühne sehen zu können. Wie schwer fiel diese Entscheidung, das Thema der Convon Star Trek verstärkt auf das gesamte Genre auszudehnen und wie zufrieden sind Sie mit dieser Entscheidung?

    Die Ausdehnung auf andere Genres fing bereits im Jahr 1997 an, als mit Mira Furlan der erste Stargast aus Babylon 5 auf die FedCon geholt wurde. Wir richten uns natürlich immer weitgehendst nach den Wünschen der Fans und es ist schon seit Jahren so, dass man nur mit Stargästen aus Star Trek keine Convention mehr erfolgreich durchführen kann. Beispiele für Con-Pleiten dazu gibt es genug. Die Entscheidung fiel auch nicht schwer, da wir alle selbst auch Fans der anderen Genres sind. Serien wie Stargate, BSG, Doctor Who usw. sind einfach zu gut, um sie außen vor zu lassen. Und natürlich gibt uns der Erfolg der vergangenen Jahre recht, man muss nur an die ausverkauften FedCons mit Richard Dean Anderson als Stargast denken.

     

    Im Forum haben die Mitglieder zum Beispiel die Möglichkeit, ihre Gästewünsche anzugeben und für diese zu „voten“. Wie sehr richten Sie sich danach, welche anderen Aspekte spielen bei der Entscheidung mit und wie viele Wünsche können im Schnitt umgesetzt werden?

    Diese Gästewünsche werden genau ausgewertet und entsprechende Anfragen an die Agenten der jeweiligen Schauspieler gestellt. Diese Anfragen sind natürlich nicht immer von Erfolg gekrönt, aber ohne diese Wunschlisten hätten wir keinen vernünftigen Ansatz und nur nach eigenem Gutdünken die Gästeliste zu füllen, bringt natürlich gar nichts. Die Wünsche der Fans haben absoluten Vorrang vor unseren eigenen Wünschen.

    Gibt es Stars, auf die Sie sich persönlich besonders freuen, oder überwiegt das professionelle Convention-Interesse bei Ihnen?

    Ich bin ja auch Fan, also habe ich immer meine Highlights bei den Stargästen. In diesem Jahr ist das als Star Trek Fan der ersten Stunde natürlich Jeri Ryan. Auf sie bin ich besonders gespannt. In den vergangenen Jahren waren das u.a. William Shatner (schließlich war ich ja als Teenager in Captain Kirk verliebt), Richard Dean Anderson (hier lässt der MacGyver-Fan in mir grüßen) und natürlich Leonard Nimoy im Jahr 2005.

    Die FedCon gibt es seit mittlerweile 23 Jahren. Walter Koenig war der erste und bei der ersten FedCon einzige Stargast. Was hat sich abgesehen vom reinen Umfang und vom Bekanntheitsgrad seitdem verändert? Haben Sie einen Wandel innerhalb der Congemeinschaft feststellen können? Ist der „gemeine Congänger“ heute anders, hat bspw. andere Anforderungen?

    Natürlich gab es einen Wandel. 1992 in Augsburg gab es nur wenig Programm, Panels und Autogrammstunden. Irgendwann sind die Fotosessions dazugekommen, die mehr und mehr die Autogramme ablösen. Ein persönliches Foto mit dem Lieblingsstar ist für viele Congänger das Highlight schlechthin geworden.

    Was ist bei der Planung einer Convention die größte Herausforderung?

    Die größte Herausforderung ist das Gesamtpaket, eine Convention erfolgreich zu veranstalten und darin stecken jedes Mal rund 1 ½ Jahre Arbeit, also wesentlich mehr und umfangreicher, als man sich vorstellen kann. Mitglieder des FedCon Geeks Club können im aktuellen FedCon Insider No 15 dazu einen ausführlichen Artikel lesen.

    Der Erfolg einer Convention steht und fällt natürlich mit den Stargästen. Aus diesem Grund ist uns die Wunschliste der Fans im Forum so wichtig. Diese Gäste dann nach Deutschland zu holen ist eine der ganz großen Herausforderungen. Hier stehen langwierige Verhandlungen an, die oft über Jahre gehen. Der Termin muss passen und man kann nicht jede Gagenforderung akzeptieren.

    Was war Ihr spannendstes oder lustigstes Erlebnis auf einer FedCon?  Im Gegenzug dazu: Was war das böseste Erlebnis? Gab es besondere Pannen?

    Die Pressekonferenz der FedCon 2005. Das war meine erste PK und ich konnte die ganze Nacht zuvor kein Auge zumachen. Zum einen, weil das meine Premiere vor der Presse und mein erster öffentlicher Auftritt war und zum anderen natürlich, weil ein Held meiner Jugend, Leonard Nimoy, an dieser Pressekonferenz teilnahm.

    Ein richtig böses Erlebnis oder eine besondere Panne gab es für mich bisher nicht. Ich hoffe natürlich, dass das so bleibt. Gerade in meinem Job plane ich alles akribisch im Voraus und schließe weitgehend alle Eventualitäten mit ein. Kleinere Pannen wie ein totes Mikrofon bei einer PK sind nicht der Rede wert, weil unsere Technik hier blitzschnell reagiert.

    An welchen Stargast haben Sie besonders positive Erinnerungen?

    Peter Jurasik aus Babylon 5. Als großer Fan der Serie war ich in seinem Panel auf der FedCon 2008 und hier habe ich zum ersten Mal gesehen, wie schnell ein wirklich guter Schauspieler „einen Schalter umlegen kann“ und zu dem Charakter wird, den er gespielt hat. Peter Jurasik war in Babylon 5 Londo Mollari, ein arroganter und nicht gerade der sympathischste Zeitgenosse. Auf der Bühne ist er kurz in diese Rolle geschlüpft und bereits am Gesichtsausdruck und ohne auch nur ein Wort zu sagen, sah ich plötzlich Londo Mollari und keine Spur mehr von Peter Jurasik. Das hat mich unheimlich beeindruckt.

    Nach diesem Panel bin ich ihm noch kurz auf der Treppe begegnet, er hat mich in den Arm genommen und mir für meine Arbeit gedankt. So etwas bleibt besonders in Erinnerung. Auf späteren Cons haben noch weitere Stargäste meine Arbeit gelobt, sich für die PK bedankt usw., aber Peter Jurasik blieb mir einfach ganz besonders in Erinnerung.

    Nun, da Sie bereits einige bekannte Schauspieler/Personen kennenlernen durften: Hat sich Ihr Verhältnis zu sogenannten „Stars“ verändert („Sie kochen auch nur mit Wasser“ vs. „Oh mein Gott es ist XY, fächert mirLuft zu!“)

    Man wird gelassener, die Aufregung lässt – bis auf wenige Ausnahmen – nach. Für mich sind das ganz normale Menschen, der eine nett, der andere weniger.

    Abseits von den Stars sind auch viele Fachleute verschiedenster Richtungen vertreten, die Workshops anbieten und Vorträge halten. WählenSie diejenigen grundsätzlich gerne selber aus oder könnenInteressenten/Leute, die „etwas zu sagen haben“ sich einfach bei Ihnen melden und ihren Vortrag oder Workshop anbieten? Welche Voraussetzungen sollten dafür erfüllt werden, wonach suchen Sie?

    Die Leute bewerben sich bei uns mit Beschreibungen der angedachten Vorträge. Workshops gibt es auf der FedCon nicht, das sind jedoch wichtige Programmpunkte der RingCon und HobbitCon.

    Diese Bewerbungen werden gesichtet und dann eine entsprechende Auswahl getroffen. Die Vielfalt ist hier wichtig, denn es macht keinen Sinn z.B. 3 Vorträge zum selben Thema anzubieten. Bewerben kann sich natürlich jeder, der eine Idee zu einem interessanten und vom Thema her zur Convention passenden Vortrag hat.

    Welche Tipps würden Sie Conneulingen mit auf den Weg geben?

    Auf der Con als erstes den Con Guide lesen. Darin sind wichtige Informationen über die Abläufe enthalten, sodass nahezu alle Fragen beantwortet werden.

    Ansonsten einfach ins Getümmel stürzen und Spaß haben.

    Und stellt euch darauf ein: Der Con-Blues wird ganz schlimm werden .

     

    Die FedCon findet vom 21. bis 24 Mai im Düsseldorfer Maritim Hotel statt. Website | Facebook | Forum


  11. 7. Mai 2015 | Veröffentlicht unter Comics, rund um Comics.

    Am Samstag ist Gratis Comic Tag

    Von

    Am Samstag hat man wieder die Gelegenheit, beim Comicladen seines Vertrauens kostenlose Comichefte zu ergattern. Rund 240 Händler nehmen an dieser Aktion teil – ob auch in eurer Nähe, könnt ihr hier sehen. Diese bieten nicht nur die insgesamt 34 Comics diverser namhafter Verlage an, sondern teilweise auch Aktionen wie Signierstunden oder Zeichenwettbewerbe.

    Da ich gerade die 34 Comics erwähnt habe: Natürlich kann man nicht in die Läden marschieren und sich wahllos mit Comics eindecken. Nein, zum Angebot des Gratis Comic Tages gehören besagte rund 3 Dutzend Comichefte, die hier aufgelistet sind. Meine besonderen Empfehlungen dabei sind das wunderschön gezeichnete Love, das ohne Worte auskommt und pro Issue eine Tierart in den Fokus stellt, Futures End, das für sich selbst sprechen sollte und natürlich Elfquest: The Final Quest, das ich hier bereits vorgestellt hatte. Insgesamt wird eine breite Auswahl angeboten, die von Superhelden über Klassiker bishin zu wenig bekannten Figuren und Künstlern reicht.

    Vielleicht ist dieser Tag die richtige Gelegenheit, mal wieder oder auch zum ersten Mal einen Comicladen zu besuchen und in die dortige Auswahl hineinzuschnuppern? Auf auf! Lest in Elfquest rein! Das ist die Gelegenheit!


  12. 27. Juni 2014 | Veröffentlicht unter Gaming, rund um Gaming.

    The Real Life – Eine Rezension

    Von

    The Real Life“ ist eines der wenigen Spiele, dessen Genre man nicht genau definieren kann. Es zeigt sowohl Anleihen von Adventure und Action, als auch von Simulation und Strategie. Offiziell released wurde es noch nicht, wahrscheinlich befindet es sich noch in der Open Beta. Ob es jemals ein Release Datum erfahren wird, bleibt leider im Unklaren, da sich das Entwicklerstudio bis heute nicht dazu geäußert hat.

    Um dieses Entwicklerstudio rankt sich ein besonderes Mysterium, da es sich völlig anonym präsentiert und auch keinerlei Statement zu diesem Grafikgiganten abgeben möchte. Diese Anonymität veranlasst zu mannigfaltigen Theorien über den Ursprung des Studios. Ist es nur eines oder sind gar mehrere an der Schöpfung beteiligt? Manche glauben sogar, den Namen herausgefunden zu haben: So stehen etwa „Gott“ und „Spaghettimonster“zur aktuellen Debatte. Doch so wenig bewiesen diese Theorien sind, so konnten doch einige andere bereits widerlegt werden: Zeus etwa wurde dementiert.

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  13. 19. Februar 2014 | Veröffentlicht unter Rollenspiel, rund um Rollenspiele.

    Gratisrollenspieltag ’14

    Von

    Ach, ich dachte mir: Wenn ich schon etwas für den GRT beisteuere, kann ich ihn auch gleich wieder ein bisschen bewerben.

    Am 15.03. könnt ihr in den teilnehmenden Läden die Gratisprodukte abstauben und an Demorunden teilnehmen, so welche angeboten werden, was ihr am besten beim jeweiligen Laden selbst erfragt. In einer Nacht- und Nebelaktion habe ich vor einigen Wochen ein Bild aus dem Boden gestampft, das nun mit Annikas Layoutkünsten angereichert wurde. Entstanden ist ein Bildchen*, das man sich ausdrucken kann, um es als Flyer und Poster in der Rollenspielwelt zu verteilen. Go for it! Das Poster des letzten Jahres ist übrigens dieses.

    *eigentlich ist es ein PDF und kein Bildchen, was ich etwas schade finde, da ich es mir gerade selber auch nur per Screenshot habe ziehen können. Der Copyshop eures Vertrauens wird es so oder so ausdrucken und mit der Adresse des entsprechend nächsten Teilnehmers anreichern können  können ;)


  14. 23. Oktober 2013 | Veröffentlicht unter Messen&Conventions, RC '13, RingCon.

    Das war die RingCon 2013

    Von

    Letztes Wochenende stand, wie auch im letzten Jahr, die RingCon in meinem Terminkalender und nur zu gerne bin ich nach Mittelerde gereist, um der Convention beizuwohnen. Pardon: schrieb ich Mittelerde? Natürlich meinte ich Bonn, genauer das Bonner Maritimhotel, in welchem die RingCon traditionellerweise stattgefunden hat. Umgeben von Orks, Elben und allerlei anderem Volk fantastischer Welten fand man sich dort in einem Geekvana wieder, dem man kaum entkommen konnte – oder gar wollte.

    Ob Panels, Vorträge (Ich empfehle, sollte er im nächsten Jahr wieder aufschlagen, Vorträge von Victor Proche, der zumindest seinen Vortrag rund im mittelerdische Kampftechniken sehr kurzweilig und informativ gestaltet hat), Workshops oder auch nur das Beisammensein mit Gleichgesinnten: für nahezu jeden war etwas dabei, das Programm gut und ausfüllend bestückt und das Hotelpersonal auf dem Congelände sehr schnell, sodass man kaum einen Krümel fallen lassen konnte, ohne dass dieser erstaunlicherweise unbemerkt und unaufdringlich(!) wieder fortgeräumt worden war.

    Hier nun meine Eindrücke der diesjährigen RingCon.


  15. 8. Oktober 2013 | Veröffentlicht unter Messen&Conventions, RC '13, RingCon.

    RingCon 2013 – ich werde dort sein. Ihr auch?

    Von

    Ja, ich bin nach den letzten Fed– und RingCons vom Con-Virus definitiv infiziert worden, sodass es mich auch in diesem Jahr auf die RingCon ziehen wird, Europas größter Fantasy-Convention, die vom 18.-20. Oktober wieder im Bonner Maritim Hotel stattfinden wird.

    Was ist diese “RingCon” eigentlich?” Nebst diverser Workshops, die man besuchen kann (u.a. “Workshop: Jemand anders sein  ganz natürlich” von Daniel Schäfers & Stefán v. Cassenberg und “Character Design in deutscher Fantasy” von Sabrina Schmitt & Lisa Lantrau) und interessanten Vorträgen (u.a. “Risse in der Wirklichkeit – Urban Fantasy” von Betty Finke und “Ork, Zwerg und Elbe – Kampfstile verschiedener Fantasy-Rassen” von Victor Proche) sind auch und vor allen Dingen die Gäste Herzstück der Con. Darsteller aus aktuellen Serien (bspw. Game of Thrones) und populären Filmen (bspw. The Hobbit) geben nicht nur Autogrammstunden und lassen sich mit den Fans gemeinsam ablichten, sondern sich auch in den sogenannten Panels die Ehre, wo sie Fragen aus dem Publikum direkt beantworten und einfach ein wenig erzählen – über ihre Arbeit am Set etwa, über Privates oder einfach über lustige Schwänke aus dem Leben, die diese Stunden so unterhaltsam machen. In diesem Jahr freue ich mich hierbei besonders auf David Wenham (Faramir) und Craig Parker (Haldir). Die ganze Gästeliste kann hier eingesehen werden, das gesamte Programm dort.


  16. 14. Mai 2013 | Veröffentlicht unter myself and I, Offtopic.

    Ich hab’s! Ich habe Abi!

    Von

     

    [Es ist völligst Offtopic aber ich muss es einfach gerade allen mitteilen, habe schon ein paar Freunde per Telefon angeschrien und öhm. Ja. Happy Guddy!]

    „Ja wie, die olle Zeitzeugin hat Abi, die is‘ doch schon 27!“ Tja, aber wenn man in seiner Jugend eine „Rebellin“ war, läuft das Leben eben in anderen Bahnen. Seit 3 Jahren besuche (besuchte!) ich die Abendschule. Manchmal mit einem Vollzeitjob im Nacken, manchmal mit einem Teilzeitjob und ausgerechnet im letzten Semester mit knapp 3 Stunden Schlaf pro Nacht Dank Frühschicht. Es ist hart, zur Abendschule zu gehen, wenn parallel dazu deine Freunde einen trinken gehen, Fußball spielen oder irgendeine Serie im Fernsehen läuft, die man gerne sehen würde. Es ist kacke, wenn man sich vollkommen fertig abends noch zur Schule schleppen muss um dann nachts irgendwann wieder nach Hause zu kommen.

    Vorbei, vorbei, vorbei! Vorhin habe ich meine Noten erfahren und ich bin verdammt zufrieden, die Abiklausuren waren Bombe und viel besser als erwartet, mein Schnitt ist besser als erwartet, selbst die Laune der beiden Lehrerinnen, die mir die Noten gegeben hatten, war besser als erwartet! Die haben sich wirklich für mich (bzw. für uns) mit gefreut. Warum überhaupt „Zwischenergebnis“? Weil man durch eine freiwillige mündliche Prüfung seine Note noch etwas aufschrauben könnte, wenn man denn punktemäßig dicht an der nächsthöheren Note liegt. Das werde ich übrigens auch tun, in drei Wochen im Fach Soziologie. Mir fehlt schließlich nur ein lächerlicher Punkt!

    Ihr habt keine Ahnung, was für ein unwirkliches Gefühl das ist! Für mich, deren schulische Vergangenheit und Disziplin ein Abitur eigentlich ausschließt! Deren Fehlzeiten damals im Alleingang ganz Amerika unter sich in Schutt und Asche hätten begraben können. Ich glaube es tatsächlich erst jetzt, Vorbenotungen hin oder her, ich habe die Noten auf dem Wisch mit meinem Namen drauf in den Händen und ich bin gerade einfach glücklich!

    FUCK YEAH!³²


  17. 3. Februar 2013 | Veröffentlicht unter Rollenspiel.

    Gratisrollenspieltag ’13 in Düsseldorf

    Von

    header11 Uhr Mittag. Es schneit in leisen Flocken hernieder. Alles scheint normal. Doch dann: In einem unscheinbaren Café in der Altstadt macht sich Tumult breit, als fünf schwarz (oder grau. Oder türkis. Ist ja ohnehin das selbe in grün.) gekleidete Gestalten einfallen und kichernd über blutige Orks und Batman fabulieren. Denn er war gekommen! Der Gratisrollenspieltag.

    Nachdem wir uns also bei den beiden älteren Damen links und rechts von uns unbeliebt gemacht und dem Café Schande bereitet hatten, konnte meinem Plan: erst Mage Store, dann die Dorfcon und am Ende die Weltherrschaft, endlich in die Tat umgesetzt werden. Weiter als bis zum Mage Store kamen meine tapferen Recken und ich leider nicht, denn schnell wurden wir in Beschlag für dubiose Rollenspielrunden genommen. „Die Abenteuer sind auf 2-3 Stunden ausgelegt“. Das war gegen 13 Uhr. Gegen 18 Uhr war auch die Shadowrunrunde fertig. Tja, hätten wir nur alle Mäuse gespielt! Doch der Reihe nach.


  18. 27. Januar 2013 | Veröffentlicht unter Rollenspiel.

    Kommenden Samstag: Gratisrollenspieltag in Düsseldorf

    Von

    cropped-GRT2Freilich findet der Gratisrollenspieltag nicht nur in Düsseldorf statt, sondern an vielen Orten Deutschlands, wie man auf dieser Karte ersehen kann. Gerade Düsseldorf ist allerdings natürlich mein Reich und die Stadt, in der ich ein kleines Rheinländer- und Ruhrpottler-Rollenspiel- und GRTTreffen auf die Beine stellen will, wie bereits hier angekündigt.

    Wer also Geleitschutz in den Mage Store und die DorfCon braucht, kann sich bei mir auf Facebook melden und sich zu der entsprechenden Veranstaltung einladen lassen*. Den Startzeitpunkt habe ich noch nicht festgelegt, da es mir persönlich egal ist, ob man sich bereits um 10 oder erst um 13 Uhr trifft und ich daher eine Umfrage auf der FB-Veranstaltung starten werde. Vielleicht werde ich auch eine spontane Runde All Flesh must be Eaten leiten ;)

    *wer kein Facebook hat melde sich bei mir über Mail oder Kommentar


  19. 15. August 2011 | Veröffentlicht unter Offtopic, Real Life.

    Drachenfels

    Von

    Nach über 10 Jahren war ich mal wieder auf dem Drachenfels (Rheinland, NRW), den ich euch nun ein bisschen näher bringen und schmackhaft machen möchte. Allerdings werde ich eher auf Eindrücke, denn historische Hintergründe eingehen; wer sich für Näheres interessiert, sollte einen Blick auf diese Seite werfen.