1. 2. November 2016 | Veröffentlicht unter Gaming, rund um Gaming.

    Halloween mit Resident Evil VI

    Von

    von Impericus

    Klar, ich bin ein bißchen spät. Aber ich habe auch erst kurz vor knapp mitbekommen, dass STEAM wieder einen abnormal, schaurig schönen Halloween Verkauf anbietet. Diese miesen Kürbisgesichter. Nachdem ich dann durch die Angebote streunerte wie ein verlorener Jack mit einer einsamen Laterne und fast kopflos das nächstbeste Spiel gekauft hätte, besann ich mich auf das, was wirklich wichtig zu Halloween ist. Nämlich Zombies abknallen in großem Stil.

    Ich gab mir selbst ein maximales Budget von 10 Euro und kaufte… Resident Evil 6 für schlappe 7.

    Da ich etliche Teile der Reihe zuvor gezockt hatte, machte ich mich mit einem Kürbisbier bereit auf Horror vom Feinsten und natürlich viel Action. Hier mein Résumé einer nebelhaften Nacht des Grauens.

    Das Spiel – Geradewegs aufs Schafott

    Link zum Trailer

    Natürlich ist, wie viele wissen, Resident Evil 6 der 8. Teil der Serie. Nichts anderes würde hier Sinn machen. Erschienen ist es vor 4 Jahren am 2. Oktober 2012 und somit für 7 Euro ein Schnäppchen unter den Third-Person-Shootern aus dem Hause Capcom. High Five!

    Nach einem kurzen Einführungsdebakel, welches so geradlinig ist wie der Strich eines Meisterpinsels und keiner noch so kleinen Entscheidungsfreiheit, erfreut sich mein, in der finstren Nacht trübe gewordener Blick, an 4 verschiedenen Handlungssträngen mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Geil.

    Ich wähle direkt meinen Alten Saufkumpanen und Kürbiskernweitspuck-Weltmeister Leon S. Kennedy aus. Ach Leon, ich und du, wir sind schon durch dick, dünn und ekelige Monsterscharen gegangen und sind doch beide nicht gealtert. *räusper* Schwerpunkt hier ist selbstredend Horror, dem ich mich tapfer stelle. In der Dunkelheit. Alleine. Was soll ich sagen. Resident Evil hat es auch nach all den Jahren noch immer drauf mich zu schocken. Allerdings dieses Mal mit einem so linearen Spielverlauf, dass sich Akt 1 auch komplett in einem U-Bahnschacht abspielen könnte. (Oh wait) Geradeaus Kameraden.

    Wenn ihr, wie ich, clever sein wollt und herumliegende, vermeitliche Zombies im Vorfeld abknallen oder mit einem Messerstich beseitigen möchtet: NEIN NEIN NEIN. Das lässt das Spiel nicht zu und eben jene Zombies, durch die eure Kugeln wirkungslos durchgeflogen und Messerstiche verpufft sind, greifen euch später auf dem Rückweg natürlich an. Das Gleiche gilt für: Direkt den richtigen Weg gehen, alle Zombies in einem riesigen Raum geschickt durch Fenster abknallen und ähnliches. Das Spiel wird euch dennoch nicht damit davon kommen lassen. Es ist alles vorprogrammiert. So sehr, dass ich einmal in einem Gang wirklich alle Zombies beseitigt hatte, während mir die Tür für die Flucht geöffnet werden sollte. Gerade beim Aufsammeln der fallengelassenen 8 Kostbarkeiten geht die Tür endlich auf und eine Zwischensequenz lässt unser Heldenduo schreiend durch die offene Tür stürmen während es zwei (von mir ja längst erschossene Zombies) noch fast mit durchschaffen und ich sie per Kopfschuss beseitigen muss. Erneut! Natürlich sind so auch die fallen gelassenen Sachen futsch, meine Kugeln völlig verschwendet und das Frustlevel gestiegen. Dergleichen passiert leider oft und ist für mich sehr ungewohnt, weil so begrenzt, dass es keinen Spaß macht. Apropos Spaß.

    Ungewollte Slapstick

    Davon gibt es sehr viel. Es soll ja ein Horrorszenario sein, das ich hier mit Leon erlebe aber mal erlich, er und seine Kumpanin Helena sind… *lacht irre*

    Beispiele der endlosen Eleganz der beiden:

    • Leon stolpert wirkllich über jede Leiche. Zunächst mag das passend für das bedrückende Ambiente sein, aber spätestens nach der drölfzigsten Leiche und seinem Stolpern und Hrnng Spruch reicht es dann auch.
    • Leon schaut gerne anderen beim Sterben zu. Direkt zu Beginn sieht er auf einer Überwachungskamera seelenruhig zu, wie zwei Flüchtlinge Einlass in den Campus wünschen. Sie haben ein Schild mit Help Me dabei, schreien, kreischen und winken bemüht in die Kamera. Sie geben wirklich alles. Leon schaut sich das etwa 20 Sekunden an, dann sieht man, wie vom Ende der Straße langsam Zombies auf die beiden zu robben! Leon? Aktion? Nein? Ok. Er wartet noch ein bißchen und als die Zombies endlich die beiden anderen erreicht und angegriffen haben will er zur Rettungsaktion eilen. Doch Helena (die nebenbei auch die ganze Zeit zuschaut) sagt dann: „Es ist zu spät“. Ding Ding Ding. Rischtisch. Jetzt ja. Da hatte ich bereits Tränen der Glückseeligkeit in den Augen.
    • Leon läßt andere gerne die Drecksarbeit machen, sei es Helena, Typen in Anzügen, etc. Gerne geht er hinter allen die dunklen Pfade entlang, auch wenn ich selbst vor rennen will. Das Script ist halt manchmal nicht so geschrieben und lässt es nicht zu.
    • Aber, so ich mal vorne den Helden markiere, gehen alle Jump Scares daneben. Im Hintergrund erschreckt sich dann Helena, wenn zu schauerlicher Musik eine Leiche vom Himmel fällt oder von der U-Bahn kippt. Schade, ich drehe mich dann nur verwundert um und rufe: „ Wat isn at widda? Wigge jetzt hier!“
    • Dank endlosen überlebten ähnlichen Szenarien hatte ich gehofft, Leon wäre clever, aber weit gefehlt. Manchmal öffnet er so dämlich die Türen, nur damit man wieder automatisch von einem Zombie angegriffen werden kann und diese Mini-Tasten-Spielchen zum Tragen kommen. Ebenfalls schade und unnötig. Ich als Spieler weiß immer schon wann was kommt und wie dämlich Leon wieder sein wird.
    • Ihr könnt verbal mit eurem Computergesteuerten Freund kommunizieren, aber oft reagiert Helena auf Befehle mit: Nicht jetzt! Oder so verspätet, dass es zuweilen nutzlos ist und wieder für Lacher sorgt.

    Fazit

    Irgendwann reichte es mir dann leider. Ich glaube insgesammt habe ich so 2 Stunden gespielt. Die anderen Modi habe ich noch nicht getestet. Es kam bisher so wenig Horror auf, wie wenn ich an einen gefüllten Kühlschrank gehe und meine Freundin, nachdem ich bereits ein kaltes Bier in der Hand halte und die anderen 10 im Schrank gesehen habe, sagt:“ Es ist kein Bier mehr da Marcus.“ Doch, ist es und Resident Evil VI ist doof! „Das stimmt.“

    Setzen 6?


    impericus

    Über Impericus 

    Grüße, ich bin der Marcus und vogelfreier Autor überall und nirgends. Weiterhin bin ich Hobby-Philantroph, Gamer, Geek, Leseratte und gehe religiös ins Gym. Immer zu Weihnachten! Zudem liebe ich unser Universum. Ich finde, es ist eines der Besten.
    Weiterführende Links: Nerd-Wiki

  2. 13. Januar 2016 | Veröffentlicht unter rund um Serien, Serien.

    5 platonische Freundschaften für die Ewigkeit

    Von

    Ja, ich liebe gut geschriebene Beziehungen in Fantasy und Science Fiction. Wenn zwei sich so sehr lieben, dass sie alles für den anderen tun würden, sich mit und für ihn freuen, um ihn bangen und auf eine möglichst lange, gemeinsame Vergangenheit zurückblicken können, die Insider hervor brachte, die niemand außer sie selbst versteht. Eine Freundschaft bis in den Tod in einem Regen aus Schweiß und Blut!

    „Moment. Freundschaft? Hat die Alte nicht gerade von Liebe gesprochen?“ Gut dass du fragst, lieber imaginärer Leser, gemeint ist nämlich explizit nicht die romantische, sondern die platonische Liebe. Liebe, die keinen Sex, keine innigen Küsse braucht, um tief empfunden zu sein. Man mag es auch eine „enge Freundschaft“ nennen, doch wie man es bezeichnet, ist mir letztlich gleich. Ich für meinen Teil freue mich, wenn es ausnahmsweise Charaktere gibt, die sich trotz potentieller Paarungsmöglichkeit einfach nur anfreunden. Und ja, das ist zwischen Mann und Frau oder zwei homosexuellen Menschen wirklich möglich. Während mich romantische Szenen zwischen einem Liebespaar meistens kalt lassen, verdrücke ich bei großartigen Freundschaftsmomenten gerne mal ein Tränchen. Jawohl. Ein Herz für Plato!

    Auf dieses Thema gestoßen bin ich durch die Blogparade der singenden Lehrerin, die dazu aufruft, die zehn liebsten Pärchen ohne romantischen Hintergrund zu küren. Gut. Eigentlich wünscht sich die Initiatorin jegliche non-romantische Beziehungen, worunter auch Geschwisterpaare (Hach. Sam und Dean. … Wo war ich? Verzeihung.), Bromances (Hallo, J.D. und Turk!) und väterlich anmutende Beziehungen a’la Giles und Buffy fallen. Doch einen Fokus auf zuvor genannte Konstellation möchte ich beibehalten! Schließlich werden sie ohnehin viel zu sehr vernachlässigt und sind schwieriger zu finden als eine schnöde Bromance. Außerdem werde ich es auf 5 beschränken. Nachher muss ich noch schummeln und genrefremde Fandoms hinzuholen! Und da ich gerade so hübsch im Schreibfluss bin, beginne ich gleich mit dem ersten Pärchen:

    Firefly

    Zoë und Mal (Firefly)

    Nach der obligatorischen Schweigestunde aufgrund des frühzeitigen Dahinscheidens der Serie in einer weit, weit zurück liegenden Vergangenheit, eine kurze Erläuterung: Die beiden funktionieren als Individuen bereits verdammt gut, als Pärchen jedoch sind sie nahezu unschlagbar. Sie haben gemeinsam einen Krieg durchgemacht und sind sich teilweise so nah, dass Zoës armer Ehegatte [hier bitte Schweigejahr einfügen. Danke.] dezente Anflüge von Eifersucht erleiden muss. Die Chemie zwischen den beiden ist offensichtlich vorhanden – und ebenso offensichtlich rein platonischer Natur.


    Walking DeadCarol und Daryl (TWD)

    Ein gutes Beispiel dafür, wie eine Freundschaft langsam wächst. Sie wird im Großteil lediglich angedeutet, kleine Nuancen werden gezeigt, die auf die Beziehung zwischen den beiden hindeuten, ohne dass es großer Worte bedarf. Sicher, im Laufe der Staffeln wird es klarer, gerade dann, wenn einer von beiden den Verlust des anderen befürchtet oder sie sich nach einer Durststrecke in die Arme schließen können.

    Und auch wenn ich damit einigen „Shippern“ auf den Schlips treten werde: Ich hoffe sehr, dass es bei einer Freundschaft bleibt und die beiden keine romantischen Gefühle füreinander entwickeln werden. Ich mag diese leidenschaftlichen oder fürsorglichen Momente zwischen ihnen auch ohne den heißen Funken, der meist dazu gedichtet wird.


    REJill und Chris (Resident Evil)

    Eigentlich sind sie prädestiniert dafür, zu heiraten: Beide heiß, beide im potentiell willigen Alter, beide im Zombiekillergewerbe tätig. Wahrscheinlich setze ich mich jetzt in die Nesseln, denn ich habe RE:6 nicht gespielt. Falls sie also dort heiraten, will ich hier nichts gesagt haben oder, noch besser, den Fakt einfach gekonnt ignorieren. Mein letzter Stand: Sie sind es nicht. Und werden es auch hoffentlich nie, dafür passen sie viel zu gut zueinander. Als Freunde, die sich mit Vorliebe gegenseitig den Hintern retten und in die für den jeweils anderen bestimmte Kugel hechten.

    Partner seit  S.T.A.R.S., fußt ihre Beziehung nicht nur auf einer, natürlich, hübschen Vergangenheit, sondern wird auch in der Gegenwart fortgeführt. Zuweilen mit gewissen Andeutungen, doch nie so viel, dass ich mir ernsthaft um ihren Status Sorgen machen müsste.


    BSGStarbuck und Helo (BSG)

    Keine Topliste ohne Battlestar Galactica, ich weiß. Doch es hat schließlich auch mehrere gute Gründe, dass es eine meiner Lieblingsserien ist! Starbuck und Helo also. Das mag ein wenig ominös anmuten, ist die gemeinsame Screentime der beiden doch sicherlich keine endlose. Leider im Gegenteil. Doch dass die beiden eine Vergangenheit haben und sich nahe stehen, merkt man spätestens dann, als sie sich auf Caprica nach längerer Zeit wiedersehen und die beiden in der Episode „Valley of Darkness“ Zeit in ihrer alten Wohnung verbringen und vertraute Dialoge führen.

    Auch hier sind es eher Hinweise, die gegeben werden, anstatt dass es klar benannt wird – wenn man von dem sehr netten Geschenk absieht, das Helo ihr später geben wird. Die Beziehung kommt ohne Drama aus, dafür fußt sie auf gegenseitigem Vertrauen und Respekt.


    100Clarke und Bellamy (The 100)

    Weder im Krieg, noch auf einer Akademie kennengelernt, beginnt ihre Freundschaft nicht einmal mit einem kleinen Funken Sympathie. Sie verhalten sich zu Beginn antagonistisch, verfolgen zum Teil konträre Ziele und buhlen um den Rang des Anführers. Doch gerade das macht ihre Beziehung und deren Werdegang so interessant. Denn ja, aus ihnen wird ein freundschaftliches Pärchen, das sich gegenseitig den nötigen Respekt zollt.

    Zu Beginn der Serie hatte ich ein gar schröckliches Triangle zwischen diesen beiden und Finn befürchtet, das jedoch zu meiner größten Freude nicht eingetreten ist. Es macht Spaß, ihnen zuzusehen, zu beobachten, wie sich die Chemie zwischen ihnen mehr und mehr verändert und aus der einstigen Rivalität Zuneigung erwächst.

     

    In honorable Mention

    Mulder und Scully. Einst wart ihr solch ein schönes Paar, verständnisvoll und wunderbar charmant in seinen Gegensätzen – bis es durch die Liebe zerstört wurde. Ruhet in Frieden.