1. 8. November 2016 | Veröffentlicht unter Filme, rund um Filme.

    Justice League Film mit Steppenwolf!

    Von

    Ich rede hier nicht von der Rockband aus den 70ern, sondern von einem der Erzfeinde der Justice League und dem bösen Schergen, welcher der Truppe den Hintern heiß machen soll im kommenden Justice League Film, welcher am 17. November 2017 in unsere Kinos kommt. (Wer an dem Tag 17 wird bekommt von mir einen Keks, vielleicht.) Aber wer oder was ist denn eigentlich Steppenwolf, hat er ein dickes Fell und heult er den Mond an oder rennt er einfach wie der Coyote durch die Wüste?

    steppenwolfbanner

    Wie alt is‘ er denn? – Get your motor runnin‘

    Ja gut, er wurde uns AUCH in den 70ern vorgestellt, um genau zu sein 1972 und wie schon oben bemerkt, kennt man den Namen eher als Rockige Band anstelle eines Alien Kriegers mit Axt und militarischen Grundverständnis.

    Woher kommt er denn? – Head out on the highway

    Er ist Mitglied der Rasse der „Neuen Götter“ und außerdem der Onkel von Darkseid. Heimat ist ihm der paradisisch klingende Planet Apokolips. Das ist so ähnlich wie Acapulco. Nur wärmer. In DC’s The New 52 sehen wir ihn des Öfteren gegen die Justice League antreten. Somit hat er sich in Augen der werten DC Vertreter offenbar bewährt und darf weiter existieren. Einen kleinen Vorgeschmack können wir bereits in Batman Vs Superman auf ihn erhaschen. Dort zeigt eine Vision seitens Lex Luthors bereits Steppenwolfs Erscheinen. Schaust du hier:

    Was kann er denn? – Looking for adventure

    Er ist unter anderem für seine riesige Elektro-Kriegsaxt bekannt (ich wünschte ich wäre auch für meine Elektro-Kriegsaxt bekannt. Wer noch?) und außerdem hat er ein High-Tech Hoverbike, das selbst Marty McFly vor Neid erblassen lassen würde (Warte, dafür möchte ich bekannt sein) Wie die anderen New God Charaktere ist er unsterblich (Sch****, doch dafür!) und verfügt über etliche Superfähigkeiten. Darunter finden wir: Superstärke, gesteigerte Geschwindigkeit und Ausdauer und Resistenz. Gefährlicher als das Schwert (aka. Hier Axt) ist aber der Verstand. Steppenwolf ist nämlich auch noch ein genialer Taktiker und Kriegsveteran. Hinzu kommen monströse Kriegshunde, auf denen seine Untergebenen teilweise sogar in den Kampf stürmen. (Who let the dogs out?)

    Wen hat er schon besiegt? And what ever comes our way

    Darunter kann ich namhafte Superhelden wie Superman und Wonder Woman nennen. Die hatte der werte Scherge bereits im Kampf um die Erde im „Apopolips War“ bezwungen. Keine Sorge, Batman saves the day. Steppenwolf wird vertrieben, aber kehrt zurück, um sich nach der Unterjochung eines kleinen Landstrichs der gesamten Übernahme der Erde zu widmen. Da bezwingt er dann auch die Armeen der Welt und so weiter und so weiter.

    Auf Erde 2 sind etwa 300 Millionen Dollar Belohnung auf ihn ausgeschrieben. Aber gut, wer soll den schon fangen? Das wäre ja *hint hint* wahrlich bizarr.

    Wer spielt ihn denn? – Born to be wild

    mance

    Was wir von all dem letztlich in dem Film sehen werden lässt sich natürlich noch nicht klar sagen. Schon fest steht, dass er von Ciaran Hinds gespielt wird, welchen wir aus Game of Thrones kennen. Dort trägt er als Mance Rayder lieber Wolfsfell gegen Frostbeulen (ist aber auch arschkalt), jetzt wird er selbst zu einem. Also Wolf, nicht Arsch, wobei?

    Wen würdet ihr denn noch gerne in der Verfilmung der Justice League erblicken? Irgendwelche Favoriten, die bislang in den Filmen zu kurz gekommen sind?

     


  2. 7. Juli 2016 | Veröffentlicht unter Comics, rund um Comics.

    Der Iron Suit bekommt neuen Inhalt

    Von

    „Es ist ein neuer Held in der Stadt. Und sie wird das Marvel-Universum im Sturm erobern.“

    Marvel übt sich nach Spider-Man, Hulk, Ms. Marvel und Thor nun ein weiteres Mal um Diversität im Superheldenuniversum. Rundumerneuert wird dieses Mal Iron Man, der ab Oktober von einer afroamerikanischen jungen Frau verkörpert werden darf. Nein, Tony Stark hat sich keiner multiplen Umwandlung unterzogen, sondern wird im Zuge der Reihe „Civil War II“ den Anzug an den Nagel hängen – oder in ihm dahinscheiden, denn die genauen Umstände sind noch nicht bekannt. Und selbst wenn: Hier herrscht spoilerfreie Zone. (Wusstet ihr eigentlich, dass Aryas Direwolf Nymeria in der aktuellen 6. Staffel von Game of Thrones Königin des Mushroom Kingdoms wird? HA!)

    Die neue Iron Man, die noch auf der Suche nach einem passenderen Namen ist, heißt bürgerlich Riri Williams, besitzt einen bemerkenswert hohen IQ und studiert bereits jetzt, mit 15, an dem renommierten Massachusetts Institute of Technology. Selbstverständlich hat sie sich selber auf ihrem eigenen Zimmer einen Iron Man-Anzug gebastelt, schließlich darf man nicht einfach so Iron Man werden. Dafür verantwortlich zeichnet sich Brian Michael Bendis, der bereits Miles Morales als Spider-Man auf den Weg geschickt hat.

    „(…) there was a part of an audience crawling through the desert looking for an oasis when it came to representation, and now that it’s here, you’ll go online and be greeted with this wave of love. (…) I think what’s most important is that the character is created in an organic setting. We never had a meeting saying, “We need to create this character.” It’s inspired by the world around me and not seeing that represented enough in popular culture.“ Brian Michael Bendis

    Ein an sich löbliches Unterfangen, doch natürlich kann es keine Ankündigung ohne kritische Stimmen geben, die beispielsweise bemängeln, dass die Figuren zwar divers werden, die kreativen Köpfe dahinter jedoch nicht. Und natürlich das allgegenwärtige, geseufzte „Muss das schon wieder sein…?“

    Ich persönlich bin da noch immer zwiegespalten. Einerseits finde ich es gut, wenn man die Popularität bereits gestandener Superhelden nutzt, um Diversität einzugliedern. Andererseits bin ich nicht ganz zufrieden damit, eben jene Helden einfach mit anderen Figuren zu ersetzen. Ich sollte mich vielleicht bei einer Metzgerei bewerben, denn: Frischfleisch, ich brauche Frischfleisch!

    Im Herbst wird Riri Williams offiziell in den Anzug steigen, von Bendis geschrieben und von Stefano Caselli gezeichnet.


  3. 6. Mai 2016 | Veröffentlicht unter Comics, Comicvorstellungen.

    Harley Quinn/Power Girl

    Von

    Genre: Superhelden
    Autor:Amanda Conner, Jimmy Palmiotti, Justin Gray
    Zeichner: Stephane Roux, Elliot Fernandez, Moritat
    Erscheinungsform:  148 Seiten,  Softcover
    Enthält: US Harley Quinn/Power Girl 1-6
    VerlagPanini / DC Comics
    Bestellen


    Überblick

    Power Girl, die herzensgute Superheldin mit dem Sinn für dezente Ausschnitte hat ihr Gedächtnis verloren. Prompt heftet sich ihr Harley Quinn an die Fersen, um sich als ihr Sidekick auszugeben und gemeinsam abstruse Abenteuer zu erleben. Prompt stolpert das ungleiche Gespann auf den obszönen Planeten Valeron, der Dank dem äußerst prüden Fiesling Oreth Odeox kurz vor der Vernichtung steht. Dort erwartet sie der sexuell sehr aktive und unter einem Bann stehende Herrscher Vartox, der in Power Girl weit mehr als nur eine Gegnerin sieht…

    Die Erzählung

    Diese in sechs US-Issues abgeschlossene Miniserie siedelt sich zeitlich zwischen zwei Panels von Harley Quinn #13 an, ist allerdings problemlos auch ohne diesen Kontext genießbar. Schnell wird man in die – zugegebenermaßen sehr überschaubare – Handlung gesogen, was definitiv primär an Harley Quinn liegt, die mit ihrem Humor und abstrusen Ideen allein ein Blick in den Comic wert ist. Der Kontrast zwischen ihr und Power Girl lässt die Szenen sehr dynamisch wirken, das Wechselspiel zwischen den beiden funktioniert ausgezeichnet.

    Allein diese Kombination bietet Stoff für ausreichend durchgeknallte Geschichten, aber warum einfach, wenn es auch noch over-the-top gehen kann? Da bietet sich der absolut unmoralische Planet Valeron an, auf dem sie stranden und der als ihnen würdiges Setting dient. Hier treffen sie auf Raumschiffe im Phallus-Design, riesige Köpfe mit absurdem Innenleben, halbnackte Herrscher mit Pornobalken und selbstverständlich dürfen diverse Bemerkungen über die körperlichen Ausbuchtungen der Heldinnen nicht fehlen. Die bieten sich ja auch an. Irgendwie.

    Tiefgründigkeit kann man hier nicht erwarten und auch pornös geht es nicht sonderlich tief, denn obwohl sowohl Vartox, als auch Harley Quinn vor sexuellen Anzüglichkeiten kaum einen Halt machen, bleibt es zwischenheldisch doch sehr züchtig. Es ist pure, knallbunte Unterhaltung, die für manche sicherlich zu albern daherkommt und doch ziemlich kurzweilig ist. Die neu kennengelernten Personen aus der anderen Welt werden recht oberflächlich präsentiert und bleiben in ihren Charakteren nebulös, doch würde ein Fokus auf jene wohl auch eher störend sein. Nicht die Charaktere stehen im Mittelpunkt, sondern die Ideen der Macher, die mit diversen Klischees spielen und einige Hommagen in den Panels verteilen.

     

    Screen Shot 2015-08-18 at 12.43.15 PM

    Layout und Zeichnungen

    Bunt. Knallig. Abgedreht. Hatte ich „bunt“ erwähnt? Kurz: Es passt. Der Wahnsinn Harleys spiegelt sich in ihrer Mimik wieder, generell schaffen es die Zeichner, den Figuren Emotionen und Ausdruck zu verleihen. Auch hierbei sind es Details, die den Unterschied machen und hier schön in Szene gesetzt werden. Die Motive und Welten sind fantasievoll, die Körper gerade so sexy in Szene gesetzt, dass es sich nicht negativ aufgedrängt anfühlt und doch den Charakteren gerecht wird. Besonders gefallen hier die Gesichter und die Aktionen, deren Humor durch die Zeichnungen gekonnt transportiert wird.

    Dass mehrere Zeichner an der Miniserie beteiligt waren, merkt man jedoch und das, finde ich, negativ: Der qualitative Unterschied ist mitunter deutlich.

    Letzte Worte

    Es ist definitiv kein tiefgründiges Meisterwerk, sondern ein buntes, vergnügliches Feuerwerk an je nach Geschmack abstrusen bis albernen Ideen und zwei Heldinnen, die unterschiedlicher kaum sein könnten und gerade deswegen unglaublich harmonieren.

    Harley


  4. 7. April 2016 | Veröffentlicht unter Filme, Filmvorstellungen.

    [Gastbeitrag] Batman v Superman – Schuld und Sühne

    Von

    Die Passion des Clark Kent

    von Stefan Servos

     

    Vorsicht, kann Spuren von Spoilern enthalten.

    Nach den zahlreichen schlechten Reviews (u.a. der von Guddy [Anm.d.G.: Die gar nicht so schlecht war! Nur ein bisschen.]) habe ich schon das schlimmste befürchtet, vor allem da auch Snyders letzter Superman-Film mehr durch Inszenierung und Optik bestach, als durch raffinierte Handlung. Doch was Zack Snyder mit Batman v Superman auf die Leinwand gezaubert hat ist meines Erachtens nicht mehr oder weniger als ein kleines Meisterstück! Zack Snyder inszenierte den großen Kampf zwischen Mensch und Gott als Mischung aus griechischer Tragödie und Passion Jesu Christi. Das ist auch nicht unbedingt tiefgehend, aber voller aufrechtem Pathos und zugleich die älteste aller Mythologien: Die Verantwortung der Götter für die Sünden der Menschen.

    stations3-13Die Allegorie ist dabei manchmal subtil, meistens aber kaum zu übersehen, wenn einige Kameraeinstellung eindeutige Reminiszenzen an berühmte Gemälden oder Statuen von Michelangelo sind. Überhaupt drängen sich die Jesus-Parallelen auf. Alle 14 Stationen des Leidensweges Jesu werden Punkt für Punkt abgearbeitet, von dem Gerichtsprozess vor den römischen Hohepriestern, über der Begegnung mit seiner Ziehmutter, den weinenden Frauen, seiner Hinrichtung und dem zu Grabe tragen. Sogar die Heilige Lanze aus der Passionsgeschichte spielt eine entscheidendeRolle. Der Film hinterfragt den gesamten Heldenmythos und bildet damit eine angenehme Abwechslung zu den Marvel-Filme, die nur noch aus Kompromissen an den Mainstream zu bestehen scheinen und zunehmend oberflächlicher werden, was sie durch Comic-Relief auszugleichen versuchen. Batman v Superman ist wesentlich erwachsener, fordert den Zuschauer heraus und entwickelt sich im Verlauf zu einer tragisch-düsteren Oper.

    batman-v-superman-dawn-of-justice-darkseidÜberhaupt brilliert der Film durch den hohen Gehalt an moralischen Fragen und einer inhaltlicher Substanz, von der die meisten Marvel-Pendants nur träumen können. Dabei ist der eigentliche Plot raffiniert verwoben mit dem oberflächlichen Plot, denn natürlich geht es nicht wirklich um den Kampf von Gut gegen Böse, sondern darum, was einen Helden ausmacht und der daraus folgenden Erkenntnis, dass es keine Helden gibt. Ein Thema, mit dem Snyder sich schon bei Watchmen (vor allem mit Dr. Manhatten) eingehend beschäftigt hat. Daher ist die Besetzung von Bruce Waynes Vater mit Jeffrey Dean Morgan (Comedian aus Watchmen) durchaus als Augenzwinkern zu verstehen.

    „Wenn Gott allmächtig ist, dann ist er auch böse. Wenn er nicht böse ist, dann ist er nicht allmächtig“ – frei nach Lex Luthor

    Während Ironman, Hulk, Thor und Co. Städte einfach nur dem Boden gleich machen und echte Menschen höchstens als Statisten gehandelt werden, erlauben sich die Drehbuchautoren Chris Terrio und David S. Goyer von Batman v Superman das Gedankenspiel, wie die Menschheit tatsächlich auf das Auftauchen von Göttern reagieren würde und welche moralischen Verpflichtungen Macht (die laut Lex Luthor nie unschuldig sein kann) mit sich bringt. Auf der einen Seite Bruce Wayne, auf der ewigen Suche nach Katharsis nach dem Tod seiner Eltern, auf der anderen Seite Superman, der für die Sünden der Menschen ans Kreuz genagelt wird.

    In der Umsetzung wird dies durch das wunderbare Ensemble getragen. Wider aller Schmähung füllt Ben Affleck den Anzug des alternden Dark Knight perfekt aus. Und auch Henry Cavill als Erlöserfigur spielt stärker als je zuvor, wobei er starke Unterstützung durch Amy Adams als wunderbare Maria Magdalena erfährt. Über Jesse Eisenberg als wahnsinniger Lex Luthor (mit leichtem Overacting) lässt sich streiten, ich jedenfalls hatte große Freude an seinem Spiel. Und auch Gal Gadot ist als Diana Prince einfach nur hinreißend, wirkt nur im späteren Amazonen-Outfit leider etwas zu kostümiert. Dafür hat JUNKIE XL der Figur aber ein prächtiges musikalisches Leitmotiv verpasst. Herausragend auch Senatorin June Finch (großartig: Holly Hunter) in der Rolle des Pontius Pilatus, die Superman gegen ihren eigenen Willen zum Tode verurteilen muss.

    Batman v Superman

    Zack Snyder versteht es Emotionen, Gewalt, Details mit einer fast erotischen Ästhetik auf die Leinwand zu bringen. Die oft geäußerten Kritik, dass man dem vermeintlich konfusen Plot nicht folgen könne, kann ich in keiner Weise nachvollziehen. Ich persönlich fühlte mich in keinem Moment des Films irgendwie in der Handlung verloren. Ganz im Gegenteil hing ich an den Lippen der Charaktere und sog jedes noch so kleines Handlungsdetail in mich auf, um es zu zelebrieren. Dass surreale Traumsequenzen und Handlungssprünge manchen Zuschauer überfordern, ist kein Manko des Films, sondern das der Zuschauer, die gerne ganz in Marvelmanier alles schön vorgekaut präsentiert bekommen.

    batman-v-superman-dawn-of-justice-6-rcm0x1920uUnd Kritiker, denen es in dem Film am Humor mangelt, sollten sich fragen, warum auch der Kreuzweg Christi so humorlos inszeniert ist. Zugegeben, Batman v Superman ist nicht perfekt und hat durchaus auch die eine oder andere Schwäche, beispielsweise Plotholes, die sich einfach aus der Konstellation eines Kampfes zwischen Batman und Superman ergeben, vor allem durch die überstarke Macht des Letzteren. Aber das ist ein Problem, das alle Superman-Filme für mich haben. Und von denen, die in den letzten 60 Jahren inszeniert wurden, ist dies hier ohne Zweifel der beste. Es ist auch nicht Zack Snyders stärkster Film (das ist für mich Watchmen DC), aber er kann auf jeden Fall in der Top-Liga der Comic-Verfilmungen mitspielen.- Und das trotz der oft kritisierten Tatsache, dass eine entscheidende Handlungswendung durch einen reinen Zufall herbeigeführt wird. Ist nicht der Zufall oft auch Auslöser für die größten aller Geschichten? Dass er sich dramaturgisch Zeit lässt, rechne ich dem Film hoch an und hoffe inständig auf die Veröffentlichung eines Director‘s Cut, denn der wird dann einige der Punkte der zahlreichen Handlungsstränge hoffentlich noch einmal etwas vertiefen.

    Fazit:

    Mit Batman v Superman erlaubt sich Zack Snyder die Inszenierung einer tiefgehenden, monumentalen Oper, bei der manche Comicfans und Kritiker auf der Strecke bleiben, was aber nicht weiter schlimm ist, da sie nicht über meinen persönlichen Filmgenuss entscheiden.


    12966499_1150467771652949_2143804599_nStefan Servos, geboren 1975, entdeckte schon in Kindertagen seine Leidenschaft für das fantastische Genre. Er ist aktives Mitglied der Deutschen Tolkien Gesellschaft, spielt in seiner Freizeit „Dungeons & Dragons“ und geht regelmäßig auf Liverollenspiele. Neben seiner hauptberuflichen Arbeit als Fernsehredakteur (WDR, SWR, KABEL 1, RTL) schreibt der Diplom-Journalist regelmäßig für diverse Online- und Printmedien, unter anderem für das Magazin Geek!. Zudem hat er bereits Hintergrundbücher zu Filmen wie „Der Herr der Ringe“, „Troja“, „Alexander“ oder „Der Hobbit“ veröffentlicht. Persönlich trifft man den Betreiber diverser Fan-Websites, u.a. www.herr-der-ringe-film.de, vor allem als Vortragenden auf Conventions wie der RingCon oder der HobbitCon.


  5. 3. April 2016 | Veröffentlicht unter Filme, Filmvorstellungen.

    Batman V Superman: Yawn of Meh

    Von

    Wenn Lex Luthor seine Puppen alias Batman und Superman tanzen und gegeneinander antreten lässt, sollte das Stoff für einen grandiosen Kinofilm geben. Nacht vs Tag, grummelnder Griesgram vs Strahlemann, Spitzohren vs. Schmalzlocke! Kurz: Wunderbar! Zumindest in der Theorie. In der Praxis sieht das ganze eher so aus: [hier könnte eine intellektuell hochwertige Formulierung stehen. Tatsächlich ist es nur ein Link zum traurigsten Video, das das Internet zu bieten hat. Seriously.] Selbstverständlich habe ich mich von so was nicht beeinflussen lassen und bin selber ins Kino gegangen. Man will ja wissen, ob man eher Team Kritiker, oder Team Zuschauer ist! (Spoiler: Ich bin in Team Guddy.)

    Ich ging ins Kino… und war selten derart gelangweilt von einem Film. Die Verantwortlichen haben unheimlich viel falsch, jedoch auch einiges richtig gemacht, auch wenn Letzteres den Film als Erlebnis für mich nicht aufgewertet hat. Folgend eine kleine Ordnung meines Gedankenpotpourris – die keinesfalls so tief gehen soll wie eine ordentliche Rezension:

    Das Gute

    • Die Schauspieler

    Ben Affleck als Batman hat seine Sache ebenso gut gemacht wie Henry Cavill in der Rolle des Superman. Beide geben eine Darstellung des jeweiligen Helden, die zum einen ins Bild diverser Comics passt, zum anderen jedoch auch etwas Eigenständiges hat. Etwas, das zerbrechlich und angreifbar wirkt, was vor allen Dingen Superman zugute kommt. Man merkt beiden an, dass sie ihre eigenen Päckchen zu tragen haben, dass gerade Batman – offenbar auch durch den Verlust Robins vor einiger Zeit – mit sich und seiner Rolle hadert. Auch viele andere Rollen finde ich gut besetzt wie etwa Jesse Eisenberg als Lex Luthor, der zwar dezent jokeresk daherkommt, dafür jedoch sowohl für schauspielerische Glanzleistungen, als auch den dringend benötigten Humor sorgt und dem Charakter nette Facetten hinzu gibt. Einzig Jeremy Irons wird eher seinem Nachnamen, denn seinem Charakters gerecht: Mir persönlich war er nicht nur zu jung, sondern hat mich auch zu sehr an einen verkappten Iron Man erinnert.

    • Die Bilder

    Ich mag es düster. Hier war es teilweise zu lange und ausdauernd düster, doch schmälert das die Bildgewalt nicht. Einige Szenen waren wunderbar arrangiert und nahezu in Perfektion aufgenommen. Ich kann mich nicht erinnern, die Todesszene Batmans Eltern (Ja, ich weiß. Huge Spoiler. Wuwu.) jemals visuell derart ansprechend gesehen zu haben. Der Mix aus Zoom, Klarheit und verstörender Dunkelheit passt in vielen Momenten und wertet die einzelnen Szenen dadurch auf.

    • Superman

    Nicht nur die Darstellung, auch den Charakter selbst empfinde ich als sehr gelungen und vielschichtig umgesetzt. Den Konflikt, der sich hier aufgrund seiner vermeintlichen Göttlichkeit präsentiert, finde ich unglaublich interessant. Sehr schön finde ich die Szene, in der er deutlich resigniert in dem Gericht steht und nur den Kopf schütteln kann. Herrlich! Ich hätte fast gelacht!

    • Die Tiefgründigkeit

    Diesen Punkt kann ich dem Film nicht absprechen.

    • Der Abspann

    Weil Ende.

    superman

    Das Schlechte

    • Der fragmentierte Plot

    Den Plot empfand ich als derart fragmentiert, dass es mir schwer fiel, dem ganzen zu folgen. Vergangenheiten, nicht näher erläuterte Zeitsprünge, plötzliche Traumsequenzen, undefinierbare Sprünge – nicht, dass ich kein Herz für anspruchsvolle Filme hätte, doch wirkte es auf mich nicht anspruchsvoll, sondern recht willkürlich und schlichtweg mangelhaft umgesetzt. Es scheint, als wäre zu viel Plot vorhanden, der möglichst schnell abgearbeitet werden soll und das gerne auf Kosten des Verständnisses. Der Wille war größer als das fachliche Geschick.

    • Die Charaktere und deren Entwicklung

    Warum handeln die Charaktere, wie sie handeln? Warum ändert Batman nur aufgrund eines Namens derart seine Meinung, als habe jemand mit den Fingern geschnipst und damit ein paar seiner Synapsen verändert? Warum verspürt Lex einen derartigen, plötzlichen Hass auf Superman? Warum, warum, warum…? Zu viele Fragen bleiben offen, zu wenig wurde darauf gesetzt, die Charaktere plausibel agieren zu lassen, deren Handeln zu erläutern oder zumindest nachvollziehbar werden zu lassen. Auch hier wird zu viel angeschnitten, ohne dabei in die Tiefe zu gehen, zu viel Potential wird verschenkt.

    • Das Arrangement der Kampfszenen

    Gerade den Actionszenen mangelt es an Dynamik. Wenn ein Kampf in der Totale gezeigt wird, ohne auch nur einmal heranzuzoomen um zumindest die Illusion von Nähe sowohl zur Situation, als auch den Figuren zu erschaffen, dann wirkt das schnell langatmig. Auch realistischer, durchaus, doch die meisten Kämpfe sind schlichtweg langatmig, langsam und langweilig dargestellt, was durch die behäbig machende Ritterrüstung Batmans noch verstärkt wird. In den Kämpfen und Schlachten liegt kein Spaß, keine Leidenschaft, sie sind weder pointiert, noch in irgendeiner Form kurzweilig. So zieht sich leider auch der alles entscheidende Kampf am Ende derart zäh, dass ich Mühe hatte, die Augen offen zu halten.

    • Der Spannungsbogen

    Durch die Episodenhaftigkeit und die vielen inhaltlichen Wiederholungen der als besonders wichtig und atemberaubend deklarierten Szenen habe ich leider keinen ausgereiften Spannungsbogen gefunden. Immer dann, wenn ich dachte: „Jetzt gehts gleich los!“ flaute es schneller wieder ab als ich aus meinem körperlichen Tiefschlaf wieder erwachen konnte. Ein immer wiederkehrender Coitus Interruptus, der mich verständlicherweise recht unbefriedigt zurück ließ.

    • Die Ernsthaftigkeit

    Nochmal: Ich mag ernste, düstere Stoffe. Doch das hier war definitiv „too much“. Ohne Licht kein Schatten. Hier gab es kein Licht. Die einzigen, an Humor erinnernden Momente wurden von Lex kreiert. Der Rest schwappte in einer grauschwarzen Suppe aus Tristesse, die ich in diesem Fall nicht gut gemacht finde.

     

    Fazit

    Ich will und kann nicht mal sagen, dass der Film als ganzes schlecht ist. Er ist einfach nur un-glaub-lich langweilig und verschenkt sehr viel Potential.


  6. 29. Februar 2016 | Veröffentlicht unter Allgemein, Diverser Geekkram, Dreckiger Rest.

    Bodypaint par ex­cel­lence: Kay Pike

    Von

    Als optisch veranlagter Mensch erkenne ich Schönheit, wenn ich sie sehe! Wenn sich diese dann noch mit Cosplay, Comics und/oder Kunst verbindet bin ich hin und weg. So auch bei Model, Entertainerin und Künstlerin Kay Pike. Sie stellt sich derart kunstvoll in Szene, dass es kein Wunder ist, dass sie bereits eine Anhängerschar um sich gesammelt hat, zu der ich mich nun unauffällig hinzugesellt habe.

    Ob Dark Phoenix, Lady Deadpool oder Captain Planet, kaum ein Superheld – oder Superschurke – scheint vor ihr sicher zu sein. Ihre neuste Kreation: Poison Ivy. Den Schaffensprozess zeigt sie in dem nun folgenden Timelapse-Video, Fotos und Erläuterungen gibt es hier.

    Falls ihr Bodypainting ebenso sehr schätzt wie ich, kann ein Blick auf eine ihrer Seiten definitiv nicht schaden!

    Lady Deapool BodypaintI Painted a Lady Deadpool on http://www.twitch.tv/kaypikefashion yesterday!Very excited to see the new movie. This video has our favourite 4rth wall humour #deadpool is famous for.Ever since @lustredust https://www.facebook.com/LMMakeupArtist painted me as Lady Deadpool for Edmonton Expo I’ve been itching to get back into character!I’m really very happy with this one! I used three lighting sources, one ambient white, one spotlight blue and and one pin-light yellow.I was doing a #speedrun paint so I could see how fast I can go after two months of practice, it only took 5 hours! I’m cereal! I had help in my #twitchtv stream, the chat was dictated to me so I could socialize with everyone without having to read and it took this level of paint (normally I would stream for 14 hours) down to a reasonable level! I had time to make balloon things for people and just play and hangout and feel good before a photo-shoot. My moderators were really helping too <3 <3 <3 I HAVE PROOF I can paint end entertain in a reasonable amount of time!SO EVERYONE tell your favorite convention!#ladydeadpool #deadpoolmovie Ryan Renolds Rob Liefeld #robliefeld Fabian Nicieza Rhett Reese Paul Wernick Brianna Hildebrand Ed Skrein T.J. Miller Morena Baccarin Gina Carano Stefan Kapicic Deadpool Movie Calgary Comic and Entertainment Expo Cineplex Kryolan Professional Make-up Kryolan USA Mehron NY SEPHORA SEPHORA Ben Nye Makeup Company Marvel #makeup #bodypaint #yyc #calgary #mua #makeupartist #comic #comicbooks #illusion #costume #cosplay #cospaint #bodyart Twitch #twitchcreative #twitch #marvel #fanart #marveluniverse

    Posted by Kay Pike (Designer/ Model) on Mittwoch, 10. Februar 2016

    Dark Phoenix BodypaintDark Phoenix is who I painted last time on http://www.twitch.tv/kaypikefashion This insanely powerful very complex character was a joy to create in paint. I used a viscous amount of ambient orange lights and back-lighting of red. Light was affecting every paint choice :D It was a Challenge as always to to the extreme contrasts with the style. I last did it with Robin.The animation was fun too, We turned up the gel lamp and tied it into the blowing animation. Fire and Drama :DIm practising up as one day I want to paint @lustredust as the green version *lifegoals*The Wig is a Matilda in Crimson from Arda Wigs Canada https://www.facebook.com/ArdaWigs/#darkphoenix #jeangray #marvel #xmen #comics #StanLee Haley Ramm Sophie Turner Hugh Jackman @bryanjaysinger Patrick Stewart Greg Paki @ryan stegman Stan Lee #JackKirby #redhair #yyc #calgary #bodyart Twitch Kryolan Professional Make-up Mehron NY SEPHORA @Calgary Calgary Comic and Entertainment Expo Ben Nye Makeup #mehronmakeup #kryolanofficial #mehron Wolfe Brothers Face Art & FX #makeup #mua #makeupartist #comic #comicbooks #cosplay #cospaint #twitchcreative #twitch #fanart #beauty #Dark #Phoenix #bodypaint #paint

    Posted by Kay Pike (Designer/ Model) on Donnerstag, 25. Februar 2016


     

    Unterstützen kann man die Dame via Patreon oder Twitch. Auf letzterem veranstaltet sie regelmäßig Livestreams, in denen sie sich bepinselt, über ihre Arbeit quatscht oder beides miteinander kombiniert. Auch zu finden ist sie bspw. bei Instagram.

    Neidlos muss ich anerkennen, dass ihr Körper wie geschaffen für dieserart Kunst ist. Ich würde es genau so machen. Gibt es eigentlich auch eine männliche Version davon?


  7. 13. Februar 2016 | Veröffentlicht unter Filme, Filmvorstellungen.

    Deadpool – 5 Dinge, die ich beim Kinobesuch gelernt habe

    Von

    Zur Abwechslung einmal kurz und knapp:

    • Comicfiguren dürfen Comicfiguren bleiben. Um ehrlich zu sein hat mich dieser Trend hin zum Realismus in Comicverfilmungen dezent genervt. Nolans Batman, den fast jeder mag und ob seiner düsteren Realitätsnähe gefeiert wird? Da wurde mir das Geld für den Kinobesuch zu schade. Nicht, dass Comics nicht auch realistisch sein können. Durchaus. Doch wurde es mir schlichtweg zu viel und dadurch zu dröge. Spätestens die Avengers gingen wieder davon ab, schossen jedoch leicht über das Ziel hinaus und wurden zu bunten Popcorngeschichten. Auch nicht schlecht, aber erst jetzt durch Deadpool weiß ich: Hey, es geht wirklich perfekt. Was ich mit „perfekt“ meine: Deadpool ist eine Comicfigur. Er wankelt zwischen Brutalität, humorvollen bis albernen Momenten und Tragik hin und her, behält dabei jedoch die Elemente bei, die ihn wirken lassen wie frisch aus den bunten Seiten entsprungen, was primär der Animation seiner Augen, aber auch seiner ganzen Attitüde zu verdanken ist. Ein wenig over the top, nicht immer 100% glaubwürdig, überspitzt und dabei doch charmant. Für mich ist diese Deadpool-Interpretation das perfekteste, was die Comicverfilmungsindustrie seit langer Zeit, wenn nicht gar je, hervorgebracht hat. Die perfekte Verbindung zwischen Comic und Film.
    • Man kann albern sein, ohne albern zu wirken. Teabagging. Kotzwitze. Hodengesichter. Analhumor. Dinge, die perfekt in jede Teeniekomödie passen würden und dort absolut albern wirken. Logisch: Es ist albern. Aber hier wirkt es auf mich nicht so. Nicht im negativen, kindischen Sinn. Vielmehr hat es gepasst. Wie eine Prise Salz im süßen Pfannkuchen hat dieser „Pipi-Kacka-Humor“ den Film nur unterstrichen, statt ihn beherrscht und versalzen. Auf ominöse Weise wirkt es sogar erwachsen. Vielleicht bin ich innerlich auch spontan um 20 Jahre verjüngt worden, sodass mir die tatsächliche Albernheit nicht so auffällt. Zudem ruhte man sich nicht auf altbekannte Witze aus, sondern wurde kreativ.
    • Die Aussage „Der Film nimmt sich nicht so ernst“ hat endlich wieder eine Bedeutung. Um genau zu sein ist das eine Aussage, die mich mehr und mehr genervt hat. Welcher Film nimmt sich überhaupt noch – im Sinne des Zuschauers – ernst und muss das jedes Mal erwähnt werden, nur weil irgendeine Figur einen hellen, selbstironischen Moment hat? Für mich wurde es mehr und mehr zu einer leeren Phrase. Hier jedoch passt es. Und wieder nicht. Denn natürlich nimmt er sich ernst. Alles andere wäre ein Kindertheater. Doch die selbstironischen Seitenhiebe haben Charakter und Geist, wirken nicht gekünstelt, sondern sind Teil der Charakterisierung Deadpools. Ob nun Wolverine verunglimpft wird, die X-Men, ein gewisser Green Lantern oder Ryan Reynolds selbst: Es sind mehr oder minder kluge Referenzen, gepaart mit einer gehörigen Portion Humor. Klasse.
    • Es gibt tatsächlich auch coole Teenager in Filmen. Mit Negasonic Teenage Warhead wurde eine unbekannte X-Men eingeführt, die das genervte teenagereske Augenverdrehen perfektioniert hat und lieber auf dem Handy tippt, als sich am Kampf zu beteiligen. Allerdings nervt sie nicht. Es macht vielmehr Spaß, ihr zuzusehen. Es ist nicht zu extrem. Überhaupt sind die Nebenfiguren gut besetzt, die Auswahl spannend und ich mag tatsächlich jeden einzelnen. Wahrhaftig fast eine Premiere für mich.
    • Manchmal kann man geilem Marketing auch vertrauen. Die Werbung, die im Vorfeld gemacht wurde, war stets auf dem Punkt. Witzig, originell, schier frei Deadpoolschnauze. Trotzdem hatte man Angst: Kann der Film den dadurch geschürten, hohen Erwartungen wirklich gerecht werden? Jep. Kann er. Definitiv. Er ist genau so, wie ich es erwartet hatte. Exakt. Es wurden keine falschen Versprechungen gemacht und die witzigen Szenen, die in den Trailern und Teasern gezeigt wurden, sind definitiv nicht die einzigen oder besten lustigen Szenen im Film. Gut gemacht. Wirklich gut.

    Man ahnt es: Ich finde den Film gut. Er macht Spaß, ist Deadpool wie man ihn kennt und vielleicht auch liebt und hat das gewisse Extra, das ihn von anderen Filmen seiner Zunft unterscheidet. Die vielfach eingerissene, vierte Wand beispielsweise. Der wundervolle Deadpool an sich. Sexszenen, die zur Abwechslung nicht peinlich sind. Eine der genialsten Eröffnungsszenen, die ich kenne. Eine Kameraführung und Special Effects, die auf den Punkt sind. Die Metaebene. Und damn, ist Deadpool sexy. Aber das nur am Rande. Verzeihen Sie diesen unqualifizierten Kommentar, werte und hochgeschätzte Leserschaft. Doch es ist Fakt! Wirklich!

    Wenn ihr Deadpool und/oder derben Humor mögt, sowie die Werbekampagne schon großartig fandet, guckt euch den Film an. Ich kann mir eigentlich kaum vorstellen, dass man unter diesen Voraussetzungen von ihm enttäuscht werden kann.


  8. 12. Januar 2016 | Veröffentlicht unter Comics, Comicvorstellungen.

    [Comic] The Cape

    Von

    Genre: Horror, Superhelden, Dark Fantasy
    Autor: Jason Ciaramella nach einer KG von Joe Hill
    Illustratoren:
    Zach Howard
    Erscheinungsform: 
    132 Seiten,  Softcover
    Enthält: The Cape #1-4, abgeschlossen
    Leseprobe
    Verlag: IDW/ Panini Comics |  Über den Partnerlink bestellen


    Ein Cape, zusammengesetzt aus einer alten Schmusedecke und dem Marineabzeichen des im Krieg verstorbenen Vaters, ist nicht nur Teil der Superheldenverkleidung des Jungen Eric, sondern viel mehr. Dass es nämlich nicht nur superflauschig ist, sondern dem Träger auch die Fähigkeit zu fliegen verleiht, lernt Eric im denkbar günstigsten Moment: Während des Spielens mit seinem Bruder beim freien Fall von einem Baum. Er fliegt. Zumindest einen Moment lang, dann reisst das Cape und Eric findet seine Bestimmung auf dem Boden der Tatsachen wieder.

    Während Eric im Krankenhaus ruht, sperrt seine Mutter das garstige Cape weg, da es den beiden Söhnen nur Flausen in den Kopf setzt. Fliegen! Man sieht ja, was der ganze Superheldenquatsch alles so anrichtet! Eskapismus wohin man blickt!

    The Cape

    Lange Zeit bleibt das Cape verschwunden – bis es Eric – mittlerweile ein erfolgloser Erwachsener mit just beendeter Beziehung – per Zufall im Keller seiner Mutter wiederfindet. „Ei der Daus“, denkt er sich nun, „Mein Leben ist gar trostlos, niemand nimmt mich ernst und respektiert mich, doch, oha, dieses jenes Cape wird mir den Respekt verschaffen, den ich schon immer verdient hatte! Und noch mehr…“ Dass daraus keine fidele Supermangeschichte entspringt, dürfte nun nicht mehr nur anhand des Autoren ersichtlich sein…

    Der Comic findet seine Vorlage in der gleichnamigen Kurzgeschichte von Joe Hill, welche in seiner Kurzgeschichtensammlung „20th Century Ghosts“ (in der deutschen Übersetzung:“Black Box„) zu lesen ist. Zwar ähneln sich Kurzgeschichte und Comic zu Beginn sehr, nutzen teilweise die selben Formulierungen, doch geht der Comic noch einige Schritte weiter und nimmt die Vorlage nur als Sprungbrett, auf dem Charaktere und Geschichte fußen. Die Kurzgeschichte endet dort, wo der Comic erst anfängt: Bei dem ersten Todesfall.

    Nein, dieser Comic erzählt keine bunte Knautschgeschichte, sondern präsentiert das Bild eines mitnichten nur körperlich gezeichneten Mannes, der in seinen psychischen Problemen nicht nur selber ertrinkt, sondern andere mit sich ins Verderben zieht. Jeglicher Pathos und Heroismus, den man gemeinhin mit einem derart wundersamen Cape verbindet, fehlt hier völlig und wird durch die hämisch grinsende Fratze eines Psychopathen überschattet. Es ist gerade zu Beginn verstörend, wobei es im Laufe der Seiten leicht wahnwitzige Züge annimmt, die mir leicht über die Maße erscheinen – was indes vielleicht auch nicht ganz unpassend für Eric ist. Dennoch gibt es ein, zwei Momente, die mir „zu viel“ sind und die durch ihre bloße Existenz die feinen Grausamkeiten menschlicher Psyche verdrängen und das ganze trivialer erscheinen lassen, als es eigentlich ist.

    Der Protagonist ist ein Arschloch. Leider eines, das man nicht mal mehr aufgrund seines vielleicht doch alles erklärenden Hintergrundes sympathisch finden kann, derart tief steckt er in seiner eigenen, klebrigen Pest. Das Portrait Erics ist gelungen, wenngleich es nicht allzu sehr in die Tiefe geht. Beschrieben wird nicht primär seine Psyche, sondern die Taten. Unangenehm fällt der Blick des Lesers direkt auf den gebrochenen Kiefer der Frau, auf das fransig gewordene Cape, das einst so viel Spaß brachte und nun ein Verkünder des Unheils ist.

    Insgesamt hätte „The Cape“ eine Kürzung gut getan, vielleicht wäre es passender gewesen, die ursprüngliche Kurzgeschichte statt um einige viele, nur um zwei oder drei zusätzliche Szenen zu ergänzen. Das Original ist, was den Schrecken angeht, auf den Punkt, der keiner Ausdehnung bedarf. Dafür jedoch sind die Erläuterung zu Erics Charakter gelungen und recht interessant, gerade unter Zunahme der Beleuchtung anderer Personen, die in der Kurzgeschichte nur am Rande oder gar nicht auftauchen.

    Es ist ein gut zu lesender, in sich abgeschlossener Comic, den man lesen kann, aber nicht muss.Er beschreitet keine gänzlich neuen Pfade, ist auf seine Weise jedoch unterhaltsam. definitiv zu empfehlen, wer gerne über düstere Gestalten und tiefe Abgründe des Menschen liest.

    Cape

     


  9. 3. Januar 2016 | Veröffentlicht unter Comics, Comicvorstellungen.

    Batman/Teenage Mutant Ninja Turtles #1

    Von

    Genre: Action, Superhelden
    Autor: James Tynion IV
    Ursprungsidee:
    Peter Laird, Kevin Eastman
    Illustratoren:
    Freddie E. Williams II
    Erscheinungsform: 
    32 Seiten,  Heftchen, mtl., 6-teilige Miniserie
    nächste Ausgabe: 13.01.2016
    Verlag: DC Comics / IDW Publishing Sammelband bei Amazon vorbestellen


    Das erste offizielle Zusammentreffen von Turtles und Batman gestaltet sich etwas schwierig: Mit der Annahme, der jeweils andere sei ein gar fürchtbarer Feind. Dank eines perfiden Plans des possierlichen Krang landen nicht nur die Turtles, sondern ausgerechnet auch Shredder samt Foot Clan in einer anderen Dimension und einer anderen Stadt, namentlich Gotham City. Dort mischen sie ein Labor auf und entwenden aus sicher sehr heroischen Gründen einen wichtigen Generator, der in den falschen Händen Grausames anrichten kann. Prompt werden sie vom überlebenden Laborpersonal als Monster und Kumpanen der Foots identifiziert. Und wen kann man in solch einem Fall besser gebrauchen als den dunklen Rächer?

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    Was klingt wie ein wahr gewordener Traum der Kinder der 80er und 90er, ist auch tatsächlich und erstaunlich unterhaltsam. Wir finden hier zwar kein spritziges Sammelsurium an Kuriositäten wieder, dafür jedoch den kurzweiligen Auftakt einer doch recht düster gezeichneten Geschichte, in der sich Batman und die Turtles im ersten Augenblick alles andere als grün sind. Wer kann es Batman auch verdenken, wirken doch zumindest die Turtles nicht gerade wie die freundlichen Schildkröten aus der Nachbarschaft. Unnötige Zeit wird nicht auf die Vorstellung der einzelnen Charaktere verschwendet, die Kenntnis wird als gegeben vorausgesetzt.

    Dabei harmonieren Batman mit seinem Gotham und die Turtles ausgesprochen gut miteinander, die beiden Welten werden gekonnt zu einer verknüpft, was nicht unpassend oder erzwungen wirkt. Unterstützt wird dieser Eindruck natürlich von den Zeichnungen, die sowohl den Charakter der finster dreinblickenden Fledermaus, als auch die Atmosphäre der Turtles-Comics einzufangen vermögen. Hier mangelt es zwar manchmal an räumlicher Tiefe, die Figuren wirken teilweise überdimensioniert, doch insgesamt ist es ein sehr runder Eindruck, der von der Coloration unterstützt wird.

    Screen_Shot_2015-12-09_at_11.34.24_AM.0Sowohl zwischen den Zeilen, als auch im direkten Dialog zünden die Gags, die einerseits auf der Metaebene stattfinden und andererseits in den Charakteren begründet liegen, die ebenso gut getroffen sind wie die Optik derer. Wenn Donatello einen leicht philosophisch angehauchten Monolog über seine Heimatstadt hält, horcht das Fanherz auf, wenn Michelangelo sein Videospiel in Trümmern sieht, weint es ein bisschen mit und selbst Alfred und das – zugegebenermaßen sehr gewöhnungsbedürftig anmutende – Batmobil bekommen ihre Momente.

    Das Crossover an sich wird durch zwei Kämpfe schön verdeutlicht: Während sich Batman gegen die Foots behaupten muss und dabei einen ersten, ehrfurchtsgebietenden Blick auf Shredder werfen kann, mühen sich andernorts die Turtles mit dem Killer Croc ab. Die Kämpfe an sich sind nett anzusehen, gehen jedoch nicht zu sehr ins Detail.

    Wir reden hier nicht von den aktuellen Versionen der jeweiligen Helden, aktuelle Ereignisse stehen hier also außen vor. Der Comic funktioniert als zeitloser Einzeltitel und das ist wohl auch gut so. Die erste Ausgabe bildet den Auftakt zu einer sechsteiligen Serie, die monatlich erscheinen wird und zeigt einen guten Start, der eine gute Reihe verspricht. Ich bin definitiv gespannt darauf, wie die Turtles und Batman tatsächlich miteinander agieren werden.

     

    TurtlesBatman


  10. 23. August 2015 | Veröffentlicht unter Comics, Comicvorstellungen.

    Ms. Marvel #2: „Generation Fragezeichen“

    Von

    Genre: Superhelden
    Autoren:
    G. Willow Wilson
    Illustrator:
    Jake Wyatt, Adrian Alphona
    Erscheinungsform: 
    140 Seiten,  Softcover
    Enthält: Ms. Marvel (2014) 6-11
    Verlag: Panini
    Bestellen


    Inhalt

    Kamala Khan aka Ms.Marvel hat sich kaum in die neue, zweite Identität eingekuschelt, da schlittert sie prompt tiefer in die Machenschaften des schurkischen Inventors hinein. Dieser hetzt boshafte, animaleske Roboter auf sie, bangend um seine Existenz und vor allem seines Vorhabens. Dieses ist, wie es sich für einen Schurken geziemt, gar teuflisch: Junge Menschen verkabelt er, sie als Energielieferanten nutzend und seine ganz eigene Idee der verrohten Jugend zu realisieren.

    Mit Hilfe eines uns allen wohlbekannten Recken springt nun Ms. Marvel herbei, um die Teenager zu befreien. Was dann geschieht, ist unglaublich. [/clickbait]

    Kritik

    Ohne Umschweife heftet man sich als Leser wieder an Kamalas heldenhafte Fersen. Man merkt, dass das Heldinnenkostüm kein Fremdkörper mehr für sie ist, obwohl sie noch immer in den Anfängen ihrer geheimen Identität steckt. In diesem Band lernt sie, was genau sie ist, knüpft wichtige Kontakte und erfährt durch diese mehr über ihr Sein. Auf dieser Entwicklung liegt jedoch nicht der Fokus.

    Rasantes Roboterknüppeln steht vielmehr im Vordergrund ebenso wie das Zusammenspiel mit zwei neuen Verbündeten: Dem teleportierenden Riesenhund Lockjaw und Wolverine. Letzteren konfrontiert sie sogleich mit einer selbstgeschriebenen FanFic, in dem er eine der beiden Hauptrollen spielt. Klassisches Fangirling kollidiert auf sehr charmanter Art mit den Aufgaben einer Superheldin.

    Diesen Spagat zwischen Heroismus und Humor findet sich auch in den Zeichnungen wieder: Wie auch im Vorgänger sind es vor allem die Hintergründe, die für Schmunzler sorgen, kleine Details bringen Leben hinein und erschaffen mit dem Kontrast zum Vordergrund eine interessante Tiefe. Der Vordergrund – etwa der gerade sprechende Wolverine – ist scharf gezeichnet, während die im Hintergrund stehende und ihm lauschende Ms. Marvel fast schon karikiert wirkt. Es scheint sich alles nicht allzu ernst zu nehmen, was zu großen Teilen auch auf Figuren und Story zutrifft.

    Während die Figuren plausibel bis unterhaltsam sind und auch in Sachen optischer Diversität glänzen, schlägt die Geschichte etwas ernstere Töne an, ohne dabei die positive Stimmung zu verlassen, die der Comic hinterlässt. Es dreht sich um eine faule, unnütze Generation, die in der ohnehin bereits überbevölkerten Erdbevölkerung nur Schaden verursacht. Laut Erzschurke Inventor kann die Jugend jedoch eines tun, um doch noch positiv zum Weltgeschehen beizutragen: Sich oder vielmehr die durch ihre Körperwärme produzierte Energie dem Allgemeinwohl zur Verfügung stellen. Leichte Ansätze von Gehirnwäsche, durchaus, aber auch ein Funke von Kritik nicht nur an der „Generation Why“.

    Wie der erste Sammelband ist auch dieser wieder sehr unterhaltsam und kurzweilig, Ms. Marvel ist zu einer meiner Lieblingshelden avanciert, da sie herrlich natürlich und gleichzeitig heroisch ist. Hier würde ich nur leichte Abstriche in Sachen Geschichte vornehmen, da mir der Inventor noch nicht als der perfekte Gegenspieler erscheint. Roboter sind nicht ganz so meins, ebenso wenig der angedeutete Generationenkonflikt, der jedoch nun abgeschlossen zu sein scheint. Andererseits bietet die Interaktion vor allem mit Wolverine einige sehr amüsante Momente!

    Es ist definitiv eine gelungene Weiterführung der ersten Issues, die an allgemeiner Qualität nichts eingebüßt haben.


  11. 26. Juli 2015 | Veröffentlicht unter Filme, Filmvorstellungen.

    Ant-Man

    Von

    Genre: Sci-Fi, Action
    Regisseur: Peyton Reed
    Darsteller:
     Paul Rudd, Evangeline Lilly, Michael Douglas 
    Erscheinungsjahr:
    2015
    Spieldauer:
    115 Minuten
    Originalton: Englisch
    Trailer | Ant-Man vorbestellen


    Handlung

    Als der intelligente Einbrecher Scott aus dem Gefängnis entlassen wird, hat er vor allen Dingen eines im Sinn: Fortan rechtschaffen leben, um nicht nur ein normales Leben führen, sondern auch seiner kleinen Tochter ein gutes Vorbild sein zu können. Dass er wenige Tage später doch noch von seinem Freund dazu überredet wird, den Safe des vermögenden Hank Pym zu knacken, steht er dort nicht etwa vor einem Sack voller Geld und Juwelen, sondern vor einem ominösen Anzug. Kaum probeweise angezogen und sich im Spiegel bewundert, entfaltet sich das wahre Potential des Anzuges: Scott schrumpft auf possierliche Ameisengröße und entwickelt eine in Relation zur neuen Körpermasse unwahrscheinliche Kräfte.

    Während Scotts Odyssee durch die plötzlich viel zu große Stadt lacht sich Anzugbesitzer Hank Pym ins Fäustchen: Die Einbruchsmöglichkeit in sein Haus war von seiner Seite aus initiiert, ein krudes Rekrutierungsmanöver. Denn Scotts Diebes-Fähigkeiten werden von ihm dringend benötigt, um die Pläne der garstigen Organisation Hydra zu vereiteln, die eine zweite Version des Verkleinerungsanzuges für ihre Zwecke beanspruchen will und bereits krude Pläne damit schmiedet. Scott hat nur noch wenig Zeit, von einem semi-ordinären Kriminellen zum Superhelden Ant-Man zu werden.

    Meine Meinung

    Ant-Man ist nun längst nicht der bekannteste oder gar beliebteste Superheld, dennoch ist er bekanntermaßen einer der Gründungsmitglieder der Avengers und hat zumindest im Comickosmos eine kleine Bedeutung. Die ist in den Marvel Verfilmungen bislang leider untergegangen, daher freut es mich sehr, dass ihm nun die Aufmerksamkeit zuteil wird, die er verdient! Natürlich fragt man sich nach den letzten Marvelfilmen: Was kann ausgerechnet der kleine Ant-Man bieten, was nicht zuvor bereits zehnfach durch die Actionmaschinerie gejagt worden ist und man nicht von Iron Man, Captain America und Co. nicht schon imposante kennt? Kann ein neu eingeführter Superheld da überhaupt noch die Krone aufsetzen? Die Antwort ist simpel: Nein, kann er nicht. Nicht, wenn es ihm nach Größerem strebt.

    Und so ist der Ameisenmann auch deutlich geerdeter. In bester Spiderman-Manier muss er sich nicht nur vom Otto Normalbürger hocharbeiten und lernen, die neuen Fähigkeiten zu zähmen und letztlich zu meistern, sondern er agiert auch in deutlich minimalistischerer Szenerie. Haupthandlungsorte sind zum einen das Labor mit dem obligatorischen Bösewicht und der anziehenden Vernichtungswaffe, zum anderen aber auch und vor allen Dingen das bodenständige Häuschen des früheren „Ant-Man 1“ Hank Pym, der nun aufgrund seines voran geschrittenen Alters den Ameisenanzug  erst an den Nagel, und nun an Scotts Schultern gehängt hat. Nicht einmal steht die unmittelbare Vernichtung der Menschheit durch fiese Aliens in unmittelbarer Aussicht, sondern zunächst „nur“ das Besitzrecht des gelben Minianzuges an Hydra.

    Die Welt um Scott erscheint kleiner und das nicht nur aufgrund des Umstandes, dass er auf Augenhöhe mit dem liebenswerten Krabbelvieh ist. Dieses ist wunderbar in Szene gesetzt, sowohl optisch, als auch auf narrative Weise. Die Interaktionen mit den Ameisen wirkt erstaunlich plausibel, deuten militärisch anmutende Strukturen an und fokussieren auch auf einzelne Individuen ihrer Art, die auf ihre Weise irgendwie sympathisch wirken, ohne dass sie romantisch verklärt vermenschlicht werden.

    Während die Ameisen sicher eine solide Basis für die Darstellung des Ant-Man bilden, schaffen es auch die humanoiden Charaktere, zu überzeugen. Sieht man von dem schablonenartigen Bösewicht ab, haben die anderen Personen in Scotts Umfeld Substanz. Da ist der neue Freund von Scotts Exfrau, der zunächst wie der Stereotyp des „Arschloch-Neuen-Freundes“ wirkt und wider Erwarten doch ein ganz cooler Typ ist. Oder der Minikriminelle Luis, der zwar ein Sidekick ist, aber nicht etwa durch andernorts bereits durchgekaute Albernheiten auffällt, sondern vielmehr durch witzige Einfälle glänzt und so ganz nebenbei auch den Humor des Filmes unterstreicht und in Form von Scotts ironischer Art ihren Höhepunkt findet. Ich mag es sehr, dass er von sich aus bestimmte, kitschige Momente entschärft.

    Ant-Man ist nämlich vor allem eines: Ein sehr kurzweiliger, fast komödiantischer Film, der zwar Action bietet, sich jedoch nicht darauf ausruht. Hier möchte ich den Bogen zurück zur Frage schlagen, ob Ant-Man die bisherigen Marvelfilme toppen kann. Die Explosionen werden nicht größer, können es gar nicht werden und das ist den Machern vollends bewusst. Seine Sternstunden hat der Film in den geschrumpften Kämpfen. Etwa, wenn Scott durch Miniaturmodelle rennt,um Schüssen zu entfliehen  oder im Endkampf, bei dem eine Spielzeugbahn zweckentfremdet wird. Der Kontrast zur fulminanten, lauten Action innerhalb Ant-Mans Perspektive und der immer wieder eingeblendeten  Sicht der Außenwelt auf das Geschehen ist großartig!

    Ebenso großartig wie die gesponnene Marvelwelt, die sich von Film zu Film immer weiter entfaltet und verdichtet. Die Figuren nehmen Bezug zueinander, spielen auf vergangene Ereignisse an, die in anderen Filmen passierten und verknüpfen all das zu einem Kinoerlebnis, das in dieser Form zur Zeit wohl nur Marvel bieten kann. Und es funktioniert! Verdichtet wird all dies durch die – bitte im Kino sitzen bleiben – after credit-scenes, die wieder einmal auf weitere Ereignisse hoffen lassen. Übrigens: Das Gesicht von „The Wasp“, die im Film einen Gastauftritt hat, wird nie gezeigt. Das lässt mich hoffen, dass sie doch noch.. ach ich will da nicht zu viel verraten.

    Fazit

    Als kurzweilig und erschreckend innovativ würde ich ihn beschreiben. Zwar bleibt das Storykonstrukt sehr marvelesk, der Antagonist schablonenhaft, doch die Art, wie die „kleine Welt“ visualisiert und die Action minimalisiert wird, gefällt mir sehr. Man ist keinen konträren Weg gegangen, doch hat einen guten Weg gefunden, der neben den ausgetretenen Pfaden entlang läuft und genug Abwechslung bietet. Ich möchte sogar so weit gehen, dass ich sagen würde, dass „Ant-Man“ neben „The Avengers“ die bislang beste Marvelverfilmung ist. Aber ich mag auch Ameisen. Ungelogen. Ich glaube, ich werde mir eine Anthony-Plüschfigur basteln. Natürlich in Originalgröße, damit mein Basteldilettantismus nicht groß auffällt.

     


  12. 26. Juni 2015 | Veröffentlicht unter Comicdiskussionen, Comics.

    Praktische Redesigns von Superheldinnen

    Von

    (edit: Ursprünglich wollte ich nur die Bilder teilen. Es ist dann leider ein wenig „ausgeufert“.)

    Der laut eigener Aussage in Wikingergefilde hausende Illustrator Ingvard the Terrible liebt Comics. Zumindest das meiste an ihnen, denn insbesondere an den Kostüme weiblicher Superhelden hat er doch einiges auszusetzen: Sie seien unpraktisch und überdies unfassbar sexistisch. Grund genug, einigen seiner Lieblingshelden ein Umstyling zu verpassen. Die Ergebnisse seht ihr nicht nur in Auszügen hier am Ende  dieses Beitrages, sondern natürlich auch in Gänze in seinem  Tumblr oder seiner Facebookseite. Den konkreten Kommentaren zu den einzelnen Bildern vorangegangen ist ein kleines, allgemeines Statement:

    I love comics and superheroes as much as the next nerd, but the women’s costumes—sweet mother of Moses!—the COSTUMES. At the very least, highly impractical. And at worst, incredibly sexist. I mean, EXTREMELY so. Honestly, I don’t know why women haven’t been a lot more angry and vocal about this kind of thing over the years. Like “Ferguson riot” angry. Don’t get me wrong, I believe that expressing one’s sexuality is a natural, healthy thing, and certainly not something to be censured or shamed, but holly hammer of Thor, there’s a time and a place for everything!

    That being said, I just had to take a shot at addressing the most obvious problems. Now, I am not by any means an experienced or accomplished character designer. I am not suggesting these costume re-designs are ideal, or even very good. My main goal was to at least TRY to approach the subject of female superheroes with the degree of logic, equality, and respect they—and their readers—deserve.“

    Zunächst muss ich anmerken, dass ich solche Ummodellierungen an sich sehr spannend finde. Gerade dann, wenn der Künstler, wie hier in diesem Fall geschehen, seine Gedanken und Gründe für diese oder jene Änderung nochmal erläutert. Zu dieser besonderen Problematik – Superheldinnen in sexy Outfits – jedoch  mangelt es mir an Verständnis. In einem anderen Beitrag hatte ich die Sexualisierung von Figuren bereits angesprochen und auch kurz angerissen, dass ich finde, dass der Begriff „Sexismus“ zu inflationär und unpassend benutzt wird. Superheldinnen werden meines Erachtens nach durch ihre Outfits bzw. ihr Geschlecht nicht diskriminiert (=Sexismus), sondern sexualisiert. Ihr Geschlecht ist dabei in der Erzählweise eher seltener ein die Person vermindernder, abwertender Faktor. Und ja, es nervt mich tatsächlich langsam dezent, dass beides oft gleichgesetzt wird. Zwischen diesen beiden Begrifflichkeiten und Problematiken herrschen feine, auch mEn. ethische Unterschiede.

    Ich persönlich mag die Vielfalt der Superheldinnenkostüme: Es gibt definitiv mehr nackte Haut zu sehen als beim männlichen Helden, doch die Verkleidungen einzig auf ihre „Sexyness“ zu reduzieren, finde ich schade. In meinen Augen sieht es schlichtweg ansprechend aus, zumindest jedoch auf unterhaltsame Weise übertrieben (s. Power Girl und ihr Boob-Window). Durch die Kostüme ist ein Wiedererkennungswert gegeben, der beim männlichen, populären Helden oft vereinfacht ist. Superman, Batman, Aquaman, Flash: Sie tragen, auf’s Wesentliche reduziert, Ganzkörperkondome mit Accessoires. Frauen jedoch, hey, sie können immerhin zwischen Miniröcken, tiefen Ausschnitten, Strapsen, Netzstrumpfhosen und Ganzkörperkondomen wählen! Und das meine ich durchaus ernst. Der Superheld an sich ist im Mittel eine sehr auf das Körperliche fokussierte Figur mit einer Kleidung, die eben jene gekonnt unterstreicht und akzentuiert. Bei Frauen, wie auch Männern.

     

    Davon ab geht der Trend, wie man nicht nur an Ms. Marvel oder auch Spider-Woman sieht, ohnehin in Richtung Alltagsrealismus. Die Kleidung wird normaler, der Identifikationsfaktor höher. Eine Entwicklung, der ich anfangs skeptisch gegenüber stand, mit der ich mich jedoch langsam angefreundet habe. Vor allem dort, wo sie das Individuelle des Helden unterstreichen und nicht in realistische Langeweile abdriften. Spider-Woman sieht schließlich noch immer ziemlich heiß aus!

    Die Bilder Ingvard the Terribles möchte ich durch diese Aussagen nicht schmälern, wie gesagt finde ich seine Interpretation interessant und durchaus plausibel, nur für mich nicht bedingungslos annehmbar. Was sagt ihr denn dazu? Lieber die überarbeitete, oder die originale Version?
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  13. 11. Juni 2015 | Veröffentlicht unter Comics, Comicvorstellungen.

    The unbeatable Squirrel Girl!

    Von

    Genre: Superhelden
    Autoren:
     Ryan North
    Illustratoren:
    Erica Henderson
    Erscheinungsform: 
    112 Seiten,  Softcover
    Enthält: The Unbeatable Squirrel Girl 1-5
    Verlag: Marvel
    Für 14,00 vorbestellen


    Inhalt

    Doreen Green ist eigentlich ein ganz normales Mädchen. Ein  bisschen Tomboy, ein bisschen zu größenwahnsinnig, ein wenig tierverliebt und einen großen Hintern hat sie auch. Das hat auch seinen Grund, denn irgendwo muss man seinen Eichhörnchenschweif ja auch verstecken! Doreen ist nämlich Squirrel Girl, proportional ausgestattet mit der Stärke und Schnelligkeit eines Eichhorns. Gemeinsam mit ihrem Sidekick Tippy sagt sie Superschurken wie dem garstigen Jäger Kraven, der in seiner Leoleggins ein wenig aussieht wie ein verunglückter Zirkusdompteur, den Kampf an. Mit geballter Eichhornkraft, versteht sich, denn die sollte man auf keinen Fall unterschätzen!

    Photo-Jan-11-5-56-50-PM-1024x437Neulich, im Comiclager, stieß ich auf die wunderbare Comicwelt des Squirrel Girls und nahm sofort einen kleinen Stapel dessen mit. Dabei kannte ich sie zuvor kaum, war lediglich auf die vier Variantcovers der ersten Issues und auf ein putziges Cosplayvideo aufmerksam geworden, die allesamt Lust auf mehr gemacht hatten. Nicht, dass Squirrel Girl ein neuer Charakter wäre, tatsächlich existiert sie schon seit 1992, hat bereits Wolverine gehörig den Hintern versohlt (s. New Avengers Vol. 2 #15) und sich ihren Zusatz „Unbeatable“ redlich verdient.

    Nun hat sie Anfang dieses Jahres eine eigene Serie bekommen und unter Erica Hendersons Zeichenfeder auch einen neuen Look. Nicht sexy sollte es sein, sondern so, wie sich die Künstlerin ein Eichhornmädchen vorstellt: Knuffig, robuster als die 08/15 zierliche Superheldin und aufgeweckt, was sich sehr gut in ihrer Mimik widerspiegelt. Insgesamt ist der Stil sehr comiclastig und bunt, dynamisch nicht nur innerhalb der Action, sondern auch in ruhigeren Abschnitten. Es ist keine düstere Dystopie und kein melancholischer Batman, sondern kurzweiliger Spaß.

    qci5g6m7k6xacdp7derxUnd ja, es macht verdammt viel Spaß! Die Seiten sind voller Witz in Wort und Bild, die Charaktere mannigfaltig statt inspirationslose Abziehbildchen anderer Helden und die Methoden Squirrel Girls ausgefallen und dadurch spannend zu lesen. Auch die Art, wie sie sich ihren Widersachern nähert: Tipps zur Bekämpfung findet sie in Deadpool’s Guide to Super Villains, in dem die  Schurken charakterisiert und deren Stärken und Schwächen aufgezeigt werden. Unter den Superheldenkarten findet man übrigens zu 99% Karten von Deadpool selbst, wie er sich im Spiegel grinsend thumbs up gibt. Überhaupt gibt es einige Referenzen zu anderen Comics und Superhelden und wenn Tippy in einem „Anzug“ bestehend aus der Maske und dem Handschuh Iron Mans ins Weltall fliegt, hat es etwas unfassbar Possierliches!

    .

    Die Dynamik zwischen den Eichhörnchen, Doreen und den Nebencharakteren hat es mir absolut angetan und vor allem Doreens Wesen ist etwas, das ich herausragend finde. Ich mag auf liebenswerte Art größenwahnsinnige Charaktere sehr. Wobei, wieso eigentlich größenwahnsinnig? Sie ist nunmal unschlagbar! Akzentuiert wird diese fiktive Persönlichkeit noch durch die Leserbriefe und vor allem die Antworten seitens Ryans und Ericas, die am Ende der Heftchen zu finden sind. Eines noch, bevor ich zum völlig überraschenden Fazit komme: Hier ist die englische Version wirklich die einzig richtige Wahl. Es gibt einfach zu viele Wortspiele, die in der Übersetzung verloren gingen.

    Fazit

    The unbeatable Squirrel Girl hat für mich etwas Außergewöhnliches. Die Heldin, die Geschichte, der Humor sticht unter den vielen anderen Comicserien deutlich hervor. Vielleicht wirken Eichhörnchen nicht, als könnten sie Grundlage eines Superhelden sein – aber hier wird deutlich gezeigt, dass sie sehr wohl super sein können.


  14. 21. April 2015 | Veröffentlicht unter Comics, Comicvorstellungen.

    Kamala Khan ist die neue „Ms. Marvel“ – Bd. 1

    Von

    Genre: „Superhelden“
    Autor:
     G. Willow Wilson
    Illustrator:
    Adrian Alphona
    Erscheinungsform: 
    124 Seiten,  Softcover, Band 1 von ?
    Enthält: Ms. Marvel (2014) 1-5
    VerlagPanini Comics 
    Amazonlink Leseprobe


    Bis 2012 war sie Ms. Marvel: Carol Danvers, ein blondes, optisches All-American Girl. Dann, nach Mar-Vells a.k.a. Captain Marvels Tod übernahm sie dessen Superheldenidentität und der Name „Ms. Marvel“ schien Geschichte.

    Doch nicht für lange. Bereits Ende 2013 wurde bekannt, dass im Zuge des allgemeinen Umbruchs jemand Neues Ms. Marvels Nachfolge antreten würde. Die Wahl war ungewöhnlich und wurde kontrovers aufgenommen, passt jedoch hervorragend in die momentan herrschende Suche nach mehr Diversität: Kamala Khan, sechzehnjährige Tochter einer pakistanischen Einwandererfamilie. Ms. Marvel ist fortan eine Muslima mit eigener Heftreihe, die zum jetzigen Zeitpunkt bereits 15 amerikanische Ausgaben umfasst. Die ersten 5 Ausgaben hat Panini Comics nun in deutscher Übersetzung herausgegeben.

    Handlung

    Kamala wächst als Teenager zwischen den Welten auf: Als muslimische Amerikanerin steht sie zwischen zwei Stühlen, scheint zu keiner hundertprozentig zu gehören. Für ihre Familie ist sie nicht konservativ genug, während sie von ihren Mitschüler nicht selten mit Klischees beworfen wird, was in Teilen auch auf ihre geekigen Hobbies zurückzuführen ist. So schreibt sie Fan Fictions, spielt Rollenspiele und ist Fan der – in ihrer Welt schließlich auch real existierenden – Superhelden. Ihre Lieblingsheldin ist Captain Marvel. Und in genau die scheint sie sich während einer schiefgelaufenen Partynacht zu verwandeln.

    Dem zugrunde liegt das – bei Ms. Marvel nicht näher erläuterte –  Crossover „Infinity„. In dieser Heftreihe zündet Black Bolt eine Bombe, welche überall auf der Welt den Terrigen-Nebel freisetzt. Menschen, welche das Inhuman-Gen in sich tragen, bekommen durch den Kontakt mit dem Nebel Superkräfte. Von alldem weiß Kamala natürlich nichts und muss fortan, ähnlich wie einst Spiderman,  alleine zusehen, wie sie mit den neu erworbenen Kräften umzugehen hat. Und das ist im normalen Teenager-Alltag alles andere als einfach.

    Kritik

    ms marvelDie Aufmerksamkeit, die die neue Ms. Marvel bereits vor Veröffentlichung der ersten Ausgabe erfahren hat, kommt natürlich nicht von ungefähr. Zwar ist sie nicht die erste muslimische Superheldin (man beachte etwa Dust von den X-Men), doch die erste, die als Titelheldin fungieren darf. Wer hier nun einen klischeebeladenen,  harsch demonstrierenden Krampf erwartet, wird hier allerdings nicht fündig werden. Die Religion soll nur eine Facette Kamalas sein und nicht das, was sie alleine ausmacht. Zwar werden Erwartungen bedient – so werden die gläubigen Eltern strenger dargestellt und etwa die Essensgebote thematisiert – doch wirkt es nicht plakativ, sondern natürlich. Dass die Autorin G. Willow Wilson nicht nur vor einiger Zeit selbst zum Islam konvertiert ist und somit keine Außenstehende mehr ist, sondern auch einige Muslime und diverse Ansichten kennt, merkt man deutlich. Die Religion nimmt eine angenehme Nebenrolle ein und erdrückt den eigentlichen Plot nicht, sondern dient als Unterstützung des Charakters.

    Der steckt in einer Identitätskrise zwischen Freunden, Familie und den Kulturen. Die Verwandlung geschieht auf eigenen Wunsch hin, als sie, im wahrsten Sinne des Wortes benebelt, Captain Marvel, Captain America und Iron Man vor sich sieht. Kamala beteuert, Captain Marvel sein zu wollen. Beliebt, hübsch, das Böse bekämpfend. Angekommen in ihrer Welt. Der Wunsch wird prompt erfüllt, die drei nebulösen Gestalten verschwinden zurück im Nebel und lassen Kamala in Captain Marvels Gestalt inklusive Superkräften zurück. Aber ist das alles? Ist sie nur dann „super“, wenn sie eine lange blonde Mähne hat, die im Wind wehen kann und lange Beine, an denen sich sexy Overknees schmiegen? Ist es so erstrebenswert, tatsächlich jemand anderes zu sein und dafür seine eigene Identität zu verleugnen? Das zum Glück nicht, denn das wäre definitiv ein Schritt in die falsche Richtung. Sie ist zur Verwandlungskünstlerin geworden, kann Gliedmaßen, Körpergröße, die ganze Gestalt verändern. Die Captain Marvels ist lediglich temporär, auch wenn es sie zugegebenermaßen zunächst sehr reizt, in Gestalt des Vorbildes zu agieren. Dass sie letztlich sich selbst treu bleibt, ist obligatorisch.

    kamala khan unicornMit diesen Fähigkeiten weiß sie zunächst natürlich wenig anzufangen und hat in den ersten Ausgaben viel damit zu tun, zu trainieren. Wenn man die dilettantischen Versuche mit ihrem dezent bekifft anmutenden Freund wirklich „Training“ nennen darf. Wofür sie ihre Kräfte einsetzen will, ist jedoch sofort klar, denn das ist schließlich das, was sie nicht nur in ihren Fan Fictions bereits betreibt, sondern auch von ihren Eltern beigebracht bekommen hat: Hilfsbereitschaft, selbst wenn es heißt, sich selber zu gefährden, die Schwachen zu schützen und an das Allgemeinwohl zu denken. Wenn nicht jetzt, wann dann?

    In den ersten Einzelausgaben sind es kleine Rettungsaktionen, die zum Teil sogar schiefgehen. Keine Endbosse, wie man sie von den „Originalen“ gewöhnt ist. Der Fokus liegt noch auf Kamalas Person, ihrem Alltag und ihrer Art, mit der Verwandlung und der neuen Verantwortung umzugehen, dort hineinzuwachsen. In späteren Ausgaben, das hat die Autorin versprochen, wird es auch Interaktionen mit anderen Superhelden geben, die schließlich ebenfalls durch Jersey flattern. Dass aus dem pubertierenden Nerd in nicht allzu ferner Zukunft eine schlagkräftige Ms . Marvel werden wird, davon gehe ich stark aus!

    Fazit

    Die Story ist sehr kurzweilig und führt neben Kamala auch interessante Nebenfiguren ein, über die ich ebenfalls gerne mehr erfahren würde und die über ausgearbeitete Hintergrundgeschichten zu verfügen scheinen. Eine Feel good – Coming of Age – Superhero-Symbiose die echt cool ist, um mal tief in die Anglizismuskiste zu greifen. Sie ist an ein jugendliches Publikum gerichtet, doch ich denke, dass sich auch ältere Semester gut mit der neuen Ms. Marvel anfreunden können. Die Zeichnungen Adrian Alphonas runden das ganze gekonnt ab, bilden eine gute Mischung aus überzeichneten, humorvollen Passagen und rauer Federführung, der es an Dynamik nicht mangelt.

    Fotos: Panini Comics

  15. 8. Januar 2015 | Veröffentlicht unter Comics, rund um Comics.

    ( . )( . ) Die Boob Window Ära geht zu Ende!

    Von

    pgboohooKara Zor-L aka Kara Starr aka Power Girl landet nach einer Explosion zurück auf ihrem Heimatplaneten – und lässt ihre Super-Identität zurück. Schwupps, wird diese auf Tanya Spears übertragen, ihres Zeichens schnöde Bewohnerin des uns so gut bekannten Planeten Erde. Tanya ist eine hyperintelligente Siebzehnjährige. Ganz im Gegensatz zur manchmal dezent grenzdebil wirkenden Kara Starr: „Ich wollte auch ein Heldensymbol haben, wie du, Superman… aber.. mir ist nichts eingefallen.. und somit.. habe ich nun dieses Loch.. hier.. diese Leere direkt über meinem Herzen…“

    Tanya trägt nun also diese bezaubernde Kombination aus Jäckchen und Engchen, die sehr der ähnelt, die sie bereits hier getragen hat. Ich vermisse das Tittenfenster. Ganz im Ernst. Das war doch das, was Power Girl ausgemacht hat! Zumindest ein wenig. Viel wichtiger ist natürlich die Auswertung der Antworten zur Frage, die ich beim letzten Super-Umstyling gestellt hatte: Wer wird die nächste Heldin sein? Ich hatte auf She-Hulk getippt, Momo auf Tony Stark und Stefan auf Cpt. Marvel. Wir sind alle Kackboobs und hätten es besser wissen müssen! Offiziell den Teen Titans beitreten wird die schwachbrüstige neue Power Girl Ende Januar mit Numme #6.

    Falls jetzt noch ein Superheld meint, sich verjüngen und neu ausstatten zu müssen,darf er das gerne ohne mein Wissen tun. Langsam werden die mir doch alle zu jung! Sind wir hier im Superheldenkindergarten? Unverschämtheit! Und jetzt entschuldigt mich, ich muss meinen Gehstock suchen, damit ich die Jungspund-Zeichner verkloppen kann!

    Ausgerechnet das Boob Window! Es hat euch doch nichts getan!

    POWER-GIRL

    Image Credit: DC Comics

     


  16. 9. September 2014 | Veröffentlicht unter Bücher, Buchvorstellungen.

    [Gewinnspiel] „Wild Cards 1: Das Spiel der Spiele“ von u.a. George R.R. Martin

    Von

    Sparte: Superhelden, Fantasy
    Verlag: Penhaligon Verlag
    Autoren:
    Daniel Abraham, George R.R. Martin, Carrie Vaughn u.a.
    Seiten:
    539
    Originalsprache: 
    Englisch
    Direkt beim Verlag bestellen
    Leseprobe

     .

    Inhalt

    Eine alternative Realität: Nach dem zweiten Weltkrieg überrollt ein außerirdischer Virus die Menschheit. Neben dem Tod der meisten Infizierten hat er auch Mutationen zur Folge. Ein geringer Prozentsatz wird zu so genannten Jokern, Menschen, die körperliche Veränderungen erlangen und wieder andere haben „ein Ass gezogen“. Asse haben Superkräfte.

    Seit dem zweiten Weltkrieg ist viel passiert. Während nun im Westen  eine Reality Show a’la „Big Brother meets American Idol“ aufgezogen wird, in der unter den Assen der „American Hero“ gesucht wird, werden im Osten Mordanschläge auf den Kalifen verübt, was Jokerterroristen n die Schuhe geschoben wird.

    Kritik

    Auch wenn sein Name prominenter auf dem Cover erscheint als der Titel – nein, weder ist George R.R. Martin alleiniger Autor, noch handelt es sich hier um seine Biographie. Autoren und Schöpfer sind einige an dieser Serie beteiligt, wobei sich scheinbar jeder für zwei oder drei der Asse und Joker verantwortlich zeigt. Denn genau dort liegen auch die Parallelen zum allseits beliebten Song of Ice and Fire: Es gibt unglaublich viele Personen, einige Perspektivträger und -wechsel. Die machen es zu Beginn recht schwer, in die Handlung einzusteigen, da auch die Handlungsorte gerne wechseln.

    georgemartinHat man sich jedoch erst an die Welt und die verschiedenen Schreibstile gewöhnt, präsentiert sich eine spannende Geschichte, die man nur ungerne weglegen möchte. Man merkt, dass verschiedene, kreative Köpfe ihre Finger im Spiel haben und sich über die Verknüpfungen austauschen, wobei, wie nicht aufgeschnappt habe, tatsächlich Martin die Hauptfäden zieht.

    Vermutlich ist „American Hero“ die einzige Castingshow, die ich mit Spannung verfolgt habe und noch weiter werde. Die Verknüpfungen zwischen den verschiedenen Assen, der Zwist, die Intrigen und natürlich ihre Fähigkeiten machen bis hierher erstaunlich viel Spaß. Es hat Anleihen von den X-men, nur dass mir vielleicht ein wolverinscher Charakter fehlt. Auch wenn das „menschliche Schlagzeug“ teilweise an ihn herankommen könnte. Generell fehlt mir mancherorts der Biss. Das Arschige, Harte, das ein Kinder- von einem Erwachsenenbuch unterscheiden würde.

    Besonders gefällt mir die Idee an sich. Eine Superhelden-Reality Show, ein Konflikt in Ägypten, Asse und Joker… es ist sehr fantasievoll und interessant. Leider hinkt es meiner Ansicht nach bei der Ausführung. Die Beschreibungen bleiben vage, die Charaktere werden nicht ausreichend skizziert, wobei insbesondere die Autorin Carrie Vaughn, die für den Ann-Erzählstrang verantwortlich ist, positiv heraus sticht. Unter ihrer Federführung erhalten die Charaktere mehr Profil, die Schauplätze sind plastischer. Wenn nur der Charakter Ann nicht so nervig-dümmlich daherkommen würde.

    Insgesamt bin ich unglaublich gespannt, wie es weitergehen wird und wie die unterschiedlichen Autoren auch in Zukunft ihre losen Erzählsträhnen zu einem einzigen Zopf zusammenflechten werden. Mancher Schreibstil ist für mich zu platt, doch gleicht die Storyline an sich es wieder aus.

    Das Gewinnspiel

    wildcards2Einer von euch hat nun die Möglichkeit, einen Band der Wild Cards zu gewinnen. Dafür müsst ihr nur hier, auf Facebook, G+ oder Twitter als Antwort auf diesen Blogbeitrag schreiben, welche Superheldenfähigkeit ihr gerne hättet und ob ihr dann auch bei einem Reality Format wie „American Hero“ mitmachen würdet. Zeit habt ihr bis Donnerstag, 23:59, damit ich das Buch noch vor meinem Urlaub rausschicken kann.

     

    Sonstiges

    Die beiden Bücher wurden mir kostenlos zur Verfügung gestellt, die Bewertung des Buches erfolgte jedoch ganz klar nur nach meiner eigenen Meinung.

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  17. 7. September 2014 | Veröffentlicht unter Filme, Filmvorstellungen.

    Guardians of the Galaxy

    Von

    Wie man sich unbeliebt macht#1: Man erzählt, dass man Guardians of the Galaxy nicht ganz soo knusprig fand.

    Genre: Science-Fiction, Action, Comicverfilmung
    Regisseur: James Gunn
    Darsteller: Chris Pratt, Zoë Saldaña, Dave Bautista
    Erscheinungsjahr: 2014
    Spieldauer:
    121 Minuten
    Originalton: Englisch
    Vorbestellen


    Inhalt

    Ende der 80er verliert ein Junge seine Mutter an Krebs. Mit seinem Walkman und der Awesome Hits-Kassette rennt er schockiert aus dem Krankenhaus und wird prompt von Außerirdischen entführt, die mit ihm im Schlepptau in die Galaxie düsen. Dieser Junge heißt Peter Quill. Und er wird 26 Jahre später ein Guardian of the Galaxy sein.

    Der Weg dorthin ist steinig und beginnt mit einer Metallkugel – dem Orb-  die Peter, mittlerweile unter seinem einstigen Entführer und nun Ziehvater Yondu Udonta zum Schmuggler herangereift, beschaffen soll. Doch ist nicht er alleine hinter dieser unscheinbare Kugel her: Auch Ronan, seines Zeichens fanatischer Anhänger der Weltenzerstörungstheorie (Rache wird am besten kalt auf dem zerstörten Planeten serviert) möchte dieses Kleinod in seine blaugeäderten Fänge bekommen. Eigentlich, um damit Thanos zu bezahlen, der für Ronan einen Planeten zu zerstören – bis sich später herausstellt, dass der Orb wesentlich mehr kann, als lediglich als Zahlungsmittel zu dienen.

    Ein heißer Kampf um den Orb entbrennt, in dessen Zuge sich ein hyperintelligenter Waschbär, ein wenig sprachseeliges Baumwesen, ein Haudrauf und eine Assassinin Peter anschließen. Mit Widerworten zunächst, versteht sich, denn eigentlich war zu Beginn fast ein jeder der Truppe erpicht darauf, Peter aufgrund eines Kopfgeldes zu jagen oder ihm schlicht den Orb zu entluchsen. Werden sie es schaffen? Werden sie sich zusammenraufen und gemeinsam die Galaxie retten?

    Kritik

    Die ersten Szenen machen Lust auf mehr: Peter vermag es, Tränen zu forcieren. Zunächst, als er als Junge seine Mutter verliert und in der nächsten Szene, als er, zur Musik der 80er tanzend, kleine Reptilienwesen als Mikrofone missbraucht und eine gewisse, charmante Arschlochattitüde an den Tag legt. Leider versprach mir der Einstieg zu viel.

    Gespickt mit auf mich teils angestrengt wirkenden, teils wirklich großartigen One-linern und angereichert durch Charaktere, die vermutlich in verschiedene Töpfe mit Graustufen geplumpst sind, präsentiert sich ein Film, der zwar gutes Popcornkino ist, jedoch sowohl an Story, als auch durchgehender Spannung und Witz verliert. Die Action ist nicht rasant genug, um über die flachen Antagonisten hinwegzutäuschen, die Optik nicht brillant genug, um vergessen zu lassen, dass die Assassinin Gamora so plausibel wirkt wie ein tanzendes Toastbrot und das Baumwesen Groot ist nicht… doch. Es ist in der Tat grandios genug, um mich vergessen zu lassen, dass mir Peter vorkommt wie eine schlechte Han Solo-Kopie.

    Groot und der Hamster – Verzeihung, der Waschbär (übrigens jemand, der sich mit Peter um den Titel „Han Solo des neuen Filmjahrtausends“ streitet) Rocket sind zwei wirklich wunderbare Charaktere. Nicht nur von fantastischer CGI, sondern auch absolut liebenswürdig und hauptverantwortlich für den Großteil der wirklich witzigen Szenen und Zitate. Groot ist – trotz seiner Eigenheit, lediglich einen einzigen Satz „I am Groot.“ sprechen zu können – die Person, die mich am meisten berührt hat. Jeder Satz ist anders betont, von einer Mimik getragen, die wirklich ein bisschen mein Herz berührt hat. Groot freut sich, hasst, und liebt wirklich mit jeder Holzfaser seines Körpers. Großartig! Ähnliches gilt für Rocket.

    Dagegen wirkt nicht nur Peter blass, sondern insbesondere die grünhäutige Gamora, die ihr Dasein bislang als herangezüchtete Auftragskillerin fristete und plötzlich, pünktlich zu Beginn des Filmes auf die Idee kommt, nun endlich den Schritt in Richtung Abnabelung von Thanos zu wagen. Ihre Charakterentwicklung ist fast so schnell wie ihre Fäuste und gipfelt, wie soll es anders sein, in einem Catfight sowie in einem… Spoiler, den ich hier nicht nennen möchte. Peter tritt übrigens in die Fußstapfen von u.a. Iron Man. Ein Held ist vermutlich nur der, der bereit ist, sich zu opfern.

    Nein, der Film ist nicht schlecht. Über die Tatsache, dass er keine Story besitzt, die über ein „Bösewicht XY will die Welt vernichten, indem er Artefakt YZ benutzt! Heldenkameraden, lasst uns dies verhindern!“ hinausgeht, kann ich hinwegsehen. Ein Film muss mich unterhalten. Das hat er getan, nur manchmal etwas zu plump und zäh. Er hat für mich einige sehr schöne Momente. Gerade die Gefängnisszene finde ich genial, ebenso das Zusammenspiel der verschiedenen Figuren. Aber es fehlen für mich ein paar Funken. Einer, der mich träumen lässt. Einer, der mich endgültig mitreisst. Einer, der mein Herz langfristig berührt und einer, der mich wünschen lässt, dass der Film niemals enden möge.

    Zuletzt noch eine kleine Anmerkung zur Musik: Ich bin ein großer Fan von der Musik der 80er. Ehrlich. Zumindest wenn es um Rock generell und um 80er Jahre „Trash“ geht. Daher hatte ich gehofft, dass Peters Kassette, die einige Male als musikalische Untermalung dient, meine Füße wippen lässt. Tut sie jedoch nicht. Die Musik lässt mich kalt. Hat man einfach versäumt, „bekanntere“ Musikstücke zu finden, die an die Emotionen und Erinnerungen appellieren können? Oder schrammt sie einfach nur knapp an „meiner“ Musik vorbei? Meiner Meinung nach wurde gerade dort enorm viel Potential verschenkt!

    Insgesamt ist Guardians of the Galaxy ein wirklich netter und größtenteils unterhaltsamer Film, von dem ich mir jedoch aufgrund der Kritikerlorbeeren wesentlich mehr versprochen hatte. Ob es sich lohnt, ihn sich im Kino anzusehen? Definitiv! Der Schlusssatz gebührt nun auch der Optik des Films: Es war der visuell schönste bzw. best gemachteste Film, den ich je gesehen habe.


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  18. 28. August 2014 | Veröffentlicht unter Filme, Trailer.

    Vormerken: „Birdman or (The Unexpected Virtue of Ignorance)“

    Von

    Die 71. Filmfestspiele in Venedig sind gestartet. Sie wurden von einem Film eröffnet, den ich persönlich rein von den wenigen Infos, die ich bislang bekommen habe, als sehr interessant erachte: Birdman. (Schlaubi-Leser haben dies natürlich bereits am Artikeltitel erkannt.) Während sich die Kritiker des Lobes derzeit überschlagen, bleiben mir wie euch nur Trailer und schnöde Inhaltsangabe. Und darum geht’s:

    Thomson, gespielt von Michael „Batman“ Keaton, war in den 90ern ein Held. Zumindest im Kino. Geglänzt hat er vornehmlich in der Rolle des Superhelden „Birdman“. Doch dies ist längst Vergangenheit, mittlerweile ersetzen Gesichtsfalten die schnieke Heroenmaske. Und so versucht sich Thomson als Regisseur und Schauspieler eines Broadway-Stückes. Umgeben von Charakteren verschiedenster psychotischer Charakteristik, scheint das ganze für ihn mehr zu einem Selbstfindungs- oder Schizotrip zu werden, als dass es für ihn zu einer anerkannten Premiere auf dem Broadway führen würde

    Der Trailer ist, wie gesagt, nur ein Trailer, der Vergleich mit „Black Swan“ drängt sich auf, scheint allerdings zugleich nicht den Kern zu treffen. Ich zumindest bin gespannt und setze „Birdman“ instant auf meine „must see“-Liste! Weitere Darsteller: Unter anderem Naomi Watts und Edwart Norton. Der deutsche Filmstart: 15. Januar 2015. Zu spät für meinen Geschmack. Buh.


  19. 16. Mai 2014 | Veröffentlicht unter Offtopic, Real Life.

    „Helden für Herzen“

    Von

    Manchmal sind es die kleinen Gesten, die es schaffen, Freude und Hoffnung zu verbreiten. Ein Spidermandouble beim Dreh zu The Amazing Spider-Man 2 etwa, das sich ein paar Minuten Zeit für einen Fan nimmt oder Fensterputzer, die in Gestalt von Comichelden die Fenster eines Kinderkrankenhauses reinigen. Oder gleich eine ganze Stadt, die sich für das „Batkid“ stark macht.

    Für Kevin Specht Inspiration genug, um selber etwas ganz ähnliches auf die Beine zu stellen. Gemeinsam mit seiner rechten Hand Florian Saamen möchte er sich nun für schwer kranke und körperlich, sowie geistig benachteiligte Kinder stark machen. Eltern und Institutionen soll die Möglichkeit gegeben werden, nach Helden (=ehrenamtlich arbeitenden Cosplayern) zu rufen, die die Kinder besuchen und ihnen ein Lächeln auf das Gesicht zaubern. Seine Organisation „Helden für Herzen“ steckt zwar selbst noch in den Kinderschuhen, doch bin ich mir sicher, dass mit etwas mehr Reichweite und Unterstützung aus Kinderschuhen echte Hulktreter werden könnten.

    Momentan werden vor allen Dingen Cosplayer gesucht, die auf ehernamtlicher Basis bereit sind, nicht Geld, sondern Zeit und Herzblut zu spenden, indem sie die Kinder besuchen. Wenn ihr Cosplayer seid (oder welche kennt) und euch vorstellen könnt, dort mitzuwirken oder euch einfach nur informieren möchtet, könnt ihr in der entsprechenden FB-Gruppe vorbeischauen. Gleichzeitig wird es demnächst auch die Möglichkeit geben, zu spenden, wobei diese Spenden ausschließlich für Fahrtkosten der Helden verwendet oder bei etwaigem Überschuss an Kinderhilfsorganisationen weitergespendet werden.

    Spread the word!

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  20. 3. November 2013 | Veröffentlicht unter Filme, Filmvorstellungen.

    Thor: The Dark World

    Von


    Genre: Action, Superheldenverfilmung
    Regisseur:
    Alan Taylor
    Darsteller
    : Chris Hemsworth, Natalie Portman, Christopher Eccleston
    Produktionsjahr:
    2013
    Spieldauer:
    120 Minuten
    Trailer
    Amazonlink
    Originalsprache: Englisch


    Inhalt

    Direkt auf den thorschen Vorgängerfilm und The Avengers aufbauend, versucht Thor, die Ordnung zwischen den neun Welten wiederherzustellen – doch kaum scheint dies gelungen, greift Malekith, Anführer der einst zurückgeschlagen geglaubten Dunkelelfen, ein. Dieser möchte mit Hilfe des Äthers die Welten in ewige Dunkelheit stürzen. Hat ein Halbgott denn nie seine Ruhe?! (Zum Glück nicht!)