1. 19. Mai 2016 | Veröffentlicht unter Rollenspiel, rund um Rollenspiele.

    Zeigt eure ältesten Heldenbögen!

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    Vor ein paar Monaten habe ich einen alten Rollenspielcharakter wiederbelebt: Meine halbelfische Taugenichtsin Adsiniliya Wüstenschnee. Heldenrecycling, sozusagen. Warum? Weil ich schlichtweg Lust auf diese Figur habe, die mir auch nach all den Jahren – 20 Jahre sind es nun her – noch immer die liebste ist. Natürlich habe ich zu diesem Zweck nach jenem prähistorischen ersten Heldenbogen gesucht… und leider nicht gefunden. Wie so viele Dinge sind auch meine alten Rollenspieldokumente über die Jahre und Umzüge verloren gegangen.

    Das ist so unglaublich schade, erzählen sie doch von unzähligen, aufregenden, lustigen, epischen Abenden mit Freunden! Hinter jeder Kritzelei steckt eine Geschichte, jede Radiergummiorgie wird vom Papier lebenslänglich gebannt und jeder Stufenanstieg kann zumindest teilweise noch hier oder dort nachvollzogen werden. Zumindest sind es Zeugnisse aus einer anderen Zeit! Schade, dass ich sie nicht besser archiviert habe.

    Zrasi

    Erhalten geblieben ist kein einziger aus den Jahren 1995-2010, dafür jedoch immerhin das „Hintergrundheftchen“ meines zweiten RP-Helden Zrasiramasas. Es dürfte aus dem Jahre 2001 stammen, als ich die Figur für die damals neu erschienene vierte Edition adaptiert hatte. Wirklich gebraucht habe ich diesen Hintergrundbogen allerdings nicht, weshalb er trotz der seitdem vergangenen Zeit noch recht jungfräulich aussieht.
    ShivannahaMein ältester noch existenter Heldenbogen wurde auf irgendeiner Feencon vor einigen Jahren für Deadlands erstellt. Vielleicht 2011? An die zugehörige Figur, die Büffellady Shivannah, kann ich mich noch ziemlich gut erinnern. Eine raubeinige Frau, die mit einer alternden Kuh durch den Wilden Westen zog und ihr Geld mit der Fotografie verdiente und mit der Silberbüchse verteidigte.

    ShivannahbGanz dezent erkennt man: Ich kritzel gerne in meinen Unterlagen herum. Ich mag es, wenn es benutzt aussieht, mit „clean“ kann ich hierbei nichts anfangen. Meine Heldenbögen brauchen Charakter! Oder so.

    Zeigt eure Heldenbögen

    So spannend finde ich meine eigenen Heldenbögen natürlich nicht, zumal sie auch nicht so fürchterlich alt sind. Dabei habe ich Archäologie studiert! Ich würde gerne alte Bögen ausbuddeln! Daher meine Frage/Aufforderung an euch: Zeigt doch mal eure eigenen, längst vergangenen Charakterbögen, gleich welchen Systems! Vielleicht habt ihr sogar noch euren allerersten zur Hand? (Falls ja: Dies hier ist mein neidisches Gesicht  ) Ihr könnt sie mir gerne per Mail schicken oder auf Twitter und Facebook hochladen. Die Bilder würde ich dann – mit Quellenangabe – in einem neuen Beitrag zeigen bzw. einbetten.

    Mein aktueller Heldenbogen ist übrigens ziemlich bunt.

    Aktueller Heldenbogen Ja. Leider DSA ;)

    Ein von Guddy (@zeitzeuginguddy) gepostetes Foto am

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  2. 10. Mai 2016 | Veröffentlicht unter rund um Serien, Serien.

    Outlander – Staffelfinale. Erreichte Grenze.

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    [Der Text ist ein einziger, riesiger Spoiler. Logisch.]

    Outlander in Kürze erklärt: Im Jahre 1945 läuft Claire (Caitriona Balfe) in Schottland gegen einen magischen Stein und findet sich plötzlich im Jahre 1743 wieder. Vermeintliche Hexerei, englische Feindseligkeiten und von Männern ausgeübte Gewalt sind nur einige der Dinge, mit denen sich die Sanitäterin herumschlagen muss. Und natürlich mit der Liebe, denn schließlich ist es das, womit sowohl Buchreihe, als auch die darauf basierte und seit 2014 ausgestrahlte Fernsehserie beworben wird. Die aufkeimende Liebe zwischen ihr und *hachseufz* Jamie (Sam Heughan), dem rotgelockten Schotten steht überall im Fokus, wenn man von dieser Serie liest. Genau das hatte mich bislang davon abgehalten, sie zu sehen. Zum Glück gibt es Netflix und zum Glück habe ich sie mir eines schönen Tages doch noch angetan.

    Es ist purer, aber wunderschöner Eskapismus. Die malerischen Landschaften Schottlands sind hervorragend eingefangen, die Erzählstimme ist angenehm und die Figuren sympathisch und/oder großartig durch die Schauspieler dargestellt – zudem steht die Liaison erst in recht späten Episoden zur Debatte und wird auch dort nicht derart ausgewalzt, wie ich es erwartet hatte. Es ist nett. Es ist gut. Ich konnte beim Zuschauen abschalten.

    Dass die Welt des alten Schottlands nicht rosig ist, merkt man indes schnell. Es wird geschossen, geblutet und Hexenprozesse betrieben. Ein bisschen dreckig, ein bisschen unangenehm, ein bisschen schmerzhaft. Das ist gut. Das ist realistisch. Doch kommen wir langsam zum Punkt: Frauen werden vergewaltigt oder es wird zumindest versucht, es zu tun. Das alles bleibt im Rahmen. Es ist nicht groß triggernd. Es wird angedeutet, nicht zelebriert. Ist es, weil man „es kennt“? Weil es „erwartbar“ ist? Dann sah ich die letzten beiden Episoden, nichts Schlimmes ahnend.

    Holzhammer.

    Ich bin nicht zartbesaitet. Ich kann Blut, Tod und Gemetzel sehen, Andeutungen verstehen. Dann, wenn es nicht glorifiziert oder zelebriert wird oder zumindest derart „over the top“ ist, dass es zu abstrakt ist, als dass ich es an mich heranlassen könnte. In der vorletzten Episode wird Jamie von dem englischen Offizier Jonathan Randall (Tobias Menzies) gefoltert und vergewaltigt. Letzteres wird in dieser Epiosde nur angedeutet: Beide liegen am Morgen nackt auf einer Pritsche. Randall selbstgefällig, Jamie offensichtlich innerlich gebrochen. Das Staffelfinale allerdings zeigt viele Teile der Vergewaltigungen in sehr schmerzvollen Details. Die Inhalte dieser Szenen sind wichtig, keine Frage, wichtig für den weiteren Verlauf von Jamies Charakter. Aber derart ausgebreitet und ausgedehnt, derart zelebriert? Teilweise war es mir zu ästhetisch. Ich musste vorspulen. Einige Male. Dabei verstehe ich durchaus, dass das ein Drahtseilakt ist: Wann zeigt man zu viel? Wann zu wenig?

    “I felt that what was important was to make it as truthful as possible. OK, this is the story. Let’s not blink and let’s not look away, but you didn’t want to be gratuitous either. You wanted to play what it was and be truthful to it, but you didn’t want to revel in the pornography of it or something or the vulgarity of it. (…)You’re not trying to sort of shove it in the audience’s face but at the same time, you don’t want to shy away from it because it’s such an important moment in the life of the show and in the life of particularly Jamie’s character.” (Ron Moore, Showrunner, via)
    In meinem eigenen Romanplot sind ganz ähnliche (leider zu ähnliche. Das wurmt mich.) Ereignisse fest verankert. Ich hatte jedoch nicht vor, sie derart zu zeigen. Denn ja: Ich finde das Thema an sich, die Vergewaltigung eines Mannes, sehr wichtig zu besprechen und aufzuzeigen. Zu oft fällt es unter den Tisch und die Opfer werden nicht unbedingt ernst genommen. Vergewaltigte Männer passen vielen nicht ins Welt- oder Männerbild.  Ich finde es daher ausgesprochen gut, dass es in der Serie thematisiert wird. Aber ich habe noch immer an der Art der Szenen zu knabbern. Das war mir einfach zu viel Ästhetik, zu viel Ergötzendes. Der Kontrast zu den vorherigen Darstellungen solcherart Gewalt war mir zu stark. Vielleicht sollte ich dankbar sein: Nun kenne ich meine Grenze.
    Was wäre andersherum gewesen? Wenn Claire derart vergewaltigt worden und es ziemlich detailliert auf Band gebannt worden wäre? Wär da ein Aufschrei im Netz aufgebrandet?
    Habt ihr diese Episode gesehen? Ich weiß, dass sie in den USA sehr gut angekommen ist. Vielleicht bin ich da auch ein Alien? Das war das erste Mal, dass ich etwas Fiktives tagelang verarbeiten musste. Es ist nun auch schon ein paar tage her, dass ich sie gesehen habe, und noch immer habe ich ein verdammt flaues Gefühl im Magen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Serie dafür nun hassen soll. Man hätte es meiner Meinung nach anders visualisieren und darstellen können. Wie seht ihr das?

  3. 15. März 2016 | Veröffentlicht unter myself and I, Real Life.

    Meine Top 10 Obsessionen während der 90er

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    Ich gestehe: 90er Jahre Partys sind meine nicht ganz so heimliche Passion. Die Musik war einfach so dermaßen schlecht und gleichzeitig so unverschämt tanzbar, dass es mich regelmäßig dorthin zieht. Außerdem waren die 90er an sich einfach großartig für mich. Hey, immerhin war ich da noch ein Kind! Schöne Zeit, denn den größten Teil meiner Freizeit verbrachte ich mit Freunden eingebuddelt in Actionfiguren, in Ponyhausen oder im Wald, um dort zu larpen. Gut, fügen wir da besser noch Anführungsstriche hinzu: „larpen“.

    So ist es nicht weiter verwunderlich, dass ich Thilos Ruf nun Folge leiste, der da hieß: „Und das allerbeste ist: Diesmal können viel mehr Leute bei der Blogparade [Meine Top 10 Obsessionen während der 90er] mitmachen! Ich zähle da z.B. auf Guddy, die da endlich auch auf der Welt war (ich hatte schon auf die Uhr geguckt!).“ Er selber hat natürlich ebenfalls seine zehn Obsessionen niedergeschrieben. Es wundert mich kaum, dass Baywatch auf seiner Liste steht, der alte Lustmolch! (Nicht, dass die Serie nicht auch versteckt auf meiner stehen würde, nein nein! Aber aus denkbar jugendfreieren Gründen!) Hier nun also without further ado meine zehn größten Obsessionen während der 90er!


    Teenage Mutant Ninja Turtles!

    Turtles

    Zu sagen, dass ich ein Fan der Turtles gewesen bin, wäre wohl stark untertrieben, denn mein Bruder und ich hatten alles: Die Actionfiguren, die Stickeralben, den Van, das Shreddermobil, die Videos, Kleidung, Karnevalskostüme, die Autogramme der Turtles… alles. Zu Karneval war ich mal als Leonardo unterwegs, mit meinem Bruder habe ich häufig mit den Figuren gespielt und die TV-Serie war ohnehin fest in unser Wochenende eingebaut. Man kann es mir aber auch gar nicht verübeln, denn die Turtles sind nun mal klasse! Und man konnte hervorragende Schlachten nachspielen, epische Duelle zwischen Shredder und Leonardo, rasante Fahrten auf Mondo Geckos Skateboard in der Badewanne…

    Hier kann man wirklich von Obsession sprechen, wobei sich die immerhin gehalten hat. In Teilen zumindest. Die Gründe sind natürlich simpel: Ninja und Schildkröten. Schildkröten und Ninjas. ‚Nuff said.

    Nintendo!

    CollageMein Bruder hat in seiner Kindheit drei Mal den Gameboy gewonnen. Drei Mal. Gut für mich, denn zwei davon habe ich bekommen! Einen als ich 5 oder 6 war und den anderen, nachdem mein erster auf mysteriöse Weise kaputt gegangen ist. (Hatte ich schon erwähnt, dass ich eine jähzornige Spielerin bin? War ich schon immer. Dumm nur, wenn man den Gameboy in Rage im wahrsten Sinne des Wortes an die Wand klatscht.) Zusätzlich hatten wir später noch einen NES. Und wir haben es geliebt! Dazu muss gesagt werden, dass das für uns auch eine Gemeinschaftsaktion war: Ob wir nun beim Nachbarsjungen am SNES zockten, uns über Taktiken austauschten oder gemeinsam Shredder (Selbstverfreiständlich besaßen wir auch sämtliche Videospiele der Turtles. Logisch.) vermöbelten – wir saßen nicht alleine im Keller! Nur manchmal.

    Mein Bruder war im Club Nintendo, ich durfte es damals glaube ich nicht, aber das müsste ich nochmal nachrecherchieren! Auf jeden Fall habe ich munter alles gezockt, was die Konsolen und die Spielesammlungen meiner Freunde so hergaben!

    Mein kleines Pony!

    90s0142Bevor es jemand vergisst: Ja, ich war auch schon damals ein Mädchen. Und ich hatte Ponys. Unendlich. Viele. Ponys. 231, um genau zu sein, wobei die allermeisten auf dem Flohmarkt erstanden wurden. Denn auch, wenn es hier gerade so scheint: Nö, Krösus waren wir nie, wir konnten nur gut haushalten! Also meine Mutter. Nicht ich. Ich habe jeden Pfennig für Ponys oder Turtles ausgegeben.

    Die Ponys also: Mein erstes Pony habe ich in Belgien gekauft, die ersten Episoden/Filme auch auf flämisch gesehen. Sie waren bunt, hatten Spaß und trotzdem gab es gar fürchterliche Gefahren im Ponyland! Das boshafte Smoze beispielsweise aus dem ganz fantastischen, ersten Film! Hach, toll. Mein Bruder hat übrigens auch damit gespielt. Sein „Avatar“ war ein rosa Kind-Flugpony, Stromer, während meiner ein dickes Kindpony war, Lars. Hach ja. All die Abenteuer.. und so…  Außerdem bekamen meine Ponys nach und nach Punkfrisuren. Schade, dass die Haare von Spielfiguren so selten nachwachsen…

    Star Wars und Star Trek!

    resizeÄh, ja. Ich tue es wirklich. Ich fasse beide Franchises zusammen. Ich Ketzerin! Angefangen hatte ich damals mit 7 oder 8 jedenfalls mit Star Trek, was ich heimlich über drei Ecken auf der Treppenstufe in einem Bild spiegelnd gesehen habe. Klingt kompliziert, war auf jeden Fall unpraktisch – gut, dass meine Mutter es bald herausgefunden hat und ich es fortan offiziell mitgucken durfte. Von Star Trek war und bin ich definitiv ein großer Fan und mit Sicherheit hat mich die Serie damals einige Dinge gelehrt: Über Rassismus, moralische und ethische Fragen, all das, was bei den Turtles und Ponys eher zu kurz gekommen ist. Sehr bald las ich auch ein paar der Bücher, ließ mir zu Weihnachten Figuren und eine Miniaturausgabe der Brücke schenken und war sehr zufrieden mit meiner Serienwahl! Damals fand ich Kirk übrigens noch furchtbar, mein Favourit war immer Mr. „Alles kommt aus Russland“ Chekov.

    Mit Star Wars kam ich etwas später in Berührung doch es fand sehr bald Einzug in meinen Freundeskreis! Mit Stöcken… Verzeihung: Lichtschwertern bewaffnet liefen wir johlend durch den Wald, in dem Fall meistens Endor, und erschufen unsere eigenen Geschichten. So, wie es sein muss! Denn ja, ich war oft draußen. Aber wenn man im Siebengebirge wohnt, wäre alles andere auch ein Verbrechen!

    Serien!

    serien

    Auch hier gilt: Es war eine Gruppenaktivität! Den Disneyclub – natürlich kennt ihr den auch noch! – habe ich immer mit meinem Bruder gesehen, die späteren Serien wie Mummys Alive, Baywatch oder Sea Quest gerne auch mit meiner Mutter oder einer Freundin. Und, natürlich, hatte ich von Mummys Alive auch ein oder zwei Actionfiguren… Leider war meine Spielphase zu dem Zeitpunkt aber schon vorbei, sodass sie im Regal verstaubt sind. Ruhet in Frieden.

    Am liebsten hatte ich Phantastikserien oder Disneyproduktionen, ganz egal, ob Real oder Zeichentrick. Viele dieser Serien wie Sliders oder Gargoyles mag ich noch heute, die meisten sind hervorragend gealtert. Jedenfalls: Einmal Serienjunky, immer Serienjunky.

    Als die Tiere den Wald verließen!

    als-die-tiere-den-wald-verliessenStreng genommen ist das natürlich auch eine Serie, doch diese war besonders: Ich hatte ein Abo der Zeitschrift, ich habe Fan Fictions geschrieben und die Bücher gelesen, auf denen die Serie basiert. Alles davon besitze ich auch heute noch.

    Die Charaktere, die Storyline… es war perfekt für mich. Die Vertreibung aus der Heimat und die Flucht in ein hoffentlich besseres leben, das sich als doch nicht hundertprozentig rosig herausstellt und in dem Fremdenfeindlichkeit herrscht, ist davon abgesehen auch heute und in der Realität aktuell.

    Auf jeden Fall habe ich viele kreative Stunden mit den Tieren aus dem Talerwald verbracht, habe über die Zeitschriften viel über die Umwelt, Tiere und den Schutz jener gelernt und würde diese Serie nur jedem Kind empfehlen!

    Jurassic Park!

    JurassicDinos sind großartig! Kennt ihr noch die Spielzeugfiguren von Jurassic Park? Dem Triceratops konnte man ein Fleischstück aus der Flanke reissen, bestenfalls natürlich mit Hilfe des mit riesigen Zähnen bestückten T-Rex! Hach, Jurassic Park war wunderbar, ebenso das Dinosauriermagazin, das auch in der Zeit erschienen ist. Dinomania eben, auf der mein Bruder und ich fröhlich mitritten. Doch auch das war lehrreich, noch immer kenne ich die meisten Namen der Dinosaurier! Bert, Horst, Helga..

    Jurassic Park 2 habe ich im Kino gesehen und mich fast zu Tode gefürchtet! Es hat aber auch genau die Dinge kombiniert, die ich liebte: Wälder und Dinosaurier. Und einen Darsteller, der aussah wie Wolfgang Hohlbein. Das waren tolle Zeiten, wo einen noch solche Filme aus der Ruhe bringen konnten…

    DSA!

    char-014-750x391Mitte der 90er hielt es auch endlich in mein Kinderzimmer Einzug: Das Rollenspiel. begonnen hatte ich mit Star Wars, doch war ich nur äußerst kurz in dieser Runde, die schließlich meinem Bruder und seinen Freunden gehörte, für die ich viel zu jung und weiblich war. Schnell ging ich also zu DSA über. Eine Gruppe war schnell gefunden und fortan verbrachten wir unendlich viele Nachmittage nach der Schule in Aventurien. Wir dachten uns ewige Hintergrundgeschichten aus, schlugen wildeste Schlachten und erlebten abstruseste Abenteuer!

    Hach, was waren wir jung und unbedarft! Plausibilität? Authentizität? Logik? Pah, brauchten wir alles nicht! Wir schlachteten uns durch die Horden, verkauften meinen Krieger an die Sklaverei, aus der er sich locker wieder heraus kämpfte (Alles für die Dukaten!) und erfreuten uns an den regnenden Abenteuerpunkten!

    Elfquest!

    elfquest-029-750x383Nach dem Lustigen taschenbuch, Asterix und Lucky Luke die erste „richtige“ Comicreihe, die ich voller Enthusiasmus gesammelt habe und es noch immer mache. Das Cover der ersten, deutschen Ausgabe der „Neuen Abenteuer aus der Elfenwelt“ sprang mit im Kiosk direkt ins Auge und wenig später in die Einkaufstüte! Es folgten Monate der Comicliebe, die sich auch in Seattle fortsetzte, wo meine Familie einen ganzen Sommer lang Urlaub machte. Ich fand Atemberaubendes heraus: Es gab noch viel mehr davon! Elfquest hat eine lange Historie! Dort, im Comicladen, brach ich vor stiller Freude fast zusammen. Meine Mutter übrigens auch, deren Konto ein wenig leichter wurde. Immerhin, so meine strategisch quengelnde Begründung: Ich könne damit Englisch lernen! Naja. Zumindest ein ganz kleines bisschen hat das funktioniert.

    Und sonst so!

    An dieser Stelle kann ich mich nicht für den 10. Punkt entscheiden. Bücher? Wolfgang Hohlbein, der meine ersten Fantasyjahre prägten wie kein anderer? Batman, dessen Nippel mir noch lange im Gedächtnis geblieben sind? Die drei ???, die mir zum Einschlafen verholfen haben und es noch immer täten, würde ich zu viel Geld übrig haben um mir die CDs zu kaufen? Zelda im Allgemeinen, schließlich habe ich es ohne Ende gesuchtet? Videospiele, aber die habe ich ja schon so halb mit Nintendo abgedeckt? Ach, ich weiß es nicht. Ich war ein Kind, das sich für einiges hat begeistern können.

    Und eigentlich hat sich daran nichts geändert.


  4. 23. September 2015 | Veröffentlicht unter Gesellschaftsspiel, über Gesellschaftsspiele.

    Wenn aus Ernst Spiel wird

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    Seit ich denken kann, spiele ich. Brettspiele mit der Familie, eine Art kindisches LARP über die 5 Freunde im Park („Und du bist Dick!“ – „*empört* Ich bin nicht dick!“), Schatzsuchen und natürlich die obligatorischen Actionfiguren-Fights a’la „Turtles vs. My little Pony“. Eine besondere Bedeutung bekam das Spielen für mich jedoch erst später.

    Damals

    Als ich sieben oder acht Jahre alt war, starb mein Vater. Während mir der Abend seines Todes noch zu gut im Gedächtnis geblieben ist, sind die Monate danach wie ausradiert. Schule, Freunde, das alles  brach wohl nicht mehr zu mir durch, war unwichtig geworden. Doch an die Spiele erinnere ich mich gut. Mein Halbbruder – er musste damals um die 30 gewesen sein – besuchte unsere schmerzlich kleiner gewordene Familie seitdem etwas häufiger und ergänzte Spiele unserer Sammlung mit mitgebrachten Exemplaren. Hotel, Atlantis, Poch; kaum etwas, das nicht von uns in Angriff genommen wurde. In diesen Stunden vergaßen wir Kinder die Dunkelheit und konnten lachen. Es gibt aus dieser Zeit ein Foto von meinem „kleinen“ Bruder und mir, wie wir ausgelassen in die Kamera grinsen, während unser großer Bruder uns Hasenohren macht. Wir spielten über die Trauer hinweg.

    Wir hätten ohne Spiele herumalbern können. Theoretisch. Doch Spiele fokussieren die Gedanken auf den Moment. Man zieht Figuren, beobachtet die Handlungen der Mitspieler, tüftelt und taktiert – man ist sowohl psychisch, als auch physisch im Spiel, für graue Gedanken blieb uns daneben damals kein Raum. Es ebnete den Weg für die geselligen Gespräche. Und wir hatten Spaß.

    Spiele enden. Die Spielfiguren werden zurück in die Verpackung geräumt, letzte Anekdoten aus der Partie nacherzählt und sich gegenseitig gefoppt. Zurück bleibt ein leerer Tisch. Doch der Spaß, den wir hatten, der blieb vielleicht nicht in Gänze, hinterließ jedoch einen Eindruck, der sich von Spielabend zu Spielabend verfestigte, greifbarer wurde. Speziell eines dieser Spiele ist für mich – auch da wir es damals unglaublich oft hervor gekramt hatten – ein Sinnbild dieser Zeit: Atlantis. Die Insel mag untergehen, Plättchen für Plättchen wird unerbitterlich entfernt, doch ist es kein Trauerspiel, es geht für die Überlebenden danach woanders, auf einem idyllischen Südseetraum, weiter. Atlantis steht jetzt, zwanzig Jahre später, in meinem Regal, angerührt habe ich es nur noch sehr selten. Es wurde längst durch neue, innovativere und kompliziertere Spiele verdrängt.

    Für mich kann „Spielen“ mehr als nur geselliger Zeitvertreib sein. Auch dadurch hatte ich damals gelernt, dass das Leben weiter geht, dass man trotz Trauer und dem Verlust eines Menschen noch Spaß haben darf. Natürlich waren die Spieleabende nicht alleine dafür zuständig. Doch sie sind mir in Bezug darauf besonders im Gedächtnis geblieben.

     Jetzt

    In sehr viel kleinerem Maße passiert genau dieses Phänomen natürlich noch heute. Beim Spielen mit Freunden lässt man den Alltag hinter sich. Fröhliches Verräterraten („Du bist ein Cylon, ich weiß es ganz genau!“ – „Pf, du bist doch selber ein Zyklop, ey!“) und das Kämpfen gegen allerlei fiese Völker („Fliegende Wassermänner ftw.!„) macht auch – ich weiß, da überrasche ich euch nun alle – einfach mehr Spaß.

    Und das Beste ist: Diese Art der Realitätsflucht ist noch nicht mal verpönt wie es pöse Videospiele und Fantasyrollenspiele in bestimmten Glaubenskreisen sind. Und jetzt entschuldigt mich. Ich muss Cylonen killen. Bang!

    (c) Photo: Pierre-Jean Parra

  5. 6. Mai 2015 | Veröffentlicht unter rund um Serien, Serien.

    Serienparade: Erste Schritte

    Von

    Spontan dachte ich mir: Ach komm. Mach mal bei einer Blogparade zum Thema Serien mit, schließlich gucke ich Serien gerne auch mal exzessiv. Initiiert wird die Reihe von Frau Margarete, die einen privaten Blog mit den Schwerpunkten Filme und, Suprise, Serien führt. Sie sagt zum dieswöchigen Thema:

    ERSTE SCHRITTE: MIT WELCHER SERIE HAT ALLES ANGEFANGEN?

    Welche Serie hat dich zuerst in ihren Bann gezogen? Nach welcher Serie warst du zum ersten Mal süchtig? Gemeint sind solche Serien, die tatsächlich für Erwachsene oder zumindest für Jugendliche gedacht sind, die typischen Zeichentrick- und Animeserien für Kinder fallen damit raus.

    Wer mich und meinen Blog und vor allem meinen Youtubechanel ein wenig kennt oder verfolgt, wird meine Antwort auf die Frage meiner Einstiegsdroge vermutlich bereits kennen, aber ich gehe davon aus, dass die wenigsten alle meine Beiträge sehen ;). Die Teenage Mutant Ninja Turtles, all die Disneyserien wie Gummibärenbande, Duck Tales oder auch die Gargoyles und Pinky & the Brain – all das habe ich natürlich unheimlich gerne gesehen, aber ein richtiger Fan mit allem was dazu gehört, wurde ich erst durch Star Trek.

    Wie ich mit ~8 Jahren an die Serie kam, hatte ich irgendwo bereits erzählt, hier die Kurzfassung: Ich habe sie im wahrsten Sinne des Wortes über zwei Ecken (=spiegelnde Flächen) auf der unbequemen Treppe sitzend heimlich geguckt, während meine Mutter von nichts wusste. Für sie war ich für die Serie noch zu jung, das wussten wir beide. Als sie es schließlich mitbekam, war es natürlich zu spät. Ich hatte ohnehin schon so viele Redshirts sterben sehen, da kam es auf die paar mehr jetzt auch nicht mehr an.

    Natürlich saß dann bald die ganze Familie abends vor dem Bildschirm. Ich konnte nicht genug von Kirk, Spock und Co. bekommen, ließ mir von meiner Mutter zu Karneval die Uniform nähen und entdeckte auch bald ihr Bücherregal für mich. Kaum dass ich eine Episode gesehen habe, musste ich sie gleich nachlesen – denn natürlich besitzt meine Mutter nicht nur losgelöste Star Trek Romane, sondern auch die Episodenbücher gleich dazu. Das ganze Star Trek-Universum faszinierte mich: Die Planeten, die Charaktere, aber auch das Franchise (ja, wir hatten auch Spielzeugphaser und -kommunikatoren) und die Leute dahinter, angefangen von den Schauspielern bishin zur Maske, Regie und Autoren. Für keine Serie zuvor hatte ich solch eine Leidenschaft entwickelt.

    Es kamen noch viele, viele andere Serien, für die mein Herz schlug und schlägt, doch Star Trek war einfach meine erste. Mittlerweile stehe ich auf ganz anderen Kram. Nicht auf abgeschlossene One Shots oder Monsters of the Week, sondern auf allumfassende, tiefgehende und breit fächernde Storylines. Sowas wie Battlestar Galactica, The Walking Dead oder auch Jericho. Dass Star Trek mich trotzdem begeistern würde, selbst wenn ich es jetzt erst kennenlernen würde, davon gehe ich aus! Der dezent selbstironische Humor gerade in der deutschen Übersetzung, die Dynamik zwischen dem Hauptcast, die Philosophie, die immer mitschwingt… das ist einfach großartig.

    Was war denn eure Einstiegsdroge ins Seriengefilde? :)

    (Ein Trekkie überspringt keine Generation!)

  6. 2. Mai 2015 | Veröffentlicht unter Gaming, rund um Gaming.

    Great Games 1994 – 2004: Eine Zeitreise

    Von

    Wenn sich neun (Gaming)Youtuber unter 50* zusammentun, um gemeinsam an einem Videoprojekt zu arbeiten, kann das nur eines bedeuten! Seriosität? Unfassbar professionell gestaltete Starfilme mit drölfzig oscarverdächtigen Special Effects? Kekse? Nein! Vielmehr kleine Videos voller alberner Anspielungen, Seitenhieben und Spaß! Und Peniswitzen. Logisch. Worum geht’s überhaupt genau?

    Wir stellen Spieleperlen vergangener Jahre vor, wobei jeder von uns ein Jahr bearbeitet und dabei die Hilfe von zwei Schergen bekommen hat. Ein Spaß für die ganze Familie also! Zumindest zu großen Teilen. Dabei sind neun Videos entstanden, die ich euch in der folgenden Playlist einfach mal nahelegen werde. Beginnen wir mit dem ersten Jahr der Liste, dem Jahr 1994, bei dem ich Regie führen und das Skript erstellen durfte.

    Mit dabei: The Final Stage Show  (zuständig für Recherchen und Arch… Moment. Quatsch. Zuständig für das Intro)| The Gamepad Empire | LetsGameDev (zuständig für die Transitions und den Intro-Jingle) | Just Platinized | Wackiger Zocken (zuständig für den Titel) | Animatiker | Onkel Schubbi | ProNoob2K | und meine Wenigkeit

     

    *Gibt’s eigentlich Gamingyoutuber über 50? Links, ich brauche Links!

  7. 7. Oktober 2014 | Veröffentlicht unter Bücher, rund um Bücher.

    Die erste Apokalypse

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    Es begann an einem Gründonnerstag im April. Ein Hund entdeckte die Katastrophe, besser gesagt, lief in sie hinein.

    Das dürften die Sätze sein, die mich in das Endzeitgenre hineinkatapultiert haben. Das Buch „Grünberg lebt“ von Anneliese Schwarzer aus dem Jahre 1993 ist mittlerweile wohl nur noch bei ausgewählten Flohmarktverkäufern zu erwerben, doch immerhin hat es mich nachhaltig geprägt. Das Thema Atomkraft bzw. eher jegliche damit möglicherweise einher gehende Katastrophe war Ende der 80er/Anfang der 90er aus nachvollziehbaren Gründen natürlich ohnehin sehr im Fokus. Nicht, dass ich mich groß an diese Zeit erinnern könnte. Tatsächlich hatten meine Spielfiguren in der Zeit weniger mit Atompilzen, denn mit finsteren Bösewichtern a’la Shredder zu kämpfen.

    Doch zurück zu meiner ersten Begegnung mit dem Endzeitgenre. Bei Grünberg lebt wird ein ganzes Dorf vorgestellt, das die atomare Katastrophe nur deshalb überlebt, da es auf einem für Strahlungen zu hohen Berg gelegen ist. Gestorben wird dennoch. Die Menschen müssen mit den gegebenen Umständen leben, Konflikte bestreiten und sich plötzlich wieder von selbst gezogenen Kartoffeln ernähren. So morbide sich das auch anhört: Ich war vom Fleck weg fasziniert. Damals war ich vielleicht 9 oder 10, das fiktive Sterben von Menschen kannte ich längst von Winnetou und Star Trek, doch die Tatsache, dass es realer, fassbarer wirkt, machte die Endzeit schon damals für mich wesentlich spannender.

    Grünberg lebt war dabei noch zahm. Schon bald stieß ich, auch im Zuge meines Wolfspleens, auf „Im Schatten des großen Wolfes“. Ein Wolfsrudel überlebt einen Atomkrieg und zieht daraufhin mit zwei Menschen im Schlepptau durch das verstrahlte, kälter werdende Land. Tote Gänse fallen, noch im Flug gestorben, vom Himmel oder Rotkehlchen von Bäumen, das Rudel ernährt sich von erfrorenem Tier oder von Dosen, die die beiden Menschen öffnen. Geborgen aus Autos, in denen noch die Leichen ihrer Besitzer liegen. Der Weg ist hart und steinig, in seiner Grausamkeit sehr konsequent, wenngleich nicht zelebrierend. Das Buch hat mich derart mitgenommen, dass ich noch zwei Tage danach Alpträume hatte. Ich war vielleicht 12. Das Thema „Atomkraft“ war daraufhin für mich gegessen und ist es noch immer.

    An diese beiden Bücher erinnere ich mich gerne und lese sie alle paar Jahre auch nochmal durch. Ich weiß noch, auf welcher Seite ich bei dem Wolfsbuch das Buch zuschlagen musste, weil ich es so grausam fand. Selbstgeißelung, dass ich es überhaupt gelesen habe? Ach! Ich bin einfach sensibel und fühle mich auch heute noch zu sehr in die Geschichten ein. Ich denke, dass durch die beiden Bücher der Weg geebnet wurde, denn ich begann, mich neben Fantasy und Science-Fiction auch für kritischeren Stoff – innerhalb der Belletristik – zu interessieren und später natürlich auch für apokalyptische Themen fern offensichtlicheren Kritik wie das Zombiegenre, das in Sachen Endzeit irgendwie die Atomthematik abgelöst hatte.

    Im Gegensatz zur Fantasy ist Endzeit für mich greifbarer und entsetzlicher, wobei letzteres natürlich stark vom jeweiligen Buch/Film/whatever abhängt. Nicht, dass ich eine Zombiekalypse als unfassbar realistisch ansehen würde, doch irgendwie beeindruckt es mich einfach bis heute. Vielleicht, weil die „Helden“ nicht gegen einen fleischlichen Feind ankämpfen müssen, sondern gegen die Umstände? Überleben, mit einfachsten Mitteln und umgeben von Tod und Grau.

    Wenn ich Kinder hätte, würde ich ihnen trotz oder gerade wegen meiner eigenen Furcht beim Lesen damals diese Bücher ans Herz legen, wenn sie sich denn für so etwas überhaupt interessieren. Ich finde es gut, wenn man nicht zu spät mit solchen Themen konfrontiert wird. Auf jeden Fall empfehle ich euch diese beiden Bücher. Wenn ihr mal die Gelegenheit habt, auf ebay oder Flohmarkt eines zu erhaschen, kann es so schlecht nicht sein!


  8. 24. April 2014 | Veröffentlicht unter Diverser Geekkram, Dreckiger Rest.

    „Bin ich ein Fantasyfreak?“ Zeitreisen-Guddy antwortet euch!

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    Einst, als die Wiesen noch grün und Zurück in die Zukunft II wirklich noch unantastbar in der Zukunft spielte, ja, da war auch ich mal jung. Schon damals tanzte ich durch das Internet, tummelte mich in Fantasyforen, spielte Online-Rollenspiele und trieb allerlei Unsinn. Daran hat sich nichts geändert – an meiner Rechtschreibung jedoch schon.

    Ich bin gerade auf einen Test gestoßen, den ich 2001, 15jährig, geschrieben hatte. Er ist wenig ernst gemeint, aber vielleicht hilft er euch ja dennoch bei der Frage weiter, ob ihr ein Freak seid. Ich finde es süß, solche prähistorischen Funde zu sehen, die dass/das-Schwäche und die Formulierungen, die damals so legitim geklungen hatten. Aber gut – wer weiß, was ich in 13 Jahren über meinen heutigen Blog sagen werde? Lieber nicht darüber nachdenken! Trotzdem erkenne ich mich natürlich sofort wieder, so sehr hat sich mein Humor leider nicht geändert.

    Zum Test geht es hier entlang

    Habt ihr denn auch solche Fundstücke von euren Internetanfangszeiten? Und wie habt ihr beim Test abgeschnitten? :D


  9. 7. Juli 2013 | Veröffentlicht unter Bücher, Bücher schreiben.

    Eure Geschichten aus der Kindheit – die Auswertung

    Von

    Nie hätte ich gedacht, dass so viele Leute daran teilnehmen und mir ihre Geschichten schicken würden: 61 waren es am Ende, die mir insgesamt 342 Seiten Text zugeschicht haben. Ich las von Elfenkriegern, die gegen mutierte Spinnen kämpfen mussten, ich erfuhr von Teenagern, die in fremde Welten eingetaucht sind und dort Abenteuer erlebten und ich las auch nicht selten vom Tod, der vielerorts thematisiert wurde.

    kinder

    Die komplette Grafik

    Ich hatte unglaublich viel Spaß beim Lesen, gerade auch da die Schreibstile natürlich sehr kindlich geprägt waren, was man als Kinderlose eher selten zu Gesicht bekommt. Die ganzen Fehlerchen und unlogischen Wendungen innerhalb der Geschichte sind einfach zu süß – Verzeihung an all die Kinderautoren da draußen! Ein paar Zitate werde ich noch einstreuen, den Rest habe ich visualisiert – als reiner Text wäre es denke ich zu langatmig geworden. Die Inhalte der Geschichten werde ich vermutlich bald zu einer einzig großen Geschichte zusammenschustern. Macht euch dann auf sprechende Katzenkommissare mit einer Immunität gegen Zombies gefasst, die mit Hilfe radioaktiver Socken gegen Alieneinhörner kämpfen!

    Besonders schön fand ich, mit wie viel Einfallsreichtum ans Werk gegangen worden ist. Von all den technischen Schnitzern abgesehen, könnte man aus diesen alten Geschichten mit etwas reiferem Schreibstil großartige Romane fertigen, ganz ehrlich. Die Kreativität ist teilweise enorm. Ich finde es schade, dass doch einige mit dem Schreiben ganz aufgehört haben. Sei es, dass die Zeit fehlt, die Motivation oder die Ideen. Vielleicht gucken sich manche einfach nochmal ihre alten Texte durch und überlegen sich, ob sie damit nicht nochmal neu anfangen oder die Ideen als Grundlage für etwas Neues herholen wollen?

    kinderb


  10. 3. Juli 2013 | Veröffentlicht unter Diverser Geekkram, Dreckiger Rest.

    Zeitzeugen des Geektums

    Von

    Die häufigste Frage, die mir im Onlineleben gestellt wird, ist die Frage nach dem Nickname und die Antwort sei hier knapp erläutert:

    Zeit = interessantes Phänomen → Verknüpfung mit fantastischem Element: Geist → leider besetzt → Suche nach anderem, passenden Wortteil → Bei Zeitzeuge hängengeblieben → für passend befunden

    Denn ein Blogartikel ist stets auch ein Dokument der aktuellen Gegenwart des Bloggers. Was bewegt ihn, womit hat er sich beschäftigt, was ist passiert? Natürlich sind Geekthemen, die ich nunmal primär behandle, nicht zu vergleichen mit weitreichenden, wichtigen Ereignissen, die die Art von Zeitzeugen hervorbringen, die den Begriff eigentlich prägen: Weltkriege, Fall der Mauer. Aber es sind auch die kleinen Dinge, die einen erfreuen können und sich ins Gedächtnis graben. Früher war ich immer ein wenig neidisch auf die Generation, die die Geburtsstunde von Star Trek miterlebt oder die noch bei den originalen Star Wars Filmen Schlange gestanden hat. Dabei ist es gerade unsere Generation, die unglaublich Vieles miterleben darf. Wir (sprich: die Generationen bis ~ ’85-’90) sind nämlich die, die die Geburtsstunde des Geektums generell aktiv miterleben durfte und darf. Und noch einiges darüber hinaus.

    Wir sind die letzten, die Genrestars wie William Shatner live erleben können

    Wir sind die, die auf die ersten Parts von George R.R. Martins Kreation gewartet haben – in Buchform

    Wir sind die, die noch „Cowabunga“ rufen

    Wir sind die, die etliche neue Rollenspielwelten aus den Böden sprießen sahen

    Wir sind die, die die XBox One nach Hause schicken

    Wir sind die, die Pixel zu schätzen wissen

    Wir sind die, die die vielen Referenzen der neuen Star Trek Filme zu TOS verstehen

    Wir sind die, die im Kinosaal geweint haben – vor Leid bei Star Wars:Episode I

    Wir sind die, die „Esst mehr Käsetoast!“ nicht für eine Werbekampagne verzweifelter Bäcker halten

    Wir sind die, die in Spielen noch sterben konnten und von vorne anfangen mussten – ständig und regulär

    Wir sind die, deren Barbaren noch in pelzigen Unterhosen herumlaufen durften

    Wir sind die, die den „sozialen Aufstieg des Nerds“ miterlebten – und darüber verwirrt sind

    Wir sind die, die nicht Jahre auf einen neuen Superheldenfilm warten müssen – sondern damit bombardiert werden

    Wir sind die, die das Phänomen „Batman“ auf der Kinoleinwand sterben sahen – und Jahre später wieder unter Nolan wieder auferstehen

    Wir sind die, die die Laufbahn des Internets mitverfolgen konnten – von den langsamen Anfängen einiger Weniger bis zum Netz für Jedermann

    Wir sind die, die, genremäßig, einfach verdammt viel Glück und Auswahl haben!


  11. 29. Juni 2013 | Veröffentlicht unter myself and I, Offtopic.

    [Offtopic] Im Wandel der Zeit

    Von

    [Aachtung, dies ist ein ziemlich persönlich angehauchtes Offtopicartikelchen. Muss auch mal sein!]
    Die Chaosmacherin hat gerufen und da ich ihr ohnehin nie einen Wunsch abschlagen kann, gehe ich ihrer Bitte nach, meine optischen Veränderungen aufzuzeigen. Nicht mit dabei ist meine lila und blaue Phase und die ersten Photos sind, da abfotografiert, leider unscharf.

    Ich bin momentan – Vorsicht Emogejaule – höchst unzufrieden mit mir und hätte meine Haare gerne wieder wie mit 24. Da sah ich auch einfach am besten aus! Leider darf ich (ärztliche Anordnung) nicht mehr blondieren, weshalb ich meinen Straßenköter wieder aus dem Zwinger lassen muss. Dieses „Herauswachsen lassen“ sieht so dermaßen scheiße aus! Immer ein wenig ungepflegt, obwohl ich es nicht bin und das regt mich auf!  Beim letzten Foto habe ich einfach das aktuellste genommen. Das sind übrigens keine Strähnchen, zumindest keine gefärbten. War wohl die Sonne? Keine Ahnung.

    Auf jeden Fall hat mein Aussehen einiges durchgemacht in all den Jahren und mir sieht man immer direkt am Aussehen an, wie es mir geht. Je beschissener es mir geht, desto beschissener sehe ich auch aus. Verrückt. Da ich „mein Herz auf der Zunge trage“ und man mir auch mein spontanes Gemüt an der Mimik ablesen kann, wie mein Freund letztens treffend bemerkt hat, ergibt das die folgende Tatsache: ich bin ein offenes Buch. Verdammt! Na, hoffentlich bin ich wenigstens ein episch geiler Fantasyroman!


  12. 17. Mai 2013 | Veröffentlicht unter Bücher, Bücher schreiben.

    Habt ihr als Kinder/Jugendliche Geschichten geschrieben? Dann her damit!

    Von

    Habe gerade mal wieder durch meine alten Unterlagen geblättert und bin dabei auf meine alten Geschichten (allesamt natürlich Fantasy) gestoßen. Ich hatte früher schon einmal einen Blogbeitrag darüber geschrieben und die allererste Seite einer dieser Geschichten gezeigt, doch um meine eigenen soll es hier nur sekundär gehen.

    Ich fände es nämlich unglaublich interessant, wie es in der Bloggerlandschaft in Sachen Kinderhobbyautoren aussieht. Blogger (und natürlich Rollenspieler!) gelten immerhin als relativ schreibaffin, da wird doch etwas zu finden sein. Ich möchte eure kreativen Ergüsse sammeln! Schickt mir die besten Szenen eurer (Kurz)Geschichten von damals, erzählt mir kurz, worum es geht oder schreibt mir, wie ihr das insgesamt gehalten habt:

    • Habt ihr euch ganze Welten ersonnen?
    • Science-Fiction, Fantasy oder ganz ordinäre Liebesromane?
    • Wann habt ihr damit begonnen und wann wieder aufgehört? Oder seid ihr immer noch dabei, habt euer Hobby gar zum Beruf gemacht?
    • Fan Fictions oder auf bereits existierenden fiktiven Welten basierend geschrieben?
    • War es eine einzige Geschichte oder waren es 100?

    Natürlich sammle ich all das, werte es aus und werde Teile dessen dann in Form eines Blogpostings veröffentlichen. Wer mir etwas schickt (ob in den Kommentaren selbst oder per Mail bleibt dabei euch überlassen) muss also damit rechnen, dass ich es in irgendeiner Form auf diesem Blog oder Youtube veröffentlichen werde. Dafür brauche ich dann natürlich nicht nur euer Einverständnis, sondern  auch  Pseudonym/Realname und Links (Blog, Twitter…) von euch, um euch dann entsprechend würdigen zu können!


  13. 2. August 2012 | Veröffentlicht unter Gaming, rund um Gaming.

    Yay! Grandia!

    Von

    Nie habe ich selber eine Playstation besessen, ich habe die Spiele immer an der meines Bruders oder mit Freunden bei denen gespielt. Von meinem Bruder kenne ich auch Grandia, das seit ich ca. 15 bin zu meinen absoluten Lieblingsspielen gehört – und das, wo ich es seit gut 13 Jahren nicht mehr gespielt habe. Mangels besagter PS, die mein Bruder wenig später verkauft hatte. Vielleicht ging sie auch kaputt, darüber streiten sich die Historiker noch.

    Wie dem auch sei: ein Blogleser hat mir eine Playstation 2 geschenkt (Danke danke danke!) und ich habe mir nur Grandia dazu gekauft und ich bin wahnsinnig glücklich, es wieder spielen zu können! Und das werde ich jetzt auch tun! Ihr lest mich dann in vier Monaten wieder! Ach: wenn noch jemand PS1 oder PS2-Spiele hat, die er nicht mehr braucht… ;D

    Grandia-Theme (*poof poof*!)


  14. 14. Februar 2012 | Veröffentlicht unter Rollenspiel, rund um Rollenspiele.

    Warum eigentlich ausgerechnet DSA?

    Von

    Vermutlich jeder deutschsprachige Rollenspieler kennt DSA, Das Schwarze Auge. Die einen lieben und die anderen hassen es, wobei beide Seiten mit Elan und Eifer an die Sache herangehen. DSA wird in den Himmel gepriesen und in den Boden gestampft, wird mit Gold überzogen und beschimpft, die Spieler werden glorifiziert und gleichzeitig geächtet. Vielen Kritikern ist dieses System einfach zu „mainstream“, sodass schon aus purem Reflex heraus gezickt wird. Manchen ist sogar schon die Tatsache, dass jemand DSA spielt, Indiz genug dafür um diesen jemand als Rollenspiel-Dilettanten abzustempeln und ihm jegliche Kompetenz in diesem Bereich abzusprechen.


  15. 12. Dezember 2011 | Veröffentlicht unter Musik, Offtopic.

    [52 Songs] Kindheit

    Von

    Das dieswöchige Thema ist eigentlich ein ganz einfaches, denn ich kann mich spontan nur an eine handvoll  Lieder erinnern, so wichtig war mir Musik früher nämlich nicht. Gut, die ganzen Themesongs müsste ich nun außer acht lassen: Disneyserien, 5Freunde, Teenage Mutant Ninja Turtles…. doch da könnte ich gar keine finale Wahl treffen. Zu viel gleichbedeutende Auswahl.

    Dennoch wurde natürlich ab und an Musik gehört, vornehmlich bei Autofahrten. Gerne erinnere ich mich an eine Countrykassette der Band „Truck Stop„, deren Lieder ich natürlich noch immer bestens mitträllern kann und auch regelmäßig tue. Auch an das Lied, zu dem wir in der 2. Klasse einen Tanz aufgeführt hatten, Cotton Eye Joe von Rednex,  habe ich noch den vollen Text. Generell haben es viele der 90er Jahre Lieder in mein vor Nostalgie sprödes Herz geschafft, weshalb ich 90er Jahre Partys liebe, egal, wie objektiv schlecht die dort gespielte Musik doch ist. Doch zurück oder vielmehr: endlich mal zum Siegertitel der dieswöchigen Runde: ein Lied aus einem „space-bezogenen“ Sampler hat es geschafft, der speziell zu Autofahrten zum Judotraining gehört wurde. Immerhin war ich schon als Kind Fan der Star Trek Classic Crew! Umso mehr wurde natürlich jegliche Parodie gefeiert, hier in Form eines umgeänderten Intros. Das habe ich nun lange nicht mehr gehört und… endlich verstehe ich Dank des Englsichunterrichts auch mal den Text!

    Edelweiss – Starship Edelweiss


  16. 20. September 2011 | Veröffentlicht unter myself and I, Offtopic.

    Ach, „damals“

    Von

    Ich vermisse den Fußball :( Scheiß Abendschule. Danke für Ihre Aufmerksamkeit. ;)


  17. 15. August 2011 | Veröffentlicht unter Comics, Comicvorstellungen.

    Elfquest – eine kleine Fangeschichte

    Von

    Wie ich damals, vor rund 15 Jahren, an Elfquest kam weiß ich noch ganz genau. Wir waren gerade umgezogen – ein Dorf weiter nämlich – und ich durchstöberte mit einer Freundin den ansässigen Zeitschriftenladen. “Elfquest”, hier in Form von Band 1 einer Unterserie, lächelte mich mit einem emotionalem Cover an: auf schwarzem Hintergrund links das Gesicht eines bärtigen Elfs, wütend die Arme verschränkt und auf eine kleinere Elfe mit feuerrotem Haar und trotzig gechürzter Unterlippe starrend. Der vielversprechende Zeichenstil des Covers setzte sich auch innerhalb des Heftes fort und so packte ich es kurzentschlossen ein und wir eilten nach Hause, um es dort, zusammengekauert auf dem Teppich, zu lesen. Es war einfach zu wenig! Nicht, dass das Heft tatsächlich wenig zu bieten gehabt hätte, aber wir hatten Blut geleckt! Band 2 würde erst in zwei Monaten erscheinen, also verbrachten wir den Rest des Tages damit, uns selber Geschichten dazu auszudenken und die Charaktere zu zeichnen.