[Barbarendiät] Level 1

[Barbarendiät] Level 1

barbarendiätWäre die Barbarendiät ein Spiel – mein Avatar hätte nichts zu lachen und innerhalb von drei Tagen  72 Stunden Sport gemacht. Der Lebensbalken meiner Spielfigur wäre auf dem tiefsten Punkt, der Erschöpfungsbalken dagegen auf 100%. Um es kurz zu sagen: schnell wäre Game Over. Aber immerhin sähe mein Avatar großartig aus!

Ganz im Gegensatz zu mir, denn ich werde nicht von einer fremden Person vom heimischen, gemütlichen Sofa aus gesteuert, sondern von etwas, das sich Prokrastination nennt. Mein Sportpensum der letzten sieben Tage beschränkt sich auf magere 2,5 Stunden: zwei Stunden Joggen und eine halbe Stunde Muskeltraining. “Immerhin!”, ruft da der geneigte Leser aus und natürlich muss ich da huldvoll nicken. Trotzdem ist das viel zu wenig für eine angehende Barbarin wie mich!

Ein grandioses Erfolgserlebnis hatte ich allerdings, denn ich habe den Schnee bezwungen. Der Schnee, quasi der Zwischengegner im ersten Level des Barbarendiät-Videospieles. Mindestens meterhoch türmt er sich derzeit in den heimischen Wäldern auf, unberührt von Mensch und Tier. Seine Spezialfähigkeiten sind tückisch: von Abhängen rollende Schneelawinen (mindestens steingroß!), unter einer dichten Schneedecke versteckte Schlaglöcher und grantige Glätte. Trotz dieser Widrigkeiten stellte der Schnee nur eine kleine Hürde dar. Der Zwischenboss wurde besiegt, als Lohn dankte am Ende eine Truhe voller Schnupfen. Dankesehr. Dieses Item werde ich sicher noch ein paar Tage, mindestens ein weiteres Level also, mit mir herumschleppen.
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Schwieriger noch gestaltete sich das babarische Essverhalten. Nicht, dass es an Bier gemangelt hätte, schließlich war das Wochenende nicht gerade feierarm, allerdings wurde ich mit Süßigkeiten förmlich überschüttet. Bis zum Freitag waren die Gegner noch harmlos: ein Bonbon in der Abendschule wurde dankend abgelehnt, der Kühlschrank tagsüber gemieden und ansonsten landeten nur gesunde Dinge auf dem Teller. Dann kam der Freitag. “Chips” erwies sich als sehr unerfreulicher Mob und wurde zu Beginn noch erfolgreich mit frisch geschnippselten Apfelschnittchen bekämpft. Eine kleine Handvoll Chips hat es dann doch noch geschafft, in meinem Magen zu landen. Aber ich bin stolz! Es war wenig!

lakritzeDoch wer konnte mit dem Endboss rechnen?! Es geschah am Samstag, gegen 22 Uhr Ortszeit. Ich feierte inoffiziell meinen Geburtstag nach und bekam unter anderem zunächst nur eine einzige Tüte Lakritzschnecken. Damit wurde ich noch fertig. Ich verteilte sie unter dem anwesendem Volk. Doch der wahre Endgegner war eine 1kg Schachtel Lakritzschnecken ein wenig später. Schwarze Tentakel griffen nach meinem lakritzsüchtelndem Herzen und ich wurde besiegt. Mittlerweile dürfte sich eine zarte Schicht Lakritzschnecken um meine Hüften gelegt haben.

Die Waage ist jedoch gnädig mit mir, denn ansonsten war ich schließlich brav:

63,5 kg, das bedeutet ein Minus von 0,9 kg.

Frohen Mutes also mache ich mich auf in das zweite Level der Barbarendiät und  bin froh, den wohl schwierigsten Boss bereits besiegt zu haben.

[Dies ist ein Posting im Rahmen des "Belly Off 3", weitere Teilnehmer, die auch heute darüber gebloggt haben, werde ich heute Nacht verlinken]

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