1. 17. September 2015 | Veröffentlicht unter Diverser Geekkram, Dreckiger Rest.

    Vom Spielen, dem Universum und dem ganzen Rest

    Von

    Gastbeitrag von Stefan Servos (a.k.a. Cirdan a.k.a. Horrorcirdan)

    Tiere tun es, Kinder tun es und manche Erwachsene tun es auch – Was ist eigentlich der Sinn des Spielens und welche Bedeutung hat es für uns, für mich, für dich? Und wann ist man eigentlich zum alt zum Spielen? Zugegeben, ebenso gut hätte ich mir überlegen können, etwas über das Leben im Allgemeinen schreibe. Puh, am besten beginne ich mit einer kleinen Anekdote, die veranschaulicht, welches Gefühl ich persönlich mit #Spielen verbinde. Ach ja, und vorab noch eine kleine Warnung, der folgende Text ist stark subjektiv eingefärbt und enthält pathetische Anklänge, aber mir war gerade danach.

    Der Jungesellinnenabschied

    Als kürzlich die Hochzeit einer sehr guten Freundin anstand, überlegten wir im Freundeskreis fieberhaft, wie man angemessen ihren Junggesellinnen-Abschied begehen könnte. Chippendales oder blöde Saufspiele in der Fußgängerzone kamen grundsätzlich nicht in Frage, und so etwas ist auch nicht ihr Ding. Vielmehr wünschte sie sich den Abend in der Gesellschaft ihrer besten Freunde zu verbringen. Besagte Freundin kenne ich schon seit Schulzeiten und sie war lange Zeit Teil unserer AD&D-Gruppe, bis sich die Wege irgendwann trennten. Studium und Liebe zogen sie in die fernen Niederlande. Zwar sieht man sich noch zwei, drei Mal im Jahr, aber für einen regelmäßigen Rollenspieltermin ist die Entfernung dann doch etwas zu groß. Als nun ihr Jungesellinnenabschied anstand, war im Freundeskreis bald die Idee geboren, die alten Rollenspielzeiten noch einmal gemeinsam aufleben zu lassen. Das sollte selbstverständlich eine Überraschung werden. Wir mieteten also still und heimlich ein einsames Häuschen (eine ehemalige Mühle) mitten in den Wäldern des Sauerlandes und ich erdachte mir ein ganz besonderes Call-of-Cthulhu-Setting: Das Sauerland im Jahre 1920 und ein Jungesellinnenabschied, bei dem die Beteiligten durch eine Autobus-Panne (Achsbruch) im Wald statt bei der ersehnten Wandertour in einer alten Mühle landen, in der sie die Nacht verbringen müssen. Es muss an dieser Stelle sicherlich nicht betont werden, dass selbstverständlich ein schrecklicher Fluch über dem alten Gemäuer lag. Und um die Verbindung zu unserer Gruppe perfekt zu machen, sollte jeder Mitspieler in der Geschichte sein 1920er-Alter-Ego gleichen Namens übernehmen.

    Und dann war es soweit: An besagtem Tag holten wir alle gemeinsam unsere Freundin bei ihren Eltern ab und entführten sie ins Sauerland. Vor Ort sollte sie dann noch kurz auf ihrem Zimmer warten und als wir sie in die gemütliche Wohnstube der Mühle riefen – im Kamin knisterte bereits ein Feuer – saßen wir dort um einen Tisch, auf dem Kerzen brannten, Würfelbecher und Stifte bereitstanden, und als kleines Schmankerl hatten wir uns noch alle in 20er-Jahre-Klamotten geworfen. Und in dem Moment, als wir das Glänzen in ihren Augen sahen, waren alle Zweifel hinfort geblasen, dass sie unsere Idee für doof halten würde und sie sich ihren Jungesellinnenabschied irgendwie anders vorgestellt hatte. Und so begann eines der besten Call-of-Cthulhu-Abenteuer aller Zeiten, denn die Atmosphäre war perfekt, als draußen vor den Fenstern ein dicker Nebel aufzog und sich langsam die Nacht über die Mühle legte. Und trotz all der Schrecken in dem Abenteuer war es ein Abend (bzw. eine Nacht), der das Gefühl wohligen Glücks hinterließ.

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    Werd endlich erwachsen!

    Ich spiele seit ich denken kann. Ich liebe Brett- und Rollenspiele, zocke leidenschaftlich gerne an der PS4, schlüpfe auf LARPs in andere Rollen und laufe mit einem Schaumstoffschwert durch den Wald. Spielen ist mein Leben. Ja wohl, ich bin ein Spielkind und ich gebe es zu! „Spielkind“ – mit dieser Bezeichnung fängt‘s ja schon an. Ich gehe knackig auf die 40 zu und spiele gerne, aber die Gesellschaft brandmarkt das Spielen immer noch als infantile Tätigkeit, die sich offenbar nicht mehr schickt, wenn man der Pubertät entwachsen ist. Spielen ist den Kindern vorbehalten, damit sie auf den Ernst des Lebens und Konflikte im Alltag vorbereitet werden. Aber wenn man dann das entsprechende Alter erreicht hat, in dem man dem elterlichen Haus entschlüpft und plötzlich Verantwortung für sich und andere übernehmen muss, ist man zu alt zum Spielen. Aber warum eigentlich? Warum können wir nicht heute noch beim Nachbarn klingeln und fragen: „Kann der Sascha zum Spielen rauskommen?“. Okay, Sascha ist 37 und kann das mittlerweile sicherlich selbst entscheiden. Aber ansonsten wäre das doch keine schlechte Idee, oder? „Du bist so ein Spielkind“, ermahnt manche Freundin ihren Lebensgefährten, mit verschämten Seitenblick auf die Freundinnen-Clique.

    Mittlerweile scheint es sich durchzusetzen, dass viele Männer in der Midlifecrisis nicht mehr auf die üblichen Statussymbole setzen, sondern auf ein eigenes Spielzimmer im gepflegten Eigenheim. Dominiert wird der Raum durch einen Kicker, in den Regalen stapeln sich LEGO-Star-Wars-Modelle und gleich daneben stehen He-Man-Action-Figuren (erst kürzlich teuer über Sammlerbörsen gekauft) in Reih und Glied. Und aus Boxen tönt irgendeine alte Hörspielfolge von den Drei Fragezeichen. Der neue Retro-Hype ist der verzweifelte Versuch, dieses Gefühl aus der Kindheit krampfhaft wieder aus den Tiefen einer weitentfernten Erinnerung hervorzulocken. Dieses wohlige Gefühl, das man damals hatte, als die Wochenenden noch unendlich dauerten und man völlig in einer Welt aus LEGO-Figuren und Bauklötzen versinken konnte. An dieses Gefühl erinnern sich manche nur noch ganz schwach … es war reines, unverdorbenes, vollkommenes GLÜCK. Aber nicht die Imitation der eigenen Kindheit ist der Trick, dieses Gefühl wieder zu erwecken, sondern die selbstbewusste Entscheidung zu spielen.

    Da muss man mit Ende 30 auch nicht unbedingt zu den Action-Figuren greifen, sondern kann guten Gewissens auf an den eigenen Verstand angepasste Spiele setzen. Das können komplexe Tabletop-Strategie-Spiele sein oder ein Pen-&-Paper-Rollenspiel, bei dem man die Rolle eines römischen Senators übernimmt. Das Schöne am Alter – und ich spreche da aus eigener Erfahrung – ist ja, dass sich mit zunehmender Weisheit und Selbstreflexion auch ganz neue Möglichkeiten des Spielens ergeben. Beim Pen-&-Paper dringe ich mittlerweile in psychische Gefilde vor, die mir damals mit 16 nicht nur verschlossen, sondern nicht einmal vorstellbar waren. Und dadurch entsteht ein ganz neuer Reiz und auch eine neue Herausforderung. Entwickler von Spielen, seien es nun Brett- oder Computerspiele, haben das übrigens auch erkannt und entwickeln ganz gezielt Spiele, die sich an eine ältere Generation von Spielern richten.

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    Das Kind im Mann

    Übrigens scheint es die gesellschaftliche Konvention – zumindest meiner Wahrnehmung nach – noch ansatzweise zu tolerieren, wenn ein männlicher Mitdreißiger verspielte Züge zeigt, Frauen hingegen können sich sowas nicht erlauben. Sie holt der Ernst des Lebens spätestens ein, wenn sie das Abi hinter sich haben. Denn dann heißt es Studieren, Arbeiten, Kinder kriegen, ernst sein … Da ist für Spiel kein Platz! Denn Spiel ist nicht ernst, Spiel ist albern, hat keinen Sinn, verfolgt keinen Zweck. Zugegeben, diese Darstellung der aktuellen Situation ist leicht polemisiert, und tatsächlich findet mittlerweile ein Wandel statt. Es spielen auch immer mehr Frauen. Außerdem ist zu beobachten, dass immer mehr Erwachsene voller Stolz und Freude bis ins hohe Alter spielen. Nicht ohne Grund gilt Deutschland als der weltweit größte Produzent von Brettspielen und bietet mit der SPIEL in Essen die weltweit größte Publikumsmesse für Gesellschaftsspiele (auf der ist übrigens in den letzten Jahren ein steigender Anteil weiblicher Besucher zu bemerken).

    Aber dennoch hat der Großteil der nicht mehr spielenden Bevölkerung von dem neuen Trend anscheinend noch nichts mitbekommen. Besonders schlimm, wenn dann selbst passionierte Spieler eines Tages glauben, sie müssten das Spielen drangeben, weil sie jetzt zu alt dafür seien. Erst kürzlich las ich erschrocken in einem Blogeintrag bei den Teilzeithelden  von einem Pärchen, die Mitte 30 beschlossen, dass sie zu alt für Rollenspiel seien. „sowas macht man in unserem Alter nicht mehr“, sollen sie gesagt haben.

    Homo Ludens

    Und auch ich selbst erwische mich immer wieder dabei, dass ich beginne, mich ob meines Alters fürs Spielen zu rechtfertigen, wenn beispielsweise Kollegen sich erkundigen, was ich am Wochenende so mache. „Wir gehen ins Stadion und schauen uns das Spiel an“ wäre völlig akzeptabel. Warum also sollte ich mich schämen, wenn ich stattdessen erkläre: „Ich ziehe meine Lederrüstung an und renne mit anderen durch den Wald.“? Das ist dann gleich in den Augen vieler kindisch, albern, dämlich und irgendwie Zeitverschwendung. Dabei sind wir Menschen doch so fürs Spielen gemacht. Denn ganz anders als von vielen vermutet, verfolgt Spielen sehr wohl einen Zweck! Die scheinbar unvernünftige Tätigkeit ohne konkreten Zweck ist nämlich laut Wissenschaft die Grundlage für jegliche Kultur. „Homo ludens“ nannte der niederländische Historiker und Spieleforscher Johan Huizinga (1872-1945), den „spielenden Mensch“, dem das Spielen im Blut liegt.

    Das Spiel ist wichtig für uns, denn es dient der Erstellung von Regeln und Ordnung. Weiter dient es der Selbstbehauptung, denn bei den meisten Spielen handelt es sich um geregelte Wettbewerbe, in denen eigene Grenzen und Rechte ausgelotet werden. Und solche Wettbewerbe kennt man schon aus der Antike oder von Urvölkern, Sportwettkämpfe sind ein anschauliches Beispiel dafür, aber auch Schach. Ja genau, denn ob man nun Figuren auf einem Brett bewegt oder versucht das Runde in das Eckige zu bekommen, es geht um das Ausbrechen aus dem Alltag, verbunden mit einem Gefühl der Spannung und der Freude, oft verbunden mit schnellen Erfolgserlebnissen und der damit einhergehenden Ausschüttung von Glückshormonen. Für die einen ist das ein FussballSPIEL und für mich eben Live-RollenSPIEL. Spielen ist am Ende nämlich nichts anderes ein Weg zum Glück! Spielen macht glücklich! Und was bitte soll an Glück unvernünftig sein?

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    Grundlage menschlicher Aktivität

    Ob durchgezockte Nächte vor dem Bildschirm, Adrenalinausstoß beim nächtlichen Live-Rollenspiel im Gewölbekeller einer Burg oder „nur“ ein Brettspielabend mit Freunden, solche Erlebnisse bereiten mir große Freude. Und es schaudert mich jedes Mal, wenn jemand von „vergeudeter Lebenszeit“ spricht, die beispielsweise Skyrim gekostet haben soll. Was bitte soll daran vergeudet sein, wenn man einfach mal ganz, ganz viele Stunden glücklich war? Wie mit allen Dingen gilt natürlich auch fürs Spielen, die Dosis macht das Gift. Selbstverständlich sollte das Spiel nicht das komplette restliche Leben überlagern und in eine Sucht ausarten. Denn dann gewinnt der Zwang die Überhand übers Glück, und das ist ja auch nicht Sinn der Sache. Trotzdem sollte ungezwungenes Spielen Teil unseres Alltags sein, denn… „Spielen ist für uns eine grundlegende menschliche Aktivität, die Kreativität erfordert und fördert sowie für einen vergleichenden Wettkampf gesteigerte Energie und Kraft freisetzt“, sagt der Spielexperte Prof. Dr. Jens Junge, Professor für Betriebswirtschaftslehre und Marketing an der design akademie berlin. „Das Spiel ist eine grundlegende Substanz und formative Kraft der Kultur“ und ein „fundamentales, universell geltendes Element des menschlichen Lebens […] , das sich wohltuend vom reinen logischen Denken und zielgerichteten, nützlichen Handeln abhebt und damit einen Freiraum für Kultur und Lebensfreude schafft.

    Warum also in Dreiseitigen-Würfels-Namen, hat das Spielen bei uns einen so schlechten Ruf und wird in vielen Fällen nur milde belächelt? Eine Antwort darauf habe ich bisher nicht gefunden und vermutlich ist diese Frage gar nicht so einfach zu beantworten. Ich persönlich wünsche mir aber, dass sich etwas ändert und dem Spiel endlich wieder die Bedeutung zu Teil wird, die es verdient hat. Als Grundlage unseres Lebens und Weg zum Glück. Aber ich glaube, wir sind auf dem richtigen Weg dahin, denn eine Veränderung ist spürbar.


    Stefan ServosStefan Servos, geboren 1975, entdeckte schon in Kindertagen seine Leidenschaft für das fantastische Genre. Er ist aktives Mitglied der Deutschen Tolkien Gesellschaft, spielt in seiner Freizeit „Dungeons & Dragons“ und geht regelmäßig auf Liverollenspiele. Neben seiner hauptberuflichen Arbeit als Fernsehredakteur (WDR, SWR, KABEL 1, RTL) schreibt der Diplom-Journalist regelmäßig für diverse Online- und Printmedien, unter anderem für das Magazin Geek!. Zudem hat er bereits Hintergrundbücher zu Filmen wie „Der Herr der Ringe“, „Troja“, „Alexander“ oder „Der Hobbit“ veröffentlicht. Persönlich trifft man den Betreiber diverser Fan-Websites, u.a. www.herr-der-ringe-film.de, vor allem als Vortragenden auf Conventions wie der RingCon oder der HobbitCon.

    Dieser Gastartikel erscheint im Rahmen der „Wir spielen“-Essaysammlung. Weitere Artikel zu diesem Thema können hier aufgerufen werden. Photocredits: Header und Portrait: Jens Handler; andere verwendete Bilder: Stefan Servos

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  2. 14 Kommentare

    1. Hach ja, die Diskussion habe ich als Frau und Mittzwanzigerin im Elternhaus oft, wenn ich sage „Ja, da hatte ich tatsächlich nichts zu tun und konnte ganze zwei Stunden lang am Handheld Pokémon spielen/Drakensang spielen/Game of Thrones – Genesis spielen/bei Skyrim die Schönheit der Landschaft betrachten und ein biiiisschen spielen“ (xD).
      Für mich ist Zeit zum unbescherten Gamen Quality-Time, die ich sehr oft in meinem recht durchgeplanten Alltag nicht habe (wobei es auf die anderen auch wirkt, als würde ich als Autorin die ganze Zeit blöd am PC sitzen *seufz*). Und wenn ich sie mal habe, freue ich mich.
      Mit 20 habe ich mir meinen ersten Gameboy gekauft und meine Sammlung Pokémon-Spiele angefangen.
      Gestern habe ich in Pokémon Saphir die Liga geschafft. Ich war lange nicht mehr so glücklich.

    2. Natalie Wolff sagt:

      Meine Eltern haben mit mir nicht gespielt. Keine Zeit und keine Lust. Schade. Meine Großeltern schon. Und natürlich Freunde. Spielen verbindet Leute mit gleichem Interesse, festigt soziale Bindungen und man lernt dadurch so ein paar Sachen. Zum Beispiel Regeln einhalten. Man lernt die Mitspieler besser kennen (wie reagiert der Andere auf strittige Fragen oder wenn er verliert), den Umgang miteinander (diskutieren, Streit beilegen) und den eigenen Umgang mit Gewinn oder Verlieren. Alleine spielen kann sehr entspannend sein, um einfach mal den Kopf frei zu kriegen. Manche Spiele sind komplex, das fordert das Gehirn. Ist ja auch nix Schlechtes.
      Ich larpe (Live-Rollenspiel) erst seitdem ich die 40 überschritten habe und hab mir schon oft gewünscht, ich hätte diese wunderbare Spiel-Welt schon früher kennen gelernt. Abgesehen von der sozialen Interaktion fördert es die Kreativität. Mir hat es weitere positive Auswirkungen für mein Leben beschert.
      Ich hoffe, dass ich noch lange in der Lage sein werde zu spielen!

    3. Xorron sagt:

      Ich finde es jedenfalls schlimm wenn man weil es die „Gesellschaft“ will ab einem gewissen alter nicht mehr spielen darf. Ich habe leider auch solche Vorurteile bei mir in der Verwandtschaft erlebt dort wird nur akzeptiert das jemand der über 30 ist spielt wenn er Kinder hat und mit denen spielt. Ich kann nicht beschreiben wie wütend mich es an dem Tag gemacht hat so etwas zu hören am liebsten hätte ich das Restaurant verlasen du auf das Familien Treffen um es mal hart auszudrücken geschissen. Nur leider war ich der Fahrer und ich konnte meine Mutter ja nicht alleine lassen. Heute denke ich außerdem das es auch wenn ich gefahren währe nichts an der Intoleranten Meinung meiner Verwandtschaft etwas geändert hätte. Ich selbst spiele am PC vorwiegend RPG mit LAP hatte ich bis vor zwei Jahren gar nichts am Hut. Jetzt da ich mein Sith Lord Outfit komplett habe könnte ich theoretisch auch das tun da ich allerdings bei uns in der Nähe keine Gruppe kenne die Star Wars mäßig unterwegs ist beschränkt sich bei mir das ganze auf Con Besuche und Fastnacht. Achja ich habe die 40 auch schon leicht überschritten.

    4. Hahahahaha…

      Geht stramm auf die 40 zu ;) Da hat aber jemand gepfuscht ;)

      Zocken ist und bleibt das Beste, egal, in welcher Form. Wenn es mit Freundinnen und Freunden ist, umso besser. Kreativität braucht Inspiration, und das Spiel an sich ist eine Inspirationsquelle. Wer das nicht weiß, dem kann ich auch nicht mehr helfen…

    5. Julie sagt:

      Gerade wenn ich die Kommentare so lese, bin ich heilfroh, dass ich diese Erfahrungen als Fast-mitt-dreißigerin weder im Freundes- noch im Familienkreis machen muss. Ich bin LARPerin, Gamer und wir machen regelmäßig Spieleabende (und mein Freundeskreis sieht entsprechend aus) und niemand sieht mich schief deshalb an. Meine Familie belächelt es teilweise, aber nie herablassend, sondern mit einer Mischung aus Verständnislosigkeit und Liebenswürdigkeit – unnd zumindest mit meinen beiden jüngsten Brüdern kann ich wunderbar über Gaminginhalte reden. Auch auf der Arbeit habe ich nie einen Hehl aus meinen Hobbies gemacht, wodurch wunderbare Geekgespräche mit Leuten entstanden, bei denen ich es nie erwartet hätte.
      Ich glaube, manchmal muss man einfach mit der entsprechenden selbstbewussten Haltung an so etwas herangehen und den Leuten die Chance geben, einen zu überraschen ;)

      (Was ich im Artikel übrigens nicht mag, ist der Anklang an „man spielt, damit man im ‚echten‘ Leben weiterkommt“. Sicherlich stimmt da teilweise – also, dass man im Spiel etwas erfahren/gelernt hat, das man dann auch anderweitig um- und einsetzt, aber ich bezweifle, dass ein solcher Zweck bei den meisten der Grund fürs Spielen ist und es braucht ihn auch nicht. Spielen ist auch Selbstzweck und gerade Rollenspiel und Larp das Ausleben von eigenen Persönlichkeitsaspekten, die man sonst nicht ausleben kann oder möchte. Und das ist auch gut so.)

    6. Klaus sagt:

      Danke! Das war ein großartiger Beitrag. Der Junggesellinnenabschied war eine großartige Idee. Auf solche Freunde darf man stolz sein!http://zeitzeugin.net/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley-channel.de_essen020.gif

      Ich, auch Ende 30 (Bj. 1977, scheckheftgepflegt), wurde oft gefragt, wann ich denn mal vorhätte erwachsen zu werden und warum mein Arbeitszimmer, aka das Zimmer in dem mein PC steht, aussieht wie ein Kinderzimmer. Muss ich „so viel“ Geld ausgeben für einen 30cm C3PO? Muss ich die Nacht mit Fallout, Skyrim, Gothic oder sonst was zum Tage machen? Jaaaaaa! Weil es mir dabei gut geht und ich damit glücklich bin. Muss ich oder überhaupt jemand sein Glück rechtfertigen? Mein ganzer Arbeitstag ist ernst, voller Zahlen und bietet mir keine Fluchtmöglichkeit ins Glück.

      Das war sehr schön zu lesen und Felicia hat recht: „You’re never weird on the Internet“. Es ist immer wieder schön, wenn ich solche Artikel von Gleichgesinnten lese, dann komme ich mir nicht so alleine vor.

      Ich ziehe mal einen Vergleich und schaue dabei nach Nimmerland. Meine gleichaltrigen Freunde wurden spätestens in ihren 30ern alle zu Piraten.

    7. Guinor sagt:

      Danke für den Beitrag. und ich darf hinzufügen, dass die Lust am Speieln mit nach dem Bergfest (mitfufficher) noch keineswegs abklingt, egal ob in Form von Lego-Orgien mit meinem Patenind (7), seinen Geschwistern (3) oder meinen Rollenspielrunden.

    8. Curima sagt:

      Sehr schöner Beitrag. :) Ich kann mich noch gut dran erinnern, wie ich damals in meine erste Rollenspielgruppe kam und dann feststellte, dass der eine Mitspieler so alt ist wie meine Eltern. Da war ich doch erstmal sehr überrascht und irgendwo auch erleichtert, dass man ganz offensichtlich auch älter werden kann, ohne die coolen Dinge im Leben wegzulassen *g*.

    9. TiaN sagt:

      Ich ignoriere auch erfolgreich alle immer mal wieder kommenden „Werd‘ endlich mal erwachsen“-Kommentare und derartigen Blicke aus meiner Umgebung. Wieso es „erwachsener“ sein soll seine Zeit mit Fernsehen zu verbringen als z. B. mit einem Computerspiel erschließt sich mir einfach nicht. So wie es ausschaut wird eines der Kriterien für die Wahl meines Altenheim-Platzes eine ordentliche Internetverbindung sein ;)

    10. moep0r sagt:

      Sehr toller Artikel, danke!
      Schoenen Gruss aus meinem Spielzimmer ;)

    11. Tiriel Windfänger sagt:

      Das war der allersupergenialste Junggesellinnenabschied überhaupt und ich bin so froh so tolle (und verspielte) Freunde zu haben! http://zeitzeugin.net/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/alien.gif

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