1. 16. Oktober 2016 | Veröffentlicht unter Diverser Geekkram, Dreckiger Rest.

    Cosplay verpflichtet?

    Von

    Wisst ihr, ich verstehe nicht sonderlich viel von Cosplay. Sicher, einst war ich als Leonardo von den Teenage Mutant Ninja Turtles unterwegs, habe mich zu einem Comic von Garth Ennis „aufgehübscht“ und bepinsle derzeit meinen Baseballschläger liebevoll, damit er bald zu einer allseits beliebten und doch so verkannten DC-Figur passen möge. Doch davon, tatsächlich ein ernst zu nehmender Cosplayer zu sein, bin ich meilenweit entfernt. Vielleicht ist das auch gut so. Denn scheinbar betritt man als Cosplayer die Welt der erzwungenen Kindesbespaßung, die bei Nichtteilnahme die absolute Ächtung seitens der Gesellschaft nach sich zieht. Unter uns gefragt: Soll das so?

    Gestern sah ich auf einer Fanpage zu Doctor Who folgendes Statement, das mich ein wenig empört, aber doch zumindest ratlos zurückgelassen hat:

    grgrgr

    Kurzum: Wenn du als Cosplay ausgerechnet eine Disneyprinzesin auserkürst, so hast du dich in eben jenem Kostüm Kindern gegenüber gefälligst „in character“ zu verhalten und überfreundlich zu sein! Denn, so spricht es Waka, das Gesetz, denkt jedes Kind automatisch, dass bspw. Elsa höchstselbst vor ihm stünde. Wie furchtbar wäre es, wenn Elsa plötzlich charakteruntypisch agieren würde! Eine Welt würde unter dem armen Kind zusammenbrechen, das fortan zeitlebens traumatisiert sein Dasein fristen müsste!

    Natürlich: Man sollte sich, ganz egal, ob man nun in einem Prinzessinnenkleid oder einem Kartoffelsack unterwegs ist, klar darüber sein, welche Wirkung man auf andere erzielt. Auch Goths werden wissen, dass sie entsprechend wahrgenommen werden und es Leute geben wird, die einen auf die Aufmachung ansprechen. Aber: Unterschreibt man als Cosplayer einen Pakt? Muss man sich so oder so verhalten? Wir erinnern uns: Wir reden noch immer über ein persönliches Hobby und nicht über den nicht näher spezifizierten Beruf des Kinderbespaßers.

    Tauchen wir vielleicht noch in die Kommentarsektion des Bildes ein:

     

    „She is not a cosplayer. Anyone who actually goes to an event knows if you don’t want people to come up and talk to you. DON’T DRESS UP. It is a unspoken rule that if you do people can come up and talk to you about said costume.“

    oder

    „If you go in public in the costume of a well known childrens character, then you must be willing to interact with people. (…)  A child doesnt understand that you are a person playing dress up, all a child will wonder is why their hero, their friend in some ways, doesnt want to talk to them. It is upsetting for them. When you dress in public that way you are accepting that role, if youre not prepared for that then dress as something else.“

    oder

    „No, you are not obligated to stay in character and spare a few moments of kindness to an impressionable young child, nor are you obligated to show the people you encounter some basic decency and courtesy. But please don’t fool yourself… admit then that you are an asshole; you are a shitty human being, a piece of garbage, that you have zero compunction against crushing a child’s dreams and innocence because you are an anti-social narcissistic dolt who can’t take 2 seconds in your busy life to give a little bit of joy into an otherwise cruel world. And don’t be surprised when people treat you like a shitty piece of garbage because you get back what you give out to the world. This has nothing to do with whether or not you like kids, or that it’s not your job to entertain someone else’s kids… this is just basic empathy. Don’t like it? Dress up at home and don’t venture outside.“

    Um es mal mit meinen eigenen, profanen und infantilen Worten zu sagen: „Hömma, geht’s noch?!“ Man ist also „Müll“ und ein „Arschloch“, wenn man sich nicht kinder- oder elternkonform verhält? Geht es hier noch um Cosplay oder reden wir schon über Menschen, die gegen Geld auf Kindergeburtstage und auf Events gehen um sich mit den Kindern zu unterhalten?

    Ich finde es wunderbar, dass es Menschen gibt, die Freude am Verkleiden haben und sich so auch anderen zeigen. Das gibt anderen jedoch nicht das Recht, bestimmen zu dürfen, inwieweit man sich sonstwo involvieren muss. Gerade in Zeiten wie diesen, wo sich zu Recht um die eigene Freiheit und Selbstbestimmung auch und selbst von Cosplayern bemüht wird. „Fotografiert mich – wenn ich nichts dagegen habe.“ „Fasst mich nicht an – ich bin kein Ausstellungsstück.“

    Selbstredend ist es toll, sympathisch und vielleicht auch ein Stück bewundernswert, wenn man in der jeweiligen Rolle aufgehen und frei mit der Umwelt interagieren kann. Es ist jedoch nicht jeder eine Rampensau oder schauspielerisch begabt, auch möchte nicht jeder zum Alleinunterhalter mutieren. Jeder darf ein Cosplayer sein: Dicke, Dünne, Große, Kleine – warum dann nicht auch Introvertierte, Nichtgernebespaßer? Ferner kann und darf man das Hobby Cosplay aus vielerlei Gründen heraus betreiben: Etwa, weil man Kostüme oder die Figur liebt, gerne bastelt, sich gerne unter seinesgleichen gesellt – und selbstverständlich auch, wenn man andere Leute und auch Kinder unterhalten möchte und/oder damit keinerlei Problem hat.

    Aber man sollte doch bitte endlich mal damit aufhören, zu denken, dass die eigene Vorstellung von „Cosplay“ die einzig wahre ist. Lasst die Leute ihr Geekhobby doch so ausleben, wie sie wollen. Sie sind nicht dafür da, euch das Leben so großartig wie möglich zu machen. Das ist „nur“ ein toller Nebeneffekt.


  2. 29. Juni 2016 | Veröffentlicht unter Diverser Geekkram, Dreckiger Rest.

    Lieblings-Archetypen

    Von

    Arche- und letztlich auch Stereotypen begegnen einem überall: Ob im Film, der eigenen Rollenspielrunde oder auch beim freundlichen Bäcker aus der Nachbarschaft. Natürlich sind gerade Stereotypen verpönt: Sie seien zu eindimensional, bedienen sich stumpfer Klischees und verbreiten ein farbloses Abbild der Wirklichkeit, das manche fälschlicherweise für bare Münze nehmen.

    Das ist eigentlich schade, denn gerade mit Stereotypen kann man oftmals humoristisch arbeiten und sich als Leser oder Zuschauer an ihnen entlang hangeln, ohne zuvor seitenweise die Hintergrundgeschichte der jeweiligen Figur durchgelesen haben zu müssen. Speziell bei Nebenfiguren bin ich dankbar wenn mal wieder ein Stereotyp auftaucht. Auch beim Rollenspiel bediene ich mich zumindest der Archetypen, also diverser Grundformen, denen ich durch spezielle Eigenheiten natürlich noch den letzten Schliff und Tiefe verleihe, damit er oder sie eben nicht als bloßer Abklatsch eines Klischees verkommt. Ich schätze, dass fast jeder so seine Lieblinge hat. Nicht einzelne Personen, sondern ganze Personengruppen. Der eine steht auf strahlende Helden, die er jedes Mal aufs Neue sympathisch findet, die andere kann sich einen Fantasyfilm ohne einen geschniegelten Elfen kaum mehr vorstellen. Ich zumindest habe Archetypen, bei denen ich jedes Mal aufs Neue wohlig aufseufzen muss oder die mich immer wieder schmunzeln lassen. Bei denen ich mir beim Ansehen eines bislang unbekannten Filmes denke: „Hurra! Wieder einer der Sorte!“ Meine vier völlig irrationalen und subjektiven Lieblinge möchte ich euch nun vorstellen und hoffe natürlich auf Nennung der euren!

    Dass ich insbesondere Bilder von Disneyfiguren gefunden habe liegt vermutlich daran, dass es Disney verdammt nochmal versteht, mit Klischees zu spielen! Und es, nunja, Kinderfilme sind. da „darf man das“.

    Die liebenswert verrückte Omi

    Willst du nicht für immer bleiben?“ Der, ich glaube, letzte Satz der Großmutter Mulans innerhalb des Filmes steht recht exemplarisch für diesen Typus: resolut, um keine Frage oder Antwort verlegen und das Herz am rechten Fleck. Stets etwas tatterig auf den dürren Beinchen, die Lippen zu einem jugendlichen Grinsen verzogen, vermag es „die liebenswert verrückte Omi“, mein Herz definitiv zu erweichen. Ein wenig Vergesslichkeitswürze hier und eine brüchige Stimme dort und es ist perfekt.

    Als ich DSA geleitet habe, war eine alte Frau einer meiner NPCs und sie kam, Rückmeldungen zufolge, sehr gut an: sie verstand akustisch vieles falsch, schweifte oftmals in die Vergangenheit ab obwohl die Helden eigentlich nach Informationen der Gegenwart forschten und ab und zu schlief sie auch mitten im Satz ein. Das ist natürlich ein Extremfall, den ich jedoch sehr gerne mag. Leider eignet er sich kaum als eigener Heldentyp, wenn das Abenteuer nicht gerade während eines Kaffeekränzchens spielen soll.

    Typische Zitate:

    „Jaja… *imSchaukelstuhlwipp* Damals… als die Recken noch mit bloßen Händen die Drachen erschlagen konnten…“

    „Pah! Jungspunde! Lasst das mal Oma XY machen! *ärmelhochkrempel*“

    „Kindchen, nicht unter meinem Dach!“

    Artverwandte Figuren: „Mulans Großmutter, „Küss den Frosch“ – Mama Odie

    Der sanftmütige Bärtige

    Ob Zwerg, Thorwaler oder Söldner: Gutmütige, biertrinkende Männer mit dem Herz am rechten Fleck haben es mir, rein platonisch, sehr angetan. Bei mir kommt da fast automatisch biergeschwängerte, freudige Lagerfeuerstimmung auf mit der Sicherheit, dass der Kerl ohnehin jeden Eindringling mit seiner mächtigen Axt von der Straße fegen würde. Ganz unabhängig davon, dass er ansonsten ein gutmütig brummender Bär ist.

    Den Mix aus pfeiferauchender Gemütlichkeit, Feierlaune und Gefährlichkeit im Kampf finde ich sehr inspirierend und auch in Film und Buch einfach schön zu lesen. Ich freue mich immer, wenn so eine Person dann auftaucht und für ein paar warme Momente inmitten des Chaos‘ sorgt. Da verzeiht man auch die obligatorischerweise nicht ganz so immens vorhandenen Gehirnzellen. Der Bart ist übrigens zwingend notwendig. Natürlich.

    Typisches Zitat:

    „Hömma! Erst trinken wir in Ruhe das Bier aus und dann könnt ihr euch gegenseitig die Köpfe einschlagen!“

    Artverwandte Figuren: Gimli, Hagrid, Mattis, „Ronja Räubertochters“ Vater

    Der eitle Schnösel

    Er vereint einige schlechte Eigenschaften in einer einzigen Person: Selbstverliebtheit, Arroganz, Selbstüberschätzung, meist Egoismus. Und dennoch: in seiner fiktiven Art finde ich solche Charaktere einfach klasse. Im realen Leben würde ich ihnen vermutlich quer über die Füße kotzen, doch finde ich sie in Filmen und Büchern einfach unglaublich kurzweilig. Zum Glück ist solch eine Figur, im Gegensatz zur Omi, auch noch rollenspieltauglich, weshalb ich auch einen mein Eigen nennen darf.

    Der Blick in den Spiegel, das selbstbewusste durchs-Haar-Streichen, gekoppelt mit den irritiert-skeptischen Blicken der Umstehenden peppt meiner Meinung nach einfach vieles auf. Ohne Gaston würde die Schöne und das Biest nur halb so originell finden, unvergessen natürlich die Musicalszene. Der Humor ergibt sich aus der Diskrepanz zwischen der Außenwirkung und dem, wie sich der gute Mann oder wahlweise auch die gute Frau selber sieht. Herrlich btw. auch das „großartigste Pferd des Universums“ Sternschnuppe, das ich gerne zitiere und das mir ein paar meiner Kindheitsstunden versüßt hat.

    Typische Zitate:

    „Holdeste, wartet ersteinmal ab, bis Ihr mich kämpfen seht – es wird all‘ Eure Erwartungen übertreffen!“

    „Wer ist schon Adonis? Hallo? *aufsichselberdeut* Das ist ein echter Kerl!“

    „Es kann nicht jeder so absolut großartig sein wie ich…*nachsichtiglächel*“

    Artverwandte Figuren: „Regina Regenbogens“ Sternschnuppe, Gaston aus „Die Schöne und das Biest“, Shreks „Prinz Charming“, Zapp Brennigan

    Der verschlagene Antagonist

    ScarFies grinsend schlängelt sich der verschlagene Antagonist in den Plot und strickt im Hintergrund seine bitterlichen Pläne. Stets darauf bedacht, den äußeren Schein zumindest bei der klassischerweise naiven Umgebung zu wahren, wird zumindest dem Zuschauer sehr schnell klar, mit wem man es zu tun hat. Kluge, gerissene Figuren mit Charakter sind es, die zwar Dank ihres oftmals herrschenden Größenwahnes sehr unsympathisch daherkommen, aber für viele Geschichten unverzichtbar sind.

    Es macht unheimlich viel Spaß, ihnen beim Agieren und Intrigieren zuzusehen und die feinen, giftigen Fäden zu sehen, die sie spinnen! Herr Schlangenzunge und der ein oder andere Game of Thrones-Fiesling sind auch wunderbare Kandidaten für diesen Archetyp, der in seiner darstellung gerne mit giftgrünen Farben akzentuiert wird.

    Typisches Zitat: „ja welch tragisches Schicksal deine Mutter doch ereilt hat. Wer hätte das denn auch erahnen können …?“

    Artverwandte Figuren: Scar aus „König der Löwen“, Dschafar aus „Aladdin“,


  3. 24. Mai 2016 | Veröffentlicht unter Filme, rund um Filme.

    #GiveElsaAGirlfriend

    Von

    Populäre Animationsfilme haben Liebespaare unterschiedlichster Couleur zu bieten: Meerjungfrau/Mensch, Mensch/Biest, Oger/Mensch, Mensch/Biene – da könnte man fast annehmen, dass es auch gleichgeschlechtliche Paare gibt. Das ist jedoch ziemlich selten der Fall. Grund genug für die Teenagerin Alexis Isabel Moncada, den Hashtag #GiveElsaAGirlfriend ins Leben zu rufen, der für mehr Repräsentation in Sachen LGBT steht. Im Fokus: Elsa aus Disneys Frozen, die noch keinen Love Interest zur Seite gestellt bekommen hat und deren Werdegang in der LGBT-Community häufig symbolisch für das Coming-Out verstanden wird.


    Für die kommende Fortsetzung wünscht sich Alexis, dass Elsa statt des obligatorischen Prinzen eine Prinzessin bekommt, damit auch jungen Mädchen und Jungs gezeigt wird, dass es OK ist, sich in jemanden des selben Geschlechts zu verlieben. Mittlerweile unterstützen nicht nur Twitterer, sondern auch beispielsweise Elsas englische Stimme und Musical-Darstellerin Idina Menzel dieses Anliegen.

    Ich persönlich finde, dass das an sich eine gute Sache wäre: Eine Disneyprinzessin, die nicht der heterosexuellen Norm entspricht. Allerdings würde ich es an dieser Stelle tatsächlich begrüßen, wenn Elsa unabhängig bliebe und nicht durch die Liebe definiert werden würde – wie fast alle anderen Disneyprinzessinnen vor ihr. Stattdessen könnte man auch wunderbar eine neue Hauptfigur eines neuen Films erschaffen, die etwas mehr Diversität in die Geschichten bringt.

    Als Antwort auf Alexis‘ Tweet wurde bald der Hashtag #GiveCaptainAmericaABoyfriend eingeführt, der für einen Mann an Captain Americas Seite plädiert. Denn hey: Schwule oder bisexuelle Superhelden haben auch etwas für sich! Gut. Man könnte nun argumentieren, dass Cap ohnehin eifrig um Bucky bemüht ist und in ihm bereits einen Love Interest gefunden hat, doch bleibt das reine Interpretationssache und somit im Reich der Fan Fictions.

    Auch diesen Hashtag finde ich an sich sehr nett, denn Caps Sexualität ist nicht ganz so klar definiert wie die vieler anderer Figuren, die manche Fans – für mich unverständlicherweise -gerne umpolen würden. Bei ihm würde es tatsächlich irgendwie Sinn machen. Allerdings würde ich persönlich einen Hashtag a’la #JustFuckingCreateDiverseCharacters auch super finden. Das Thema an der Wurzel packen und nicht auf bereits Bestehendem abstützen.

    So oder so: Ich bin gespannt, ob und wenn ja wie Disney reagieren wird.

     

    Das Captain America-Bild im Header ist übrigens nicht ganz so eindeutig, wie es scheint. Zum einen liegt Photoshop sehr nahe, zum anderen ist „solid dick“ auch alter Slang für „straight talk“. Und gerade deswegen steht das Bild sinnbildlich für Teile dieser Debatte.

  4. 20. Oktober 2015 | Veröffentlicht unter Filme, rund um Filme.

    #boycottstarwarsVII oder: Hurra, im Kino ohne Rassisten!

    Von

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass fast jeder von euch bereits den neuen Trailer gesehen hat. Aber zur Sicherheit: Bitteschön.

    Basierend auf dieser bevorstehenden, wunderbaren News (Ja gut, in Internetzeitrechnung ist das schon eine Olds)  reihten sich seit Sonntag Abend auf Twitter auf wundersame Weise einige Buchstaben zusammen, die gemeinsam den Hashtag „#boycottstarwarsVII“ formten. Was war geschehen?

    Von Haus aus empörte Bürger witterten und schlussendlich sahen den Trailer, mussten entsetzt miterleben, wie der „schwarze Stormtrooper“ Finn, gespielt von John Boyega, eine unfassbar prominente Rolle einnimmt und zählten samt des allgemeinen Eindrucks gekonnt 1 und 1 zusammen: Soll hier etwa der „Genozid“ des Weißen beworben werden? Darf es sein, dass den armen Kindern unserer Zeit Filme voller ekelhaft triefender political correctness vorgesetzt werden, in denen weiße Männer nur eine untergeordnete Rolle spielen? Verdammt, wo ist denn hier das whitewashing?! Empörend!

    Das ist so überzogen, dass es doch eigentlich nur Trolling sein kann und der Aufschrei war demzufolge lauter als die ursprüngliche Meldung. Die Macht ist stark in diesen da, diesen Twitterern, die den Hashtag mittels Tweets schier bombardierten und dessen Message binnen kürzester Zeit umkehrten. Diese ganze Sache finde ich sehr possierlich.

    Was den Trailer an sich angeht bin ich noch zwiegespalten. Die ganze Geschichte ist in Vergessenheit und ins Reich der Legenden geraten? Darth Vader-Remastered? Hm. Doch an sich sieht es nett aus, es ist eine schöne Mischung aus Effekten, Action und ruhigeren Storymomenten. Auf jeden Fall bin und bleibe ich gespannt!


  5. 6. August 2014 | Veröffentlicht unter Diverser Geekkram, Dreckiger Rest.

    Als Disneyprinzessin ungeeignet

    Von

    Disneyprinzessinnen – mal liebreizend und nett, mal rotzig und mutig, aber immer eines: In irgendeiner Form ein Vorbild.  Doch was wäre, wenn man nicht nur die interessantesten, sondern gleichzeitig auch umstrittensten Frauen als Inspiration nehmen würde? Frauen, die ihre Dienerinnen foltern und umbringen, Frauen, die es mit Stieren treiben oder Frauen, die mit ihrem Panzer namens „Fighting Girlfriend“ deutsche Soldaten des zweiten Weltkriegs vernichten? Ganz sicher ist eines: Es wären definitiv keine Vorbilder im Sinne Disneys.

    Jason Porath, der bei Dream Works gearbeitet hat und für zahlreiche Effekte zuständig gewesen ist, nimmt sich bei seinem Tumblr-Projekt genau jener Persönlichkeiten an. Jeden Mittwoch stellt er eine neue „rejected Disneyprinzessin“ vor, die zwar nicht wirklich von Disney abgelehnt wurde, jedoch aller Voraussicht nach nie eine Prinzessin werden wird.  Auch wenn Porath zugegebenermaßen einiges dafür tut, sie in seinen Illustrationen aussehen zu lassen, als wollten sie gleich in Begleitung von Rotkehlchen singen.

    tumblr_n7dwg3BfiI1ry5q8mo5_1280Dabei stellt er die teils historischen (Elisabeth Bathory), teils mythischen, (Pasiphae ) weiblichen Gestalten nicht nur bildlich vor, sondern auch in Wort und Schrift. Hierbei bemüht er sich um fachliche Kompetenz, wobei er auch zugibt, dass immer wieder – von ihm gewünschte – Korrekturen eintrudeln, die er glücklicherweise auch in seinen Texten umsetzt. Dabei entstanden ist eine sehr interessante Zusammenstellung aus verschiedensten Frauen, die auf ihre Weise „herausragend“ sind.

    Die nicht selten brutalen, blutigen Geschichten gehen hierbei eine wunderschön diskrepante Verbindung mit den disneyesken Bildern ein. Und auch wer, wie ich auch, an einem Roman sitzt, wird hier auch die ein oder andere Inspiration erhalten können!

    Hier geht’s zu seinem Blog!


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  6. 24. Februar 2014 | Veröffentlicht unter Diverser Geekkram, Dreckiger Rest.

    Prinzessinnen Crossover

    Von

    Eigentlich bin ich ein positiver Mensch, wenn es um kreative Werke anderer Menschen geht. Solange jemand nur etwas kreiert, finde ich es im Regelfall zumindest nett. Sehr selten bin ich von Bildern genervt – was diese Kunstthematik hier angeht, bin ich es nun jedenfalls definitiv.

    Es ist seit Jahren so: Kombiniert man Disney Prinzessinnen mit irgendeinem x-beliebigen anderen Fandom, wird es bei einem Minimum an Talent mit fast an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zum viralen Hit. Prinzessinnen und Star Wars? Check. Prinzessinnen und Sailor Moon? Check. Friendship is Magic? Check. Kombiniert man dann noch, wie jüngst, einen absoluten Serientrend – namentlich Game of Thrones – mit ihnen, hyperventiliert das Fanherz und es hagelt DailyDeviations auf DeviantArt, Shares und Likes.

    Ist das noch Punkrock Kreativität? Was es ist: Nett anzusehen, aber eben auch verdammt einfach. Denn meistens wird nicht einmal versucht, eine echte Verbindung und ein sinnvolles Crossover herzustellen. Ganz im Gegenteil wird einfach stumpf  die Prinzessin mit demjenigen „Parallelwelt“Charakter gekreuzt, der ähnlich aussieht. Ob es charakterlich passt? Völlig egal. So wird Rapunzel mal eben zu Sansa. Logisch.

    Ich kann es einfach nicht mehr sehen. Warum kommt man nicht auf eigene, kreative Ideen? Nicht, dass ich ein Springbrunnen an Kreativität wäre, schön wär’s. Doch ich wünsche mir von den wahren Künstlern einfach mehr.  Ich wünsche mir Crossover, die Sinn machen. Wie etwa die Ninja Turtles mit Super Mario. Buffy mit Twilight. Meinetwegen auch Mulans Mushu mit Game of Thrones. Halbwegs intelligente Crossover eben. Dann „share“ich es auch gerne!

    Das war: Mein kurzer Dislike des Tages. Natürlich darf und soll man zeichnen, was man will. Es geht hier schließlich nur um meinen eigenen Eindruck, der längst nicht dem eines jeden entspricht. Doch macht Platz für Bilder mit Hintergrund, die die Fantasie beflügeln! (ja, ich denke gerade an den Jokerdrachen *g*) Steinigt mich ruhig, ich weiß, dass es hier einige Prinzessinnenfans gibt :) Dürft ihr auch gerne bleiben, solange ich mein Zimmer nicht damit tapezieren muss!

     


  7. 13. Mai 2013 | Veröffentlicht unter Filme, rund um Filme.

    Rettet eure Kinder vor „sexy Merida“!

    Von

    Am 11. Mai wurde Merida offiziell zur 11. Disneprinzessin gekürt – was in erster Linie Merchandising en Masse bedeutet sowie hübsche Auftritte in den Disneyländern dieser Welt. Schön und gut, sie ist damit in bester Gesellschaft mit etwa Pocahontas, Mulan und natürlich den Klassikern Cinderella und Co. Doch natürlich kann man Merida nicht einfach in ihrer Alltagskluft auf den royalen Laufsteg schicken: ein Make Over wurde angesetzt, woraufhin Merida nicht nur als stark herausgeputzte Prinzessin auf die Bühne trat, sondern auch Entrüstungsstürme hervorrief, die man sonst eher von König Triton erwarten würde. Passt schließlich auch zum #aufschrei-Trend.

    Man hat ihr einen neuen Look verpasst, der Folgendes beinhaltet:

    • ordentlich gekämmte und vermutlich mit Weichspüler (Rosenduft! Weil Cinderellas Werk.) bearbeitete Haare
    • ein glitzerndes Kleid mit güldenen Verzierungen
    • Make-Up (betonte Augen, Camouflage, Rouge)
    • eine OP…


  8. 25. April 2013 | Veröffentlicht unter Musik, Offtopic.

    Disney Medley – Part 2

    Von

    Ok, heute ist Videoday im Hause Zeitzeugen und das ist selten…  Nun muss ich aber auch Nummer zwei zeigen (und das ist sogar völlig frisch erst vor wenigen Minuten bei Youtube hochgeladen worden. Jaha!), obwohl ich es gerade schon bei Facebook gepostet hatte. Allerdings höre ich es gerade in Dauerschleife und finde es so wahnsinnig episch! Die Stimmgewalt, ihre Performances… Heather Traska singt. Disneylieder im Medley. Während Teil 1 noch alle möglichen fröhlicheren Lieder des Disneyversums interpretiert hatte, legt Part 2 nun den Fokus auf die etwas düsteren/creepy Videos. Und seht euch nur ihre Make-Ups an, besonders jenes von Scar bei „Be prepared“ (btw. eines der besten Disneylieder ever). Schön finde ich auch, wie sie musikalisch Bezug auf ihr erstes Video nimmt, wie sie die einzelnen Songs auch optisch miteinander verknüpft…

    Insgesamt hat sie 15 Songs verwurstet, sich in die Looks 30 verschiedener Charaktere geschmissen und für die komplette Herstellung des Videos etwa 124 Tage gebraucht. Also ehrlich: das musste ich einfach auch hier posten.


  9. 30. Dezember 2012 | Veröffentlicht unter Filme.

    Wreck-it Ralph

    Von

    ralph

    Foto: Disney


    Genre: Komödie, Animation
    Regisseur:
    Rich Moore
    Sprecher
    : John C. Reilly, Sarah Silverman, Jack McBrayer
    Premierejahr:
    2012
    Spieldauer:
    92 Minuten
    Trailer
    DVD ab dem 4. April
    Originalsprache: Englisch

    Inhalt

    Ein Videospielheld zu sein ist harte Arbeit. Kaum werden die Arkaden geöffnet, muss man auch als Pixelfigur bereit stehen und pünktlich zum Münzeinwurf seine Aufgaben erledigen, die da wäre: vom Spieler gesteuert zu werden. Immerhin: am Ende des Tages kann man endlich den Feierabend genießen und, wie man es als Held eines Spieles natürlich gewohnt ist, mit Kuchen und Sekt gefeiert werden.

    Titelgebender Ralph ist leider kein Held. Seinen Feierabend verbringt er alleine auf einer Müllkippe, die ihm gleichzeitig auch als mehr oder minder bequemes Bett dient. Denn Ralph ist nur der Antagonist des Spiels „Fix it Felix“, derjenige, der die Videospielszenerie – ein Hochhaus – zerstört, damit Felix es wieder aufbauen und dem Spieler zu Ruhm verhelfen kann. Doch bald hat er genug davon, nur der einsame Böse zu sein. Sein Ziel: eine Medaille zu erlangen, um seinen Mitspielercharakteren zu zeigen, dass er es doch wert ist. Diese Medaille erhofft er sich innerhalb eines anderen, eines Killerspiels, in das er „einbricht“ und fortan in diesem und dem zuckersüßen Rennspiel „Sugar Rush“ unbeabsichtigtes, dezentes Chaos verbreitet.


  10. 26. August 2012 | Veröffentlicht unter Filme, Filmvorstellungen.

    [Kino] Merida

    Von

    Genre: Komödie, Animation, Abenteuer
    Regisseur: Mark Andrews, Brenda Chapman
    Sprecher: Kelly Mcdonald(OV)/Nora Tschirner, Billy Connolly, Emma Thompson
    Erscheinungsjahr: 2012
    Spieldauer: 93 Minuten
    Produktionsland: USA
    Trailer

    Merida, die Tochter des schottischen Clanchefs, steht zwischen zwei Stühlen: da ist zum einen ihre eigene Wildheit und der Sinn nach Freiheit und Individualität, zum anderen jedoch auch die Tradition, die hier in Form ihrer Mutter auch ihre verbale und äußerst penetrante Ausführung bekommt. Merida soll der Sitte nach an einen Erstgeborenen der drei anderen Clanchefs des Herrschaftsbereich verheiratet werden. An wen der drei Kandidaten genau, das soll ein Turnier entscheiden. Nun wäre Merida nicht Merida, wenn sie da nicht etwas entgegenzusetzen hätte. Sie selber tritt als Erstgeborene um ihre eigene Hand an und tritt damit eine Lawine los, in der eine schrullige Hexe mit magischem Anrufbeantworter, eine peinlich berührte Mutterbärin und eine alte Sage eine signifikante Rolle spielen. Wird sie es schaffen, am Ende mit vor Rührung und zarter Romantikbande tränennassen Augen ihren persönlichen Prinzen der Liebe in den Armen zu halten?


  11. 28. Juli 2012 | Veröffentlicht unter Internetfundstücke, Offtopic.

    Eine Pocket Princess wird böse oder: Blogger sind selbstbeweihräuchernde Egoprinzen

    Von

    (Urheberin des Bildes)

    I’ve noticed people taking PPs [Pocket Princesses, Anm.d.Red.] and reposting them on their own feeds, either as lone cartoons or as big photosets. One such photoset has clocked up over 37k notes with NO linking credit back to my tumblr feed here. PLEASE, reblog rather than repost. Don’t repost Tumblr art to boost your own signal, that’s not cool.

    And if you ever DO post something from somewhere else, please make sure you include a link to the creator, so people can find their work. That’s the courteous thing to do.“

    !

    Es ist oft unfassbar, wie die Linkmoral in der Blogosphäre ist. Es darf nicht sein, dass zwar ganz brav derjenige verlinkt wird, der es auf seinem Blog gepostet hat, aber nicht der, der das Bild/whatever eigentlich kreiert hatte. Oft muss man zig Links folgen, sich von via zu via hangeln, bis man den Urheber endlich gefunden hat! Was soll das? Wir, die Blogger, sind in der Regel nur die Weitertratschenden. Ein „Seht mal, was ich hier Cooles habe!“ macht mich nicht zur grandiosen Heldin. Das schafft dann auch kein Via zu demjenigen, der das Objekt der Begierde auch nur irgendwo anders gefunden hat. Nennt ihr, wenn ihr ein Bild von DaVinci zeigt, auch zuerst eure Mutter, die euch den Künstler näher gebracht hat? Viel wichtiger ist doch, wer das Bild überhaupt gemalt hat. Trotzdem scheint es den meisten Bloggern wichtiger zu sein, ihre Bloggerkollegen zu verlinken. Ganze böse Reden werden geschwungen, wenn jemand ein via vergessen hat. Von Diebstahl ist dann gerne die Rede und die Blogger sind beleidigt. WTF?! Ich würde das Arroganz nennen.


  12. 22. August 2011 | Veröffentlicht unter Musik, Offtopic.

    [52 Songs] Selbstbeschreibung

    Von

    Konnas Song-Projekt geht in die mittlerweile achte Woche und wartet mit einem durchaus interessanten Thema auf: „Kinners, beweihräuchert beschreibt euch doch mal selber“. Gut, da fällt mir einiges ein. Vieles, was mich wirklich recht treffend beschreiben würde. Aber ich wähle etwas oberflächliches. Viele erleben mich als sorglose, überdrehte und dadurch glückliche, vermutlich auch seichte Person. Das stimmt zum Teil. Ich bin überdurchschnittlich sorglos (leichtsinnig) und das Lied „Hakuna Matata“ trifft es schon ganz gut. Gutgelaunt bin ich auch meistens – nach außen hin. Ich rede nicht gerne über mich und meine Probleme. Und gerade das, gepaart mit meiner albernen Art und der temporär auftretenden Unfähigkeit, über ernste Dinge zu sprechen, wirkt auf andere alles andere als tiefgründig. Das ist eben so – und es ist mir egal. Nicht jeder muss mich bzw. mein Inneres, kennen. Auch nicht die „Internetmenschen“.

    Daher lasse ich euch auch genau dieses Lied hier: Hakuna Matata. So bin ich – zumindest ein Teil – der äußere – eben. Der Rest geht Fremde nichts an.

    Hakuna Matata

     


  13. 15. August 2011 | Veröffentlicht unter Diverser Geekkram, Dreckiger Rest, Toplisten.

    Top 5: die leckersten Superschurken

    Von

    „Well, there’s something you don’t see every day.“
    Dr. Peter Venkman –

    Ein normaler Tag: ihr werdet wieder einmal von irgendeinem Superschurken angegriffen. Doch bevor ihr schreiend davonrennen könnt, steigt euch dieser wunderbare Geruch in die Nase und eure Angst verfliegt. Wenig später schon sitzt ihr friedlich in der Küche und verspeist euren ehemaligen Gegner. Was könnt ihr auch bitteschön dafür, wenn er so unheimlich gut aussieht?
    5 der letzten überlebenden Bösewichter werden nun vorgestellt. Am Schluss bleibt nur noch die Qual der Wahl, wen genau man zu Mittag verspeisen soll.